DE1237348B - Logarithmierschaltung - Google Patents

Logarithmierschaltung

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DE1237348B
DE1237348B DE1962T0022309 DET0022309A DE1237348B DE 1237348 B DE1237348 B DE 1237348B DE 1962T0022309 DE1962T0022309 DE 1962T0022309 DE T0022309 A DET0022309 A DE T0022309A DE 1237348 B DE1237348 B DE 1237348B
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DE
Germany
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amplifier
transistor
current
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voltage
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Application number
DE1962T0022309
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Inventor
Dr Kurt Fraenz
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Telefunken Patentverwertungs GmbH
Original Assignee
Telefunken Patentverwertungs GmbH
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G7/00Devices in which the computing operation is performed by varying electric or magnetic quantities
    • G06G7/12Arrangements for performing computing operations, e.g. operational amplifiers
    • G06G7/24Arrangements for performing computing operations, e.g. operational amplifiers for evaluating logarithmic or exponential functions, e.g. hyperbolic functions

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Description

  • Logarithmierschaltung Die Erfindung betrifft eine Logarithmierschaltung mit eingangsseitigem Differenzierglied, ausgangsseitiger Bewertungsschwelle und zwischengeschaltetem Verstärker, mit deren Hilfe eine Gleichspannung in einen ihr entsprechenden Logarithmenwert umgewandelt werden kann. Sie eignet sich beispielsweise zur Verwendung in Strahlungsmeßgeräten, die einen besonders großen Zählratenbereich erfassen sollen, so d-aß der Übersichtlichkeit halber eine logarithmische Anzeige erwünscht ist.
  • Dem Differenzierglied können gegebenenfalls noch Einrichtungen vorgeschaltet sein, die aus der umzuwandelnden Gleichspannung eine Mäanderspannung ableiten, deren Amplitude dem Gleichspannungswert und damit beispielsweise einer gemessenen Zählrate proportional ist. Besitzt die Gleichspannung den Wert U, so kann man an dem Widerstand des Differenziergliedes eine Spannung U' abnehmen, die sich zu U - U. e-cirt c (1) errechnet, wenn R und C die Widerstands- bzw. Kapazitätswerte des Differenziergliedes sind. Ermittelt man nun die Zeit T, während der U' einen festen Schwellenwert U0 übersteigt und bildet eine dieser Zeit T=R-C-1nU/Uo (2) proportionale Gleichspannung, wozu man eine ganze Reihe von bekannten Schaltungen, wie beispielsweise einen Schmitt-Trigger mit äachgeschaltetem RC-Integrierglied, verwenden kann, so erhält man eine dem Logarithmus der Meßgleichspannung U streng proportionale Ausgangsspannung.
  • Will man dieses bekannte Logarithmierprinzip jedoch für einen Skalenumfang von mehreren Dekaden anwenden, so kommt man zu sehr kleinen Schwellspannungen, die sich nur schwer in der erforderlichen Genauigkeit realisieren lassen. Für einen auf das Skalenende bezogenen Fehler von weniger als 1% ergibt sich bei drei Dekaden bereits eine Genauigkeitsforderung für die Schwelle von 7 0/0. Bei einer maximalen Meßspannung U = 100.V braucht man also eine auf 7% konstante 100-mV-Schwelle, also eine auf 7 mV konstante Schwelle, die sich mit Hilfe nichtlinearer, geknickter Kennlinien von Röhren oder Halbleitern nicht realisieren läßt.
  • Zur Abhilfe muß man daher zwischen das Differenzierglied und die Schwellenschaltung einen Verstärker einfügen. Während aber für Röhrenschaltungen bereits befriedigend arbeitende Schaltungen entwickelt werden konnten, ist für Transistoren noch keine Lösung dieser Aufgabe bekanntgeworden; insbesondere lassen sich die bekannten Röhrenschaltungen infolge der ganz andersartigen Ruhestrom-und Temperatureinflüsse und des anderen Eingangswiderstandes nicht ohne weiteres für Transistoren abwandeln.
  • Es war daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Logarithmierschaltung mit eingangsseitigem Differenzierglied, ausgangsseitiger Bewertungsschwelle und zwischengeschaltetem Verstärker zu schaffen, die unter Verwendung von Transistoren ein Spannungsverhältnis von mehreren Dekaden mit einer Genauigkeit besser als 1% beherrscht und dabei mit möglichst geringen schaltungstechnischen Mitteln auskommt. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Transistorverstärker mit hoher Stromspannungsumsetzung vorgesehen ist, bei dem der Strom des Differenziergliedes in den Emitter des Eingangstransistors des Verstärkers eingespeist wird.
