DE155271C - - Google Patents

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DE155271C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JCIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J11/00Circuit arrangements for providing service supply to auxiliaries of stations in which electric power is generated, distributed or converted

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE-21 c.
Bei elektrischen Dreileitersystemen mit geerdetem Mittelleiter besteht ein großer Spannungsunterschied zwischen dem Mittelleiter und den Stromanschlüssen einer in die Außenleitung eingeschalteten Verbrauchsstelle geringerer Spannung. Dieser bestehende Spannungsunterschied kann zu Unglücksfällen Veranlassung geben. Nachstehendes Beispiel soll dies verdeutlichen.
ίο Angenommen, eine Kystoskop-Glühlampe, die eine Spannung von etwa 8 bis 12 Volt erfordert, solle an ein Dreileitersystem mit 22Ο Volt Spannung in den Außenleitern angeschlossen werden. Vorweg muß noch bemerkt werden, daß der Außenschaft des Instruments, der mit dem Körper der Person und noch dazu an ganz besonders empfindlicher Stelle (mit der Harnröhre) in innige Berührung kommt, aus Metall besteht und den Strom von oder zur Lampe leitet. Die Leitungsfähigkeit der Kystoskop-Außenseite muß als gegebene Tatsache betrachtet werden, die ihre triftigen Gründe hat, aber an dieser Stelle nicht erörtert werden soll; aber mit ihr ist hier zu rechnen.
Durch den Spannungsunterschied zwischen der zur Lampe führenden Verbrauchsleitung und der Erde — die Erfinderin nimmt letzteren hier mit HO Volt an — ist die Gefahr eines elektrischen Schlages für die beteiligte Person nicht ausgeschlossen, wenn (wie dies bei nassen Steinfußböden in Krankenhäusern der Fall ist) der Boden leitend ist und die daraufstehende Person, ,die andrerseits das an die Leitung angeschlossene Instrument berührt, einen Kontakt herstellt.
Durch vorliegende Erfindung soll diese Gefahr beseitigt werden.
Die Erfindung geht von dem Grundsatz aus, daß für die Stromstärke nicht der absolute Potentialwert, sondern nur der Spannungsunterschied maßgebend ist. Es wird daher der Spannungsunterschied zwischen der Erde und der Stromverbrauchsstelle gleich Null gemacht, was durch zweckentsprechende Verbindung der Abzweigspunkte der Schwachstromleitungen mit dem Starkstromnetz geschieht.
Beiliegende Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel dar.
Angenommen, die Spannung zwischen den Außenleitern 1 und 2 des Dreileitersystems beträgt 220 Volt und der Mittelleiter 3 liegt, mit oder ohne Absicht, an Erde, so besteht zwischen jedem Außenleiter und Erde eine Potentialdifferenz von 110 Volt. Bringt man nun, nach Einschaltung passend verteilter Widerstände 4 und 5, die Stromabnahmestelle an richtiger Stelle zwischen diesen Widerständen an, so hat diese Stromabnahmestelle 6 einen Sparinungsunterschied von HO Volt gegen die Außenleiter. Der Spannungsunterschied zwischen der Stromabnahmestelle 6 und der Erde ist daher gleich Null.
Macht man an dieser Stromabnahmestelle 6 eine zweite Abzweigung 7, die sich um eine Strecke von der ersteren verschieben läßt, so kann.rnan .'je„nach; der Entfernung der zweiten
Abzweigung 7 von der ersten 6 eine geringere oder höhere Spannung für die Niederspannungslampe 8 o. dgl. abnehmen. Der Spannungsunterschied zwischen der zweiten Abzweigung 7 und der Erde kann nie größer werden als die Spannung der zur Verwendung kommenden Lampen, d. s. 8 bis 12 Volt.
Die aus dieser Spannung und dem hohen Widerstände des menschlichen Körpers sich ergebende Stromstärke ist zu vernachlässigen.
Diese Schaltungsweise für Dreileitersysteme
kann nicht nur für die angedeuteten Zwecke, sondern allgemein beim Anschließen von Schwachstromleitungen an Starkstromnetze Verwendung finden.
Ohne besondere Schwierigkeiten ist diese Erfindung auch auf vereinigte Dreileiter-, also Mehrleitersysteme ausdehnbar.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltung zur Anschließung von Schwachstromleitungen an Drei- oder Mehrleiter-Starkstromnetze, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Schwachstromleitungen an einen Punkt des Stark-Stromnetzes angeschlossen ist, welcher dasselbe Potential besitzt wie die Erde, zum Zweck, das Auftreten hoher Spannungsunterschiede zwischen der Erde und der Verbrauchsstelle zu verhüten.
2. Eine weitere Ausbildung der Schaltung nach Anspruch 1, bei welcher in die Starkstromleitung Widerstände eingeschaltet sind, von welchen.die Schwachstromleitung abzweigt, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der Abzweigpunkte so ge^vählt ist, daß der eine von ihnen dasselbe Potential besitzt wie die Erde.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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