DE1238112B - Verfahren zur selbsttaetigen Stabilisierung eines Kernstrahlungsmessgeraetes - Google Patents

Verfahren zur selbsttaetigen Stabilisierung eines Kernstrahlungsmessgeraetes

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DE1238112B DE1963T0023487 DET0023487A DE1238112B DE 1238112 B DE1238112 B DE 1238112B DE 1963T0023487 DE1963T0023487 DE 1963T0023487 DE T0023487 A DET0023487 A DE T0023487A DE 1238112 B DE1238112 B DE 1238112B
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01TMEASUREMENT OF NUCLEAR OR X-RADIATION
    • G01T1/00Measuring X-radiation, gamma radiation, corpuscular radiation, or cosmic radiation
    • G01T1/36Measuring spectral distribution of X-rays or of nuclear radiation spectrometry
    • G01T1/40Stabilisation of spectrometers

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Description

  • Verfahren zur selbsttätigen Stabilisierung eines Kernstrahlungsmeßgerätes Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur selbsttägigen Stabilisierung des Übertragungsmaßes eines Kernstrahlungsmeßgerätes mit proportional arbeitendem Impulsdetektor, bei dem das Strahlungsmeßgerät in einen Regelkreis einbezogen wird, wobei dem Detektor zu willkürlich vorgegebenen Zeitpunkten künstlich erzeugte Impulse als Führungsgröße für die Regelung zugeführt werden und eine aus der Amplitude der Ausgangsimpulse abgeleitete Regelgröße zur Stabilisierung verwendet wird.
  • Die Meßanordnung oder ein Teil derselben bildet dabei die Regelstrecke. Durch Zufügen eines Reglers, der auf ein geeignetes Stellglied wirkt, wird daraus in bekannter Weise ein geschlossener Regelkreis hergestellt. Die Schwierigkeit besteht darin, daß die zu regelnde Größe, nämlich das Obertragungsmaß der Anlage, nicht durch eine einfache Messung erfaßt werden kann. Unter dem Übertragungsmaß wird dabei das Verhältnis der Amplitude des elektrischen Ausgangsimpulses der Gesamteinrichtung zu der bei einem Nachweisereignis im Detektor umgesetzten Primärenergie verstanden. Daher werden dem Detektor künstlich erzeugte Impulse zugesetzt, die zusammen mit den natürlicherweise auftretenden Impulsen die Anordnung durchlaufen. Aus der Amplitude der Ausgangsimpulse, die aus den zugesetzten Impulsen entstehen, wird eine Regelgröße zur Stabilisierung der Meßanordnung gewonnen.
  • Die Erfindung ist prinzipiell auf alle Strahlungsdetektoren anwendbar, die die Energie einzelner Teilchen oder Quanten nachweisen. Ein solcher ist z. B. die Kombination eines Szintillators mit einem Photomultiplier (Photomultiplier, auch kurz Multiplier = Sekundäelektronenvervielfacher mit Photokatode), kurz Szintillationsdetektor genannt. Die Erfindung wird im folgenden am Beispiel eines Szintillationsdetektors beschrieben, da dessen Stabilisierung einen wichtigen und gleichzeitig schwierig zu lösenden Fall darstellt.
  • Der Szintillationsdetektor liefert Spannungsimpulse, deren Amplitude U proportional zu der Energie E ist, die ein Teilchen oder Quant in dem Szintillationskristall abgegeben hat: U ~ V zu R E, wobei K = Lichtausbeute des Kristalls, V = Verstärkungsfaktor des Photomultiplies. Der Verstärkungsfaktor V ist aber auch bei Konstanthalten aller Betriebsspannungen des Multipliers nicht konstant. Er hängt von der Temperatur ab, ändert sich mit der eingestrahlten Intensität und unterliegt Ermüdungserscheinungen Es ist bereits eine Anordnung bekannt, bei der zur selbsttätigen Stabilisierung der Multiplier in einen Regelkreis einbezogen ist (s. Abb. la). Darin bedeuten die Abkürzungen Sz. = Szintillationskristall, PM = Photomultiplier, Verst. = Verstärker, Anal.
  • = Analysierteil, HSp. = Hochspannungsgerät, Reg.
  • = Regelverstärker, Disk. = Diskriminator.
