DE135751C - - Google Patents

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DE135751C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A25/00Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
    • F41A25/16Hybrid systems
    • F41A25/20Hydropneumatic systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 135751 KLASSE 72 c.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Neuanordnung an Rücklaufkolbenbremsen für Geschütze jeden Kalibers.
Die Bremse besteht aus einer oder mehreren hermetischen Kammern, in welchen sich ein beliebiges Gas unter Druck befindet. Dieses ist von der Flüssigkeit durch eine elastische Zwischenwand getrennt und wird während des Rücklaufs des Geschützes durch die von einem Kolben verdrängte Flüssigkeit cbmprimirt. Die Compression des Gases erfolgt durch die Formänderung der elastischen Zwischenwand. Nach Beendigung des Rücklaufes wirkt das comprimirte Gas auf die Flüssigkeit und treibt das Geschütz in die Feuerstellung zurück.
Die vorliegende Erfindung ist insbesondere durch die Verwendung einer oder mehrerer elastischer Zwischenwände von der Form einer Kugelkalotte zwischen der Flüssigkeit und dem Gas gekennzeichnet. Diese Scheiben enthalten kreisförmige Rillen, deren Zweck der ist, die Formänderung zu erleichtern. Ihre Bewegung wird durch feste, gleichfalls calottenförmige Scheidewände begrenzt, welche mit Löchern versehen sind und so freien Durchtritt der Flüssigkeit gestatten. Durch diese Anordnung wird jegliche Dichtung aus Leder, Kautschuk, Hanf u. s. w. zwischen der Flüssigkeit und dem Gase vermieden. Die verschiedenen,- den Gasbehälter bildenden Theile sind mit einander verlöthet. Die einzigen vorhandenen Dichtungen sind die, welche die Flüssigkeit von der Aufsenluft abschliefsen.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch die Rücklaufbremse vor erfolgtem Rückstofs, Fig. 2 ein Längsschnitt durch dieselbe nach erfolgtem Rückstofs, Fig. 3 ein Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform vor erfolgtem Rückstofs, Fig. 4 ein Querschnitt nach C-D in Fig. 3, Fig. 5 ein Querschnitt nach A-B in Fig. 3, Fig. 6 ein Längsschnitt durch den Cylinder nach erfolgtem Rückstofs, Fig. 7 ein Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform vor erfolgtem Rückstofs, Fig. 8 ein Querschnitt nach A-B in Fig. 7, Fig. 9 ein Längsschnitt durch den Cylinder nach erfolgtem Rückstofs.
In einem einzigen Cylinder ist gleichzeitig die hydraulische Bremse, der Compressor und der Behälter für geprefstes Gas mit seiner elastischen Scheidewand eingeschlossen. In dem auf der Lafette befestigten Cylinder q befindet sich ein Kolben s, der am Geschützrohr mittels eines Ringes befestigt ist und sich mit ihm beim Rückstofs bewegen kann. Im Innern des Kolbens s befindet sich eine hohle Stange t, die in dem Cylinder q befestigt ist. An der Vorderseite des Cylinders liegt ein Compressionsbehälter ^, welcher die Rücklaufbremse enthält. Diese besteht aus einem Cylinder ν, der an der einen Seite ein Füllrohr enthält und auf der anderen Seite durch eine elastische Kugelkalottey aus Stahl, Kupfer, Kautschuk oder einem anderen Material geschlossen ist. Während des Rückstofses wird die in dem ringförmigen Räume zwischen dem Kolben s und dem Cylinder q befindliche Flüssigkeit in das Innere des Kolbens getrieben. Sie tritt
hierbei durch die Oeffnungen η mit constantem Querschnitt und durch die Oeffnungen n' mit veränderlichem Querschnitt. Da das Volumen der Stange t geringer ist, als das Volumen der beim Rückstofs verdrängten Flüssigkeit, wird ein Theil derselben im Inneren des Kolbens q keinen Raum finden und infolge dessen in den an der Vorderseite des Cylinders befindlichen Compressionsraum gedrängt. DieKugelkalottej^, welche in der Feuerstellung des Geschützes die in Fig. ι dargestellte Lage einnimmt, wird durch die Flüssigkeit deformirt und nimmt am Schlufs des Rückstofses die in Fig. 2 angegebene Lage ein. Diese Kalotte ist, wie oben angegeben, mit kreisförmigen Rillen versehen, welche die Formänderungen erleichtern sollen. Ein starrer Pfropfen v', der mit Löchern für den Durchtritt der Flüssigkeit versehen ist, begrenzt die Formänderungen der elastischen Membrane. Nach erfolgtem Rückstofs übt das zusammengeprefste Gas auf die elastische Membrane y einen Druck aus, treibt die Flüssigkeit in den Kolben zurück und führt das Geschützrohr wieder in Feuerstellung.
Nach einer zweiten Ausführungsform Fig. 3 bis 6 wird der Gasbehälter nicht durch eine einzige Linse gebildet, sondern durch eine Reihe von solchen. Jede von diesen hat einen doppelten elastischen Boden, der aus elastischen Kalotten y, ähnlich der Kalotte y in Fig. 1 und 2, jedoch kleiner als diese, gebildet wird. Die äufserste Formänderung -der elastischen Kalotten wird, wie in der ersten Ausführungsform, durch starre Böden ν begrenzt, welche Löcher enthalten und der Flüssigkeit einen freien Durchtritt gestatten; sie sind durch Keile w in ihrer Lage festgehalten. Sämmtliche Linsen sind durch ein Rohr \ unter einander verbunden, welches an ein an der Aufsenseite des Cylinders mündendes Füllrohr angeschlossen ist. Diese Anordnung gestattet ein Füllen der Gasbehälter, ohne dafs die Linsen herausgenommen werden. Während des Rückstofses drängt das aus dem Cylinder k durch den Kolben j verdrängte Wasser in das Innere des Kolbens, comprimirt das in den Linsen ν enthaltene Gas und deformirt die Kalotten y, so dafs diese die in Fig. 6 dargestellte Lage einnehmen. Nach Beendigung des Rückstofses übt das zusammengeprefste Gas auf die elastischen Kalotten einen Druck aus, treibt die Flüssigkeit in den Cylinder k und führt das Geschütz in die Feuerstellung zurück.
Die in Fig. 7 bis 9 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der vorhergehenden nur dadurch, dafs die Linsen nicht durch ein Rohr mit einander verbunden sind, sondern jede für sich ein Füllrohr enthält. Das Einfüllen von geprefstem Gas in die Linsen kann dann nur von Statten gehen, wenn diese demontirt sind. Die Wirkungsweise beim Rückstofs und beim Zurückführen in die Feuerstellung ist die gleiche, wie die in der vorhergehenden Ausführungsform.

