DE1532065C2 - Anordnung zum Bilden eines Stromes aus Tabak - Google Patents
Anordnung zum Bilden eines Stromes aus TabakInfo
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- DE1532065C2 DE1532065C2 DE19661532065 DE1532065A DE1532065C2 DE 1532065 C2 DE1532065 C2 DE 1532065C2 DE 19661532065 DE19661532065 DE 19661532065 DE 1532065 A DE1532065 A DE 1532065A DE 1532065 C2 DE1532065 C2 DE 1532065C2
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24B—MANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
- A24B3/00—Preparing tobacco in the factory
- A24B3/08—Blending tobacco
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- Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Bilden eines Gutstromes aus Tabak mit voneinander getrennten
Förderzweigen für einzelne Komponenten des Tabaks, in welchen auf die Substanz oder die
Eigenschaften des Tabaks einwirkende Bearbeitungsvorrichtungen vorgesehen sind, die Steueranordnungen
mit Sollwertgebern aufweisen, und, und mit mindestens einer Vereinigungsstelle für die einzelnen Tabakkomponentenströme,
an der die Tabakkomponentenströme unter Einhaltung eines bestimmten Mischungsverhältnisses
zusammengeführt werden, so daß sie in einem in Förderrichtung anschließenden gemeinsamen FörderUOD
zweig als Strom weitergeführt werden.
Es ist bereits bekannt, etwa durch die Zeitschrift Industrie-Anzeiger«, 1965, Seiten 354 bis 358, und die
Zeitschrift »Maschinenmarkt«, 1966, Nr. 11, Seite 29, metallische Werkstücke zur Oberflächenbehandlung
(Phosphatieren, Brünieren) unterschiedlichen Bearbeitungsgängen in Tauchbädern zu unterziehen. Hierbei
wird der Arbeitsablauf, d.h. die Reihenfolge der Bäderbehandlungen und der Transport der Werkstückchargen
von Bad zu Bad selbsttätig in Abhängigkeit von einem zentralen Programmträger, insbesondere einer
Lochkarte, gesteuert.
Es ist außerdem durch die Zeitschrift >Regeltechnische Praxis«. 1966, Heft 1, Seiten 9 bis 11, bekannt,
mittels eines zentralen Steuergerätes, z. B. einer Lochkarte, vollautomatisch Chargen von Rohkaffee
zusammenzustellen und diese Chargen dann von Bearbeitungsstation zu Bearbeitungsstation zu fördern.
Schließlich ist durch die Zeitschrift »Die Mühle« 1956, Seite 647, eine Gebäckherstellanlage bekanntgeworden,
bei der eine Lochkarten-Steueranordnung automatisch für die Zusammenstellung der richtigen Mischung aus
den einzelnen Bestandteilen für Kekse und für den Fluß der Mischung durch die Bearbeitungsstation sorgt.
Die Tabakvorbereitung bis zur Bildung von Schnitttabak, wie sie der in der DE-AS 10 66 930 gezeigten
Vorrichtung gewöhnlich vorgeordnet ist, unterscheidet sich schon von der technischen Problematik stark von
den bekannten Arbeitsverfahren. Eine charakteristische Abweichung besteht bereits darin, daß eine große
Ausgangsmenge, meist in Form eines oder (bei Mischungen) mehrerer Preßballen aufgelöst wird in
einen sehr stetigen homogenen Tabakstrom, dessen Durchlaufbearbeitung sich über mehrere Stunden
hinziehen kann, wobei der Tabak von Bearbeitungsstation zu Bearbeitungsstation wandert. Es läßt sich dabei
oft nicht vermeiden, daß zwei oder mehr Förderzweige, auf denen unterschiedliche Tabakkomponenten (Blatt,
Rippen, Spitzen) und/oder mehrere Tabaksorten (z. B. Virginia-. Burley- oder Orienttabak) gleichzeitig gefördert
und dabei unterschiedlichen Bearbeitungsgängen unterworfen werden, vorgesehen sind. Dabei können
die Bearbeitungen so unterschiedlich sein, daß gewisse Arbeiten bei einzelnen Komponenten oder Tabaksorten
gar nicht auftreten oder daß sie, obwohl der Art nach zwar gleich, von den Vorgabewerten her völlig
unterschiedlich sind. Beispiele für die erste Art von Arbeitsgängen sind: das Walzen von Rippen, das bei
Blattabak nicht vorkommt; das Entrippen von Tabak, das auf die Virginia- oder Burley-Sorten beschränkt ist; ,
das Hocherhitzen von Tabak zum Austreiben von Stickstoff, das auf Burley-Sorten beschränkt ist.
Beispiele für die zweite Art von Arbeitsgängen sind: das Feuchten, wobei ganz unterschiedliche Feuchtegrade
angestrebt werden; das Versehen von Tabak mit Geschmacksstoffen (Soße, Flavour), das auch von der
Tabaksorte abhängt.
Die in den einzelnen Förderzweigen installierten Bearbeitungsvorrichtungen haben meist große Dimensionen,
so daß die gesamte Tabakvorbereitungsanlage sich über ein größeres Areal erstreckt, möglicherweise
sogar in mehreren Stockwerken eines Gebäudes untergebracht ist. Die den einzelnen Bearbeitungsvorrichtungen
zugeordneten Steuer- und Regelanordnungen sind also weit voneinander entfernt. Bei einem
Rezeptwechsel, der in manchen Fabriken mehrmals täglich vorgenommen werden muß, weil Tabakmischungen
für unterschiedliche Zigarettenmarken hergestellt
werden, müssen die Sollwertgeber aller oder zumindest der meisten Bearbeitungsvorrichtungen neu eingestellt
werden, weil im Gegensatz zu den eingangs erwähnten Fertigungssteuerungen die Automatisierung sich nicht
darauf beschränkt, die Reihenfolge der durchlaufenen Bearbeitungsstationen zu ändern, sondern die Bearbeitungsintensitäten
angepaßt werden müssen. Unter dem zuletzt genannten Begriff soll beispielsweise verstanden
werden die Anpassung (Erhöhung, Erniedrigung) der Feuchtegrade, der Temperatur, der Menge der zügesetzten
Geschmacksstoffe, der mechanischen Zerkleinerung, der Dosierung des Gutstromes, des Verhältnisses
von Tabakkomponenten oder Tabaksorten beim Mischen und dergleichen. An diese Änderungen der
vorgegebenen Werte (Sollwerte) müssen dann die Steuer- und Regelanordnungen der einzelnen Bearbeitungsvorrichtungen
angepaßt werden.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, auf den getrennten Förderzweigen
unterschiedliche Tabakarten aufzubereiten und ohne Zwischenspeicherung an der Vereinigungsstelle zusammenzuführen,
wobei die Tabakbearbeitungen in den Förderzweigen zuverlässig sein sollen.
Die Lösung gemäß der Erfindung besteht darin, daß die einzelnen die Bearbeitungsvorrichtungen aufweisenden
Förderzweige mit der Vereinigungsstelle unmittelbar verbunden sind, und daß die Sollwertgeber
Bestandteile eines zentralen Programmgebers sind.
Die erfindungsgemäße Anlage kann für die Aufbereitung unterschiedlicher Tabakmischungen durch einfaches
Wechseln des Programmgebers schnell umgestellt werden. Bislang war hierzu viel Bedienungspersonal
erforderlich, das zum Teil weite Wege zurückzulegen hatte und sich hierzu auch noch untereinander
abstimmen mußte. Bei Störungen kann die Anlage nunmehr nach speziellen Störprogrammen bzw. Ausweichprogrammen
gefahren werden. Durch den bzw. die Programmgeber ist die jeweilige Tabakaufbereitung
und Mischung immer richtig eingestellt, d. h. Qualitätsänderungen durch nicht exakt oder sogar falsch
eingestellte Sollwertgeber sind ausgeschlossen.
Der Begriff »Tabakkomponente« ist nicht eng auf die Bestandteile ein und derselben Tabaksorte beschränkt
(z. B. auf Blatt-, Spitzen- oder Rippenteile von Burley- oder Virginia-Tabak), sondern es werden darunter auch
allgemein Tabake unterschiedlicher Sorten (z. B. Orient-, Virginia- oder Burley-Tabak) verstanden.
Die so separat bearbeiteten Tabakströme werden in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft unter
Zuhilfenahme einer an der Vereinigungsstelle angeordneten Dosiereinrichtung mengengerecht zusammengeführt,
wobei die Steueranordnung der Dosiervorrichtung ebenfalls mit einem Sollwertgeber des zentralen
Programmgebers verbunden ist.
Die Erfindung eignet sich besonders für Tabakbearbeitungsanlagen, in denen dem Tabak bestimmte Stoffe
(Feuchte, Soße, Stickstoff) zusetzende oder entziehende steuerbare Tabakbearbeitungsvorrichtungen vorgesehen
sind. Eine andere bevorzugte Art von Tabakbearbeitungsvorrichtungen, bei denen sich die Erfindung
vorteilhaft anwenden läßt, sind dem Tabak Wärme zuführende oder entziehende steuerbare Tabakbearbeitungsvorrichtungen.
Der zentrale Programmgeber kann Sollwertgeber enthalten, die von Hand frei einstellbar und etwa als
Potentiometer oder einstellbare Widerstände ausgebildet sind. Vorteilhafter und sicherer gegen Falscheinstellungen
ist aber ein gemeinsamer Schaltinformationsträger, etwa in Form einer Lochkarte, in dem sämtliche
Vorgabewerte einer Rezeptur, vorzugsweise für alle Förderzweige, fest eingespeichert sind. Von diesem
zentralen Programmgeber führen dann Leitungen zu den Bearbeitungsvorrichtungen, von deren Steuer- oder
Regelanordnungen zumindest die Stellglieder an den Bearbeitungsvorrichtungen selbst angeordnet sein müssen.
Die außer den Sollwertgebern und den Stellgliedern erforderlichen Teile der Steueranordnung können
ebenfalls örtlich den Bearbeitungsvorrichtungen zugeordnet sein. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung können die vorerwähnten Teile jedoch auch in unmittelbarer Nähe des zentralen
Programmgebers untergebracht sein. Bei einer derartigen Weiterbildung können Überprüfungs- und Anpaßarbeiten
an den Steuerungen, die in fast jeder vollautomatischen Bearbeitungsanlage aus den unterschiedlichsten
Gründen von Zeit zu Zeit erforderlich werden, sehr leicht durchgeführt werden, weil Sollwertgeber
und Regler im Sichtbereich des mit solchen Arbeiten betrauten Personals liegen. Außerdem sind in
einfacher Weise Querverbindungen zwischen den Steueranordnungen der einzelnen Bearbeitungsvorrichtungen
möglich.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 in Form eines Schaltplanes eine Tabakvorbereitungsanlage
nach der Erfindung,
F i g. 2 eine Sossiervorrichtung als Beispiel einer Tabakbearbeitungsvorrichtung mit vorgeschalteter Tabakdosiervorrichtung
und
Fig.3 bis 6 im Blockdiagramm je ein Ausführungsbeispiel eines Steuergerätes, wie es zum Beispiel in
Verbindung mit der Anlage nach F i g. 1 verwendbar ist.
Gemäß F i g. 1 ist allgemein mit 500 ein Förderer bezeichnet, der aus mehreren Förderzweigen besteht.
