DE1239481B - Verwendung eines hochfesten Baustahles als Werkstoff fuer geschweisste Gegenstaende mit guten Tieftemperatureigenschaften - Google Patents

Verwendung eines hochfesten Baustahles als Werkstoff fuer geschweisste Gegenstaende mit guten Tieftemperatureigenschaften

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DE1239481B
DE1239481B DE1960M0045961 DEM0045961A DE1239481B DE 1239481 B DE1239481 B DE 1239481B DE 1960M0045961 DE1960M0045961 DE 1960M0045961 DE M0045961 A DEM0045961 A DE M0045961A DE 1239481 B DE1239481 B DE 1239481B
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structural steel
steels
strength structural
temperature properties
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DE1960M0045961
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Dr-Ing Hanns Arnt Vogels
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Vodafone GmbH
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Mannesmann AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/001Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing N
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
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Description

  • Verwendung eines hochfesten Baustahles als Werkstoff für geschweißte Gegenstände mit guten Tieftemperatureigenschaften Die Entwicklung der hochfesten schweißbaren Baustähle ist ständig im Fluß geblieben. Die vielseitigen Anforderungen, die wechselweise eine Steigerung der verschiedenen Eigenschaften zur Folge hatten, führten dazu, daß heute eine Vielzahl derartiger Stähle mit den jeweiligen Anforderungen angepaßten Eigenschaften zur Verfügung stehen. Geht doch die Qualitätsaufteilung unter Umständen so weit, daß für verschiedene Wandstärken unterschiedliche Qualitäten verwendet werden.
  • Ausgegangen ist diese Entwicklung von den bekannten manganlegierten Baustählen, die sich als Feinkornstähle durch eine gute Schweißbarkeit und auch zum Teil durch eine hohe Kerbschlagzähigkeit auszeichnen. Ihre Feinkörnigkeit beruht auf Oxyd-und Nitridkeimen als Folge der Desoxydation und der Beruhigung mit Al.
  • Weitergehend hat man dann diese Stähle mit starken Nitridbildnern, wie Al, Ti, Zr, V u. dgl., legiert, um mit einer Erhöhung der Kornverfeinerung eine Steigerung sowohl der Kerbschlagzähigkeitswerte wie auch der Festigkeit und Streckgrenze, aber auch eine Erhöhung der Alterungsbeständigkeit und der technologischen Eigenschaften bei niederen Temperaturen zu erreichen.
  • Nicht zuletzt hat man derartigen Stählen gemäß der bekanntgemachten Patentanmeldung B 10492 VI a/18 d noch zusätzlich Stickstoff zugegeben mit der Maßgabe, daß der Stickstoff an die bekannten Nitridbildner, wie Al, Ti, Zr, V u. dgl., gebunden vorliegen soll, um auf dem Wege über vermehrte Sondernitrideinlagerungen einen weiter erhöhenden Einfluß auf Streckgrenze, Festigkeit und Kerbschiagzähigkeit auszuüben.
  • Aus der schweizerischen Patentschrift 251935 ist es ferner bekannt, die Dauerstandsfestigkeit und Warmfestigkeit von Stählen mit etwa 0,10% Kohlenstoff und 0,3 bis 0,7% Mangan durch Zusatz von Stickstoff bis zu Gehalten von 0,03 0/0, der an Titan oder Zirkon abgebunden ist, zu erhöhen.
  • In den weitaus meisten Fällen weisen diese Stähle, von denen also gleichzeitig hohe Streckgrenzen- und Festigkeitswerte und eine gute Schweißbarkeit gewährleistet werden müssen, Kohlenstoffgehalte zwischen 0,16 und 0,22% auf. Dem Kohlenstoffgehalt als dem Element mit der stärksten Einwirkung auf die technologischen Eigenschaften dieser Stähle ist jedoch eine obere Grenze gesetzt, die durch das Auftreten der sogenannten Schweißrißempfindlichkeit (Unternahtrißempfindlichkeit) gegeben ist. Die besonders kritische Zone ist dabei der Übergang zwischen Schweißnaht und Werkstoff, der durch die Temperaturbeeinflussung des Schweißvorganges in Abhängigkeit vom Kohlenstoffgehalt und von der Abkühlungsgeschwindigkeit eine mehr oder weniger stark martensitische Gefügeausbildung und damit eine hohe Härtesteigerung erfährt, als deren Folge dann die Schweißrisse auftreten. Außerdem ist eine Vorwärmung oder eine ausgleichende Nachbehandlung schwierig, weil die Bauteile sehr oft große Abmessungen erreichen und sperrig sind.
