DE1452018C - Blocktransportwagen - Google Patents
BlocktransportwagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Blocktransportwagen Anschlag am Kipper-Fahrgestell, der die Schwen-
mit seitwärts kippbarem Tragkorb. kung des Schwenkhebels begrenzt.
Es ist (aus »Stahl und Eisen«, 83 [1963], S. 519 In der Zeichnung sind in verschiedenen Phasen
bis 522, insbesondere S. 519) bekannt, bei Blocktrans- des Kippvorganges zwei Ausführungsbeispiele der
portwagen um niedrigen Wagengewichts und somit 5 Erfindung dargestellt, und zwar in
hoher Wagengeschwindigkeit willen sowohl für das F i g. 1 bis 3 eine erste Ausführungsform ohne
Fahren der Wagen als auch das Kippen, Abschieben Kurvenbahn-Schwenkhebel und in
und Übergeben der Blöcke Eigenantrieb zu vermei- F i g. 4 bis 6 eine zweite Bauform mit Kurvenbahn-
den und ortsfesten Fremdantrieb vorzusehen. Schwenkhebel.
Die dort gezeigte Kippeinrichtung (S. 521) zeigt io In allen F i g. 1 bis 6 bedeutet 1 die Rollen desi
.einen Blocktransportwagen ohne Tragkorb, nur mit Rollgangs, 2 das Geleise, 3 das Fahrgestell und 4 die
flacher Wagenplattform, und eine neben dem Gleis Räder des Kippers, 5 den Tragkorb, 6 die Kippangeordnete Abschiebeeinrichtung und einen auf der zapfen des Tragkorbes, 7 die Lagerböcke für die
anderen Seite des Gleises angeordneten ortsfesten Kippzapfen, 8 einen Flansch, mit dem der Tragkorb
Kipper; diese Anordnung ist sehr platzraubend. Bei 15 in seiner aufrechten Stellung auf dem Fahrgestell aufder
dort gezeigten Einrichtung muß der vom Kipper liegt, 9 den Block, 10 Tragrippen des Korbbodens,
auf den Rollgang gelegte Block erst vom Rollgang auf denen der Block aufsitzt, und 11 die Seitenkante
aus dem Stillstand auf die Rollganggeschwindigkeit des Korbes, um die der Block kippt. Die Schubstange
beschleunigt werden, und der Kipper kann erst dann 12, mittels deren die ortsfeste Antriebseinrichtung die
wieder in seine zur Aufnahme eines neuen Blockes ao Kippeinrichtung des Blocktransportwagens betätigt,
bereite Stellung hochgekippt werden, wenn der Block greift mit zwei an ihrem oberen Ende angebrachten
ihn verlassen hat; das ist sehr zeitraubend. Die Er- Rollen 13,14 an der Schwinge 15 an, die am Gelenkfindung
soll Platz und Zeit sparen; und sie soll, und punkt 16 am Fahrgestell angelenkt ist und an ihrem
zwar alsbald nach dem Kippen, den Block tunlichst anderen Ende 17 eine Aufnahme 18 bildet, in die die
auf die Rollganggeschwindigkeit beschleunigen. as Rollen 13,14 eindringen. Diese Aufnahme 18 ist, wie
Die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß ein Vergleich der Figuren miteinander zeigt, so gezum
Kippen des Tragkorbes eine Schubstange, die formt, daß sie die Rollen 13,14 nur dann, wenn die
von einer ortsfesten Fremd-Antriebseinrichtung be- Schwinge 15 in und nahe ihrer untersten Stellung ist,
tätigt wird und über eine am Wagen-Fahrgestell an- ein- und austreten läßt und die Rollen dann, wenn
gelenkte Schwinge und eine Lenkstange mit dem 30 die Schwinge 15 und durch sie der Tragkorb 5 ange-Tragkorb
verbünden ist, und zum Ausschub des hoben ist, formschlüssig festhält. Die Bewegung der
Blockes aus dem Tragkorb ein Schubarm, der am Schwinge 15 wird durch die Gelenkstange 19, die am
Tragkorb schwenkbar gelagert ist und von am Wagen- Gelenkpunkt 20 an der Schwinge 15 und am Gelenk-Fahrgestell
angelenkten Gelenkstangen geschwenkt punkt 21 am Korb angelenkt ist, auf den Tragkorb
wird, vorgesehen ist. . 35 übertragen. Die Schubstange 12 wird von der orts-Zur
Platzersparnis im Walzwerk empfiehlt sich, daß festen Antriebseinrichtung durch eine Kurbel 22 an- ·