Aufgabeseitig sind drei Förderzweige vorgesehen, und zwar ein Förderzweig 501 für Burley-Tabak, ein
Förderzweig 502 für Virginia-Tabak und ein Förderzweig 503 für Orient-Tabak. Diese drei Förderzweige
501 bis 503 vereinigen sich in der Vereinigungsstelle 504, von der ein Förderzweig 505 für Blattabakmischung
ausgeht. Von dem Förderzweig 501 zweigt ein Förderzweig 506 für Burley-Rippen und von dem
Förderzweig 502 ein Förderzweig 507 für Virginia-Rippen ab. Die beiden Förderzweige 506 und 507-vereinigen
sich in der Vereinigungsstelle 508, von der ein Förderzweig 509 für Rippen ausgeht, der an der
Vereinigungsstelle 510 in den Förderzweig 505 mündet. Die Förderzweige sind in der Zeichnung nur durch dick
ausgezogene Striche gekennzeichnet. Sie bestehen aus bekannten Förderelementen, zum Beispiel Bandförderern,
Schraubenförderern und dergleichen, die so aneinander gesetzt sind, daß sich eine im wesentlichen
ununterbrochene Förderung für den zu bearbeitenden Tabak ergibt. Der auf den Förderstrecken geförderte
Tabak passiert diverse Tabakverarbeitungsvorrichtungen, die den einzelnen Förderstrecken zugeordnet sind
und in Fig. 1 durch Kästen angedeutet sind. Er passiert außerdem diverse Meßvorrichtungen, die in F i g. 1
ebenfalls durch Kästen angedeutet sind. Tabakdurchsatzmeßvorrichtungen sind dabei durch ein in den
Kasten gezeichnetes »X« und Tabakfeuchtigkeitsmeßvorrichtungen durch einen in den Kasten gezeichneten
Schrägstrich gekennzeichnet. Diese Tabakbearbeitungsvorrichtungen und -meßvorrichtungen sind in die
Förderzweige einbezogen derart, daß der auf den Förderzweigen geförderte Tabak diese Vorrichtungen
im Durchlauf durchsetzt, so daß der auf den einzelnen
Förderzweigen in Pfeilrichtung transportierte Tabak nacheinander die in die betreffenden Förderzweige
gezeichneten Tabakbearbeitungsvorrichtungen beziehungsweise Tabakmeßgeräte durchläuft in der Reihenfolge,
wie sie in die Zeichnung eingezeichnet sind. Burley-Tabak, der auf dem Förderzweig 501 für
Burley-Tabak in die dargestellte Tabakvorbereitungsanlage eingeführt wird, wird also zunächst durch die
Tabakbearbeitungsvorrichtungen behandelt, die an diesen Förderzweig 501 gezeichnet ist, gelangt dann an
der Vereinigungsstelle 504 mit den beiden anderen Tabaksorten, Virginia-Tabak und Orient-Tabak aus den
Förderzweigen 502 und 503, zusammen und wird nun auf dem Förderzweig 505 gemeinsam mit diesen
Blattabaken weiterverarbeitet. Aus dem Burley-Tabak und dem Virginia-Tabak sind die Rippen ausgeschieden
und diese erfahren in den Bearbeitungsvorrichtungen des Förderzweiges 509 eine Sonderbehandlung und
gelangen anschließend in der Vereinigungsstelle 510 wieder zu dem geschnittenen Blattabak, dem sie
entnommen wurden. Auf dem Förderzweigabschnitt 511, der sich an die Vereinigungsstelle 510 anschließt,
wird die Tabakmischung dann gemeinsam mit den inzwischen wieder zugesetzten Rippen durch die dort
gezeichneten Bearbeitungsvorrichtungen weiter bearbeitet.
Der fertig verarbeitete Tabak besteht hier in diesem Beispiel also aus drei Tabakkomponenten, Burley-Tabak,
Virginia-Tabak und Orient-Tabak, die zunächst eine getrennte Behandlung erfahren und dann anschließend
gemeinsam weiter behandelt werden. Den beiden Tabakkomponenten, Burley und Virginia, wurden die
Rippen entzogen, und diese Rippen erfahren ebenfalls eine Sonderbehandlung und werden später wieder dem
Tabak, dem sie entnommen wurden, zugesetzt und anschließend mit diesem Tabak weiter bearbeitet.
Die Bearbeitung im einzelnen ergibt sich aus der nun folgenden Beschreibung der einzelnen Vorrichtungen,
die den Förderzweigen zugeordnet sind, beziehungsweise von den Förderzweigen durchlaufen werden. In der
nun folgenden Beschreibung werden nur die ausgezogen gezeichneten Vorrichtungen erläutert. Die gestrichelt
eingezeichneten Vorrichtungen sind entbehrlich ind nur gemäß einer abgeänderten Ausgestaltung
/orgesehen;sie werden anschließend erläutert.
Zur Steuerung der ganzen Anlage ist ein allgemein
mit 520 bezeichnetes zentrales Steuergerät vorgesehen.
in diesem Steuergerät sind Einstellmittel 1 bis 22,31 bis
16 und 52 bis 59 untergebracht, die durch zugeordnete handhaben 101 bis 122, 131 bis 136 und 152 bis 159
/erstellbar sind. An diesen Handhaben kann die \rbeitsweise der Tabakverarbeitungsvorrichtungen
lieser Anlage auf eine bestimmte Rezeptur eingestellt verden. Die Einstellmittel 1 bis 22 sind Einstellmittel für
legier 201 bis 222. Bei den Reglern 201 bis 222 handelt .'S sich um sollwertgeführte Regler, und durch die
linstellmittel 1 bis 22 wird der Sollwert verstellt. Den Reglern 201 bis 222 ist jeweils eine Tabakdurchsatzmeß-'orrichtung
zugeordnet, wie dies weiter unten noch •rläutert wird. Soweit diese Einstellmittel, Handhaben
ind Regler gestrichelt gezeichnet sind, sind sie nur orgesehen, wenn die zugehörigen gestrichelt gezeicheten
Vorrichtungen ebenfalls vorgesehen sind.
Die Einstellmittel 31 bis 36 sind Einstellmittel für aktgeber 231 bis 236, durch die bestimmte Arbeitstakte
esteuert werden, wie dies weiter unten noch erläutert
Die Einstellmittel 52 bis 58 sind Einstellmittel für Verzögerungsglieder 252 bis 258 und gestatten es, die
Verzögerungszeit der jeweils zugeordneten Verzögerungsglieder 252 bis 258 zu verstellen. Bei dem
Einstellmittel 59 handelt es sich um ein Einstellmittel für einen Antrieb 259. Mit dem Einstellmittel 59 kann die
Drehzahl des Antriebes 259 verstellt werden.
Mit 530,531,532 ist je eine Vorfeuchte bezeichnet, die
in der Regel als Vakuumfeuchte ausgebildet ist und in
ίο der die Tabakballen durch wiederholtes Evakuieren und
Einblasen von Dampf bis in den Ballenkern vorgefeuchtet werden. Diese Vorfeuchten arbeiten nach einem
festen Zeitprogramm, das durch die Taktgeber 231,233,
232 gesteuert wird. Im Anschluß an die Vorfeuchten 530, 531, 532 sind die Förderzweige 501, 502, 503
unterbrochen gezeichnet. Hierdurch soll symbolisiert werden, daß der Tabak an dieser Stelle von Hand aus
den Ballen ausgepackt wird und dann auf die betreffenden Förderzweige 501, 502, 503 gelegt wird.
Die Vorfeuchte 530 und der zugeordnete Förderzweig 501 wird mit Burley-Tabak, die Vorfeuchte 531 und der
zugeordnete Förderzweig 502 mit Virginia-Tabak und die Vorfeuchte 532 sowie der zugeordnete Förderzweig
503 mit Orient-Tabak beschickt. Dieser Tabak gelangt auf allen drei Förderzweigen in je eine Tabakdosiervorrichtung
533,534,535. Die Tabakdosiervorrichtung 533 besteht aus einem Zugeber 539 mit Speicherkapazität
und einer diesem nachgeschalteten Bandwaage 536 als Tabakdurchsatzmeßvorrichtung und wird durch den
Regler 206 auf einen bestimmten Durchsatz geregelt, der an der Handhabe 106 einstellbar ist. Die Bandwaage
536 ist Meßfühler und der Zugeber 539 Stellglied für diesen Regler 206. Entsprechend sind auch die beiden
anderen Tabakdosiervorrichtungen 534, 535 ausgestaltet. Die zugehörigen Bandwaagen sind mit 537,538 und
die zugehörigen Zugeber mit 540 und 541 bezeichnet. Im Anschluß an die Tabakdosiervorrichtung 535 ist in dem
Förderzweig 503 eine Vorlösevorrichtung 542 vorgesehen, in der die in der Regel aneinanderklebenden
Orienttabakblätter gelöst werden. Anschließend ist in allen drei Förderzweigen je eine Feuchte 543. 544, 545
vorgesehen, die infolge der Wirkung der Tabakdosiervorrichtungen 533, 534, 535 mit einem bestimmten
dosierten Mengenfluß an Tabak beschickt wird. Die Feuchte 543 besteht aus einer Feuchttrommel 546 und
einer nachgeschalteten Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 547 und einem Regler 207 für die Befeuchtung, der durch
die Handhabe 107 einstellbar ist. Die Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 547 ist Meßfühler und die Feuchttrommel
546 Stellglied dieses Reglers 207. In gleicher Weise sind auch die Feuchten 544,545 ausgebildet. Die zugehörigen
Feuchtigkeitsmeßvorrichtungen sind mit 549, 551 und die zugehörigen Feuchttrommeln mit 548, 550 bezeichnet.
In den Förderzweigen 501 und 502 für Burley- und Virginia-Tabak sind je eine Entrippungsvorrichtung
vorgesehen, von der die Förderzweige 506 beziehungsweise 507 für die Rippen abzweigen. In dem
Förderzweig für Orienttabak 503 ist keine solche Entrippungsvorrichtung vorgesehen, weil beim Orienttabak
eine gesonderte Weiterbehandlung der Rippen nicht erforderlich ist.
Die Entrippungsvorrichtung 552 besteht aus dem Entrippungsgerät 554 einem Sichtschacht 555 und wird
durch den Regler 208 gesteuert. Der Sichtschacht 555 ist über Förderzweigabschnitte 556, 557 an die Förderzweige
501, 506 im Anschluß an das Entrippungsgerät 554 anschließbar. Der Sichtschacht weist eine Wägevor-
richtung auf, die das Verhältnis von Rippen zu Blättern in Gewichtseinheiten mißt und einen entsprechenden
Meßwert abgibt. Über den Förderzweigabschnitt 557 wird von dem Förderzweig 501 ein Teil entrippter
Blattabak entnommen und auf den Rippenanteil in dem Sichtschacht 555 gesichtet. Entsprechend wird über den
Förderzweigabschnitt 556 aus dem Förderzweig 506 Rippentabak entnommen und auf den Blattgehalt in
dem Sichtschacht 555 überprüft. In dem Sichtschacht werden die so überprüften Tabakanteile wieder in die
entsprechenden Förderzweige zurückgeführt, und zwar die bei der Sichtung herausgetrennten Rippen in den
Förderzweig 506 und die bei der Sichtung herausgetrennten Blattanteile in den Förderzweig 501. Die
Förderzweigabschnitte 556, 557 fördern zu diesem Zweck in beiden Richtungen, wie dies durch Doppelpfeile
angedeutet ist. Aus der Sichtung in dem Sichtschacht 555 wird eine Meßgröße abgeleitet, die von der durch
das Entrippungsgerät 554 durchgeführten Trennung abhängig ist. Diese Meßgröße wird in den Regler 208
eingespeist, so daß der Sichtschacht 555 Meßfühler des Reglers 208 ist. Stellglied des Reglers 208 ist das
Entrippungsgerät 554. Der Sollwert des Reglers 208 kann an der Handhabe 108 eingestellt werden. Durch
Einstellen der Handhabe 108 kann also der Blattanteil im Rippentabak und der Rippenanteil im Blattabak auf
einen gewünschten Wert eingestellt werden, und dieser Wert wird über den Sichtschacht 555 laufend überwacht
und gegebenenfalls nachgeregelt. Die Entrippungsvorrichtung 553 ist genauso ausgebildet wie die Entrippungsvorrichtung
552. Der zugehörige Sichtschacht ist mit 559, die beiden Förderzweigabschnitte, die zu dem
Sichtschacht führen, sind mit 560, 561 und das Entrippungsgerät 558 bezeichnet. Zur Regelung des
Rippenanteiles dient der Regler 211, dessen Sollwert über die Handhabe 111 verstellbar ist.
Von hier an werden die in den Förderzweigen 501, 502, 503 geförderten drei Tabaksorten unterschiedlich
behandelt.
Der Burley-Tabak gelangt im Anschluß an die Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 547 in eine Sossiervorrichtung
562, in der er im Vergleich zum Virginia-Tabak sehr stark gesoßt wird. Der aus der Sossiervorrichtung
562 herauskommende, gesoßte Tabak ist sehr naß und gelangt dann in eine Burley-Tabak-Wärmebehandlungsanlage
563, in der die Soße eingebrannt wird und der Stickstoff ausgetrieben wird.
