DE1541069A1 - Wanderfeld-Verstaerkerroehre mit elektrostatischer Zentrifugalfokussierung - Google Patents
Wanderfeld-Verstaerkerroehre mit elektrostatischer ZentrifugalfokussierungInfo
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Description
1541063
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT München 2, % 6£
Wittelsbacherplatz
pa 66/3117
P /1Γ
Wanderfeld-Verstärkerröhre mit elektrosta-tischer
Zeritrifügalfokussierung
Hie Erfindung betrifft eine V/anderfeld-Veraturkerröhre,
insbesondere für Dezimeterv/ellen, mit einen
PA 9/492/557 " v - 2 -
909836/0664
PA 9/492/557 - 2 - "
elektrostatisch zentrifugalfokussierten Elcktronen-
hohlstrahl, der entlang einer Wendelleitung verläuft, auf der sich ein rotationssymmetrisch} hochfrequenten
elektrisches Wechselfeld in Längsrichtung des Slektronenhohlstrahls
verzögert ausbreitet.
Derartige Wanderfeld-Verstärkerröhren sind "beispielsweise
unter dem Uamen "Spiratron" aus "Travaux du Congres International Tubes Hyperfrequences", Band II,
1956, Seiten 1700 bis 1705 und "IRE Transactions on Electron Devices", Januar 1956, Seiten 62 bis 66 bekannt.
Diese Röhren gehören dem sogenannten O-Typ an, wobei der gebündelten Führung des Elektronenstrahls
eine elektrostatische Zentrifugalfokussierung anstelle
einer üblichen Fokussierung mit magnetischen Längsfeldern dient. Für die elektrostatische Fokussierung
ist ein kontinuierlicher, un seine Achse rotierender
Elektronenhohlstrahl vorgesehen, der im Feld eines Zylinderkondensators verläuft, dessen Innenelektrode
gegenüber der Außenelektrode ait einen so hohen· positiven Gleichpotential beaufschlagt ist, daß die
zur Achse des Zylinderkondensators nach innen gerichtete elektrostatische Kraft die nach außen gerichtete Zentrifugalkraft
der rotierenden Elektronen ia Gleichgewicht halt. Bei den damit betriebenen bekannten Y/anderfeld-
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röhren stellt der zur Fokussierung notwendige Außenleiter
eine Wendelleitung dar, während die Innenelektrode des Zylinderkondensators ein zylindrischer
Leiter ist. Die Verzögerungsleitung, deren längsfeld
mit dem Elektronenhohlstrahl in Wechselwirkung tritt5
umgibt also den Elektronenhohlstrahl einschließlich
der zentralen Innenelektrode.
Bei den geschilderten bekannten O-iypen mit elektrostatischer
Zentrifugalfokussierung erstreckt sich die zentrale Innenelektrode aufgrund ihrer Anordnung innerhalb einer Wendelleitung länge der Wendelachse, wo bekanntlich das von der Wendel geführte Hochfrequenzfeld
noch verhältnismäßig stark ausgeprägt ist. Daraus ergibt sich die Schwierigkeit, daß der Innenleiter zusammen
mit der Wendelleitung einen Hochfrequenzleiter darstellt, der eine unerwünschte Rückkopplung vom Ausgang der Röhre
auf den Röhreneingang bewirkt. Diese störende Rückkopplung könnte vermindert werden, wenn man den Durchmesser
der Wendelleitung bei gleichbleibenden Durchmesser
der Innenelektrode wesentlich vergrößert. In entsprechender Weise müßte aber gleichzeitig die ander
Innenelektrode anliegende Gleichspannung für die elektrostatische Fokussierung des Elektronenhohlstrahls
heraufgesetzt werden, was zu außerordentlich hohen
-;■ . - ' ■. '. - 4 -■■■■■■■
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Spannungswerten führt, die für die Praxis nicht
mehr geeignet sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine nach den Prinzip eines sogenannten Spiratrons ausgebildete
Wanderfeldröhre mit zentrifugalfokussiertem Elektronenstrahl
so auszugestalten, daß "bei praktisch sinnvollen Potentialen für die Strahlführung die Gefahr einer
Rückkopplung in der Röhre weitgehend vermieden ist. Zur
Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Wanderfeldröhre der
eingangs erwähnten Art nach der Erfindung vorgeschlagen, daß die Wendelleitung vo-n einer hohlzylindrischen,
gegenüber der Wendelleitung mit einem negativeren Gleichpotential beaufschlagten Außenelektrode umgeben ist,
wobei die Wendelleitung als Innenelektrode für die elektrostatische Zentrifugalfokussierung des Elektronenhohlstrahls
dient und einen solchen Durchmesser hat, daß das Produkt aus dem Wendelradius a und dem
Quotient cct/λ^. mit Λ als in Längsrichtung des Elektronenhohlstrahls
gesehene Wellenlänge des hochfrequenten elektrischen Wechselfeldes größer als 1,5 und
kleiner als 4 ist.
