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Verfahren und Vorrichtung zum Zählen und Anzeigen von elektrischen
Impulsen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zählen und Anzeigen von elektrischen
Impulsen, bei dem diese während eines einer Anzeigeperiode vorangehenden Zeitintervalls
gezählt und gespeichert werden, und eine zur Ausübung dieses Verfahrens geeignete
Vorrichtung.
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Bei den bekannten Verfahren der erwähnten Art bedurfte es zur Ablesbarinachung
der Zählergebnisse einer aufwendigen Apparatur, was insbesondere durch die dabei
angewandte Abfragetechnik zur Ermittlung der Zählergebnisse sowie durch die Verwendung
von Transistorverstärkern zur Steuerung der Anzeige bedingt war. Ferner ließen sich
mit dem bekannten Verfahren nur verhältnismäßig geringe Zählgeschwindigkeiten verwirklichen,
so daß Vorgänge mit schnellen Änderungen der Meßgröße oder mit kurzzeitig aufeinanderfolgenden
Ereignissen nicht erfaßbar waren.
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Aufgabe der Erfindung ist die Angabe eines neuartigen und verbesserten
Zähl- und Anzeigeverfahrens sowie einer Zähl- und Anzeigevorrichtung, die sowohl
zur Anwendung bei einem Digital-Voltmeter wie auch für allgemeinere Zählzwecke vorteilhaft
sind und Kreise enthalten, die nur eine Mindestzahl von Transistoren und Dioden
benötigen und die eine komplizierte Schaltung einschließlich der erwähnten, bisher
zur Steuerung der Anzeige verwendeten Transistorverstärker entbehrlich machen.
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Weiterhin soll durch die Erfindung ein neuartiges und verbessertes
Zählgerät sowie ein Verfahren angegeben werden, das gewünschtenfalls ein sehr schnelles
Zählen (Hochleistungszählen) ermöglicht.
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Des weiteren bezieht sich die Erfindung auf eine neuartige Anzeigevorrichtung,
die sich besonders zur Digitalanzeige und sonstigen Zahlenanzeige bei Verwendung
periodisch gezündeter Blitzlampen u. dgl. eignet.
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Die vorstehend angegebene Aufgabe der Schaffung eines Verfahrens zum
Zählen und Anzeigen von elektrischen Impulsen mit den erwähnten Vorteilen wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Ableseergebnisse durch einen Komplementbildungsvorgang mit
Hilfe von durch einen zusätzlichen Impulserzeuger gelieferten Auffüllimpulsen erhalten
werden.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
an Hand der eine Ausführungsform der Erfindung darstellenden Zeichnungen näher hervor.
Es zeigen F i g. 1 A und 1 B ein kombiniertes Block- und schematisches
Schaltungsdiagramm, das die Erfindung in ihrer Anwendung auf ein nach einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung gebautes Digital-Voltmeter veranschaulicht, F i
g. 2 ein Blockdiagramm eines nach dem der Erfindung zugrunde liegenden Verfahren
arbeitenden Hochleistungszählers, F i g. 3 eine schematische Ansicht einer
abgeänderten Trommelanzeige zur Verwendung bei der Einrichtung nach F i
g. 2, F i g. 4 und 5 eine Endansicht der bzw. einen Längsteilschnitt
durch die Trommel nach F i g. 3,
F i g. 6 ein kombiniertes Schaltungs-
und Blockdiagramm einer weiteren Variante, F i 6 A, 6 B und 6 C erläuternde
Wellenformen und F i g. 7 ein Schaltungsdiagramm einer abgeänderten Zähl-
und Speicherschaltung.
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Es ist jedoch klar, daß die in den Zeichnungen dargestellte Zählschaltung,
die Anzeigeeinheit sowie die sonstigen Einzelteile, obwohl sie bei ihrer kombinierten
Verwendung bei dem Digital-Voltmeter oder
der Zählerschaltung nach
der Erfindung besonders vorteilhaft sind, selbstverständlich auch bei anderen Anwendungen,
bei denen die Vorteile dieser Unterkombinationen erwünscht sind, verwendet werden
können.
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Ein Eingangssignal, beispielsweise ein Spannungssignal, dessen Amplitude
in Digitalforin angegeben werden muß, wird an den mit »Eingang« bezeichneten Eingangsanschluß
1 angelegt und über einen Widerstand 3 und einen Kondensator
5 dem oberen Anschluß einer Primärwicklung P, eines ersten Transformators
P,7S, zugeführt. Die Sekundärwicklung S, dieses Transformators ist an eine später
näher zu beschreibende Differentialverstärkerstufe 7 angeschlossen. Ein Oszillator
9 erzeugt eine große Anzahl von Impulsen, die über den Leiter 11 den
Basiselektroden 13 und 13' von zwei bilateralen Transistoren
I, F
zugeführt werden, wobei die Kollektor- (oder Emitter-)Elektroden
15, 15"' bzw. die Emitter- (oder Kollektor-)Elektroden 15'
und 15"" in bekannter Weise dazu dienen, ihr bilaterales Leiten zu ermöglichen.
Es können auch andere Arten von Relaisvorrichtungen verwendet werden, obwohl der
bilaterale Transistor den Vorteil hat, daß er keine Vorverstärker, wie bei den üblichen
Schaltungen dieser Art, benötigt.
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Der Oszillator 9 führt außerdem über ein »Und«-Tor
17 der nachstehend zu erörternden Bauart einem Rampenimpulsgenerator
19 Spannung zu, der einen mit der Wellenform A dargestellten ansteigenden
Impuls erzeugt, der über den Leiter 21 durch einen weiteren Widerstand
3' den Kollektorelektroden 15'
und 15" des Transistors I bzw.
I' und von dort'durch einen weiteren Kondensator 5' dem unteren Anschluß
der Primärwicklung P, zugeführt wird. Das Tor kann von der bekannten, beispielsweise
auf S. 125 bis 137
der 5. Ausgabe des »Transistor Manual« der
General Electric Company beschriebenen Bauart sein und der Rampenimpulsgenerator
von der auf S. 142 dieser Ausgabe beschriebenen Bauart. Ein Widerstand 21
ist der Primärwicklung Pl nebengeschaltet, wobei sein Potential an verschiedenen
Stellen durch einen Gleiter 23 abgenommen werden kann, der zum Ausgleich
des Basisstromes des Transistors I an eine Zwischenanzapfung, vorzugsweise auf der
Mitte der Primärwicklung Pl, angeschlossen ist. Somit werden an die Kollektor- und
Emitterelektroden 15 bzw. 15'
des Transistors I die Eingangsspannung
aus dem Anschluß 1 bzw. die rampenartig ansteigende Spannung mit der Wellenforin
A aus dem Rampenimpulsgenerator 19 angelegt. Folglich ergibt sich
in der Primärwicklung Pl eine Impulsfolge, die entsprechend bestimmten Werten der
rampenartig ansteigenden Wellenform A oberhalb einer besonderen Bezugsspannung
RP, beispielsweise des Null- oder Erdpotentials, für Eingangssignalamplituden positiv
sein kann.