Die Burley-Tabak-Wärmebehandlungsanlage 563 besteht aus einem Trockner 564, in dem der Tabak auf eine
Temperatur von über hundert bis hundertzehn Grad erhitzt wird, um den Stickstoff auszutreiben. Dem
Trockner 564 ist eine Temperaturmeßvorrichtung 565 nachgeschaltet und zugeordnet. Die Temperaturmeßvorrichtung
565 ist Meßfühler des Reglers 205, dessen Stellglied der Trockner 564 ist. Der Regler 205 ist
sollwertgeführt, und der Sollwert kann an der Handhabe 105 eingestellt werden. Im Anschluß an die Temperaturmeßvorrichtung
565 ist eine Kühlvorrichtung 566 vorgesehen, in der der stark erhitzte und ausgetrocknete
Tabak zur Vorbereitung der anschließenden Wiederbefeuchtung gekühlt wird. Im Anschluß an die
Kühlvorrichtung 566 ist in der Burley-Tabak-Wärmebehandlungsanlage
eine Feuchte 567 vorgesehen, die aus einer Bandfeuchte. 568 mit nachgeschalteter Feuchtigkeitsmeßvorrichtung
569 besteht. Die Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 569 ist Meßfühler eines sollwertgeführten
Reglers 204, dessen Stellglied die Bandfeuchte 568 ist.
Über den Regler 204 wird die Wiederbefeuchtung des Tabaks auf einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad geregelt.
Der Sollwert des Reglers 204 ist an der Handhabe 104 einstellbar.
Im Anschluß an die Burley-Tabak-Wärmebehandlungsanlage
563 ist in dem Förderzweig 501 eine Tabakdosiervorrichtung 570 vorgesehen, die genauso
ausgebildet ist wie die Tabakdosiervorrichtung 533. Die Bandwaage ist mit 571 und der Zugeber mit 572
bezeichnet. Über den sollwertgeführten Regler 209 wird die Größe des dosierten, die Dosiervorrichtung 570
durchsetzenden, Tabakmengenflusses geregelt. Der Sollwert des Reglers 209 kann an der Handhabe 109
eingestellt werden.
Der Tabakdosiervorrichtung 570 ist ein als Verzögerungsband ausgeildetes Verzögerungsglied 254 nachgeschaltet,
in dem der Tabakfluß um eine einstellbare Zeitspanne verzögert wird. Die Verzögerungszeit kann
an der Handhabe 154 eingestellt werden. Im Anschluß daran mündet der Förderzweig 501 in die Vereinigungsstelle 504.
In dem Förderzweig 502 für Virginia-Tabak ist der Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 549 eine Sossiervorrichtung
580 nachgeschaltet. Die Sossiervorrichtung 580 besteht aus einer Tabakdosiervorrichtung 581, der eine
Sossiertrommel 582 nachgeschaltet ist. Die Tabakdosiervorrichtung 581 ist genauso ausgebildet wie die
Tabakdosiervorrichtung 533. Die Bandwaage ist mit 583 und der Zugeber mit 584 bezeichnet. Die Bandwaage
583 ist Meßfühler eines sollwertgeführten Reglers 214, und der Zugeber 584 ist Stellglied dieses Reglers 214.
Der Sollwert dieses Reglers 214 kann an der Handhabe 114 eingestellt werden. Der Regler 214 unterscheidet
sich jedoch von dem Regler 206, indem er zusätzlich als Stellglied die Sossiertrommel 582 führt, so daß die
Sossierung dort nach Maßgabe der jeweils angelieferten Tabakmenge durchgeführt wird. Die Sossierung des
Virginia-Tabaks erfolgt im Verhältnis zu der des Burley-Tabaks nur sehr schwach. Der Regler 214 hat
noch eine weitere Funktion, die weiter unten erläutert wird. Im Anschluß an die Sossiertrommel 582 mündet
der Förderzweig 502 in die Vereinigungsstelle 504.
Orient-Tabake werden in der Regel nicht sossiert. Der Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 551 ist dementsprechend
in dem Förderzweig 503 lediglich eine Tabakdosiervorrichtung 585 und ein als Verzögerungsband
ausgebildetes Verzögerungsglied 253 nachgeschaltet. Die Tabakdosiervorrichtung 585 ist genauso ausgebildet
wie die Tabakdosiervorrichtung 533, die Bandwaage ist mit 573 und der Zugeber mit 574 bezeichnet. Die
Bandwaage 573 ist Meßfühler des sollwertgeführten Reglers 215, und der Zugeber 574 ist Stellglied dieses
Reglers. Der Sollwert dieses Reglers 215 ist an der Handhabe 115 einstellbar. Der Regler 215 hat noch eine
weitere Funktion, die weiter unten erläutert wird. Das Verzögerungsglied 253 ist genauso ausgebildet, wie das
Verzögerungsglied 254. Die Zeitspanne, um die der Tabakfluß durch das Verzögerungsglied 253 verzögert
wird, ist an der Handhabe 153 einstellbar. Im Anschluß an das Verzögerungsglied 253 mündet der Förderzweig
503 in die Vereinigungsstelle 504.
Die drei Förderzweige 501, 503, 502 werden chargenweise beschickt. Die Komponenten dieser
Chargen also die Burley-, die Virginia- und die Orient-Komponente einer Charge sollen gleichzeitig in
die Vereinigungsstelle 504 gelangen. Die Laufzeiten dieser Tabakmischungskomponenten in den Förderzweigen
501, 502, 503 sind unterschiedlich. Diese
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Unterschiede sind durch zwei Umstände bedingt. Einmal ergeben sich durch die unterschiedliche Ausgestaltung
der Förderzweige mit Tabakbearbeitungsvorrichtungen, hier also den Sossiervorrichtungen, den
Feuchten, den Entrippungsvorrichtungen und der Burley-Tabak-Wärmebehandlungsanlage, Laufzeitunterschiede,
die vorausberechnet werden können, weil die Bearbeitungszeiten in den einzelnen Tabakbearbeitungsvorrichtungen
und die Laufzeiten in den dazwischenliegenden Förderstrecken bekannt sind. Diesen
Laufzeitdifferenzen überlagern sich Laufzeitschwankungen, die in erster Linie durch die Regelfunktion der
Tabakdosiervorrichtungen hervorgerufen werden und ihre Ursachen in Unterschieden in der Beschickung der
einzelnen Förderzweige und in schwankender Arbeitsweise der einzelnen Tabakbearbeitungsvorrichtungen
haben. Die Entstehung solcher Schwankungen soll nun an einem Beispiel erläutert werden. Für die Zusammenführung
des Tabaks an der Vereinigungsstelle 504 ist das gewichtsmäßige Mengenverhältnis maßgebend. Nach
Maßgabe dieses Mengenverhältnisses werden die Förderzweige beschickt, und diese Verhältnisse werden
an den Tabakdosiervorrichtungen 533,534,535 genauer
eingeregelt. Diese Mengenverhältnisse werden aber anschließend gestört, zum Beispiel in der Entrippungsvorrichtung
552; denn dort werden dem Förderzweig 501 Rippen in einem Mengenanteil entzogen, der vorher
nicht genau bekannt ist. Der Mengenfluß in dem Förderzweig 501 schwankt also im Anschluß an die
Entrippungsvorrichtung 552 nach Maßgabe der Schwankungen des entnommenen Rippengehaltes.
Diese Schwankungen sind nicht vorhersehbar, weil sie von dem jeweiligen Rippengehalt des dort entrippten
Burley-Tabaks abhängig sind. Man kennt zwar unter Umständen einen mittleren Rippengehalt und kann den
Mengenfluß, den die Tabakdosiervorrichtung 533 durchläßt, entsprechend einstellen, aber dieser Rippengehalt
hat eine erhebliche Toleranz und dadurch sind Schwankungen des Mengenflusses im Anschluß an die
Entrippungsvorrichtung 552 bedingt, die nicht vorhersehbar sind.
Der Mengenfluß im Anschluß an die Entrippungsvorrichtung 552 ist auch von der Sollwerteinstellung des
Reglers 208 abhängig. Entsprechendes gilt für die Burley-Tabak-Wärmebehandlungsanlage, in der dem
Tabak Feuchtigkeit entzogen, Feuchtigkeit wieder zugesetzt und Soße zugesetzt wird. Durch die
Zusetzung erhöht sich das Gewicht des Tabaks, und durch den Entzug vermindert sich das Gewicht. Der
Mengenfluß im Anschluß an die Burley-Tabak-Wärmebehandlungsanlage 563 ist also — von Ausnahmen
abgesehen — nicht der gleiche wie der in diese Anlage eingeführte. Die sich daraus ergebenden Schwankungen
hängen in unvorhersehbarer Weise von den Charakteristika des jeweils verarbeiteten Burley-Tabaks und den
Einstellungen an den Handhaben 104, 105 ab. Entsprechendes gilt für alle anderen Tabakbearbeitungsvorrichtungen,
in denen dem Tabak Stoffe entzogen oder zugesetzt werden, wobei es sich bei den Stoffen um
Tabakanteile, wie zum Beispiel in den Entrippungsvorrichtungen, oder um Fremdstoffe, wie zum Beispiel in
den Sossiervorrichtungen, oder um tabakeigene Stoffe, wie zum Beispiel in dem Trockner 564, handeln kann.
Bei der dargestellten Tabakverarbeitungsanlage werden diese Laufzeitdifferenzen unterschiedlich ausgeglichen.
Zum Ausgleich der vorhersehbaren Laufzeitdifferenzen dienen die Verzögerungsglieder 254, 253.
Hierbei ist davon ausgegangen, daß die Förderstrecke
502 unter Einbezug der vorhersehbaren Laufzeitdifferenzen die langsamste ist. Die Verzögerungsglieder 253,
254 werden nun so eingestellt, daß — soweit es die vorhersehbaren Laufzeiten betrifft — für alle drei
Förderzweige 501,502,503 sich die gleiche Laufzeit bis
zur Vereinigungsstelle 504 ergibt. Für diesen Laufzeitausgleich genügen an sich zwei Verzögerungsglieder für
drei Förderzweige. Dies setzt aber voraus, daß der Förderzweig, der kein solches Verzögerungsglied
ίο aufweist, immer der langsamste ist. Wenn man mit der Tabakvorbereitungsanlage unterschiedliche Tabakmischungen
bearbeiten will, dann könnte es sein, daß bei einer bestimmten Mischung der eine Förderzweig der
langsamste ist und bei der anderen Mischung der andere.
Eine solche Umkehr der Verhältnisse könnte auch durch die unvorhersehbaren Schwankungen der Laufzeit
bedingt sein. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, auch für den Förderzweig 502 ein Verzögerungsglied
255 der Vereinigungsstelle 504 vorzuschalten, das im übrigen genauso ausgebildet ist wie die Verzögerungsglieder 253, 254 und dessen Verzögerungszeit an der
Handhabe 155 einstellbar ist.
Dieses Verzögerungsglied 255 ist bei der hier betrachteten Bearbeitung von Burley-, Virginia- und Orienttabak entbehrlich und daher nur gestrichelt gezeichnet.
Dieses Verzögerungsglied 255 ist bei der hier betrachteten Bearbeitung von Burley-, Virginia- und Orienttabak entbehrlich und daher nur gestrichelt gezeichnet.
Zum Ausgleich der unvorhersehbaren Schwankungen des Mengenflusses sind die Regler 209, 214 und 215
aneinander geschlossen und zu einer Verhältnissteuerung zusammengefaßt. Die Arbeitsweise des Reglers
214 ändert sich dadurch nicht. Dieser Regler ist führender Regler für die beiden Regler 209, 215. Zu
diesem Zweck sind die Regler 209, 215 als Stellglieder zu dem Regler 214 geschaltet, derart, daß ihre Sollwerte
zusätzlich zu der Einstellung an den Handhaben 109,115
durch den Regler 214 geführt werden. Diese Verhältnissteuerung ist so eingestellt, daß der Mengenfluß des die
Tabakdosiervorrichtungen 570, 581, 585 durchsetzenden Tabaks dem angestrebten Mischungsverhältnis
genau entspricht. Die unvorhersehbaren Schwankungen des Mengenflusses werden dadurch ausgeglichen.
