DE128922C - - Google Patents
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- DE128922C DE128922C DENDAT128922D DE128922DA DE128922C DE 128922 C DE128922 C DE 128922C DE NDAT128922 D DENDAT128922 D DE NDAT128922D DE 128922D A DE128922D A DE 128922DA DE 128922 C DE128922 C DE 128922C
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- labels
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65C—LABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
- B65C11/00—Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles
- B65C11/002—Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles modified for the application of labels to articles
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- Labeling Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufkleben' von Etiketten, Briefmarken
oder dergl., bei welcher die durch entsprechende Führungen gehaltenen Etiketten
mittelst eines von Hand angedrückten Stempels nach aufsen gedrückt werden. Zweck der Erfindung ist, das unbeabsichtigte Herausdrücken
einer gröfseren Anzahl von Etiketten auf einmal zu verhindern. Dieser Zweck wird dadurch
erreicht, dafs der Stempel aus zwei von einander unabhängig beweglichen Theilen hergestellt
wird, welche durch Klemmgesperre mit einander verbunden werden, so dafs der
die Etiketten vorbewegende Stempeltheil nur schrittweise vorwärts bewegt werden kann und
wobei der von Hand niederzudrückende Theil eine begrenzte Arbeitsbewegung erhält.
Auf der Zeichnung ist Fig. 1 eine Vorderansicht der mit den Neuerungen ausgestatteten
Vorrichtung; Fig. 2 zeigt in gröfserem Mafsstabe den Stempel und die mit demselben in
Verbindung stehenden Theile in einem senkrechten Schnitt; Fig. 3 eine der Fig. 2 gleiche
Darstellung, wobei der Stempel nach abwärts gedrückt erscheint; Fig. 4 zeigt den Stempel in
derselben Stellung wie Fig. 2, nur sind einzelne Theile in Ansicht dargestellt; Fig. 5 zeigt
die beiden Klemmgesperre in ausgerückter Stellung; Fig. 6 stellt den Stempel in Ansicht
dar, wobei das Stempelgehäuse im Schnitt erscheint; Fig. 7 ist ein Querschnitt nach der
Linie a-b der Fig. 2; Fig. 8 zeigt den oberen Anschlag im senkrechten Schnitt; Fig. 9 und 10
zeigen Theile der Klemmgesperre.
Wie aus diesen Darstellungen ersichtlich, bezeichnet ι das Gehäuse der Vorrichtung, welches
an den Innenwänden mit Führungen 2 für die Etiketten 4 verseilen ist. Die Führungen
2 sind an den unteren Enden mit nach innen vorspringenden Ansätzen 3 versehen, welche das Herausfallen der Etiketten verhindern.
An dem oberen Theil des Gehäuses ist eine Führungshülse 5 mit ihrem oberen
Ende befestigt. Innerhalb dieser Hülse 5 ist an deren oberem Ende die obere Anschlaghülse
6 befestigt, welche mit einem Ausschnitt 7 versehen ist. In der durch . Büchse 8 geschlossenen
Hülse 5 ist ein mittelst Druckknopfes 10 zu bewegender hohler Kolben 9 in
verticaler Richtung geführt. Seitlich an diesem Kolben ist ein den Kolbenhub begrenzender
Ansatz 11 vorgesehen. Um das unbeabsichtigte Einfallen dieses Ansatzes in den Schlitz 7 zu
verhindern, sind seitlich an der Schlitzöffnung Vorsprünge 12 ausgebildet. In dem hohlen
Kolben 9 ist ein Bolzen 13 in der Längsrichtung verschiebbar angeordnet, welcher mit
einer an seinem unteren Ende befestigten Kopfplatte 14 auf den Etiketten aufliegt.
Kolben 9 und Bolzen 13 bilden zusammen den Stempel.
Im Innern der Hülse 5 befinden sich nun zwei Klemmgesperre. Das eine derselben besteht
aus einer verschiebbaren, glockenförmigen Hülse 15, innerhalb welcher eine den Bolzen 13
lose umfassende Kugellagerbuchse 16 gleitet. Die Kugeln 17 ruhen in seitlichen Bohrungen
der Buchse und können einerseits an den Bolzen 13, andererseits an die schräge Fläche 18
der Glocke 15 angedrückt werden. Eine die Kugeltragbuchse 16 umgebende Spiralfeder 19
sucht die Buchse und somit auch die Kugeln
von der schrägen Fläche 18 zu entfernen und
den Bolzen 13 von der Klemmvorrichtung der Kugeln freizumachen. Das zweite Klemmgesperre
besteht aus einer im unteren Ende der Hülse 5 untergebrachten ähnlichen Glocke 20,
welche gleichfalls mit einer schrägen Sitzfläche 18 versehen ist, im Gegensatze zu der
oberen Glocke 15 jedoch in der Hülse 5 festsitzt. In der, Glocke 20 gleitet eine in entsprechenden
seitlichen Vertiefungen die Klemmkugeln 17 tragende Buchse 21, welche durch
eine gegen deren Flantsch 23 wirkende Spiralfeder 22 der Glocke genähert wird, so dafs
für gewöhnlich die Kugeln zwischen der Fläche 18 und dem Bolzen 13 in der Klemmstellung
sich befinden.
