DE1282012C2 - Verfahren zur herstellung von vinylchlorid und vinylbromid - Google Patents
Verfahren zur herstellung von vinylchlorid und vinylbromidInfo
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- DE1282012C2 DE1282012C2 DE1966J0029791 DEJ0029791A DE1282012C2 DE 1282012 C2 DE1282012 C2 DE 1282012C2 DE 1966J0029791 DE1966J0029791 DE 1966J0029791 DE J0029791 A DEJ0029791 A DE J0029791A DE 1282012 C2 DE1282012 C2 DE 1282012C2
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Description
In der britischen Patentschrift 9 68 933 ist ein Verfahren
zur Herstellung von halogenierten Kohlen-Wasserstoffen, beispielsweise Vinylchlorid, beschrieben,
welches darin besteht, ein gasförmiges Gemisch, <las ein Olefin, einen Halogenwasserstoff und Sauerttoff
enthält, bei erhöhter Temperatur mit einem auf f inen Träger aufgebrachten Katalysator in Berührung
tu bringen, wobei der Katalysator eine Verbindung ♦ines Metalls der Platingruppe enthält, d. h. eine Verbindung
eines der Metalle Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Osmium und Iridium. Es ist auch angegeben,
daß es zweckinäßig ist, in den Katalysator eine Verbindung eines Metalls von wechselnder Wertigkeit,
wie Kupferchlorid, einzubringen. In der belgischen Patentschrift 6 48 790 ist angegeben, daß die
Aktivität eines derartigen Katalysators erhöht werden kann, indem man in ihn eine Verbindung eines seltenen
Erdmetalls einbringt.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid und Vinylbromid
durch Umsetzung von Äthylen mit Chlor- oder Bromwasserstoff und Sauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen
Gas bei erhöhter Temperatur in Gegenwart eines Katalysators, der aus Platin oder Rhodiurr
oder einer Verbindung dieser Metalle und der Verbindung eines Metalls mit wechselnder Wertigkeit besteht,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines Katalysators, der aui
einem Träger mit einer Oberfläche von 0,5 bi« 50 m2/g aus Titandioxyd, Zirkonoxyd oder Aluminiumoxyd
aufgebracht ist, durchführt.
Vorzugsweise wird in den (Platin- oder Rhodium-^ Katalysator eine andere Verbindung eines Metalls
von wechselnder Wertigkeit eingebracht. Besonders vorzugsweise werden in den Katalysator Verbindungen
von seltenen Erdmetallen eingebracht, zweckmäßigerweise diejenigen, die ganz aus einer Verbindung
von Cer bestehen oder eine beträchtliche Menge davon enthalten. Eine Verbindung von Kupfer odei
Eisen kann in den Katalysator anstatt der Verbindung eines seltenen Erdmetalls eingebracht werden,
doch neigen die Kupfer- und Eisenverbindungen dazu, sich bei hohen Temperaturen zu verflüchtigen.
Einige Vorteile des besonders bevorzugten Katalysators können jedoch erhalten werden, indem man in
den kupfer- oder eisenhaltigen Katalysator eine Verbindung eines seltenen Erdmetalls, beispielsweise der
Metalle der Atomzahlen 57 bis 71, einbringt. Andere Verbindungen von Metallen von wechselnder Wertigkeit,
wie Uran, Blei, Titan und Zirkon, können gewünschtenfalls in die Katalysatoren gemäß der Erfindung
eingebracht werden. Auch Alkaliverbindungen oder Erdalkaliverbindungen können in den Katalysator
eingebracht werden. So können beispielsweise bis zu 2 Gewichtsprozent an solchen Verbindungen
(ausgedrückt als Metall) in den Träger eingebracht werden. Die Verbindungen der in die Katalysatoren
eingebrachten Metalle sind zweckmäßigerweise, jedoch nicht notwendigerweise die Halogenide, die dem
Halogen der gebildeten halogenierten Verbindung entsprechen. Die Zusammensetzung der Komponenten
des Katalysators kann während der Reaktion schwanken. So können, wenn das Halogenierungsmittel
Chlorwasserstoff ist, die Komponenten des Katalysators als Chloride, Gemische von Chloriden und/
oder Metalle(n) oder als Oxyde vorliegen.