Bei einer anderen Gattung von Lauffeldröhren mit Zentrifugalfokussierung, den sogenannten E-Typ-Röhren,
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ist es an sich bereits "bekannt, die Innenelektrode
für die Zentrifugalfokussierung als Verzögerungsleitung
auszubilden (man vergleiche beispielsweise "Proc. of the
IRE", Oktober 1958, Seiten 1700 bis 1705). Dabei wird
im Gegensatz zu den O~Typ-Röhren, von denen die vorliegende Erfindung ausgeht, nicht von einem Elektronenhohlotrahl,
sondern von einem auf schraubenlinienförniger
Bahn geführten Elektronenflachstrahl Gebrauch gemacht. Anstelle einer Kopplung mit parallel zur'Röhrenachse
gerichteten elektrischen Peldkomponenten soll sich das elektromagnetische PeId, mit dem der Elektronenstrahl
in Wechselwirkung tritt, azimutal längs der schraubenlinienf örmigen Bahn der Elektronen verzögert ausbreiten.
Ein sehr wesentlicher Unterschied zwischen 0-Syp-Röhren
einerseits und E-Typ-Röhren andererseits besteht nun darin, daß bei E-Typ-Röhren die Leistungsabgabe an das
Hochfrequenzfeld nicht auf Kdsten der Längsgeschwindigkeit
der Elektronen erfolgt, sondern den elektrostatischen
Feld entnommen wird, in dem der Elektronenstrahl
geführt ist. In E-Typ-Röhren gelangen deshalb die Elektronen
bei Abgabe von Energie an das Hoehfrequenzfeld von einem größeren auf einen kleineren Bahnradius und
nähern sich so zunehmend der Innenelektrode. Aus diesen
Grund ist abweichend von den bisherigen 0-Typ-Röhren
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nicht der Außenleiter dec die Zentrifugalfokussierung
"bewirkenden Zylinderkondensators, sondern der Innenleiter
als Verzögerungsleitung ausgebildet. Bei einer Übertragung dieser Maßnahme auf die geschilderten bekannten
O-Typ-Röhren mußte der Fachmann eine Wirkungsgradverschlechterung
befürchten, v/eil die Intensität des Hochfrequenzfeldeo einer Wendelleitung außerhalb
der Wendel stärker abfällt als im Innern der Wendel. Bei einer erfindungsgemäßen Wanderfeld-Verstärkerröhre
tritt dieser Nachteil jedoch überraschenderweise nicht ein. Hierzu liefert die vorgeschlagene Bemessung für
die Wendel einen bedeutenden Beitrag, da dabei verhältnismäßig große Wendelradien sich ergeben und damit die
Intensität dec Hochfrequenzfcldes in Außenraum der
Wendel weniger stark abklingt als bei vergleichsweise geringeren Wendelradien. Es kommt hinzu, daß ein
zentrifugalfokussierter Elektronenhohlstrahl am Innenrand eine wesentlich höhere Elektronendichte als am
Außenrand aufweist, so da,ß die Wechselwirkung mit dem
Hochfrequenzfeld der Wendel auf jeden Fall intensiver ist als im Fall einer den Elektronenhohlstrahl umschließenden
Wendelleitung. Im übrigen hat die angegebene Relation für den Wendelradius den Vorteil, daß
die Wendel in diesem Bereich eine besonders geringe Dispersion zeigt.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die hohlzylindrische Außenelektrode aufgrund ihres in
Vergleich zur Verzögerungsleitung negativen Gleich-Potentiale zugleich die Kollektorelektrode für den
Elektronenhohlstrahl bilden kann. Es steht dann eine große Fläche zur Wärmeabstrahlung zur Verfugung. Eine
erfindungsgeraäße Röhre kann deshalb die Verlustwärrae
wie eine strahlungsgekühlte gittergesteuerte Senderöhre
ohne metallischen Kontakt mit dem Außenraum der Röhre abstrahlen.
