DE1514101B2 - Hochfrequenz Plasmagenerator - Google Patents
Hochfrequenz PlasmageneratorInfo
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- H05H—PLASMA TECHNIQUE; PRODUCTION OF ACCELERATED ELECTRICALLY-CHARGED PARTICLES OR OF NEUTRONS; PRODUCTION OR ACCELERATION OF NEUTRAL MOLECULAR OR ATOMIC BEAMS
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Description
so daß eine aus einem dichten Strom ionisierten Gases (Ionen und Elektronen) bestehende Plasmaflamme
entsteht, die durch die offene Stirnfläche des Entladungsgefäßes in die Außenluft austritt.
Es ist ein Plasmagenerator bekannt (»Elektronische Rundschau«, 11, 1959, S. 404 bis 406), der
eine Nachweisanordnung für die Messung des Lastreflexionsfaktors besitzt. Dieser Plasmagenerator besteht
aus einem Koaxialentladungsgefäß, das mittels eines die Nachweisanordnung enthaltenden Koaxialwellenleiters
mit einer Hochfrequenzenergiequelle verbunden ist. Die Messung des Lastreflexionsfaktors
erfolgt dabei innerhalb des Anschlußwellenleiters mittels einer geschlitzten Meßleitung. Da die Anschlußleitung
über eine Anpassungsverzweigung an das Entladungsgefäß angekoppelt und der Leitungsweg bis zur Plasmaelektrode relativ lang ist, werden
auf diesem Weg größere Dämpfungen auftreten, so daß die Verhältnisse innerhalb der Anschlußleitung
an der Stelle der geschlitzten Meßleitung unübersichtlich sind. Es ist insbesondere nicht zu entnehmen,
wo und nach welchen Gesichtspunkten die Ankopplungsstelle angeordnet wird. Es ist auch
keine von der Nachweisanordnung betätigte Zündeinrichtung vorgesehen. Eine solche Anordnung hat
unter anderem den Nachteil, daß bei einem zufälligen
Verlöschen der Plasmaentladung infolge einer beliebigen Störung die Belastung plötzlich verschwindet
und folglich eine Schädigung oder gar eine Zerstörung der Hochfrequenzspannungsquelle eintreten
kann (Seite 405; Zeile 4, 5). Außerdem muß die Zündung der Plasmaentladung durch manuelle Bedienung
des Zündleiters vorgenommen werden, indem dieser an die Elektrodenspitze angenähert und
nach der Zündung der Entladung in die Ausgangsstellung zurückbewegt wird. Dies ist außerordentlich
umständlich und erfordert ein hohes Maß an Geschick.
In dem »Taschenbuch der Hochfrequenztechnik«, 1962, S. 467, 468, sind verschiedene Kopplungsanordnungen für Hohlraumresonatoren beschrieben.
Darin ist jedoch keine Kopplungsanordnung gezeigt, die durch ihre besondere Ausbildung speziell in der
vorliegenden Anordnung geeignet verwendet werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Nachweisanordnung in einem Hochfrequenz-Plasmagenerator,
die eine genaue und automatische Überwachung des Brennzustandes des Plasmas gestattet,
um den Generator in einfacher Weise mit großer Genauigkeit zu steuern und vor Schäden zu schützen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Bereich eines Knotens der bei Fehlen
der Plasmaentladung im Koaxialentladungsgefäß auftretenden stehenden Welle eine Sonde der Nachweisanordnung
durch den Außenleiter des Koaxialentladungsgefäßes hindurchreicht und eine Stromnachweisvorrichtung
mit der Sonde verbunden ist für den Nachweis des im Koaxialentladungsgefäß fließenden und von der Sonde abgetasteten elektrischen
Stromes.
Weiter kann eine Plasmaentladungszündeinrichtung mit einem an die Entladungselektrodenspitze
reichenden, gegen dieselbe federgespannten Zündleiter und mit einem Rückstellelement für den Zündleiter
vorgesehen sein, das auf den in der Sonde fließenden Strom anspricht.
Darüber hinaus kann auch eine Schutzschaltung für die Hochfrequenzspannungsquelle angeordnet
werden, wobei an die Plasmanachweisschaltung ein Relais mit Ruhekontakt und Arbeitskontakt angeschlossen
ist, welch letzterer in dem Stromkreis eines verzögerten Relais liegt, und wobei ein Arbeitskontakt des verzögerten Relais in Reihe mit dem
Ruhekontakt in dem Stromkreis eines Schaltrelais liegt, dessen Ruhekontakt in die Spannungszuleitung
für die Hochfrequenzspannungsquelle eingefügt ist. ίο Der mit der Erfindung erzielbare Vorteil besteht
insbesondere darin, daß sich die Meßgröße dadurch, daß beim Zünden des Plasmas die stehende Welle
sehr stark gedämpft wird und folglich die Feldstärke an der Stelle der Sonde stark zunimmt, sehr stark
ändert, wodurch eine genaue und sehr empfindliche Messung des Brennzustandes des Plasmas gewährleistet
ist. Da sich das Erlöschen der Plasmaentladung mit dieser Vorrichtung mit großer Sicherheit
sofort erfassen läßt, kann auch die Speisespannung für die Hochfrequenzspannungsquelle
beim Verlöschen der Entladung sofort abgeschaltet werden, wodurch die Spannungsquelle geschützt
wird.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, »5 daß bei einem zufälligen Verlöschen der Plasmaentladung
die Zündeinrichtung sofort wieder automatisch betätigt wird, wodurch der Entladungsvorgang ohne wesentliche Unterbrechung automatisch
aufrechterhalten wird und ein überlastungsfreier Betrieb der Hochfrequenzspannungsquelle gewährleistet
ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 und 2 jeweils vereinfachte Seiten- und Stirnansichten der wesentlichen Bauteile einer bevorzugten
Ausführungsform eines Hochfrequenz-Plasmagenerators,
Fig. 3 eine geschnittene Seitenansicht im Ausschnitt
längs der Linie IH-III in Fig. 2 zur Darstellung
des Koaxialentladungsgefäßes und eines Teils des Rechteckwellenleiters,
Fig. 4 ein Schaltbild des Stromkreises für die
automatische Zündeinrichtung,
F i g. 5 ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels
der Schutzschaltung für die Hochfrequenzspannungsquelle und
Fig. 6 ein Schaltbild, teilweise in Blockform, einer automatischen Steuerschaltung.