Von den Verbindungen von Platin und Rhodium sind die Rhodiumverbindungen bevorzugt. Ein besonders
brauchbarer Katalysator enthält Verbindungen von Rhodium und Cer.
Geeignete Gewichtsanteile von Platin oder Rhodium zum Träger liegen im Bereich von 0,01 bis
2°/o, vorzugsweise 0,02 bis l°/o. Geeignete Anteile
der Verbindungen der seltenen Erdmetalle und/oder der Verbindungen der anderen Metalle von wechselnder
Wertigkeit, ausgedrückt als Metall, liegen im Bereich von 0,5 bis 15 Gewichtsprozent des Trägers.
Die Oberfläche des Trägers beträgt 0,5 bis 50 m2/g,
vorzugsweise weniger als 30 m2/g. Träger von großer Oberfläche geben zwar brauchbare Ergebnisse, jedoch
nicht die verbesserten Ergebnisse der vorliegenden Erfindung. Aluminiumoxydträger mit geringer
Oberfläche können erhalten werden, indem aktivierte Aluminiumoxyde bei erhöhter Temperatur erhitzt
werden, beispielsweise durch mehrstündiges Erhitzen von Aluminiumoxyden bei 800 bis 14000C. Titanoxydträger mit geringer Oberfläche können erhalten
werden, indem Titanoxyd bei erhöhter Temperatur erhitzt wird, beispielsweise bei 600 bis HOO3C,
zweckmäßigerweise 800 bis 10000C. Zirkonoxydträger
mit geringer Oberfläche können erhalten werden,
3 ^-^ 4
indem Zirkonoxyd bei 700 bis 1200 ' C erhitzt wird. 0,039 g Rh), und die Pellets wurden wie vorher ge-Diese
Träger mit geringer Oberfläche können erhal- trocknet. Der auf den Träger aufgebrachte Katalyten
werden, indem die entsprechenden Träger mit Eator enthielt 5 Gewichtsprozent Cu, 3 Gewichtsgroßer
Oberfläche in Luft, in Gegenwart eines Inert- prozent Ce und 0,25 Gewichtsprozent Rh.
gases, wie Stickstoff, oder in Gegenwart von Dampf 5 Die Arbeitsweise bestand darin, 10 ml des auf den
erhitzt werden. Im allgemeinen ist die Oberfläche des Träger aufgebrachten Katalysators mit 30 ml Bims
wärmebehandelten Trägers um so geringer, je höher (spezifische Oberfläche 0,15ms/g, Teilchengröße 0,85
die zur Calcinierung des Trägers angewandte Tem- bis 1,7 mm) zu mischen. Das Gemisch wurde in ein
peratur ist. wärmefestes Glasrohr von 1,9 cm Innendurchmesser
Die auf Träger aufgebrachten Katalysatoren kön- io eingebracht. Die Ofentemperatur betrug 400° C, und
nen im Festbett, im Bewegtbett oder im Fließ- oder ein Gasgemisch, das 29°/o Vol./Vol. HCl, 6,3%
Wirbelbett verwendet werden. Im Festbett kann der Vol./Vol. O?) 14,2% Vol./Vol. C2H4 und 50,5%
auf den Träger aufgebrachte Katalysator insbeson- Vol./Vol. Stickstoff enthielt, wurde über den erhitz-
dere mit weiteren Mengen des gleichen Trägers oder ten Katalysator geleitet. Die gesamte Zufuhrmenge
mit einem Verdünnungsmittel, wie Bims, Quarz oder 15 betrug 30 l/h (gemessen bei 20° C). Wenn sich sta-
Siliciumcarbid, gemischt werden, welche die Kon- tionäre Bedingungen eingestellt hatten, wurde das
trolle der Reaktionswärme unterstützen. In einem Abgas analysiert, wobei folgende Ergebnisse erhalten
Festbettsystem kann ein abgestuftes Bett verwendet wurden:
werden, d.h. ein solches, worin das Verhältnis von Verbindung °/oVol./Vol.