In diesen Zusammenhang sei bemerkt, daß der zylindrische Außenleiter von der Wendelleitung einen
beliebig großen Abstand haben kann, so daß nicht nur ein für störende Rückkopplungen verantwortliches Zusammenwirken
mit dem Hochfrequenzfeld der Wendel ausgeschlossen ist, sondern auch die wärmeabstrahlende Fläche sehr groß
wird .■■■'-
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurde die Erkenntnis
gewonnen, daß die Steigung der Elektronen des zentrifugalfokussierten
Elektronenhohlstrahls für den Wechselwirkungsmechanismus ohne Bedeutung ist, während
man bisher allgemein eine möglichst große Steigung der
Strahlelektronen vorausgesetzt hat. Aufgrund des ■ rotationssymmetrischen Hochfrequenzfeldes einer Wendelleitung
ist eο nämlich gleichgültig, ob die Strahl-
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ΡΛ 9/492/557 · ' - 8 - .
elektronen sich vorzugsweise in Längsrichtung der
Wendelleitung oder vorzugsweise in Unifangsrichtung der Wendelleitung bewegen. Trotz der Drehbewegung d-er
Elektronen haben die längs einer Mantollinic des Hohlstrahls
aufeinanderfolgenden Elektronen eine übereinstimmende Phasenlage. Es braucht also keine Rücksicht
auf die Neigung der Elektronenbahnen genommen werden, so daß kleine Steigungen der Elektronenbahnen zulässig
3ind und damit sehr hohe Perveanzen des Elektronenstrahls erreicht werden können.
Anhand deo in den Piguron der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeiopielo soll die Erfindung nachstehend mit
weiteren Merkmalen näher erläutert werden.
Die Figur 1 zeigt in zum Teil schematischer DarotellungD-weise
einen Längsschnitt durch eine erfindungsgeraäßc Wanderfeld-Verstärkerröhre. Mit 1 ist eine bezüglich der
Röhrenachse zentral angeordnete Wendelleitung bezeichnet, die auf einer Halterung aus dielektrischem Material befestigt
ißt. Die Halterung besteht im vorliegenden Fall aus einem dünnwandigen Keramikrphr 2, könnte aber auchbeispielsweise
aus gleichmäßig um die Röhrenachso verteilten Quarz- oder Keramikstäben bestehen. Das Keramik-■.'-■"
- :; ' \f
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rohr 2 ist an den zylindrischen Außenleitern 5 und 4
zweier Koaxialleitungen gehaltert, die die Vakuunhülle 5
der Röhre an beiden Stirnseiten durchdringen und dabei den Hochfrequenzeingang und -ausgang der Röhre bilden.