  • Dabei wird eine markante Linie eines spektrums mit einem Zweikanaldiskriminator ausgeblendet, der so eingestellt wird, daß rechte wie linke Hälfte der betrachteten Linie gleiche Zähiraten F9 bzw. F1 enthalten. Bei Abweichungen der Linie von der Disknminatoreinstellung wird eine Fehlerspannung abgegeben, die proportional zur Differenz F2 -F1 der Zählraten des rechten und linken Kanals ist (Ab b. 1 b). Mit dieser Fehlerspannung wird über einen Regelverstärker z. B. die Betriebsspannung des Multipliers additiv so beeinflußt, daß infolge der resultierenden Änderung der Multiplierverstärkung der Abweichung entgegengewirkt wird (Proportionalregelung).
  • Dieses Verfahren versagt in den Fällen, in denen das Spektrum keine geeignete Linie enthält, sei es, daß die zu untersuchende Strahlung ein kontinuierliches Spektrum aufweist oder daß die Linien vorher nicht bekannt sind oder zeitlich nicht konstant oder nicht ausreichend voneinander getrennt sind. Zur Abhilfe ist es bekannt, dem zu untersuchenden Spektrum mit einem zusätzlichen radioaktiven Präparat eine Linie zuzusetzen; dies ist jedoch im allgemeinen wegen der damit verbundenen Störung des untersuchten Spektrums nicht tragbar.
  • Es ist weiter eine Anordnung bekannt, die diesen Mangel vermeidet. Dabei wird eine geeignete Führungsgröße geschaffen, indem man der Photokatode des Multipliers künstlich erzeugte Lichtblitze zuführt.
  • Sie werden erzeugt durch kurzzeitiges Auftasten eines Elektronenstrahls, der auf einen Leuchtschirm fällt. Sie ergeben im Spektrum der Ausgangsimpulse nur eine Linie - im Gegensatz zu dem Spektrum auch eimer monoenergetischen ,-Strahlung -, die durch Veränderung der Helligkeit der künstlich erzeugten Lichtblitze an jede beliebige Stelle des Spektrums geschoben werden kann. Ein Regelkreis, ähnlich dem oben beschriebenen. vervollständigt die Anordnung.
  • Die zugesetzten, künstlichen Lichtblitze sollen den Lichtblitzen des Szintillationskristails weitgehend gleichen. Sie sollen ähnliche Form und Dauer haben, damit die resultierenden Spannungsimpulse zusammen mit den anderen Impulsen durch denselben Verstärker geleitet und mit gleichartigen Diskriminatoren untersucht werden können. Das ist nicht nur des geringen Aufwandes halber günstig und vermeidet, daß die eigentliche Meßaufgabe beeinträchtigt wird, sondern erlaubt auch, Schwankungen des Verstärkers durch Einbeziehen in die Regelsehleife mitauszuregeln. Das Licht der künstlichen Blitze soll eine ähnliche spektrale Verteilung haben wie das Szintillationslicht, damit Verschiebungen der Katodenempfindlichkeit des Multipliers auf alle Lichtimpulse in gleicher Weise einwirken und so mitausgeregelt werden.
  • Diese Forderungen werden zwar von der bisher bekannten Anordnung noch nicht ganz erfüllt, sie lassen sich aber gut erfüllen, wenn man statt der üblicherweise verwendeten ZnS- oder ZnO-Leuchtschirme als Leuchtstoff das Gehlenit verwendet. Gehlenit ist 2 CaO Al2O SiO2 (Ce). Abb. 2 zeigt sein Spektrum zusammen mit dem Emissionsspektrum von NaJ(Tl) und der Empflndlichkeitskurve eines für Szintillationsdetektoren verwendeten Photomultipliers. Man erkennt, daß das Spektrum von Gehlenit fast gleich dem von NaJ(TI) ist. Das Nachleuchten des Gehlenits klingt mit einer Zeitkonstante von etwa 0,1 Ms ab. Bei einer Bestrahlungsdauer des Leuchtschirms von 0,15 bis 0,25 us werden Impulse erhalten, die denen von NaJ(TI) hinreichend ähneln (s. Abb.3a), insbesondere, wenn man die daraus entstehenden Impulse hinter dem nachfolgenden Verstärker betrachtet (s. A b b. 3b). Die Ähnlichkeit läßt sich noch weiter verbessern, wenn man das Steuergitter der Elektronenstrahlröhre nicht wie bei den Impulsen der A b b. 3 mit rechteckigen, sondern mit etwa dreieckigen Impulsen ansteuert.