der Antrieb für die sich in vertikaler Richtung zwi- getrieben, an deren Kurbelzapfen 23 die Schubstange
sehen den Gleisen bewegende Schubstange unter- angelenkt ist und deren Kurbelwelle 24 von einem
halb des Gleises angeordnet ist. nicht gezeigten Motor beim Kippen im Drehsinn des
Eine stets sichere Verbindung zwischen der Schub- 40 Pfeiles 25 (F i g. 1), beim Zurückkippen im Drehstange
der Antriebseinrichtung und der Kippein- sinn des Pfeiles 36 (F i g. 3) angetrieben wird,
richtung des Kippers läßt sich dadurch erreichen, daß Der Schubarm 26 legt sich beim Ausschieben des
ein am oberen Ende der Schubstange angeordnetes Blockes aus dem Tragkorb mit seinem freien, ge-Rollenpaar
nach einem vorbestimmten Aufwärtshub rundeten Ende 27 an den Block an; er ist mit seinem
von Schubstange und Schwinge formschlüssig in einer 45 anderen Ende an einer am Tragkorb in Lagern 28
nach unten offenen Aufnahme der Schwinge gehalten gelagerten Schwenkwelle 29 befestigt. Diese Schwenkist.
: wejjc 29 ist ferner starr mit zwei einander parallelen
Damit der Block alsbald aus dem Korb ausge- Hebeln 30 verbunden, deren Enden 31 mit den beischoben
wird, wenn er auf den Rollgang gekippt derseits des Tragkorbs angeordneten Gelenkstangen
worden ist, ist ernndungsgemäß vorgesehen, daß zum 50 32 gekuppelt sind, die an ihrem anderen Ende die
Bewegen der Gelenkstangen nach Auflegen des Blök- Langlöcher 35 aufweisen.
kes auf den Rollgang dieselben mit einem Langloch In diese Langlöcher 35 greifen bei der Bauart der
versehen und an am Fahrgestell befestigten Zapfen Fig..1 bis 3 Zapfen33, die am Fahrgestell, und
geführt sind. < zwar an Halteblechen 34 des Fahrgestells befestigt
Ein empfehlenswertes Mittel, den zeitlichen Ver- 55 sind, und bei der Bauart der Fig. 4 bis 6 Zapfen37,
lauf des Ausschubes vorzubestimmen, besteht darin, die an Schwenkhebeln 38 befestigt sind, welche um
daß Zapfen, an denen die Gelenkstahgen mit ihren am Fahrgestell befestigt^ Zapfen 39 schwenken
Langlöchern angreifen, am einen Ende je eines können. 'V',v-^-
Schwenkhebels angebracht sind, der auf einem Zapfen Die in Fig. 1 bis 3 gezeigte Vorrichtung wirkt
des Fahrgestells schwenkbar gelagert ist und eine 60 in folgender Weise: Wenn der Block auf die ersten
vorbestimmte Kurvenbahn aufweist, an der eine auf Rollen des Rollganges aufgelegt worden ist (F i g. 2),
der Schwinge gelagerte Rolle abrollt. liegen die Gelenkstangen 32 mit den äußeren Enden
Damit diese Schwenkhebel dann, wenn sie weder ihrer Langlöcher 35 an den Zapfen 33 an. Wenn die
durch die in den Langlöchern der Gelenkstangen Kippbewegung des Tragkorbes 5 fortgesetzt wird
gleitenden Zapfen noch durch die an ihrer Kurven- 65 (F i g. 3), halten die Gelenkstangen 32 die beiden
bahn sich abwälzenden Rollen der Schwinge geführt Hebel 30 fest, die nun ihrerseits schwenken und
werden, d.h. dann, wenn der Korb aufrecht steht, eine Schwenkbewegung des Schubarmes 26 bewirken,
nicht lose hin- und herschwingen, empfiehlt sich je ein so daß dessen freies Ende 27 den Block 9 weiter auf
den Rollgang schiebt. Der Schwerpunkt G des Blockes befindet sich dann über dem Rollgang, und der Block
wird von den angetriebenen Rollen des Rollganges mitgenommen. Wenn die Kurbel 22 im Sinne des
Pfeiles 36 zurückgeschwenkt wird (F i g. 3), führt sie die Schubstange 12 nach unten, der Tragkorb 5 geht
zunächst in die Stellung gemäß F i g. 2 zurück, das freie Ende 27 des Schubarmes bewegt sich in seine
Ausgangsstellung, und der Tragkorb setzt dann seine Rückschwenkbewegung fort, bis er in seine Fahrstellung
gelangt, wie sie in F i g. 1 veranschaulicht ist. .