Träger oder Verdünnungsmittelteilchen zu auf Trä- 20 q^ _ cjjq 5,9
ger aufgebrachtem Katalysator im Einlaßende des C H Cl o'l
Bettes am größten ist und sich vom Einlaßende zum cj|. uncj trans-CHCl = CHCl 0^4
Auslaßende des Bettes verkleinert. CH q . qh q Q7
Bei der Herstellung von Vinylchlorid aus Äthylen qqz 2 0*3
werden Temperaturen im Bereich von 300 bis 550° C, 25 co„
13
vorzugsweise 300 bis 500° C, angewandt. Das Ver- jj φ '^ ' o'q
fahren kann bei Atmosphärendruck oder Überdruck j^q 22'2
durchgeführt werden. O 06
Die Umsetzung wird mit Sauerstoff oder Luft qJjj 7^
durchgeführt. Die Konzentration an Sauerstoff im 3« j^j2 * '..'.'.' 52,5
gesamten Beschickungsgas kann beträchtlich schwan- 2 _ .
ken und hängt von verschiedenen Faktoren, wie dem Beispiel 2
besonderen verwendeten Katalysator, dem Verhältnis Ein auf Aluminiumoxyd aufgebrachter Katalysator
von Verdünnungsmittel zu Träger-Katalysator, der wurde in entsprechender Weise wie im Beispiel 1
besonderen Olefinreaktionskomponente, der Reak- 35 hergestellt mit der Ausnahme, daß er kein Kupfer
tionstemperatur und der Art des Kctalysatorbettes enthielt. Der auf den Träger aufgebrachte Katalysaab.
Es können Sauerstoflkonzentrationen, bezogen tor enthielt 5 Gewichtsprozent Ce und 0,1 Gewichtsauf die gesamten Beschickungsgase, von bis zu 10 Vo- prozent Rh.
lumprozent oder auch beträchtlich höhere Mengen- Die Arbeitsweise des Beispiels 1 wurde wiederholt
anteile, beispielsweise bis zu 15 Volumprozent, an- 40 mit der Ausnahme, daß die Ofentemperatur 425° C
gewandt werden. Das Verfahren kann in Gegenwart betrug. Nach Einstellung der statischen Bedingungen
eines gasförmigen Verdünnungsmittels durchgeführt wurde der Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen
werden, das wenigstens eines der folgenden umfaßt: gemessen:
Stickstoff (im Überschuß über den aus der Luft stam- Verbindung % Vol./Vol.
nienden), Kohlenoxyde, Dampf, überschüssiges Olefin 45 CH = CHCl 5,7
und überschüssiger Halogenwasserstoff. Vorzugsweise cis^und trans-CHCl = CHCl ..... Ö',2
wird ein molarer Überschuß von Äthylen bezüglich ^pj q , q^ q q 1
Sauerstoff verwendet. Nicht umgesetztes Äthylen und qq2 2 i\
Chlor- oder Bromwasserstoff und jeglicher nicht um- qq
i\
gesetzter Sauerstoff können im Kreislauf zurückge- 50 pj q
g'3
führt werden. Auch Kohlenmonoxd und Kohlendioxyd jjq 236
können zurückgeführt werden, wobei Kohlenmonoxyd q
^q η
teilweise in der Reaktionszone in Kohlendioxyd über- p2w
7S
gefuhrtwird. N* _* 51>7
BeisPiel 1 55 " Beispiel 3
Als Träger für den Katalysator wurde Aluminium- Der Träger in diesem Beispiel war Titanoxyd von
oxyd in Form von zylindrischen Pellets mit einem der im Beispiel 1 beschriebenen Pelettgröße und von
Durchmesser und einer Länge von 0,32 cm und mit einer spezifischen Oberfläche von 1OmVg. Das Titaneiner
spezifischen Oberfläche von 22 mVg verwendet. 60 oxyd war 4 Stunden bei 850° C calciniert. Der auf
Das Aluminiumoxyd war 4 Stunden bei 10000C den Träger aufgebrachte Katalysator wurde in ähn-
calciniert worden. 15 ml der Pellets wurden mit licher Weise wie im Beispiel 2 hergestellt, enthielt je-
6,3 ml einer wäßrigen Lösung imprägniert, die 2,1 g doch Eisen anstatt Cer. Der auf den Träger aufge-
CuCl2-2 H2O und 1,2 g CeCIj-SH18O enthielt. Die brachte Katalysator enthielt 2 Gewichtsprozent Fe
Pellets wurden dann 4 Stunden bei 110° C getrock- 65 und 0,05 Gewichtsprozent Rh.
