DE154667C - - Google Patents
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- DE154667C DE154667C DENDAT154667D DE154667DA DE154667C DE 154667 C DE154667 C DE 154667C DE NDAT154667 D DENDAT154667 D DE NDAT154667D DE 154667D A DE154667D A DE 154667DA DE 154667 C DE154667 C DE 154667C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L15/00—Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
- H04L15/24—Apparatus or circuits at the receiving end
- H04L15/28—Code reproducing apparatus
- H04L15/30—Writing recorders
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Unwinding Webs (AREA)
Description
tP^KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Wheatstone- und Undulatorbetrieb, wie er bisher gehandhabt wird, erfordert
einen im Verhältnis zu seiner Leistungsfähigkeit zu großen Beamtenaufwand. Der Hauptgrund
hierfür ist darin zu suchen, daß die Telegramme von einem losen Papierstreifen,
der ohne jegliche sichere Führung ist, abgeschrieben werden müssen. Außerdem hat der
Beamte mit der linken Hand die Papierrolle
ίο zu wickeln; für das Schreiben sowie für die
Papierführung bleibt ihm also nur die rechte Hand frei, mit der er noch einen gewissen
Druck auf die Unterlage ausüben muß, um sicher schreiben zu können. Das fortwährende,
durch die unsichere Führung des Streifens hervorgerufene Zittern desselben erschwert
ebenfalls das Ablesen der Telegramme und ist außerdem sehr gesundheitsschädlich für
das Auge des Beamten.
Diesen Übelständen soll nach vorliegender Erfindung durch einen eigenartig konstruierten
Rollenwickler abgeholfen werden. Mittels dieses Apparates wird der Papierstreifen
selbsttätig aufgewickelt und regelmäßig an dem Auge des Beamten vorbeigeführt. Letzterer hat beide Hände (wie beim Klopferbetriebe)
zur Verfügung, kann infolgedessen eine natürlichere Haltung einnehmen und wird statt der bisher möglichen 30 bis 35 TeIegramme
pro Stunde deren 50 bis 55 aufschreiben können. Bei Benutzung dieses Apparates werden also zu derselben Arbeit,
zu welcher bisher drei Beamte nötig waren, deren nur noch zwei erforderlich sein.
Bei dem Erfindungsgegenstand gelangt ein Handhebel zur Verwendung, der bei seiner
Drehung zunächst zur Geschwindigkeitsregelung des den Papierstreifen aufwickelnden
Laufwerkes dient. Sobald letzteres aber seine geringste Geschwindigkeit erreicht hat, der
Handhebel also um einen bestimmten Winkel gedreht worden ist und nunmehr noch über
diesen Punkt hinaus gedreht wird, z. B. bis zu einem bestimmten Teilstrich einer Skala,
so wirkt er nicht mehr als Geschwindigkeitsregler, sondern ein an ihm befestigter Keil
schiebt sich gegen einen federnden Brems-
klotz, der alsdann gegen eine Bremsscheibe gedrückt wird und somit das Triebwerk zum
Stillstehen bringt. Der Hebel wirkt daher als Geschwindigkeitsregler wie auch als Anhaltevorrichtung.
Der Apparat ist auf einem hölzernen Grundbrette i aufgebaut (Fig. 10). Die Messingscheibe
j dreht sich mit dem daran befestigten Stahlstift 13 in einer genau den Stift umschließenden
Messinghülse 14 (Fig. 1). Die Hülse 14 erhält zu diesem Zwecke ein trichterförmig
ausgehöhltes Stahlstück von unten her eingeschraubt, welches das Lager des Stahlstiftes 13 bildet, wie es Fig. 1 veranschaulicht.
Die Messingscheibe j ist auf dem Stahlstift mittels zweier kleiner Schrauben befestigt,
welche in Spitzen auslaufen und durch die Platte j hindurchreichen. Die Spitzen
sollen den auf die Scheibe j zu legenden Wickelklotz (den sogenannten Kern der Rolle)
. festhalten. Die Messinghülse 14 wird mittels
\ ;v
Ansatzstückes 15 und zweier Schrauben 16 I
und 17 im Mittelpunkte des Grundbrettes i fest verschraubt (Fig. 1).