Dieser Ausgleich erfolgt, wenn man keine besonderen Maßnahmen trifft, mit einem Zeitfehler, der bedingt ist
durch die unterschiedlichen Laufzeiten des Tabaks in den Förderzweigabschnitten von den Tabakdosiervorrichtungen
570, 581,585 bis zur Vereinigungsstelle 504, die auch durch die jeweilige Einstellung der Verzögerungsglieder
253, 254 bedingt sind. Diesen Zeitfehler kann man in vielen Fällen in Kauf nehmen, weil er sich in
vielen Fällen nur geringfügig auf die angestrebte Mischung auswirkt und auch später in dem Förderzweig
505 ausgeglichen werden kann. Man kann diesem Zeitfehler aber begegnen, indem man die Führungsfunktion
für die Verhältnissteuerung in den Regler derjenigen Tabakdosiervorrichtung verlegt, die zuerst
von dem Tabak durchflossen wird, und in die von diesem Regler ausgehenden Steuerleitungen für die anderen
Regler je eine Verzögerungsvorrichtung einschaltet, die diesen Zeitfehler korrigiert. Da der Zeitfehler von der
jeweiligen Einstellung der Verzögerungsglieder 254, 253 bzw. 255 abhängig ist, empfiehlt es sich, diese
Verzögerungsvorrichtungen an die genannten Verzögerungsglieder derart anzuschließen, daß die durch die
Verzögerungsglieder derart bewirkte Verzögerungszeit nach Maßgabe der jeweiligen Einstellung der Verzögerungsglieder
so verändert wird, daß die angestrebte Zeitkorrektur erzielt wird. An die Vereinigungsstelle
504 schließt sich ein für die drei Tabakblattkomponenten gemeinsamer Förderzweig 505 an, mit einer
einlaufseitigen, als Langmischanlage ausgebildeten Mischvorrichtung 586, zu der die Yereinigungsstelle 504
gehört, und in der sich die Förderzweige 501, 502 und 503 vereinigen und die auf diesen geförderten
Blattabakkomponenten gemischt werden.
Die Langmischvorrichtung 586 weist drei Langmischboxen 587, 588, 589 auf, die unter Zwischenschaltung
einer verstellbaren Einlaufweiche 590 wahlweise an die Vereinigungsstelle 504 anschließbar sind. Für die
Einlaufweiche 590 ist ein Weichenschaltgerät 592 .vorgesehen, das die Weiche 590 nach Maßgabe von
Taktimpulsen aus dem Taktgeber 234 umschaltet. Ausgangsseitig ist eine Auslaufweiche 591 vorgesehen,
über die die drei Langmischboxen 587, 588, 589 wahlweise an den nachfolgenden Förderzweig 505
anschließbar sind. Für die Auslaufweiche ist ein Weichenschaltgerät 594 vorgesehen, das nach Maßgabe
von Taktimpulsen aus dem Taktgeber 235 die Auslaufweiche 591 umschaltet. Mit 593 ist eine
Austragsvorrichtung bezeichnet, die von dem Antrieb 259 angetrieben, den Tabakinhalt aus der jeweils über
die Auslaufweiche 591 an den Förderzweig 505 angeschlossenen Langmischbox austrägt. Um diesen
Synchronismus herzustellen, wird die Austragsvorrichtung 593 zusätzlich über eine Steuerleitung von dem
Weichenschaltgerät 594 geschaltet. Außerdem sind Füllvorrichtungen für die Langmischboxen 587,588,589
vorgesehen, die aber in der Zeichnung nicht dargestellt sind und die Wirkung haben, daß der Tabak, der von der
Vereinigungsstelle 504 an die betreffende Langmischbox gelangt, zum Beispiel die Langmischbox 587, dort
lagenweise auf dem Boden der Langmischbox 587 abgelegt wird. Wenn eine Langmischbox, zum Beispiel
Langmischbox 587, gefüllt wird, dann wird zunächst der ankommende Tabak in einer dünnen Lage auf dem
Boden der Langmischbox ausgebreitet, wobei sich die Lage über die ganze Ausdehnung der Langmischbox
erstreckt. Ist diese Lage ausgebreitet, dann wird der nachfolgende Tabak in Form einer zweiten Lage
darüber geschichtet und so fort, bis die Box gefüllt ist. Ist die Box gefüllt, dann schaltet die Einlaufweiche 590 auf
eine leere Box um, zum Beispiel die Box 588, und diese wird entsprechend gefüllt und so fort. Auf diese Weise
können die Mischungskomponenten einer Charge in eine Box gefüllt werden und die nächste in die nächste
Box. Wenn eine Box für eine Charge nicht ausreicht, dann wird die Charge in zwei Boxen oder in mehr Boxen
gefüllt. Die Langmischanlage 586 kann zu diesem Zweck auch mehr als drei Boxen aufweisen. Wesentlich bei der
Füllung der Boxen ist nur, daß die Mischungskomponenten von einer Charge gemeinsam in eine oder mehrere
Boxen gelangen. In den Langmischboxen 587, 588, 589 kann der so lagenweise abgelegte Tabak längere Zeit
verweisen. Der Förderfluß des Förderers kann unterbrochen werden. Die Austragsvorrichtung 593 weist
Abkämmwalzen auf, die den einzelnen Langmischboxen 587,588,589 zugeordnet sind und den dort schichtweise
abgelegten Tabak von der einen Seite aller Schichten beginnend abkämmt und über die Auslaufweiche 591 an
den Förderzweig 505 gelangen läßt. Während also beim Füllvorgang der Tabak lagenweise geschichtet wird —
es wird zuerst die unterste Lage aufgebaut, dann die zweitunterste und so fort — wird beim Austrag der
Tabak aller Schichten entnommen. Es wird also in der ersten Zeiteinheit des Austrages von jeder Schicht der
am Ende der Schicht liegende Tabak abgenommen und in dieser Weise über alle Schichten gleichzeitig
fortgefahren. Auf diese Weise wird in der Mischvorrichtung 586 eine Mischung in der Weise erzielt, daß
Tabakanteile, die die Förderzweige 501, 502, 503 als Beginn einer Charge durchlaufen haben, mit Tabakanteilen,
die diese Förderzweige zu einem späteren Zeitpunkt durchlaufen haben, gleichzeitig über die
Auslaufweiche 591 ausgetragen werden.
Man kann diese Mischung auch dazu benutzen, die einzelnen Mischungskomponenten der Förderzweige 501, 502, 503 zu untermischen. Wenn an der Vereinigungsstelle 504 die einzelnen Tabakkomponenten nacheinander angeliefert werden, dann muß man nur dafür sorgen, daß von jeder Tabakkomponente, entsprechend dem angestrebten Mischverhältnis, in ein und dieselbe Mischbox eine entsprechende Menge gelangt, und es kommt nicht darauf an, daß in jeder Lage die Tabakkomponenten bereits gemischt sind. Die unterste Lage kann zum Beispiel nur aus der ersten Tabakkomponente — zum Beispiel Burley-Tabak — die zweitunterste Lage nur aus der zweiten Tabakkomponente — zum Beispiel Virginia-Tabak — und die drittunterste Lage nur aus der dritten Tabakkomponente — zum Beispiel Orient-Tabak — und so fort bestehen.
Man kann diese Mischung auch dazu benutzen, die einzelnen Mischungskomponenten der Förderzweige 501, 502, 503 zu untermischen. Wenn an der Vereinigungsstelle 504 die einzelnen Tabakkomponenten nacheinander angeliefert werden, dann muß man nur dafür sorgen, daß von jeder Tabakkomponente, entsprechend dem angestrebten Mischverhältnis, in ein und dieselbe Mischbox eine entsprechende Menge gelangt, und es kommt nicht darauf an, daß in jeder Lage die Tabakkomponenten bereits gemischt sind. Die unterste Lage kann zum Beispiel nur aus der ersten Tabakkomponente — zum Beispiel Burley-Tabak — die zweitunterste Lage nur aus der zweiten Tabakkomponente — zum Beispiel Virginia-Tabak — und die drittunterste Lage nur aus der dritten Tabakkomponente — zum Beispiel Orient-Tabak — und so fort bestehen.
Diese drei Tabakkomponenten werden dann bei dem Austrag, der sich gleichzeitig über sämtliche Schichten
bzw. Lagen erstreckt, miteinander vermischt. Der so gemischte Blattabak gelangt auf dem Förderzweig 505
in einen Tabakschneider 595, in dem er in fasrigen Tabak zerschnitten wird. Ein Tabakschneider 595 hat
nur eine bestimmte Verarbeitungskapazität. Diese Verarbeitungskapazität kann man durch eine entsprechende
Einstellung der Austragsvorrichtung 593 berücksichtigen. Für den Fall, daß dennoch die Verarbeitungskapazität
überschritten wird, kann man für den Tabakschneider 595 eine Rückführungsleitung 596
vorsehen, die den überschüssigen, also nicht geschnittenen Tabak wieder in den Förderzweig 505 vor den
Tabakschneider 595 zurückführt. Wenn ständig zuviel
Überschuß zurückgeführt wird, ist der Austrag aus der Mischvorrichtung 586 zu groß eingestellt. Zum Ausgleich
kann man in der Rückführungsleitung 5% eine Tabakdurchsatzmeßvorrichtung 597, zum Beispiel eine
Bandwaage, vorsehen, die an den Austragsantrieb 259
angeschlossen ist und diesen bei zu-großem Überschuß
langsamer stellt und umgekehrt.
Im Anschluß an den Tabakschneider 595 gelangt der nun geschnittene Blattabak in eine Bandwaage 598, die
als Tabakdurchsatzmeßvorrichtung wirkt, und im Anschluß daran an die Vereinigungsstelle 510, in der der
geschnittene Blattabak mit dem auf dem Förderzweig 509 inzwischen behandelten Ripptentabak, der diesem
Tabak vorher entnommen wurde, wieder vereinigt wird.
Der Förderzweig 506 für die Burley-Rippen und der Förderzweig für die Virginia-Rippen vereinigen sich in
der Vereinigungsstelle 508 und von da geht ein Förderzweig 509 für die Rippen aus. Bei dieser
Anordnung der Förderzweige ist davon ausgegangen, daß beide Rippenkomponenten gemeinsam weiter
verarbeitet werden können. In Abhängigkeit des dargestellten Ausführungsbeispieles kann man natürlich
für jede Rippenkomponente auch eine gesonderte Behandlung vorsehen. Es sind auch Tabakvorbereitungen
üblich, bei denen die Burley-Rippen nicht weiter verarbeitet werden, sondern in den Abfall geraten. In
einem solchen Fall mündet der Förderzweig 506 nicht in die Vereinigungsstelle 508, sondern in einen Abfallbehälter
599, wie dies gestrichelt angedeutet ist.
Im folgenden ist nun davon ausgegangen, daß die Burley- und Virginia-Rippen gemeinsam weiter bearbeitet
werden. Sie gelangen auf dem Förderzweig 509 zunächst in eine Feuchte 600, die, ebenso wie die
Feuchte 543, eine Feuchttrommel 601 mit einem nachgeschalteten Feuchtigkeitsmeßgerät 602 aufweist.
In der Feuchttrommel 601, die etwas anders ausgebildet ist als die Feuchttrommel 546, werden die Rippen
befeuchtet und gedämpft, um sie für den anschließenden Walzvorgang vorzubereiten. Das Feuchtigkeitsmeßgerät
602 ist Meßfühler, und die Feuchttrommel 601 ist Stellglied des sollwertgeführten Reglers 210, dessen
Sollwert an der Handhabe 110 einstellbar ist. Im Anschluß daran gelangen die nun gefeuchteten und
gedämpften Rippen in ein Rippenwalzwerk 603 und im Anschluß an das Rippenwalzwerk gelangen sie an den
Tabakschneider 605, für den, ebenso wie bei dem Tabakschneider 595, eine Rückführungsleitung 604
vorgesehen sein kann, die in der Zeichnung gestrichelt eingezeichnet ist. Eine der Tabakdurchsatzmeßvorrichtung
597 entsprechende Tabakdurchsatzmeßvorrichtung ist hier nicht vorgesehen. Die Kapazität des
Tabakschneiders 605 ist so bemessen, daß im zeitlichen Mittel die angelieferten Rippen verarbeitet werden
können.
