DE15129C - Neuerungen an Apparaten zum Karbonisiren von Gas oder Luft - Google Patents

Neuerungen an Apparaten zum Karbonisiren von Gas oder Luft

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DE15129C
DE15129C DENDAT15129D DE15129DA DE15129C DE 15129 C DE15129 C DE 15129C DE NDAT15129 D DENDAT15129 D DE NDAT15129D DE 15129D A DE15129D A DE 15129DA DE 15129 C DE15129 C DE 15129C
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Germany
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reservoir
gas
hydrocarbon
air
valve
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DENDAT15129D
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English (en)
Original Assignee
W. M. JACKSON in Providence (Rhode Island, V. St. A.)
Publication of DE15129C publication Critical patent/DE15129C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J1/00Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft Neuerungen in der Methode und an Maschinen zum Schwängern von Gas oder Luft mit flüchtigem Kohlenwasserstoff und besteht darin, dafs man eine dünne Schicht Kohlenwasserstoff auf einer nicht absorbirenden Fläche dem darübergehenden Gas oder Luft darbietet, wobei der Kohlenwasserstoff von dem Gas oder der Luft aufgenommen wird, ferner in der selbstthätigen Erneuerung der genannten Kohlenwasserstoffschicht.
Wenn man einen Strom von Gas oder Luft über oder durch flüchtigen Kohlenwasserstoff leitet, so ist die Verdunstung des Kohlenwasserstoffs von einem Wärmeverlust begleitet, der seine Temperatur schnell reducirt. Dieser Wärmeverlust oder diese Kälteerzeugung wird noch durch eine schnelle Verflüchtigung vermehrt. Je gröfser und ausgedehnter die Verdunstungsfläche deshalb ist, um so schneller ist die Abkühlung und demgemäfs die Verdichtung.
Dadurch, dafs man nur eine dünne Schicht von Kohlenwasserstoff der Einwirkung von Gas oder Luft aussetzt, vollzieht sich dessen Verdunstung, bevor eine Abkühlung oder Goncentrirung stattfinden kann; durch ein selbstthätiges Reservoir wird die dünne Schicht dann constant wieder aus einem Quantum Kohlenwasserstoff erneuert, auf welches das circulirende Gas oder die Luft noch nicht eingewirkt hat.
Zur praktischen Anwendung dieses Verfahrens und um ein stets gleichförmiges Resultat zu erzielen, construire ich aus entsprechendem Material ein hohles Fufsgestell, ca. 1 Zoll hoch und von entsprechendem Umfang.
Fig. ι ist . eine perspectivische Ansicht des Apparats, das Auffüllgefäfs ist in punktirten Linien gezeigt.
Fig.' -2 ist ein Querschnitt des Apparats mit dem Gaseinlafs, dem Auslafs, dem Regulirventil und dem Ausgleichrohr.
Fig. 3 ist ein Grundrifs der Carbonisirkammer, und
Fig. 4 eine perspectivische Ansicht des Schwimmventils.
In der Zeichnung stellt A das Carbonisirgefäfs dar, a1 den Gaseinlafs und «2 den Gasauslafs, oder umgekehrt.
B ist das Reservoir für den flüssigen Kohlenwasserstoff und C das Auffüllgefäfs.
Der Carbonisirraum besteht aus einem flachen Kasten b mit einem nach aufsen vorstehenden Rand oder Flantsch b1. c ist der Deckel, in dem sich Einlafs und Auslafs a1 und ß2 befinden.
An dem Deckel sitzen die Ableitplatten d d, vermittelst welcher das Gas gezwungen wird, längere Zeit über den flüssigen Kohlenwasserstoff hinweg zu streichen, welcher, da er sehr flüchtig ist, von dem Gase dann aufgesaugt wird.