Das Friktionsrädchen r8 (Fig. 1) reibt sich
mit einem gewissen Drucke an der Unterseite der Scheibe j und setzt diese in Bewegung.
Je mehr r3 dem Mittelpunkte der Scheibe /
genähert wird, mit desto größerer Geschwindigkeit wird j gedreht; die Schnelligkeit der
Drehung nimmt ab, je weiter r3 sich von dem Mittelpunkt entfernt. Das Rädchen r3
ist deshalb auf der Zahnradwelle b (Fig. 1 und 10) befestigt und kann mit dieser und.
dem Friktionsschlitten α, α, α, α unter j hin- und herbewegt werden.
Der Friktionsschlitten besteht aus einem Messingrahmen von der in Fig. 10 dargestellten
Form. Die beiden Querseiten tragen die Achslager für die Welle b.
Dem Drucke, den das Rädchen r3 von unten gegen die Scheibe j ausübt, wirken die
beiden Preßröllchen χ und y (Fig. 10) entgegen.
Die besondere Einrichtung derselben geht aus Fig. 2 hervor, η ist ein auf dem
Arm / (Fig. 10) rechtwinklig befestigter Messingarm. Bei 18 ist der Arm η durchbohrt
zur Aufnahme der Stellschraube 19. Letztere drückt auf die Stahlblattfeder \ und
diese wieder mittels Röllchens χ auf die Scheibe j.
Die Anhaltevorrichtung (Fig. 3) ist folgendermaßen eingerichtet:/ist ein fester Messingständer,
ι eine mäßig starke Blattfeder mit Bremsklötzchen g. Beide Teile sind mit Ansatzstücken
und Schrauben auf dem Grundbrette i befestigt. Der sich zwischen die beiden Stücke g und / schiebende Keil k
(Fig. 10) muß so bemessen sein, daß er g und /gerade berührt, wenn sich der Hebel e
beim Teilstrich 20 befindet. Wird e dann aber bis 21 gedreht, so drückt der Keil k
den Bremsklotz g gegen das Schwungrad r4 (Fig. 10 Oberansicht und Fig. 3 Seitenansicht)
und hemmt somit das Triebwerk.
Der Hebel d (Fig. 4 und 10) hat den Zweck, den Holzklotz 22 (Fig. 10) nach
Vollendung der Papierrolle leicht abstoßen zu können. Dies geschieht, indem man auf
den Knopf w drückt; dadurch treten die beiden Stifte 2 (Fig. 4) durch die beiden
Öffnungen u und U1 (Fig. 10) der Platte j
hindurch und lösen den Klotz von den ihn haltenden Stiften leicht ab.
Fig. 5 stellt die Messingwange ν dar.. Sie enthält die Lager 5 und 6 für die Achsen t
und s (Fig. 10). Befestigt wird ν durch je zwei Holzschrauben an den Seitenwänden 10
und 11. Von derselben Beschaffenheit wie ν
ist die Mittelwange h (Fig. 6). Jedoch enthält
sie außer den beiden Achslagern 7 und 8 für die Wellen t und s noch zwei Ausschnitte
23 und 24, welche dem Schlitten a, a, a, a (Fig. 10) als Gleitlager dienen. Die Drehrichtung
der Räder rx, r2 und rs ist durch
Pfeile (Fig. 6) angedeutet. Auf der Achse s sitzen sowohl das Schwungrad r4 als auch
das Zahnrad r2. Letzteres greift mit seinen Zähnen in die mit Zähnen versehene Welle b
(Fig. 6) und versetzt dieselbe in Drehung. Die Übersetzung ist derart zu bemessen, daß
b ungefähr 10 bis 13 Umdrehungen macht,
wenn r2 einmal gedreht wird. Bei der Geschwindigkeitsregelung
gleitet die mit dem Schlitten bewegliche Welle b auf dem feststehenden Rade r2 hin und her (Fig. i). Die
Wange h wird in Nuten der Seitenwände 10 und 11 eingelassen und mit angeschraubten
Messingwinkeln auf dem Grundbrette i befestigt.
