DE1236799B - Niedrig chromlegierter, alterungsbestaendiger und tiefziehfaehiger Stahl und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Niedrig chromlegierter, alterungsbestaendiger und tiefziehfaehiger Stahl und Verfahren zu seiner Herstellung

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DE1236799B
DE1236799B DEV24928A DEV0024928A DE1236799B DE 1236799 B DE1236799 B DE 1236799B DE V24928 A DEV24928 A DE V24928A DE V0024928 A DEV0024928 A DE V0024928A DE 1236799 B DE1236799 B DE 1236799B
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steel
pig iron
calmed
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Dr Rudolf Rinesch
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Description

  • Niedrig chromlegierter, alterungsbeständiger und tiefziehfähiger Stahl und Verfahren zu seiner Herstellung Die Erfindung betrifft einen niedrig chromlegierten, alterungsbeständigen und tiefziehfähigen Stahl, der unberuhigt oder halbberuhigt vergossen ist.
  • Unter »unberuhigten Stählen« werden Stähle verstanden, die ohne verlorenen Kopf in einer Kokille vergossen werden und während der Erstarrung Gasblasen bilden, wobei das Gas hauptsächlich aus CO besteht. Die Blasen verschwinden allerdings während des Walzens des Blockes, indem sie verschweißen. Unberuhigte Stähle sind stets silizium- und aluminiumfrei. Es werden also beim Vergießen keine Desoxydationsmittel zugesetzt.
  • Unter »halbberuhigten Stählen« werden ebenfaM Stähle verstanden, die ohne verlorenen Kopf in einer Kokille vergossen werden und während der Erstarrung Blasen bilden, jedoch können hier geringe Mengen von Silizium, bis zu etwa 0,020/" enthalten sein.
  • Zum Unterschied von den unberuhigten und halbberuhigten Stählen sind beruhigte Stähle solche, die unter Zusatz von stark wirkenden Desoxydationsmitteln, die vor oderwährend des Vergießens zugesetzt werden, in Kokillen vergossen werden. Als Desoxydationsmittel können Aluminium allein oder Silizium und Aluminium gemeinsam verwendet werden, die zu Sauerstoff eine wesentlich höhere Affinität haben als Kohlenstoff. Solche beruhigt vergossenen Stähle erstarren daher blasenfrei, bilden jedoch einen tiefen Lunker, und der obere Teil des Blockes (»verlorener Kopfio muß vor der weiteren Verarbeitung abgeschnitten werden. Der Verlust am Ausbringen, der sich durch das Wegschneiden des Kopfes zwangläufig ergibt, beträgt 10 bis 200/,.
  • Bisher sind weiche Kohlenstoffstähle mit Chromgehalten nur insoweit bekannt, als ihr Chromgehalt 0, 15 0/, nicht überschreitet (vgl. »Technische Baustähle« von Küntscher, Kilger und Biegler, 1958). Die Zusammensetzung dieser bekannten Stähle betrug: bis zu 0,08 0/0 C, bis zu 0,20 0/0 Si, 0,2 bis 0,4'/, Mn, bis zu 0,06"/, P und bis zu 0,060/, S, und für Qualitätsbleche wurde zusätzlich noch vorgeschrieben, daß der Cu-Gehalt unter 0,200/, liegen sollte, der N-Gehalt im Bereich von 0,004 bis 0,006 "/, liegen und die Gesamtmenge an Cr, Mo und Ni, die als schädlich angesehen worden sind, nicht mehr als 0,1501, betragen sollte. Stähle dieser Art wurden für Tiefziehzwecke, als Verkleidungs- und Karosseriebleche eingesetzt.
  • Man war bisher der Meinung, daß höhere Chromgehalte in unberuhigtem oder halbberuhigtem Stahl nicht nur das Vergießen erschweren, sondern auch die technologischen Eigenschaften des Stahles, insbesondere seine Verformungseigenschaften, ungünstig beeinflussen. Ähnlich, wie es eine dem Stahlwerker geläufige Regel ist, daß ein Phosphorgehalt von etwa 0,10/, nicht tolerierbar ist, hat man auch einen höheren Chromgehalt für nicht zulässig gehalten, und man hat danach getrachtet, den Chromgehalt im Fertigprodukt auf weniger als 0,1 "/", vorzugsweise auf weniger als 0,05 0/" zu halten.