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Jedoch werden für Werte des Eingangssignals, die niedriger sind als
die Bezugsspannung RP oder darunter liegen, negative Impulse erzeugt. Ein solcher
negativer Impulsausgang wird, wenn die Amplitude des Eingangssignals Werten der
rampenartig ansteigenden Wellenform entspricht, die unter dem Erd-oder sonstigen
Bezugspotential RP liegen, durch das Relais F abgegeben, dessen Elektrode
15.. an einen Cre , meinsamen Anschlußpunkt eines weiteren Widerstandes
Y' sowie eines weiteren Kondensators 5"' angeschlossen a ist. Der Widerstand Y'
wird, wie durch den Erdanschluß GO angegeben, an das vorerwähnte Null- oder Bezugs-Erdpotential
zurückgeführt. Dei hier verwendete Ausdruck »Erde« soll nicht nur eine wirkliche
Erdung, sondern auch Masse oder ein sonstiges Bezugspotential bedeuten. Der Kondensator
5" kann an den unteren Anschluß einer weiteren Primärwicklung P, angeschlossen
sein, die zwischen dem unteren Anschluß der Primärwicklung P, und dem Kondensator
5" liegt. Ein Vorspannungs-Ausgleichswiderstand 21' und ein Anzapfgleiter
23'
können im Nebenschluß mit der Wicklung P, für d&e Relais I' %vorgesehen
werden. Eine mit der Primärwicklung P, zusammenwirkende Sekundärwicklung
S,
speist außerdem die Verstärkerstufe 7, so daß am Ausgang der Differentialverstärkerstufe
7 verstärkte positive Impulse entstehen, deren Anzahl die poGitive oder negative
Amplitude des ursprünglicher Eingangssignals bei 1 darstellt.
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Die Transistoren 1 und l' bilden somit einen Spannungskomparator,
der den Vergleich des Eingangssignals mit der rampenartig ansteigenden Wellenform
A sowie die Erzeugung von sowohl positiven als auch negativen Impulsen in
Abhängigkeit von den positiv oder negativ verlaufenden Abschnitten des Eingangssignals
in bezug auf die verschiedener Abschnitte der rampenartig ansteigenden Wellenform
A ermöglicht.
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Der Ausgang des Differentialverstärkers 7 wird über den Leiter
27 dem als Transistorverstärker A, dargestellten ersten einer Vielzahl von Verstärkern
zugeführt, dessen Basis 2 an den Leiter 27 angeschlossen ist, wobei sein
Kollektor 4 über einen Widerstand 6 an eine Quelle mit einem mit
+ bezeichneten Potential angeschlossen ist, während sein Einitter
8 über eine Diode Di an dem ErdanschluE Gl liegt. Die Diode Di kann eine
Bezugsdiode sein zum Erhalten einer geeigneten Vorspannung an dem Einitter
8. Der Kollektor 4 ist außerdem über einen Kondensator 10 und eine
Diode D2 mit dem Erdanschluß G, verbunden. Der Kondensator
10 wird aus der +-Quelle über den Widerstand 6, eine reihengeschaltete
Diode D, und einen an dem ErdanschWE G, liegenden weiteren Nebenschlußkondensator
12 aufgeladen. Wenn ein Impuls, beispielsweise ein positiv verlaufender Impuls,
die Basis 2 erreicht, sättigl sich der Transistor A l und ermöglicht das
Entladen des Kondensators 10 über den den Verstärker A 12 die Diode
D2 sowie die Diode Di enthaltenden Kreis Wenn der Kondensator 10 so
nicht entladen wird, ladet er sich erneut über die Diode D, und der Nebenschlußkondensator
12 auf, wobei er dem Kondensator 12 durch die Wellenform B dargestellte Ladungsansammlungsstufen
aufdrückt. An den Verstärker A, angelegte aufeinanderfolgende Impulst führen
also zum Anlegen aufeinanderfolgend gesteigerter Stufenspannungen B an den Kondensatoi
12, bis sich eine Spannung gesammelt hat, die dag Leiten des Teilerrelais A 1, bewirkt,
dessen Emitter25 an der Verbindungsstelle des Kondensators 12 mil der Diode
3 liegt. Somit wird die Teilung der Eingangsimpulsfolge erzeugt, und zwar
im vorliegender Fall in einem bevorzugten Verhältnis von 1: 10, sc daß, wenn
die Stufenspannungsladung B des Kon. densators 12 einen Wert von 10: 1 erreicht,
der Verstärker A l leitend wird und einen Ausgangsimpuh erzeugt mit einem
Teilungsverhältnis von 10. 1. Dx Teilerrelais A l. ist vorzugsweise
ein Einflächentransistor, dessen Doppelbasis 31 und 31' über die Wider.
stände
33 bzw. 33' an den +-Anschluß bzw. den - -Erdanschluß G4 angeschlossen
ist. Es ist selbstverständlich, daß sämtliche vorstehend erörterten Erdanschlüsse
miteinander verbunden sind.
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Das sich aus dieser 10: 1-Teilung ergebende Ausgangssignal
wird dann über eine Diode D4 einem weiteren »Und«-Tor 11 über den Leiter
35 zugeführt. Der Ausgang dieses Tores wird über den Leiter 37
einer
Blitzlampen-Zündvorrichtung 38 (F i g. 1 B) zugeführt, die von der
beispielsweise in der USA.-Patentschrift 2 977 508 beschriebenen Bauart so-in
kann, oder einem beliebigen anderen gewünschten Auslöse- oder Schaltkreis zum letztlichen
Betäthen einer Blitzbeleuchtungsvorrichtung 39, beispielsweise von der in
der vorstehend erörterten Patentschrift beschriebenen Vielfachauslösergitter- oder
einer beliebigen anderen geeigneten bekannten Bauart.
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Das »Und«-Tor 11 kann über den Leiter 37 einen Impuls
zum Erregen der Blitzlampen-Zündvorrich-,leichzeitig an tung 38 nur dann
erzeugen, wenn t.,
seinen Eingang über den Leiter 43 ein geeignetes Signal
aus einem nachstehend noch näher zu erörternden Schalttor45 angelegt wird.
