DE1234938B - Verlorenes Giessmodell aus aufgeschaeumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat - Google Patents

Verlorenes Giessmodell aus aufgeschaeumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat

Info

Publication number
DE1234938B
DE1234938B DEG42605A DEG0042605A DE1234938B DE 1234938 B DE1234938 B DE 1234938B DE G42605 A DEG42605 A DE G42605A DE G0042605 A DEG0042605 A DE G0042605A DE 1234938 B DE1234938 B DE 1234938B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
casting model
plastic
styrene polymer
lost casting
blowing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG42605A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saint Gobain Isover G+H AG
Original Assignee
Gruenzweig und Hartmann AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gruenzweig und Hartmann AG filed Critical Gruenzweig und Hartmann AG
Priority to DEG42605A priority Critical patent/DE1234938B/de
Priority to CH1783665A priority patent/CH440566A/de
Publication of DE1234938B publication Critical patent/DE1234938B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C7/00Patterns; Manufacture thereof so far as not provided for in other classes
    • B22C7/02Lost patterns
    • B22C7/023Patterns made from expanded plastic materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

  • Verlorenes Gießmodell aus aufgeschäumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat Es sind verlorene Gießmodelle aus aufgeschäumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat, bekannt, die, in einer Gießform eingebettet, sich durch Eingießen von Schmelze praktisch rückstandsfrei vergasen lassen.
  • Bei diesem bekannten Verfahren bzw. Modell treten mitunter insofern Schwierigkeiten auf, als die Vergasung des Schaumstoffs nicht rasch oder nicht vollständig genug ablaufen kann. Es ist deshalb schon vorgeschlagen worden, dem Schaumstoff solcher Modelle Mittel zuzusetzen, die die Vergasung fördern. Einer dieser Vorschläge sieht vor, dem Schaumstoff ionische Depolymerisationskatalysatoren, wie Bortrifluorid und ähnliche Verbindungen, hinzuzufügen.
  • Ein anderer Vorschlag bezieht sich auf den Zusatz von Flammschutzmitteln, die zusammen mit synergistisch wirkenden Stoffen, wie organischen Peroxyden und ähnlichen Radikalbildnern, sowie gegebenenfalls mit Farbstoffen, die die Wärmestrahlung der Schmelze absorbieren, verwendet werden sollen.
  • Weiterhin ist bereits vorgeschlagen worden, .dem Schaumstoff vergasbarer Modelle nur Farbstoffe einzuverleiben, die in der Lage sind, die Wärmestrahlung der Schmelze zu absorbieren. Indessen hat sich gezeigt, daß die mit den genannten Vorschlägen erreichbare Erhöhung der Vergasungsgeschwindigkeit häufig insofern nachteilig sein kann, als die Bildung von Rückständen zunimmt.
  • Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die Geschwindigkeit und Vollständigkeit der Vergasung von Schaumstoffmodellen gleichzeitig zu steigern.
  • Zur Erreichung dieses Ziels sieht die Erfindung bei einem verlorenen Gießmodell eingangs genannter Art vor, daß der Kunststoffschaum Bläh- oder Treibmittel enthält, deren Siede- oder Zersetzungspunkt über dem Erweichungspunkt des Kunststoffs liegt.
  • Dieser Vorschlag der Erfindung beruht auf der Annahme, daß bei den bisher verwendeten Schaumstoffmodellen der Vergasung ein Schmelz- oder Sintervorgang voran- oder einhergeht und dadurch die ursprünglich sehr dünnen Zellwände um das Mehrtausendfache verdickt werden. Der Verlust der Schaumstruktur führt dann zu .dicken Häuten, die erheblich schwerer und unvollständiger in Gasform zu überführen sind als die Zellwände des ursprünglichen Schaumstoffs.
  • Dieses Sintern des Schaumstoffs wird sicherlich noch verstärkt, wenn man - wie oben erwähnt -dem Schaumstoff durch strahlungsabsorbierende Stoffe mehr Wärme zuführt. Nach den der Erfindung zugrunde liegenden Überlegungen kommt es also -wenn die Rückstände der Vergasung eine unschädliche Menge nicht überschreiten sollen - hauptsächlich darauf an, die Schaumstruktur des Modellwerkstoffs so lange zu erhalten, bis er in Gas übergegangen ist, d. h., er sollte möglichst »sublimiert« werden, ohne vorher zu schmelzen.
