DE134356C - - Google Patents
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- DE134356C DE134356C DENDAT134356D DE134356DA DE134356C DE 134356 C DE134356 C DE 134356C DE NDAT134356 D DENDAT134356 D DE NDAT134356D DE 134356D A DE134356D A DE 134356DA DE 134356 C DE134356 C DE 134356C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
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- C23C8/60—Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using solids, e.g. powders, pastes
- C23C8/62—Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using solids, e.g. powders, pastes only one element being applied
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 18 c.
des elektrischen Stromes.
,/Die bisherigen Versuche zum Kohlen der
Oberfläche von Eisen- und Stahlgegenständen mit Hülfe des elektrischen Stromes bestanden
darin, dafs man entweder zwischen Kohlen-JT elektroden und dem Werkstück Lichtbögen
entstehen liefs, wodurch das Werkstück stark erhitzt wurde und die durch den Lichtbogen
übergeführte Kohle bereitwillig aufnehmen sollte^ jfQ oder darin, dafs man auf das Werkstück Kohle
streute und dann erst Lichtbögen zwischen einer Kohlenelektrode und dem Werkstück
entstehen liefs. Immer aber hatte die Luft freien Zutritt zu der jeweils behandelten Stelle
es Werkstückes.
Diese Versuche haben nach Angabe des Erfinders zu befriedigenden Ergebnissen nicht
geführt, weil infolge des. freien Luftzutrittes einerseits die auf das Werkstück gestreute Kohle
verbrannte, ohne dafs eine erhebliche Kohlung stattfand, und andererseits die stark erhitzte
Stelle des Werkstückes sich mit einer Oxydschicht überzog, welche eine weitere Kohlung
verhinderte und sogar dem Eisen oder Stahl die bereits aufgenommene Kohle wieder zum
Theile entzog. Es ;■ war 'somit bisher nicht möglich, mit Hülfe des elektrischen Stromes
gröfsere Eisen- oder Stahloberflächen ausgiebig und vor allem gleichmäfsig zu kohlen.
Nach vorliegender Erfindung wird dies dadurch ermöglicht, dafs man die Kohlung
unter Luftabschlufs vornimmt. Da es aber, ganz kleine 'Gegenstände ausgenommen, praktisch nicht durchführbar ist, einen hinreichend
starken "Strom, zu beschaffen, um die ganze Oberfläche des Werkstückes auf eirjmal
zu behandeln, und daher die verschiedenen Stellen des Werkstückes in zeitlicher Aufeinanderfolge
behandelt werden müssen, so werden die Elektroden in einem luftdicht auf
das Werkstück aufgesetzten Gehäuse untergebracht, welches das ganze Werkstück oder
blos einen Theil desselben deckt. Im ersteren Falle werden die Elektroden in Gruppen getheilt,
die nach einander eingeschaltet werden, im letzteren Falle dagegen wird das Gehäuse
längs des Werkstückes verschoben oder umgekehrt.
Die vorliegende Erfindung ist hauptsächlich zum einseitigen Kohlen von Panzerplatten,
zum Kohlen der Lauffläche von Schienenköpfen und dergl. geeignet.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigt Fig. 1 schematisch eine Panzerplatte nebst Elektroden
zur fortschreitenden Behandlung der ersteren. Das Elektrodengehäuse ist im Schnitt nach der
Linie 1-1 (Fig. 2) dargestellt.
Fig. 2 ist eine Draufsicht der Platte und des Elektrodengehäuses nach Fig. 1.
■ In Fig. 3 ist im Schnitt eine Schiene dargestellt, weiche sich unter festen Elektroden hinbewegt. Fig. 4 ist ein Schnitt einer Platte und eines Elektrodengehäuses nach der Linie 4-4 (Fig. 5), wobei während der Behandlung beide feststehen. .
■ In Fig. 3 ist im Schnitt eine Schiene dargestellt, weiche sich unter festen Elektroden hinbewegt. Fig. 4 ist ein Schnitt einer Platte und eines Elektrodengehäuses nach der Linie 4-4 (Fig. 5), wobei während der Behandlung beide feststehen. .
Fig. 5 ist eine Draufsicht· eines Theiles des Elektrodengehäuses (Fig. 4), wobei die Speiseleitungsdrähte
fortgelassen sind. Fig. 6 zeigt im Schnitt eine Vorrichtung zum selbsttätigen
Nachschieben der Elektroden gegen das Werkstück.