  • Eine Herabsetzung des Kohlenstoffs auf Gehalte, bei denen eine Martensitbildung als Folge des Temperatureinflusses beim Schweißen nicht mehr auftritt, ist aber gleichbedeutend mit einem entsprechenden Abfall der Streckgrenze und Festigkeit des Grundwerkstoffes. Bei der Entwicklung schweißbarer hochfester Baustähle sind deshalb bisher die Forderung nach möglichst hoher Streckgrenze und Festigkeit einerseits und das Vermeiden von Härterissen als Folge der schroffen Abkühlung nach dem Schweißen andererseits maßgebend für die Festlegung der oberen Grenze des Kohlenstoffgehaltes gewesen.
  • Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, eine Stahllegierung zu schaffen, deren Umwandlung im kritischen Temperaturbereich infolge des erniedrigten Kohlenstoffgehaltes so langsam erfolgt, daß mit Sicherheit auch nach schroffer Abkühlung aus dem beim Schweißen auftretenden Temperaturbereich, welcher der Austenitisierungstemperatur gleichkommt, sich nur noch so wenig Gefügebestandteile hoher Härte entwickeln können, daß eine Aufhärtung im kritischen Bereich nicht eintreten kann, selbst dann nicht, wenn extrem ungünstige Abkühlungsbedingungen vorliegen. Es handelt sich daher um eine Stahllegierung, die auf Grund ihrer Legierungszusammensetzung in der Zwischen- oder Martensitstufe keine oder nur eine so geringe Umwandlung erfährt, daß eine Aufhärtungsmöglichkeit nicht gegeben ist, und die dennoch ausreichende Streckgrenzen- und Festigkeitseigenschaften sowie bei tiefen Temperaturen hohe Kerbschlagzähigkeitswerte besitzt.
  • Der Kohlenstoffgehalt dieser erfindungsgemäß zu verwendenden Stahllegierung soll 0,16% nicht überschreiten, sondern vorzugsweise 0,10 bis 0,15% betragen. Durch einen zusätzlichen Stickstoffgehalt von unter 0,051/o, vorzugsweise zwischen 0,01 und 0,031/o, und einer gleichzeitigen Abbindung dieses Stickstoffgehaltes durch Sondernitridbildner, wie Al, Ti, V oder Zr, sollen die durch die niederen Kohlenstoffgehalte abgefallenen Streckgrenzenwerte wieder angehoben werden, die mit Sicherheit auf über 38 kg/mm2 zu bringen sind, wobei die im wesentlichen ferritisch-perlitische Gefügeausbildung - auch bei hoher Abkühlungsgeschwindigkeit - erhalten bleibt. Durch eine entsprechende Erhöhung der Mangangehalte lassen sich bei Vermeidung der Gefahr der Aufhärtung die Streckgrenzenwerte auf über 50 kg/mm2 steigern, die üblicherweise bei diesen Kohlenstoffgehalten nicht erwartet werden.
  • In bekannter Weise kann das Mn dieser Legierung ganz oder teilweise durch andere Legierungselemente, wie Cr, Ni oder Mo, einzeln oder zu mehreren, in Gehalten, wie sie üblicherweise in Vergütungsstählen vorliegen, ersetzt werden, die die Festigkeit und die Streckgrenze des Werkstoffes erhöhen.
  • Insgesamt gesehen soll die erfindungsgemäß zu verwendende Stahllegierung folgende Zusammensetzung aufweisen: C nicht mehr als 0,16%, vorzugsweise 0,10 bis 0,15%, Mn nicht mehr als 5,00%, vorzugsweise etwa 2,00%, das ganz oder teilweise durch Cr, Ni oder Mo, einzeln oder zu mehreren, in Gehalten, wie sie Vergütungsstählen normalerweise eigen sind, ersetzt ist, N 0,01 bis 0,05%, vorzugsweise bis 0,03()/a, sowie Al, V, Ti oder Zr, einzeln oder zu mehreren, in Mengen, die zur Abbindung des Stickstoffs in Form von schwer löslichen Nitriden erforderlich sind, Rest Eisen und die üblichen Verunreinigungen.