Da die Rippen nur bei sehr hoher Feuchtigkeit gewalzt und geschnitten werden können, muß der
Rippenschnitt, bevor er mit dem Schnittabak zusammengeführt wird, wieder auf die Feuchtigkeit des
Schnittabaks getrocknet werden. Dies geschient in einer Trockenkühlanlage 606. Die Trockenkühlanlage weist
eingangsseitig eine Bandwaage 607, daran anschließend eine Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 608, daran anschließend
eine Trockentrommel 609, daran anschließend eine Kühlvorrichtung 610 und daran anschließend ein
zweites Feuchtigkeitsmeßgerät 611 auf. Die Bandwaage
607 und die Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 608 sind Meßfühler des Reglers 203, dessen Stellglied die
Trockentrommel 609 ist. Der Regler 203 ist als Vorlaufsteuerung für die Trockentrommel 609 geschaltet
und sollwertgeführt, und sein Sollwert kann über die Handhabe 103 eingestellt werden. Die Feuchtigkeitsmeßvorrichtung
611 ist Meßfühler des Reglers 202, dessen Stellglied die Trockentrommel 609 ist. Der
Regler 202 ist als Nachlaufregler geschaltet. Der Regler 202 ist sollwertgeführt, und der Sollwert kann an der
Handhabe 102 eingestellt werden.
Der Förderzweig 509 mündet anschließend in eine Mischvorrichtung 612, die genauso ausgebildet ist wie
die Mischvorrichtung 586 und auch genauso viele Langmischboxen 613, 614, 615 aufweist wie die·
Mischvorrichtung 586. Wenn also bei der Mischvorrichtung 586 mehr als drei Mischboxen vorgesehen sind,
dann sind auch genauso viele Mischboxen in der Mischvorrichtung 612 vorgesehen. Mit 616 ist eine
Einlaufweiche, mit 617 eine Auslaufweiche, mit 618 ein Weichenschaltgerät für die Auslaufweiche und mit 619
eine Austragsvorrichtung bezeichnet. Diese Vorrichtungen sind genauso ausgebildet wie die entsprechenden
Vorrichtungen der Mischvorrichtung 586. Die Mischvorrichtung 612 wird auch in genau der gleichen Weise
beschickt und entleert wie im Text zur Mischvorrichtung 586 erläutert. Die beiden Mischvorrichtungen
werden außerdem synchron betrieben, und zwar in der Weise, daß jeder Langmischbox 587, 588, 589 eine
bestimmte Langmischbox 613, 614, 615 der Mischvorrichtung 612 zugeordnet ist. Der Einfachheit halber sei
angenommen, daß die Zuordnung nach Maßgabe der
Zählung der Bezugsziffern getroffen ist. Die Synchronisation erfolgt dann so, daß — wenn Tabak in die
Langmischbox 587 eingefüllt wird — der Rippenanteil, der ursprünglich diesem Tabak entnommen wurde, in
die zugeordnete Langmischbox 613 eingefüllt wird. Austragsseitig ist die Synchronisation entsprechend
getroffen. Wenn die Langmischbox 587 ausgetragen wird, wird auch die zugeordnete Langmischbox 613
ausgeleert. In Abänderung dessen kann man einer
ίο Langmischbox der Mischvorrichtung 612, zum Beispiel
der Langmischbox 613, zwei oder mehr Langmischboxen der Mischvorrichtung 586 zuordnen, um dem
größeren Tabakanfall für die Mischvorrichtung 586 Rechnung zu tragen. Die Beschickung und Entleerung
der so zugeordneten Langmischboxen erfolgt dann entsprechend. Zum Zwecke der Synchronisation ist das
Weichenschaltgerät 618 an den gleichen Taktgeber 234 angeschlossen wie das Weichenschaltgerät 592. Entsprechendes
gilt für das Weichenschaltgerät 620, das an den Taktgeber 235 angeschlossen ist. Da die Laufzeit
des Rippentabaks auf dem Förderzweig 509 länger ist als die Laufzeit des rippenfreien Blattabaks auf den
Reststücken der Förderzweige 501 und 502, muß diese Laufzeitdifferenz bei der Schaltung der Weichen 590
und 616 berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck dient das in die Steuerleitung zwischen dem Taktgeber 234
und dem Weichenschaltgerät 618 eingeschaltete Verzögerungsglied 257, dessen Verzögerungszeit an der
Handhabe 157 einstellbar ist. Ein entsprechendes Verzögerungsglied 258 ist auch in der Steuerleitung
zwischen dem Taktgeber 235 und dem Weichenschaltgerät 620 vorgesehen. Über dieses Verzögerungsglied
wird die kürzere Laufzeit des Rippentabaks auf dem Reststück des Förderzweiges 509 zwischen der
Mischvorrichtung 612 und der Vereinigungsstelle 510 gegenüber der Laufzeit des Blattabaks von der
Mischvorrichtung 586 zur Vereinigungsstelle 510 berücksichtigt. Die Verzögerungszeit des Verzögerungsgliedes
258 ist an der Handhabe 158 einstellbar.
Zur Synchronisation des Austrages ist die Austragsvorrichtung 619 an den gleichen Antrieb 259 angeschlossen
wie die Austragsvorrichtung 593. Zum Ausgleich der Laufzeitdifferenzen im Anschluß an die Mischvorrichtungen
612 und 586 ist in der Übertragungsleitung zwischen dem Austragsantrieb 259 und der Austragsvorrichtung
619 ein Verzögerungsglied 621 vorgesehen, dessen Verzögerungszeit genauso groß ist wie die
jeweilige Verzögerungszeit des Verzögerungsgliedes 258. Das Verzögerungsglied 621 wird daher durch das
so Verzögerungsglied 258 geführt.
Im Anschluß an die Mischvorrichtung 612 ist in dem Förderzweig 509 eine Tabakdosiervorrichtung 622
vorgesehen, die im wesentlichen genauso ausgebildet ist wie die Tabakdosiervorrichtung 533. Die Bandwaage ist
mit 623 und der Zugeber mit 624 bezeichnet. Die Bandwaage ist Meßfühler des Reglers 201, dessen
Stellglied der Zugeber 624 ist. Der Regler 201 ist sollwertgeführt. Der Sollwert kann an der Handhabe
101 eingestellt werden. Der Sollwert des Reglers 201 wird außerdem durch die Meßwerte der Bandwaage 598
nach Maßgabe einer Verhältnisregelung, wie sie oben im Zusammenhang mit dem Regler 214 bereits
beschrieben wurde, geführt, so daß in die Vereinigungsstelle 510 die beiden Tabakkomponenten, hier der
geschnittene Blattabak und der geschnittene Rippentabak, in einem Mengenverhältnis geraten, wie dies an der
Handhabe 101 eingestellt ist. Die Einstellung wird dabei so getroffen, daß dieses Mengenverhältnis dem
i D OZ UOJ
ursprünglichen, natürlichen Mengenverhältnis gleicht, abgesehen von kleineren Schwankungen im natürlichen
Mengenverhältnis, die durch diese Verhältnissteuerung geglättet werden. Im übrigen wird dieses Mengenverhältnis
an der Handhabe 159 für den Austragsantrieb > 259 voreingestellt. Es gelangen also die beiden
Tabakkomponenten bereits verhältnisgerecht aus den Mischvorrichtungen 612 und 586. Die anschließende
Verhältnissteuerung glättet Schwankungen, die sich bei diesem Austrag ergeben und die durch Schwankungen ι η
des natürlichen, ursprünglichen Verhältnisses bedingt sind und Schwankungen, die sich an dem Tabakschneider
595 ergeben. Die in der Vereinigungsstelle 510 vereinigten Tabakkomponenten werden gemeinsam auf
dem Förderzweig 511 weiter befördert. Auf dem Förderzweig 511 enthält der geförderte Tabakstrom in
jeder Längeneinheit soviel Rippenanteil, wie der ursprünglich in die Tabakvorbereitungsanlage eingeführte
Tabak, bezogen auf alle drei Mischungskomponenten. Mit anderen Worten: die Rippen, die Ursprung-Hch
dem Tabak entzogen wurden, wurden im wesentlichen unter Beibehalt des natürlichen Mischungsverhältnisses
wieder zugesetzt und befinden sich nun wieder in der Mischung.
Im Anschluß an die Vereinigungsstelle 510 gelangt 2>
der Tabak in eine Trockenkühlanlage 625. Die Trockenkühlanlage besteht aus einem Trockner 626 mit
vorgeschalteter Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 627, einer nachgeschalteten Kühlvorrichtung 628 sowie einer
dieser nachgeschalteten Feuchtigkeitsmeßvorrichtung ω 629. Außerdem gehört zu dieser Trockenkühlanlage 625
noch die Bandwaage 598, die bereits erwähnt ist.
Mit 218 ist ein sollwertgeführter Regler bezeichnet,
dessen Sollwert an der Handhabe 118 einstellbar ist. Der
Regler 218 hat drei Meßfühler, nämlich die Bandwaage i >
598, die Bandwaage 623 und die Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 627. Stellglied dieses Reglers ist der Trockner
626. Der Regler 218 ist als Vorlaufregler für den Trockner 626 geschaltet. Der Regler 219 ist ebenfalls
sollwertgeführt und sein Sollwert ist an der Handhabe 4« 119 einstellbar. Meßfühler für diesen Regler 219 ist die
Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 629 und Stellglied ist der Trockner 626. Der Regler 219 ist als Nachlauf regler
geschaltet.
Der Trockenkühlanlage 625 ist eine Flavourvorrich- ■»'>
tung 630 nachgeschaltet, die eine vorgeschaltete Bandwaage 631 und ein Flavourgerät 632 aufweist. Die
Bandwaage 631 ist Meßfühler des sollwertgeführten Reglers 220, dessen Stellglied das Flavourgerät 632 ist.
Der Sollwert des Reglers 220 kann an der Handhabe 120 ><>
eingestellt werden. Mit 633 ist eine Schnittabak-Silovorrichtung, mit drei Schnittabaksilos 634, 635, 636
bezeichnet. Die Schnittabaksilos 634,635,636 sind über
eine Einlaufweiche 637 wahlweise an den Förderzweig 505 anschließbar. Die Einlaufweiche 637 wird über ein v>
Weichenschaltgerät 638 geschaltet. Das Weichenschaltgerät wird von einem Taktgeber 236 gesteuert, dessen
Taktgabe über die Handhabe 136 einstellbar ist.
Die Steuerung erfolgt so, daß der Tabak zunächst in ein leeres Silo gelangt, ist dies gefüllt, dann in das "o
nächste und so fort. Die Silovorrichtung 633 bildet mit ihren Tabaksilos ein Reservoir für den vorbereiteten
Schnittabak. Aus dieser Silovorrichtung werden über eine Weichenvorrichtung 639 verschiedene Beschikkungsvorrichtungen
640 bis 645 nach Bedarf mit Tabak *>5 beschickt. Von den Beschickungsvorrichtungen werden
wiederum jeweils mehrere Strangzigarettenmaschinen 646 bis 649, wie für die Beschickungsvorrichtung 640 in
der Zeichnung angedeutet, nach Bedarf beschickt. Der Austrag aus der Tabaksilovorrichtung 633 ist nicht mehr
in die zentrale Steuerung des Steuergerätes 520 einbezogen. Die entsprechenden Schaltvorgänge werden
in bekannter Weise von der Bedarfsstelle, hier also von den Strangzigarettenmaschinen, ausgelöst oder von
Hand vorgenommen.
Die dargestellte Tabaksvorbereitungsanlage ist hinsichtlich der Anordnung der Förderzweige und der
Verteilung der Tabakbearbeitungsvorrichtungen sowie der Meßgeräte usw. in vielfacher Hinsicht abänderbar.
Einige solche Abänderungen werden nun im folgenden beschrieben. Wenn der Rippentabak schneller an die
Mischvorrichtung 612 gelangt als der zugehörige Blattabak an die Mischvorrichtung 586, dann muß
anstelle des Verzögerungsgliedes 257 ein solches in die Steuerleitung zwischen dem Taktgeber 234 und dem
Weichenschaltgerät 592 vorgesehen sein. Anstelle eines solchen Verzögerungsgliedes kann man auch den
Zeitausgleich durch ein Verzögerungsglied in dem schnelleren Förderzweig erzielen. Wenn zum Beispiel
die Rippen schneller an die Mischvorrichtung 612 geraten, kann man den erforderlichen Zeitausgleich
durch ein als Verzögerungsband ausgebildetes Verzögerungsglied 256, das in dem Förderzweig 509 der
Mischvorrichtung 612 vorgeschaltet ist, erzielen.
Die Verzögerungszeit dieses Verzögerungsgliedes 256 kann an der Handhabe 156 einstellbar sein. Ein
Verzögerungsglied für das Weichenschaltgerät 592 bzw. 618 ist dann entbehrlich. Es ist natürlich auch möglich,
die erforderliche Verzögerung zum Teil auf der Förderstrecke, zum Teil im Schaltvorgang vorzunehmen.
