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Maschine zum Verpacken von Steck-und Nähnadeln Die Erfindung betrifft
eine Maschine zum Verpacken von Steck- und Nähnadeln und ähnlichem leichtem, stiftförmigem
Gut in Parallellage in einem kastenartigen Verpackungsbehälter oder Karton, der
zum Füllen mit nach oben offener Höhlung über das untere Ende eines mit dem Packbehälter
oszillierenden Abftilltrichters mit mechanischer Parallelrichtung der Nadeln od.
dgl. passend übergeschoben und dagegen anliegend von einem vertikal zum Trichter
beweglichen, tischartigen Träger gehalten wird.
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Nadeln, z. B. Stecknadeln, Nägel od. dgl. wurden früher in Kartons,
Blech- oder Kunststoffpackbehältern od. dgl. als lockeres, ungeordnetes Haufwerk
nach Gewicht eingeschüttet. In Wirrlage der Nadeln ist aber das Schüttvolumen groß,
so daß für eine kleine Menge Nadeln vergleichsweise teure Verpackungsb eh älter
beträchtlicher Größe benutzt werden mußten. Schwierig war dabei die Entnahme einzelner
Nadeln aus dem Behälter, z. B. in Schneidereien oder Nähereien, mit der Hand. Verletzungen
der Finger waren nahezu unvermeidlich. Es besteht deshalb schon seit längerer Zeit
das Bedürfnis, Nadeln und ähnliche stiftartige Körper in Parallellage abzupacken.
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Hierbei sind zwei Forderungen zu erfüllen. Erstens müssen die Nadeln
im Packbehälter horizontal und zweitens auf ihrer ganzen Länge sich berührend parallel
nebeneinanderliegen.
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Es ist bereits eine Nagelabpackmaschine mit Parallelrichtung der
Nägel im Abpackbehälter bekanntgeworden. Zum Abpacken wird ein oszillierender Trichter
benutzt, über den von unter der Packbehälter übergeschoben wird, so daß sich die
Nägel auf dem Boden des Behälters aufeinanderschichten, nachdem sie über zickzackartig
versetzte, geneigte Leitbleche nach unten gerutscht sind.
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Nachteilig ist bei dieser bekannten Ausführungsform, daß die vorgesehenen
Zwischenböden das Längslegen der Nägel nicht gezielt bewirken können.
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Dies gilt insbesondere dann, wenn kleine und leichte Körper, wie Nadeln
usw., verarbeitet werden sollen, so daß die Gefahr eines Steckenbleibens der Nadeln
bzw. Verstopfen des Abfülltrichters besteht.
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Bei einer anderen bekannten Vorrichtung ist ein in einen Packbehälter
einsetzbarer Rost vorhanden, welcher jedoch zumindest beim Abpacken von Nadeln wirkungslos
ist, so daß die in den Rillen von oszillierenden Rutschen gleichgerichteten Nadeln
beim freien Fall in die Hohlräume des Rostes größtenteils ihre Parallellage verlieren,
d. h. in einer mehr oder weniger ausgeprägten Wirrlage den Abpackbehälter fällen,
was jedoch gerade vermieden werden soll.
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Weiterhin ist eine elektromagnetische Beeinflussung -der abzupackenden
Nägel zwecks Parallelrichtung bekanntgeworden. Diese Einrichtung ist jedoch nur
für magnetisierbares Gut brauchbar und auch nur für die Abpackung in einer Reihe.
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Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Abpackmaschine zu schaffen, welche die Nadeln im Packbehälter horizontal
und auf ihrer ganzen Länge sich berührend parallel nebeneinanderlegt.
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Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß das untere Ende
des Abfülltrichters etwa in Höhe des jeweiligen Verpackungsbehälters durch senkrechte
Längs- und Querwände in rechteckige mit ihrer langen Achse in der gewünschten Lagerichtung
der verpackten Nadeln od. dgl. gestellte Abteile unterteilt ist und über diesen
Abteilen im Gehäuse mit parallelen Schlitzen versehene durchgehende Zwischenböden
vorgesehen sind, auf denen parallele Längsleisten angeordnet sind, deren Oberkante
abwechselnd von der Gehäusemitte nach den beiden Enden der Leisten oder von letzterern
zur Gehäusemitte hin schräg geneigt verläuft, und über den Zwischenboden ein Siebboden
angebracht ist, dem die zu verpackenden Nadeln od. dgl. in Wirrlage zugeführt werden.