Die in F i g. 4 bis 6 gezeigte Bauart wirkt etwas anders, weil dort die Zapfen, an die sicji die Gelenkstangen
32 mit den Außenenden ihrer Langlöcher 35 anlegen, nicht am Fahrgestell, sondern an den
Schwenkhebeln 38 befestigt sind, die um die am Fahrgestell festen Zapfen 39 schwenken können.
Diese Schwenkhebel weisen an ihrer einen Längsseite eine Kurvenbahn 40 auf und legen sich in ihrer
Endlage an Anschläge 41 an; an ihrer Kurvenbahn liegt je eine Rolle 42 an, deren Achse von der
Schwinge 15 getragen wird. Der Korb weist eine frei drehbare Rolle 43 auf.
Die Vorrichtung nach F i g. 4 bis 6 wirkt wie folgt:
Wenn die Schubstange 12 steigt und die Schwinge , 15 hebt, also den Tragkorb kippt, legen sich die Rollen
42 an die Kurvenbahn 40 der Schwenkhebel 38 an und schwenken diese entgegen dem Uhrzeigersinn;
die Zapfen 37 nehmen die Gelenkstangen 32 mit und schwenken die Hebel 30 und den Schubarm 26 im
Uhrzeigersinn, und dieser schiebt den Block über die lose Rolle 43 auf'den Rollgang. Er tut dies mit einer
durch die Form der Kurvenbahn 40 vorbestimmten, zunächst geringen und dann zunehmenden Geschwindigkeit,
also mit geringstem Stoß und doch in geringster Zeit.
Claims (6)
1. Blocktransportwagen mit seitwärts kippbarem Tragkorb, dadurch gekennzeich-
40 net, daß zum Kippen des Tragkorbes(5) eine
Schubstange (12), die von einer ortsfesten Fremd-Antriebseinrichtung betätigt wird und über eine
am Wagen-Fahrgestell (3)' angelenkte Schwinge ' (15) und eine Lenkstange (19) mit dem Tragkorb
verbunden ist, und zum Ausschub des Blockes (9) aus dem Tragkorb (5) ein Schubarm
(26), der am Tragkorb (5) schwenkbar gelagert ist und von am Wagen-Fahrgestell angelenkten
Gelenkstangen (32) geschwenkt wird, vorgesehen ist.
2. Blocktransportwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb für die
sich in vertikaler Richtung zwischen den Gleisen (2) bewegende Schubstange (12) unterhalb des
Gleises (2) angeordnet ist.
3. Blocktransportwagen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein am oberen Ende
der Schubstange (12) angeordnetes Rollenpaar (13,14) nach einem vorbestimmten Aufwärtshub
von Schubstange (12) und Schwinge (15) formschlüssig in einer nach unten offenen Aufnahme
(18) der Schwinge (15) gehalten ist. „
4. Blocktransportwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Bewegen der Gelenkstangen (32) nach Auflegen des Blockes auf den Rollgang dieselben
mit einem Langloch (35) versehen und an am Fahrgestell (3) befestigten Zapfen (33) geführt
sind.
5. Blocktransportwagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Zapfen (37), an denen
die Gelenkstangen (32) mit ihren Langlöchern (35) angreifen, am einen Ende je eines Schwenkhebels
(38) angebracht sind, der auf einem Zapfen (39) das Fahrgestells schwenkbar gelagert
ist und eine vqrbestimmte Kurvenbahn (40) aufweist, an der eine auf der Schwinge (15) gelagerte
Rolle (42) abrollt (F i g. 4 bis 6) .
6. Blocktransportwagen nach Anspruch S, gekennzeichnet
durch je einen Anschlag (41) am Wagen-Fahrgestell, der die Schwenkung des Schwenkhebels (38) begrenzt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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