Eine die Spiralfeder 22 umgebende, auf der Glocke 20 aufruhende Hülse 24 bildet die
untere Hubbegrenzung des Kolbens 9. Zwischen der Hülse 24 und der äufseren Hülse 5
ist eine Feder 25 untergebracht, welche den Kolben 9 in die obere Stellung zurückführt.
Die Feder 25 ist stärker als die Feder ig, so dafs die Kugeln des oberen Klemmgesperres
für gewöhnlich zwischen Lagerbuchse 16, Bolzen 13 und Glocke 15 sich in der Sperrstellung
befinden. Es ist leicht zu ersehen, dafs der Bolzen 13 nur nach abwärts, nicht
jedoch nach aufwärts bewegt werden kann, es sei denn, dafs der Kolben 9 vorher durch entsprechende
Drehung und nach einer kleinen Abwärtsbewegung in die in Fig. 5 dargestellte Stellung gebracht worden ist, in welcher der
Ansatz 11 in dem Schlitz 7 der Hälfte 6 sich befindet. Um die Vorrichtung mit neuen Etiketten
zu füllen, giebt man dem Kolben 9 die vorbeschriebene, in Fig. 5 gezeigte Stellung,
zieht die Buchse 21 des unteren Klemmgesperres durch einen Druck des Daumennagels,
auf deren vorspringenden Rand etwas aus dem Gehäuse heraus (Fig. 5) und schiebt den Bolzen
13 nach oben. Dann läfst man die Buchse 21 durch die Kraft der Feder 22 emporschnellen.
Sind die Etiketten eingelegt, so wird durch eine entsprechende Abwärtsbewegung und nachherige
Drehung des Kolbens 9 der Ansatz 11 aus dem Schlitz 7 entfernt. Der Bolzen 13 ist
dann an der Aufwä'rtsbewegung gehindert, kann jedoch durch Niederdrücken des Kolbens 9 nach
abwärts gedrückt werden.
Die eingelegten Etiketten werden durch Hin- und Herbewegung des Kolbens 9 vom
Bolzen 13 nach vorwärts gedrückt, bis die vordere Etikette auf den Ansätzen 3 liegt und
mit dem Boden des Gehäuses 1 abschneidet. Diese Etikette wird dann befeuchtet und aufgeklebt,
indem man mit der Hand sanft auf den Knopf 10 und auf das Gehäuse drückt.
Diese Etikette wird dann, wenn das Gehäuse zurückgenommen ist, auf dem Gegenstand, auf
welchen sie aufgebracht ist, kleben bleiben und es kann nun die nächste Etikette angefeuchtet
und auf den betreffenden Gegenstand aufgeklebt werden. Der sanfte Druck auf den Knopf 10 bringt die Etikette nach vorn in die
zum Aufkleben richtige Lage. Jedesmal wenn das Gehäuse nach erfolgtem Aufkleben der
Etikette von dem betreffenden Gegenstand abgenommen ist, wird der Finger von dem
Druckknopf 10 entfernt, der Knopf also vom Druck befreit, wobei die Feder 24 den Kolben
9 in seine höchste Stellung zurückdrückt. Da jedoch der Kolben 9 jedesmal nur um die
Dicke einer Etikette anstatt um das Mafs seines möglichen vollen Hubes vorwärts gestofsen
wird, so ist es verständlich, dafs die Vorwärtsbewegung der Etiketten bei der Hin- und
Herbewegung des Kolbens 9 von dem Bolzen 13 mit Hülfe des oberen Klemmgesperres
bewirkt wird, während die Freigabe der untersten Etikette dadurch geschieht, dafs diese
auf dem betreffenden Gegenstande haftet, wenn die Vorrichtung von diesem abgenommen wird.