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Die Funktion der erfindungsgemäßen Anordnung läuft im Prinzip darauf
hinaus, aus dem abgewogenen Haufwerk von in Wirrlage befindlichen Nadeln od. dgl.
zunächst die Nadeln weitgehend zu vereinzeln und durch die horizontale Vibration
dann so umzulagern, daß die Nadeln einzeln in gleicher Lage in eines der Abteile
hineinfallen. Sobald alle Abteile -in dieser Weise mit Nadeln gefüllt, d. h. die
abgewogene Nadelmenge in einem praktisch dem Füllraum des Packbehälters entsprechendem
Volumen in genauer Parallellage gesammelt ist, wird das trichterartige Gehäuse durch
Relativbewegung zum Packbehälter aus letzterem heraus- bzw. der Behälter nach
unten
vom Gehäuse abgezogen, wobei die Nadeln aus den erwähnten Abteilen in den Behälter
rutschen und ihn in einer oder mehreren Reihen eng geschichtet ausfüllen. Durch
die Anordnung der parallelen Längsleisten auf den Zwischenböden, deren Oberkante
abwechselnd von der Mitte des Trichters nach außen und umgekehrt schräg abwärts
verläuft, wird eine günstige Verteilung der Nadeln über den ganzen Querschnitt des
Packbehälters und auf jedem Zwischenboden eine vorteilhafte Drehung der Nadeln in
diejenige Lage erzielt, in der sie durch einen der Längsschlitze des Bodens parallel
zueinander nach unten fallen können.
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Der gefüllte Behälter wird beiseite gestellt und dann ein anderer
Behälter über den unteren Teil des trichterartigen Gehäuses übergestülpt, worauf
der vorstehend beschriebene Füllvorgang wiederholt wird.
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Vorteilhaft werden die Längswände der im unteren Teil des Trichtergehäuses
vorgesehenen Abteile mit sägezahnartigem Profil ausgeführt, so daß waagerechte Rillen
entstehen, welche verhindern, daß sich die Nadeln aus ihrer Horizontallage aufrichten.
Dadurch ist es möglich, die Vibration des Gehäuses zu verstärken und die Verpackungsleistung
zu erhöhen.
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Mehrere der zum Abfüllen der jeweils aufgegebenen Menge Nadeln od.
dgl. dienenden Gehäuse nebst der Haltevorrichtung für den Verpakkungsbehälter können
einer gemeinsamen Wiegevorrichtung so zugeordnet werden, daß jeweils eines der Gehäuse
in Ruhe unter der Waage in Füllstellung steht, andere Gehäuse hingegen zwecks Abgabe
der Nadeln in den Packbehälter in Vibration versetzt und schließlich ein oder mehrere
Gehäuse in Ruhe sind, um den gefüllten Packbehälter abzunehmen und durch einen neuen
Behälter zu ersetzen.
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Zu diesem Zweck sieht die Erfindung z. B. die karussellartige Anordnung
mehrerer Füllgehäuse an einem um eine senkrechte Achse drehbaren Träger oder Teil
vor, der schrittweise gedreht wird.
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Die zu verpackenden Nadeln od. dgl. können der Wiegeeinrichtung direkt
von der Nadelherstellungsmaschine oder mehreren solcher Maschinen z. B. mit Bandförderer
zugeführt werden. Statt dessen kann aber erfindungsgemäß auch von in Vorratskästen
gestapelter Ware ausgegangen werden. Diese Kästen können erfindungsgemäß in einer
trommelartigen Einrichtung so entleert werden, daß die in Wirrlage befindlichen
Nadeln in kleinen Portionen nach und nach zur Wiegeeinrichtung gelangen. Dabei können
erfindungsgemäß Schalt- und Steuerorgane vorgesehen werden, welche die Zuführung
der Nadeln od. dgl. unterbrechen, sobald sich eine gewisse Menge des Verpackungsgutes
an oder vor der Wiegeeinrichtung angesammelt hat.
