DE130699C - - Google Patents

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DE130699C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K1/00Details
    • H01K1/02Incandescent bodies
    • H01K1/04Incandescent bodies characterised by the material thereof
    • H01K1/06Carbon bodies

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  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 130699 KLASSE 21/.
FERDINAND FANTA in LONDON.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Mai 1900 ab.
Durch das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren zur Verstärkung von Kohlefäden und zur Regenerirung abgenutzter Fäden elektrischer Glühlampen wird bezweckt, die den bisherigen Verfahren anhaftenden Mifsstände zu beseitigen.
Das Verfahren besteht darin, dafs die Verstärkung und Regenerirung der Glühfäden nicht, wie bisher üblich, in einer reinen Kohlenwasserstoffatmosphäre, sondern in einer Mischatmosphäre von Kohlenwasserstoff und Luft, welche man während der Regenerirung durch die Glocke ständig kreisen läfst, ausgeführt wird.
Die Vortheile, welche durch das Verfahren erzielt werden, sind kurz folgende:
Dadurch, dafs zur Regenerirung ein Kohlenwasserstoff-Luftgemisch verwendet wird, werden die leicht unter Rufsabscheidung zersetzlichen Kohlenwasserstoffbestandtheile unschädlich gemacht, so dafs unter Vermeidung der Schwärzung der Birneninnenseite auf dem Glühfaden nur ein in jeder Beziehung tadelloser harter, grauer und glänzender Kohlenstoffniederschlag erzeugt wird, und der Glühfaden infolge dessen den ursprünglichen Widerstand und somit die ursprüngliche Leuchtkraft erhält. Da die leicht zersetzlichen Kohlenwasserstoffbestandtheile durch Oxydation mit der beigemengten Luft für den Regenerirungsprocefs unschädlich gemacht werden und das Entstehen von rufsartigem Kohlenstoff, welcher neben seiner Schädlichkeit für den Glühfaden auch durch Festsetzen, an der Birneninnenseite die Lampe verdunkeln könnte, vermieden wird, kann die Regenerirung in der Birne selbst, also ohne dafs, wie es bisher üblich war, der Faden herausgenommen und in einem besonderen Gefäfse aufgebessert wird, vorgenommen werden.
Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt :
Nachdem die Spitze von der Glocke, welche zweckmäfsig behufs Entfernung des derselben anhaftenden Kohlenniederschlages entsprechend gereinigt wird, entfernt wurde, wird durch ein an die Glocke angeschmolzenes Evacuationsrohr, während der Kohlefaden glüht, ein vortheilhaft vorerhitztes Kohlenwasserstoff-Luftgemisch durchgeleitet und damit so lange fortgefahren, bis der Faden auf den gewünschten Querschnitt gebracht ist.
Um ihm den früheren Widerstand wiederzugeben, mufs der Glühfaden mit einer neuen Schicht von hartem und glänzendem Kohlenstoff versehen werden und es mufs deshalb jedwede Abscheidung von weichem und rufsartigem Kohlenstoff sorgfältig vermieden werden. Da dieser rufsartige Kohlenstoff von den leicht zersetzlichen Bestandtheilen der Kohlenwasserstoffe, welche zur Regenerirung benutzt werden, abgeschieden wird, so zielt das Verfahren zunächst darauf hin, diese leicht zersetzlichen Kohlenwasserstoffbestandtheile für den Regenerirungsprocefs unschädlich zu machen. Es geschieht dies in der Weise, dafs man dem . Kohlenwasserstoff einen entsprechenden Procent-
satz von Luft beimischt und das Kohlenwasserstoff-Luftgemisch, bevor es in die Birne geleitet wird, durch eine glühende Röhre durchgehen läfst, wobei der gröfste Theil der leicht zersetzlichen Stoffe verbrannt wird, so dafs es gelingt, einen festen, glatten Niederschlag auf dem Kohlefaden ohne Trübung der Birneninnenseite zu erhalten.
Die ständige und energische Circulation des Kohlenwasserstoff - Luftgemisches kann vermittelst einer Pumpe oder. sonst geeigneter. Hülfsmittel erreicht werden.
Wie durch Versuche festgestellt wurde, brauchen derart aufgearbeitete Lampen weniger Energie, lassen gröfsere Spannungsschwankungen zu und es tritt infolge Aufbringens von hartem und glänzendem Kohlenstoff auf den Faden eine geringere Lichtabnahme und Schwärzung der Birneninnenseite ein.
Die Durchführung des Verfahrens ist ferner erheblich einfacher als bisher, da die Lampen, nach dem Reinigen der Glocken, in einem Arbeitsgang vollständig fertig gemacht werden. Die nach dem beschriebenen Verfahren bearbeitete Lampe wird nunmehr in der bekannten Weise evacuirt und zugeschmolzen und ist alsdann sofort gebrauchsfertig.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: ,
1. Verfahren zur Verstärkung von Kohlefäden und zur Regenerirung abgenutzter Fäden elektrischer Glühlampen in ihrer Glocke, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Strom aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoff . und . atmosphärischer. Luft dauernd durch die Glocke hindurchgeleitet wird, während der Faden glüht, zu dem Zwecke, einen festen gleichmäfsigen Niederschlag auf dem Kohlefaden zu erzeugen und eine Trübung der Glasbirne zu verhindern.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs das Kohlenwasserstoff-Luftgemisch vor dem Eintritt in die Birne erhitzt wird, zu dem Zwecke, durch Oxydation der leicht zersetzbaren Bestandtheile des Kohlenwasserstoffes dieselben bei der Regeneration des Kohlefadens unwirksam zu machen.
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