Fig. 7 zeigt im Schnitt eine mit einer Schicht gekörnter Kohle bedeckte Platte, welche nach
—vorliegender Erfindung behandelt wird.
Fig. 8 ist eine Bodenansicht des beweglichen Deckels mit dem Elektroden nach Fig. 7.
In Fig. ι und 2 bezeichnet A die zu behandelnde
Platte, die auf geeigneten, bei J51 ■fu isolirten Stützen B ruht. C sind die schematisch
angedeuteten Elektroden, welche zweckmä'fsig derart angeordnet sind, dafs sie sich in
bekannter Weise selbstthätig nachschieben, wie in Fig. 6 gezeigt. Dort bezeichnet C0 ein
-^Verbundsolenoid, c° eine federnde Stütze für
die Kohle; C,. N und N1 sind die Zuleiter; JV"2 ist ein Nebenschlufsleiter, durch welchen
die Kohlenelektrode selbstthätig im gewünschten Abstand von der Platte gehalten wird, so dafs
£ö zwischen der Platte und der Kohle ein Lichtbogen entsteht. Diese Vorrichtung bildet aber
keinen Theil der vorliegenden Erfindung. Die Kohlenelektroden werden in einem Deckel D1
des Gehäuses D gehalten, das auf der Platte A .-unter Zwischenlegung einer Isolirschicht mittelst
Handgriffen d verschoben werden kann. Das Gehäuse sitzt luftdicht auf der Platte und ist
allseits luftdicht verschlossen. Die Elektroden sind zweckmäfsig mit dem positiven Pol der
3£>Stromquelle verbunden, und es wird durch den Lichtbogen Kohle von den Elektroden
auf"die"PIätte"~übergetührt, welche sich gegenüber
der Elektrode alsbald stark erhitzt, und zwar bis zu einer gewissen Tiefe unter ihrer
Oberfläche; der Strom geht durch einen beliebigen Ableiter E weiter.
Nach Fig. 1 und 2 wird die Oberfläche der
Platte fortschreitend behandelt; ' wenn die Kohlung bis zur gewünschten Tiefe stattgefunden
hat, kann der gekohlte Theil _gehärtet werden, indem man den Strom unterbricht^
worauf das Wärmeleitungsvermögen des Metalles die rasche Ableitung der Wärme zur
Foige_riat" Während des Kohlens kann der £ fielgebÜebene Theil der Platte A mit einer
Flüssigkeit besprengt werden, um das Erweichen . des aufserhalb des Gehäuses liegenden Metalles
zu verhüten; das Besprengen kann auch nach der Kohlung auf dem gekohlten Theil stattzufinden
und zu7 Härtung beitragen.
TEiT-FTg. 3 ist das 'Elektrodengehäuse D2 an
einer geeigneten Stütze G angebracht und die Schiene F gleitet der Länge nach durch das
Gehäuse, das an den Enden luftdicht abgeschlossen ist. Der Boden des Kastens kann
bei d2 mit Asbest abgedichtet sein; der Fufs/1
der Schiene gleitet über Rollen H. ■ Der Strom geht von den Elektroden C in den Schienenkopf/,
welcher sich alsbald stark erhitzt und Kohle aufnimmt, und geht dann durch den Stromabnehmer E1 weiter.
Der Sauerstoff der im Elektrodenkasten enthaltenen Luft wird in kürzester Zeit verzehrt,
und es bleiben darin nur Stickstoff und andere indifferente Gase zurück; Kohle wirddaher
von_den_Elekti-oden in den^Körper ~des~WerkstU^ke^^bergetührt^
ohne dafs eine Oxydation 'aer~öBer5ächT"des Werkstückes stattfände.
Bei der Einrichtung nach Fig. 4 deckt der Kasten D3 die ganze Plattenoberfläche und ist
bei dz mit Asbest oder dergl. abgedichtet Die
Elektroden gehen luftdicht durch den Deckel Z)1 des Kastens, und die Solenoide C0 ruhen auf
dem Träger- K, der von Ständern k getragen wird. Die Elektroden werden auch hierbei in
irgend einer geeigneten Weise selbstthätig nachgeschoben.