  • In der Stahltechnologie besteht das Bestreben, unberuhigten Stählen eine erhöhte Alterungsbeständigkeit zu verleihen und einen Stahl zu schaffen, der sich gegenüber den bekannten beruhigten Stählen durch eine bessere Oberflächenbeschaffenheit und ein besseres Ausbringen auszeichnet und gegenüber den bekannten unberuhigten Stählen längere Zeit verarbeitbar bleibt, bei dem insbesondere die Kaltverformbarkeit und Tiefziehfähi-keit länger bewahrt bleibt. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Schaffung eines Stahles, der unberuhigt oder halbberuhigt vergossen ist und dessen Stickstoff überwiegend an Chrom gebunden ist, bestehend aus 0,02 bis 0,08"/, Kohlenstoff, 0,10 bis 0,501, Mangan, 0,008 bis 0,060/, Phosphor, 0,010 bis 0,060/, Schwefel, 0,001 bis etwa 0,0050,1, Stickstoff, 0,15 bis 0,4001, Chrom, vorzugsweise 0,15 bis 0,300/, Chrom, gegebenenfalls weniger als 0,02 0/, Silizium, Rest Eisen, gelöst.
  • Der erfindungsgemäß zusammengesetzte Stahl wird bevorzugt nach dem Aufblaseverfahren aus chromhaltigem Roheisen erschmolzen. Es ist auch möglich, einem in beliebiger Weise erschmolzenen, chromfreien Stahl, der sonst der obigen Zusammensetzung entspricht, die notwendige Menge an Chrom durch Zusatz von Ferrochrom od. dgl. in der Pfanne zuzulegieren.
  • Es war bisher mit Schwierigkeiten verbunden, chromhaltiges Roheisen durch Frischen direkt in Stahl umzuwandeln. Selbst komplizierte Verfahren, wie Zweischlackenverfahren mit Überfrischen des Stahles oder Mischen von Chromroheisen mit Stahlrobeisen zur Senkung des Chromgehaltes, haben keine befriedigenden Resultate ergeben. Deshalb hat man sich bemüht, Wege zu finden, das Chrom aus dem Roheisen zu entfernen, bevor in einem anschließenden Frischprozeß der Kohlenstoff herausgefrischt wird. So hat man ein Vorfrischen des chromhaltigen Roheisens in der Pfanne vorgeschlagen, bei welchem Sauerstoff durch wassergekühlte Tauchlanzen (Tauchtiefe 30 bis 50 cm) ins Bad eingeblasen worden ist. Dabei wurden Düsensätze mit mehreren Düsen angewendet und der Sauerstoff mit hohem Druck-eingeblasen. Die Entchromung wurde bis zur Erreichung eines Chromgehaltes von weniger als 0,120/, durchgeführt; als unerwünschte Begleiterscheinung trat die Bildung von braunem Rauch auf. Da die Oxydation nach der Affinität der Begleitelemente zu Sauerstoff in der Reihenfolge Silizium, Mangan und Chrom erfolgt, war eine zwangläufige Folge des Vorfrischens auch die Entfernung dieser Begleitelemente, wodurch der durch die chemischen Wärmeträger gegebene Wärmeinhalt des Roheisens ungünstig beeinflußt wurde, d. h., das vorgefrischte Roheisen war bei der Durchführung des eigentlichen Frischprozesses chemisch kalt. Meist wurde auch der Kohlenstoffgehalt während des Vorfrischens unerwünscht stark herabgesetzt, indem bei Erreichung von Chromwerten von 0,2 bis 0,3 "/, der Kohlenstoffgehalt nur noch 2 bis 2,5 0/, betrug. Versuche, die Wirkung des Pfannenfrischens durch Walzzunderzusätze bzw. durch Verwendung eines Gemisches aus Sauerstoff und Wasserdampf zu verbessern, erbrachten keine prinzipielle, sondern nur eine graduelle Verbesserung. Als weiterer Nachteil des Vorfrischens ergibt sich auch ein Eisenverlust. Das nach dem Vorfrischen erhaltene Zwischenprodukt wurde dann im Herdofen verarbeitet. Wegen des geringen Gehaltes an exothermen Begleitelementen schien die Anwendung eines Windfrischverfahrens nur möglich, wenn man dem Vorprodukt zusätzliche chemische Wärmeträger zusetzen würde, was natürlich mit zusätzlichem Aufwand an Kosten und Arbeit verbunden ist.