Die Vorsprünge 3 an den Führungen 2 setzen dem Austreten der Etiketten einen Widerstand
entgegen, so dafs bei Anwendung des normalen Arbeitsdruckes nur die zu befestigende
Etikette austritt. Wird unbeabsichtigter Weise der Kolben ganz nach abwärts gedruckt, so
treten höchstens zwei oder drei Etiketten aus. während bei den gegenwärtig bekannten Vorrichtungen
eine gröfsere Anzahl von Etiketten unnützer Weise zum Austreten gebracht wird. Durch Auf- und Abwärtsschieben des Kolbens
können somit bei der vorliegenden Vorrichtung die Etiketten nach und nach ausgestofsen werden.
Das untere Klemmgesperre verhindert das Zurückziehen des Bolzens 13, so dafs die
Etiketten, stets glatt auf einander liegend, einen dichten Stapel bilden.
Claims (5)
1. Eine Vorrichtung zum Aufkleben von Etiketten, Briefmarken oder dergl., dadurch
gekennzeichnet, dafs ein auf den Etiketten ruhender Theil (13) eines zweitheiligen
Stempels beim Herunterdrücken des anderen Theils (9) durch ein Klemmgesperre mitgenommen
wird, während er bei der Rückbewegung des niedergedrückten Stempeltheils (9) durch ein zweites Klemmgesperre
festgehalten und am Rückgang gehindert wird, zu dem Zwecke, den die Etiketten vorbewegenden Stempeltheil (13) nur schrittweise
in möglichst engen Grenzen vorzuschieben und dadurch ein unbeabsichtigtes gleichzeitiges Ausstofsen mehrerer Etiketten
zu verhindern.
2. Eine Ausführung der Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwei Klemm-
gesperre, bestehend aus auf dem Stempeltheile (13) lose angeordneten Buchsen
(16 bezw. 21), welche in seitlichen Bohrungen
Kugeln (17) aufnehmen, die durch schräge Sitzflächen (18) von Mänteln (15
bezw. 20) gegen den Stempeltheil (13) gedrückt werden.
Eine Ausführung der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs
das untere Klemmgesperre (20,21) durch eine die beiden Gesperretheile einander
nähernde Feder (22) in der Sperrstellung erhalten wird, wobei eine Feder (25) dazu
dient, den Stempeltheil (9) in die obere Lage zurückzudrücken, während eine Feder
(19), welche die beiden Theile (15, 16) des
oberen Klemmgesperres aus der Sperrstellung zu bringen sucht, dann zur Wirkung kommt, wenn durch Ausziehen des Stempeltheiles
(9) die Feder (25) entspannt und aufser Wirksamkeit gebracht ist.
Eine Ausführung der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der eine Theil des unteren Klemmgesperres unten aus dem Gehäuse (5) hervorsteht, so dafs das Gesperre von Hand aufser Wirkung gesetzt werden kann.
Eine Ausführung der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der eine Theil des unteren Klemmgesperres unten aus dem Gehäuse (5) hervorsteht, so dafs das Gesperre von Hand aufser Wirkung gesetzt werden kann.
5. Eine Ausführung der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung
einer mit einem seitlichen Schlitz (7) versehenen Hubbegrenzungshülse (6), deren
unterer Rand für gewöhnlich als Stützfläche für einen am Stempeltheil (9) seitlich angeordneten
Anschlag (11) dient, und zu beiden Seiten des Schlitzes (7) mit Vorsprüngen
(12) versehen ist, welche ein unbeabsichtigtes Eintreten des Anschlags (11)
in den Schlitz verhindern, um zwecks Ein-Iegens neuer Marken zunächst den Stempeltheil
(9) herabzudrücken, so dafs Anschlag (11) unter den Vorsprüngen (12) vorbei in den
Schlitz eintreten kann, und den Stempeltheil (9) dann in die obere Lage zu heben,
wobei das obere Klemmgesperre aufser Wirkung gesetzt wird, so dafs der Stempeltheil
(13) nach Herunterziehen der Buchse (21) des unteren Klemmgesperres aufwärts
bewegt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE128922C true DE128922C (de) |
Family
ID=397422
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT128922D Active DE128922C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE128922C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2018143801A1 (en) * | 2017-02-01 | 2018-08-09 | Adar Golad | Sticker placing device and cartridge for use therein |
-
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- DE DENDAT128922D patent/DE128922C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2018143801A1 (en) * | 2017-02-01 | 2018-08-09 | Adar Golad | Sticker placing device and cartridge for use therein |
| NL2018288B1 (en) * | 2017-02-01 | 2018-08-16 | Golad Adar | Sticker placing device and cartridge for use therein |
| US11390411B2 (en) | 2017-02-01 | 2022-07-19 | Adar Golad | Sticker placing device and cartridge for use therein |
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