net. Dann wurden sie wieder mit 6,3 ml einer Lösung Die Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde mit der
imprägniert, die Ammoniumchlorrhodit, gelöst in Ausnahme wiederholt, daß die Ofentemperatur 450° C
Salzsäure, enthielt (mit einem Gehalt an insgesamt betrug. Nach Einstellung statischer Bedingungen
12 82 Ol
wurde der Abgasstrom mit den folgenden Ergebnis- Verbindung
CH2Cl
sen analysiert:
Verbindung
Verbindung
CH, = CHCl
eis-"und trans-CHCl = CHCl
CHoCl
CO"...
CO2 ..
H2O ..
HCl ..
C2H4 .
Vo Vol./Vol.
. 6,2
. 0,4
. 0,6
0,5
1,5
9,6
22,1
0,0
6,6
52,5
Ein auf Titanoxyd aufgebrachter Katalysator wurde wie im Beispiel 3 hergestellt mit der Ausnahme, daß
das Titanoxyd 4 Stunden bei 700° C calciniert war und eine spezifische Oberfläche von 24 mVg hatte.
Der Träger-Katalysator enthielt 5 Gewichtsprozent Ce und 0,1 Gewichtsprozent Rh.
Die Arbeitsweise von Beispiel 3 wurde wiederholt. Nach Einstellung statischer Bedingungen wurde der
Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen analysiert:
| Verbindung CH2 = CHCl |
Vo Vol./Vol .. 6,7 .. 0,1 0,6 .. 0,2 0,6 |
| C2H5Cl | .. 1,6 10,0 .. 21,8 |
| eis- und trans-CHCl = CHCl CH2Cl · CH2Cl |
0,0 .. 6,2 .. 52,2 |
| CO | |
| CO9 | |
| H2O | |
| HCl | |
| O, | |
| CoH- | |
| N, | |
| Vergleichsversuch |
Zu Vergleichszwecken wurde Beispiel 4 bei 400° C wiederholt, jedoch diesmal mit einem Titanoxydträger
von hoher Oberfläche, nämlich 70 m2/g.
Nach mehrstündigem Durchsatz wurde der Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen analysiert:
Verbindung
CH2 = CHCl
CO
CO2
H2O
HCl
O2
C2H4
N,
Vo Vol./Vol.
2,4
1,9
1,9
6,2
26,7
0,3
9,9
50,7
Es ist ersichtlich, daß die Konzentration an Vinylchlorid im Abgasstrom sehr viel geringer und die
Verbrennung sehr viel höher war als im Beispiel 4.
