DE1238121B - Magneto-hydrodynamischer Generator - Google Patents

Magneto-hydrodynamischer Generator

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DE1238121B
DE1238121B DE1963B0073649 DEB0073649A DE1238121B DE 1238121 B DE1238121 B DE 1238121B DE 1963B0073649 DE1963B0073649 DE 1963B0073649 DE B0073649 A DEB0073649 A DE B0073649A DE 1238121 B DE1238121 B DE 1238121B
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DE
Germany
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gas
graphite
magneto
generator
nuclear reactor
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Pending
Application number
DE1963B0073649
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English (en)
Inventor
Martin Charles Peters
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Babcock International Ltd
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Babcock and Wilcox Ltd
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K44/00Machines in which the dynamo-electric interaction between a plasma or flow of conductive liquid or of fluid-borne conductive or magnetic particles and a coil system or magnetic field converts energy of mass flow into electrical energy or vice versa
    • H02K44/08Magnetohydrodynamic [MHD] generators

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
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  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Magneto-hydrodynamischer Generator Die Erfindung betrifft einen magneto-hydrodynamischen Generator, der in einem geschlossenen Gaskreislauf mit einem Kemreaktor zusammen- arbeitet und dessen Arbeitsgas im Reaktorkern durch die radioaktive Strahlung der Spaltprodukte ionisiert wird.
  • Normalerweise besitzen Gase eine niedrige elektrische Leitfähigkeit und sind daher als Arbeitsmittel in einem NIHD-Generat#or zunächst nicht brauchbar. Es ist bekannt, daß sich dann, wenn die Temperatur des Gases genügend hoch ist, ein elektrisch leitendes Plasma bildet. Jedochsind diese Temperaturen so hoch, daß sie metallurgische Schwierigkeiten be- dingen, z. B. hat Caesiumdampf ein Ionisierungspotential von 3,87 eV, was immerhin eine Temperatur von über 22001 G.bedeutet. Es sind Vorschläge gemacht worden zur Ggs-Ionisation durch Bestrah-, ektronen oder durch Einlung eines Gases mit-aEJ führung eines Elementes mit einem niedrigen lonisierungspotential, wie z. B. Kalium, Natrium und Caesium, in das Gas bei hoher Temperatur. Hierdurch ist nur ein kleiner Prozentsatz der Ionisation des Gases möglich, so daß die erreichte elektrische Leitfähigkeit sehr gering ist.
  • - Die thermische lonisation zur Erreichung der erforderlichen elektrischen Leitfähigkeit eines Gases für die Energieumwandlung in einem MHD-Generator weist einige bedeutende Nachteile auf: 1. Alkaliverbindungen müssen zugesetzt werden, um bei technisch erreichbaren Verbrennungstemperaturen überhaupt elektrisch leitende Verbrennungsgase zu bekommen. Außerdem müssen diese Alkaliverbindungen in einem wirtschaftlich arbeitenden Betrieb zurückgewonnen werden.
  • 2. Selbst mit Alkalizusätzen sind die notwendigen Betriebstemperaturen noch so hoch, daß Werkstoffe, die diesen enormen Betriebsbedingungen standhalten, nur schwer gefunden werden können. Bei der lonisation durch Fremdelektronenbeschuß muß eine genügend große Menge Elektronen mit großer Elektronenbeweglichkeit erzeugt werden, um die notwendige Leitfähigkeit zu gewährleisten, wobei gleichzeitig die Zahl der Rekombinationen und Elektronenanlagerungen klein gehalten werden muß. Diese Forderungen sind schwer zu erfüllen, so daß nur ein kleiner Prozentsatz der lonisation des Gases möglich ist.
  • Zu der bekannten lonisation durch die Strahlung der Reaktorprodukte (Deutsche Auslegeschrift Z, 1046 793), wobei lediglich die Beta-Strahlung von Bedeutung ist, da die Gammas und Neutrino-Strahlung vom Gas praktisch nicht absorbiert werden, ist zu sagen, daß es sehr fragwürdig erscheint, ob die anfallende Beta-Strahlung eine genügend große Ionendichte im NIFM-Teil der Anlage und damit eine ausreichende Leitfähigkeit erzeugen kann.
  • Die Erfindun- hat sich die Aufgabe gestellt, die bei den obengenannten drei lonisationsarten auftretenden Nachteile bei einem bekannten NIRD-Generator, der in einem geschlossenen Kreislauf mit einem Kernreaktor zusammenarbeitet und dessen Arbeitsgas im, Reaktorkern durch die radioaktive Strahlung der Spaltprodukte ionisiert wird, auszuschalten. Die Erfindung besteht darin, daß das unter überdruck stehende Arbeitsgas aus Kohlendioxyd mit einer Suspension aus Graphit besteht und der Kernreaktor einen graphitmoderierten Kern hat. Durch die Kombination der ionisierten Strahlung mit der Graphitdurchsetzung des Gases ist ein wirtschaftlicher Betrieb des MHD-Generators möglich.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung beträgt das Gewicht des Graphits pro 1 dras des Gases mindestens 0,19 kp. Die Graphitteilchen haben einen Durchmesser von etwa 5 Mikron.