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AufeinanderfolgendeVerstärker entsprechend dein VerstärkerA, sind
bei A2, A, und A4 schematisch dargestellt, wobei ihre entsprechenden
Teilerkreise der in Zusammenhang mit dem Kondensator 12 und dem Relais
A" erörterten Zehnerteilerschaltung bei A2" A., bzw. A4' dargestellt
sind. Dieser Satz von Verstärkern und Teilern genügt für den Fall der vier Digits
des dargestellten Beispiels nach der Erfindung, wobei jedoch selbstverständlich
gewünschtenfalls mehr oder weniger Dekaden und außer Dekaden an'-dere Arten von
Teilervorrichtungen verwendet werden können. Die aufeinanderfolgenden Zähldekadeneinheiten
Al-Aj" A..-A.", A,-A., und A 4-A., sind in üblicher Weise in lZeil#e geschaltet
und führen über eine Diode enthaltende Leiter35, 35', 35", 35'11
zu
dem xUnd«-Tor II.
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Erfindungsgemäß erregt jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt nur eine der
Zähldekadeneinheiten A,-A", A2-A", A.-A., oder ACA., das »Und«-Tor
11, um, wie nachstehend näher erläutert, einen Beleuchtungsblitz aus der
Blitzröhre 39 zu erzeugen. Die Rechenlogik der Erfindung erfordert, daß jeder
der Verstärker A 1, A." A, und A4 aus einer äußeren
Quelle mit weiteren Impulsen versehen wird, die nach einer vorbestimmten Zählzeit,
zu der es erwünscht ist, eine Anzeigeperiode zu bewirken, den Verstärkern
A l' A"
A, bzw. A4 zugeführt werden, um
die in ihnen gespeicherten Zählimpulse beispielsweise auf zehn Einheiten zu bringen.
Als Beispiel sei angenommen, daß der Verstärker A 1 nur sechs Impulse gezählt
hat und daß diese sechs Impulse in dem Kondensator 12 gespeichert sind. Wie vorher
festgestellt, sind zehn Impulse erforderlich, bevor das Teilerrelais A" einen
Ausgangsimpuls zur Betätigung des »Und«-Tores II und zum Zünden der Blitzröhre
39 über den Zündkreis 38 erzeugt.
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Erfindungsgemäß werden die Basiselektrode 2 des Verstärkers Al aus
einem später zu beschreibenden Verstärker 49 über einen Leiter 47 vier zusätzliche
Impulse zugeführt. Diese vier zusätzlichen Impulse werden erfindunasaemäß mit Hilfe
eines bevorzugten Mechanismus erzeugt, zu dem ein trommelartiges Teil 20 (F i
g. 1 B) gehört, das eine Folge von Ziffern, und zwar von 0 bis
9, trägt. Nach der bevorzugten Ausführungsform können die Seitenwände der
Trommel 20 aus einem lichtundurchlässigen Material hergestellt sein, wobei die Ziffern
darin eingeätzt sind, so daß bei einer Blitzbeleuchtung durch die Blitzlampe
39 an der unteren Kante der Trommelwand 20 eine Ziffer als beleuchtete Zahl
sichtbar wird. Wie nachstehend in Zusammenhang mit der Anzeigevorrichtung nach F
i g. 3 erörtert, kann klar reflektiertes oder übertragenes Licht für die
Anzeige verwendet werden.
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Der Trommel 20, und zwar jeder auf ihr vorhandenen Ziffer, ist ein
Stab oder eine ähnliche Vorrichtung, wie beispielsweise der auf der Trommel 20 über
den Bereich der Ziffer 9 hinaus vorstehende Stab U,
zugeordnet, wobei
im dargestellten Beispiel der Stab V über den Bereich der Ziffer 4, der Stab
9"
über den Bereich der Ziffer 6 usw. hinaus vorsteht. Eine Beleuchtungsquelle,
beispielsweise eine Lampe oder eine Vielzahl von Lampen 22, wird zum Erzeugen von
Licht verwendet, das auf mit Llg L#" L, und L, bezeichnete Photodioden
oder sonstige lichtenipfindliche Vorrichtungen fallen kann, sofern nicht einer der
Stäbe 6,", 7", 9" usw. zwischen der Photodiode Ll, L." L, bzw.
L4 und der Lichtquelle 22 hindurchgeht. 2u diesen Zeitpunkten wird das Licht gesperrt,
wodurch der Signalimpuls erzeugt wird. Als Beispiel ist in Zusammenhang mit dem
Verstärker A,
die Photodiode L, über die Leiter 45" und 46" an den
(bereits in Zusammertang mit dem Relais A, erörterten) + -Anschluß
bzw. den weiteren Verstärker 49 (F i g. 1 A) angeschlossen, dessen Ausgang,
wie vorstehend erwähnt, über den Leiter 47 zum Anlegen eines weiteren Impulses der
Basis 2 des Verstärkers Al zugeführt wird. Der Verstärker 49 und der Leiter 46'
sind über einen Widerstand 51 mit einem weiteren Erdanschluß G' verbunden.
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Im dargestellten Beispiel der sechs Zählimpulse in in der Vorrichtung
Al-A1, wird, wenn der Stab 6"' in Auswirkung der Drehbewegung der Trommel 20 in
Richtung des Pfeiles unter Steuerung durch die Welle S an der Photodiode
L, vorbeigeht, über die Leiter 45', 46' ein Impuls mit der richtigen Polarität zum
Addieren eines zusätzlichen Impulses an die Basiselektrode 2 des Verstärkers Al
angelegt, wobei er so die in dem Kondensator 12 gespeicherte Zahl von dem Wert
6 auf einen Wert 7 bringt. Bei der weiteren Drehbewegung der Trommel
geht der Stab 7"
an der Photodiode Li vorbei und erzeugt einen weiteren Impuls,
der die Zahl auf 8 bringt. Schließlich wird beim Vorbeigang des Stabes
9" an der Photodiode Li ein weiterer Impuls erzeugt, der die Zahl auf zehn
bringt und einen Ausgangsimpuls an dem Leiter 35 registriert, der bei gleichzeitiger
Betätigung mit der richti-en Polarität aus dem Anzeigetor 45 einen Auslöseimpuls
zum Erregen des Blitzlampen-Zündkreises 38 erzeugt, der die Blitzlampe
39 zündet. Entsprechend der richtigen Lage und Kodierung der Stäbe in bezug
auf die Bezugsziffern wird dann die Ziffer 6, die sich in der äußersten rechten
Stellung des Anzeigebereiches oder der Anzeigefläche 40 befindet, durch einen Blitz
erhellt.