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Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der
Zeichnungen beschrieben. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine zum Abpacken von Nadeln
od. dgl. in Parallellage dienende Vorrichtung in einem senkrechten Längsschnitt,
F i g. 2 einen - senkrechten Querschnitt nach Linie II-II der F i g. 1 durch einen
Teil der Abpackvorrichtung, Fig. 3 in größerem Maßstabe einen senkrechten Querschnitt
durch den unteren Teil der Einrichtung nach Fig. 1, F i g. 4 eine Oberansicht des
unteren Teiles der Abpackeinrichtung nach F i g. 1,
Fig.5 teils in senkrechtem Schnitt
und teils in Seitenansicht eine Einrichtung mit mehreren Abpackvorrichtungen nach
F i g. 1 in karusselartiger Anordnung, F i g. 6 eine Oberansicht der Einrichtung
nach Fig. 5, F i g. 7 eine Ansicht der bei der Einrichtung nach F i g. 5 benutzten
Kontaktplatte, Fig. 8 einen senkrechten Querschnitt durch eine Einrichtung zur Entnahme
von Nadeln aus größeren Vorratsbehältern, F i g. 9 einen Läulgsschnitt durch die
Einrichtung nach F i g. 8, F i g. 10 schematisch eine Gesamtanordnung einer Nadelpackanlage
mit Einrichtungen nach F i g. 1 bis 9 und schließlich Fig. 11 in schematischer Darstellung
eine Einzelheit der Gesamtanlage nach F i g. 10.
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Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Vorrichtung dient zum Abpacken
von Nadeln in flache Schachteln 1, die in bekannter Weise mit einem losen Deckel
verschlossen werden. Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem trichterförmigen
Gehäuse 2, an dessen oberen erweiterten Teil 3 die zu verpackenden Nadeln aufgegeben
werden. Der Gehäuseteil 3 ist gegen den Rumpf des Gehäuses durch ein weitmaschiges
Drahtgewebe 4 od. dgl. begrenzt.
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Das Gehäuse 2 endet unten in einem Rahmen 5, der durch Längswände
6 und Querwände 7 in mehrere Abteile 8 unterteilt ist, die parallel- bzw. gleichachsig
nebeneinander angeordnet sind. Die Länge der Abteile 8 ist etwas größer als die
Länge der zu verpackenden Nadeln, von denen eine bei 9 dargestellt ist.
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Der Gehäuserahmen 5 kann, wie in Fig. 1 dargestellt, mit dem Rumpfteil
2 aus einem Stück bestehen. Es ist jedoch auch möglich, den Rahmenteil 5 lösbar
bzw. auswechselbar mit den Rumpfteil 2 zu verbinden, um den gleichen Gehäuserumpf
für die Verpackung von Nadeln verschiedener Länge benutzen zu können.
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Der Rahmen 5 ist so ausgebildet, daß er sich der Querschnittsform
des Verpackungsbehälters 1 anpaßt. Der zu füllende Behälter wird von unten über
den Rahmenteil 5 übergeschoben, so daß der Behälterboden 1' sich satt gegen die
unteren Kanten der Längs- und Querwände anlegt und dadurch den Rahmenteil 5 nach
unten abschließt.
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Der Rahmenteil 5 wird oben durch einen Zwischenboden 11 begrenzt,
in dem für jedes Abteil8 eine längliche Öffnung von etwa der Länge der zu verpackenden
Nadeln 9 vorgesehen ist. Der Rand bzw. die Längsränder dieser Öffnung sind, wie
in F i g. 2 und 3 ersichtlich, bei 13 nach unten abgebogen.
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Die Längswände der Abteile 8 bestehen aus gewelltem, vorteilhaft
sägezahnartig gewelltem Blechmaterial. Die Rillen verlaufen, wie aus F i g. 2 und
3 ersichtlich, in den Längswänden im wesentlichen waagerecht. Wird, wie F i g. 3
zeigt, eine sägezahnartige Rille vorgesehen, wird die Rillung so ausgeführt, daß
vom Füllraum 8 aus gesehen waagerecht in diesen vorspringende Wandteile 14 entstehen,
die durch schräg nach innen geneigte Wandteile 15 verbunden sind.
