DE1237482B - Gewindeverbindung zwischen Stromzuleitungsstab und Graphitelektrodenplatte - Google Patents

Gewindeverbindung zwischen Stromzuleitungsstab und Graphitelektrodenplatte

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DE1237482B
DE1237482B DEC31766A DEC0031766A DE1237482B DE 1237482 B DE1237482 B DE 1237482B DE C31766 A DEC31766 A DE C31766A DE C0031766 A DEC0031766 A DE C0031766A DE 1237482 B DE1237482 B DE 1237482B
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DE
Germany
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power supply
thread
mkg
electrode plate
graphite
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DEC31766A
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Inventor
Dipl-Chem Konrad Koziol
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/02Details
    • H05B7/10Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes
    • H05B7/101Mountings, supports or terminals at head of electrode, i.e. at the end remote from the arc
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B9/00Cells or assemblies of cells; Constructional parts of cells; Assemblies of constructional parts, e.g. electrode-diaphragm assemblies; Process-related cell features
    • C25B9/60Constructional parts of cells
    • C25B9/65Means for supplying current; Electrode connections; Electric inter-cell connections

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Description

  • Gewindeverbindung zwischen Stromzuleitungsstab und Graphitelektrodenplatte Die Erfindung bezieht sich auf .eine verbesserte Verbindung zwischen Stromzuleitungsstab und Graphitelektrodenplatte mittels einer neuen Gewindeart.
  • In den meisten Zellentypen hat sich allmählich die mittels Stromzuleitungsstab am Zellendeckel befestigte plattenförmige Graphitanode weitgehend durchgesetzt. Die in steigendem Maße zur Chlorherstellung herangezogene horizontale Quecksilberzelle basiert ausschließlich auf :dieser Anordnung.
  • Infolge der ständigen Intensivierung des Elektrolyseprozesses - die spezifische Belastung der Quecksilberzelle ist z. B. innerhalb der letzten IS Jahre von 2500 A/m2 Anodenstromdichte auf 10 000 A/m2 gesteigert worden - haben sich zwangläufig auch die an die Stromzuleitung gestellten Anforderungen beträchtlich erhöht.
  • Die Stromzuleitung muß die hohen Ströme sicher, verlustlos und unter möglichst geringem Spannungsabfall übertragen. Sie muß somit eine gute elektrische Leitfähigkeit besitzen und den höchsten Strombelastungen, ja selbst Kurzschlußströmen standhalten können, ohne dabei zu Schaden zu kommen. Das gleiche gilt für den Kontakt zwischen Stromzuleitungsstab und Graphitelektrodenplatte. Sein Übergangswiderstand sollte auch unter den schwierigsten Bedingungen, die in der Zelle vorherrschen, extrem klein sein und absolut konstant bleiben. Der Kontakt muß selbstverständlich die nötige mechanische Festigkeit zum Halten der Elektrode besitzen, darf jedoch, insbesondere bei waagerecht angeordneten Graphitanodenplatten, nicht zu tief in das Platteninnere hineinreichen, damit die Anode weit genug abgearbeitet werden kann. Obendrein sollte die Verbindung unkompliziert sein. Der Stromzuleitungsstab muß sich leicht und ohne zusätzlichen Aufwand mit der Graphitelektrodenplatte verbinden, wie auch wieder von ihrem abgearbeiteten Rest trennen lassen und, was besonders wichtig ist, wieder verwendbar sein.
  • Als Stromzuleitung werden vorwiegend Graphitstäbe verwendet, die getrennt von der Graphitelektrodenplatte hergestellt und mit dieser durch ein Gewinde verbunden werden. Der Werkstoff Graphit weist neben einer guten elektrischen Leitfähigkeit eine ausreichende chemische Resistenz gegen den Zelleninhalt auf.