  • Infolge dieser der Fachwelt bekannten Schwierigkeiten sind viele bedeutende Eisenvorkommen der Welt, bei welchen Eisen mit Chrom im Erz vergesellschaftet ist, nur unzureichend ausgenutzt worden. Eines der bekanntesten ehromhaltigen Eisenerze ist das Conakry-Erz mit folgender Zusammensetzung: 45 bis 55 0/, Fe als zum Teil lateritisches Oxyd, 0,10/, Mn. 0,06 0/, P, 2,5 0/, SiO, 9,8 0/, AI,0" 0,3 0/, MgO und 0,25 bis 2,00/, Cr in Form von Chromoxyd.
  • Wenn ein solches Erz im Hochofen nicht als Zuschlagerz, sondern als bedeutender Mölleranteil verhüttet wird, erhält man ein chromhaltiges Roheisen mit einer Zusammensetzung von 3,6 bis 4 0/0 C, 0,2 bis 10/0 Si, 0,5 bis 10/, Mn, 0,4 bis 0,8 0/, Cr, und zwar dann, wenn der Mölleranteil an dem Chromerz 35 bis 50 0/, beträgt. Wenn der Möller aus noch größeren Mengen Chromerz gebildet wird, erhält man entsprechend erhöhte Chromwerte im Roheisen bis 1,700/,.
  • Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß diese Nachteile und Schwierigkeiten vermieden werden können, wenn chromhaltiges Roheisen durch Aufblasen von Sauerstoff zu Stahl mit einem Gehalt von 0,15 bis 0,400/, Chrom gefrischt wird, wobei nach der Arbeitsweise mit einer Schlacke ein Roheisen mit einem Gehalt von etwa 0,60 bis 0,80"/, Chrom und nach der Arbeitsweise mit zwei Schlacken ein Roheisen mit einem Gehalt von etwa 0,80 bis 1,700/, Chrom als Ausgangsmaterial verwendet wird und der Stahl unberuhigt oder halbberuhigt, vorzugsweise direkt, vergossen wird.
  • Es hat sich gezeigt, daß es keineswegs notwendig ist, durch Vorfrischen eine mehr oder weniger weitgehende Vorentehromung durchzuführen, sondern daß die Hauptmenge des Chroms ohne jede Vorbehandlung aus dem Einsatz herausgefrischt werden kann.
  • Es wird angenommen, daß dieser überraschende Effekt des erfindungsgemäßen Verfahrens darauf beruht, daß durch die hohen Temperaturen an der Oberfläche des Bades die Schlackenbildung an und für sich beschleunigt und erleichtert wird und insbesondere die chromhaltigen Schlacken leicht flüssig gehalten werden können. Während früher, d. h. bei der Kombination eines Vorfrischverfahrens mit einem Fertigfrischverfahren (Herdofenverfahren) das Chrom tatsächlich wegen der Bildung von dickflüssigen Schlacken sehr hinderlich war, gelingt es erfindungsgemäß, die Umwandlung des ehromhaltigen Roheisens in Stahl in einem Arbeitsgang bzw. in einem einzigen Gefäß ohne Schwierigkeiten zu vollziehen.
  • Weiter wurde gefunden, daß die Alterungsbeständigkeit eines erfindungsgemäß zusammengesetzten Stahles, der unberuhigt oder halbberuhigt vergossen worden ist, dadurch erhöht werden kann, daß der Stahl einer Kaltverformung mit einer Querschnittsverringerung von 30 bis 700/, und einer rekristallisierenden Schlußglühung bei 650 bis 700'C unterworfen wird. Hierzu wird zweckmäßig der vergossene Block heiß gewalzt und das ausgewalzte Vormaterial heiß zum Band weiterverwalzt. Anschließend wird das Warmband kaltgewalzt (Verformungsgrad in drei Stichen 30 bis 700/,), und schließlich wird die rekristallisierende Schlußglühung durchgeführt. Die erhaltenen Bleche besitzen eine wesentlich verbesserte Alterungsbeständigkeit. Sie können für alle Kaltverformungsarbeiten und Preßarbeiten, z. B. für die Herstellung von Töpfen, Spülbecken, Karossereiteilen und sonstigen Blechpreßteilen mit Vorteil eingesetzt werden.
  • Die Bremsung des Alterungseffektes bei den erfindungsgemäßen Stählen beruht anscheinend darauf, daß Chrom imstande ist, den Stickstoff in eine unlösliche Form überzuführen. Untersuchungen zeigten, daß Chromstähle der beschriebenen Art, die einer Kaltverformung und einer rekristallisierenden Schlußglühung unter den angegebenen Bedingungen unterworfen waren, höchstens 30 0/, des erhaltenen Gesamtstickstoffes als löslichen Stickstoff enthalten.