Zu dem in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellten
Hochfrequenz-Plasmagenerator gehören im wesentlichen eine Hochfrequenzspannungsquelle 1 mit einer
Hochfrequenzoszillatorröhre, beispielsweise einem Magnetron, ein als Hochfrequenzübertragungsweg
dienender Wellenleiter 2, in dem dargestellten Beispiel ein Rechteckwellenleiter, und ein Koaxialwellenleiter
3, der als Entladungsgefäß und gleichzeitig als Hochfrequenzübertragungsweg dient.
Die Außenwandung des Koaxialwellenleiters 3 besteht aus einem rohrförmigen Außenleiter 8a und
einer rohrförmigen Verlängerung 10 aus einem Isolatorstoff, die durch den Rechteckwellenleiter 2 hindurchreicht.
Ein Innenleiter 8 liegt koaxial innerhalb des Außenleiters 8a und dessen Verlängerung 10 und
endigt oben in eine Entladungselektrode 9. Der Koaxialwellenleiter 3 besitzt bodenseitig einen Entladungsgaseinlaß
4.
Der Koaxialwellenleiter 3 besitzt ferner eine Ent-
ladungszündeinrichtung 6, die sich in der Nähe der
äußersten Entladungselektrodenspitze 9 befindet, sowie eine Nachweisanordnung 7 zur Erfassung des
Entladungszustandes.
Der als Hochfrequenzübertragungsweg dienende Wellenleiter 2 ist nicht unbedingt ein Rechteckwellenleiter,
es ist auch ein Wellenleiter jeder anderen Form brauchbar, der sich an den Koaxialwellenleiter
3 ankoppeln läßt, damit Hochfrequenzleistung in die Plasmaentladung an der Entladungselektrodenspritze
9 eingespeist wird.
Beim Betrieb dieses Hochfrequenz-Plasmagenerators fließt Hochfrequenzleistung (zwischen einigen
hundert Watt bis zu einigen kW bei einer Frequenz zwischen einigen hundert MHz bis zu einigen tausend
MHz) von der Hochfrequenzspannungsquelle 1 durch den Rechteckwellenleiter 2 und tritt in das
Entladungsgefäß ein, das aus dem senkrecht in den Wellenleiter eingesetzten Koaxialwellenleiter 3 besteht,
damit in dem Innenleiter 8 des Koaxialwellenleiters 3 ein Hochfrequenzstrom erregt wird. Dieser
Hochfrequenzstrom führt zur Ausbildung eines elektromagnetischen Hochfrequenzfeldes innerhalb
des Koaxialwellenleiters 3, und in der Elektrode 9 am Ende des Innenleiters 8 wird eine Hochfrequenz-Hochspannung
erregt.
Sobald dann ein geeignetes Entladungsgas (beispielsweise Argon, Stickstoff, Wasserstoff, Sauerstoff,
Luft, Helium, Stadtgas oder Propan) durch den Einlaß 4 in das Entladungsgefäß eingeleitet wird, nähert
man mittels einer Entladungszündeinrichtung 6. einen Zündleiter der Elektrodenspitze 9, was weiter unten
im einzelnen erläutert wird, so daß sich zwischen dem Zündleiter und der Elektrodenspitze eine Hochfrequenzentladung
ausbildet. Sobald die Entladung in dieser Weise gezündet ist, bleibt sie bestehen, auch
wenn der Zündleiter von der Elektrodenspitze in seine Ausgangsstellung zurückgezogen wird. Diese
Hochfrequenzbogenentladung führt zu einer fortgesetzten Ionisation des Entladungsgases, das unter
Bildung einer Plasmaflamme 5 in die Außenluft austritt.
Da die so erzeugte Plasmaflamme eine sehr hohe Temperatur besitzt (zwischen 5000 und 20 000° C),
ist sie für zahlreiche, oben bereits genannte Anwendungen brauchbar.
Wenn beispielsweise diese Plasmaflamme als Wärmequelle für die Strahlungsanregung von spektralanalytischen
Proben dienen soll, wird zuerst jede Probe auf die Elektrodenspitzen 9 aufgebracht oder
als Lösung zubereitet, die nach Zersprühen zusammen mit dem Entladungsgas durch den Einlaß 4 in
das Plasma 5 geführt wird. Die Probe erfährt in dem Hochtemperaturplasma 5 eine Dissoziation, und es
werden die Linienspektren der elementaren Bestandteile der Probe emittiert. Durch Ausmessen dieser
Linienspektren kann sodann die Zusammensetzung der Probe analysiert werden.