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Es wird also die Ergänzung (sechs) der Anzahl der weiteren Impulse
(im vorliegenden Beispiel vier) anangezeigt, die dem Verstärker zugeführt werden
müssen, um die Zahl auf zehn zu bringen. In gleicher Weise führen die Dioden L."
L, und L" usw., die zur Speisung über den Verstärür 49 angekhlossen sind,
denVerstärk-emA."Al,bzw.A usw.weiterelmpulse - , 4 über die Leiter 47'. 47"
47"' zu, die das Hinzufügen 9 C
ausreichender Impulse bewirken,
um in jeder aufeinanderfolgenden Dekade die Zahl 10 zu erreichen. Demzufolge
wird das »Und«-Tor 11 erregt, erzeugt einen Beleuchtungsblitz und beleuchtet
die gewünschte Zahl an der gewünschten Stelle in dem Anzeigebereich oder auf der
Anzeigefläche 40.
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Um das »Und«-Tor II nur während der Anzeigeperiode arbeiten zu lassen,
kann eine weitere Photodiode L, vorgesehen werden, die das vorerwähnte Schalttor
45 steuert und durch die Lampe 22 erhellt wird, wenn das Licht beispielsweise nicht
durch einen erhöhten Streifen oder eine Schranke 25 abgefangen wird, um so
das Schalttor 45 zu steuern. Während aller sonstiger Perioden ist das Tor 45 eingeschaltet,
wobei es so beim Anlegen des geeigneten Ausgangs aus jeder der Dekadenzähleinheiten
das Erregen des »Und«-Tores II zuläßt.
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Alle vier Fenster der Anzeigefläche oder des Anzeigebereichs 40 werden
natürlich zu unterschiedlichen Zeitintervallen erhellt, wobei die in ihnen angezeigten
Zahlen die Komplemente der Anzahl weiterer Impulse darstellen, die der jeweiligen
Dekade zugeführt werden müßte, um zu bewirken, daß die entsprechende Zahl in ihr
zehn Zähleinheiten erreicht. Das aufeinanderfolgende Aufblitzen der Blitzlichtlampe
39 kann beispielsweise in jeder Stellung dreißigmal pro Sekunde auftreten,
was über der Flimmergrenze des Auges liegt, so daß für alle vier Digits eine Kontinuität
erscheint, die die vor der Anzeigeperiode gespeicherte Zahl darstellt. Im dargestellten
Beispiel ist die Anzeigeperiode wiederum ein Bruchteil jeder Umdrehung der Trommel
20.
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Während die Anzeige nach der Erfindung gemäß der Darstellung eine
Photodioden verwendende Anzeige ist, ist klar, daß auch magnetische und andere wie
nachstehend in Zusammenhang mit der Ausführungsform nach F i g. 2 bis
5 im einzelnen erörterte lichtempfindliche Aufnahmevorrichtungen verwendet
werden können. Auch können, wie ebenfalls nachstehend erörtert, mehr als vier Einheiten
(Stellen) angezeigt werden.
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Wie vorstehend angegeben, kann das der Erfindung zugrunde liegende
Verfahren sowie die Vorrichtung zur Anwendung der Komplementärlogik auch auf andere
Arten von Zählervorrichtungen, beispielsweise auf Dekadenzähler mit äußerst hohen
Zählgeschwindigkeiten, angewendet werden. Demzufolge ist in F i g. 2 ein
Zähler nach der Erfindung mit einer abgeänderten trommelartigen blitzlichtbeleuchteten
Anzeige veranschaulicht.
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Der Zähler nach F i g. 2 enthält eine obere Kette aus Zähl-
und Speicher-Dekadenzählern 121, 122, 123, 124, 125, 126, einen Satz
Zeitbasisgenerator-Dekadenzähler 105, 106, 107, 108, 109, 109', einen Satz
Schaltlogik-Flip-Flop-Kreise 113, 112, 129, 131
sowie vielpolige Mehrfach-Wählschalter
120-103, 127, 110 zum Ermöglichen der verschiedenen nachstehend beschriebenen
Vorgänge in jeder der fünf Kontaktstellungen X 1, X 2, X
3, X 4 und X 5.
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Ein Löschoszillator 101 erzeugt einen Impuls, der zur Herstellung
des Ausgangszustandes für das Zählen über den Leiter 101' dem Satz Schaltlogik-Flip-Flops
113, 112, 129 und 131, über den Leiter lOt' den Zeitbasisgenerator-Dekadenzählern,
beispielsweise in Form von Flip-Flops 105, 106, 107, 108,
109 und
109', und über den Leiter lOY" den Zähl-und Speicherdekadenzählem 121, 122,
123, 124, 125
und 126 zugeführt wird. Die Dekadenzählkreisketten
105 bis 109' und 121 bis 126 können beispielsweise von der
durch die Firma Hewlett Packard Company, Palo Alto (Calif.), hergestellten und ihrem
im Mai 1960 herausgegebenen Betriebs- und Bedienungshandbuch »AC-4 Decade
Counters« beschriebenen Bauart oder den durch die Firma Transistor Specialties Incorporated,
Plainview, Long Island (N. Y.), auf den Markt gebrachten und in ihrem Katalog
616
vom Juni 1961 beschriebenen Bauarten 361-375 oder der durch
die Computer Measurements Company, einer Abteilung der Pacific Industries, Inc.,
San Fernando (Calif.), auf den Markt gebrachten und in ihrem Katalog vom Juni
1961 beschriebenen Bauart 728 BN oder der durch die General Radio
Company, West Concord (Mass.), auf den Markt gebrachten, in dem »General Radio Experimenter«
vom April 1962, B. 36, Nr. 4, beschriebenen Digital-Frequenzmesser-Bauart
1150A sein.
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Es sei nun angenommen, daß die Frequenz eines Signaleingangs in einen
Eingangsverstärker A' gemessen werden soll. In diesem Fall werden die Schaltkontakte
120, 103, 127, und 110 nach unten in die Stellung X 5 gebracht, so
daß das Signal aus dem Eingangsverstärker A' über den Kontakt 120 dem Tor
114 zugeführt wird, das an die erste Dekade 121 angeschlossen ist. Der Zeitbasisoszillator
102 speist über die Leitung 102' durch den Kontakt 103 das Tor 104, das wiederum
an die erste Dekade 105 des Zeitbasisgenerators angeschlossen ist. Die Frequenz
des Oszillators 102 ermöglicht beispielsweise für einen 10-MHz-Zähler eine Genauigkeit
von 1/lo Mikrosekunde beim Betrieb des Zählers.