  • In Weiterbildung der Erfindung hat es, sich ferner als günstig erwiesen, den Transistorverstärker als Differenzverstärker auszubilden. Am besten schaltet man zwei komplementäre Transistoren mit den Kollektoren zusammen, so daß jeder von ihnen wegen der kleinen Rückwirkung der Kollektorspannung seinen Ruhestrom wie ein Emitterfolger bestimmt. Man erhält dann am Emitter einen niedrigen Eingangswiderstand und am Kollektor einen hohen Ausgangswiderstand. Verwendet man dann noch Transistoren mit gleichen Kenndaten und einen auch im übrigen symmetrischen Aufbau des Verstärkers, dann erhält man zugleich noch eine Kompensation des Temperatureinflusses, da die Temperatur auf beide Transistoren gleichsinnig wirkt und das Ergebnis nur von der Stromdifferenz abhängt. Am besten wird der Transistorverstärker als hochübersteuerbarer Gleichstromverstärker ausgebildet, dessen Arbeitspunkt durch Gegenkopplung und Differenzbildung stabilisiert ist. Als Transistoren eignen sich für den erfindungsgemäßen Verstärker am besten solche mit extrem kleinem Kollektor-Basis-Sperrstrom.
  • In der Figur ist eine mögliche Ausführungsform für die erfindungsgemäße Logarithmierschaltung dargestellt. An Hand dieser Figur sei der Aufbau und die Wirkungsweise der Schaltung noch etwas näher erläutert.
  • Die Meßspannung wird über den Widerstand R1. eingespeist. Zwischen diesem und dem Differenzierglied aus der Kapazität Cl und dem Widerstand R2 ist eine Ableitung auf Masse vorgesehen, die durch den der Übersichtlichkeit halber nur schematisch dargestellten Schalter S geöffnet und geschlossen werden kann. Beim Schließen dieses Schalters S, für den sich eine ganze Reihe hinreichend schnell arbeitender Schalter eignen, springt das Potential des Kondensators Cl also um den Meßspannungswert U.
  • Der Transistorverstärker muß folgende Forderungen erfüllen: 1. Seine Rückwirkung auf den Strom des Differenziergliedes muß so klein sein, daß dieser Strom tatsächlich einem Exponentialgesetz mit wohldefinierter Zeitkonstante gehorcht.
  • 2. Er muß gegen alle Störeinflüsse wie Temperaturänderungen, Alterung und Übersteuerung so unempfindlich sein, daß die auf den Strom des Differenziergliedes bezogene Schwelle hinreichend konstant ist. Zum Beispiel muß bei einem Eingangsspannungsbereich 300:1 und einem Spitzenstrom von 10 mA die Schwelle bei 30 [,A liegen, und ihre Inkonstanz muß erheblich kleiner als 30 [,A sein.
  • Da man mit Transistoren wohl sehr kleine dynamische Eingangswiderstände, aber nur sehr schwer große Eingangswiderstände realisieren kann, ist es im Gegensatz zu den bekannten Röhrenschaltungen zweckmäßig, nicht den Spannungsabfall am Widerstand des Differenziergliedes (im Ausführungsbeispiel der Figur der Widerstand R2) zur Steuerung des Verstärkers zu benutzen, sondern den in ihm fließenden Strom und diesen Strom in den Emitter eines Transistors T1 einzuspeisen. Beispielsweise darf sich bei einem Spitzenstrom von 10 mA im Differenzierwiderstand und einer zugehörigen maximalen Eingangsspannung von 10 Volt, also einem differenzierenden Widerstand R2 von 1 kSL der Eingangswiderstand des Transistors nur um 10 9 ändern, wenn die Zeitkonstante z = R2C1 auf 1 % ihres Wertes definiert sein soll, während der Eingangsstrom von seinem Maximalwert (10 mA) auf den Schwellwert (30 [.A) abnimmt. Das läßt sich bei nicht zu kleinem Ruhestrom des Eingangstransistors tatsächlich erreichen.