  • Eine solche Anordnung kann also zur Erzeugung der Führungsgröße für die Regelung eines Szintillationsdetektors verwendet werden. Da die Elektronenstrahlröhre leicht in Subminiaturausführung gebaut werden kann und nur Steuerimpulse geringer Amplitude benötigt, bietet einerseits der Einbau keine Schwierigkeiten, und andererseits lassen sich Störungen der eigentlichen Meßaufgabe infolge parasitärer Kopplungen leicht vermeiden.
  • Die Anordnung kann beispielsweise so ausgeführt werden, wie es A b b. 4 zeigt: Eine Elektronenstrahlröhre 1 in der Art der Spannungsindikatorröhren enthalte einen mit Gehlenit belegten Leuchtschirm.
  • Die Röhre ist in die Erweiterung 2 eines Lichtleiters 3 gesteckt, der neben dem Mu-Metallschirm 4 eines Photomultipliers 5 an einen als Platte 6 ausgebildeten Lichtleiter geht, der zwischen dem Multiplier 5 und dem Szintillationskristall 7 angebracht ist und der eine seitliche Fortsetzung zum Anschluß des Lichtleiters 3 besitzt. Zwischen den Lichtleiter 3 und die Platte 6 kann ein blaues Lichtfilter 8 zum Unterdrücken des Katodenlichts der Röhre 1 eingefügt werden.
  • Än das Steuergitter der Röhre 1 werden periodisch positive Impulse von etwa 0,25 ts Dauer angelegt, die die Röhre aus dem gesperrten in den geöffneten Zustand bringen. Die resultierenden Stromstöße, die beim Aufprall auf den Leuchtschirm die Lichtblitze auslösen, werden durch den Kondensator 9 ausgemittelit und erzeugen am Widerstand 10 einen Spannungsabfall. Über einen Katodenfolger 11 zur Impedanzanpassung wird eine Gegenkopplungsschleife zurück zum Gitter von 1 gebildet. Damit wird die durch 1 fließende Ladungsmenge und infolgedessen die abgegebene Lichtmenge stabilisiert. Durch Indem rung der Spannung, an die der Widerstand 10 angelegt ist, oder der Spannung zwischen der Katode von 11 und dem Gitterableitwiderstand von 1 läßt sich die Intensität der Lichtblitze verändern.
  • Das bekannte, in Ab b. 1 angedeutete Verfahren ein Regelkriterium mit einem Zweikanaldiskriminator zu gewinnen, ist aber auch bei Verwendung VOll künstlichen Lichtblitzen als Führungsgröße noch mangelhaft. Wohl läßt sich die von den künstlichen Lichtblitzen erzeugte Linie, im folgenden Lichtlinie genannt, im Spektrum an jede gewünschte Stelle verschieben. Es ist jedoch nicht selten, daß die Linien eines Spektrums so dicht liegen, daß dazwischen kein Platz für die Lichtlinie ist, oder daß die Zählrate an einer an sich geeigneten Stelle so hoch ist, daß die Lichtlinie mit einer unverhältnismäßig hohen Wiederholungsfrequenz gegeben werden müßte, um sich von dem Untergrund abzuheben. Beim Einschalten der Regelung nach diesem Verfahren muß der Diskriminator vom Bedienungspersonal auf die Lichtlinie eingestellt werden. Bei starken Änderungen der Verstärkung oder der Zählrate z. B. des Untergrundes besteht die Möglichkeit, daß die Regelung die Lichtlinie verliert und sich an einer falschen Linie festhält oder hin- und herdriftet.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde. ein verbessertes Verfahren der bezeichneten Art anzugeben, das diese Nachteile vermeidet und noch weitere Vorteile besitzt. Es besteht im wesentlichen darin, daß erfindungsgemäß nur solche Ausgangsimpulse zur Erzeugung der Regelgröße berücksichtigt werden, die zu Zeitpunkten eintreffen, in denen von den künstlichen Impulsen herrührend Ausgangsimpulse zu erwarten sind.