  • Die bisher verwendeten Gewindeverbindungen mit ihren verschiedensten, bekannten, .dem Apparate-und Maschinenbau entstammenden Gewindearten lassen jedoch in kontakttechnischer Hinsicht noch stark zu wünschen übrig; standen doch bei der Entwicklung und Konstruktion dieser Gewindetypen ganz andere Gesichtspunkte im Vordergrund. Bei den bekannten Schraubverbindungen übersteigt der Kontaktwiderstand allein schon deshalb das angestrebte Minimum, da ihre Außen- und Innengewinde beim Anziehen nie in sämtlichen Punkten satt tragen und infolgedessen für die Stromleitung lediglich Bruchteile der Gewindeoberfläche zur Verfügung stehen. Der Verlust an tragender Kontaktfläche kann bei den üblichen Gewindearten wiederum kaum durch Anwendung besonders hoher Vorspannungen ausgeglichen werden,, sind doch bekanntlich der Größe .des Anzugsmomentes durch die Art des Gewindes und die mechanische Festigkeit des Graphits von vornherein Grenzen gesetzt.
  • Bei den bestrebungen, diesen Kontakt zu verbessern, wurde eine Gewindeverbindung entwickelt, die den Eigenschaften des Werkstoffes Elektrographit Rechnung trägt und die gleichzeitig allen Anforderungen dieses seines Anwendungsgebietes gerecht wird.
  • Die erfindungsgemäße Gewindeverbindung zwischen Stromzuleitungsstab und Graphitelektrodenplatte ist in beispielsweiser Ausführung in A b b.1 der Zeichnung dargestellt. Die Abbildung läßt erkennen, daß das vorgeschlagene Gewinde aus einem Spitzgewinde heraus entwickelt wurde und neben einem leicht konischen Verlauf einen außergewöhnlich großen Flankenwinkel sowie eine sich hieraus ergebende, sehr geringe Dreieckshöhe des scharf ausgeschnittenen Profils aufweist.
  • Unter den verschiedenen möglichen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Schraubverbindung sind vor allem die Abwandlungen zu bevorzugen, deren charakteristische Gewindemerkmale innerhalb der nachfolgend angegebenen Grenzen liegen: Größe des Flankenwinkels ...... von 120 bis 160° Konischer Gewindeverlauf-Größe des halben Kegelwinkels von 1,5 bis 7,5° Das Gewindeprofil sollte stets scharf ausgeschnitten sein. Auf das übliche Spitzen- und Gewindespiel wird bei der erfindungsgemäßen Schraubverbindung bewußt verzichtet.
  • A b b. 2 zeigt einen Teil der erfindungsgemäßen Verbindung im vergrößerten Maßstab. Das hier dargestellte symmetrische Gewindeprofil weist folgende Nennmaße auf: Flankenwinkel ................. a = 150° Steigung ...................... h = 1/e Zoll Höhe des scharf ausgeschnittenen Profils.... ................. t = 0,6 mm konischer Gewindeverlauf -Größedes halben Kegelwinkels ß = 3° Letztere Ausführungsform hat sich als Kontakt bei hochstrombelasteten Anodenkompletten innerhalb der Quecksilberzelle bereits ausgezeichnet bewährt.
  • Die nachfolgenden Ergebnisse der Spannungsabfall- und Festigkeitsmessungen beweisen eindeutig die überlegenheit der erfindungsgemäßen Gewindeverbindung gegenüber den bekannten Ausführungen.
  • Die verwendeten Graphit-Stromzuleitungsstäbe besaßen einen Durchmesser von 85 mm. Der Gewindedurchmesser, gemessen unmittelbar unter dem flachen Bund, betrug immer 3 Zoll, die Zapfenlänge stets 30 mm. Die Stäbe wurden in die Platten eingeschraubt und mit Hilfe eines Drehmomentschlüssels mit steigenden Kräften bis zur Bruchauslösung oder, wenn kein Bruch auftrat, bis maximal 40 mkg angezogen. Nach jedem Anziehen wurden die Schraubverbindungen mit 300 A Gleichstrom beaufschlagt. Die dabei an den Gewindeverbindungen auftretenden Spannungsabfälle wurden mit Hilfe einer Meßsonde in vier Richtungen gemessen und gemittelt.
  • Gewindeverbindung gemäß der Erfindung:
    Drehmoment Spannungsabfall
    5 mkg ................ 26 mV
    10 mkg ................ 20 mV
    15 mkg ................ 18 mV
    20 mkg ................ 16,5 mV
    25 mkg ................ 15 mV
    30 mkg ................ 14 mV
    35 mkg ................ 13,5 mV
    40 mkg ................ 13 mV
    Es waren hier keinerlei Brüche oder Gewindebeschädigungen zu verzeichnen. Obige Spannungsabfallwerte beziehen sich allein auf die Gewindeverbindung; der Stabbund kam bei einem Drehmoment von 40 mkg noch nicht zum Tragen.
  • Whitworth-Gewindeverbindung 3" -1/¢:
    Drehmoment Spannungsabfall
    5 mkg .:.............. 39 mV
    10 mkg ................ 30 mV
    12,5 mkg ............... 28 mV
    15 mkg ................ 26 mV
    17,5 mkg ............... 24,5 mV
    20 mkg ................ Bruch
    Die Bruchdrehmomente lagen bei dieser Gewindeart zwischen 17,5 und 20 mkg. Der Stabbund kam hier bereits bei einem Drehmoment von 10 mkg voll zum Tragen.
  • Whitworth-Gewindeverbindung 3' - 1/s:
    Drehmoment SpannungsabfatI
    5 mkg ................ 37 mV
    10 mkg ................ 29 mV
    12,5 mkg ............... 27,5 mV
    15 mkg ................ 25,5 mV
    17,5 mkg ............... Bruch
    Die Brüche traten hier bereits bei einem Drehmoment von 17,5 mkg -auf. Der Stabbund kam zwischen 10 und 12,5 mkg zum Tragen.
  • Vergleiche mit anderen bekannten Gewindearten, z. B. dem metrischen Gewinde, dem Trapez- und Sägengewinde, lieferten ein gleiches Bild: Die Gewindeverbindungen gemäß der Erfindung zeichneten sich stets durch höhere Bruchdrehmomente und wesentlich geringere Spannungsabfälle aus.
  • Das weit bessere Leitvermögen der erfindungsgemäßen Gewindeverbindung ist wie folgt zu erklären: Es wird hier zum ersten Male ein satter, inniger, spielfreier Kontakt der gesamten Oberfläche des Innen- und Außengewindes erzielt. Im Bereich größerer Drehmomente kommt es schließlich zu einem regelrechten »Ineinanderfließencc der kontaktierten Graphitoberflächen, ohne daß dabei die Verbindung Schaden erleidet.
  • Hieraus ergibt sich noch der wesentliche Vorteil; daß während der Elektrolyse kein Elektrolyt durch die porösen Graphitanodenplatten an die Verbindungsstelle gelangen kann. Damit ist im Falle der erfindungsgemäßen Gewindeverbindung zum ersten Male die wichtigste Bedingung . für die Konstanthaltung des übergangswiderstandes erfüllt.
  • Die gefürchteten Anfressungen der Graphit-Stromzuleitungsstäbe -in Plattennähe, die durch die oft mangelhafte Kontaktierung der bekannten Konus-und Schraubverbindungen verursacht werden, gehören dank der neuen Verbindung endgültig der Vergangenheit an.
  • Das weit bessere Leitvermögen und die hohe Festigkeit der erfindungsgemäßen Gewindeverbindung ermöglichen schließlich eine beträchtliche Verringerung der bisherigen Höhe der Kontaktzone. Waagerecht angeordnete Graphitanodenplatten mit weniger tiefen Gewindeschachteln bieten folgende sehr wesentliche Vorteile: Sie lassen sich bis zu einem geringeren Rest aufbrauchen - damit sinkt die Graphitverbrauchsziffer -, sie können außerdem tiefer geschlitzt werden, wodurch der Spannungsverlauf der Elektrolysezelle günstig beeinflußt wird.
  • Selbst sehr stark angezogene, erfindungsgemäße Gewindeverbindungen lassen sich jederzeit ohne Schwierigkeiten, und ohne Schaden zu nehmen, lösen. Dank der neuen, völlig unempfindlichen Verbindungsart konnte die Lebensdauer der Graphit-Stromzuleitungsstäbe im Vergleich zu früher beträchtlich erhöht werden.
  • Das erfindungsgemäße Gewinde kann mit Hilfe der üblichen Bearbeitungsverfahren leicht hergestellt werden.
  • Zu den weiteren Anwendungsgebieten für die neue Gewindeart zählen alle die Verbindungen zwischen Graphitteilen oder metallischen Leitern und Graphitkörpern, die ein gutes elektrisches Leitvermögen sowie eine sehr hohe mechanische Festigkeit aufweisen müssen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Konische Gewindeverbindung zwischen Stromzuleitungsstab und Graphitelektrodenplatte, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde einen außergewöhnlich großen Flankenwinkel von 120 bis 160° und eine sich hieraus ergebende sehr geringe Dreieckshöhe des scharf ausgeschnittenen Profils aufweist. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 473 636; schweizerische Patentschriften Nr. 76 485, 91997.
DEC31766A 1963-12-27 1963-12-27 Gewindeverbindung zwischen Stromzuleitungsstab und Graphitelektrodenplatte Pending DE1237482B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR473636A (de) * 1900-01-01
CH76485A (fr) * 1916-01-04 1918-02-02 Electrodes Soc Fr Des Dispositif de raccordement bout à bout d'électrodes en charbon
CH91997A (fr) * 1913-11-12 1921-12-01 Electro Metallurg Francaise Dispositif de montage des électrodes de fours électriques.

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR473636A (de) * 1900-01-01
CH91997A (fr) * 1913-11-12 1921-12-01 Electro Metallurg Francaise Dispositif de montage des électrodes de fours électriques.
CH76485A (fr) * 1916-01-04 1918-02-02 Electrodes Soc Fr Des Dispositif de raccordement bout à bout d'électrodes en charbon

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