  • Der Verstärker muß eine so hohe Übersetzung zwischen Eingangsstrom und Ausgangsspannung haben, daß das Durchlaufen des Schwellwertes des Eingangsstromes (30 pA) eine so große Ausgangsspannung bewirkt, daß ein Transistorschalter mit genügender Genauigkeit beim Schwellwert des Eingangsstromes geschaltet werden kann. Einer Änderung des Eingangsstromes um wenige g,A muß also eine Änderung der Ausgangsspannung von etwa 1 V entsprechen. Da aber bei dem großen Eingangs-Spannungsbereich (300:1) einer Logarithmierschaltung auch sehr viel größere Ströme (10 mA) auftreten können, muß der Verstärker extrem übersteuerungsfest sein. Es empfiehlt sich daher, den Verstärker als Gleichstromverstärker auszuführen, da Gleichstromverstärker ohne zusätzliche Zeitkonstanten, also bei hoher Übersteuerung ohne langdauernde Nachwirkungen gebaut werden können. Dann. hat man auch keine Schwierigkeiten mit Arbeitspunktverschiebungen des angeschlossenen Schalters, die bei verschieden starker Übersteuerung und unsymmetrischer Ausgangsspannung des Verstärkers durch die Unterdrückung der Gleichstromkomponente entstehen könnten. Man muß jedoch den Arbeitspunkt des Verstärkers durch Gegenkopplung und Differenzbildung sorgfältig stabilisieren.
  • Alle diese Forderungen lassen sich vereinen, wenn man in die Kollektorleitung des Eingangstransistors einen komplementären Transistor T2 in Stromkonstantschaltung legt. Der Widerstand R5 ist dabei der Emitterwiderstand des Transistors T." und die Widerstände R3 und R4 bilden den gemeinsamen Basisspannungsteiler für die Transistoren Tl und T.,. Damit lassen sich z. B. Eingangs- zu Ausgangsübersetzungen von 3 g,A auf 1 V herstellen. Die Ruheströme des Eingangstransistors T1 und des komplementären Transistors T2 werden nach Art der Emitterfolger durch Gegenkopplung stabilisiert und so abgeglichen, daß bei Einsteuerung des Schwellstromes (30 @A) in den Eingangstransistor beide Kollektorströme bei nicht übersteuerten Transistoren gleich groß werden. Die Ausgangsspannung ändert sich dann nur proportional zur Differenz der beiden Emitterströme, bis einer der beiden Transistoren übersteuert wird. Da Temperaturänderungen die Ruheströme der beiden Transistoren bei angenähert symmetrischer Ausführung der Schaltungen gleich stark erhöhen bzw. erniedrigen, ist die Ausgangsspannung temperaturkompensiert. Erfahrungsgemäß ändert sich bei Ruheströmen von einigen gA der Schwellwert, bezogen auf den Eingangsstrom, um weniger als 5 [,A, wenn die Temperatur sich um 30° C ändert.
  • Wegen der hohen Verstärkung des beschriebenen Verstärkers kann der von der Ausgangsspannung des Verstärkers zu steuernde Schalter sehr einfach ausgeführt werden, beispielsweise als Differenzverstärker T4 und T5, bei dem während der Schwellüberschreitung ein Transistor T4 gesperrt und zugleich der andere T5 entsperrt wird und dann einen durch seinen Emitterwiderstand R7 und seinen Basisspannun,-steiler R$ und R11 definierten Strom führt. Zur Entkopplung des Schalters vom Differenzverstärker dient ein weiterer Transistor T3 mit einem Emitterwiderstand R6 und einem Kollektorwiderstand Rio, dessen entkoppelnde Wirkung auf seiner niedrigen Kollektorrückwirkung beruht.
  • Um zu verhindern, daß bei Sperrung des Eingangstransistors T1 durch einen stark übersteuernden Eingangsstrom die Rückladung des Kondensators C1 des Differenziergliedes über den Emitterwiderstand R, dieses Transistors und daher langsam erfolgt, wird eine Diode D in passender Polung zwecks Übernahme des Eingangsstromes bei gesperrtem Transistor T1 eingeführt.
  • Die zeitliche Mitteilung des Ausgangsgleichstromes durch die Trägheit des Anzeigeinstrumentes M kann durch einen Kondensator C2 verbessert werden.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Logarithmierschaltung mit eingangsseitigem Differenzierglied, ausgangsseitiger Bewertungsschwelle und zwischengeschaltetem Verstärker, dadurch gekennzeichnet, daß einTransistorverstärker mit hoher Stromspannungsumsetzung vorgesehen ist, bei dem der Strom des Differenziergliedes in den Emitter des Eingangstransistors eingespeist wird.
  2. 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transistorverstärker aus zwei komplementären Transistoren besteht, deren Kollektoren miteinander verbunden sind.
  3. 3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transistorverstärker als hochübersteuerbarer Gleichstromverstärker mit durch Gegenkopplung und Differenzbildung stabilisiertem Arbeitspunkt ausgebildet ist.
  4. 4. Schaltung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Transistoren mit extrem kleinem Kollektor-Basis-Sperrstrom vorgesehen sind.
  5. 5. Schaltung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Diode solcher Polarität parallel zur Basis-Emitter-Strecke des Eingangstransistors liegt, daß sie bei Sperrung dieses Transistors den Strom des Differenziergliedes übernimmt.
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