DE1295413B - Hintere Propellerwellenlagerung fuer Schiffe - Google Patents

Hintere Propellerwellenlagerung fuer Schiffe

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DE1295413B
DE1295413B DEG49361A DEG0049361A DE1295413B DE 1295413 B DE1295413 B DE 1295413B DE G49361 A DEG49361 A DE G49361A DE G0049361 A DEG0049361 A DE G0049361A DE 1295413 B DE1295413 B DE 1295413B
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DE
Germany
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shaft
bearing
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stern tube
seal
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DEG49361A
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English (en)
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Herbert Colin Wray
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Federal Mogul Engineering Ltd
Original Assignee
Glacier Metal Co Ltd
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Publication date
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine hintere Propellerwellenlagerung für Schiffe in einem Stevenrohr, wobei das hintere, buchsenartige Lager im Stevenrohr festlegbar und zum Schiffsinneren. hin herausnehmbar ist.
  • Es ist eine hintere Propellerwellenlagerung für Schiffe dieser Bauart bekannt (schweizerische Patentschrift 240 937), bei welcher das im Stevenrohr angeordnete Lager nur zusammen mit der Welle herausnehmbar ist. Bevor jedoch die Welle entfernt werden kann, muß der Propeller abmontiert werden. Sind nun aber einmal Welle und Lager in das Schiffsinnere gezogen worden, so bleibt eine große Lageröffnung zurück. Daraus ergibt sich, daß die Überprüfung und gegebenenfalls Ausbesserung des hinteren, buchsenartigen Lagers im Stevenrohr nur außerhalb des Wassers stattfinden kann, also dann, wenn sich das Schiff im Dock befindet. Bei den modernen Großfrachtern bzw. -tankern ist ein Eindocken jedoch mit sehr erheblichen Nachteilen verbunden. Bekanntlich werden im Schiffbau derzeit immer größere Einheiten gebaut, für die nur vereinzelte Docks entsprechender Größe vorhanden sind. Die Strecken, die ein derartiges Schiff mit beschädigter hinterer Propellerwellenlagerung geschleppt werden muß, sind insbesondere dann, wenn die Beschädigung auf hoher See auftritt, ganz erheblich und können zusammen mit den Kosten für die Liegezeit im Dock mehrere Jahresverdienste des Schiffes aufzehren. Darüber hinaus sind die Beanspruchungen, denen die Schiffskörper von modernen Großschiffen beim Docken ausgesetzt sind, so groß, daß bleibende Schäden, wie Verformungen, Risse od. dgl., auftreten können, -die den Schiffskörper entscheidend schwächen. Man ist deshalb bemüht, das Eindocken eines derart großen Schiffes auch aus diesen Gründen zu vermeiden.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine hintere Propellerwellenlagerung für Schiffe der eingangs genannten Bauart zu schaffen, die sowohl eine überprüfung als auch gegebenenfalls Reparatur sowohl der Wellenlagerung als auch der Welle selber erlaubt, z. B. das Zerlegen und das Auswechseln der Wellenlagerung, ohne daß das Wellenende völlig in das Schiffsinnere gezogen zu werden braucht und ohne daß eine Demontage des Propellers nötig wäre; darüber hinaus sollen diese Überwachungs- und Montagearbeiten bei schwimmendem Schiff ausgeführt werden können.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine hinter dem hinteren Lager des Stevenrohrs vorgesehene Hilfslagerung und -abdichtung, die in Betrieb die Welle mit geringem Spiel umfassen und in Montagestellung, nämlich beim Ausbau des hinteren Lagers, die Welle abstützen und abdichten, wobei die Hilfslagerung Stützflächen am Stevenrohrende aufweist, die in Montagestellung mit Stützflächen an der Welle durch relative Annäherung der Stützflächen zur gegenseitigen Anlage gebracht werden, und die Hilfsabdichtung aus einer zwischen der Welle bzw. der Propellernabe und dem Stevenrohr vorgesehenen ruhenden Ringdichtung besteht, die entweder durch Axialverschiebung der Welle oder durch Querschnittsvergrößerung (Aufblasen) an die Welle bzw. Nabe anlegbar ist. Diese Ausbildung ermöglicht es, beispielsweise auf hoher See ohne Zuhilfenahme eines Docks sämtliche an der hinteren Propellerwellenlagerung etwa notwendig werdenden Arbeiten durchzuführen, wodurch Kosten für einen Schlepp zum nächsten Dock und die Dockkosten selber eingespart werden. Darüber hinaus entfallen auch die nachteiligen, übermäßigen Beanspruchungen des Schiffskörpers beim Eindocken.