  • Die Herstellung von Schaumstoffen, aus denen vergasbare Modelle hergestellt werden können, erfolgt zumeist in der Weise, daß man dem Ausgangsmaterial ein Treibmittel, wie etwa Pentan bzw. Petroläther, das unterhalb des Erweichungspunkts des Kunststoffs siedet und diesen nicht löst, einverleibt. Der treibmittelhaltige Kunststoff wird dann über seinen Erweichungspunkt erwärmt und dabei von dem expandierenden Treibmittel aufgeschäumt. Die Herstellung von Formkörpern auf diesem Wege ist z. B. in der deutschen Patentschrift 941389 beschrieben.
  • Um die erfindungsgemäß ausgebildeten Modelle zu erhalten, ist es notwendig, dem Ausgangsmaterial ein zusätzliches Treibmittel fein verteilt beizugeben, dessen Bläh- oder Treibwirkung erst oberhalb der zur Herstellung des Schaumstoffs mit Hilfe des üblichen, niedrigsiedenden Treibmittels angewendeten Temperatur einsetzt. Da gewöhnlich mittels Wasserdampf von etwa 120° C aufgeschäumt wird, sollte der Siedepunkt bzw. Zersetzungspunkt des zusätzlichen oder zweiten Treibmittels darüber liegen, damit es bei der Herstellung des Schaumstoffs nach den üblichen Verfahren nicht oder nicht nennenswert verändert wird und seine volle Blähwirkung beibehält.
  • Es sind zahlreiche Verbindungen bekannt, die sich für Zwecke der Erfindung eignen. Hier sind Paraffine mit mehr als 7 Kohlenstoffatomen zu nennen, wie etwa n-Octan (Siedepunkt 125,8° C) und homologe Kohlenwasserstoffe, die auch verzweigt und ungesättigt sein können.
  • Das erfindungsgemäße Modell kann als zweites Treibmittel auch eines der festen Treibmittel enthalten, die zum Aufschäumen insbesondere höherschmelzender Kunststoffe, etwa PVC, an sich bekannt sind, dort jedoch als alleinige Treibmittel verwendet werden. Beispielsweise seien genannt: Azodicarbonamid Zersetzungstemperatur 210° C Diphenylsulfon-3,3'-disulfohydrazid Zersetzungstemperatur etwa 155° C Diphenyloxyd-4,4'-disulfohydrazid Zersetzungstemperatur etwa 150° C (Für weitere Beispiele sei auf das Taschenbuch »Bayer Kunststoffe«, Leverkusen, 1963, S. 389 ff verwiesen.) Es ist unschwer möglich, aus den bekannten Treibmitteln eine oder einige Verbindungen auszuwählen, die die Wärmestrahlung der Schmelze bei der jeweiligen Gießtemperatur absorbieren. In diesem Falle wird das Erhitzen des Treibmittels bis zu seiner Zersetzungstemperatur weitgehend von der Strahlung der Schmelze bewirkt.
  • Da beim Zerfall der Treibmittel nicht nur Gase, meist Stickstoff, sondern auch energiereiche Radikale entstehen, die den Kunststoffanteil des Modells vernetzen können, ist eine Stabilisierung des Schaumstoffs denkbar. Es ist jedoch auch möglich, dem Schaumstoff des Gießmodells neben einem die Wärmestrahlung schlecht absorbierenden erfindungsgemäßen Bläh-oder Treibmittel in an sich bekannter Weise einen geeigneten Farbstoff mit dieser dem Treibmittel fehlenden Eigenschaft einzuverleiben.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verlorenes Gießmodell aus aufgeschäumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat, das, in -einer Gießform eingebettet, durch Eingießen von Schmelze praktisch rückstandslos vergasbar ist und gegebenenfalls die Vergasung fördernde Mittel bzw. Farbstoffe enthält, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß der Kunststoffschaum Bläh- oder Treibmittel enthält, deren Siede- oder Zersetzungspunkt über dem Erweichungspunkt des Kunststoffs liegt.
  2. 2. Verlorenes Gießmodell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein wärmestrahlungsabsorbierender Farbstoff zugesetzt ist.
  3. 3. Verlorenes Gießmodell nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Bläh-oder Treibmittel ein Farbstoff zugesetzt ist, der unter Absorption der Wärmestrahlung der Schmelze Gase sowie gegebenenfalls den Kunststoff vernetzende Radikale abspaltet.
DEG42605A 1965-01-20 1965-01-20 Verlorenes Giessmodell aus aufgeschaeumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat Pending DE1234938B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG42605A DE1234938B (de) 1965-01-20 1965-01-20 Verlorenes Giessmodell aus aufgeschaeumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat
CH1783665A CH440566A (de) 1965-01-20 1965-12-24 Verlorenes Giessmodell aus aufgeschäumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG42605A DE1234938B (de) 1965-01-20 1965-01-20 Verlorenes Giessmodell aus aufgeschaeumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1234938B true DE1234938B (de) 1967-02-23