Zur Ankopplung der Wendelleitung dienen in an sich bekannterWeise Koppelwendeln 6 und 7S die an der Innenwand
dec Keramikrohreo 2 angeordnet und mit einen stetig
sich verjüngenden Durchmesser an die beiden Innenleiter
8 und 9 der genannten Koaxialleitungen galvanisch
angeschlossen sind. Die Wendelleitung 1 ist in einem möglichst großen Abstand von einer hohlzylindrischen
Außenelektrode 10 umschlossen, die in Betrieb der Röhre
auf ein gegenüber der Wendelleitung negatives Gleichpotential gelegt wird.'·
Zur Erzeugung eines Elektronenhohlstrahls ist eine Elektronenkanone vorgesehen, welche eine Ringkathodc 11,
zwei Wehneltelektroden 12 und 13 sowie eine Zuganode 14 enthält. Die Zuganode 14 ist vorzugsweise als ein ringförmiger
Ansatz der zylindrischen Außenelektrode 10 ausgebildet. Die Durchführungen 15 und 16 dienen zur Zuführung
der Heizleistung an die mit den Anschluß 17 versehene Kathode 11. Der von der Ringkathode 11 ausgehende
Elektronenhohlstrahl soll um seine Achse ■rotieren; die einzelnen Elektronen bewegen sich dann auf
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schraubenlinienförniger Bahn, deren Steigung, wie
bereits eingangs-erwähnt, trotz des Vorliegens einer
0-Typ-Röhro sehr klein sein kann. In vorliegenden
Pail wird der un seine Achse rotierende Elektronenhohlst
rahl nach den Prinzip der sogenannten Harris-Strönung
erzeugt, "bei der bekanntlich ein nur in Bereich der Kathodenoberfläche stark ausgeprägtes magnetisches
Feld erforderlich ist. Dieses Magnetfeld wird durch
einen zylindrischen Permanentmagneten 18 erzeugt, der außerhalb der Vakuurahülle 5 der Röhre angeordnet ist und
i2i Längsrichtung der Röhre verschiebbar sein soll. Durch
diese Verschiebbarkeit deo Permanentmagneten 18 kann
die in Kathodenbereich erforderliche magnetische Feldstärke in sehr einfacher Weise eingestellt werden. Der
Permanentnagnet 18 belastet die Anordnung gev/ichtsmäßig
nur wenig. Im übrigen sei bemerkt, daß ein Elektronenhohlstrahl
mit den gewünschten Drall der Elektronen auch mit rein elektrostatischen Mitteln, und zwar insbesondere
durch eine Ablenkung der Einzelelektronen, erzielbar ist.
Der von der Elektronenkanone ausgehende Elektronenhohlstrahl
ist in Figur 1 mit 19 bezeichnet. Er tritt nach
Verlassen des Elektronenstrahlerzeugungssystems in den
Raun zwischen der Wendelleitung 1 und der zylindrischen Außenelektrode 10 ein und wird in diesem Raum durch
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eine elektrostatiBche Zentrif ugalf okuosierung geführt.
An End ο des Wechselwirkungoraumea ist eine Abbremselektrode 20 angeordnet, die alo Ansatz am Außenleiter
der koaxialen Auskoppelleitung ausgebildet ist und vorzugsweise auf Kathodenpqtential liegt. Auf diese V/eise
wirkt der zylindrische Außenleiter 20 zugleich al3
Kollektorelektrode. Dieser Kollektor kann vorteilhaft
als "abgebremster11 Auffänger betrieben werden, wobei die erforderliche Gleichspannung über die Zuleitung 21
angelegt wird. Die Wendelleitung 1 erhält ihr für.die
Zentrifugalfokussierung notwendiges elektrisches Gleichpotential
über den Anschluß 22.
Die Wendelleitung 1 wird erfindungsgemäß so bemessen,
daß ihr Radius a gleich dem Quotient aus der 1,5-fachen bis 4-fachen "verzögerten" Wellenlänge ^v (geometrische
Wellenlänge der rnit dem Elektronenstrahl gekoppelten Welle in Längsrichtung der Wendelleitung) und der Zahl
2 er ist» Man erhält damit verhältnismäßig große Wendelradiert,
die einen hohen Wirkungsgrad der Wechselwirkung zwischen den Elektronenhohlstrahl 19 und der auf der
Wendelleitung verzögert fortschreitenden elektromagnetischen Wellt/. \fer tfruna nierfür wird aus den Figuren 2
und 3 deutlich, die die Verteilung der elektrischen Feldintensität E2 in Längsrichtung der Wendel für zwei ·
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verschiedene Wendelradien zeigt. Man erkennt, daß
bei einer Wendel mit kleineren Radius (Figur 2) die Intensität des elektrischen Feldes in Außenraun der
Wendel wesentlich stärker abfällt als bei einer Wendel mit größerem Radius (Figur 3). Bio obere Grenze für
den Wendelradius ist in erster Linie konstruktiv begründet. _■-.■■
Eine Wanderfeldverstärkerröhro nach Figur 1 eignet sich besonders zur Nachrichtehübertraguhg im Fernsohband IV
und V. Sie soll also vorzugsweise zwischen 470 und 960 1.IHz
betrieben werden. Dabei sei z. B. eine maximale Ausgangsleistung von 20 W erwünscht. Hierzu können folgende
praktische Spannungswerte angegeben werden. Die mittlere Wellenlänge im angegebenen Frequenzbereich beträgt 40 cn.
