DE130342C - - Google Patents

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DE130342C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C37/00Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
    • B21C37/04Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of rods or wire
    • B21C37/042Manufacture of coated wire or rods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ropes Or Cables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Draht, besonders für die Schuhwaarenindustrie, unter Verwendung eines Drahtes, welcher mit einem dünnen, fest haftenden, harten Ueberzuge aus Copalfirnifs, gegebenenfalls unter Zusatz von Beinschwarz, in bekannter Weise versehen ist. Die Verarbeitung des Drahtes geschieht in Maschinen, in denen der Draht von einem Wickel abgewunden, in gehörige Längen geschnitten wird und die abgeschnittenen Stücke für bestimmte Gebrauchszwecke durch Biegung geformt werden, ohne dafs der Ueberzug des Drahtes dabei sich ablösen, rissig, brüchig oder sonstwie beschädigt werden darf; des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren der Herstellung des mit einem derartigen widerstandsfähigen Ueberzuge versehenen Drahtes.
Bisher pflegte man beispielsweise die zum Befestigen der Knöpfe an Schuhwerk dienenden Drahtösen oder Schleifen aus blauem Drahte herzustellen, d. h. aus blau angelassenem Eisendrahte, der jedoch frühzeitig dem Verrosten verfällt, weshalb die Benutzung solcher Drahtösen zum Befestigen der Knöpfe an Schuhwerk sich wenig bewährt hat; denn der auf der Oese sich entwickelnde Rost verfärbt nicht nur das Oberleder, sondern zerstört auch das gute Aussehen des letzteren überhaupt.
Der Zweck der Erfindung liegt demnach auch darin, auf dem Drahte einen Ueberzug zu schaffen, der sich nicht vom Drahtkörper ablöst, wenn der Draht verarbeitet, beispielsweise von der Trommel einer Schuhknopfbefestigungsmaschine während deren Arbeitsgang abgewickelt wird, und nicht bricht und rissig wird, wenn der Draht behufs seiner Verarbeitung in die gewünschten Formen gedrückt und gebogen wird. Diesen Zweck erfüllt die Erfindung in vollkommenem Mafse, so dafs die aus dem noch näher zu beschreibenden Drahte geformte Befestigungsöse nicht verrosten und das Oberleder des Schuhwerkes nicht verderben kann, womit auch dem Vorürtheil gegen die genannten Befestigungsmaschinen wirksam begegnet ist.
Eine Maschine dieser Art bedarf eines Drahtes mit einem nur äufserst dünnen, schützenden Ueberzuge, der aber hart, eben, zähe und von solcher Beschaffenheit sein mufs, dafs man den Draht aufwickeln und abwickeln, behufs Erzeugung der kleinen Waare biegen und formen kann, ohne dafs dabei der Ueberzug abbricht oder abblättert oder auch nur rissig wird. In dieser Richtung angestellte Versuche haben ergeben, dafs sich ein derartiger Ueberzug bei Benutzung einer Lösung von Copallack (in Leinöl und Terpentin), dem Beinschwarz zugesetzt werden kann, erreichen läfst. Die Lacklösung mufs in einer ganz dünnen Schicht auf den Draht aufgetragen und dann einer recht hohen Temperatur (in einem Ofen) ausgesetzt werden, um ein festes Haften zu erzielen.
Die Fig. 1 der Zeichnung stellt im Aufrifs eine Vorrichtung zur Erzeugung des Draht-Uberzuges dar. Fig. 2 zeigt dieselbe in Ansicht, zum Theil geschnitten, und Fig. 3 veranschaulicht einen zum Gebrauche fertigen Drahtwickel.
Wie die Fig. 1 und 2 verbildlichen, ist der Drahtwickel α auf die Trommel b aufgebracht,
von der der Draht abgewunden, durch ein Bad c der Ueberzugsflüssigkeit gezogen und endlich durch einen einen verhältnifsmäfsig langen Weg darbietenden Ofen d geführt wird, der das Abzugsrohr der durch die Gasapparate g h beheizten Ofenkörper ef bildet. Von dem Ofen d führt die Röhre 20 in den Schornstein.