Nach F i g. 3 ist innerhalb des Koaxialentladungsgefäßes 3 eine aus dem einfallenden und reflektierten
Wellen zusammengesetzte stehende Welle vorhanden, und der Reflexionsgrad der einfallenden Welle variiert
entsprechend dem Vorhandensein oder Fehlen des Entladungsplasmas 5. Durch Einführen einer
Sonde 11 in den Innenraum des Koaxialentladungsgefäßes bei einem Knotenpunkt der stehenden Welle
zu einem Zeitpunkt, wo keine Plasmaentladung auftritt, und durch Ermittlung der elektrischen Feldstärke
an dem Sondeneinführungspunkt mittels des durch die Sonde 11 fließenden elektrischen Stromes
ist es deshalb möglich, das Vorhandensein oder das Fehlen der Plasmaentladung festzustellen. Weiterhin
können durch Abgabe geeigneter, von dieser Stromänderung abhängiger Signale der Zündvorgang und
eine Schutzschaltung für die Hochfrequenzspannungsquelle ausgelöst werden.
In dem Ausführungsbeispiel nach der F i g. 3 besteht die Nachweisanordnung 7 für den Entladungszustand
aus einem Koaxialresonator 12, aus dem eine Sonde 11 in den Innenraum des Entladungsgefäßes hineinragt.
Ein in dieser Sonde 11 fließender Strom wird zu dem Innenleiter 13 des Koaxialresonators 12 weitergegeben
und über eine Auskoppelschleife 14 abgenommen, die an eine in einem Isolatorteil 15 sitzende
Kristalldiode 16 angeschlossen ist. Die Kristalldiode 16 richtet diesen Strom gleich, der über die Koaxialausgangsklemmen
17 abgegeben wird.
Die Sonde 11 kann an einer beliebigen Stelle innerhalb des Koaxialentladungsgefäßes eingeführt
werden, insbesondere geeigneterweise an einem Knotenpunkt der stehenden Welle. Ein solcher Punkt
wird in dem erfindungsgemäßen Plasmagenerator der unten beschriebenen Art verwendet.
Solange die Hochfrequenzspannungsquelle 1 Leistung liefert und an der Elektrode 9 eine Hochfrequenzspannung
anliegt, jedoch eine Plasmaentladung noch nicht gezündet ist, wird das Hochfrequenzfeld
an der offenen Stirnfläche des Entladungsgefäßes 3 reflektiert, und innerhalb des Entladungsgefäßes
3 bildet sich eine stehende Welle aus. Da die Sonde 11 in einem Knotenpunkt dieser
stehenden Welle liegt, fließt kein Strom durch die Sonde 11, und infolgedessen fließt kein Ausgangsstrom
durch die Ausgangsklemmen 17, bis eine Plasmaentladung gezündet wird. Hierbei entspricht
der Knotenpunkt der stehenden Welle einem Punkt minimaler Spannung der stehenden Welle.
Wenn dann eine Plasmaentladung 5 vorhanden ist, wird die Hochfrequenzleistung in diesem Plasma 5
aufgezehrt und die Reflexion an der offenen Stirnfläche des Entladungsgerätes stark herabgesetzt.
Folglich tritt am Ort der Sonde 11 ein elektrisches Feld auf, so daß innerhalb der Sonde 11 ein Hochfrequenzstrom
fließt.
Dieser Strom fließt durch den Innenleiter 13 des Koaxialresonators 12 und erregt denselben, so daß
sich innerhalb desselben ein elektromagnetisches Hochfrequenzfeld ausbildet. Dieses elektromagnetische
Hochfrequenzfeld induziert in der Auskoppelschleife 14 einen Hochfrequenzstrom, der durch die
Kristalldiode 16 gleichgerichtet wird, so daß man an der Koaxialausgangsklemme 17 eine Ausgangsgleichspannung
abnehmen kann.
Wenn also die Plasmaentladung 5 nicht vorhanden ist, ist auch an den Ausgangsklemmen 17 keine Ausgangsspannung
vorhanden. Somit kann man durch das Vorhandensein bzw. Fehlen dieses Ausgangsstromes
das Vorhandensein bzw. Fehlen der Plasmaentladung erfassen. Zudem kann dieser Strom zur
Auslösung verschiedener automatischer Steuer- und Schaltvorgänge dienen.
Ein Anwendungsbeispiel dieser Nachweisanordnung 7 für den Entladungszustand ist in der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform zur Verwendung in Verbindung mit einer
automatischen Plasmaentladungszündeinrichtung erläutert.
Nach F i g. 3 besteht die Entladungszündeinrichtung 6 aus einer Betätigungsvorrichtung, die einen
Zündleiter 30 mit einer Nadelspitze gegen die Elektrodenspitze 9 hin und von derselben weg bewegt.
Der Zündleiter 30 wird mittels einer Feder 28 ständig in Richtung auf die Elektrode 9 hin gespannt
und ist so ausgerichtet, daß die Nadelspitze an die Elektrodenspitze 9 angenähert bzw. mit derselben in
Berührung gebracht werden kann. Die Betätigungsvorrichtung ist so aufgebaut, daß der Zündleiter 39
nur dann von der Elektrodenspitze 9 abgezogen wird, wenn ein scheibenförmiger, auf dem Zündleiter 30
sitzender Anker 29 von einem Elektromagneten 27 angezogen wird, der seinerseits zwecks Überwindung
der Federspannung durch eine Spule 26 erregt wird. Die Spule 26 wird über die Anschlußklemmen 24
und 25 mit Strom versorgt.
Infolge dieser Anordnung der Entladungszündeinrichtung wird der Elektromagnet 27 unmittelbar
nach Zündung der Entladung erregt und zieht den Zündleiter 30 von der Elektrode 9 ab, wenn bei in
der Nähe der Elektrode 9 befindlichem oder an derselben anliegendem Zündleiter 30 eine Hochfrequenzspannung
in die Elektrodenspitze eingespeist wird.
