DE1506992C - Vorrichtung zur Zielsteuerung in Bandförderanlagen - Google Patents
Vorrichtung zur Zielsteuerung in BandförderanlagenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ziel- ausgeführt werden, die nicht nur zur Geräuschsteuerung
in Bandförderanlagen, insbesondere auf erhöhung beitragen, sondern auch die Betriebskosten
Vertikalstrecken, mittels an dem aus Schriftgut- der Anlage durch den Antrieb und die Abnutzung
taschen oder -behältern bestehenden Fördergut an- der Schaltelemente auf einer kaum vertretbaren Höhe
geordneter Zieladressen in Form verstellbarer Kon- 5 halten. Da jedes Fördergut die Station durchlaufen
taktbrücken, die im Bewegungsablauf die am För- muß, auch wenn sie für diese gar nicht bestimmt ist,
derschacht in die Förderbahn hineinragenden und in entstehen bei einer über zehn Stockwerke geführten
den Steuerstromkreis geschalteten Kontaktglieder lei- Vertikalstrecke bei jedem Fördergut sechzig zusätztend
verbinden. liehe Schaltbewegungen mit einem Zeitaufwand von
Größere Bandförderanlagen werden zur Verbin- io etwa 120 Sekunden.
dung mehrerer Etagen sowohl horizontal als auch Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Abtastung
vertikal geführt und sind in der Regel mit zahlreichen der Zieladresse auch bei schräg oder versetzt an der
Ein- und Ausgabestationen ausgestattet. Dabei er- Abtasteinrichtung vorbeigeführtem Fördergut zu erfolgt
die Ansteuerung der Stationen mittels auf dem möglichen, um auf diese Weise ein direktes DurchFördergut
angebrachter Zieladressen bzw. Zielkenn- 15 laufen des Fördergutes auf der Vertikalstrecke bis
zeichen. Das Abtasten der Zielkennzeichen erfordert zur Überleitungsstation zur Horizontalstrecke zu ereine
genaue Stellung der Abtastorgane zu diesen Ziel- reichen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
kennzeichen, was auf horizontalen Strecken keine be- daß die zu verbindenden Kontaktglieder in einer
sonderen Schwierigkeiten bereitet. Zahlreiche der- Reihe angeordnet sind, in der mehrere Kontaktglieartige
Abtasteinrichtungen sind bekannt und arbeiten 30 der des einen Unterbrechungsanschlusses mit mehohne
wesentliche Schwierigkeiten. reren Kontaktgliedern des anderen Unterbrechungs-
Dagegen ist das Zusammenwirken "der Tast- anschlusses in gleichmäßigen Abständen abwechseln,
elemente und der Zielkennzeichen bei Vertikalstrekr_ ■ wobei die zugeordnete Kontaktbrücke der Zieladresse
ken außerordentlich schwierig, sei es nun, daß das·' " so bemessen ist, daß auch in Schräglagen des För-Fördergut
an Ketten, Riemen oder Seilen aufgehängt. 25 dergutes die leitende Verbindung zweier benachbar-
oder fest fixiert ist. Diese Schwierigkeiten hängen "* ter Kontaktglieder gewährleistet ist.
damit zusammen, daß das mit Zielkennzeichen ver- Da bei größeren Anlagen in der Regel mehr als
sehene Fördergut mit Haken, ösen oder sonstigen eine einzelne Reihe Kontaktglieder vorgesehen wer-
Befestigungsmitteln versehen sein muß, die sich als ;. den müssen, kann die Anordnung auch so getroffen
störend auswirken, oder sei es, weil die Aufnahme 30 sein, daß mehrere Reihen Kontaktglieder vorgesehen
des Fördergutes nicht fließend erfolgen kann, weil . sind, wobei in der ersten Reihe Kontaktglieder des
der Aufnahmekontakt am Fördermittel vom Abstand . einen Unterbrechungsanschlusses und in der zweiten
der Halteelemente der Förderanlage abhängig ist. Da- bzw. letzten Reihe Kontaktglieder des anderen Unterbei
ergeben sich Wartezeiten, die sich nachteilig auf- brechungsanschlusses mit solchen Kontaktgliedern
den Betriebsablauf auswirken. 35 abwechseln, die in allen Reihen leitend untereinander
Im Hinblick auf diese Schwierigkeiten erfolgt die verbunden sind.