Family

ID=7126964

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG42605A Pending DE1234938B (de) 1965-01-20 1965-01-20 Verlorenes Giessmodell aus aufgeschaeumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH440566A (de)
DE (1) DE1234938B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0149211A3 (en) * 1983-12-30 1986-04-09 Grunzweig + Hartmann Und Glasfaser Ag Method for the production of lost casting patterns for full mould casting, out of expanded foam beads, preferably for the manufacture of mass-produced parts, and apparatus therefor

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0149211A3 (en) * 1983-12-30 1986-04-09 Grunzweig + Hartmann Und Glasfaser Ag Method for the production of lost casting patterns for full mould casting, out of expanded foam beads, preferably for the manufacture of mass-produced parts, and apparatus therefor

Also Published As

Publication number Publication date
CH440566A (de) 1967-07-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1291115B (de) Verfahren zur Herstellung von Zellkoerpern aus Polyolefinen
EP1454946A1 (de) Offenzelliger Schaumstoff aus hochschmelzenden Kunststoffen
DE19910257A1 (de) Flammhemmend ausgerüstete Schaumstoffe auf Basis von Styrolpolymerisaten
DE2132295A1 (de) Verfahren zur herstellung von schaumstoffen
DE1234938B (de) Verlorenes Giessmodell aus aufgeschaeumtem Kunststoff, insbesondere Styrolpolymerisat
DE69930369T2 (de) Polycarbonade schaumstoff und seine verwendung als stossdämpfer
DE1570572A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Epoxidschaumstoffen
DE74907T1 (de) Verfahren zum herstellen von harten polyvinylchloridschaumstoffkoerpern, nach diesem verfahren hergestellte gegenstaende und deren verwendung.
DE3923913A1 (de) Verfahren zur herstellung von geschaeumten kunststoffen
DE2425707A1 (de) Hydrophile polyurethanschaeume
DE2335310A1 (de) Verfahren zur herstellung von geschaeumten formkoerpern aus thermoplastischen kunststoffen
DE4207057A1 (de) Verfahren zum aufschaeumen von hochschmelzenden aromatischen kunststoffen
EP3730543A1 (de) Verfahren zur herstellung von expandierbaren oder zumindest teilweise expandierten polymerpartikeln auf der basis von polylactid und danach hergestellte polymerpartikel
DE2528620C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Leichtbeton
DE1504025C (de) Verfahren zur Herstellung von Form korpern aus schaumfbrmigen Styrolpoly mensaten
DE2541273A1 (de) Verfahren zur gemeinsamen vernetzung, ausdehnung und extrudierung von polyaethylenschaum
DE1261670B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Zellkoerpern aus Polymerisaten von Vinylchlorid oder vinylaromatischen Monomeren
DE2530787C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Schaumkunststoff-Formkörpern niedriger Dichte
DE846462C (de) Verfahren zur Herstellung schwammartiger Kautschukmassen
EP0831115A2 (de) Verfahren zur Herstellung von expandierten Polyolefinpartikeln
DE1199985B (de) Schaumstoffe aus Polyester-Formmassen
DE1504441C (de) Verfahren zur Herstellung von Form teilen aus Polystyrolschaum mit harter Außenschicht
DE2363199C3 (de) Verfahren zur Herstellung von teilchenförmigen verschäumbaren Athylenpolymerisaten
DE1115010B (de) Verfahren zur Herstellung von poroesen Formkoerpern aus thermoplastischen Kunststoffen
DE3930824A1 (de) Hartschaumstoff sowie verfahren zur herstellung desselben