Ein auf Titanoxyd aufgebrachter Katalysator wurde wie im Beispiel 3 hergestellt, enthielt jedoch 5 Gewichtsprozent
Cu, 3 Gewichtsprozent Ce und 0,25 Gewichtsprozent Rh. Der Versuch wurde unter Anwendung
der Arbeitsweise von Beispiel 3 durchgeführt mit der Ausnahme, daß die Of en tempera tür 478° C
betrug. Nach Einstellung statischer Bedingungen wurde der Abgasstrom mit den folgenden Ergebnissen
analysiert:
CH2 = CHCl
C2H5Cl
eis- und trans-CHCl =
CH2Cl · CH.C1
CO
CO,
H2O
HCl
O2
CH4
Nl
Beispi
Der Träger war in d sphäroidales Titandioxyd mit Teilchengröße von 50 μ und
fläche von 6,7 nV-Vg. Das Ti
μ bei 825° C calciniert. Der mit Cerchlorid und Ami
prägniert und getrocknet, enthielt 5 Gewichtsprozent ( zent Rh.
as Das Reaktionsgefäß umfai
festes Glasrohr von 2,5 cm Ir in der Mitte mit einem Bein
messer für ein Thermoelem« Glasscheibe am Boden des des Katalysators ausgestattet
lysators betrug 75 ml. Ein Vol./Vol. HCl, 5,4°/o Vol.A
C2H4 und 51,7<Vo Vol./Vo:
einer Gasmenge von 12,5 1 nach oben durch das Reaktii Katalysator wurde im Wirl
Temperatur des Bettes (2,5 < betrug 360° C.
Nach 24stündigem Durc strom mit folgenden Ergebn
Verbindung
CH2 = CHCl
eis- und trans-CHCl =
CH2Cl
CO
CO2
H2O
HCl
O2
CH,C1 "
55 Beisp
Der Träger war Titandic beschriebenen Pelletgröße Oberfläche von 5 m2/g. Da
den bei 900° calciniert. : Titanoxydträger wurde in Beispiel 3 hergestellt, enthi
zent Ce und 0,1 Gewichtsp
Es wurde die Arbeitswe holt mit der Ausnahme, wendet wurde und daß d
betrug.
Nach mehrstündigem Di strom mit folgenden Ergeb
Verbindung
CH2 = CHBr
CH2Br
CO ...
CO2 ..
H2O ..
HBr ..
O2....
C2H4 .
N, ....
CO ...
CO2 ..
H2O ..
HBr ..
O2....
C2H4 .
N, ....
CH2Br
Verbindung
CH., = CHCl
cis-'und trans-CHCl = CHCl CH„C1 ■ CH2Cl
CO"
CO,
H2O
HCl .
O2...
C2H4
O2...
C2H4
N9...
o/oVol./Vol.
• 2,9
. 0,3
0,7
0,6
0,5
5,2
24,8
3,1
10,1
51,8
Der Träger war Zirkonoxyd von der im Beispiel 1 beschriebenen Pelletgröße. Das Zirkonoxyd war
Stunden bei 900° C calciniert und hatte eine spezifische Oberfläche von 12,8 m2/g. Der Träger wurde
imprägniert und getrocknet und enthielt 5 Gewichtsprozent Cer und 0,1 Gewichtsprozent Rhodium.
Die Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die Ofentemperatur 425° C
betrug und die Zusammensetzung des Beschickungsgases 29°/o Vol./Vol. HCl, 5,7% Vol./Vol. O2,
13,3% Vol./Vol. C2H4 und 52,0% Vol./Vol. N2
betrug.
Nach 4tägigem Durchsatz wurde der Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen analysiert:
Verbindung °/o Vol./Vol.
CH, = CHCl 5,5
eis- und trans-CHCl = CHCl
CH2Cl · CH2Cl
CO
CO2
CO2
H2O
HCl
H2O
HCl
2
C2H4
C2H4
N,
0,1 0,8 1,2 8,4
23,3 0,1 6,8
53,4
Ein auf Titandioxyd aufgebrachter Katalysator wurde wie im Beispiel 4 hergestellt mit der Ausnahme,
daß der Träger-Katalysator 5 Gewichtsprozent Ce, 0,1 Gewichtsprozent Rh und 1 Gewichtsprozent
K enthielt.
%> Vol./Vol.
7,0
0,4
0,6
1,1
9,1
22,4
0,6
6,3
52,5 Es wurde die Arbeitsweise von Beispiel 1 wiederholt mit der Ausnahme, daß die Zusammensetzung
des Beschickungsgases 29% Vol./Vol. HCl, 6,0% Vol./Vol. O2, 12,9% Vol./Vol. C2H4 und 52,1%
Vol./Vol. N2 betrug.