Für den in F i g. 4 gezeigten Schaltkreis zur automatischen Betätigung des vorstehend beschriebenen
Entladungszündvorganges ist eine Gleichspannungsquelle 22 zur Versorgung der Erregungsspule 26 des
Elektromagneten 27 zum Anzug des Zündleiters 30 vorgesehen, und ein Relais 20 mit einem Ein-Aus-Schaltkontakt
21 dient zum Abschalten und Durchschalten dieses Stromkreises. Der Ausgangsstrom
der Koaxialausgangsklemmen 17 der Entladungsnachweisanordnung 7 wird über ein Koaxialkabel 18
in das Relais 20 eingespeist, das durch diesen Strom erregt wird. Falls der Ausgangsstrom der Ausgangsklemmen
17 zu niedrig ist, kann man einen Verstärker 19 vorsehen.
In diesem Schaltkreis wird das Relais 20 jeweils dann erregt, wenn ein Ausgangsstrom zwischen den
Klemmen 17 fließt und den Kontakt 21 zum Anzug bringt, so daß die Erregerspule 26 des Elektromagneten
durchflutet wird. Solange also keine Plasmaentladung vorhanden ist, ist der Relaiskontakt
21 abgefallen. Folglich wird der Elektromagnet 27 nicht erregt, und der Zündleiter 30 befindet sich
infolge der Wirkung der Feder 28 in der Nähe oder in Berührung mit der Elektrode 9.
Wenn bei Verwendung einer Entladungszündeinrichtung der oben beschriebenen Art die Hochfrequenzspannungsquelle
erregt wird und eine Hochfrequenz-Hochspannung in der Elektrodenspitze 9 induziert wird, springt ein Lichtbogen zwischen der
Elektrode 9 und dem Zündleiter 30 über, und eine Hochfrequenzentladung wird gezündet. Sobald damit
eine Plasmaentladung erzeugt wird, fließt ein Strom in der Sonde 11, und das Relais 20 spricht im Sinne
einer Erregung des Elektromagneten 27 an, damit der Zündleiter 30 von der Elektrode 9 abgezogen
wird. Wenn die Plasmaentladung 5 einmal in dieser Weise erzeugt ist, verlöscht sie nicht mehr, auch
nicht nach Zurückziehung des Zündleiters, sondern bleibt infolge der hohen Eigenleitfähigkeit des
Plasmas stationär.
Wenn zur Betriebsunterbrechung dieses Plasmagenerators die erzeugte Plasmaentladung willkürlich
gelöscht werden soll, wird die Hochfrequenzenergiezufuhr von der Hochfrequenzspannungsquelle 1 zu
dem Entladungsgefäß abgeschaltet. Gleichzeitig mit dem Verlöschen der Entladung hebt der Relaiskontakt
21 ab, und der Zündleiter 30 wird wieder in Zündstellung gebracht.
Zu anderen Zeitpunkten als der Entladungsunterbrechung kann ein unerwartetes Vorkommnis (beispielsweise
eine plötzliche Änderung der Ausgangsleistung der Hochfrequenzspannungsquelle) zu einem
unerwünschten Verlöschen der Entladung führen. In einem solchen Fall bewegt sich der Zündleiter 30
ebenfalls in seine Zündstellung, und der Zündvorgang wiederholt sich automatisch. Sobald dann
der Generator wieder seinen Normalzustand erreicht hat, wird die Plasmaentladung sofort wiedergezündet.
Manchmal kann die Ursache der Entladungslöschung so außergewöhnlicher Art sein, daß der
Generator nicht leicht in seinen Normalzustand zurückfindet, und auch durch Wiederholung des Zündvorgangs
kann die Plasmaentladung nicht erzeugt werden. Beispielsweise kann ein Ausfall in dem
Entladungsgaszufuhrteil auftreten und den Entladungsgasstrom unterbrechen, oder auch eine un-
s5 gewöhnliche Steigerung der Gasströmung kann die
Erzeugung der Entladung verhindern.
In einem solchen Fall arbeitet die Hochfrequenzspannungsquelle 1 im Leerlauf, und die Hochfrequenzenergie
wird zumeist völlig reflektiert. Nach Rückkehr in die Spannungsquelle 1 verwandelt sie
sich in Joulesche Wärme. Wenn dieser Zustand eine gewisse Zeit andauert, besteht die Gefahr, daß die
Hochfrequenzspannungsquelle eine Schädigung erleidet, beispielsweise ein Durchbrennen der Heizung
oder ein Schmelzen von Glasteilen. Nach der vorliegenden Erfindung läßt sich jedoch die Hochfrequenzspannungsquelle
1 gegen solche Beschädigungen auf folgende Weise schützen.
Bei einem Ausführungsbeispiel einer Schutzschaltung für die Spannungsquelle 1 sind nach F i g. 5
Eingangsklemmen 23 vorgesehen, die an eine Wechselspannungsquelle von Netzfrequenz angeschlossen
werden, ferner Ausgangsklemmen 31 für eine Gleichhochspannung zur Erregung der Hochfrequenzspannungsquelle
1 (beispielsweise in Form eines Magnetrons mit geerdeter Anode) sowie die Koaxialanschlußklemmen 17 der beschriebenen
Nachweisanordnung 7 für den Entladungszustand. In dieser Schaltung liegt eine zwischen den Klemmen
31 vorherrschende Gleichhochspannung zwischen Anode und Kathode des nicht dargestellten Magnetrons
an, so daß die Spannungsquelle erregt wird und arbeitet. Diese Schaltung arbeitet in folgender
Weise.