Wenn es nicht wünschenswert ist, die Rippen zu bearbeiten, dann können die entsprechenden Vorrichtungen
des Förderzweiges 509 in Fortfall geraten. Wenn nur eine Rippensorte nicht bearbeitet werden soll, zum
Beispiel die Burley-Rippen, dann führt man gemäß einer entsprechenden Abänderung der dargestellten Tabakvorbereitungsanlage
den Förderzweig 506 nicht bis an die Vereinigungsstelle 508, sondern zweigt diesen
vorher, wie gestrichelt eingezeichnet, ab und führt ihn direkt in eine als Verzögerungsband ausgebildete
Verzögerungsvorrichtung 252, deren Verzögerungszeit an der Handhabe 152 einstellbar ist und von da,
entsprechend zeitgerecht verzögert, im Anschluß an die Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 611 in den Förderzweig
509, wo sich diese unbehandelten Rippen dann mit den behandelten Virginia-Rippen vereinigen.
■ In manchen Fällen sollen die Blattspitzen eine
Sonderbehandlung erfahren, insbesondere nicht entrippt
werden. In einem solchen Fall kann man gemäß einer anderen Abänderung der dargestellten Tabakvorbereitungsanlage
in den betreffenden Förderzweigen, hier den Förderzweigen 501 und 502, den ersten
Tabakdosiervorrichtungen 533 und 534 je eine Kaboschiervorrichtung 649,650 vorschalten, in der Blattspitzen
abgetrennt werden. Von diesen Kaboschiervorrichtiingen gelangen die Blattspitzen auf je einen gesonderten
Förderzweig 651,652. Die beiden Förderzweige 651, 652 weisen je eine Feuchte 653,654 auf. Die Feuchte 653
besteht aus einer Feuchttrommel 655 mit nachgeschaltetem Feuchtigkeitsmeßgerät 656. Das Feuchtigkeitsmeßgerät
656 ist Meßfühler zu dem sollwertgeführten Regler 221, dessen Stellglied die Feuchttrommel 655 ist.
Der Sollwert des Reglers 221 kann an der Handhabe 121 eingestellt werden. Die Feuchte 654 besteht aus einer
Feuchttrommel 657 mit nachgeschalteter Feuchtigkeitsmeßvorrichtung 658. Die Feuchtigkeitsmeßvorrichtung
230 267/1
ν/ ν/ vv
658 ist Meßfühler des sollwertgeführten Reglers 222, dessen Stellglied die Feuchttrommel 657 ist. Der
Sollwert des Reglers 222 kann an der Handhabe 121 eingestellt werden. Die beiden Förderzweige 651, 652
münden im Anschluß an die Entrippungsvorrichtungen 552, 553 wieder in die zugehörigen Förderzweige 501,
502. In den Förderzweigen 651,652 können einstellbare Verzögerungsmittel vorgesehen sein, um sicherzustellen,
daß die so sonderbehandelten Blattspitzen zeitgerecht wieder zu dem Tabak gelangen, dem sie
entnommen wurden.
In einer weiteren Abänderung des dargestellten Ausführungsbeispieles kann die Tabakdosiervorrichtung
585 entfallen, weil die Vorlösevorrichtung 542 und die Feuchte 545 den Tabakmengenfluß auf dem
Förderzweig 503 nur unwesentlich ändern. Die Tabakdosiervorrichtung 535 übernimmt dann die Funktion der
fortgefallenen Tabakdosiervorrichtung 585. In einem solchen Fall würde die Steuerleitung von dem führenden
Regler 214 statt zu dem geführten Regler 215 zu dem Regler 216 führen, so daß die Verhältnissteuerung durch
die Regler 209, 214 und 216 bewirkt wird. In der Regel dürfte bei dieser Abänderung, von Extremfällen
abgesehen, die Laufzeit von der Tabakdosiervorrichtung 535 bis zur Vereinigungsstelle 504 länger sein als
die von den beiden anderen an der Verhältnissteuerung beteiligten Tabakdosiervorrichtungen 570 und 581.
Dementsprechend wird man also, wenn man den dadurch bedingten Zeitfehler vermeiden will, dem
Regler 216 bei dieser Ausgestaltung die Führungsfunktion geben und die Regler 209 und 214 von dem Regler
216 unter Zwischenschaltung von Verzögerungsgliedern in den Steuerleitungen führen lassen.
Die Tabakdosiervorrichtungen 570, 581 und 585 haben, wie auch alle anderen verwendeten Tabakdosiervorrichtungen,
eine begrenzte Speicherkapazität. Wenn die aufgrund der Verhältnisregelung von einer solchen
Tabakdosiervorrichtung abgefragte Tabakmenge auf die Dauer größer ist als diejenige Tabakmenge, die
angeliefert wird, dann versagt die Verhältnisregelung. Man kann dem natürlich vorbeugen, indem man die
Zulieferung auf den einzelnen Förderzweigen 501, 502 und 503 entsprechend groß bemißt und auch die
Sollwerte der Tabakdosiervorrichtungen 533, 534 und 535 auf genügend hohen Durchsatz einstellt. Dabei darf
man aber nicht zu weit gehen, weil sich sonst der Tabak in den nachgeschalteten Dosiervorrichtungen anstauen
würde und dort nicht mehr aufgenommen werden kann. Diese Verhältnisse beherrscht man von dem zentralen
Steuergerät aus, von dem die hier infrage stehenden Einstellungen einstellbar sind. Um diese Einstellungen
jedoch zu erleichtern, kann man gemäß einer weiteren Abänderung des dargestellten Ausführungsbeispiels in
den Zugebern der Tabakdosiervorrichtungen 570, 581, 585 einen Fühler für den Speichervorrat anbringen und
diesen als zusätzlichen Meßfühler für den Regler der jeweils eingangsseitig vorgesehenen Tabakdosiervorrichtung
schalten. Dies ist in F i g. 1 beispielsweise für den Förderzweig 503 durch eine gestrichelt gezeichnete
Steuerleitung 659 angedeutet.
Die bei der in F i g. 1 dargestellten Tabakvorbereitungsanlage im einzelnen nicht beschriebenen Tabakbearbeitungsvorrichtungen,
nämlich Feuchten, Sossiervorrichtungen, Mischvorrichtungen, Kühlvorrichtungen und so weiter, sowie die dort vorgesehenen Meßvorrichtungen
wie Tabakdurchsatzmeßvorrichtungen, Feuchtigkeitsmeßvorrichtungen und so weiter sowie die
dort vorgesehenen Tabakdosiervorrichtungen können
in an sich bekannter Weise ausgebildet werden oder aus bekannten Elementen zusammengesetzt werden.
Auch die in dieser Tabakvorbereitungsanlage verwendeten Regler, Taktgeber, Verzögerungsglieder und
Antriebsglieder können in bekannter Weise ausgebildet werden.
Für die Ausgestaltung der sollwertgeführten Regler hat sich jedoch eine Schaltung, deren Grundzüge in der
älteren deutschen Patentanmeldung P 15 32 058.8 (altes
in Aktz.: H 58 240 III/79b) beschrieben sind, besonders
bewährt. Als Beispiel für die Ausgestaltung der Regler im einzelnen wird nun anhand der F i g. 2. in der eine
bevorzugte Ausgestaltung einer Sossiervorrichtung im einzelnen dargestellt ist, näher erläutert. Diese Sossiervorrichtung
kann als Sossiervorrichtung 580 in F i g. 1 Verwendung finden.
Gemäß Fig.2 ist mit 703 allgemein ein Abschnitt
eines Förderzweiges 502 aus F i g. 1 bezeichnet, der aus einem Förderband 724 mit ansteigender Förderung und
:-o mit Abkämmwalzen 727, einem diesen nachgeschalteten
Förderband 721 mit der Bandwaage 783, einem diesen nachgeschalteten Förderband 722 und der diesem
nachgeschalteten Sossiertrommel 782 besteht. Die genannten Teile werden durch einen zentralen Antrieb
707 angetrieben. Für den Antrieb 707 ist eine Steuervorrichtung 728 vorgesehen, mittels derer der
Antrieb verstellt werden kann. Zur Beschickung des Förderbandes 724 dient ein Zuförderer 702, der
zusammen mit dem Förderband 724 den Zugeber 784
jo bildet. Der Zuförderer 702 ist geeignet, einen Tabakvorrat
aufzunehmen und weist eine Maximum-Minimum-Meßvorrichtung 701 auf, die, wenn der Tabakvorrat auf
dem Zuförderer 702 einen vorbestimmten Minimalwert erreicht, ein Signal an eine Verzögerungsvorrichtung
3) 705 und einen Schaltknoten 718 und, wenn der Tabakvorrat einen vorbestimmten Maximal-Wert erreicht,
ein Signal mit umgekehrtem Vorzeichen an eine Verzögerungsvorrichtung 706 und an den Schaltknoten
718 gelangen läßt. An den Schaltknoten 718 ist außerdem ein Meßwertwandler 709 für die Meßwerte
der Bandwaage 783 und ein Sollwertgeber 708 angeschlossen. An den Schaltknoten 718 ist außerdem
die Eingangsseite eines Antriebes 711 für den Zuförderer 702 angeschlossen, der als Stellglied unter
Führung des Sollwertes aus dem Sollwertgeber 708 nach den Meßwerten der Bandwaage 783 geregelt wird.
Mit 725 ist eine Sossierdüse bezeichnet, die zu einer
allgemein mit 704 bezeichneten Sossiervorrichtung der Sossiertrommel 782 gehört und im stromabwärtigen
Bereich der Sossiertrommel 782 auf den dort, wie in der Zeichnung angedeutet, niederrieselnden Tabak gerich1
tet ist. Diese Sossierdüse 725 ist unter Zwischenschaltung eines Durchflußmeßgerätes 716 und einer Sossiermittelpumpe
714 über die Sossiermittelzuleitung 720 an
" einen Sossiermittelbehälter 712 angeschlossen. Für das
Durchflußmeßgerät 716 ist ein Meßwertwandler 717 vorgesehen, der gemeinsam mit einem Sollwertgeber
715 an einen Schaltknoten 719 angeschlossen ist, an den auch die Ausgänge der beiden Verzögerungsvorrichtungen
705 und 706 angeschlossen sind. An den Schaltknoten 719 ist außerdem der Eingang eines
Steuergerätes 713 für die Sossiermittelpumpe 714 angeschlossen, die als Stellglied, geführt vom Sollwert
des Sollwertgebers 715, nach Maßgabe der Meßwerte
b<5 des Durchflußmeßgerätes 716 und der Ausgangswerte
der Verzögerungsvorrichtungen 705, 706 geregelt wird. Mit 726 ist ein an den Ausgang der Sossiertrommel 782
anschließendes Förderband bezeichnet, das ebenfalls
von dem Antrieb 707 angetrieben wird und ein Teil eines Förderzweiges im Beispiel des Förderzweiges 502 in
Fig. 1 ist und zu der Vereinigungsstelle 504 (Fig. 1)
bzw. dem als Verzögerungsband ausgebildeten Verzögerungsglied 255 (F ig. 1) führt. ■>
An den Antrieb 707 sind außerdem über eine Steuerleitung 729 die beiden Verzögerungsvorrichtungen
705 und 706 angeschlossen, derart, daß die Verzögerungszeit dieser Verzögerungsvorrichtungen
705 und 706 sich jeweils nach Maßgabe der Drehzahl des Antriebes 707 verstellt auf einen Wert, der der
Tabaklaufzeit von der Maximum-Minimum-Meßvorrichtung 701 bis zur Sossierdüse 725 unter Berücksichtigung
der Regel- und Steuerverzögerungen in dem Regler 785 entspricht. Der Regler 785 entspricht bei r>
Anwendung in F i g. 1 dem Regler 214.