Claims (3)

Patent-Ansprüche :
1. Rücklaufkolbenbremse für Geschütze mit einer oder mehreren dichten, durch elastische Wände abgeschlossenen Gaskammern, welche beim Rücklauf des Geschützes durch den Druck der vom Bremskolben verdrängten Flüssigkeit zusammengeprefst werden und nach Beendigung des Rückstofses auf den die Flüssigkeit verdrängenden Kolben zurückwirken, so dafs das Geschütz in die Feuerstellung zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dafs die elastischen Wände der Gaskammern die Form von kreisförmig gewellten Kugelkalotten haben, wobei die durch die Wellenform erleichterten Formänderungen durch eine starre Wand von ähnlicher Oberfläche begrenzt werden, die mit Löchern zum freien Durchtritt für die Flüssigkeit versehen ist.
2. Ausführungsform der Rücklaufkolbenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs das geprefste Gas in einer einzigen dichten Kammer eingeschlossen ist, welche den Deckel des Bremscylinders bildet, und welche vom Cylinderinnern durch eine elastische, gewellte Kugelkalotte getrennt ist, die durch eine starre durchbohrte Scheidewand von ähnlicher Form geschützt ist (Fig. ι und 2).
3. Ausführungsform der Rücklaufkolbenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs das geprefste Gas in einem im Innern des Prefscylinders befindlichen Behälter eingeschlossen ist, welcher aus einer Reihe von Linsen (y) besteht, die durch elastische, mittels starrer durchbohrter Scheidewände geschützter Wände abgegrenzt werden und die sämmtlich durch ein gemeinsames, in den Kolbenboden mündendes Füllrohr in Verbindung stehen (Fig. 3 bis 6).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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