Zunächst wird dauernd eine Eingangswechselspannung von Netzfrequenz an die Eingangsklemmen
23 angelegt. Zur Zündung wird ein Druckknopfschalter 32 niedergedrückt, so daß das Relais 33 im
Sinne eines Anzugs der Kontakte 34 und 35 anspricht. Der Kontakt 34 dient als Selbsthaltekontakt
für das Relais 33, und gleichzeitig liegt infolge des Anzugs des Kontaktes 35 die Eingangswechselspannung
an der Primärseite eines Hochspannungstransformators 50 an, so daß zwischen den Klemmen 31
eine Gleichhochspannung erzeugt wird, die zur Erregung der Hochfrequenzspannungsquelle 1 dient.
Wenn im weiteren die Plasmaentladung 5 gezündet ist, wird an den Koaxialausgangsklemmen 17 ein
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Ausgangsgleichstrom abgegeben, durch den ein Relais 36 erregt wird und einen Arbeitskontakt 37 anzieht
sowie einen Ruhekontakt 38 abhebt. Der Anzug des Kontaktes 37 führt zur Erregung eines langsam
ansprechenden oder verzögerten Relais 39, dessen Kontakt 40 angezogen wird, doch da der
Kontakt 38 vor dem Anzug des Kontaktes 40 völlig abgehoben ist, fließt kein Strom durch ein Schaltrelais
41, das mit dem Arbeitskontakt 40 in Reihe liegt und dessen Ruhekontakt 42 in leitendem Zustand
bleibt.
Die Plasmaentladung bleibt bestehen, wobei sich die Schutzschaltung in dem beschriebenen Zustand
befindet. Wenn jedoch die Plasmaentladung infolge einer der oben beschriebenen Ursachen verlöscht,
verschwindet der Ausgangsstrom der Koaxialausgangsklemmen 17, und es fließt kein Strom mehr
durch das Relais 36, so daß der Ruhekontakt 38 mit dem Gegenkontakt in Anlage kommt und der Arbeitskontakt
37 abhebt.
Da jedoch das Relais 39 verzögert anspricht, wird das Abheben des Kontaktes 40 bis nach Schließen
des Ruhekontaktes 38 verzögert. Demzufolge wird das Schaltrelais 41 während der Dauer zwischen
dem Leitendwerden des Ruhekontaktes 38 und dem Abheben des Kontaktes 40 erregt und hebt den
Ruhekontakt 42 ab. Folglich wird das Selbsthalterelais 33 stromlos, und die Kontakte 34 und 35
fallen ab. Dadurch wird die Leistungszufuhr für die Hochfrequenzspannungsquelle 1 abgeschaltet, und
die Spannungsquelle wird dadurch vor einem Leerlaufbetrieb geschützt.
Da bei Verwendung der Schaltung nach F i g. 5 ein automatischer Schutz der Spannungsquelle 1 bei
Verlöschen der Entladung erfolgt, ist die Benutzung der oben beschriebenen Entladungszündeinrichtung
nicht erforderlich. Wenn bei der Schaltung nach Fig. 5 die Entladung willkürlich unterbrochen werden
soll, wird die Wechselspannungszufuhr zu den Eingangsklemmen 23 unterbrochen.
Während die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele Fälle betreffen, wo eine automatische Entladungszündeinrichtung
und eine Schutzschaltung für die Hochfrequenzspannungsquelle jeweils unabhängig voneinander benutzt werden, kann man dieselben
selbstverständlich auch kombiniert anwenden. Ein Ausführungsbeispiel für eine derartige Schutzschaltung
zur automatischen Steuerung ist in dem Schaltbild der Fig. 6 dargestellt.
Innerhalb dieser Schaltung ist ein Gleichhochspannungsgerät 43 mit Wechselstromnetzeinspeisung
zur Erzeugung einer Gleichhochspannung vorgesehen. Dieses Gerät 23 besitzt Wechselspannungseingangsklemmen
23, die mit einer nicht dargestellten Netzspannungsquelle verbunden werden können,
und Ausgangsklemmen 31 zur Abgabe einer Gleichhochspannung, die an Anode und Kathode eines
nicht dargestellten Magnetrons mit geerdeter Anode angeschlossen werden, das als Hochfrequenzspannungsquelle
dient.
Zu dem Steuerkreis dieser Schutzschaltung nach F i g. 6 gehören ein an die Ausgangsklemmen 17
angeschlossenes und von denselben erregtes Relais RA, dessen einer Arbeitskontakt ra t zur Schaltung
des Erregungsstromkreises der Elektromagnetenspule 26 dient, ferner zwischen den Eingangsklemmen
23 und dem Gerät 43 parallel zu den Netzspannungszuleitungen eingeschaltete Relais R11, Rc,
RD, RE und RF, die jeweils mehrere im folgenden
noch beschriebene Kontakte haben. Die Relais Rc, R0 und RE sprechen langsam bzw. verzögert an. Ein
Motor 44 liegt ebenfalls parallel zu den Netzspannungszuleitungen,
und ein Drehschalter ist antriebsmäßig mit dem Motor 44 gekoppelt. Dieser Steuerkreis
arbeitet in folgender Weise.