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Das Tor 104 wurde anfänglich durch den Löschimpuls aus dem Löschoszillator
101 über das Schalt-Flip-Flop 112 mit Hilfe des Leiters 112' geöffnet, so
daß es das Signal aus dem Zeitbasisoszillator 102 durch das Tor 104 in die Gruppe
der Dekadenzähler 105 bis 109' hineinläßt. Ein den Dekadenzählern
zugeordneter weiterer Schalter 103' wählt die Zeit, während der die Frequenz
gemessen werden soll. Dieser Schalter ist in der Darstellung an den Zähler
109 angeschlossen, jedoch kann er auch, wie durch den gestrichelten Weg lOY'
angedeutet, an die anderen Dekadenzähler 105 bis 108 oder
109' angeschlossen sein, um kleinere bzw. größere Zählintervalle zu erzeugen,
die beispielsweise zwischen 10-6 Sekunden für den Kontakt 105" und
10-1 Sekunden für den Kontakt 109" liegen.
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Die Zeitbasisdekaden 105 bis 109' wurden, wie vorstehend
beschrieben, anfänglich durch den Löschoszillator 101 so eingestellt, daß
der erste bei 105
angelegte Impuls bei 103' ein von der Stellung des
Schalters 103' unabhängiges Signal erzeugt. Dieses Einstellen entspricht
in jedem Zähler 105 bis 109'
einer Zahl 9. Das Signal bei
103' wird über dir, Schalterkontakte 127 und 110 (in der fünften
Kontaktstellung X 5) über die Leiter 127' und 110' den
Toren 128 bzw. 111 zugeführt. Das Tor 128 ist jedoch durch
den Ausgang aus dem rechten Abschnitt des Flip-Flops 113, der über die Leitung
113' zugeführt wird, geschlossen, wobei aber das Tor 111 durch den
über 112' zugeführten Ausgang aus dem linken Abschnitt des nächsten Flip-Flops 112
geöffnet ist. Das Flip-Flop 113 schaltet also infolge des über
111'
zugeführten Ausgangs des Tores 111 um, wobei es bei
113" ein Signal erzeugt, das den Toren 114 bis 119 zugeführt wird,
sie öffnet und die Impulse in die Dekadenzählerreihe 121 bis 126 gelangen
läßt. Diese
Dekadenzähler 121 bis 126 zählen und speichern
in bekannter Weise die Information, bis die Tore 114.
bis 119 infolge
einer Veränderung des Zustandes des Flip-Flops 113 geschlossen werden, die
durch den zweiten Impuls aus den Zeitbasisgeneratoren 105 bis 109'
über 103'. 127, 127' durch das dann geöffnete Tor 128 bewirkt wird,
das den link-en Abschnitt des Flip-Flops 113 umschaltet.
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Zu diesem Zeitpunkt wird der Ausgang bei 11-'1;' dem Umschalteingang
des nächsten Flip-Flops 1122
zugeführt, so daß sein Zustand geändert wird.
Di.2s wiederum schließt über den Leiter 112' das Tor 104 und das Tor 111,
wobei außerdem über den Leiter 112" die rechte Seite des nächsten Flip-Flops 120,
ausgelöst wird.
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In der Zwischenzeit hat sich die Trommel 20' gedreht, die, wie in
F i g. 3 gezeigt, auf lichtundurchlässigen Streifen geätzte Zahlen für die
Anzeige enthält, wobei der Ausgang einer die Markierungen magnetisch aufnehmenden
Vorrichtung 130' (F i g. 2, 3 und 4) beim Vorbeigang der von der Stirnplatte
der Trommel an Stellen nahe des Streifens der Anzeigezahlen »9« getragenen
magnetischen Höcker 230
Impulse erzeugt hat. Diese Impulse werden über den
Leiter 130" dem Verstärker 130 (F i g. 2) zugeführt. Der Ausgang
des Indexsignalverstärkers 130 wird über den Leiter 130' dem Flip-Flop
129 zugeführt. Diese Impulse treten nach jedem zehnten Zählimpuls als Ergebnis
des vorstehend beschriebenen Einstellens der magnetischen Höcker 230 auf.
Erst nachdem der über 112" zugeführte Impuls ankommt, bewirkt der über
130... zugeführte Indexausgang den Wechsel des Zustands des Flip-Flops
129 und über den Leiter 129' das Umschalten des nächsten Flip-Flops
131. Der Ausgang von 131 erzeugt wiederum ein über 131' zugeführtes
Signal, um jedes der Tore 132 bis 137 und der Tore 138 bis
143 zu öffnen.
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In der Zwischenzeit hat der Vorbeigang einer weiteren Vielzahl magnetischer
Höcker 244 oder ähnlicher Vorrichtungen, die am Außenumfang auf der Stirnplatte
der Trommel 20' angeordnet sind, um jeder Zahlenreihe zugeordnet zu werden, in einer
weiteren Abnehmer- (Pick-up-) Vorrichtung 114' Im- -pulse erzeugt, die über die
Leitung 144" dem Verstärker 144 zugeführt werden. Der Ausgang dieses Einheiten-
oder Zahlenverstärkers 144 wird über die Leitung 144... (F i g. 2)
jedem der Tore 132 bis 137
zugeführt. Diese Tore waren jedoch geschlossen
bis, wie vorstehend beschrieben, der Ausgang bei 131'
auftrat. Wenn die Tore
132 bis 137 somit geöffnet sind, wird jedem der Dekadenzähler 121
bis 126 ein Zählimpuls hinzuaddiert. Wenn beispielsweise in irgendeinem der
Dekadenzähler 121 bis 126 eine Zahl »9« gespeichert war, würde ein
Ausgang erzeugt und an die jeweiligen, jetzt auch geöffneten Tore 138 bis
143 angelegt, wobei eine entsprechende ortsfeste in der vorliegenden Ausführungsform
im Inneren der Trommel angebrachte Blitzlampe 150
bis 155 (F i
g. 2 und 5) gezündet wird, die eine von der Trommel 20' getragene
Zahl oder Einheit beleuchtet (die im vorliegenden Fall die Zahl »9« ist).
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Die nächste vorbeizudrehende Zahl ist eine »8«.
Zusammenfallend
mit dem Vorbeigang dieser Zahl wird bei 144' ein weiterer Impuls erzeugt und über
144" dem Verstärker 144 und- dann über 144... den Toren 132 bis
137 zugeführt. Dieser Impuls addiert jedem Dekadenzähler 121 bis
126 einen weiteren Zählimpuls, und sofern in einem der Zähler jetzt eine
»9« gespeichert ist, wird seine Blitzlampe i5ü bis 155 gezündet zum
Beleuchten der »8« usw. für die übrigen Zahlen.