  • Die Erfindung ist im folgenden an Hand von der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen F i g. 1 und 2 den vorderen und den hinteren Abschnitt einer Propellerwellenlagerung gemäß der Erfindung nebst Wellenkupplung, F i g. 3 eine Einzelheit eines weiteren Ausführungsbeispiels im Schnitt und in vergrößertem Maßstab. Die dargestellte hintere Propellerwellenlagerung für Schiffe weist ein Stevenrohr 10 auf, das ein einteiliges Rohr von gegebenenfalls konischer Form ist und die Wellenlagerung umschließt. In das hintere Stevenrohrende 10 a ist ein Lagerring 11 eingepreßt. Der Lagerring 11 besteht aus einem korrosionsbeständigen Material und weist innen eine Lagerfläche 12 auf, die mit einer entsprechend geformten Lagerfläche eines Sitzrings 15 zusammenarbeitet, der am hinteren Ende einer Stevenrohrbüchse 13 vorgesehen ist. Diese Stevenrohrbüchse ist ein starres Rohr aus Gußeisen oder Stahl und ist mit einem Gleitlagermaterial ausgekleidet, welches das Lager bildet, in welchem sich eine Welle 14 dreht. Gegebenenfalls kann auch eine Wälzlageranordnung vorgesehen sein. An dem mit dem hinteren Ende der Lagerbüchse 13 fest verbundenen Sitzring 15 ist eine Stevenrohrabdichtung 17 befestigt, gegenüber der sich ein auf der Welle 14 fest angeordneter Haltering 18 dreht. Am vorderen Ende der Lagerbüchse 13 bzw. dem vorderen Lager des Stevenrohres 10 ist eine herkömmliche Stopfbüchse vorgesehen. Die Lagerbüchse 13, die mit einem Flansch 16 verbunden ist, ist durch Bolzen 19 in ihrer Lage gehalten, die diesen Flansch 16 an einem Innenflansch 10 b des Stevenrohrs 10 befestigen. Die Bolzen 19 sind axial durch hydraulisch festgezogene Muttern 20 vorgespannt. Zweckmäßig kann dieses schiffsinnere Ende der Lagerbüchse 13 durch eine Anzahl kreisringsegmentförmiger Paßstücke 21 mit keilförmigem Querschnitt zentriert und gehalten werden.
  • Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Lagerfläche 12 des Sitzrings 15 kugelsegmentförmig ausgebildet und liegt, wie bereits ausgeführt wurde, an einer entsprechend geformten Lagerfläche des Lagerrings 11 an. Diese Ausbildung ermöglicht zusammen mit einer Verstellung der kreisringsegmentförmigen Paßstücke 21 ein sehr genaues Einstellen der Ausfluchtung der Lagerbüchse 13. Zur Abdichtung sind O-Ringe vorgesehen, die in entsprechenden kreisringförmigen Nuten 43 (F i g. 1) des Sitzrings 15 angeordnet sind.
  • Erfindungsgemäß ist nun hinter dem von dem Lagerring 11 und dem Sitzring 15 gebildeten hinteren Lager des Stevenrohrs 10 bzw. Stevenrohrendes 10 a an dessen hinterem Ende eine Hilfslagerung und -abdichtung vorgesehen, welche im Betrieb die Welle 14 mit geringem Spiel umfassen und die Welle 14 in Montagestellung, nämlich beim Ausbau des hinteren Sitzrings 15 des Lagers, abstützen und abdichten. Diese Hilfslagerung und -abdichtung besteht vorteilhafterweise aus dem am hinteren Ende 10 a des Stevenrohrs 10 angeordneten Lagerring 11, der zu diesem Zweck eine Abstützfläche 26 aufweist. Ferner ist erfindungsgemäß eine ruhende Ringdichtung 27 zwischen der Welle 14 bzw. der Propellernabe 23 und dem hinteren Stevenrohrende 10 a vorgesehen, die in Montagestellung einerseits an dem hinteren Stevenrohrende 10 a anliegt und andererseits an der Welle 14 bzw. Propellernabe 23 anlegbar ist und zwischen beiden abdichtet. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 und 2 ist für das Anlegen der Ringdichtung 27 an die Welle 14 bzw. Propellernabe 23 eine Axialverschiebung des hinteren Wellenstücks zum Schiffsinneren hin erforderlich. Um diese Verschiebung durchführen zu können, weist der Wellenzug, wie aus F i g. 2 ersichtlich, eine Kupplung mit Wellenflanschen 29 und 30 auf, zwischen denen eine ausbaubare Distanzscheibe 28 angeordnet ist, wobei die Welle bei ausgebauter Distanzscheibe 28 zum Schiffsinneren hin verlagert und dabei die Propellernabe 23 in Anlage an die Ringdichtung 27 gebracht werden kann.