Wenn zunächst keine Plasmaentladung 5 erzeugt wird, erscheint keine Ausgangsspannung an den
ίο Koaxialausgangsklemmen 17 der Entladungszustandsnachweisanordnung
7, und das Relais RA wird nicht erregt. Folglich ist der Arbeitskontakt r„ t des Relais
RA abgehoben, so daß kein Strom durch die an die Klemme 24 und 25 angeschlossene Elektromagnetenspule
26 fließt. Deshalb ist der Zündleiter 30 nach F i g. 3 unter dem Druck der Feder 28 in
einer Stellung in der Nähe der Elektrode 9. Da ferner auch das Relais RB unerregt ist, ist der Arbeitskontakt rb j abgehoben, und damit arbeitet die Hoch-
frequenzspannungsquelle 1 nicht. Der Plasmagenerator befindet sich in ausgeschaltetem Zustand.
Nunmehr wird der Steuerkreis zur Zündung der Plasmaentladung in folgender Weise betätigt. Als '
erstes wird der Druckknopfschalter 46 niedergedrückt, so daß das Relais RB erregt wird und den
Arbeitskontakt rb l und gleichzeitig den Selbsthaltekontakt
rb 2 anzieht. Folglich wird die Netzwechselspannung
in das -Gerät 43 eingespeist, dessen Gleichhochspannung die Hochfrequenzspannungsquelle
1 erregt, so daß eine Hochfrequenzhochspannung in der Elektrodenspitze 9 (Fig. 3) induziert
wird.
Da sich zu diesem Zeitpunkt der Zündleiter 30 in der Nähe der Elektrode 9 befindet, springt zwischen
denselben ein Lichtbogen über, und eine Hochfrequenzplasmaentladung 5 wird erzeugt. Während
dieses Zeitabschnitts wird selbstverständlich ununterbrochen Entladungsgas durch den Einlaß 4 in
das Entladungsgefäß eingeleitet.
Nach Erzeugung der Plasmaentladung 5 fließt ein Strom durch die Sonde 11, und eine Ausgangsgleichspannung
wird an den Koaxialausgangsklemmen 17 erzeugt. Erforderlichenfalls kann diese Ausgangsspannung
mittels eines Verstärkers 19 verstärkt ( werden und in das Relais RA zwecks Erregung desselben
eingespeist werden. Dasselbe zieht die Arbeitskontakte rav ra„ und ra4 an und läßt die Ruhekontakte
ras und ra5 abfallen. Der Anzug des Kontaktes
ral ermöglicht eine Erregung der Elektromagnetenspule
26 durch eine Spannungsquelle 22, damit der Zündleiter 30 von der Elektrode 9 weggezogen
wird. Wie bereits gesagt, brennt jedoch die Plasmaentladung 5 stationär.
Der Anzug des Kontaktes ra , führt zur Erregung
des verzögerten Relais Rc und zum Anzug der Arbeitskontakte
rc j und rc 2, wobei der Kontakt rc ί als
Selbsthaltekontakt für das Relais Rc dient. Da das
Relais R c verzögert anspricht, wird der Kontakt rc2
erst nach völligem Abheben des Kontaktes r„ 3 angezogen.
Folglich wird das Relais R0 nicht erregt, und die Plasmaentladung brennt in diesem im folgenden
als »Entladungszustand F1« bezeichneten Zustand des Steuerkreises stationär weiter.
Wenn die Plasmaentladung aus einem beliebigen Grund verlöscht, verschwindet die Ausgangsspannung
der Klemmen 17, und das Relais RA wird stromlos, so daß alle Kontakte rav ra2, rav r„4
und T11. in Ruhestellung zurückkehren. Das heißt,
11 12
die Kontakte ral, ra2 und rai fallen ab, und die jeweils nach einer Zündung wieder verlöscht, wird
Kontakte ra% und ras kommen in Durchlaßstellung. das Relais RA vor Trennung des Selbsthaltekreises
Infolge des Abhebens des Kontaktes ra 1 wird die des verzögerten Relais RE mittels des Drehschalters
Elektromagnetenspule 26 stromlos, und der Zünd- 45 stromlos, so daß der Ruhekontakt ra 5 in Durchleiter
30 nähert sich wieder zwecks Wiederzündung S laßzustand kommt. Dadurch wird das Relais RF erder
Plasmaentladung der Elektrode 9. In diesem regt, und der Ruhekontakt r, innerhalb der Speise-Augenblick
führt das Zurückfallen des Ruhe- Spannungszuleitung des Gerätes 43 wird abgehoben.
kontaktesrO3 in leitende Stellung zu einer Erregung Dadurch wird die Spannungsversorgung der Hochdes
verzögerten Relais RD, was zum Anzug des frequenzspannungsquelle 1 unterbrochen, und die
Selbsthaltekontaktes rd x und gleichzeitig zum Anzug io Hochfrequenzspannungsquelle wird hierdurch gegen
der Arbeitskontakte rd2 und rd3 führt. einen Leerlaufbetrieb geschützt. Gleichzeitig werden
Wenn in diesem Zeitpunkt des Wiederzündens alle Relais stromlos, und der Steuerkreis stellt sich
der Plasmaentladung der Plasmagenerator wieder in in den genannten Ruhezustand ein.
seinen normalen Arbeitszustand zurückkehrt, wird Wenn nach Beseitigung der Ursache dieses regeldie Plasmaentladung 5 wieder gezündet, und das 15 widrigen Zustandes des Plasmagenerators die Relais RA wird von neuem erregt, so daß die Kon- Plasmaentladung von neuem gezündet werden soll, takte rav ra2 und rai anziehen und die Kontakte ra3 ist es lediglich erforderlich, den Druckknopfschalter und ras abfallen. Infolge des Anzugs des Kontaktes 46 niederzudrücken.
seinen normalen Arbeitszustand zurückkehrt, wird Wenn nach Beseitigung der Ursache dieses regeldie Plasmaentladung 5 wieder gezündet, und das 15 widrigen Zustandes des Plasmagenerators die Relais RA wird von neuem erregt, so daß die Kon- Plasmaentladung von neuem gezündet werden soll, takte rav ra2 und rai anziehen und die Kontakte ra3 ist es lediglich erforderlich, den Druckknopfschalter und ras abfallen. Infolge des Anzugs des Kontaktes 46 niederzudrücken.