Nach 7tägigem Durchsatz wurde der Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen analysiert:
Der Träger war das im Beispiel 1 beschriebene Aluminiumoxyd von geringer Oberfläche, das jedoch
so imprägniert und getrocknet wurde, daß es 5 Gewichtsprozent Cer und 0,1 Gewichtsprozent Platin
enthielt.
Es wurde die Arbeitsweise von Beispiel 1 wiederholt mit der Ausnahme, daß die Ofentemperatur
425° C betrug. Nach mehrstündigem Durchströmen wurde der Abgasstrom mit den folgenden Ergebnissen
analysiert:
| Verbindung CH0 = CHCl |
o/oVol/Vol. 4,8 |
| cis-"und trans-CHCl = CHCl CH2Cl · CH0Cl |
0,6 0,6 |
| CO ' | 0,3 |
| CO2 | 0,6 |
| H9O | 7,4 |
| HCl | . 23,0 |
| O2 | 1 7 |
| C2H, | 7,0 |
| N2 | 54,0 |
| Beispiel 11 |
Der Träger war Titandioxyd von der im Beispiel 1 beschriebenen Pelletgröße und hatte eine spezifische
Oberfläche von etwa 70 m*/g. Der Träger wurde imprägniert
und getrocknet und enthielt 5 Gewichtsprozent Cer und 0,1 Gewichtsprozent Rhodium. Nach
dem Imprägnieren wurde der Titanträger 4 Stunden bei 800° C calciniert und hatte dann eine spezifische
Oberfläche von 10,8 m2/g.
Es wurde die Arbeitsweise von Beispiel 1 wiederholt mit der Ausnahme, daß die Ofentemperatur
425° C betrug.
Nach 8tägigem Durchsatz wurde der Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen analysiert:
CH2 = CHCl
eis- und trans-CHCl = CHCl
CHnCl · CH2Cl
CO"
CO2
H2O
HCl
O2
C2H4
N,
V0V0I./V0I.
5,4 0,6 0,4 0,5 1,7 9,0 22,8 0,1 7,3 52,2
Der Träger war Titandioxyd, wie im Beispiel 4 beschrieben. Das Titandioxyd wurde imprägniert und
getrocknet und enthielt 0,1 Gewichtsprozent Rhodium und 5 Gewichtsprozent Blei.
Die Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die Ofentemperatur 450° C
betrug.
Nach einigen Stunden wurde der Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen analysiert:
Verbindung
% VoITVoI.
CH2 = CHCl 5,7
eis- und trans-CHCl = CHCl 0,2
CH2Cl · CH2Cl 0,3
CO 0,9
CO2 1,0
H2O 8,3
HCl 23,2
O2 0,9
C2H4 7,5
N2 52,0
509627/304
Ein Katalysator auf Aluminiumoxydträger wurde wie im Beispiel 1 hergestellt mit der Ausnahme, daß
der Träger so imprägniert und getrocknet wurde, daß er 5 Gewichtsprozent Ce, 0,1 Gewichtsprozent Rh
und 1 Gewichtsprozent Ti enthielt.
Die Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß das Beschickungsgasgemisch
29 «/o Vol./Vol. HCl, 6,7 «/<>
Vol./Vol. O„, 12,6Vo
Vol./Vol. C2H4 und 51,7°/o Vol./Vol. N2 enthielt und
die Ofentemperatur 451 ° C betrug.
Nach mehrtägigem Betrieb wurde der Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen analysiert:
Verbindung
CH, = CHCl
cis-"und trans-CHCl = CHCI
CH8Cl · CH2Cl
CO
CO,
H,Ö
HCl
O,
C2H4
N2
%> Vol./Vol.