  • Da diejenigen Ausgangsimpulse, die von der Auswerteschaltung für die Regelung benutzt werden sollen, von den Impulsen erzeugt werden, die z. B. in der Ab b. 4 dem Gitter der Röhre 1 zugeleitet werden, ist der Zeitpunkt ihres Auftretens bekannt. gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Laufzeit der Impulse durch die Anordnung. Daher kann man die Auswerteschaltung so einrichten, daß sie überhaupt nur Impulse verarbeitet, die zu dieser Zeit eintreffen. Infolgedessen ist es gleichgültig, welche Lage die Lichtlinie innerhalb des Spektrums hat, sie darf sogar auf der Flanke einer anderen Linie sitzen.
  • Auch kann es mit einer solchen Auswerteschaltung nicht vorkommen, daß die Regelung die Lichtlinie bei irgendwelchen Vorkommnissen verliert. Weiter besteht die Möglichkeit, die Lichtlinie in dem zu untersuchenden Spektrum nicht sichtbar werden zu lassen, so daß dessen Auswertung durch sie nicht gestört wird. Man braucht dazu nur den Analysierteil, das ist der Teil der Anlage, mit dem das Spektrum aufgenommen wird, zu den Zeitpunkten zu blockieren, zu denen die künstlichen Lichtblitze erzeugt werden. Eine andere Möglichkeit dazu besteht darin, daß mittels einer gesteuerten Verzögerung die künstlichen Lichtblitze stets zu den Zeitpunkten erzeugt werden, in denen der Analysierteil, z.B. ein Vielkanal-lmpulshöhenanalysator, infolge der Aufnahme eines Impulses noch blockiert ist. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die Totzeit des Analysierteils durch den Zusatz der künstlichen Lichtimpulse nicht vergrößert wird.
  • Zur weiteren Erklärung des Verfahrens nach der Erfindung werden im folgenden zwei Ausführungsbeispiele für eine zu seiner Durchführung geeignete Auswerteschaltung angegeben.
  • Beispiel 1 Die aus dem Verstärker der Ab b. 1 a kommenden Impulse werden der Auswerteschaltung nach A b b. 5 zugeführt, die an die Stelle des Diskriminators der A b b. 1 a tritt. Die Schaltung enthält einen zweistufigen, gegengekoppelten Fensterverstärker mit den Röhren 21 und 22. Durch die Taströhre 24 wird er in der zweiten Stufe normalerweise gesperrt und nur zu den Zeiten freigegeben, in denen die künstlichen Lichtblitze erzeugt werden, eventuell unter Berücksichtigung der Laufzeit der Impulse durch die ganze Anordnung. In der darauffolgenden zweistufigen Impulsverlängererschaltung 23 wird eine Gleichspannung von der Höhe des Spitzenwertes der Impulse erzeugt, die bis zum nächsten Impuls andauert.
  • Durch die Taströhre 25 wird der Kondensator der Impulsverlängererschaltung am Anfang des nächsten Impulses entladen, so daß dann dessen Amplitude festgehalten werden kann. Die resultierende Treppenspannung wird in einem nachfolgenden Integrierverstärker 26 ausgemittelt. Die Taströhren werden von dem gleichen Impulsgeber angesteuert, der auch dem Gitter der Röhre 1 in Ab b. 3 die Helltast-Impulse zuführt.
  • Mit der Spannung, die der Integrierverstärker liefert. wird dann ein Stellglied angesteuert, das den Verstärkungsfaktor der Strahlungsmeßanlage beeinflußt. Zum Beispiel kann die Spannung direkt zu der Ilochspannung addiert werden, die die Dynoden des ;2lultipliers speist, oder sie kann in einen Regelkreis des Hochspannungsgerätes eingeführt werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß vor oder in dem Verstärker ein Ab schwächer angebracht wird, der von einem Regelmotor betätigt wird. Damit kann der Regelstrecke ein integrales Verhalten gegeben werden. Der Integrierverstärker 26 in Ab b. 5 kann in diesem Fall wegfallen. Der Abschwächer kann auch einen temperatur- oder lichtempfindlichen Widerstand enthalten. Dann wird er durch die Steuerung des Stromes einer Heizwicklung oder Glühbirne eingestellt. Die Anordnung mit einem fremdgeheizten Widerstand mit hohem Temperaturkoeffizienten hat den Vorteil, daß zwar kein echtes integrales Verhalten, wohl aber sehr große Zeitkonstanten erzielt werden können, so daß auch in diesem Fall der Integrierverstärker entfallen kann. Auch spannungsabhängige Kapazitäten oder spannungsabhängige Widerstände oder Dioden können für gesteuerte Abschwächer eingesetzt werden. Alle die genannten Anordnungen könen statt als Abschwächer auch in der Gegenkopplungsschleife eines Verstärkers angebracht werden. Schließlich kann auch eine Regelröhre oder ein Transistor direkt als Stellglied benutzt werden, indem ihre bzw. seine Verstärkung durch eine Vorspannung beeinflußt wird.
