DE1500640C - Bhndnietverbindung - Google Patents
BhndnietverbindungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Blindnietverbindung mit einem Hohlniet und einem Durchzugsdorn mit
Ringnut und Sollbruchstelle am Schaft, der nach Aufweiten des überstehenden Schaftteiles des Hohlnietes
durch einen erweiterten Kopf und Verpressen eines Schließringes in die Ringnut des Dornschaftes
abgerissen wird, wobei ein am Dornkopf vorgesehenes Ringteil abgeschert wird und der Dornkopf im
Hohlniet als Verschluß verbleibt.
Bei einer bekannten Blindnietverbindung wird beim Nietvorgang ein Hülsenteil zusammen mit einem
Durchzugsdorn in einen Hohlniet hineingezogen, wobei sich der Hohlniet aufweitet. Beim Überschreiten
einer bestimmten Zugkraft am Zugdorn reißt dieser an einer Sollbruchstelle am Schaft ab. Das Hülsenteil
wird jedoch hierbei in den Bereich der miteinander zu verbindenden Werkstückteile gezogen, wodurch
beim Aufweitvorgang diejenige Kraft nicht begrenzt wird, mit welcher die beiden Werkstücke aufeinandergedrückt
werden. Darüber hinaus wurde beim Aufweiten des überstehenden Schaftteiles des Hohlniets
eine Stauchwirkung auf den gesamten Hohlnietschaft ausgeübt, durch die eine vorzeitige Anlage des Hohlnietschaftes
an die Lochleibung eintrat (britische Patentschrift 472 329).
Die gleichen Nachteile sind auch bei einer weiterhin bekannten Nietverbindung gegeben, welche aus
einem Hohlniet und einem Durchzugsdorn besteht, wobei der Durchzugsdorn einerends kegelstumpfförmig
erweitert und hier mit einem nach außen abstehenden Ring versehen ist. Beim Herstellen der
Nietverbindung wird ebenfalls das der Erweiterung des Nietdorns zugeordnete Ende des Hohlnietes aufgeweitet,
und bei Erreichen einer bestimmten Zugkraft am Zugdorn wird der Ring vom Zugdorn abgeschert
und verbleibt im aufgeweiteten Ende des Hohlnietes, während der Durchzugsdorn den Hohlniet verläßt.
Diese Blindnietverbindung ist darüber hinaus nicht mediumsdicht, und auch hier wird diejenige Kraft
nicht begrenzt, mit welcher die miteinander zu befestigenden Werkstücke aneinandergedrückt werden
(deutsche Patentschrift 1 121434).
Schließlich ist bekannt, bei einer Blindnietverbindung, die aus einem Hohlniet und einem Durchzugsdorn
besteht, am Kopf des Durchzugsdornes einen Ringflansch anzuordnen, der beim Einziehen des
Domes abgeschert und in den durch Aufweitung des Hohlnietschaftes gebildeten Schließkopf hineingedrückt
wird. Vor dem Setzkopf ist ein Schließring angeordnet, der nach dem Einziehen des Dornkopfes
in eine Ringnut des Dornschaftes eingepreßt wird. Nach Abreißen des Dornschaftes an der Sollbruchstelle
verbleibt der Dornkopf im Hohlniet als Verschluß. Beim Einziehen des Domes besteht hierbei
die Gefahr, daß der hohl ausgebildete Dornkopf unerwünscht tief eingezogen oder ganz durchgezogen
wird. Bei der Bildung des Schließkopfes wird darüber hinaus auch hier der Hohlschaft des Niets gleichzeitig
gestaucht und ein Lochleibungsdruck erzeugt, der dem dichten Zusammenpressen der Werkstücke entgegenwirkt
(USA.-Patentschrift 3 148 578).
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, Verbindungen der genannten Art insoweit
zu verbessern, daß eine günstige Aufweitung des vorstehenden Endes des Hohlnietcs, wenn der Kopf
am Anfang in das Hohlniet hineingezogen wird, erreicht wird, wobei die Kraft beim Aufweitvorgang
und diejenige Kraft begrenzt wird, mit welcher die beiden Werkstücke durch das Blindniet aufeinandergedrückt
werden. Darüber hinaus soll die Einziehbewegung des Domes begrenzt werden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das abscherbare Ringteil durch das eingezogene
Ende einer den erweiterten Dornkopf trichterartig umfassenden Hülse gebildet wird.
Durch diese für die Erfindung eigenartige Ausbildung wird eine günstige Aufweitung des vorstehenden
Endes des Hohlnietes, wenn der Kopf am Anfang in den Hohlniet hineingezogen wird, erzielt und
außerdem erreicht, daß beim Aufweitvorgang die Kraft begrenzt wird, mit welcher die beiden Werkstücke
durch das Blindniet aufeinandergedrückt werden. Das abscherbare Teil wird hierbei bei einer
vorbestimmten Zugkraft auf den Dorn abgeschert, wodurch die Aufweitung des vorstehenden Endes des
Hohlniets im wesentlichen beendet wird, bevor ein Lochleibungsdruck durch Verformung des Hohlnietschaftes
auftritt.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß der Hohlniet einen inneren
schulterartig ausgebildeten Ansatz zur Anlage des abgescherten Teils der Hülse und Begrenzung der
Bewegung des Dornkopfes aufweist. Ein Durchziehen des Dornkopfes ist auch beim Überschreiten der zulässigen
Durchzugskraft nicht möglich.
Bei der Erfindung verbleibt schließlich vorteilhaft der nicht abgescherte Teil der Hülse nach Aufweiten
des überstehenden Schaftteiles zwischen Dornkopf und Hohlnietschaft.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung näher erläutert. Hierbei
zeigen
F i g. 1 bis 5 einen Schnitt durch die Verbindung in
verschiedenen Stadien der Herstellung der Verbindung.
Die Blindnietanordnung setzt sich zusammen aus
einem mit Senkkopf ausgebildeten Hohlniet 1, einem aus Schaft 3 und erweiterten Kopf 2 bestehenden
Durchzugsdorn, einer trichterartig eingezogenen Hülse 4 und einem Schließring 13.
Am Hohlniet ist im Bereich des Senkkopfes eine Ansenkung 11 in der Bohrung für den Schließring 13
und daran anschließend ein nach innen in die Bohrung vorragender schulterartiger Absatz 9 vorgesehen.
Der Durchzugsdom weist am Übergang von den an den Kopf 2 anschließenden Schaftteil 12 einen konischen
Absatz 5, anschließend an den Schaftteil 12 eine Ringnutl4 für den Schließring 13 und daran anschließend
eine Sollbruchstelle 6 auf.
Der Dornkopf ist von einer Hülse 4 umschlossen, deren eingezogenes Ende 10 den konischen Übergangsabsatz
5 und teilweise den Schaftteil 12 des Domes überdeckt.
Beim Einziehen des Domes 2 gegen ein am Schließring 13 angreifendes Gegenlager 15 wird die
Hülse 4 zunächst in den über das Blech 8 vorstehenden, innen konisch auslaufenden Hohlnietschaft eingezogen,
wobei dieser aufgeweitet und eine Ausbauchung 7 gebildet wird, durch die beim weiteren
Einziehen des Domes die zu verbindenden Bleche zusammengepreßt werden.
Beim weiteren Setzvorgang wird durch den konisehen Absatz 5 am Dornkopf das untere eingezogene
Ende 10 der Hülse 4 abgeschert. Das abgescherte Ringteil 10 wird durch den Dornkopf 2 mitgenommen,
wobei der Hohlnietschaft innerhalb der Werk-
lücke unter Erzielung des notwendigen Lochiibungsdruckes
radial aufgeweitet wird. Das abgecherte Ringteil kommt schließlich an den schulter-
:rtig ausgebildeten Absatz 9 in der Hohlnietbohrung .ur Anlage, wodurch die Einziehbewegung des Dom-.opfes
endgültig begrenzt wird. Anschließend wird ier Schließring 13 in den Hohlraum zwischen der
lingnut 14 am Schaft und der Ansenkung 11 im Jenkkopf des Hohlnietes gepreßt und der Schaft des
Oornes 3 abgerissen. Der zylindrische Teil der lülse 4 verbleibt zwischen Dornkopf und dem aufgeweiteten
Hohlnietschaft.
Claims (3)
- Patentansprüche:I. Blindnietverbindung mit einem Hohlniet und einem Durchzugsdorn mit Ringnut und Sollbruchstelle am Schaft, der nach Aufweiten des überstehenden Schaftteiles des Hohlniets durch einen erweiterten Kopf und Verpressen eines Schließringes in die Ringnut des Schaftes abgerissen wird, wobei ein am Dornkopf vorgesehenes Ringteil abgeschert wird und der Dornkopf im Hohlniet als Verschluß verbleibt, dadurch gekennzeichnet, daß das abscherbare Ringteil (10) durch das eingezogene Ende einer den erweiterten Dornkopf (2) trichterartig umfassenden Hülse (4) gebildet wird.
- 2. Blindnietverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlniet (1) einen inneren schulterartig ausgebildeten Ansatz (9) zur Anlage des abgescherten Teils (10) der Hülse (4) und Begrenzung der Bewegung des Dornkopfcs (2) aufweist.
- 3. Blindnietverbindung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht abgescherte Teil der Hülse (4) nach Aufweiten des überstehenden Schaftteils des Hohlniets (1) zwischen Dornkopf (2) und Hohlnietschaft (1) verbleibt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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