Um eine verhältnismäßig geringe Baulänge der Röhre zu erzielen, wählt man für das Verzögerungsmaß in Längsrichtung
der Wendel einen Wert-.-von etwa 20. Dies be- ..
deutet eine Längsgeschwindigkeit des Elektroncnhohl-Dtrahls
von U2 = 625 V. Demgegenüber kann die Drehgeschwindigkeit,
ebenfalls in Volt ausgedrückt, einen beliebigen Wert haben; sie kann beispielsweise in der Größenordnung
von 1000 V liegen. Man legt dann die Wendelleitung auf eine Spannung in der Größenordnung von 5000 V und beinißt
den Abstand der Außenelektrode 10 von der Wendel so,
■■■'■.' Ir
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daß die Außenelektrode für eine Zentrifugalfokussierung
des Elektronenhohlstrahls ein Potential U0 von etwa 300 V aufweist. Da die Außenelektrode zugleich als Kollektor dient, wird so die Röhre mit
"abgebremstem" Kollektor betrieben, und zwar mit einer Kollektorspannung von etwa 300 V gegenüber ■
einer Voltgeschwindigkeit des Elektronenstrahls in längsrichtung der Wendelleitung 1 von 625 V. Die
Ein- und Auskoppelwendeln 6 und 7 sind gleichspannungsmäßig von der Wendelleitung 1 getrennt und wie die
Auskoppelleitungen geerdet. Die Zugelektrode 14 erhält
ihre Spannung über die Außenelektrode 10.
Die dargestellte und beschriebene Wanderfeldröhre hat
unter anderen folgende Vorteile. Wenn beim Einschalten der Röhre das Gleichpotential der Wendel nicht sofort
den für eine Zentrifugalfokussierung erforderlichen Wert erreicht, wird der Elektronenhohis.trahl 19 nach
Eintritt in den Wechselwirkungsraum nach außen abgelenkt und von der Außenelektrode 10 aufgenommen, wie
durch die gestrichelten Linien 23 angedeutet. Nach
Erreichen des richtigen Spannungswertes der Wendelleitung 1 wird der Elektronenhohlstrahl 19 bis zum
Ende des Wechse!wirkungsräumes geführt und dort durch
die geerdete Elektrode 20 auf die Außenelektrode 10
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ΡΛ 9/492/557 - 14 - '
gelenkt. Aufgrund dec verhältnismäßig großen Durchmesser
α der Außenelektrode 10 kann die Verlustleistung,
die in der Größenordnung von 40 bis 50 V/ liegt, durch
Wärraeabstrahlung abgeführt werden, so daß kein metallischer
Kontakt deo Kollektors mit dem Außenraum der Röhre erforderlich -ist. Man kann also den geschilderten, für eine
Y/irkungsgraderhöhung erwünschten abbremsenden Betrieb der Kollektorelektrode ohne Isolationsprobiene erzielen. Dabei
hat man den zusätzlichen Vorteil, daß Sekundarelektror.cn,"
die beim Auftreffen dos Elektronenhohlstrahls auf den Außenleiter 10 entstehen können, im elektrischen Feld
zwischen der Abbremselektrodo 20 und dem Außenleiter wieder gegen den Kollektor gelenkt werden und dadurch
den Betrieb der Röhre nicht beeinträchtigen. Zum Betrieb der Röhre sind außer der Heizspannungsquelle nur noch
Gleichspannungsanschlüsso für die Wendelleitung 1 und den Außenleiter 10 erforderlich, wobei lediglich die
Spannungsquelle für den Kollektor .Leistung liefern muß.