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Oberhalb des Zwischenbodens 11 sind im Gehäuser ähnlich ausgebildete
Zwischenbödenl6 bis 19 vorgesehen, die ebenfalls mit Längsöffnungen ver-.
sehen
sind, deren Ränder vorteilhaft nach unten abgebogen sind, wie bei 13 angedeutet.
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Auf den Zwischenböden 11, 16 bis 19 sind mehrere senkrechte Leisten
20 angebracht, von denen in Fig. 2 nur eine dargestellt ist. Die Oberkante der Leisten
20 verläuft nach den Enden der Leisten hin schräg abwärts, wie aus F i g. 1 ersichtlich.
Abwechselnd zu den Leisten 20 sind auf den Zwischenböden eine oder mehrere Leisten
21 angebracht, deren Oberkante, wie aus F i g. 1 zu ersehen, von den beiden Enden
der Leiste zur Mitte hin schräg abwärts verläuft. Die Leisten 20 und 21 sind also
entgegengesetzt zueinander geneigt. Diese Ausführung der Leisten hat folgende Wirkung:
Wenn sich auf zwei Leisten 20, 21 eines Zwischenbodens eine Nadel in der in F i
g. 4 mit 9 bezeichneten Stellung lagert, hat die Nadelspitze die Tendenz, auf der
Leiste 21 recht zu rutschen, während der Nadelkopf auf den Leisten 20 entsprechend
deren nach außen abfallenden Oberkante nach links sich zu bewegen strebt. Die Nadel
kommt dadurch in die in F i g. 4 mit 9' gekennzeichnete Stellung und im weiteren
Verlauf des Packvorganges in eine mehr oder weniger zu den Rändern 12 der Abdeckung
der Bodenabteile 8 parallelen Lage, in der sie schließlich von den Leisten 20, 21
abrutscht, um in die Öffnung des Zwischenbodens 11 zu fallen.
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Der Rumpfteil 2 des Gehäuses hat seitlich Ansätze 22, an denen je
eine Blattfeder 23 befestigt ist, deren anderes Ende im Maschinengestell fest angebracht
ist. Die Blattfedern 23 sind so angeordnet, daß die Fülleinrichtung, wie durch den
Doppelpfeil 24 in Fig. 1 angedeutet, in schnelle hin- und hergehende Bewegungen
(Vibration) versetzt werden kann. Dieser Hin- und Herbewegung folgt auch der Träger
25 für den zu füllenden Packbehälter 1. Der Träger 25 ist beispielsweise auf der
Kolbenstange 26 einer hydraulischen Hub- und Gesenkeinrichtung angebracht. Der zu
füllende Behälter 1 wird von unten um den Rahmen 5 des Gehäuses 2 geschoben und
in seiner Lage durch den Träger 25 gesichert.
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Nachdem der leere Behälter an dem Gehäuse 2 befestigt ist, wird in
den Aufgabetrichter 3 eine abgewogene Menge Nadeln od. dgl. aufgegeben. Nunmehr
wird das Gehäuse 2 in schnelle hin- und hergehende Bewegung versetzt. Dabei verteilen
sich die Nadeln zunächst mehr oder weniger gleichmäßig auf dem Siebboden 4 des Aufgabetrichters
3. Nach und nach fallen die Nadeln durch die Maschen des Siebes 4 auf den ersten
Zwischenboden 19. Dort werden die Nadeln durch die geneigten Leisten 20, 21 oder
teilweise sogar parallel zur Schnittebene der Fig. 1 gerichtet. In dieser Lage fallen
die Nadeln durch die Öffnungen des Zwischenbodens 9 nach unten und werden zum größten
Teil auf dem nächsten Zwischenboden 18 aufgenommen. Der Vorgang wiederholt sich
nun von Zwischenboden zu Zwischenboden, wobei die Nadeln durch die Eigenart der
hin- und hergehenden geneigten Leisten immer mehr vereinzelt, dabei auch über den
Querschnitt des Füllrumpfes 2 gleichmäßig verteilt und auch parallel zur Schnittebene
der F i g. 1 gleichgerichtet werden.