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Dieser Vorgang dauert unbegrenzt an, so daß nach jedem zehnten den
Dekadenzählern 121 bis 126 zugefühiten Impuls ein Ausgangsimpuls entsteht,
der über die Tore 138 bis 143 die entsprechende Blitzröhre(n) 150
bis 155 auslöst.
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Wenn sich die Kontakte 120, 103, 127, 111-0 in der Schaltstelluno,X2
befinden, wird der Zeitbasisoszillator 102 von dem Kreis abgeschaltet, wobei
das Sianal aus dem zweiten Eingangsverstärker B' an die Stelle des Signals aus dem
Oszillator 102 tritt. Somit wird also das Verhältnis der Eineän-eA' zu E' (multipliziert
mit einer durch den Schalter103' gewählten Zehnerpotenz) gemessen und angezeigt.
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In der SchaltstellungX3 wird die Signalzeit zwischenA' und B' -emessen,
da die Kette von dem Kreis abgeschaltet wird und die beiden ImpulseA' und B' an
die Stelle der die Zeitbasis erzeuaenden Zähler 105 bis 109' treten.
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In der Schaltstellun- X4 wird die Zeit zwischen z-wei au.f-z;I-lariderfolgei-.d-,r.,
Impulsen am des Verstärkers A' geniess2i,.. und zwar weil 110
und
127 dann miteinander verbunden sind und die Eingänge parallel zugeführt werden,
so daß der erste über 111' an das Flip-Flop 113 angelegte Impuls seinen
Zustand wechselt und der zweite Impuls den Zustand des Flip-Flops 113 erneut
ändert und so die Tore 114 bis 119 schließt.
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Wenn sich die vereinigten Schaltkontakte 120, 103,
127, 110
in der dargestellten Schaltstellung X 1 befinden, werden die von dem Zeitbasis
Oszillator 102 erzeugten Impulse über den Kontakt 103 und das Umkehr-»Und«-Tor
104 auf die Zeitbasisgenerator-Dekadenzähler 105, 106, 107, 108, 109 und
109'
übertrao,en, wobei der Zeitbasisgenerator 105 bis 109'
durch
den Löschoszillator 101 so einaestellt wird, daß jeder seiner Dekadenzähler
einen Zählimpuls weniger als voll aufweist. Dann stellt der erste dem Zeitbasisgenerator
105 bis 109' aus dem Zeitbasisoszillator 102 zugeführte Impuls die
Dekadenzähler 105
bis 109' alle auf Null zurück. Dies bewirkt die Erzeu-,u
- ng , eines Impulses aus jedem Dekadenzähler, der über den Schaltkontakt
110 auf das Umkehr-»Und«-Tor 111 übertragen wird. Die Koinzidenz dieses
Impulses mit dem durch den Löschimpuls aus dem Osz;llator 101 induzierten
Sianal aus dem Schalt-Flip-Flop 112 bewirkt dann die Erzeugung eines Impulses durch
das »Und«-Tor 111. Dieser Impuls wird dem Schalt-Flip-Flop 113 zugeführt.
Der sich ergebende Wechsel im Zustand des Schalt-Flip-Flops 113
wird durch
die Umkehr-»Und«-Tore 114, 115, 116 '. 117, 118 und
119 abgefühlt, so daß dann Impulse aus dem Zeitbasisoszillator 102 über den
Kontakt 120 durch das »Und«-Tor 114 hindurch in den Dekadenzähler 121 hineingehen.
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Ein Ausganasimpuls wird durch den Zähler 121 in Auswirkung der Ankunft
jeder Gruppe einer feststehenden Anzahl von Eingangsimpulsen erzeugt. Somit ist
die Anzahl der Ausgangsimpulse gleich der Anzahl der Eincrangsimpulse dividiert
durch diese feststehende Zahl. Bei Dekadenzählern ist die feststehende Zahl, wie
vorstehend erläutert, zehn.
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Die Ausgangsimpulse aus dem Zähler 121 werden wiederum über das »Und«-Tor
115 dem Zähler 122 zugeführt, wo sie weiter geteilt werden, worauf sie dann
über 123, 124 usw. zugeführt werden, bis das
Schalt-Flip-Flop
113 aus seinem gewechselten Zustand zurückfällt.
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Die Impulse aus dem Zeitbasisoszillator 102 werden in gleicher Weise
durch den Zeitbasisgenerator 105 bis 109' gezählt. Wenn der Zeitbasisgenerator
ausreichend Impulse gezählt hat, so daß er den anfänglich durch den Löschoszillator
101 hergestellten Zustand erreicht (d. h., jeder Zähler hat einen
Zählimpuls weniger als voll), bewirkt der nächste ankommende Eingangsimpuls, daß
die Zähler auf Null gestellt werden und durch jeden Zähler ein Ausgangsimpuls erzeugt
wird. Dieser zweite Impuls aus 109
tritt also nach irgendeiner feststehenden
Anzahl von auf den ersten in 105 eingeführten Impuls folgenden Eingangsimpulsen
(bei fünf Dekadenzählem nach 100 000 Eingangsimpulsen) auf. Da die Frequenz
der Eingangsimpulse für 105 genau gesteuert ist, ist das Zeitintervall zwischen
dem ersten Impuls iür 105
und dem zweiten Impuls aus 109 gleichfalls
genau, so daß für eine genaue Zeitbasis gesorgt ist.
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Dcr vorerwähnte zweite Impuls aus 109 wird über den Kontakt
127 auf das Umkehr-»Und«-Tor 128
übertragen, wo er verstärkt und in
seiner Polarität umaekehrt und von dort dem vorerwähnten Schalt-Flip-Flop
113 zugeführt wird. Dieser zweite Impuls bewirkt, daß das Schalt-Flip-Flop
113 seinen gewechselten Zustand aufgibt und dadurch einen 1 mpuls
erzeugt, der an die Tore 114 bis 119 sowie 128
angelegt wird und diese
schließt. Der Impuls aus dem Flip-Flop 113 wird gleichzeitig an das Schalt-Flip-Flop
112 angelegt, so daß es seinen gewechselten Zustand aufaibt und dadurch einen Impuls
erzeugt, der an die Tore 111 und 104 angelegt wird. Der Impuls aus dem Flip-Flop
112 wird gleichzeitig an das Schalt-Flip-Flop 129 angelegt, so daß es seinen
Zustand wechselt.