Förderung des Fördergutes auf Vertikalstrecken in Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet ein
der Regel zwischen zwei oder mehreren elastischen zuverlässiges Überbrücken der Kontaktglieder des
Bändern, wobei das Fördergut zwischen diese Bän- Steuerstromkreises auch in Schräglagen des Förderder
geklemmt wird. Die Doppelbänder werden an 40 gutes oder wenn dieses seitlich versetzt zur Abtastden
Ein- und Ausgabestellen durch entsprechende einrichtung gelangt, und zwar auch dann, wenn meh-Vorrichtungen
geöffnet. Der Übergang von der Hori- rere Kontaktbrücken abzutasten sind,
zontal- zur Vertikalstrecke muß ohne besondere In der Zeichnung ist die Erfindung an einem AusHilfsmittel frei, d. h. fliegend erfolgen. Dabei ist aber führungsbeispiel veranschaulicht, das in schematieine genaue Fixierung zwischen dem Zielkennzeichen 45 scher Darstellungsweise das Zusammenwirken der am Fördergut und der Abtasteinrichtung an der Ein- Kontaktbrücken am Fördergut mit den Kontaktglie- oder Ausgabestatiön nicht gewährleistet, denn der dem der Abtasteinrichtung zeigt.
Förderbehälter kann schräg oder versetzt zur Ab- Das Fördergut besteht im dargestellten Ausfühtasteinrichtung zwischen die Bänder der Vertikal- rungsbeispiel aus einer Schriftguttasche 1, die in norstrecke gelangen. Es kann also auch zu Fehlsteuerun- 50 maler Transportlage in ausgezogenen Linien und in gen kommen. einer extremen Schräglage in strichpunktierten Linien
zontal- zur Vertikalstrecke muß ohne besondere In der Zeichnung ist die Erfindung an einem AusHilfsmittel frei, d. h. fliegend erfolgen. Dabei ist aber führungsbeispiel veranschaulicht, das in schematieine genaue Fixierung zwischen dem Zielkennzeichen 45 scher Darstellungsweise das Zusammenwirken der am Fördergut und der Abtasteinrichtung an der Ein- Kontaktbrücken am Fördergut mit den Kontaktglie- oder Ausgabestatiön nicht gewährleistet, denn der dem der Abtasteinrichtung zeigt.
Förderbehälter kann schräg oder versetzt zur Ab- Das Fördergut besteht im dargestellten Ausfühtasteinrichtung zwischen die Bänder der Vertikal- rungsbeispiel aus einer Schriftguttasche 1, die in norstrecke gelangen. Es kann also auch zu Fehlsteuerun- 50 maler Transportlage in ausgezogenen Linien und in gen kommen. einer extremen Schräglage in strichpunktierten Linien
Bei den bekannten Bandförderanlagen wird des- gezeigt ist. Diese Schriftguttasche 1 weist im Bereich
halb das Fördergut in jeder Vertikalstation aus der ihrer Vorderkante 2 eine Schiene 3 auf, auf der Kon-Vertikalrichtung
in die Horizontalrichtung über- taktbrücken 4 in der Form von Schiebern verstellbar
geführt, dort abgetastet und entweder ausgeschleust 55 angeordnet sind. Die Kontaktbrücken 4 werden durch
bzw. in der Horizontalrichtung weitergeleitet oder nicht dargestellte Rasten, die in Vertiefungen 5 der
aber, wenn das Fördergut nicht für die Vertikal- Schiene 3 eingreifen, in der eingestellten Lage gestation
bestimmt ist, wieder in die Vertikalrichtung halten und bilden die Zieladresse oder einen Teil
gebracht. derselben. Die am Ausführungsbeispiel gezeigte Ziel-
Dabei ergeben sich abgesehen vom beträchtlichen 60 adresse zeigt für die eine Kontaktbrücke 4 die obere,
Aufwand verschiedene Nachteile. So hat eine der- d. h. die erste Position und für die zweite Kontaktartige Anlage einen beträchtlichen Raum- und Zeit- . brücke die fünfte Position von oben. Diese Einstelbedarf,
und zwar erfordert jede Überleitung aus der lung der beiden Kontaktbrücken kann beispielsweise
Vertikal- in die Horizontalstrecke, die Abtastung der für das vierte Stockwerk bestimmt sein.
Zieladresse und die Zurückführung in die Vertikal- 65 Für die Abtasteinrichtung an den Stationen der strecke einen Zeitaufwand von 10 bis 12 Sekunden Vertikalstrecke sind nun zwei Reihen Kontaktglieder auf jeder Station. Außerdem müssen auf jeder Sta- vorgesehen, in der mehrere Kontaktglieder 6 α des tion sechs zusätzliche Schalt- und Steuerbewegungen einen Unterbrechungsanschlusses 6 des Steuerstrom-
Zieladresse und die Zurückführung in die Vertikal- 65 Für die Abtasteinrichtung an den Stationen der strecke einen Zeitaufwand von 10 bis 12 Sekunden Vertikalstrecke sind nun zwei Reihen Kontaktglieder auf jeder Station. Außerdem müssen auf jeder Sta- vorgesehen, in der mehrere Kontaktglieder 6 α des tion sechs zusätzliche Schalt- und Steuerbewegungen einen Unterbrechungsanschlusses 6 des Steuerstrom-
kreises mit mehreren Kontaktgliedern 7 in gleichmäßigen Abständen abwechseln, die in beiden Reihen
leitend untereinander verbunden sind. In der zweiten Reihe sind Kontaktglieder 8 α des Unterbrechungsanschlusses
8 des Steuerstromkreises abwechselnd mit Kontaktgliedern 7 angeordnet.