  • Es ist kennzeichnend für diese Art der Auswertung, daß die abgegebene Regelspannung direkt der Abweichung eines Impulses von der Soligröße proportional ist. Man kommt dadurch mit kleinen Zeitkonstanten für die Ausmittelung der Schwankungen der Regelspannung aus, so daß die Regelung schnell eingreifen kann. Ein anderes Äuswerteprinzip besteht darin, daß bei jedem Impuls eine positive oder negative Spannung von normierter Höhe erzeugt wird, 3e nachdem der Impuls größer oder kleiner als die Sollgröße ist. Erst durch die zeitliche Mittelung über diese Spannungen wird daraus eine Regelspannung, die bei verschwindender Regelabweichung durch Null geht. Der Vorzug dieses Auswerteprinzips besteht darin, daß der Fensterverstärker und der Impulsverlängerer der Schaltung nach der A b b. 5 durch eine einfachere Schaltung ersetzt werden kann.
  • Eine besonders vorteilhafte Realisierung dieses Auswerteprinzips wird in dem nächsten Beispiel angegeben. Es ist dan anwendbar, wenn der Analysierteil aus einem Vielkanal-Impulshöhenanalysator besteht.
  • Bei diesen Geräten wird bekanntlich die Impulshöhe durch eine Zahl dargestellt, die in einem Adressenregister eingezählt wird. Durch Abtasten dieses Registers kann festgestellt werden, ob der Impuls größer oder kleiner als ein vorgegebener Sollwert ist. Besonders einfach ist dieser Vergleich, wenn als Sollwert für die Lichtlinie die obere Grenze der Zählkapazität des Registers benutzt wird. Wird diese überschritten, erzeugt der Vielkanal-Impulshöhenanalysator ein Signal »Adressenüberlauf«, das direkt als Regelkriterium ausgewertet werden kann.
  • Beispiel 2 (s. Abb. 6) Der Auslöseimpuls, der den das Gitter der Röhre 1 (abt. 3) ansteuernden Impuls auslöst, oder dieser Impuls selbst löst nach Verzögerung einen Impulsgeber 41 aus. Mit dem vom Impulsgeber 41 erzeugten Impuls wird für kurze Zeit das Und-Gatter42 freigegeben. Der Vielkanalanalysator gibt bei Aufnahme eines Detektor-Impulses einen »Analysator heschäftigt«-Impuls B ab, dessen Vorderflanke über das Gatter 42 ein »Flip-Flop« 43 einstellt. Damit wird festgestellt, daß ein zur Regelung dienender Impuls gerade analysiert wird. Wenn während dieser Zeit vom Vielkanalanalysator ein »Adressenüberlauf«-Impuls A Ü gegeben wird, stellt dieser über das Und-Gatter 44 ein »Flip-Flop« 45 ein. Dieses speichert die Information, daß der Impuls in diesem Fall größer als der Sollwert war. Die Spannung des »Flip-Flop« 45 wird von dem Integrierverstärker 46 ausgemittelt zur Verwendung als Regelspannung. Das »Flip-Flop« 45 wird von der Vorderflanke der Spannung 43 bei Beginn der Analyse des nächsten Impulses der Lichtlinie zurückgesetzt. Dasselbe Signal dient als »Unterdrückte Registrierung«-Signal UR dazu, ein im Vielkanalanalysator enthaltenes »Flip-Flop« einzustellen, das bewirkt, daß der bearbeitete Impuls nicht registriert wird, so daß die Lichtlinie im Spektrum nicht erscheint. Das »Flip-Flop« 43 wird schließlich von dem Signal ADCS zurückgesetzt, das besagt, daß die Analyse des vorliegenden Impulses im Vielkanalanalysator beendet ist. Mit der vom Integrierverstärker 46 abgegebenen Spannung wird ein Stellglied angesteuert, wie oben beim Beispiel 1 angegeben.