  • Es ist bereits bekannt (deutsche Patentschrift 725 433), Gase, die feste Stoffteilchen von suspensionaler Größenordnung enthalten, als Arbeitsmittel für einen MHD-Generator zu verwenden. Es ist je- doch nicht bekannt gewesen, welche festen Stoffteilchen sich für einen derartiaen Generator eignen. Vor allem läßt sich ein MHD-Generator, der mit aus Kohlenstaubfeuerungen gewonnenen Verbrennungs- "asen arbeitet, nicht mit einem, der mit dem Kühl gas (CO.) eines graphitmoderierten Kernreaktors arbeitet, vergleichen.
  • Es ist ebenfalls bekannt, dem Trägergas eines MHD-Generators geringe Mengen von Alkalimetallen beizumischen, um die Gasleitfähigkeit zu erhöhen (»The Engineer«, 15. Dezember 1961, S. 988). Dieser Hinweis erlaubt es jedoch nicht ohne weiteres, die besonders zweckmäßige Ausgestaltung des MHD-Generators nach der Erfindung auszuführen, nach der speziell Graphit als Zusatz zum Trägergas Verwendung findet.
  • An Hand der schematischen Darstellung wird die Entstehung der elektrischen Leitfähigkeit des Mediums im Magnetfeld näher erläutert.
  • In den F i g. 1 bis 3 ist ein schematischer Schnitt eines magneto-hydrodynamischen Generators am Ort des Magnetfeldes und der Stromabnahmeplatten gezeigt. Zwischen den Platten strömt das Arbeitsgas, in dem eine Suspension aus Graphitpartikeln eingelagert ist. Daher ist eine Vielzahl von Graphitpartikeln miteinander in Berührung, um eine elektrisch leitfähige Kette zu bilden. An den Stellen, an denen die Ketten unterbrochen sind, wird an den Enden der einzelnen Kette eine Ladung zu erwarten sein, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Die Graphitteilchen werden die Ladung weitertragen, indem sie sich von Kette zu Kette bewegen auf Grund der Turbulenz des Gases und der durch sie erzeugten elektrostatischen Kräfte. Somit wird also durch die Bewegung der Teilchen der elektrische Strom zwischen den Elektroden weitergetragen.
  • Wenn das Gas radioaktiv ist, wird es ionisiert durch die Alpha-, Beta- und Gammastrahlen, welche das Gas durchdringen. Jedoch ist dieser Effekt zu gering, um einen magneto-hydrodynamischen Generator zu betreiben. Aber wenn der größte Teil des Gases mit Graphit durchsetzt und die Ketten gemäß Fig. 1 und 2 ausgebildet sind, würde die ionisierende Strahlung den Betrieb des magneto-hydrodynamischen Generators ermöglichen. Bei einer Temperatur, bei welcher die Plasmabildung gerade beginnt, entsteht ein Verlauf der Kette gemäß F i g. 3.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Magneto-hydrodynamischer Generator, der in einem geschlossenen Gaskreislauf mit einem Kernreaktor zusammenarbeitet und dessen Arbeitsgas im Reaktorkern durch die radioaktive Strahlung der Spaltprodukte ionisiert wird, da - durch gekennzeichnet, daß das unter überdruck stehende Arbeitsgas aus Kohlendioxyd mit einer Suspension aus Graphit besteht und der Kernreaktor einen graphitmoderierten Kern hat.
  2. 2. MHD-Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht des Graphits pro 1 dm3 des Gases n-ündestens 0,19 kp beträgt. 3. MHD-Generator nach Ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Graphitteilchen einen Durchmesser von etwa 5 Mikron haben.
  3. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 725 433; deutsche Auslegesehrift Nr. 1046 793; schweizerische Bauzeitung, 1961, H. 23, S. 387; »The Engineer«, Dezember 1961, S. 988.
DE1963B0073649 1962-12-21 1963-09-26 Magneto-hydrodynamischer Generator Pending DE1238121B (de)

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GB4842762A GB1096861A (en) 1962-12-21 1962-12-21 Improvements in electric generators

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE725433C (de) * 1935-08-31 1942-09-22 Bela Karlovitz Dipl Ing Verfahren und Einrichtung zur Umwandlung von Stroemungsenergie in elektrische Energie
DE1046793B (de) * 1954-11-23 1958-12-18 Licentia Gmbh Verfahren zur Gewinnung von elektrischer Energie durch in einem magnetischen Kraftfeld bewegte Gas- oder Dampfstroeme

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE725433C (de) * 1935-08-31 1942-09-22 Bela Karlovitz Dipl Ing Verfahren und Einrichtung zur Umwandlung von Stroemungsenergie in elektrische Energie
DE1046793B (de) * 1954-11-23 1958-12-18 Licentia Gmbh Verfahren zur Gewinnung von elektrischer Energie durch in einem magnetischen Kraftfeld bewegte Gas- oder Dampfstroeme

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GB1096861A (en) 1967-12-29

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