Die Wirkungsrichtung der einzelnen Schaltmittel ist zur Erleichterung des Verständnisses in der Zeichnung
durch Pfeilspitzen angedeutet. Diesen Pfeilspitzen kommt eine weitere Bedeutung nicht zu. Die in F i g. 2 .'o
dargestellte Sossiervorrichtung arbeitet wie folgt. Bei Betrieb wird der Zuförderer 702 durch den Förderzweig
502 (F i g. 1) mit Tabak beschickt, und zwar derart, daß der zeitliche Mittelwert des Mengenflusses der Anlieferung
zwischen zwei durch den Sollwertgeber 708 vorbestimmten Mengenflußwerten liegt. Der Sollwertgeber
708 ist zu diesem Zweck über eine Handhabe 730 durch ein Einstellmittel 731 einstellbar. Einstellmittel
731 und Handhabe 730 sind bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 innerhalb des Reglers 214 unterge- so
bracht und nicht in das Steuergerät 520 verlegt. Die
Handhabe 730 mit dem Einstellmittel 731 ist gemäß F i g. 2 jedoch in Abänderung des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 1 ebenfalls in das zentrale Steuergerät verlegt, das in F i g. 2 mit 755 bezeichnet ist. Es sei nun 3 >
angenommen, der Vorrat in dem Zuförderer 702 hat — wie der Zeichnung entspricht — einen Minimalwert
erreicht. Jetzt spricht die Maximum-Minimum-Meßvorrichtung 701 an, und es gelangt ein Steuersignal
entsprechend vorzeitig an den Schaltknoten 718. Durch to
dieses Steuersignal wird der Sollwert des Sollwertgebers 708 umgeschaltet, und zwar auf einen Wert
entsprechend einem vorgegebenen niedrigen Mengenfluß. Der Zuförderer 702 fördert nun, angetrieben durch
den Antrieb 711, mit diesem niedrigen Mengenfluß an A~>
den Förderer 703. Im Förderer 703 wird in der Bandwaage 783 dieser niedrige Mengenfluß ständig
gemessen und — geführt von dem Sollwertgeber 708 — konstant gehalten, bis der Tabakvorrat auf dem
Zuförderer 702 später seinen anderen Extremwert erreicht.
Das Signal an der Verzögerungsvorrichtung 705 gelangt verzögert um eine Zeitspanne, die der Laufzeit
des Tabaks von der Maximum-Minimum-Meßvorrichtung 701 bis zur Sossierdüse 725 unter Berücksichtigung
eventuell vorhandener Schaltverzögerungen entspricht, an den Schaltknoten 719. Diese Laufzeit ist auch
abhängig von der Drehzahl, mit der der Antrieb 707
läuft. Die dementsprechend erforderlichen Verstellungen der Verzögerungsvorrichtung 705 erfolgen über die ™
Steuerleitung 729. Der Ausgang der Verzögerungsvorrichtung
705 gelangt an den Schaltknoten 719 und verstellt dort den Sollwert des Sollwertgebers 715 auf
einen vorbestimmten Wert entsprechend einem geringen Mengenfluß der Sossiervorrichtung 704. Der b5
Durchfluß in der Sossiervorrichtung 704 wird an dem Durchflußmeßgerät 716 ständig gemessen und über den
Meßwertwandler 717 geführt, von dem Sollwert des
Sollwertgebers 715 über das Steuergerät 713 und die Sossiermittelpumpe 714 durch Regelung konstant
gehalten. Die durch den Ausgang der Verzögerungsvorrichtung 705 ausgelöste Umschaltung des Mengenflusses
in der Sossiervorrichtung 704 auf den vorbestimmten kleineren Wert wird durch die Verzögerungsvorrichtung
705 verzögert wirksam, und zwar um eine solche Zeitsnanne verzögert, daß die Sossierflüssigkeit
erst dann an die Sossierdüse 725 mit dem geringeren Mengenfluß austritt, wenn dort der Tabakstrom infolge
der Verstellung des Sollwertes des Sollwertgebers 708 mit geringerem Mengenfluß eintrifft.
Da die Anlieferung des Tabaks mit größerer zeitlicher Menge erfolgt als der Tabak bei diesem Betriebszustand
von dem Förderer 703 abtransportiert wird, füllt sich der Vorrat in dem Zuförderer 702 bei diesem
Betriebszustand auf, bis er schließlich den anderen hohen Extremwert erreicht. Ist dies der Fall, dann
erzeugt die Maximum-Minimum-Meßvorrichtung 701 ein Signal umgekehrten Vorzeichens, das an die
Verzögerungsvorrichtung 705 abfällt. Dieses Signal löst nun den umgekehrten Vorgang aus. Der Förderer 703
wird auf einen vorbestimmten hohen Mengenfluß verstellt, und die Sossiervorrichtung 704 wird unter den
entsprechenden Gesichtspunkten mit verzögertem Anlauf auf einen höheren Mengenfluß, der ebenfalls
vorbestimmt ist, verstellt. Die Anpassung der Verzögerungsvorrichtung 706 an die jeweilige Drehzahl des
Antriebes 707 erfolgt dabei ebenfalls über die Steuerleitung 729. Da die Anlieferung des Tabaks zum
Zuförderer 702 mit geringerem Mengenfluß erfolgt als die Förderung des Förderers 703 bei dem vorbestimmten,
großen Mengenfluß, sinkt der Vorrat in dem Zuförderer 702 nun wieder auf den Minimalwert ab. Ist
dies erreicht, dann wiederholt sich der beschriebene Ablauf. ■
Die vorbestimmten Wertepaare für den Mengenfluß des Förderers 703 und der Sossiervorrichtung 704 sind
durch die Sollwertgeber 708 und 715 paarweise festgelegt, und zwar jeweils derart, daß die beiden
niedrigen Werte einerseits und die beiden hohen Werte andererseits der Mengenflüsse des Förderers 703 und
der Sossiervorrichtung 704 einander mit der Maßgabe entsprechen, daß eine vorbestimmte, für den hohen und
den niedrigen Wert gleich große Beimischrate gegeben
ist. ■ ■ .;■■■-■· .-■■■.'-.·■■
Diese Beimischrate, die maßgebend ist für die · Intensität der Sossierung, kann geändert werden, indem
man an der Handhabe 786 das Einstellmittel 787 für den Sollwertgeber 715 verstellt und damit die beiden
Sollwerte dieses Sollwertgebers 715, den maximalen und den minimalen, entsprechend ändert. Handhabe 786
und Einstellmittel 787 entsprechen der Handhabe 114
bzw. dem Einstellmittel 214 aus Fig. 1. Ah der Handhabe 786, die zusammen mit dem Einstellmittel 787
wie bei der in Fig. 1 beschriebenen Tabakvorbereitungsanlage
in das zentrale Steuergerät 755 verlegt sind, kann also die Intensität der in Fig.2 dargestellten
Sossiervorrichtung beziehungsweise die Soßenbeimischrate verstellt werden, wie dies der jeweiligen
Rezeptur entspricht.
Die in Fig.2 im einzelnen dargestellte Sossiervorrichtung
weist eine Tabakdosiervorrichtung 781 auf, die im wesentlichen aus der Bandwaage 783, dem Zugeber
784 und einem Teil der Regelglieder des Reglers 785 besteht. Der Zugeber 784 besteht aus dem Zuförderer
702 mit Maximum-Minimum-Meßvorrichtung 701 und dem nachgeschalteten Förderband 724 mit Abkämm-
walzen 727, sowie dem Antrieb 707. In dieser Weise können die gemäß F i g. 1 an mehreren Stellen
vorgesehenen Tabakdosiervorrichtungen, zum Beispiel die Tabakdosiervorrichtung 533, ausgebildet sein. Der
zugehörige sollwertgeführte Regler, im Beispiel der Tabakdosiervorrichtung 533, 206 umfaßt dann die
Maximum-Minimum-Meßvorrichtung 701, den Antrieb 711, den Meßwertwandler 709 für die Meßwerte der
Bandwaage, den Schaltknoten 718 und den Sollwertgeber 708, dessen zwei Sollwerte im Beispiel des Reglers
206 über das Einstellmittel 6 mittels der Handhabe 106 einstellbar sind. Die Handhabe 106 aus F i g. 1 entspricht
in dem gewählten Beispiel also der Handhabe 730. In vielen Fällen ist es wünschenswert, die Reglerfunktion
von dem Steuergerät her zu überwachen. Zu diesem Zweck kann gemäß F i g. 2 eine Anzeige 314 vorgesehen
sein, die an die Ausgänge der beiden Meßwertwandler 709 und 717 angeschlossen ist. In das Anzeigegerät 314
werden auf diese Weise Meßwerte für den Tabakdurchsatz und Meßwerte für den Soßendurchsatz eingespeist.
Aus diesem Meßwerten läßt sich die Sossierung errechnen. Dies erfolgt in dem Anzeigegerät 314 und
wird in Sossierungsgraden zur Anzeige gebracht. Das Anzeigegerät 314 ist in dem zentralen Steuergerät 755
untergebracht. Entsprechende Anzeigegeräte können gemäß F i g. 1 auch für die anderen Regler, die von dem
zentralen Steuergerät 520 her einstellbar sind, vorgesehen sein und in dem zentralen Steuergerät 520
untergebracht werden.
Wie bereits erwähnt, wird eine Tabakvorbereitungsanlage gemäß F i g. 1 in der Regel chargenweise
beschickt. Aufgrund dessen folgt im Anschluß an eine Charge immer eine kleine Pause, ehe die nächste Charge
beginnt. Im Interesse eines zügigen Betriebes wird eine neue Charge bereits aufgegeben, ehe die voraufgegangene
Charge die Anlage vollständig durchlaufen hat. Aus diesem Grunde ist es notwendig, sicherzustellen,
daß die Sossiervorrichtung nicht ins Leere arbeitet, wenn die Charge beendet ist. Aus diesem Grunde ist für
den Sollwertgeber 715 eine Leerstellung vorprogrammiert, in der die Soßenzufuhr völlig abgeschaltet wird.
Diese Leerstellung wird ausgelöst durch einen Tabakdurchsatztaster 740, der der Sossiertrommel 782
unmittelbar vorgeschaltet ist und ein Tabaksignal gibt, wenn Tabak in die Sossiertrommel 782 eingeführt wird
und ein Tabakendesignal gibt, wenn kein Tabak in die Sossiertrommel 782 eingeführt wird, eine Charge also zu
Ende ist. Diese beiden Signale gelangen über eine gestrichelt eingezeichnete Leitung an eine Sperre 741,
die von einem Zeitgeber 742, der über eine im zentralen' Steuergerät 755 untergebrachte Handhabe 743 verstellbar
ist, beaufschlagt wird. Es sei angenommen, die Sperre 741 ist wirkungslos und geöffnet. Dann gelangt
das Signal von dem Tabakdurchsatztaster 740 an einen Programmgeber 744, der dem Einstellmittel 787 und
dem Sollwertgeber 715 zwischengeschaltet ist. Der Programmgeber 744 ist vorprogrammiert in der Weise,
daß er — solange das Tabakendesignal andauert — den Sollwertgeber 715 unabhängig von der Einstellung des
Einstellmittels 787 in seine Nullstellung schaltet, in der keine Soße angeliefert wird. Wenn die Sperre 741
geöffnet ist, gelangt auch das Tabaksignal an den Programmgeber. Solange das Tabaksignal vorliegt und
die Sperre geöffnet ist, stellt der Programmgeber 744 den Sollwertgeber 715 auf denjenigen Sollwert ein, der
an der Handhabe 786 eingestellt ist. Wird, während des Tabaksignal andauert, das Einstellmittel 787 verstellt,
dann ist dies für den Sollwertgeber 715 unwirksam. Der Programmgeber 744 hat vielmehr die ursprüngliche
Einstellung des Einstellmittel 787 gespeichert und beaufschlagt den Sollwertgeber 715 mit der ursprünglichen
Einstellung. Ist die Charge zu Ende, und das Tabakendesignal tritt auf, dann wird in dem Programmgeber
744 die ursprüngliche Einstellung des Einstellmittels 787 gelöscht und die neue Einstellung des
Einstellmittels 787, die der Rezeptur der neuen Charge entspricht, aber auch die gleiche sein kann wie die alte,
ίο anstelle dessen gespeichert. Diese Einstellung gelangt
aber, solange das Tabakendesignal andauert, nicht an den Sollwertgeber 715. Erst wenn das Tabakendesignal
mit Beginn einer neuen Charge beendet ist und das Tabaksignal an den Programmgeber 744 gelangt, wird
die inzwischen vorprogrammierte neue Einstellung des Einstellmittels 787 wirksam und gelangt an den
Sollwertgeber 715 und verstellt diesen entsprechend.
