DE1521250B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Bedampfen von kleinen Gegenständen, insbesondere Linsen, mit Quarz oder Metallen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Bedampfen von kleinen Gegenständen, insbesondere Linsen, mit Quarz oder MetallenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bedampfen
von kleinen Gegenständen, insbesondere Linsen oder Brillengläser aus Kunststoff, mit Quarz oder Metallen
unter Hochvakuum, wobei die auf den Traversen einer in einem Kessel rotierenden Trommel
befestigten Gegenstände infolge der Rotation der Trommel mehrmals durch die Bedampfungszone
geführt werden und die Traversen eine Eigendrehung ausführen.
Bekannte Vorrichtungen zum Bedampfen bestehen im wesentlichen aus einem Kessel, in welchem eine
rotierende Trommel angeordnet ist, deren drehbare Traversen, auf denen sich die Halterungen für die
Gegenstände befinden, in den Stirnseiten der Trommel gelagert sind und von einem Antrieb, beispielsweise
mit einer Kette, einer dauernden Drehbewegung unterworfen werden. Während der Drehung
der Trommel durchwandert jede Traverse die von der in der Trommel angeordneten Verdampferquelle ao
ausgehende Bedampfungszone, wobei sich die Traversen dauernd drehen, so daß die zu bedampfenden
Gegenstände eine Zykloidenbewegung ausführen.
Der Nachteil bei dieser Vorrichtung ist, daß der Dampfstrahl während des Durchlaufs der Traversen
nur immer dann unter dem günstigsten Winkel, nämlich senkrecht, auf die Gegenstände auftrifft,
wenn, bedingt durch die Eigendrehung der Traversen, die Gegenstände sich gerade für Bruchteile von
Sekunden in senkrechter Lage zum Dampfstrahl befinden. Insbesondere beim Aufdampfen von Quarz
ist die Haftung und die Kondensationsrate der Dämpfe sehr stark vom Auftreffwinkel abhängig, da
die Kondensationsrate mit dem cos2 des Auftreffwinkels abnimmt. Bei der vorbekannten Vorrichtung
befindet sich aber die Oberfläche des Gegenstandes während mehr als 90% der Bedampfungszeit unter
einem ungünstigen Winkel zum Dampfstrahl. Die Qualität und Haftfestigkeit der aufgedampften
Schicht ist entsprechend gering.
Die Verdampfungszeit läßt sich verkürzen und die Qualität und Haftfestigkeit der aufgedampften
Schicht verbessern, wenn erfindungsgemäß die Traversen bei jeder Umdrehung der Trommel außerhalb
der Verdampfungszone jeweils um 180° gedreht und innerhalb der Verdampfungszone in
Ruhestellung gehalten werden. Zur Durchführung des Verfahrens ist die Vorrichtung zum Antrieb der
'Traversen mit einem Schrittschaltwerk ausgestattet. In besonders einfacher Weise besteht das Schritt-Schaltwerk
erfindungsgemäß aus an den einen Enden der Traversen angeordneten Malteserkreuzen und
zwei am feststehenden Kessel außerhalb der Bedampfungszone befestigten, mit den Armen der
Malteserkreuze zusammenwirkenden Schaltstiften, wobei die Traversen an jedem der beiden Schaltstifte
um 90° gedreht werden, so daß also die Traversen nacheinander bei jeder Umdrehung der
Trommel eine Eigendrehung von 180° ausführen.
Das Wesen der Erfindung sei nun in einer Zeichnung schematisch erläutert, und zwar zeigt
F i g. 1 die Trommel in der Seitenansicht,
F i g. 2 die Trommel in der Stirnansicht und
F i g. 3 im Schnitt zum Veranschaulichen der Stellung der Traversen.
Zur besseren Übersicht ist in der Zeichnung der die Trommel vakuumdicht umschließende Kessel
weggelassen.
In Fig. 1 besteht die Trommel aus den Stirnseiten
2, die auf Rollen 3 gelagert sind und von denen wenigstens eine mit dem Antrieb 4 verbunden
ist. Die Traversen 5 weisen Halterungen 6 (Fig. 3) für die Linsen 7 auf und sind in den Stirnseiten 2
drehbar gelagert, wobei die einen Enden 8 durch die eine Stirnseite 2 hindurchragen und mit Malteserkreuzen
9 versehen sind. Diese wirken mit den beiden an einer feststehenden Platte 10 angebrachten
Schaltstiften 11 zusammen und drehen die Traversen 5 beim Vorbeiwandern durch Eingreifen in die Malteserkreuze
9 jeweils um 90°. Die Verdampferquelle 12 ist im Innern der Trommel fest angeordnet, und
ihr Bedampfungswinkel α erfaßt die gesamte Breite der Traversen S. Bei sehr langen Trommeln können
mehrere Verdampferquellen nebeneinander angebracht sein, oder bei Anordnung nur einer Verdampferquelle
kann diese hin und her wandern.
In Fig. 2 ist die Stirnseite 2 auf Rollen 3 gelagert.
Die Malteserkreuze 9 sind im Eingriff mit den beiden auf der Platte 10 angeordneten Schaltstiften
11 gezeigt, die so angebracht sind, daß die Drehung der Traversen 5 erst nach dem Passieren
der von der Verdampferquelle 12 unter dem Winkel α ausgehenden Bedampfungszone stattfindet.
In F i g. 3 sind die Traversen 5 mit Halterungen 6 versehen, an denen die Linsen 7 befestigt sind, und
zwar so, daß Vorder- und Rückseite für die Bedampfung frei bleiben. An der Lage der Wölbung
der Linsen 7 ist die jeweilige Stellung der verschiedenen Traversen 5 zu erkennen. Die Pfeile 13 weisen
auf die beiden Schaltpunkte hin, an denen die Traversen 5 jeweils um 90° gedreht werden. Die Linsen 7
weisen also bei einer Umdrehung der Trommel mit der Rückseite zum Dampfstrahl, während sie bei
der nächsten Umdrehung ihm die Vorderseite zuwenden.
Es versteht sich, daß die Halterungen für die Gegenstände an den Traversen auf die verschiedenste
Weise gestaltet sein können. Es können beispielsweise Klemmgabeln Anwendung finden, oder die
Traversen können auch als Bleche mit Bohrungen ausgebildet sein, in welche die Gegenstände eingesetzt
werden.
Claims (3)
1. Verfahren zum Bedampfen von kleinen Gegenständen, insbesondere Linsen oder Brillengläser,
mit Quarz oder Metallen unter Hochvakuum, wobei die auf den Traversen einer in einem Kessel rotierenden Trommel befestigten
Gegenstände infolge der Rotation der Trommel mehrmals durch die Bedampfungszone geführt
werden und die Traversen eine Eigendrehung ausführen, dadurch· gekennzeichnet, daß die Traversen bei jeder Umdrehung der
Trommel außerhalb der Bedampfungszone jeweils um 180° gedreht und innerhalb der Bedampfungszone
in Ruhestellung gehalten werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einer
Verdampferquelle und einem Kessel, in welchem eine rotierende Trommel angeordnet ist, die
aus drehbaren und mit Halterungen versehenen Traversen besteht, die in den Stirnseiten der
Trommel gelagert sind und einen Antrieb aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß der An-
trieb aus einem Schrittschaltwerk (9,10,11) besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schrittschaltwerk aus an
den einen Enden (8) der Traversen (5) angeordneten Malteserkreuzen (9) und zwei am feststehenden
Kessel außerhalb der Bedampfungszone befestigten, mit den Armen der Malteserkreuze
(9) zusammenwirkenden Schaltstiften (11) besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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