DE144352C - - Google Patents

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DE144352C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C7/00Coherent pavings made in situ
    • E01C7/08Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders
    • E01C7/18Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders of road-metal and bituminous binders
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, um aus zerkleinerten Füllstoffen ein trockenes, körniges versandfähiges Material zu erzeugen, welches sich überall wie Stampfasphalt zur Herstellung von Straßenbelag, oder zur Fabrikation von Kunststeinen oder Formstücken aus Kunststein verarbeiten läßt.
Die Erfindung hat eine Verbesserung und teilweise weitere Ausbildung des Verfahrens nach dem D. R. P. 137567 zum Gegenstande und beruht darauf, das gewünschte, noch heiße Material nicht zu festen Steinen oder TrT sonstige Formen zu pressen, sondern im Gegenteil die Zusammenballung der Massen zu verhindern, um dieselben in einen trockenen versandfähigen Gries zu verwandeln. Dieser Gries kann demnächst durch Wiedererwärmung und Pressung zu Kunststeinen oder Kunststeinfabrikaten oder ähnlich wie Stampfasphalt zur Herstellung von Straßenbelag verarbeitet werden.
Der dünnflüssige, durch eine mäßige Erhitzung von jedenfalls nicht über 2000 wasserfrei gemachte und nur wenig verdickte Teer wird unter guter Durcharbeitung mit der vielfach (5 bis ι ο fach) größeren Gewichtsmenge des zerkleinerten Steinmaterials, insbesondere Kies, eine kurze Zeit gemischt, und zwar nur so lange, bis die Masse gar ist, was sich insbesondere dadurch kenntlich macht, daß sie nicht mehr abfärbt, sondern sich wie ein trockener Mörtel anfühlt.
Wie in dem Patent 137567 hervorgehoben ist, kann dies sowohl in der Weise erfolgen, daß das gemischte Material unter Umrühren auf die erwähnte Temperatur gebracht und kürzere Zeit auf derselben erhalten wird, oder auch in der bekannten Weise, daß sowohl das Steinmaterial als der Teer für sich allein__er^_ hitzi_und demnächst beide Stoffe noch eine kurze Zeit der erforderlichen Durcharbeitung oder Durchmischung unterworfen werden, bis das Gemisch den geschilderten Zustand erlangt hat. In diesem Zustand hat das Material eine außerordentlich hohe Bindekraft, dergestalt, daß es bei der Abkühlung zu harten festen Massen wird. Diese entstehen, wie. schon in der genannten Patentschrift dargelegt ist, auch ohne wesentlichen Druck, insbesondere schon durch den Druck der eigenen Schwere, wenn man das Material in diesem Zustande erkalten läßt. Es ist daher nicht möglich, das Material erkalten zu lassen, um es als Belag für Straßenoberflächen zu verwenden oder nachträglich, insbesondere an einem anderen Orte, Formstücke daraus zu bilden. Bisher hat man es vielmehr sofort in noch heißem und daher plastischem Zustande der weiteren Verarbeitung durch Formen und Pressen unterworfen. Es hat sich gezeigt, daß die Erzeugung gleichmäßiger Fabrikate auf diese Weise sehr erschwert ist. Außerdem erscheint es in vielen Fällen erwünscht, dem Material erst an der Verwendungsstelle die erforderliche Form zu geben. Die Ver-Sendung in heißem Zustande ist wegen der ungleichmäßigen Abkühlung und der obigen Eigenschaften des Materials unpraktisch.
Das vorliegende Verfahren dient dazu, ein bindefähiges und gleichzeitig versandfähiges

Claims (2)