  • Die Herstellung und Zusammensetzung des erfindungsgemäßen Stahles wird durch die folgenden Beispiele 1 bis 4 näher erläutert, wobei Beispiel 1 die Erschmelzung des Stahles aus chromhaltigem Roheisen (Chromgehalt 0,60 bis 0,800/,) nach dem Aufblaseverfahren ohne Schlackenwechsel erläutert und Beispiel 2 mit Zwischenabschlacken aus einem Roheisen mit 1,50 bis 1,70 (l/, Cr. Die Beispiele 3 und 4 veranschaulichen die Herstellung des Stahles, wobei zuerst gewöhnliches Stahlroheisen nach dem Aufblaseverfahren gefrischt und dann das erforderliche Chrom in Form von Ferrochrom in der Pfanne zulegiert wird. In der den Beispielen 1 bis 4 folgenden Tabelle sind technologische Werte von Stählen gemäß der Erfindung, die die Bremsung des Alterungseffektes bzw. die Verbesserung der Alterungsbeständigkeit zeigen, angeführt. Im besonderen ist daraus ersichtlich, daß die Veränderungen der mechanischen Eigenschaften im Streckgrenzenbereich, die bei unberuhigten Stählen nach künstlicher Alterung auftreten, bei den erfindungsgemäßen Stählen nicht oder nur in geringfügigem Maß vorhanden sind. Aus der Tabelle ist auch das Verhältnis des löslichen Teiles des Stickstoffes zum unlöslichen ersichtlich. Beispiel 1 Unberuhigte Schmelze mit niedrigem Cr-Gehalt (Schmelze aus Roheisen mit 0,60 bis 0,800/" Cr), Einschlackenverfahren
    Einsatz ........... 5300 kg Roheisen
    350 kg Schrott
    24 kg Fe aus Flämmzunder
    5674 kg 100,0 0/,)
    Ausbringen ....... 4980 kg 87,8 0/0)
    Schmelzverlauf
    5,00 Minuten Schrott einsetzen, Roheisen einleeren
    15,70 Minuten Blaseperiode - Aufblasen von
    technisch reinem Sauerstoff auf das
    Roheisenbad
    9,00 Minuten Tauchtemperatur, Probenahme
    2,00 Minuten Abstich
    31,70 Minuten
    Zuschläge in kg Kalk .............................. 330 Kalkstein .......................... 100 Feinerz ............................ - Bauxit ............................. 30 Quarzsand ......................... -Flußspat ........................... 30 Flämmzunder ...................... 40 Pfannenzusatz .......................... - Analysen in "/, Einleerprobe C ............................... 4,12 Si ............................... 0,60 Mn ............................. 1,69 P ............................... 0,160 S ............................... 0,040 Cr .............................. 0,74 N ............................... - Tauchtemperatur, 'C ............. 1230 Probe vor Abstich C ............................... 0,07 si ............................... - Mn ............................. 0,36 P ............................... 0,020 S ............................... 0,016 Cr .............................. 0,24 N ............................... - Tauchtemperatur, 'C ............. 1610 Fertigprobe C ............................... 0,07 si ............................... - Mn ............................. 0,35 P ............................... 0,016 S ............................... 0,017 Cr .............................. 0,23 N ............................... 0,0020 Schlacke Fe0 ........................... 22,10 MnO ........................... 11,90 Si02 ........................... 8,00 Ca0 ........................... 41,80 Mg0 ........................... 2,18 P,05 ........................... 1,69 A1103 ........................... 2,20 Cr203 .......................... 5190 Beispiel 2 Unberuhigte Schmelze mit niedrigem Cr-Gehalt (Schmelze aus Roheisen mit 1,50 bis 1,700/, Cr), Zweischlackenverfahren
    Einsatz ........... 5600 kg Roheisen
    14 kg Ferromangan
    30 kg Fe aus Flämmzunder
    5644 kg 100,0 0/0)
    Ausbringen ....... 4860 kg 86,10/,)
    Schmelzverlauf 3,00 Minuten Roheisen einleeren 11.20 Minuten erste Blaseperiode - Aufblasen von technisch reinem Sauerstoff auf das Roheisenbad 13,00 Minuten Tauchtemperatur, Probenahme, Zwischenabschlacken 6,30 Minuten zweite Blaseperiode 7,00 Minuten Tauchtemperatur, Probenahme 2,00 Minuten Abstich 42,50 Minuten Zuschläge in kg Erste Schlacke Kalk .............................. 150 Kalkstein .......................... - Feinerz ............................ - Bauxit ............................. 50 Quarzsand ......................... -Flußspat ........................... -Flämmzunder ...................... 50 Zweite Schlacke Kalk .............................. 