Ta1 wird der Zündleiter 30 wieder von der Elek- Wenn die Plasmaentladung unabhängig von einer
trode 9 abgezogen, und entsprechend dem neuer- ao regelwidrigen Arbeitsweise des Plasmagenerators
liehen stationären Brennzustand der Plasmaentla- willkürlich gelöscht werden soll, um den Plasma-
*"\ dung führt der Anzug des Kontaktes ra 4 zu einer generator stillzusetzen, wird ein Leistungstrenn-
' Erregung des verzögerten Relais RE, so daß sein schalter, beispielsweise ein handbetätigter Schalter
Ruhekontakt re t abfällt und die Arbeitskontakte re 2, 47, geöffnet.
re3 und rei angezogen werden. Der Kontakt re, 35 Wie man an Hand der vorstehenden Beschreidient
als Selbsthaltekontakt für das Relais RE, und bung hinsichtlich bevorzugter Ausführungsformen
der Abfall des Kontaktes re t macht das verzögerte der Erfindung erkennt, erfolgen Zündung, Brenn-Relais
RD stromlos, so daß dessen Kontakte rd v rd 2 steuerung und Wiederzündung der Plasmaentladung
und rd% in Ruhestellung zurückgehen. des Plasmagenerators nach der Erfindung automa-Zu
diesem Zeitpunkt ist das Relais RF nicht er- 30 tisch, und die Stillsetzung des Generators kann in
regt, da der Kontakt re3 erst nach Abfallen des einfacher Weise durchgeführt werden. Demzufolge
Kontaktes ra 5 angezogen wird, jedoch wird der Mo- wird die Betriebsweise des Generators stark vereinter
44 infolge des Anzugs des Kontaktes re 4 in Gang facht, und außerdem wird die erzeugte Plasmagesetzt. Wenn dann die Entladung im Normal- entladung stabil.
zustand stationär bleibt, dreht sich der mit dem 35 Wenn dann eine regelwidrige Arbeitsbedingung
Motor 44 gekoppelte Drehschalter 43 und unter- innerhalb des Plasmagenerators auftritt, so daß die
bricht den Selbsthaltestromkreis des Relais RE, das Entladung in der Wiederzündphase nicht gezündet
dadurch stromlos wird. Infolgedessen kehren die werden kann, wird die Leistungszufuhr für die Hoch-Kontakte
rev re2, re3 und rei in ihre Ruhezustände frequenzspannungsquelle 1 automatisch abgeschaltet,
zurück, und die "Anordnung stellt sich in den Ent- 40 und dadurch wird verhindert, daß die Hochfrequenzladungszustand
P1 ein. Auf diese Weise laufen Zün- Spannungsquelle längerdauernd im Leerlauf arbeitet,
dung, stationäres Brennen und Wiederzündung der Dadurch wird eine schwerwiegende Schädigung
Plasmaentladung automatisch ab. der Hochfrequenzspannungsquelle verhindert, und
^ Wenn andererseits die Arbeitsbedingungen des gleichzeitig wird die Verlustleistung herabgesetzt.
Plasmagenerators völlig regelwidrig werden und 45 Somit ist der erfindungsgemäße Hochfrequenzwenn
sich der Wiederzündvorgang wiederholt, wobei entladungs-Plasmagenerator für die zahlreichen oben
keine Plasmaentladung erzeugt wird bzw. dieselbe aufgezählten Verwendungen sehr vorteilhaft.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Hochfrequenz-Plasmagenerator mit einer 5
Hochfrequenzspannungsquelle, einem Koaxialentladungsgefäß aus einem koaxial angeordneten
Innen- und Außenleiter in Form eines Koaxialwellenleiters mit mindestens einer, gegen die Die Erfindung bezieht sich auf einen Hoch-Atmosphäre
hin offenen Stirnfläche, wobei der io frequenz-Plasmagenerator mit einer Hochfrequenz-Innenleiter
eine an der offenen Stirnfläche Spannungsquelle, einem Koaxialentladungsgefäß aus
endende nadeiförmige Spitze hat, einen Wellen- einem koaxial angeordneten Innen- und Außenleiter
leiter zur Übertragung der Hochfrequenzenergie in Form eines Koaxialwellenleiters mit mindestens
von der Hochfrequenzspannungsquelle in das einer, gegen die Atmosphäre hin offenen Stirnfläche,
Koaxialentladungsgefäß und einer Nachweis- 15 wobei der Innenleiter eine an der offenen Stirnfläche
anordnung für die übertragene Hochfrequenz- endende nadeiförmige Spitze hat, einem Wellenleiter
energie, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung der Hochfrequenzenergie von der
im Bereich eines Knotens der bei Fehlen der Hochfrequenzspannungsquelle in das Koaxial-Plasmaentladung
im Koaxialentladungsgefäß auf- entladungsgefäß sowie einer Nachweisanordnung tretenden stehenden Welle eine Sonde (11) der 20 für die übertragene Hochfrequenzenergie.