  • Es kann vorkommen, daß der Vielkanalanalysator noch mit der Analyse eines vorangegangenen Impulses beschäftigt ist, wenn ein zur Regelung dienender Impuls erscheint. Dann wird er nicht angenommen und geht verloren. Die Regelung wird aber dadurch nicht wesentlich beeinflußt, wenn - was meist der Fall ist - die zu messenden Impulse statistisch verteilt eintreffen. Es wird lediglich die mittlere Wiederholungsfrequenz der zur Regelung dienenden Impulse um den Anteil der Totzeit des Vielkanalanalysators vermindert.
  • Bei anderen Strahlungsdetektoren als dem Szintillationsdetektor kann das Verfahren nach der Erfindung sinngemäß ebenfalls angewendet werden. So wird man einer Ionisationskammer oder einem Sperrschichtdetektor künstliche Ladungsimpulse zuführen, ihre Ausgangsimpulse werden dann einer Auswerteschaltung, wie oben beschrieben, zugeleitet.
  • Der mit der vorliegenden Erfindung erzielte Fortschritt liegt einmal darin, daß nunmehr Messungen durchgeführt werden können, die wegen der Instabilität der bekannten Strahlungsdetektoren oder der zugehörigen Geräte, wie z. B. Verstärker, Hochspannungsgeräte, bislang nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten durchgeführt werden konnten. Zweitens ist mit vorliegender Erfindung die Möglichkeit gegeben, die bislang sehr strengen Anforderungen an die Konstanz aller verwendeten zugehörigen Geräte wesentlich zu mildern. Die darauf resultierende Vereinfachung und Ersparnis kann auch gegenüber dem zusätzlichen Aufwand für das Regelverfahren überwiegen.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur selbsttätigen Stabilisierung des Ubertragungsmaßes eines Kernstrahlungsmeßgerätes mit proportional arbeitendem Impulsdetektor, bei dem das Strahlungsmeßgerät in einen Regelkreis einbezogen wird, wobei dem Detektor zu willkürlich vorgegebenen Zeitpunkten künstlich erzeugte Impulse als Führungsgröße für die Regelung zugeführt werden und eine aus der Amplitude der Ausgangsimpulse abgeleitete Regelgröße zur Stabilisierung verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß nur solche Ausgangsimpulse zur Erzeugung der Regelgröße berücksichtigt werden, die zu Zeitpunkten eintreffen, in denen von den künstlichen Impulsen herrührende Ausgangsimpulse zu erwarten sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Regelgröße erzeugenden Auswerteschaltung nur zu den Zeitpunkten Impulse zugeführt werden, in denen die von den künstlichen Impulsen herrührenden Ausgangsimpulse zu erwarten sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Analysierteil oder Registrierteil der zur Messung benutzten Anordnung während der Zeitpunkte unwirksam gemacht wird, zu denen von den künstlichen Impulsen herrührende Ausgangsimpulse zu erwarten sind.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitpunkt, zu dem die künstlichen Impulse zugeführt werden, in Abhängigkeit vom augenblicklichen Funktionszustand der Meßanordnung, der Quelle der zu messenden Strahlung oder des Registrierteils vorgegeben wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Regelgröße die Differenz zwischen der Amplitude eines -Ausgangsimpulses und eines vorgegebenen Sollwertes oder eine von dieser Differenz abgeleitete Größe verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche bei Verwendung eines Vielkanal-Impulshöhenanalysators als Analysierteil des Strahlungsmeßgerätes, dadurch gekennzeichnet. daß Adressen-Oberlaufimpulse oder durch Abfragen des Adressen-Registers des Impulshöhenanalysators gewonnenen Impulse als Regelgröße für die Stabilisierung verwendet werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: »Review of Scientific Instruments«, Bd. 32, 1961, »Nuclear Instruments and Methods«, Bd. 8, 1960.
    5. 331 b6s 334; Bd. 14, 1961, 5. 76 bis 78; Bd. 15, 1962, 5. 188.
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