250 Kalkstein .......................... - Feinerz ............................ - Bauxit ............................. 50 Quarzsand ......................... 30 Flußspat ........................... -Flämmzunder ...................... -Pfannenzusatz ...................... 14 kg FeMn (75,60/0) Analysen in 0/, Einleerprobe C .............................. 4,18 Si .............................. 0,55 Mn ............................ 1,51 P .............................. 0,128 S .............................. 0,041 Cr ............................. 1,59 N .............................. - Tauchtemperatur, 'C ............ 1280 Probe beim Zwischenabschlacken C .............................. 1,55 si ............................... 0,05 Mn .. .......................... 0,77 P .............................. 0,090 S .............................. 0,035 Cr ............................. 0,75 N .............................. - Tauchtemperatur, 'C ............ 1560 Probe vor Abstich C .............................. 0,04 si .............................. - Mn ............................ 0,20 P ............................... 0,020 S .............................. 0,019 Cr .............................
  • N .............................. 0,23 Tauchtemperatur, 'C ............ 1620 Fertigprobe C .............................. 0,06 si .............................. - Mn ............................ 0,38 P .............................. 0,022 S .............................. 0,020 Cr ............................. 0,22 N .............................. 0,0035 Erste Schlacke Fe0 ........................... 8,77 MnO ........................... 11,30 Sio, ........................... 15,20 Ca0 ........................... 32,00 Mg0 ........................... 4,83 P,05 ........................... 1,04 AI,0 . .......................... 5,30 Cr101 .......................... 18,86 Zweite Schlacke Fe0 ........................... 23,42 MnO ........................... 7,85 Sio, ........................... 6,52 Ca0 ........................... 41,90 Mg0 ........................... 3,50 Plo, ........................... 1,50 AI,0 . .......................... 4,55 Cr,0 . .......................... 10,80 Beispiel 3 Unberuhigte Schmelze mit niedrigem Cr-Gehalt (Schmelze aus Linzer Stahl-Roheisen; Zulegieren von Ferrochrom in die Pfanne)
    Einsatz ........... 5260 kg Roheisen
    360 kg Schrott
    26 kg Ferrochrom
    24 kg Fe aus Flämmzunder
    5670 kg(= 100,0 0/0)
    Ausbringen ....... 4960kg(= 87,50/,)
    Schmelzverlauf
    6,00 Minuten Schrott einsetzen, Roheisen einleeren
    16,30 Minuten Blaseperiode - Aufblasen von
    technisch reinem Sauerstoff auf das
    Roheisenbad
    8,00 Minuten Tauchtemperatur, Probenahme
    2,00 Minuten Abstich
    32,30 Minuten
    Zuschläge in kg Kalk .............................. 330 Kalkstein .......................... 100 Feinerz ............................ - Bauxit ............................. 30 Quarzsand ......................... -Flußspat ........................... 30 Flämmzunder ...................... 40 Pfannenzusatz .................... 26 kg FeCr (69,90/,) Analysen in Einleerprobe C .............................. 4,25 Si .............................. 0,63 Mn ............................ 1,61 P .............................. 0,160 S .............................. 0,045 Cr ............................. -N .............................. - Tauchtemperatur, ' C ............ 1210 Probe vor Abstich C .............................. 0,05 si .............................. - Mn ............................ 0,31 p .............................. 0,011 S .............................. 0,014 Cr ............................. -N .............................. - Tauchtemperatur, 'C ............ 1625 Fertigprobe C .............................. 0,05 si .............................. - Mn ............................ 0,29 P .............................. 0,010 S .............................. 0,015 Cr ............................. 0,29 N .............................. 0,0025 Schlacke Fe0 ........................... 22,45 MnO ........................... 10,93 sio, ........................... 9,34 Ca0 ........................... 47,15 Mg0 ........................... 1,99 P,05 ........................... 1,79 A1201 .......................... 2,25 Cr,0, .......................... - Beispiel 4 Unberuhigte Schmelze mit niedrigem Cr-Gehalt aus dem 30-t-LD-Tiegel (Schmelze aus Linzer Stahl-Roheisen, Zulegieren von Ferrochrom in die Pfanne)