Der Deckel c und der Kasten b sind vermittelst der Bolzen e e an einander befestigt. Wenn das Carbonisirgefäfs von leichtem Metallblech gemacht ist, werden zwei massive, starke Metallrahmen // angewendet und das . Ganze durch die Bolzen ee mit einander verbunden; die Verbindung wird mit Kitt gasdicht gemacht.
g ist ein Metallgufsstück, das an den Deckel c gelöthet ist, oder wenn der Deckel aus gegossenem Metall besteht, mit diesem aus einem
Stück gegossen sein kann. Das Reservoir B sitzt auf dem oberen Theil des Stückes g, in dem sich eine Einlafsöffnung und das Rohr h befindet, in welchem das Ventil i sich frei vertical bewegt und so die Verbindung zwischen dem Carbonisirgefäfs und dem Reservoir öffnet oder schliefst.
Das Ventil i sitzt auf dem Ring k, der aus Kork oder ähnlichem, auf dem flüssigen Kohlenwasserstoff schwimmenden Material besteht, derart, dafs, wenn der Kohlenwasserstoff sich in dem Carbonisirgefäfs vermindert, das Ventil sich senkt und eine neue Zuführung von flüssigem Kohlenwasserstoff aus dem Reservoir B in das Carbonisirgefäfs A stattfindet.
Das Rohr h mündet an oder ein wenig unterhalb der normalen Oberfläche des in dem Carbonisirbehälter v4 befindlichen Kohlenwasserstoffs, so dafs, wenn das Ventil hinabgeht, ein Quantum Gas in das Reservoir entweichen kann, zum Zweck, den Raum des austretenden Kohlenwasserstoffs einzunehmen.
Da nur eine dünne Schicht Kohlenwasserstoff jederzeit in dem Carbonisirbehälter sein darf, so strebt der Schwimmer k nach dem Boden, und um das Ansaugen daran zu vermeiden, befinden sich an dem Schwimmer die Einschnitte //, damit die Flüssigkeit frei unter ihm passiren kann. Da ferner der Druck des durch Gasanstalten gelieferten Gases plötzlichen Variationen unterworfen ist, so ist die Zuführung des flüssigen Kohlenwasserstoffs aus dem Reservoir zum Variiren geneigt, wenn das Gas unter hohem Druck eintritt; wenn dann beim nächsten Fallen des Ventils der Druck in dem Carbonisirgefäfs ein geringerer als in dem Reservoir ist, so würde eine grofse Quantität der Flüssigkeit herausgedrückt werden.
Um diese Druckunterschiede auszugleichen und eine gleichförmige automatische Zuführung des Kohlenwasserstoffs herbeizuführen, setze ich ein Rohr m ein, das von dem Spiegel des in dem Carbonisirbehälter befindlichen flüssigen Kohlenwasserstoffs bis nahezu an das obere Ende des Reservoirs reicht. Dieses Rohr ist an beiden Enden offen, wodurch jede Druckvariation sowohl in dem Carbonisirbehälter, als auch in dem Reservoir ausgeglichen wird.
Wenn es während der Thätigkeit des Apparates nöthig wird, neuen Kohlenwasserstoff im Reservoir aufzufüllen, so befestige ich an dem oberen Theile des Reservoirs das mit dem Hube oder Ventile n1 versehene Rohr η, hierauf kommt ein Arm mit einem Loch η 2 am Rande, das, wenn das Ventil geschlossen ist, auf ein in einem festen Arm befindliches Loch pafst; ein Vorhängeschlofs, durch diese Löcher gesteckt, hält das Ventil in der geschlossenen Stellung fest, damit es nicht hin- und herbewegt werden kann.
Am Ende des Rohres η sitzt eine Schraubenverbindung und an dem Gefäfs C ein gleiches Rohr mit einem Hahn oder Ventil, so dafs das Gefäfs C und das Reservoir B luft- und gasdicht mit einander verbunden werden, und sobald die Hähne n1 und ο geöffnet sind, das .Gas aus dem Reservoir in das Gefäfs C aufsteigen und durch Kohlenwasserstoff ersetzt werden kann.
Da das Rohr η unterhalb des Deckels des Reservoirs mündet, so wird ein Theil des Gases zurückgehalten werden, wenn die Flüssigkeit das Rohr η erreicht, und da dann kein Gas mehr in das Gefäfs C dringen kann, so wird die Flüssigkeit zu rinnen aufhören und so jedes Ueberlaufen vermieden. Nachdem die Hähne n1 und ο geschlossen sind, wird die Schraubenverbindung gelöst und das Gefäfs entfernt.
