DE154584C - - Google Patents

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DE154584C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Die bisherigen Verfahren zur Brikettierung der feinpulverigen Kiesabbrände haben nach Ansicht des Erfinders eine gute Verhüttung nicht ermöglicht, da die erhaltenen Briketts entweder beim Glühen wieder in Staub zerfielen oder zu viel Schlackenbildner enthielten. Diese Nachteile sollen nach vorliegendem Verfahren dadurch vermieden werden, daß man als Bindemittel eine kohlenstoffhaltige, feinpulverige Masse benutzt, die ähnlich wie geschlämmter Lehm beim Trocknen fest wird, insbesondere den feinen Torf schlamm, welchen man durch Zerkleinern nassen Torfes in bekannter Weise erhält und zur Herstellung von Torf briketts bereits erfolgreich benutzt hat.
Dem bisher bekannt gewordenen Verfahren, zerkleinerten Torf in lufttrockenem Zustande zur Herstellung von Briketts aus Kiesabbränden zu benutzen, ist das vorliegende Verfahren nach Ansicht . des Erfinders dadurch überlegen, daß die feine Zerteilung des in' dem Torfschlamm enthaltenen Kohlenstoffs eine viel innigere Vermischung mit den pulverförmigen Kiesabbränden ermöglicht und daher auch bei der Behandlung der erhaltenen Briketts im Hochofen eine viel leichtere und schnellere Reduktion des Erzes gewährleistet. Außerdem bietet diese feine Verteilung noch den Vorteil, daß unter Beihilfe der zugemischten Bindemittel organischer Natur und solcher anorganischer Natur eine höhere Festigkeit und Bindekraft der Briketts erreicht wird. .
Das Arbeitsverfahren gestaltet sich folgendermaßen:
Man mischt Torfschlamm, den man auch durch fein verteilte Siebgruskohle oder gepulverte Holzkohle ersetzen kann, mit den Kiesabbränden, gegebenenfalls unter Zusatz von geeigneten organischen Bindemitteln (zellulose- oder eiweishaltigen Bindestoffen, wie Schlempe, Melasse, Viskose, Zuckerlösung oder dergl.), welche an sich bereits als Bindemittel für Erze Verwendung gefunden haben, indem man zugleich noch zweckmäßig vor dem Zusammenmischen des ganzen Gemenges dem Erz möglichst schwache Wasserglaslösung unter Zugabe von Asbestmehl und ähnlichen, bei hoher Glut eine zähe Sinterung der Brikettmasse bewirkenden Stoffen zusetzt.
Um eine bessere Bindung der ganzen breiigen Masse zu erzielen, kann man außerdem noch faserförmige Stoffe, wie Holzwolle, Torfmull oder Torffasern, in kleinen Mengen zusetzen.
Die vorstehend beschriebene Art der Brikettierung hat den großen Vorzug, daß der Hauptbestandteil des Bindemittels, Torfschlamm, feuchte, feine Siebgruskohle oder Kohlenpulver, ziemlich reiner Kohlenstoff ist, so daß bei dem Verhütten nur wenig Brennstoff zugesetzt zu werden braucht.
Die zugesetzten anorganischen Bindemittel, wie Asbestmehl und dergl., welche nur in sehr geringen Mengen zugesetzt werden und bei gut verkokenden organischen Bindemitteln ganz fortbleiben können, sollen nicht die Bildung der Schlacke beschleunigen, sondern im Gegenteil so lange verzögern, daß die Zusätze nur eine schwache Sinterung bei den
:e

Claims (1)

  1. Temperaturen des Hochofens und damit eine Reduktion des Erz- und Kohlenstoffgemisches und Zusammenschmelzen des schwammigen Eisens vor dem beginnenden Fließen der J Schlacke gestatten. Erst in den tieferen Stellen des Hochofens sollen dann die geringen Schlackenteile und das entstandene Eisen schmelzen. Zur Erreichung dieses Zweckes muß natürlich dafür gesorgt werden, daß der Gehalt an Kieselsäure in den Zusatzstoffen und in den daraus entstehenden leichtflüssigen Silikaten ein möglichst geringer ist. Aus diesem Grunde kommt bei dem vorliegenden Verfahren auch nur eine möglichst
    !g schwache Wasserglaslösung zusammen, mit Asbestmehl und anderen ähnlich wirkenden Zusatzstoffen in Anwendung.
    Pa τ ε ν τ-Λ ν s ρ r υ c η:
    Verfahren zum Brikettieren von Kies- 20 abbränden im Gemenge mit zerkleinertem Brennstoff, dadurch gekennzeichnet, daß diese Erze, denen man zweckmäßig Wasserglaslösung und Asbestmehl und ähnliche, bei hoher Glut eine zähe Sinterung bc- 25 wirkende Stoffe in geringen Mengen zusetzt, mit Torfschlamm oder feuchter, feiner Siebgruskohle oder Kohlenpulver, gegebenenfalls nach Zugabe organischer Bindemittel, wie Schlempe, Melasse, Vis- 30 kose, Zuckerlösung oder dergl., gemischt werden, worauf, die so erhaltene Masse in bekannter Weise zu Briketts verarbeitet wird.
    /Pi Si
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