    Einsatz .......... 28 540 kg Roheisen
    6 840 kg Schrott
    190 kg Ferrochrom
    100 kg Fe aus Flämmzunder
    35 670 kg(= 100,0 0/0)
    Ausbringen ...... 31950 kg (= 89,5 0/0)
    Schmelzverlauf
    4,00 Minuten Schrott und Roheisen einsetzen
    16,60 Minuten Blaseperiode - Aufblasen von
    technisch reinem Sauerstoff auf das
    Roheisenbad
    13,40 Minuten Tauchtemperatur, Probenahme,
    Abschlacken
    2,00 Minuten Abstich
    36,00 Minuten
    Zuschläge in kg Kalk ............................. 1500 Kalkstein ......................... 500 Feinerz ........................... - Bauxit ............................ 50 Quarzsand ........................ -Flußspat .......................... -Pfannenzusatz .............. 190 kg FeCr (69,9 0/0) 3 kg Koksmehl Analysen in 11/0 Einleerprobe C .............................. 4,18 Si .............................. 0,73 Mn ............................ 1,99 P .............................. 0,160 S .............................. 0,040 Cr ............................. -N .............................. - Tauchtemperatur, 'C ............ 1260 Probe vor Abstich C .............................. 0,06 si .............................. - Mn ............................ 0,41 P .............................. 0,020 S .............................. 0,021 Cr ............................. -N .............................. - Tauchtemperatur, 'C ............ 1595 Fertigprobe C .............................. 0,08 si .............................. - Mn ............................ 0,37 P .............................. 0,019 S .. ............................ 0,022 Cr ......... :,**''»''**''**** ... 0,33 N .............................. 0,0034 Schlacke Fe0 ........................... 18,76 MnO ........................... 12,32 si02 ........................... 12,45 Ca0 ........................... 45,55 Mg0 ........................... 3,26 P205 ........................... 1,57 A1203 .......................... 0,89 Cr201 .......................... -

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Niedrig chromlegierter, alterungsbeständiger und tiefziehfähiger Stahl, der unberuhigt oder halbberuhigt vergossen ist und dessen Stickstoff überwiegend an Chrom gebunden ist, bestehend aus 0,02 bis 0,08 01, Kohlenstoff, 0,10 bis 0,501, Mangan, 0,008 bis 0,060/, Phosphor, 0,010 bis 0,060/, Schwefel, 0,001 bis etwa 0,00501, Stickstoff, 0,15 bis 0,400/, Chrom, vorzugsweise 0,15 bis 0,300/, Chrom, gegebenenfalls weniger als 0,02 "/, Silizium, Rest Eisen.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung eines Stahls nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß chromhaltiges Roheisen durch Aufblasen von Sauerstoff zu Stahl mit einem Gehalt von 0,15 bis 0,400/, Chrom gefrischt wird, wobei nach der Arbeitsweise mit einer Schlacke ein Roheisen mit einem Gehalt von 0,60 bis 0,800/, Chrom und nach der Arbeitsweise mit zwei Schlacken ein Roheisen mit einem Gehalt von etwa 0,80 bis 1,70 0/, Chrom als Ausgangsmaterial verwendet wird und der Stahl unberuhigt oder halbberuhigt, vorzugsweise direkt, vergossen wird. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der unberuhigt oder halbberuhigt vergossene Stahl einer Kaltverformung mit einer Querschnittsverringerung von 30 bis 700/0 und einer rekristallisierenden Schlußglühung bei 650 bis 700'C unterworfen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: D u r r e r, »Die Metallurgie des Eisens«, 3. Auflage, 1943, Verlag Chemie G. m. b. H., Berlin, S. 285; Küntscher, Kilger und Biegler, »Technische Baustähle«, 1958, VEB Wilhelm Knapp Verlag, Halle, S. 25; H o u d r e in o n t, »Handbuch der Sonderstahlkunde«, 1956, 1. und 2. Band, S. 209ff., 1312ff und 1328.
DEV24928A 1962-11-28 1963-11-26 Niedrig chromlegierter, alterungsbestaendiger und tiefziehfaehiger Stahl und Verfahren zu seiner Herstellung Pending DE1236799B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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AT1236799X 1962-11-28

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