9 Patentansprüche
3 Figuren
3 Figuren
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Claims (1)
- PA 9A92/557 - 15 -P a te η t α η s ρ r ü c h ο1. Wanderfeld-Verstärkerröhroj insbesondere für Dezimeterwellen, mit einen elektrostatisch zentrifugalfokussierten Elektronenhohlstrahl, der entlang einer Wendelleitung verläuft, auf der sich ein rotationssymmetrisches hochfrequentes elektrisches Wechselfeld in Längsrichtung des Elektronenhohlstrahls verzögert ausbreitet, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendelleitung -(ι)-, von einer hohlzylindriechen, gegenüber der Wendelleitung mit einen negativen Gleichpotential beaufschlagten Außenelektrode (10) umgeben ist, wobei die Wendelleitung (1) als Innenelcktrodc für die elektrostatische Zentrifugalfokussierung des Elektronenhohlstrahls (19) dient und einen solchen Durchmesser:hat, daß das Produkt aus denl·Wendelradius a und den ■ Quotient 2cz/a^ mit£v als in iängsrichtung des Elektronenhohlstrahls (19) gesehene Wellenlänge des hochfrequenten elektrischen Wechselfeldeo größer als 1,5 und kleiner alo A ist.,2. Wanderfeld-Verstärkerröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hohlzylindrische Außenelektrode (10) zugleich die-Kollektorolektrode für den Elcktronenhohlstrahl (19) bildet.. ■.■■'. - 16 - '909836/06 6 4ΡΛ 9/492/557 ~ 16 - '.3. Wanderfeld-Verstärkerröhro nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am ausgangsseitigen Ende der Wendelleitung (1) in Weg des Elektronenhohlstrahls (19) eine Abbremselektrode (20) angeordnet ist,-die in Betrieb der Röhre mit Kathodenpotential beaufschlagt ist. ·4. Wanderfeld-Verstärfcerröhro nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenelektrode (10) im Betrieb der Rohre-mit einem Potential ("UV) beaufschlagt ist,das ungefähr gleich der Hälfte der longitudinalen Voltgeschwindigkeit (U2) des Elektronenhohlstrahls (19) ist.5. Wanderfeld-Verstärkerröhro nach einen der Ansprüche 1 bis At dadurch gekennzeichnet, daß die Außenelektrode (TO) von der Wendelleitung (1) einen wesentlich größeren Abstand hat als der Elektronenhohlstrahl (19) gegenüber der Wendelleitung einnimmt.6. Wanderfeld-Verstärkerröhre nach einen der Ansprüche ί bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendelleitung (1) auf einer die Röhrenachsο koaxial umgebenden Halterung (2) au3 dielektrischen Material befestigt ist'■'■'■ V '.909836/0664PA 9/492/557 - 17 -und innerhalb dieser Halterung (2) jeweils an beiden Seiten der Wendelleitung eine Koppelwendel (6,7) angeordnet iot» die. mit einen sich stetig verjüngenden Durchmesser an den Innenleiter (.8,9) einer Koaxialleitung angeschlossen ist, die an beiden Röhrenenden die Vakuumhülle' (5) der Rö-hro durchdringend einen zur Rohrenachse zentralen Hochfrequenzeingang und -ausgang bildet.7. Wanderfeld-Verstärkerröhre nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (2) der Wendelleitung ( 1) am Außenleiter (3 »4) der beiden Koaxialleitungen in der Röhre befestigt ist.8. Wanderfeld-Verstarkerröhre nach einen der Ansprüche 1 'bis 7) dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Elektronenhohlstrahls (19) eine nach dem Prinzip der sogenannten Harris-Strömung arbeitende Elektronenkanone (11,12,13,14) mit einem außerhalb der Röhre angeordneten zylindrischen. Permanentmagnet (18) vorgesehen ist. .9. Vfanderfcld-Verstärkerrö'hro nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronenkanone (11,12,13,14)809836/086-4ΡΛ 9/492/557 - 18 - 'einen Eloktronenhohlstrahl· (19) rait so starken Prall ■ der Strahlelektronen erzeugt, daß die Steigung der schraubenlinienförmigen Elektronenbahnen höchstens 45°'betrügt.SOSf38/0664ORIGINAL INSPECTED
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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| GB (1) | GB1189510A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN118524617A (zh) * | 2024-07-22 | 2024-08-20 | 中国科学院近代物理研究所 | Vhf波段栅控热阴极组件的高压隔直器及其使用方法 |
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| CN109192639A (zh) * | 2018-08-10 | 2019-01-11 | 安徽华东光电技术研究所有限公司 | 用于行波管螺旋线慢波结构 |
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