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Beim Passieren des untersten Zwischenbodens 11 lagern sich die Nadeln
dann in den Abteilen 8 des Rahmenteils 5, wie aus F i g. 2 und 3 zu ersehen, in
einwandfreier Parallellage ab. Die Rillung der Abteillängswände hat dabei den Vorteil,
daß die Nadeln ihre parallele Lagerung auch bei heftiger Hin- und
Herbewegung des
Gehäuses 2, wie es zur Erzielung einer wirklich großen Durchschlagsleistung notwendig
ist, beibehalten. Die Nadeln können infolge der Rillung der Längswände namentlich
sich nicht senkrecht stellen.
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Wie aus F i g. 5 und 6 zu ersehen, werden vorteilhaft mehrere der
Packeinrichtungen gemäß Fig. 1 bis 4 miteinander auf einem gemeinsamen Träger angebracht.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist dabei die Anordnung der Abpackeinrichtungen
I, II, III, IV und V karusselartig. Die dazu dienende Gesamteinrichtung besitzt
ein auf einer Grundplatte 31 befestigtes, etwas stumpf kegelförmiges Gehäuse 30,
in dem eine senkrechte Welle 32 auf einer Kugel 33 drehbar gelagert ist. Die Welle
ist oben von einem in der Gehäusedecke 34 angebrachten Lager 35 gehalten.
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Die Welle 32 trägt an ihrem oberen Ende einen Tisch 36, der beispielsweise
fünfeckig ist. An jeder Seite des Tisches ist eine Abpackeinrichtung I bis V angeordnet.
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Der Tisch 36 ist mit einem Boden 37 versehen, der mit der Tischplatte
36' durch Stege 38 verbunden ist.
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An den Stegen 38 sind die einen Enden der Blattfedern 23 befestigt.
Die anderen Enden der Federn 23 halten eine z. B. aus Aluminium bestehende Platte
24, an welcher der Rumpfteil 2 der Verpackungseinrichtung lösbar befestigt wird.
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Auf der Rückseite der Platte 24 ist ein Lager 25 für eine Kurbel
26 angebracht, die auf dem Wellenstumpf eines Elektromotors27 sitzt, der seinerseits
auf dem Tischboden 37 angeordnet ist.
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Läuft der Motor 27, so dreht sich die Kurbel 26, und der Kurbelzapfen
bewegt sich in einem senkrechten Schlitz der Platte 25, wobei letztere und die mit
ihr verbundene Platte 24 des Gehäuseteils 2 in schnelle hin- und hergehende Bewegung
versetzt wird, durch welche die in die Behälter 1 bis V aufgegebenene Nadeln in
der bereits beschriebenen Weise vereinzelt, verteilt und schließlich in den zu füllenden
Behälter in Parallellage gelegt werden.
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Bei der Ausführungsform nach Fig.5 wird der Packbehälter von einem
Träger 40 gehalten, der auf einem schwenkbaren Tragarm 41 angeordnet ist, welcher
seinerseits an einem um eine etwa senkrechte Achse drehbaren Lagerkörper 42 schwenkbar
befestigt ist. Die Anordnung ist also derart, daß der Träger 40 die hin- und hergehenden
Bewegungen der Packeinrichtung I bis V verfolgen kann.
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Die Bewegungen der Haltearme 41 oder sonstigen Halteorgane für die
Träger der Packbehälter kann von Hand oder mechanisch vorgenommen werden.
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Im letzteren Fall werden auf der Gehäusedecke 34 geeignete Kurven
od. dgl. angebracht, welche über die nicht dargestellten Hebel oder sonstige Organe
die Traghebel 41 od. dgl. in dem erforderlichen Rhythmus bewegen.