Zum Schließen des Steuerstromkreises ist es nun erforderlich, die Kontaktglieder 6 α mit den Kontaktgliedern
8 α leitend zu verbinden. Befinden sich die beiden Reihen Kontaktglieder in einer Höhe, die der
Stellung der beiden Kontaktbrücken 4 entspricht, werden die Kontaktglieder 6 a über die Kontaktbrücke
4 mit den Kontaktgliedern 7 der obersten Reihe leitend verbunden, während in der unteren
Reihe die Kontaktglieder 7 mit den Kontaktgliedern 8 α über die Kontaktbrücke 4 leitend verbunden werden.
Auf diese Weise werden die beiden Unterbrechungsanschlüsse 6,8 überbrückt und der Steuerstromkreis
geschlossen.
Die Kontaktbrücken 4 sind so bemessen, daß auch in einer Schräglage der Schriftguttasche 1 die leitende
Verbindung zwischen den Kontaktgliedern 6 α und 7 bzw. 8 α und 7 gewährleistet ist.
Aus dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ersichtlich, daß der Steuerstromkreis durch die Überbrückung
der Kontaktglieder 6 a, S α der Unterbrechungsanschlüsse
6,8 sowohl durch die normalliegende Schriftguttasche als auch durch die schrägliegende geschlossen wird, so daß das Ausschleusen
der Schriftguttasche 1 in der vorgesehenen Vertikalstation zuverlässig erfolgt. Dies ist auch der Fall,
wenn die Schriftguttasche in eine seitlich versetzte Lage zu der Abtaststelle gelangt. Wird der Steuerstromkreis
nicht geschlossen, weil die Zieladresse nicht mit der Abtasteinrichtung übereinstimmt, so
läuft die Schriftguttasche in der Vertikalrichtung weiter.
Beim Schließen des Steuerstromkreises bei Übereinstimmung der Zieladresse mit den Abtastorganen
wird der Steuerimpuls über ein elektronisches Zeitrelais auf die Auswurfeinrichtung gegeben, die die
Schriftguttasche entweder auf die Horizontalstrecke überleitet oder an der Empfangsstelle endgültig auswirft.
Die Vorrichtung kann aus einer einzigen Reihe abwechselnd angeordneter Kontaktglieder 6 a, 8 α bestehen
oder aber aus zwei Reihen, wie dies im dargestellten Ausführungsbeispiel gezeigt ist. Darüber
S hinaus können aber auch noch weitere Reihen vorgesehen sein, die mit einer entsprechenden Anzahl
Kontaktbrücken zusammenwirken. Die Zieladresse kann durch weitere Kontaktbrücken in bekannter
Weise ergänzt sein, die für die Stationen der Horizontalstrecke bestimmt sind.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Zielsteuerung in Bandförderanlagen, insbesondere auf Vertikalstrecken,
mittels an dem aus Schriftguttaschen oder -behältern bestehenden Fördergut angeordneter Zieladressen
in Form verstellbarer Kontaktbrücken, die im Bewegungsablauf die am Förderschacht
in die Förderbahn hineinragenden und in den Steuerstromkreis geschalteten Kontaktglieder leitend
verbinden, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu verbindenden Kontaktglieder in einer Reihe angeordnet sind, in der mehrere
Kontaktglieder (6 α) des einen Unterbrechungsanschlusses (6) mit mehreren Kontaktgliedern
(8 a) des anderen Unterbrechungsanschlusses (8) in gleichmäßigen Abständen abwechseln, wobei
die zugeordnete Kontaktbrücke (4) der Zieladresse so bemessen ist, daß auch in Schräglagen
des Fördergutes (1) die leitende Verbindung zweier benachbarter Kontaktglieder gewährleistet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Reihen Kontaktglieder
vorgesehen sind, wobei in der ersten Reihe Kontaktglieder (6 α) des einen Unterbrechungsanschlusses (6) und in der zweiten bzw. letzten
Reihe Kontaktglieder (8 a) des anderen Unterbrechungsanschlusses (8) mit solchen Kontaktgliedern
(7) abwechseln, die in allen Reihen leitend untereinander verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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