  • Es mußte überraschen, daß ein Stahl dieser Zusammensetzung nicht nur die erforderlichen hohen Streckgrenzen- und Festigkeitswerte aufweist, sondern darüber hinaus auch eine beachtlich hohe Alterungsbeständigkeit besitzt. Es war ebensowenig vorauszusehen, daß der erfindungsgemäß zu verwendende Stahl Tieftemperatureigenschaften, insbesondere Kerbzähigkeitswerte aufweisen würde, die bei -120'-'C an der DVM-Probe noch 8 kg/cm`= betragen. Die Übergangstemperatur liegt also trotz der hohen Streckgrenzenwerte von über 50 kg/mm2 nach extrem niedrigen Temperaturen hin verschoben.
  • Die Vorteile bei der Verwendung einer Stahllegierung nach der Erfindung liegen auf der Hand, wenn man berücksichtigt, daß es sich um aus einem Werk-Stoff gefertigte Gegenstände handelt, die auf Baustellen ohne Vorwärmung geschweißt werden können, weil sie keine Härteaufnahme zeigen, die zu der gefürchteten Schweißrissigkeit führt. Es ist von ebensolcher Bedeutung, daß dieser Werkstoff ohne Rücksicht auf Wandstärke und Außentemperatur und ohne die Gefahr der Aufhärtung in der Schweißzone bei gleichzeitiger Gewährleistung hoher Streckgrenzen- und Festigkeitswerte eine hohe Alterungsbeständigkeit und eine Übergangstemperatur der Kerbschlagzähigkeit aufweist, die tiefer als -120°C liegt.
  • Die günstigen Eigenschaften der erfindungsgemäß zu verwendenden Stahllegierung sind auch in anderer Beziehung besonders wertvoll. Neue Untersuchungen über die Veränderung der technologischen Eigenschaften, insbesondere über die Versprödung von Stahl unter Bedingungen, wie sie im Atomreaktor bzw. in Kernenergieanlagen unter Neutronenbestrahlung vorliegen, haben den besonderen Einfluß der Höhe des Kohlenstoffgehaltes auf die Verschiebung der Übergangstemperatur als Maßstab für die Versprödung herausgestellt. Demgemäß erfüllt der erfindungsgemäß zu verwendende Stahl mit einer Begrenzung des Kohlenstoffgehaltes auf maximal 0,16% bei gleichzeitig hochliegenden Streckgrenzen- und Festigkeitswerten weitgehend auch alle die Voraussetzungen, die an Werkstoffe für die Kernenergiegewinnungsanlagen gestellt werden.
  • Es wurde also eine Stahllegierung gefunden, mit der weitgehende Forderungen auf dem Gebiet der Baustähle erfüllt werden können, ohne unter einer Vielzahl von Stählen den für den jeweiligen Verwendungszweck günstigsten heraussuchen zu müssen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verwendung eines hochfesten Baustahles, bestehend aus höchstens 0,16%, vorzugsweise 0,10 bis 0,15% Kohlenstoff, 2,0 bis 5,0% Mangan, das ganz oder teilweise durch Chrom, Nickel oder Molybdän, einzeln oder zu mehreren, in für Vergütungsstähle üblichen Gehalten ersetzt ist, 0,01 bis 0,051/o, vorzugsweise 0,03% Stickstoff, der durch Sondernitridbildner, wie Aluminium, Zirkonium, Vanadin und Titan, in Form schwerlöslicher Nitride abgebunden ist, Rest Eisen, als Werkstoff mit einer Zugfestigkeit von über 50 kg/mm2, Streckgrenze von über 38 kg/mm2 und Kerbschlagzähigkeit bei tiefen Temperaturen von 8 kg/cm2 für geschweißte Gegenstände, insbesondere für Kernenergiegewinnungsanlagen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung B 10492 VI a/18 d (bekanntgemacht am 14. B. 1952); schweizerische Patentschrift Nr. 251935.
DE1960M0045961 1960-07-18 1960-07-18 Verwendung eines hochfesten Baustahles als Werkstoff fuer geschweisste Gegenstaende mit guten Tieftemperatureigenschaften Pending DE1239481B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2655696A1 (de) * 1975-12-08 1977-06-23 Ischorskij Z Im A A Schdanova Stahl
FR2463193A1 (fr) * 1979-08-13 1981-02-20 Us Energy Acier a faible teneur en manganese pour utilisations en cryogenie
EP0425058A1 (de) * 1989-10-26 1991-05-02 MANNESMANN Aktiengesellschaft Verwendung eines Stahls zur Herstellung von Türverstärkerrohren

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH251935A (de) * 1943-11-27 1947-11-30 Boehler & Co Ag Geb Dauerstandfester und warmfester Stahl mit Stickstoffgehalt und Verfahren zu seiner Herstellung.

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