  • Bei dem gezeigten, bevorzugten Ausführungsbeispiel liegt nun die Ringdichtung 27 nach dem Verlagern der Welle 14 nicht direkt an der Propellernabe 23 an, die Welle weist vielmehr an ihrem hinteren Ende einen Flansch 22 auf, an dessen Innenseite ein Tragring 24 angeordnet ist, der eine zum Stevenrohrende offene, dieses bzw. den Lagerring 11 umfassende, zweckmäßig trapezförmige Ringnut 25 aufweist. Die eine Begrenzungsfläche der Ringnut bildet eine Stützfläche 25 a, während die andere Begrenzungsfläche mit der Ringdichtung 27 zusammenwirkt. Der Lagerring 11 weist dementsprechend eine sich in Achsrichtung konisch verjüngende Stützfläche 26 auf.
  • Soll eine Inspektion des hinteren Lagers bzw. eine Reparatur beispielsweise der Stopfbüchse 17 oder des Halterings 18 durchgeführt werden, so wird in der beschriebenen Weise die Distanzscheibe 28 entfernt und das hintere Stück der Welle 14 zusammen mit dem Propeller um eine der Dicke der Distanzscheibe 28 entsprechende Strecke in das Schiffsinnere hinein verlagert. Dabei kommt der Tragring 24 bzw. die Stützfläche 25 a seiner Nut 25 mit der Stützfläche 26 des Lagerrings 11 in Anlage. Damit ergibt sich eine einwandfreie zentrische Abstützung des Wellenendes nebst Propellers, so daß der Sitzring 15 mit der Stevenrohrabdichtung 17 sowie auch der Haltering 18 ausgebaut werden können. Gleichzeitig ist jedoch auch die äußere Begrenzungsfläche der Nut 25 des Tragrings 24 an der Ringdichtung 27 in Anlage gekommen, derart, daß eine einwandfreie Abdichtung nach außen entsteht, die es ermöglicht, auch bei schwimmendem Schiff die erwähnten Arbeiten durchzuführen. Vorteilhaft kann die ruhende Ringdichtung 27 eine aufblasbare Dichtung sein. In diesem Falle ist eine Verlagerung des hinteren Wellenstücks zur Erzielung einer Abdichtung mittels der Ringdichtung 27 nicht nötig.
  • Wie aus dem in F i g. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ersichtlich ist, kann die Abstützung auch mittels mehrerer hydraulischer Hubkolben 41 erfolgen, die am Umfang des Lagerrings 11 versetzt in entsprechenden, im Lagerring 11 vorgesehenen Zylindern 42 verschiebbar angeordnet sind. Diese Hubkolbenzylindereinheiten 41, 42 greifen in einer entsprechenden Nut 39 des Tragrings 24 ein und können bei Betätigung der Hubkolben 41 die Abstützung des Wellenendes nebst Propeller gegenüber dem Lagerring 11 und damit dem Stevenrohrende 10 a übernehmen, indem ihre Stützflächen 41 a an der Stützfläche 39 a der Nut 29 zur Anlage kommen. Bei dieser Ausführungsform sind an Stelle der in F i g. 1 gezeigten Ringdichtung 27 zwei aufblasbare Ringdichtungen 40 vorgesehen, die nach dem Aufblasen an dem Tragring 24 anliegen und zwischen diesem und dem Lagerring 11 abdichten. Eine Verlagerung der Welle zum Schiffsinneren hin ist hierbei nicht nötig.