Produkt, zu erhalten, welches man später zur Herstellung der gewünschten gleichmäßigen Fabrikate verwenden kann. Für das vorliegende Verfahren wird die in dem Patent 137567 erwähnte getrennte Erhitzung beider Materialien angewendet, da dadurch beide zuvor wasserfrei werden, und die weitere Einwirkung aufeinander bei derMischung bis zum Garwerden wesentlich abgekürzt werden kann. Bei der Mischung saugt der heiße Steingries gierig den Teer in seine Poren auf, besonders wenn er, wie gemäß Patent 144457, höher erhitzt ist als der Teer, und überzieht sich ferner mit jener innig feinen Teerhaut, welche die spätere Verkittung der einzelnen Teile bewirken soll. Sobald die Wirkung eintritt, daß das Mischgut sich im wesentlichen trocken anfühlt und nicht mehr abfärbt, ist die Mischung beendet. Statt das heiße Material nun in Formen zu füllen oder zu pressen, wird dasselbe während des Verlassens des Mischapparates unter Vermeidung eines Zusammenbackens in lockerem Zustande einer starken Abkühlung unterworfen, indem man es z. B. aus einiger Höhe durch kalte Luft auf ein großmaschiges Rüttelsieb oder auf mehrere solche nacheinander fallen läßt, so daß es in kleinkörniger Form, allenfalls teilweise unter Bildung kleiner Brocken, gesammelt wird. Größere Brocken, die auf dem Sieb bleiben, können nachträglich wieder mechanisch zerkleinert und der Masse zugemischt werden. Die Klumpenbildung wird desto sicherer vermieden, je größer das Verhältnis des Steinmaterials zum Teer ist. Hieraus ergibt sich eine Abänderung des Verfahrens, welche darin besteht, dem Füllstoff bei diesem Verfahren eine für die erforderliche Bindung unzureichende Menge dünnflüssigen Teers beizumischen. In diesem Falle wird dann ein in der Kälte trockenes, pulverisiertes Bindemittel, wie z. B. Pech, in der Menge von einigen Prozenten hinzugefügt. Man bereitet hierfür Pech am besten in besonderer Weise, indem man Teer nicht so weit abdestilliert, wie dies in den Teersiede- v reien üblich ist, wo das Pech lediglich das Endergebnis und der Rückstand einer bis zu Ende geführten Destillation ist. Vielmehr wird der zur Herstellung dieses Bindemittels bestimmte Teer nur einer teilweisen Destillation unterworfen, und zwar so lange, bis eine entnommene Probe nicht mehr die färbenden Eigenschaftes des Teers hat und beim Erkalten erstarrt. Dieses Pech läßt sich zu Pulver vermählen und ist das geeignete Bindemittel. Bei der späteren Wiedererhitzung und Verarbeitung schmilzt das im Gemisch befindliche Pechpulver und unterstützt die Bindekraft des Teers, so daß hierdurch die Bindung eine ausreichende wird. Das erhaltene Erzeugnis kann daher unter Wiedererhitzung zu Formstücken, wie Pflastersteinen, Platten, Röhren usw., verarbeitet oder wie Stampfasphalt für die Herstellung von Straßenbelag verwendet werden. Es versteht sich von selbst, daß auch bei vorliegendem Verfahren die Zumischung von Sägemehl zulässig ist und den Arbeitszweck befördern kann. Patent-A ν Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung einer Masse aus Teer und Füllstoffen, welche durch Anwendung von Hitze und Druck zu künstlichen Steinen, Formstücken oder Straßenbelag verarbeitet werden kann, gekennzeichnet durch starke Abkühlung des lockeren und zerteilten heißen Gemisches von zerkleinertem Füllstoff mit einem wasserfreien und nur teilweise abdestillierten Teer, unter möglichster Vermeidung der Klumpenbildung und gegebenenfalls unter nachträglicheer Zerkleinerung der etwa auftretenden Zusammenballungen, so daß ein griesartiges, versandfähiges, zur Herstellung von Steinen geeignetes Erzeugnis entsteht.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung einer für die Bindung unzureichenden Menge des Teers in der Mischung und den nachträglichen Zusatz eines pulverförmigen trockenen Bindemittels, insbesondere eines nicht vollkommenen abdestillierten Pechs.
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