Die in dem Rohr unter dem Hahn ο befindliche geringe Quantität Flüssigkeit fliefst in das Reservoir, wenn der kleine Verschlufs ft geöffnet wird.
Der Apparat arbeitet wie folgt:
Aus dem mit Kohlenwasserstoff gefüllten Reservoir fliefst ein Theil durch das offene Ventil in den Carbonisirbehälter; infolge dessen steigt der Schwimmer und schliefst durch sein Aufsteigen mittelst des Ventils den Einlafs. Das Gas oder die Luft wird nun in den Behälter geleitet, gleitet um die Scheidewände und über den flüchtigen Kohlenwasserstoff, nimmt dabei diesen in sich auf und vermindert dadurch seine Höhe im Gefäfs; der das Ventil tragende Schwimmer sinkt dann mit der Flüssigkeitsfläche und öffnet einer neuen Zuführung den Eingang, die wieder aufgesaugt und wieder erneuert wird.
An Stelle des Schwimmers und Ventils kann man auch irgend eine andere automatische Vorrichtung zur Zuführung einer dünnen Schicht Kohlenwasserstoffs anwenden; unter diesen habe ich auch eine kleine Röhre, die von dem Reservoir in den Carbonisirbehälter ging, benutzt; unter dieser Röhre brachte ich eine Vertiefung an, um eine bestimmte Tiefe von Flüssigkeit zu haben, wodurch es ermöglicht war, dafs die plötzliche Zuführung von Kohlenwasserstoff nicht eine Bewegung in der Flüssigkeit und so ein Flackern oder Steigen des Lichts verursachte. Auch kann man ein Futter um die Auslafsöffnung legen, um die Bewegung zu brechen, oder auch andere Mittel für eine regelmäfsige Zuführung anwenden.
Man ersieht hieraus, dafs ich eine auf einander folgende Reihe von dünnen Schichten flüchtigen Kohlenwasserstoffs zuführe, der zuvor der Einwirkung von Gas oder Luft noch nicht ausgesetzt und durch Verdunstung oder Concentrirung vermittelst Abkühlung vermindert worden wäre, sondern ihn in bestem Zustande zur sofortigen Absaugung durch die darübergehende Gas- oder Luftmenge anwende. ·
Da die Zahl der angewendeten Brenner die Menge des durch den Carbonisirbehälter gehenden Gases oder der Luft, und demgemäfs diejenige des darin aufzusaugenden Kohlenwasserstoffs bedingt und der Wechsel im Stande des Kohlenwasserstoffs den Zuflufs wiederum regulirt, so wirkt der Apparat automatisch und sich selbst regulirend.
Das Gas ist stets von gleicher Qualität und Fülle, von der ersten durch das Reservoir zugeführten Schicht bis zur letzten, und keine Rückstände verbleiben in dem Carbonisirbehälter.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Bei Apparaten zum Carbonisiren von Gas oder Luft die Combination des Carbonisators A mit dem Reservoir B, welche durch Röhre m verbunden sind, mit dem Ventil i und Schwimmer k, in der Art und für den Zweck, wie beschrieben und dargestellt.
    Die Combination und Anordnung der Röhre /; mit dem Sitz für das mit dem Schwimmer k verbundene Ventil i, für den Zweck, die Zuführung des Kohlenwasserstoffs nach dem Carbonisator zu reguliren, wie beschrieben und dargestellt.
    Die Combination und Anordnung des Reservoirs B mit der Röhre n, mit Hahn n1, dem Auffüllgefäfs C mit den Halmen ο und/ und einem Verbindungsstück, welches den Zweck hat, das Füllgefäfs mit dem Reservoir zu verbinden, während der Carbonisator in Operation ist, wie beschrieben und dargestellt.
    Die Combination des Füllgefäfses, welches in der beschriebenen Art mit dem Reservoir verbunden und mit den Hähnen ο und n1 versehen ist, mit dem Rohr n, welches hinabreicht bis in das Reservoir, wie beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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