  • Die Propellernabe 23 ist ein Hohlzylinder mit einem Innenflansch 31, der mittels Schrauben 32 und hydraulisch angezogenen Muttern 33 an dem Flansch 22 der Welle 14 angeschraubt ist. Am hinteren Ende der Propellernabe 23 ist eine Auftriebskammer angeordnet, die aus einem geschlossenen hohlen Mantel 35 aus glasfaserverstärktem Kunststoff besteht, die mit geschlossenzelligem Schaumkunststoff 36 gefüllt ist. Im Mantel 35 sind Metallplatten 37 eingebettet. Mit deren Hilfe und mit Hilfe von Schrauben 38 ist diese Auftriebskammer an der Propellernabe 23 befestigt. Die gesehlossenzellige Struktur des Schaumkunststoffs verhindert ein Eindringen von Seewasser in die Auftriebskammer auch dann, wenn der Mantel 35 beschädigt worden ist. Diese Ausbildung der Propellernabe soll hier keinen Schutz genießen.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Hintere Propellerwellenlagerung für Schiffe in einem Stevenrohr, wobei das hintere, buchsenartige Lager im Stevenrohr festlegbar und zum Schiffsinneren hin herausnehmbar ist, g e -kennzeichnet durch eine hinter dem hinteren Lager (11, 15) des Stevenrohres (10, 10 a) vorgesehene Hilfslagerung und -abdichtung, die in Betrieb die Welle (14) mit geringem Spiel umfassen und in Montagestellung, nämlich beim Ausbau des hinteren Lagers, die Welle abstützen und abdichten, wobei die Hilfslagerung Stützflächen (26, 41 a) am Stevenrohrende (10 a) aufweist, die in Montagestellung mit Stützflächen (25 a, 39 a) an der Welle durch relative Annäherung der Stützflächen zur gegenseitigen Anlage gebracht werden, und die Hilfsabdichtung aus einer zwischen der Welle (14) bzw. der Propellernabe (23) und dem Stevenrohrende (10 a) vorgesehenen ruhenden Ringdichtung (27, 40) besteht, die entweder durch Axialverschiebung der Welle (14) oder durch Querschnittsvergrößerung (Aufblasen) an die Welle bzw. Nabe anlegbar ist.
  2. 2. Wellenlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützflächen (26, 25 a) sich in Achsrichtung konisch verjüngen und durch Axialverschiebung der Welle zur Anlage bringbar sind.
  3. 3. Wellenlagerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützflächen (26, 41 a) an einem in das Stevenrohrende eingesetzten Lagerring (11) angeordnet sind.
  4. 4. Wellenlagerung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (14) an ihrem hinteren Ende in an sich bekannter Weise einen Flansch (22) aufweist, an dessen Innenseite ein Tragring (24) mit einer zum Stevenrohrende offenen, dieses bzw. den Lagerring (14) umfassende Ringnut (25, 39) vorgesehen ist, deren eine Begrenzungsfläche die Stützfläche (25 a, 39 a) bildet und deren andere Begrenzungsfläche mit der Dichtung (27, 40) zusammenwirkt.
  5. 5. Wellenlagerung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringnut (25) einen trapezförmigen Querschnitt aufweist.
  6. 6. Wellenlagerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (14) an ihrer Kupplung (29, 30) eine ausbaubare Distanzscheibe (28) aufweist, so daß sie nach Ausbau derselben zum Schiffsinneren hin verschiebbar ist.
  7. 7. Wellenlagerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Lagerring (11) mehrere am Umfang versetzte, radial verschiebbare, hydraulische Hubkolben (41) vorgesehen sind, deren außenliegende Enden die Stützflächen (41 a) bilden. B.
  8. Wellenlagerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Ende der hinteren Lagerbuchse (13) .innerhalb des Lagerrings (11) angeordnet ist, der einen kugeligen oder konischen Sitz (12) für einen am Ende der hinteren Lagerbuchse (13) angeordneten, entsprechend geformten Sitzring (15) aufweist.
  9. 9. Wellenlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das schiffsinnere Ende der Lagerbuchse (13) durch eine Anzahl kreisringsegmentförmiger Paßstücke (21) mit keilförmigem Querschnitt zentriert und gehalten ist.
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