DE12092C - Vorrichtungen an Puddelöfen mit rotirender Sohle zum Mischen von flüssigem Roheisen mit Zuschlägen - Google Patents

Vorrichtungen an Puddelöfen mit rotirender Sohle zum Mischen von flüssigem Roheisen mit Zuschlägen

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DE12092C
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A. LENCAUCHEZ in Paris und C. SACHS in Kalk b. Deutz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C3/00Manufacture of wrought-iron or wrought-steel

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Description

1880.
Klasse 18.
ALEXANDER LENCAUCHEZ in PARIS und C. SACHS in KALK bei DEUTZ.
Vorrichtungen an Puddelöfen mit rotirender Sohle zum Mischen von flüssigem Roheisen
mit Zuschlägen.
Erstes Zusatz-Patent zu No. 10207 vom 4. September 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 1. Februar 1880 ab. Längste Dauer: 3. September 1894.
Die Neuerungen beziehen sich auf Puddelöfen mit rotirender Sohle, in welchen das Eisen entkohlt, d. h. der im Eisen enthaltene Kohlenstoff oxydirt wird.
In der beiliegenden Zeichnung bezeichnet:
h ein Gefäfs oder einen kleinen Kessel, ähnlich einer Bessemer- Birne auf einem Wagen, der auf Schienen läuft;
i eine Abzugsrinne, welche das flüssige Eisen nach dem Trichter t führt;
j zwei oder drei Handräder mit Schraubenspindeln zum Bewegen von Entleerungsschiebern an dem Trichter k;
k einen Trichter, welcher ein Gemisch von Eisenoxyd und Kalk in Form eines trockenen Pulvers enthält. Diesem Gemisch kann man noch verschiedene Manganoxyde, calcinirten Dolomit, Magnesia u. s. w. beifügen;
/ eine Entleerungsrinne, welche von dem Trichter k das Gemisch von Eisenoxyd, Kalk u. s. w. nach dem Trichter t bringt;
q den Kaminhals zum Ableiten des Rauches, welcher durch die Oxydation der Kohle im Eisen entsteht;
t den Mischungstrichter für das rlüssige Eisen, Eisenoxyd, Kalk u. s. w.;
tl· die Richtung des Ausflusses des Gemisches aus dem Trichter t.
Der gebogene Pfeil im Grundrifs der rotirenden Sohle zeigt die Drehungsrichtung derselben.
χ ist ein Daumen, der der Rinne / eine schüttelnde Bewegung ertheilt. Er erhält seine Bewegung durch die Umdrehung einer Welle, welche durch eine Riemscheibe gedreht wird. Als Motor dient noch eine kleine Dampf- oder Gasmaschine von ca. Y2 bis 1 Pferdekraft.
ζ ist eine Feder, welche mit zu der schüttelnden Bewegung von / beiträgt.
Wirkungsweise des Apparates.
1. Die Birne bezw. der Kessel h wird am Hochofen mit flüssigem (Gufs-) Eisen gefüllt, mittelst eines Kranes oder Elevators auf den Wagen gesetzt und nach dem Puddelofen gerollt. Wenn die Reaction der Oxyde und des Kalks auf das flüssige Eisen nicht sehr stark ist, steht der Wagen mit dem Gefäfs h an der Stelle, welche die beiden punktirten Kreise der Fig. 1 der Zeichnung markiren, und entleert seinen Inhalt direct in den Trichter t. Ist jedoch die Reaction sehr lebhaft, so wird h zurückgerollt und steht dann an der Stelle, wie die Zeichnung zeigt, entleert seinen Inhalt durch die Abzugsrinne i nach dem Trichter t. In diesem Falle wird der Kaminhals q, welcher beweglich ist, herabgelassen, bis er gerade über dem Trichter auf den Schienen steht, so dafs er den entstehenden Rauch und die Gase besser abführen kann.
2. Der Trichter k ist durch Eisenblechwände in zwei oder drei Abtheilungen getheilt, die eine Abtheilung enthält gut geröstetes Eisenerz oder künstlich hergestelltes Eisenoxyd (beide in Pulverform), die andere Abtheilung enthält Aetzkalk mit mehr oder weniger Magnesia, endlich die dritte Abtheilung (falls eine solche vorgesehen ist) Manganhyperoxyd, Wolframhyperoxyd oder Chromeisenstein etc. Alle diese Substanzen, gepulvert und in richtigem Verhältnifs gemischt, werden durch das Rütteln der Rinne / nach dem Trichter t geführt.
3. In dem Trichter t mischen sich das flüssige Eisen und die aus k kommenden Stoffe (Zuschläge), fallen in den verticalen Kanal unter t und gelangen auf die rotirende Sohle. Der Strahl der Flüssigkeit wird gebrochen, indem jener Kanal kurz vor seinem Eintreten in die Sohle gebogen ist, u, Fig. 2 und 3, so dafs
ein Aufspritzen der Flüssigkeit im Innern des Ofens vermieden wird.
Der Zweck dieser Einrichtungen ist die Erzielung einer möglichst innigen, sozusagen molecularen Berührung des Eisens und der Zuschläge.
Das Gufseisen einerseits enthält bekanntlich Schwefel, !Phosphor, Silicium, Kohlenstoff etc., während andererseits die durch die Schüttelrinne / zugeführten Zuzchläge Sauerstoff und' Basen, bei denen der Kalk vorwiegt, enthalten. Der Sauerstoff verbindet sich mit dem Kohlenstoff zu Kohlenoxydgas, welches im Ofen ver- · brennt und dabei die Hitze desselben vortheilhaft erhöht; aus dem Schwefel entsteht schweflige Säure, welche mit der Flamme des Ofens abgeführt wird; die entstandene Phosphor- und Kieselsäure verbindet sich mit dem Kalk und den anderen Basen.
Auf diese Weise erhält man, wenn das Ausfliefsen aus der Birne h 30, 45 oder 60 Minuten dauert und dabei die Schüttelrinne / stets bewegt wird, der Strom des Gemisches in dem verticalen Kanal ein continuirlicher ist und die Rotation der Sohle des Ofens fortwährend stattfindet, durch die gegenseitige Einwirkung eine unmittelbare Berührung, welche jedoch ohne jede Explosion stattfindet und die Güte des Eisens bedingt.
Auch auf den Gasgeneratorofen mit Gebläse lassen sich obige Einrichtungen anwenden. Es tritt dann das Gemisch von Eisen und Zuschlägen durch einen gebogenen Kanal aus dem Trichter t, der Gebläsedüse gegenüber, auf die Sohle des Ofens.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Vorrichtungen zum Mischen von flüssigem Gufseisen und Zuschlägen für einen Puddelofen mit rotirender Sohle, einerlei, ob derselbe mittelst Flammfeuer oder durch einen Gasgenerator erhitzt wird, welche Vorrichtungen bestehen aus dem Gefäfse Ji für das flüssige Gufseisen, das vermittelst eines Wagens auf einem Schienenwege über der Abzugsrinne i beweglich ist, dem Trichter k mit zwei bis drei Abtheilungen mit Schieber j für die Zuschläge, der Schüttelrinne /, durch den Daumen χ und die Feder ζ bewegt, dem Mischungstrichter t mit dem verticalen, unten gebogenen Kanal, welcher auf die rotirende Sohle des Ofens ausmündet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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