DE1237791B - Elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von dispersionsgehaertetem Metallpulver - Google Patents

Elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von dispersionsgehaertetem Metallpulver

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DE1237791B
DE1237791B DE1964D0044612 DED0044612A DE1237791B DE 1237791 B DE1237791 B DE 1237791B DE 1964D0044612 DE1964D0044612 DE 1964D0044612 DE D0044612 A DED0044612 A DE D0044612A DE 1237791 B DE1237791 B DE 1237791B
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C5/00Electrolytic production, recovery or refining of metal powders or porous metal masses
    • C25C5/02Electrolytic production, recovery or refining of metal powders or porous metal masses from solutions

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C22d
Deutsche Kl.: 40 c-5/00
1237791
D 44612 VI a/40 c
5. Juni 1964
30. März 1967
Es ist bekannt, metallische Werkstoffe, ζ. Β. Silber, Gold, Kupfer, Nickel bzw. Legierungen von Metallen dadurch zu härten, daß man in das kompakte Metall Oxyde, insbesondere Metall- und Metalloidoxyde, oder ein im Matrixmetall unlösliches Metall in feiner Verteilung einbaut. Verwendet werden diese Werkstoffe vor allem für hochwarmfeste Werkstoffe, elektrische Kontakte u. dgl. Neben der Härtung werden auch andere Eigenschaften, z. B. die Warmfestigkeit, durch den Einbau des bzw. der Oxyde verbessert.
Gegenstand des Hauptpatents ist ein Verfahren zur Herstellung derartiger Werkstoffe, dessen besondere Merkmale darin bestehen, daß das Oxyd bei der elektrolytischen Gewinnung des Metalls, insbesondere in Pulverform, aus der Elektrolytlösung in das Metall eingebaut wird. Hierdurch wird eine Agglomeration der Oxydphase während des Sinterns, Pressens und Mischens verhindert, da der für optimale Effekte notwendige Teilchenabstand bereits im dispersionsgehärteten Metallpulver vorliegt.
Es wurde nun gefunden, daß es besonders vorteilhaft ist, ein Pulver der einzubauenden Phasen mit einem Teilchenvolumen von <30 μπι3, vorzugsweise <20 μτη3, zu verwenden, wobei das Metallpulver in schwammiger, dendritischer oder warzig-kugeliger Form abgeschieden wird. Bei der kathodischen Abscheidung der Pulver werden die Teilchen durch Adsorption, Kataphorese und mechanischen Ein-Schluß in die Metallkristallite eingebaut, so daß ein pulverförmiges Produkt entsteht, das z. B. die Oxydphase ohne Agglomeration in der ursprünglichen im Elektrolyten vorhandenen Teilchengröße enthält. Durch Änderung der Konzentration und Teilchengröße des Oxydpulvers im Elektrolyten ist es möglich, dispersionsgehärtete Metallpulver mit verschiedenen Konzentrationen und Teilchenabständen sowie Teilchengrößen der Oxydphase zu erhalten.
Als einzubauende Phasen werden vorzugsweise Oxyde, Nitride, Carbide, Boride oder Mischungen dieser Verbindungen bzw. ein im Matrixmetall unlösliches Metall verwendet.
Das Teilchenvolumen liegt vorzugsweise zwischen 1 μΐη3 und 10 μπα3, wobei die Gestalt der Teilchen kugelförmig, stäbchenförmig, plättchenförmig oder eine Kombination der genannten Formen sein kann.
Die Konzentration der im Elektrolyten dispergierten Phase liegt vorzugsweise zwischen 1 und 300 g/l und der Volumenanteil der eingebauten Phase vorzugsweise zwischen 0,5 und 10%. Die Elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von
dispersionsgehärtetem Metallpulver
Zusatz zum Patent 1202 991
Anmelder:
Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt
vormals Roessler,
Frankfurt/M., Weißfrauenstr. 9
gemäß den erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten Pulver können allein oder in Verbindung mit anderen Metallpulvern zur Herstellung von dispersionsgehärteten Halbzeugen und Formteilen dienen.
Beispiele
1. In einen Elektrolyten zur Herstellung von Silberpulver werden 1 g Al2O3 in feinster Verteilung eingetragen und während der Elektrolyse durch intensives Rühren in der Scheibe gehalten. Nach der Abscheidung von 99 g Silberpulver wird die entstandene Trübe abfiltriert, ausgewaschen und getrocknet. Das Ergebnis ist ein Silberpulver mit 1 % Al2O3 in feinster Verteilung eingebaut.
2. In einen Elektrolyten zur Herstellung von Silberpulver werden 50 g/l Al2O3 in feinster Verteilung eingetragen und durch intensives Rühren in Schwebe gehalten. Nach einer vorher zu bestimmenden Zeit wird abgeschiedenes, mit AloOa beladenes Silberpulver durch Sedimentation vom übrigen Al2O3 und Elektrolyten getrennt, ausgewaschen und getrocknet. Das Ergebnis ist ein Silberpulver, das eine nach vorhergehenden Versuchen bestimmte Menge AL1O3 enthält.
3. In einen Elektrolyten zur Herstellung vonEisen-Nickel-Legierungspulvern werden 2 g Al0O3 in feinster Verteilung eingetragen und in Schwebe gehalten. Nach Abscheidung von 98 g Eisen-Nickel-Legierungspulver wird die entstandene Trübe abfiltriert, ausgewaschen und getrocknet. Das Ergebnis ist ein Eisen-Nickel-Aluminiumoxyd-Pulver mit 2°/o Al2O3-GehaIt in feinster Verteilung.
709 547/341

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Pulvern aus Metallen oder Legierungen, die zumindest eine in der Matrix unlösliche Phase, insbesondere ein Oxyd oder ein Metall, in feinster Verteilung eingebaut enthalten, wobei die Metall- oder Legierungspulver elektrolytisch aus an sich bekannten Metallsalzlösungen abgeschieden werden, in in denen Pulver der einzubauenden Phasen in feiner Verteilung suspendiert sind, gemäß Patent 1202 991, dadurchgekennzeichnet, daß ein Pulver mit einem Teilchenvolumen von <30 μηι3, vorzugsweise <20 μπι3 verwendet wird, wobei das Metallpulver in schwammiger, dendritischer oder warzig-kugeliger Form abgeschieden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als unlösliche Phasen Oxyde, Nitride, Carbide, Boride oder Mischungen derselben eingebaut werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als unlösliche Phase ein im Matrixmetall nichtlösliches Metall eingebaut wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Teilchen der unlöslichen Phasen eingebaut werden, deren Volumen zwischen 1 μπι3 und 10 μπι3 liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unlöslichen Phasen in Kugel-, Stäbchen-, Plättchenform oder in einer Kombination der genannten Formen eingebaut werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Konzentration der im Elektrolyten dispergierten Phase zwischen 1 und 300 g/l eingehalten wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Volumenanteil der eingebauten Phase im Pulver zwischen 0,5 und lO*/o liegt.
8. Verwendung der gemäß den Ansprüchen 1 bis 7 erzeugten Pulver allein oder in Verbindung mit anderen Metallpulvern zur pulvermetallurgischen Herstellung von dispersionsgehärteten Halbzeugen und Formteilen.
709 547ß41 3.67 ® Bundesdruckerei Berlin
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