Bei der Einrichtung nach Fig. 4 und 5 wäre es für gewöhnlich recht schwierig, sämmtliche
Elektroden gleichzeitig in Thätigkeit zu halten, und zwar wegen der erforderlichen aufserordentlich
grofsen Stromstärke. Es wird daher gewöhnlich wünschenswerth sein, die Elektroden gruppenweise arbeiten zu lassen,
was mit Hülfe irgend eines bekannten Umschalters geschehen kann. Fig. 7 zeigt einen
derartigen Umschalter.
'Bei der in Fig. 4 und 5 gezeigten Einrichtung verbleiben der Elektrodenkasten und die
Platte in ihrer Lage, bis die Cementirung der ganzen Platte vollendet ist. Der Kasten D3
wird dann entfernt, die Platte herausgenommen und in der erforderlichen Weise weiter behandelt.
Stattdafs man den Kohlengehalt der Elektroden Gzur
KoETung der Plattenoberfläche benutzt,~~Eän*n man Kohle in Pulver- oder
"Körnerforrn auf die Plattenoberfläche auftragen lind den Strom durch diese Kohle SnilürcK-gehen
lassen, wie z. B. in Fig. 7 gezeigt ist. In diesem Falle wird infolge des hohen Widerstandes
der Kohle und durch die unvollkommene, leitende Berührung der Elektroden
mit dieser Kohle eine sehr hohe Temperatur erzeugt. In Fig. 7 ist die Plattenoberfläche
von Mauerwerk P mit feuerfestem Futter _p luftdicht umschlossen und mit einer Lage O
gepulverter Kohlen unter dem Deckel D3 bedeckt. Dieser Deckel ist mit feuerfestem
Futter R ausgefüllt, welches die Elektroden G3 umschliefst. Die Elektroden können aus Kohle
oder einem anderen geeigneten Leiter bestehen, und wenn der Deckel sich in seiner Stellung
befindet, so ruhen sie auf der Kohlenlage O auf. Die Elektroden können durch Umschalter
c3 gruppenweise ein- und ausgeschaltet werden. Die Unterseite der Platte kann durch
Luft gekühlt werden, die man durch Düsen Q. einbläst. Läfst man Strom durch die Elektroden
C3 gehen, so wird die Plattenoberfläche alsbald stark erhitzt und die Platte nimmt bis
zu einer von der Dauer des Stromdurchganges
abhängigen Tiefe Kohlenstoff auf. Nach Beendigung der Behandlung kann der Deckel in
beliebiger Weise etwa durch das über die Rolle 5 gehende Seil T abgehoben werden.
Alle Theile der Plattenoberfläche können gleichzeitig behandelt werden, wenn ein hinreichend
starker Strom zur Verfügung steht, oder es können die einzelnen Theile der Platte
nach einander behandelt werden, etwa durch Ein- und Ausschalten von Elektrodengruppen
durch die Umschalter c3. Bestehen die Elektroden C3 aus Kohle, so kann die Kohlenlage
O entfallen. Doch ist deren Anwendung vorzuziehen. In allen beschriebenen Fällen ist
die Temperatur der behandelten Plattenseite höher als die der entgegengesetzten, und dieser
Temperaturunterschied kann durch künstliche Mittel noch weiter gesteigert werden, wie z. B.
die in Fig. 7 gezeigten Düsen Q..
Claims (1)
- Patent-Anspruch:
Verfahren zum Kohlen der Oberfläche von Eisen- und Stahlgegenständen mit Hülfe des elektrischen Stromes bei Gegenwart von Kohle oder durch Lichtbögen unter Anwendung von Kohlenelektroden, dadurch gekennzeichnet, dafs die Kohle nebst Stromzuleitern oder die Kohlenelektroden in einem luftdicht auf das Werkstück aufgesetzten Gehäuse untergebracht sind, wobei, um verschiedene Stellen des Werkstückes in zeitlicher Aufeinanderfolge behandeln zu können, entweder Werkstück und Gehäuse gegen einander verschiebbar sind oder die Elektroden gruppenweise eingeschaltet werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE134356C true DE134356C (de) |
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ID=402490
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT134356D Active DE134356C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE134356C (de) |
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- DE DENDAT134356D patent/DE134356C/de active Active
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