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Die aus dem Verstärker 130 für den magnetischen,
die Markierungen abfühlenden Abnehmer erhaltenen Impulse werden ebenfalls
an das Schalt-Flip-Flop 129 in der Weise angelegt, daß sie bewirken, daß
das Schalt-Flip-Flop 129 in seinem durch den Löschoszillator 101 hergestellten
Ausgangszustand verbleibt oder in diesen zurückkehrt. Nachdem je-
doch das
Schalt-Flip-Flop 129 durch den Impuls aus dem Schalt-Flip-Flop 112 seinen
Zustand gewechselt hat, bewirkt der nächste ankommende Impuls aus 130, daß
das Schalt-Flip-Flop 129 in seinen Auscranaszustand zurückkehrt und dadurch
einen Impuls erzeugt. Dieser Impuls wird an das Schalt-Flip-Flop 131 angelegt,
so daß es seinen Zustand wechselt und dadurch ein Signal erzeugt. Dieses Signal
wird an die Tore 132 bis 143 angelegt, so daß sie geöffnet werden.
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Der Verstärker 144 für die magnetisch aufgenommenen Einheiten erzeugt
nun die erste seiner Folgen C
von zehn Impulsen, wenn eine »9« an dem
Sichtfenster vorbeigeht. Wenn in irgendeinem der Zähler 121 bis 126 eine
»9« gespeichert ist, erzeugt ein die-C sein Zähler über das ihm zugeordnete
Tor der Torgruppe 0 132 bis 137 zugeführter Impuls über das ihm zu-eordnete
Tor der Torgruppe 138 bis 143 einen Ausgangsimpuls, wobei die ihm zugeordnete
der Lampen 1.50 bis 155 gezündet wird und, wie vorstehend beschrieben,
das Beleuchten der Zahl »9« in dem Fenster bewirkt.
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Wenn in einem beliebigen der Zähler keine »9«
C Crespeichert
ist, bringt der Impuls aus 144 diesen Zähler um eine Zahl weiter. Die nächste an
dem Sichtfenster vorbeidrehende Zahl ist »8«. Wenn di( Zahl nun in irgendeinem
Zähler »9« ist, bewirkt dei »8«-Impuls in gleicher Weise das Aufblitzen einei
Lampe, so daß also diese »8« in dem Fenster be. leuchtet wird. Auf diese
Weise wird, wie oben er. klärt, jeder Zähler abgelesen, indem er mit einei Folge
von Impulsen (bei Dekadenzählern zehn) ab. gefragt wird, um festzustellen, wie viele
dieser Im. pulse, sofern sie der ursprünglich gespeicherten Zah hinzugewählt werden,
diesen Zähler füllen und einer Ausgangsimpuls über das ihm zugeordnete Tor dei Torgruppe
138 bis 143 verursachen, so daß die ihn zugeordnete Lampe aufblitzt. Dies
ist natürlich di( gleiche Art von Komplementärlogik, wie sie in dei Vorrichtung
nach F i g. 1 verwendet wird.
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Erfindungsgemäß muß zum Ablesen der gespeicherten Zahl das Komplement
der gespeicherten Zah hinzugefügt werden, und die gespeicherte Zahl wir( durch ihr
Komplement identifiziert. Die Zähler 121 bis 126 arbeiten in gleicher Weise
weiter, solange dic Umkehr-»Und«-Tore 114 bis 119 geschlossen unc die Umkehr-»Und«-Tore
137 bis 143 geöffnet sind wobei der Einheitenverstärker 144 Impulse erzeugt
Dieser Vorgang hört auf, wenn der Löschoszillatoi 101 einen neuen Impuls
erzeugt.
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Ein weiteres Beispiel einer zweckmäßigen Hoch. leistunes-Zählschaltung
zur Verwendung entspre. chend dem Erfindergedanken ist in F i g. 6 veran.
schaulicht, bei der eine Kombination einer Tunnel. dioden-Flip-Flop-Schaltung
302 (wie sie auf S. 54 dei Ausgabe 1961 des »Turmel Diode Manual«
dei Firma General Electric Company beschrieben ist, mit einem reihengeschalteten
Tunneldioden-5 -. 1-Frequenzteiler oder einem Treppenwellengenerator
311
verwendet wird. Diese Schaltung zeigt weiter die Viel. seitigkeit der
Komplementär-Zähllogik nach der Er. findung, indem aus Gründen der Veranschaulichuni
eine gebräuchlichere als Anzeige 301 veraUgemei. nerte Ableseanordnung verwendet
wird, obwohl * selbstverständlich ist, daß die Anzeigen gemäß der anderen Ausführungsformen
der Erfindung, wie ir Zusammenhang mit den Ausführungsformen nact F i
1 und 2 erörtert, gleich gut verwendet werdet können. Die Kombination des
Flip-Flops 302 mi dem 5: 1-Teiler führt also zu einer Zehn-Einheiten.
oder Dekaden-Zählschaltung, die nach je zehn Zähl. impulsen einen Ausgangsimpuls
erzeugt.
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Die bei 306 angelegten Eingangsimpulse (F i g. 6 A
werden
über ein »Und«-Tor 308 der vorstehend er örterten oder auf S. 129
der fünften Ausgabe auj dem Jahre 1960 des »Transistor Manual« der Firrn;
General Electrie Company beschriebenen Bauar dem Flip-Flop-Kreis 302 zugeführt,
der einen Ü
F i g. 6 B dargestellten Ausgang mit der halben Im pulsfrequenz
der Eingangsimpulse erzeugt. Diese, Ausgang wird über den Kopplungskondensator
301
an die oberste Tunneldiode 304 a einer reihen geschalteten Kette von Tunneldioden
304 a bis 304 e beispielsweise der Type TD 3 (General Electrie Com pany),
zugeführt, w(:;#ei die Diode 304 e den höchstei Scheitelstrom hat, so daß
sie in der Kette zuletzt be tätigt wird. Beim Betrieb werden die Dioden 3041 bis
304 e aus einer Konstantstromquelle EEB mit eine niedrigeren Stromstärke
als die Scheitelströme de Dioden vorgespannt, so daß sich sämtliche Diodei im Niederspannungszustand
befinden. Jeder positivi Impuls der Impulsfolge nach F i g. 6 B bewirkt,
dal eine der Tunneldioden 304 a, 304 b, 304 c oder 304 4
auf
den Hochspannungszustand schaltet, wobei der fünfte Impuls die unterste Diode304e
schaltet, um den Transistor über die VerzögerungsleitungD einzuschalten und also
den Kreis im wesentlichen durch Erden des Kollektors 310 des Transistors
T zu löschen. Die weitere Teilung durch einen durch die Wellenform nach F i
g. 6 C dargestellten Faktor 5
wird somit an dem Kollektor
310 erzeugt, und die geteilte Impulsfolge wird über die Leitung
312 dem weiteren »Und.«-Tor 308' zugeführt.