Fig. 7 veranschaulicht die Einrichtung des zweiten Gleitlagerpaares c und C1 (Fig. 10)
für den Friktionsschlitten, von A nach B gesehen. Die Nuten 23, 24 (Fig. 6) und die
Nuten 9 (Fig. 7) müssen in einer Ebene liegen. Fig·. 8 zeigt die Apparatseite 10 von
C nach D gesehen (Fig. 10) mit den Bezeichnungen: »Schnell, Langsam, Halt«. Die
drei Seiten 10, 11 und 12 bestehen aus Holz.
Die Bewegung des Schlittens a, a, a, a (Fig. 10) geschieht durch den im Punkt q
drehbaren Hebel e.. Derselbe ist am äußersten Ende aufgeschnitten und umfaßt einen am
Schlitten α bei 25 befestigten Stahlstift 26.
Die Messingarme I und m (Fig. 10) sind
auf den Seitenwänden 10 und 11 mittels
Scharniere aufklappbar befestigt, so daß sie über der Platte j schweben. Am Treffpunkte
( greifen die Arme übereinander und sind durch
einen Greif Verschluß (Fig. 9 a) zusammengehalten. ·
Die Scheibe j muß einen Durchmesser von 28 cm haben. Die Höhe des Apparates ist
jedoch nicht viel ■ über 6 bis 7 cm zu bemessen. Zu diesem Zwecke wird man die
Räder T1, r2 und r4 in Ausschnitte des Grundbrettes
i, wie sie Fig. 1 zeigt, einlassen können. Der aufzuwickelnde Streifen wird
durch einen Einschnitt der Apparatwand 12 (Fig. 10) geführt.
Der Antrieb des Apparates erfolgt durch eine mittelstarke Uhrfeder in einer Federtrommel
27 (Fig. 10) mit Sperrad und Sperr- - klinke.
Die Drehungsgeschwindigkeit der Scheibe j muß so bemessen werden, daß bei langsamster
Drehung 140 cm Papierstreifen in jeder Minute aufgewickelt werden. Hierbei ist jedoch
zu berücksichtigen, daß die Scheibe j zu Anfang, d. h. wenn die Rolle noch klein
ist, schneller laufen muß, als wenn die Wickelrolle einen größeren Umfang erreicht
hat, um die besagten 140 cm aufzuwickeln.
Diese Regulierung wird sich jedoch leicht mit Hilfe des Hebels e ausführen lassen.
Der mit dem Apparat arbeitende Beamte hat seinen Platz an der Seite io.
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Claims (1)
- Patent-Anspruch :Vorrichtung zum Aufwickeln des Depeschenstreifens von Wheatstone- oder Undulatorapparaten, bei welchen die den Aufwickelklotz (22) tragende Scheibe (j) mittels einer in regelbarer Entfernung vom Mittelpunkte der Scheibe (j) an ihr angreifenden Reibungsrolle (ra) von einem Triebwerke aus gedreht wird, welch letzteres von Hand ausgelöst bezw. angehalten werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Handhebel (e), durch dessen Drehung die Reibungsrolle (rz) zur Erzielung verschiedener Geschwindigkeit der Wicklungsscheibe (j) eingestellt werden kann, nach einem bestimmten Drehungswinkel nicht mehr eine Geschwindigkeitsregelung bewirkt, sondern das die Rolle (τΆ) bewegende Triebwerk mittels eines am Hebel (e) befestigten Keiles (k), der einen federnden Bremsklotz (g) gegen eine Triebwerksscheibe (rj preßt, anhält, so daß auch die Wickelscheibe (j) zum Stillstand kommt. .Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE154667C true DE154667C (de) |
Family
ID=421191
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT154667D Active DE154667C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE154667C (de) |
-
0
- DE DENDAT154667D patent/DE154667C/de active Active
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