Auf seinem Wege zum Badec geht der Draht a über Führungsrollen ij einer Reibungsvorrichtung und dann unter der Rolle m weg durch das Bad. Um eine glatte und gleichförmige Vertheilung des Firnisses auf dem Drahte zu erzielen, lauft der Draht bei seinem Austritte aus dem Bade über einen Wischer η aus Filz oder anderem Faserstoffe, der zum Theil in das Bad eintaucht. Beim Weitergange des Drahtes durch den Ofen d wird sein noch flüssiger Ueberzug einer starken Erhitzung, zweckmäfsig bei einer Temperatur von etwa 2900 C, unterworfen und dadurch fest mit dem Drahte verbunden. Der aus dem Ofen austretende, nunmehr mit einem festen Ueberzuge versehene Draht läuft über die Führungsronen ο und ρ und wird schliefslich auf die Trommel r aufgespult, um den in Fig. 3 dargestellten Wickel n> zu bilden. Der Antrieb der Trommel r wird' von der Welle 11 mittels eines Schneckengetriebes s t abgeleitet.
In der beschriebenen Vorrichtung wird der Draht einerseits durch die Reibungsvorrichtung und andererseits mittels der Rollen op in Spannung gehalten, so dafs er mit der W7andung des Ofens nicht in Berührung kommen und daher der Ueberzug vor dem Erhärten nicht beschädigt werden kann. Auf die beschriebene Weise wird der gesammte Draht des Wickels a mit einem dünnen, ebenen, zähen und gleichförmigen, feststehenden Ueberzuge versehen, auf der Trommel r zu einem Wickel, wie in Fig. 3 dargestellt, zusammengerollt, und ist dann nach Anlegung der Bänder 2 zum Versand oder Gebrauch fertig.
Der in der Fig. 3 veranschaulichte Drahtwickel kann ohne Gefahr des Abstreifens oder andersartiger Beschädigung des Ueberzuges abgewunden und geschnitten sowie in jede beliebige Form gebogen werden, ohne dafs man dabei Bruch oder Abschilferung des Ueberzuges zu befürchten hätte. Aufser dem bereits angegebenen Zwecke kann derartiger Draht auch für alle möglichen anderen Zwecke in Verwendung genommen werden. Bei Knopfbefestigungs- und anderen automatischen Maschinen der Drahtverarbeitung benutzt man in Wickel aufgewundene Drahtstücke von hundert und mehr Metern Länge.
Das bei dem beschriebenen Verfahren verwendete Bad ist aus Copallack, Leinöl und Terpentin in solchem Verhältnisse zusammengesetzt, dafs sie eine dünne Flüssigkeit von etwa Wasserconsistenz bilden, die durch Beinschwarz gefärbt wird. Dieser Farbstoff hat sich nämlich in Verbindung mit Copalfirnifs als ganz besonders wirksam erwiesen. Die gehörige Consistenz des Bades kann man auf die Weise erzielen, dafs zunächst 1 Th. Beinschwarz mit 8Th. Copalfirnifs innig verrührt und alsdann noch ungefähr 20 Th. Copalfirnifs auf je ι Th. der Mischung zugesetzt werden. Beim Hindurchführen des Drahtes durch das Bad wird letzteres sich mehr oder weniger concentriren, so dafs ein zu starker Ueberzug auf dem Drahte entstehen könnte, der bei der Verarbeitung des Drahtes in der Maschine abbrechen oder beim Formen und Biegen des Drahtes rissig werden würde. Um dieses zu verhindern, empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit dem Bade etwas Copalfirnifs, der kein Beinschwarz enthält, zuzusetzen.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Draht, insbesondere für die Schuhwaarenindustrie, dadurch gekennzeichnet, dafs dieselben aus Draht angefertigt werden, welcher vor seiner Verarbeitung mit einem dünnen, fest haftenden, harten Ueberzuge aus Copalfirnifs, gegebenenfalls unter Zusatz von Beinschwarz, in bekannter Weise versehen worden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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