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Ein weiterer Flip-Flop-Kreis 302', der gewährleistet, daß die
Signale dem Flip-Flop 302 nur aus dem Eingangskreis 306 oder aus dem
nachstehend beschriebenen Komplementärsignalgenerator 314, je-
doch nicht
aus beiden gleichzeitiLy. zuoreführt werden, führt seine Kon, plementärausgänge
dem »Und«-Tor 308 und einem weiteren zwischen dem Eingang des Flip-Flops
302 und dem Ausgang des Komplementärsignalgenerators 314 liegenden weiteren,>U-nd«-Tor
308" zu. Nach einem vorbestimmten Zählzeitintervall schaltet das Flip-Flop
302' um, wobei es verhindert, daß weitere Impulse dem Dekadenzähler
302 bis 304 zu-eführt werden, und cs öffnet das Tor 308", um zu ermöglichen,
daß die erforderlichen Impulse aus dem Komplementärsignalgenerator 314 über das
»Und«-Tor 308" an das Flip-Flop 302 angelegt werden, um die Impulszähluno,
bis 10 zu ergänzen, d. h., um die erforderliche komplementäre Anzahl
von Impulsen zu liefern. Der Komplementärsignalgenerator 314 speist außerdem über
das »Und«-Tor 308' den üblichen Dekadenzähler 316 (der vorstehend
beschriebenen Bauart), der das Komplement speichert und die Anzeigeanordnung
301 einer geeigneten gewünschten Bauart, zu der auch »Nixie«-Röhren u. dal.
gehören, oder eine Anzeigeanordnung der Bauart nach F i g. 1 und 2 bis
5 betätigt. Der nach dem Zuführen von zum Erreichen der Zahl 10
ausreichenden
Impulsen bei 312 entstehende Ausgang schließt das »Und«-Tor 308',
wobei verhindert wird, daß weitere Impulse aus dem Komplementärsignalgenerator 314
den Dekadenzähler 316 speisen.
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Es ist bezeichnend, daß ohne die Folge der Komplementärlogik nach
der Erfindung Anzeigevorrichtungen, wie die »Nixie«-Röhre u. dgl., bei dem Tunneldioden-Impulsfrequenzteiler
des Kreises 311,
selbst obwohl ein solcher Kreis auf Grund seiner hohen Betriebsfrequenz
äußerst erwünscht ist, nicht verwendet werden können. Dies deshalb, weil es keinen
zuverlässigen Weg gibt, die Schaltfolge der Dioden 304 a bis 304 d zu ermitteln.
Die Erfindung ermöglicht jedoch durch Verwendung der Komplementärlogik die Benutzung
solcher Hochfrequenzkreise, die nach zehn Zählimpulsen ohne Rücksicht auf die Diodenschaltfolge
auf den Ausgang ansprechen. Auf diese Weise lassen sich weitgehende Einsparungen
in der Anzahl und der Größe der Bauteile erreichen.
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Andererseits können die weiteren an die in den Zähl- und Speicherdekaden
jeder der Vorrichtungen nach F i g. 1 A, 1 B, 2 und 6 vor der Anzeicreperiode
vorhandene Zahleninformation an, geleg gten Impulse von entgegengesetzter Polarität
sein, so daß sie in Wirklichkeit von der gespeicherten Zahl eine ausreichende Anzahl
weiterer Impulse abziehen, um zu bewirken, daß die Dekade beispielsweise eine sich
daraus ergebende Zah10 (oder 10) erreicht. Die so erforderliche Anzahl subtrahierter
Impulse kann dann, wie vorstehend beschrieben, zum Anzeigen der wirklichen Zahl
verwendet werden. Als Beispiel können die Zähl- und Speicherkreise 121, 122,
123 usw. nach F i g. 2 je, wie in F i g. 7 gezeigt,
abgeändert werden zur Schaffung der Möglichkeit des Subtrahierens der gespeicherten
Zahl, um sie dadurch anzuzeigen. In der Schaltung nach F i g. 7 ist eine
Binär-Vor- und Rückwärts-Zählvorrichtung der beispielsweise auf S. 26 und
27 des im März 1962 durch die Firma Digital Equipment Corporation,
Maynard (Mass.), herausgegebenen »Digital Logie Handbook« beschriebenen Bauart dargestellt.
übliche reihengeschaltete Flip-Flop-Stufen 300, 301, 302 usw. werden mit
entsprechenden Torpaaren 300'-300", 301'-
301", 302'-302" usw. verwendet
zum Ermöglichen der Subtraktion von Impulsen aus dem Verstärker für den magnetischen,
die Markierungen abfühlenden Abnehmer nach F i g. 2. Wenn die mit »add.
« bezeichnete Leitung (beispielsweise beim Zähl- und Speicherintervall)
erregt ist, werden über die mit »EINGANG« bezeichnete Leitung zugeführte
Impulse der gespeicherten Zahl über die Tore 300',
301', 302' usw.
in der in Zusammenhang mit der Vorrichtung nach F i g. 2 beschriebenen Weise
addiert, wobei jedoch, wenn die mit ">sitbti-akt.« bezeichnete Leitung (beispielsweise
während der Anzeigeperiode) erreat ist, jeder »EINGANGS«-Impuls von der gespeicherten
Zahl subtrahiert wird, indem man ihn über die Tore 300", 301", 302" usw.
anlegt.
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Eine Logikfolge zum Speichern und Anzeigen mit Hilfe der abgeänderten
Schaltung nach F i g. 7 kann fol-ende sein: Die zu zählenden Impulse werden
an die »EINGANGS<e-Leitung angelegt, wenn die Leitung »add.« erregt ist, so daß
Zählimpulse in dem Kreis 121 gespeichert werden können. Am Ende eines Zählintervalls
vor der Anzeigeperiode wird die Leitung »subtre#kt.« erregt und werden weitere Impulse
über die Tore 300", 301", 302" usw. mit einer solchen Polarität zugeführt,
daß sie eine Subtraktion bewirken, bis die gespeicherte Zahl 0 erreicht ist.
Die Anaabe oder Anzeicre der Anzahl weiterer Impulse, die so subtrahiert werden
müssen, um die Zahl bis auf 0 zu verringern, führt zu einer Ablesung der
während der Zählperiode vor dem Subtraktionsvorgang gespeicherten Zählimpulse.