Nachweisanordnung (7) durch den Außenleiter Bei einem derartigen Hochfrequenz-Plasmagene-(8 a) des Koaxialentladungsgef äßes (3) hindurch- rator wird in einem geeigneten Entladungsstrom eine reicht und eine Stromnachweisvorrichtung (12 Hochfrequenzentladung erzeugt, wodurch das Ent- (( bis 18) mit der Sonde (11) verbunden ist für ladungsgas ionisiert und eine Plasmaflamme aus den Nachweis des im Koaxialentladungsgefäß 25 ionisiertem Gas von außerordentlich hoher Tempe-(3) fließenden und von der Sonde abgetasteten ratur erhalten wird,
elektrischen Stromes. Da die in einem derartigen Plasmagenerator er-
Nachweisanordnung (7) durch den Außenleiter Bei einem derartigen Hochfrequenz-Plasmagene-(8 a) des Koaxialentladungsgef äßes (3) hindurch- rator wird in einem geeigneten Entladungsstrom eine reicht und eine Stromnachweisvorrichtung (12 Hochfrequenzentladung erzeugt, wodurch das Ent- (( bis 18) mit der Sonde (11) verbunden ist für ladungsgas ionisiert und eine Plasmaflamme aus den Nachweis des im Koaxialentladungsgefäß 25 ionisiertem Gas von außerordentlich hoher Tempe-(3) fließenden und von der Sonde abgetasteten ratur erhalten wird,
elektrischen Stromes. Da die in einem derartigen Plasmagenerator er-
2. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach An- zeugte Plasmaflamme eine sehr hohe Temperatur
Spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde besitzt, wird sie in weitem Umfang verwendet, bei-
(11) als Innenleiter in einen Koaxialresonator 30 spielsweise als Wärmequelle für verschiedene Be-
(12) hineinragt, in dem eine mit einer Diode arbeitungsverfahren, wie Schneiden, Schweißen,
(16) verbundene Auskoppelschleife (14) ange- Schmelzen und Verdampfungsniederschlagsbildung
ordnet ist. von Metallen oder für die Kristallherstellung, für
3. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach An- zahlreiche chemische Hochtemperaturreaktionen und
spruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine 35 zur Aufheizung spektralanalytischer Proben, um eine
Plasmaentladungszündeinrichtung (6) mit einem angeregte Emission derselben zu erhalten.
an die Entladungselektrodenspitze (9) reichenden, Ein Hochfrequenz-Plasmagenerator der genannten
gegen dieselbe federgespannten Zündleiter (30) Art umfaßt im wesentlichen ein rohrförmiges als
und mit einem Rückstellelement (26) für den Durchleitung für das Entladungsgas dienendes Ent-
Zündleiter (30), das auf den in der Sonde (11) 40 ladungsgefäß mit mindestens einer in die Außenluft
fließenden Strom anspricht. . mündenden offenen Stirnfläche, einer koaxial darin
4. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach An- angeordneten Elektrode, deren Entladungsspitze
spruch 3, gekennzeichnet durch ein in dem Aus- gegen die offene Stirnfläche gerichtet ist, wobei zwigangskreis
der Plasmanachweisschaltung (14, 16) sehen der Innenwandung des Entladungsgefäßes und
liegendes Relais (20), dessen Arbeitskontakt (21) 45 der Elektrode ein ringförmiger Strömungsweg für
in dem Stromkreis der Rückstellspule (26) liegt, das Entladungsgas gebildet wird, ferner eine Einlaßdie
mit einem den Zündleiter (30) tragenden einrichtung für das Entladungsgas, damit dasselbe
Anker (29) zusammenwirkt. gegen die Entladungselektrodenspitze, dieselbe um-
5. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach einem gebend, strömt und aus der offenen Stirnfläche in
der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch 50 die Außenluft austritt, sowie eine Einspeisungseine
Schutzschaltung für die Hochfrequenz- einrichtung für die Hochfrequenzleistung in das
Spannungsquelle (1), wobei an die Plasma- Entladungsgefäß, damit eine Hochfrequenz-Hochnachweisschaltung
ein Relais (36) mit Ruhe- spannung in der Entladungselektrodenspitze induziert kontakt (38) und Arbeitskontakt (37) angeschlos- wird.
sen ist, welch letzterer in dem Stromkreis eines 55 Beim Betrieb des beschriebenen Generators wird
verzögerten Relais (39) liegt, und wobei ein Ar- in der Entladungselektrodenspitze eine Hoch-
beitskontakt (40) des verzögerten Relais in Reihe frequenz-Hochspannung induziert, wobei das Ent-
mit dem Ruhekontakt (38) in dem Stromkreis ladungsgas in diesem Betriebszustand ununterbrochen
eines Schaltrelais (41) liegt, dessen Ruhekontakt die Entladungselektrodenspitze umströmt. Dann
(42) in die Spannungszuleitung für die Hoch- 60 wird mittels einer geeigneten Zündung, beispiels-
frequenzspannungsquelle eingefügt ist. weise durch Nähern eines Zündleiters an die Elek-
6. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach einem trodenspitze eine Hochfrequenzentladung an der
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, Elektrodenspitze erzeugt, damit das Entladungsgas
daß die eine automatische Steuerschaltung ein durch diese Hochfrequenzentladung ionisiert wird
verzögertes Relais (R1,) mit über einen Arbeits- 65 und sich eine sogenannte Hochfrequenzplasmakontakt
(r(,4) betätigten Drehschalter (45) im entladung ausbildet. Das ununterbrochen strömende
Selbsthaltekreis und mit einem Arbeitskontakt Entladungsgas wird innerhalb des Plasmas auf eine
(rc3) im Schaltrelaiskreis sowie einen dazu in hohe Temperatur erhitzt und fortwährend ionisiert,
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|---|---|
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Family
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- 1965-11-26 DE DE1514101A patent/DE1514101C3/de not_active Expired
Also Published As
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |