DE1476503C - Vorrichtung zur katalytischen Reim gung der Abgase von Brennkraftmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur katalytischen Reim gung der Abgase von BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur katalytischen Reinigung der Abgase von Brennkraftmaschinen,
bei der in einem vorzugsweise rohrförmigen Behälter ein Katalysatorbett zwischen z. B.
perforierten Gasverteilungsflächen angeordnet ist.
An derartige Vorrichtungen werden verschiedene Forderungen gestellt, von denen im folgenden die
wesentlichsten aufgeführt sind: Eine solche Anlage sollte räumlich klein sein und in ihren Abmessungen
etwa den üblichen Schalldämpferanlagen von Kraft- ,0
fahrzeugen entsprechen. Der Durchströmwiderstand der gesamten Katälysatoreinheit sollte möglichst
gering und eine gleichmäßige Beaufschlagung des Katalysatorbetts muß gewährleistet sein. Der Umsetzungsgrad
der Anlage sollte möglichst hoch sein.
Es wurde nun gefunden, daß die Erfüllung dieser Forderungen optimal dadurch erreicht werden kann,
. daß das Verhältnis des Druckverlustes an sämtlichen Gasverteilungsflächen zum Druckverlust im Katalysatorbett
zwischen 0,5 und 2, insbesondere etwa bei 1, liegt. - _ - ."'■■■
Der Druckverlust Ap1 an den Verteilungsflächen
setzt sich aus dem Druckverlust A-p' an den Gaseintrittsflächen,
z. B. an perforierten Rohren, in das Katalysatorbett und dem Druckverlust /Ip" an der
Austrittsfläche, z. B. einem. perforierten Blech, zusammen. Hieraus ergibt sich der Druckverlust /Ip1,
der leeren Vorrichtung als Summe der Werte Ap' und /Ip". Der Druckverlust Ap2 des Katalysatorbetts
kann aus Differenzmessungen zwischen gefüllter Vorrichtung (Druckverlust Ap3) und leerer Vorrichtung
berechnet werden (Ap2 = Ap3 — /Ip1).
Im beanspruchten Bereich führt das Verhältnis von Ap1 zu Ap2 zu einem Optimum in bezug auf den
Strömungswiderstand der Gesamtanordnung und in bezug auf den Wirkungsgrad der Anlage. Der Strömungswiderstand
und die Schalldämpfung einer derartigen Vorrichtung unterscheiden sich nicht wesentlich
von den Werten, die bei den üblichen Schalldämpferanordnungen von Kraftfahrzeugen von etwa
gleicher Größe erreicht werden.
Unterhalb des Wertes von 0,5 wird beispielsweise die Gesamtgasdurchtrittsfläche so groß, daß das
Gerät nicht mehr wirtschaftlich ist und außerdem aus Raumgründen nicht in üblichen Kraftfahrzeugen
untergebracht werden kann.
Oberhalb des Wertes von 2 wird die Katalysatormenge so gering,· daß keine ausreichende Umsetzung
stattfindet, oder es treten, wenn große Katalysatormengen verwendet werden, Abmessungen auf, die
ebenfalls aus räumlichen Gründen ausscheiden.
Es wurde weiterhin gefunden, daß dur»h unterschiedliche Dimensionierung der Perforation an der
Eintritts^ und Apstrittsseite der Staudruck der Katalysatoranlage
gesenkt werden kann. Dies kann dadurch erreicht werden, daß die Gesamtdurchtritts- y
fläche auf der Eintrittsseite kleiner ist als auf der Austrittsseite, wobei das Verhältnis der Querschnitte
zwischen 0,4 und 0,8, vorzugsweise bei 0,5, liegt. Hierbei vermindert offenbar die größere Querschnittsfläche
auf der Austrittsseite den Druckverlust des durch die Reaktionswärme aufgeheizten, sich ausdehnenden
heißeren Abgases.
In den Abbildungen sind beispielsweise Ausführungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt.
Bei der in der A b b. 1 in zwei Schnitten dargestellten Vorrichtung dient zur Aufnahme des Katalysatorbetts
ein langgestreckter Behälter 1 in Rohrform. Auf der Eintrittsseite strömen Abgase durch zwei perforierte
Rohre 2 und 3 in das Katalysatorbett. Die Gesamtdurchtrittsfläche der Rohre beträgt 0,01 m2
und besteht aus Rundlochungen von 1,5 mm Durchmesser in Abständen von 3 mm, wobei die Öffnungen
22,5% des Gesamtquerschnitts darstellen. Das Katalysatorbett besteht aus Preßlingen von etwa 2 bis
4 mm Durchmesser und 3 bis 10 mm Länge. Ein gleichfalls perforiertes Rohr 4 nimmt die Abgase im
unteren Teil des Behälters auf, wobei die Gesamtdurchtrittsfläche etwa doppelt so groß ist wie auf der
Eintrittsseite. Der Abstand zwischen den Rohren wurde entsprechend dem weiter oben angeführten
Verhältnis gewählt. Bei der Durchmessung einer solchen Anlage ergaben sich folgende Druckverhältnisse:
Die Staudrücke wurden auf einem Rollenprüfstand im Vollastbereich bei 100 km im vierten Gang gemessen
mit folgenden Resultaten:
Drucksprung des leeren
Katalysatortopfes .... , Ip1 = 230 mm WS
Drucksprung des~ gefüllten Katalysatortopfes.. . I p5 = 460 mm WS
Daraus errechnet sich
Λ Pi
-Ί Pi
Ap1
230
/Ip3-ZIp1
460 - 230
= 1,0.
DiemittlereRaumgeschwindigkeitbetrug4,8-10+NL
Abgas/h · 1 Kontakt.
Der Strömungswiderstand einer serienmäßigen Schalldämpferanordnung entsprechenden Ausmaßes
wurde bei gleichen Bedingungen zu ApgL,smu
= 460 mm WS gemessen.
Für die Reinigungswirkung ergeben sich folgende Werte für den Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxidumsatz,
wobei dieser Umsatz aus den »final values« für Eingangs- und Ausgangsemissionen, die
gemäß den Richtlinien des MVBcB bestimmt wurden, berechnet wurde:
KW
CO
CO
89%
84%
84%
Die in der A b b. 2 dargestellte Anordnung besteht gleichfalls aus einem rohrförmigen Behälter 5, der
durch zwei als Bleche ausgebildete Durchtrittsflächen 6 und 7 in drei Räume aufgeteilt ist. In den oberen
Raum wurden von beiden Seiten die Abgase durch Rohre 8 und 9 eingeführt, während das Katalysatormaterial
zwischen den Blechen 6 und 7 angeordnet wird. Der Austritt der gereinigten Abgase erfolgt
aus dem unteren Raum 10 durch einen einzigen seitlichen Stutzen 11. Auch bei dieser Anordnung sind
die Bleche mit entsprechenden Bohrungen versehen, so daß sich für das Verhältnis von Druckverlust in den
Verteilungsflächen 6 und 7 und den Druckverlust im Katalysatorbett ein Wert von 0,97 ergibt. Der Staudruck
des leeren Behälters betrug 340 mm Wassersäule und der Staudruck des gefüllten Behälters
690 mm Wassersäule. Auch bei dieser Ausführung wurde eine Schalldämpfung, ähnlich wie bei entsprechenden
Ausführungen ohne Katalysatorbett, erreicht.
Weiterhin wurden mit entsprechenden Vorrichtungen Vergleichsversuche durchgeführt, um die Wirkung
der Änderung des Verhältnisses der freien Querschnitte von Eintritts- und Austrittsseite festzulegen.
Bei einer sonst gleichen Vorrichtung wurde bei einem Verhältnis von 1:1 der freien Durchtrittsflächen auf
der Eintritts- und Austrittsseite als Staudruck des gefüllten Behälters ein Wert von 460 mm Wassersäule
gemessen, · während sich bei einem Verhältnis von 0,562 ein Staudruck von 395 mm Wassersäule ergab.
Allein durch diese Veränderung wurde also eine Senkung des Staudrucks um etwa 15% erreicht.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur katalytischen Reinigung der Abgase von Brennkraftmaschinen, bei der in einem
vorzugsweise rohrförmigen Behälter ein Katalysatorbett
zwischen z. B. perforierten Gasverteilungsflächen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis des Drückverlusts an sämtlichen Gasverteilungsfiächen zum Druckverlust
im Katalysatorbett zwischen 0,5 und 2, insbesondere bei etwa 1, liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der freien Gasdurchtrittsfläche
auf der Eingangsseite zu der auf der Austrittsseite zwischen 0,4 und 0,8, vorzugsweise
bei etwa 0,5, liegt.
Hierzu .1 Blatt Zeichnungen
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