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Die in F i g. 5 und 6 dargestellte Einrichtung wird vorteilhaft mit
einer einzigen Wiegevorrichtung verbunden, wie bei 50 in Fig. 10 dargestellt. In
der automatischen Wiegevorrichtung 50 wird eine bestimmte, dem Füllgewicht des zu
verarbeitenden Packbehälters entsprechende Menge Nadeln od. dgl. abgewogen und auf
einer Art Schüttelrutsche 51 abgegeben. Der Antrieb der Schüttelrutsche 51 wird
von der Anordnung nach F i g. 5 und 6 so beeinflußt, daß die Schüttelrutsche 51
in Tätigkeit tritt, sobald durch Drehen des Tisches 36 der Aufgabetrichter 3
einer
der Füllvorrichtung I bis V in den Bereich des Abwurfendes der Schüttelrutsche 51
gelangt. Die auf der Schüttelrutsche abgelegte Menge Nadeln gelangt dann auf den
Siebboden 4 des Aufgabetrichters (F i g. 1). Während des Aufgebens der Nadeln auf
den Trichter 3 steht der Trichter und der damit verbundene Gehäuserumpf 2 still,
d. h., der zugehörige Motor 27 ist stromlos. Nach Aufgeben der Nadeln wird dann
der Tisch 36 weitergedreht, so daß der Aufgabetrichter 3 einer anderen der Verpack-
und Fülleinrichtung I bis V in den Bereich der Schüttelrutsche kommt, auf der inzwischen
durch eine weitere Wägung der Wiegeeinrichtung 50 eine andere Menge Nadeln abgelegt
worden ist. Der Aufgabevorgang wiederholt sich dann wie beschrieben.
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Der mit Nadeln beschickte PackapparatI bis V wird, nachdem der Tisch
36 steht, mit der Stromquelle verbunden, wodurch die Fülleinrichtung2 in rasche
hin- und hergehende Bewegungen bzw. Vibration versetzt wird. Hierbei werden die
aufgegebenen Nadeln vereinzelt, gleichgerichtet und schließlich in Parallellage
in den vorgesehenen Endpackbehälter abgelegt.
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Die Bewegung der Tragwelle 32 des Tisches 36 erfolgt, wie erläutert,
schrittweise. Die Drehung kann von Hand oder maschinell bewirkt werden. In der jeweiligen
Füllstellung wird die Welle 32 durch einen Riegelhebel 55 festgehalten, der in eine
mit entsprechenden Ausnehmungen 56 versehene, mit der Welle 32 fest verbundene Scheibe57
eingreift. Der Riegelhebel 55 ist bei 58 auf einer Stütze 59 des Maschinenbodens
31 schwenkbar gelagert. Bei der dargestellten Ausführungsform dient zur Betätigung
des Riegels 55 ein Pedal 60, das mittels der Zugstange 61 an dem anderen Arm 55'
des Riegelhebels angreift und durch eine Rückholfeder 62 in der Verriegelungsstellung
gehalten wird.
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Mit der Welle 32 wird vorteilhaft noch ein Zahnkranz 63 verbunden,
der mit einer gewichtsbelasteten Sperrklinke 64 zusammenwirkt, die auf der Bodenstütze
65 bei 66 schwenkbar gelagert ist. Die gewichtsbelastete Sperrklinke 64 verhindert
ein Rückwärtsdrehen der Welle 32.
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Die in dem Gehäuse 30 untergebrachte elektrische Steuerung für die
Motoren 27 der AbpackeinrichtungI bis V besteht aus einer im Gestell fest angebrachten
Kontaktplatte 70, deren Unterseite in F i g. 7 dargestellt ist. Der Kontaktplatte
70 sind auf einer Scheibe 71 angebrachte Kontaktstücke zugeordnet.
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Die Kontaktplatte 70 besteht aus elektrisch nichtleitendem Material,
in welches eine Reihe von konzentrischen, ringförmigen Kontaktstücken 73 aus leitendem
Material eingebettet oder aufgelegt sind. Für jedes der Kontaktstücke 72, die in
verschiedenem Abstand von der Drehachse von der Welle 32 angebracht sind, wie aus
Fig. 7 ersichtlich. Für jeden der Motoren 27 der Packeinrichtung I bis V ist ein
Kontaktstück 72 vorgesehen, wie durch die römischen Zahlen I bis V der F i g. 7
angedeutet ist.