6,0
0,6
0,3
0,3
1,4
9,1 22,5
0,9
5,4 53,5
35
Der Träger war Titandioxyd von der im Beispiel 1 beschriebenen Pelletgröße. Das Titandioxyd war
4 Stunden bei 950° C calciniert und hatte eine spezifische Oberfläche von 3 m2/g. Der Träger wurde imprägniert
und getrocknet und enthielt 0,1 Gewichtsprozent Rh und 5 Gewichtsprozent Ce.
Es wurde die Arbeitsweise von Beispiel 1 wiederholt mit der Ausnahme, daß das Gasgemisch 29°/o
Vol./Vol. HCl, 6,6«/0 Vol./Vol. O2, 14,2«/0 Vol./Vol.
C2H4 und 50,2 °/o Vol./Vol. N2 enthielt und die Ofentemperatur
416° C betrug.
Nach 6stündigem Betrieb wurde der Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen analysiert:
| ndung CH, = CHCl |
»/ο Vol./Vol 7,5 |
| cis-"und trans-CHCl = CHCl CH,C1 · CH2Cl |
0,6 0,4 |
| CO .. | 0,3 |
| CO., | 0,8 |
| H9O . | . 10,3 |
| HCl | .. 20,8 |
| O, | 0,8 |
| C,H4 | 5,8 |
| N, | ,.. 52,7 |
| Beispiel 15 |
Es wurde der im Beispiel 6 beschriebene Träger-Katalysator benutzt. Er war in der erfindungsgemäßen
katalysierten Reaktion von Äthylen, Sauerstoff und Chlorwasserstoff zur Bildung von Vinylchlorid
unter verschiedenen Reaktionsbedingungen, wie verschiedenen Temperaturbedingungen und verschiedenen
Zusammensetzungen des Beschickungsgases, über einen kontinuierlichen Zeitraum von 2 Monaten
benutzt worden.
Die Arbeitsweise von Beispiel 6 wurde wiederholt, wobei dieser Träger-Katalysator in einer Wirbelbettarbeitsweise
mit der Ausnahme verwendet wurde, daß das Gasgemisch 34°/o Vol./Vol. HCl, ll,O«/o
Vol./Vol. O.„ 13,8«/ο Vol./Vol. C2H1 und 41,2«/o
Vol./Vol. N2"enthielt.
Nach mehrstündigem Betrieb wurde der Abgasstrom mit folgenden Ergebnissen analysiert:
Verbindung <>/„ Vol./Vol.
CH2 = CHCl 4,5
cis-"und trans-CHCl = CHCl 0,5
CH2Cl · CH2Cl 0,4
40 CO
CO, .
H2O .
HCl .
O2...
C2H4
N,...
CO, .
H2O .
HCl .
O2...
C2H4
N,...
0,1
1,3 7,2
28,9 6,4 8,2
42,5
Claims (7)
12
012
2)
Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid und Vinylbromid durch Umsetzung von Äthylen
mit Chlor- oder Bromwasserstoff und Sauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen Gas bei erhöhter
Temperatur in Gegenwart eines Katalysators, der aus Platin oder Rhodium oder einer Verbindung
dieser Metalle und der Verbindung eines Metalls mit wechselnder Wertigkeit besteht, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines Katalysators, der auf einem
Träger mit einer Oberfläche von 0,5 bis 50 m2/g aus Titandioxyd, Zirkonoxyd oder Aluminiumoxyd
aufgebracht ist, durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die spezifische Oberfläche des Trägers geringer als 30 m2/g ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Träger Titandioxyd
verwendet, das bei einer Temperatur im Bereich von 600 bis 11000C, vorzugsweise von 800 bis
10000C, calcinierl wurde.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Festbett des auf den Träger aufgebrachten Katalysators verwendet wird und der Träger-Katalysator
mit weiteren Mengen des gleichen Trägers oder anderen inerten Materialien verdünnt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man
ein abgestuftes Bett des Träger-Katalysators verwendet.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
man ein Wirbelbett oder Fließbett des Katalysators verwendet.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Umsetzung in Gegenwart eines gasförmigen Verdünnungsmittels durchführt.
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