Die Sperre 741 hat den Zweck, zu verhüten, daß eine neue Einstellung auf eine alte Charge angewendet wird.
wenn durch irgendeine Betriebsstörung innerhalb der Charge eine Unterbrechung des Tabakflusses erfolgt
und das Tabakendesignal kurzzeitig auftritt. Zu diesem Zweck ist der Zeitgeber 742 auf die mutmaßliche Dauer
der Bearbeitung einer Charge mittels der Handhabe 743 eingestellt. Dieser Zeitgeber 742 mißt also die
Zeitdauer, während ein Tabakbeginnsignal vorliegt, also die Zeitdauer während unabhängig von Betriebsstörungen
der Tabak tatsächlich bearbeitet wird. Tritt eine Betriebsstörung innerhalb einer Charge auf, bei der kein
Tabak in die Sossiertrommel 782 gelangt, dann gelangt ein Tabakendesignal vorzeitig an die Sperre 741. Dieses
Tabakendesignal passiert die Sperre und löst in dem Programmgeber 744 die Stillsetzung der Soßenzufuhr
aus. Das neue Tabakbeginnsignal kann jedoch die Sperre nicht passieren. Statt dessen erzeugt die Sperre
ein Ersatzsignal, das solange andauert, wie das Tabaksignal an dem Programmgeber 744 gelangt.
Dieses Ersatzsignal löst dort die alte programmierte Einstellung entsprechend der unterbrochenen Charge
aus und nicht die neue, wie es der Fall ist bei einem die Sperre 741 passierenden Tabaksignal. Auf diese Weise
ist folgendes sichergestellt. Die Sossiertrommel 782 wird nur mit Soße beschickt, wenn tatsächlich Tabak
angeliefert wird. Die Soßenzufuhr wird sofort unterbrochen, wenn die Tabakzufuhr unterbrochen wird. Die
Soßenzufuhr setzt ein, wenn Tabak angeliefert wird. Die Soßenzufuhr erfolgt nach Maßgabe der Einstellung der
Handhabe 786, solange die Charge andauert, für die diese Einstellung bestimmt ist, unabhängig davon, ob,
während diese Charge bearbeitet wird, die Handhabe 786 schon für die neue Einstellung neu eingestellt wird
oder nicht. Die laufende Charge wird noch mit der alten Einstellung weiter bearbeitet, bis sie, unabhängig von
Unterbrechungen durch Betriebsstörungen, zu Ende ist.
Ist sie zu Ende, dann wird die Soßenzufuhr abgeschaltet, und mit Beginn der neuen Tabakzufuhr wird die
Soßenzufuhr nach Maßgabe der neuen Einstellung des Einstellmittels 787 vorgenommen.
Auf diese Weise ist es möglich, die Einstellung der Handhabe 786 schon für eine neue Charge vorzunehmen,
während die alte Charge noch mit der alten Einstellung durchläuft. Entsprechende Vorkehrungen
können auch für alle anderen Einstellmittel getroffen sein, so daß genügend Zeit bleibt, die diversen
Handhaben des Steuergerätes 520(Fig. 1) bzw. 755 auf
die neue Rezeptur einer neuen Charge vorher einzustellen.
Anhand der F i g. 3 bis 6 werden nun die abgeänderten
Anhand der F i g. 3 bis 6 werden nun die abgeänderten
10
UOO
Ausgestaltungen des Steuergerätes 520 aus Fig. 1, die
in Verbindung mit der anhand der F i g. 1 und 2 beschriebenen Tabakvorbereitungsanlage verwendbar
sind, erläutert.
Gemäß F i g. 3 ist mit 800 ein zentrales Steuergerät bezeichnet, das an die Stelle des Steuergerätes 520 aus
F i g. 1 tritt. Die Einstellmittel und die zugehörigen Handhaben sind gemäß Fig.3 mit den gleichen
Bezugsziffern wie in Fig. 1, vermehrt um 1000 bezeichnet. Es sind im übrigen die gleichen Einstellmittel
vorgesehen. Diese Einstellmittel sind aber sämtlichst so geschaltet, daß eine Einstellung möglich ist, in der die
zugeordnete, von diesem Einstellmittel gesteuerte Vorrichtung, abgeschaltet ist. In dem zentralen Steuergerät
800 ist zusätzlich ein zentraler Ausschalter 801 mit einer zugehörigen Handhabe 802 vorgesehen, der an
sämtliche Einstellmittel des zentralen Steuergerätes 800 angeschlossen ist und bei einer Ausstellung sämtliche
Einstellmittel in die Stellung umschaltet, in der die zugehörige Vorrichtung abgeschaltet ist, und zwar
unabhängig von der Einstellung der jeweils zugehörigen Handhabe. Diese Ausstellung des Abschalters 801 kann
über die Handhabe 802 herbeigeführt werden. Sie kann aber auch über diverse Ausschalter 803, 804, 805. 806,
die über die ganze Tabakvorbereitungsanlage verteilt untergebracht sind, ausgelöst werden. An den Ausschalter
801 ist ausgangsseitig noch ein Schaltgerät 807 angeschlossen, das an die in F i g. 1 nicht dargestellten
Antriebe für den Förderer 500 angeschlossen ist und diese abschaltet, wenn sich der Ausschalter in
Abschaltstellung befindet. Über den Ausschalter 801 läßt sich also die gesamte Anlage stillsetzen.
Gemäß F i g. 4 ist mit 810 ein Steuergerät bezeichnet, das an die Stelle des Steuergerätes 520 aus F i g. 1 treten
kann. Bei diesem Steuergerät 810 sind die gleichen Handhaben wie bei dem Steuergerät 520 vorgesehen
und deshalb- mit den gleichen Bezugsziffern, vermehrt um 2000, bezeichnet. Das gleiche gilt auch für die
Einstellmittel der Taktgeber 231 bis 236, der Verzögerungsglieder 252 bis 258 sowie des Einstellmittels für
den Antrieb 259. Anstelle der Einstellmittel 1 bis 22 aus F i g. 1 sind in dem zentralen Steuergerät 810 alle nicht
ortsgebundenen Teile der zugehörigen Regler untergebracht. Diese Regler sind im übrigen genauso
ausgebildet wie nach F i g. 1 und deshalb in F i g. 4 mit den gleichen Bezugsziffern, vermehrt um 2000, bezeichnet.
Die Steuerleitungen der Regler 2201 bis 2222, die in dem Steuergerät 810 unterbracht sind und die zum
Anschluß der zugehörigen Meßfühler und Stellglieder dienen, sind aus dem Steuergerät herausgeführt .an die
betreffenden Teile der Anlage und in F i g. 4 für jeden Regler nur durch eine einzige Leitung symbolisiert.
Bei den Reglern 2201 bis 2222 kann es sich um auf bestimmte Zeitfolgen von Einstellungen vorprogrammierbare
Regler, gemäß F i g. 2 handeln. Für alle diese Regler sind Anzeigegeräte, entsprechend dem Anzeige- ,
gerät 314 gemäß F i g. 2, vorgesehen, die neben den zugehörigen Handhaben für ctie Bedienungsperson
sichtbar außen am Steuergerät 810 angebracht sind.
Diese Anzeigegeräte sind mit den gleichen Bezugsziffern wie die zugehörigen Regler, vermehrt um 100,
bezeichnet. Demgemäß ist die Anzeigevorrichtung für den Regler 2201 mit 2301 bezeichnet. Mit 2801 ist ein
dem Ausschalter 801 aus Fig.3 entsprechender
ίο Ausschalter bezeichnet, der an der Handhabe 2802 von
Hand geschaltet werden kann. Dieser Ausschalter 2801 ist zusätzlich zu dem aus F i g. 3 ersichtlichen an den
Ausgang der Anzeigegeräte 2301 bis 2322 angeschlossen
und wird in Ausstellung geschaltet, wenn ein Anzeigegerät Fehlfunktion des zugehörigen Reglers
anzeigt und schaltet dann die ganze Anlage ab.
Bei dem in F i g. 5 mit 820 bezeichneten Steuergerät, das ebenfalls an die Stelle des Steuergerätes 520 aus
F i g. 1 treten kann, sind die gleichen Einstellmittel wie bei dem Steuergerät 520 in dem Steuergerät untergebracht
und dem zufolge mit den gleichen Bezugsziffern, vermehrt um 3000, bezeichnet.
Für alle diese Einstellmittel ist anstelle der diversen Handhaben aus F i g. 1 ein gemeinsames Schaltgerät 821
vorgesehen, das auf verschiedene Rezepte einstellbar ist und in jeder Schaltstellung die Einstellmittel 3001 und
folgende nach Maßgabe einer bestimmten Rezeptur einstellt. Für das Schaltgerät 821 ist als Rezeptwähler
eine einzige Handhabe 822 vorgesehen, an der das jeweils zur Bearbeitung vorgesehene Rezept einstellbar
ist.
Bei dem in F i g. 6 dargestellten zentralen Steuergerät 830, das ebenfalls an die Stelle des Steuergerätes 520 aus
F i g. 1 treten kann, sind die gleichen Einstellmittel wie in F i g. 1 in dem Steuergerät untergebracht und mit den
gleichen Bezugsziffern, vermehrt um 4000, bezeichnet. Handhaben sind für diese Einstellmittel nicht vorgesehen.
Statt dessen ist ein für alle Einstellmittel 4001 und folgende ein gemeinsames Schaltgerät 831 vorgesehen.
Dieses Schaltgerät 831 weist den Handhaben aus F i g. 1 entsprechende Einstellorgane für jedes Einstellmittel
auf. Diese Einstellorgane werden durch Lochkarten 834, die jeweils einer Rezeptur zugeordnet sind, geschaltet.
Die Lochkarten werden über einen Einführungskanal 832 in das Schaltgerät 831 eingeführt und über einen
Abgabekanal 833 wieder entnommen. Zur Einstellung einer bestimmten Rezeptur genügt es, die betreffende
Lochkarte in das Schaltgerät 831 einzuführen. Ist die Lochkarte eingeführt, dann schaltet das Schaltgerät
so nach Maßgabe der Lochung dieser Lochkarte sämtliche Einstellmittel auf die der Lochkarte zugeordnete
Rezeptur um. Anstelle dieser Lochkartensteuerung kann natürlich auch eine Steuerung mit einem anderen
Informationsträger, zum Beispiel einem Magnettonband oder dergleichen vorgesehen sein.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
230 267/1
Claims (6)
1. Anordnung zum Bilden eines Gutstromes aus Tabak mit voneinander getrennten Förderzweigen
für einzelne Komponenten des Tabaks, in welchen auf die Substanz oder die Eigenschaft des Tabaks
einwirkende Bearbeitungsvorrichtungen vorgesehen sind, die Steueranordnungen mit Sollwertgebern
aufweisen, und mit mindestens einer Vereinigungsstelle für die einzelnen Tabakkomponentenströme,
an der die Tabakkomponentenströme unter Einhaltung eines bestimmten Mischungsverhältnisses zusammengeführt
werden, so daß sie in einem in Förderrichtung anschließenden gemeinsamen Förderzweig als Strom weitergeführt werden, da-
durch gekennzeichnet, daß die einzelnen, die Bearbeitungsvorrichtungen aufweisenden Förderzweige
(501,502.503) mit der Vereinigungsstelle (504) unmittelbar verbunden sind, und daß die
Sollwertgeber Bestandteile eines zentralen Programmgebers (520) sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vereinigungsstelle (504) eine
steuerbare Dosiereinrichtung (570,581,585) für den
Tabakstrom in einem Förderzweig (501, 502, 503) zugeordnet ist, deren Steueranordnung ebenfalls mit
einem Sollwertgeber (109, 114, 115) des zentralen Programmgebers (520) verbunden ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Tabak bestimmte
Stoffe (Feuchte, Soße, Stickstoff) zusetzende oder entziehende steuerbare Tabakbearbeitungsvorrichtungen
(530,531,532) vorgesehen sind.
4. Anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Tabak Wärme zuführende oder entziehende steuerbare Tabakbearbeitungsvorrichtungen
(600,610) vorgesehen sind.
5. Anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß . in unmittelbarer Nähe des zentralen Programmgebers (810) zusätzlich^|iie nicht ortsgebunderien
Teile der von den'Sollwertgebern (2101, 2122) geführten Steüefänördnungen der Tabakbearbeitungsvorrichtungen
angeordnet sind.
6. Anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sollwerte für die Tabakbearbeitungsvorrichtungen für einen bestimmten Bearbeitungsgang
durch einen gemeinsamen Schaltinformatsionsgeber (834) in dem zentralen Programmgeber (830)
vorgebbar sind.
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1966
- 1966-04-30 DE DE19661532065 patent/DE1532065C2/de not_active Expired
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