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In einem Sektor der Scheibe 70 sind die ringförmigen Kontaktstücke
73 unterbrochen. Diese Unterbrechung wird vorteilhaft von einer hitzebeständigen
Glasplatte gebildet, die den elektrischen Strom nicht leitet. In der Stellung, in
der sich die Kontaktstücke und die Schaltscheibe70 gemäß Fig.7 befindet, liegt das
Kontaktstück der Packeinrichtung 1 im Bereich des nicht stromführenden Sektorfeldes
74.
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Der Antriebsmotor 27 der Einrichtung 1 steht also jetzt still, so
daß aus der Einrichtung der gefüllte Verpackungsbehälter durch entsprechendes Verschwenken
des Hebels 41 entnommen werden kann.
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Wird dann das Karussel um ein Fünftel seines Umfanges weitergedreht,
so kommt der Kontakt der Einrichtung V in den Bereich des nichtleitenden Sektorfeldes
74, so daß nun die Einrichtung V entleert und gegebenenfalls für einen neuen Packbehälter
beschickt werden kann.
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Beim Weiterdrehen gelangt der vorher entleerte Behälter I in den
Bereich des nächsten Kontaktringes 73, wodurch der zugehörige Motor 27 wieder eingeschaltet
wird und der Fülltrichter2 in Vibration versetzt ist. Während des Vibrierens wird
dann auf den Aufgabetrichter 3 eine Menge Nadeln frisch aufgegeben, die dann durch
die Vibration, welche anhält, bis der Kontakt 1 wieder in dem nichtleitenden Sektorfeld
74 angekommen ist, das Vereinzeln, Richten und Ablegen der Nadeln in Parallellage
in den Packbehälter bewirkt.
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Die Verpackungseinrichtungen nach Fig. 1 bis 4 können einzeln oder
zu mehreren einer bzw. einer Gruppe von Nadelherstellungsmaschinen od. dgl. zugeordnet
werden, die die von ihnen erzeugten Nadeln über ein Transportband der zugehörigen
Wiegevorrichtung zuführen.
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Unter Umständen ist es aber vorteilhaft, die Nadeln od. dgl. in größeren
Vorratsbehältern zu stapeln, aus denen nach Bedarf die Nadeln in Verpackungsbehälter
abgefüllt werden.
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In diesen Stapelbehältern befinden sich die Nadeln in Wirrlage. Es
ist schwierig, die Nadeln aus der Wirrlage in gleichmäßigem Strom zu entnehmen.
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F i g. 8 und 9 zeigen eine Einrichtung, mit welcher die Nadeln vorteilhaft
aus größeren Verpackungsbehältern abgefüllt werden.
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Die in F i g. 8 und 9 dargestellte Einrichtung besteht aus einem
kastenartigen Gehäuse 90, in dessen Stirnwand 91 eine Welle 92 befestigt ist, die
in einer Stütze 93 drehbar gelagert ist. Auf einer Konsole 94 der Stütze ist ein
Getriebe 95 angebracht, dessen Abtriebsseite mit der Welle 92 verbunden ist und
dessen Antriebsseite96 mit einer geeigneten Kraftquelle, beispielsweise einem Elektromotor,
in Verbindung gesetzt wird.
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Die andere Stirnseite 97 des Gehäuses 90 überragt das kastenförmige
Gehäuse 90 und bildet einen Laufkranz98, der auf fest angeordneten Laufrollen99,
100 läuft.
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In der Stirnseite 97 ist noch eine mittels Deckel 101 verschließbare
Offnung 102 vorgesehen, durch welche der zu entleerende Stapelbehälter 103 in das
Gehäuse 90 eingebracht werden kann. Das Gehäuse 90 hat zu diesem Zweck vier winkelförmige
Längsleisten 104, die die Kanten des Stapelbehälters 103 fassen und ihn in gleichförmigem
Abstand von der Innenwandung des Kastens 90 halten.
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Die offene Seite des Stapelbehälters 103 wird von einem gebogenen
Deckelkörper 105 bedeckt, der im Kasten 90 radial zum Laufkranz 98 mittels der beiden
Drahtschrauben 106 verstellt werden kann. Die Einstellung wird vorteilhaft so vorgenommen,
daß zwischen dem Bodendeckkörper 105 und dem Stapelbehälter 103 schmale Zwischenräume
107 frei bleiben.
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In den Ecken des Kastens 90 sind schließlich noch ähnliche Öffnungen
108 vorgesehen. Unterhalb des
kastenförmigen Gehäuses läuft der
Obertrum 109 eines endlosen Transportbandes, wobei im Gestell ein Leitrichter 110
angebracht ist, der etwa über die Breite des Förderbandes 109 reicht.
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Die in F i g. 8 und 9 dargestellte Anordnung arbeitet folgendermaßen:
Wenn in den Kasten 90 ein mit Nadeln od. dgl. in Wirrlage gefüllter Stapelbehälter
103 eingesetzt ist und der Kasten über das Getriebe 95 in langsame Umdrehung versetzt
ist, wird bei jeder Umdrehung aus dem Behälter 103 durch die Fugen 107 (Fig. 8)
eine kleine Menge Nadeln abgegeben. Diese Nadelmenge verteilt sich innerhalb des
Kastens 90 und gelangt durch die jeweils nach unten liegende Öffnung 108 über den
Leitkörper 110 auf das Transportband 109. Ungeachtet der Wirrlage der Nadeln im
Behälter 103 geht die Füllung in dünnem, ziemlich gleichmäßigem Strom auf das Transportband
109. Durch eine Leitwand 111 (F i g. 10) wird dabei verhindert, daß sich die von
der Trommel abgegebenen Nadeln außerhalb des Bereiches des Obertrums 109 des Transportbandes
ablagern.
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Das Transportband 109 fördert die Nadeln in dünnem Strom über seine
Oberumlenkrolle 112, die auf einer geeigneten Stütze 113 gelagert ist, in einen
aus nichtleitendem Material, beispielsweise einem organischen Kunststoff bestehende
Steuereinrichtung 114. Diese Einrichtung besteht aus einem geneigten, aus elektrisch
nichtleitendem Material hergestellten Kanal, an dessen offenes Ende 115 eine durch
Elektromotor angetriebene Schüttelrutsche 116 anschließt, die das aus dem Kanal
114 kommende Nadelgut an den Wiegebehälter 50 abgibt, wie aus Fig. 10 ersichtlich.
In dem aus elektrisch nichtleitendem Material bestehenden Kanal 114 sind drei metallische
Kontaktstücke 117, 118 und 119 angebracht, die im Bereich des von dem Transportband
109 abgegebenen Nadelstromes liegen. Die Steuerung ist nun derart, daß dann, wenn
sich so viel Nadeln im Kanal 114 angestaut haben, beide Kontakte 117 und 118 samt
dem Minuskontaktll9 von Nadeln gleitend überdeckt werden, der Antriebsmotor des
Vorderbandes 108 und der Abgabeeinrichtung 90 stillgesetzt werden. Erst wenn durch
die Arbeit der Schüttelrutsche 116 das Nadelgut aus dem Kanal 114 so weit entfernt
ist, daß die Kontakte 117 und 118 nicht mehr durch die Nadeln gleitend mit dem Minuskontakt
119 verbunden sind, wird der Antrieb des Vorderbandes und des Nadelabgabebehälters
90 wieder eingeschaltet, so daß der Kanalll4 wieder mit Nadeln beschickt wird.
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Durch die Steuerung wird eine Überfüllung der Wiegevorrichtung mit
Nadeln od. dgl. verhindert. Die Gesamteinrichtung kann dadurch vollautomatisch arbeiten.
Es ist nicht möglich, daß, wie früher, beim Entleeren eines mit Nadeln in Wirrlage
angefüllten Stapelbehälters der Behälterinhalt plötzlich als Ganzes oder nahezu
als Ganzes aus dem Behälter herausrutscht. Vielmehr wird das Gut in dem Behälter
90 bereits stark aufgelockert und nur in dünnem, weitgehend in gleichmäßigem Strom
der Wägeeinrichtung zugeführt.