DE1209232B - Magnetfilterstopfen, insbesondere Verschlussschraube, fuer die Absonderung und Sammlung von Metallteilchen aus fluessigen oder gasfoermigen Medien - Google Patents
Magnetfilterstopfen, insbesondere Verschlussschraube, fuer die Absonderung und Sammlung von Metallteilchen aus fluessigen oder gasfoermigen MedienInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C1/00—Magnetic separation
- B03C1/02—Magnetic separation acting directly on the substance being separated
- B03C1/28—Magnetic plugs and dipsticks
Landscapes
- Filtration Of Liquid (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES -^V^ PATENTAMT
Int. Cl.:
HOIf
AUSLEGESCHRIFT
B01d;C10m
Deutsche KL: 23 c-1/06
Nummer: 1 209 232
Aktenzeichen: N 22580 VI a/23 c
Anmeldetag: 8. Januar 1963
Auslegetag: 20. Januar 1966
Für die Absonderung und Sammlung von Metallteilchen aus flüssigen oder gasförmigen Medien sind
Magnetstopfen, insbesondere in Form von Verschlußschrauben, in den verschiedensten Ausführungen
bekannt. Sie sind durchweg als Ringmagnete ausgebildet, die aus einem topfförmigen Grundkörper
aus weich magnetischem Material bestehen, in den koaxial ein zylindrischer Einsatzkörper aus hochmagnetischem Werkstoff eingesetzt ist, derart, daß
sich zwischen dem inneren Pol und dem äußeren Ringpol ein rotationssymmetrisches magnetisches
Kraftlinienfeld aufbaut. Wird ein solcher Magnetstopfen, ζ. B. als Ölabschlußschraube, in den Boden
eines Getriebegehäuses eingeschraubt, so hat er die Wirkung, den in der strömenden Flüssigkeit schwebenden
ferromagnetischen Abrieb anzuziehen und zu sammeln, um ihn gelegentlich des Ölwechsels mit
dem Herausnehmen der Schraube entfernen zu können. Auf diese Weise läßt sich die verschleißbedingte
Lebensdauer der Getriebeteile erheblich verlängern.
Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß es mit der Absonderung und Sammlung ferro- oder paramagnetischer
Teilchen allein nicht getan ist, da sowohl im Getriebe- als auch im Motorenbau oder ähnlichen
Anwendungsgebieten in zunehmendem Maße Werkstoffe, wie Bronze, Kupfer und insbesondere Aluminium,
verwendet werden, die ihrer diamagnetischen Eigenschaften wegen im Gegensatz zu den ferro- und
paramagnetischen Stoffen von Magnetstopfen nicht angezogen, sondern gerade abgestoßen werden. Da
jedoch auch Abrieb von Bronze, Kupfer oder Aluminium den Verschleiß begünstigt, bildet es ein Bedürfnis,
nach Möglichkeit auch diamagnetischen Abrieb aus der Flüssigkeit abzusondern. Diese Aufgabe
haben bisher Ölfilter übernommen, die jedoch — da sie zusätzlich zu den Magnetstopfen vorgesehen
werden müssen ■— aufwendig sind und auf die daher vielfach verzichtet wird.
Die Erfindung beruht auf der Feststellung, daß es unter bestimmten Voraussetzungen durchaus möglich
ist, auch den diamagnetischen Abrieb mittels der Magnetstopfen aus der Flüssigkeit abzusondern und
an diesen sicher festzuhalten.
Zu diesem Zweck geht die Erfindung von einer älteren, jedoch nicht vorbekannten Bauart eines
Magnetfilterstopfens aus, welcher aus einem topfförmigen Grundkörper aus weichmagnetischem Material
besteht, in welchen ein mit einem Aufsatz hoher magnetischer Sättigungsfähigkeit versehener und sich
über einen Teil der Innenhöhe des topfförmigen Grundkörpers erstreckender, kreiszylindrischer Einsatzkörper
aus hochmagnetischem Werkstoff unter Magnetfilterstopfen, insbesondere
Verschlußschraube, für die Absonderung und
Sammlung von Metallteilchen aus flüssigen oder gasförmigen Medien
Verschlußschraube, für die Absonderung und
Sammlung von Metallteilchen aus flüssigen oder gasförmigen Medien
Anmelder:
Wilhelm Friedrich Nagel,
Bochum-Langendreer, Weststr. 63
Zwischenschaltung einer unmagnetischen Hülse koaxial eingepaßt ist und bei welchem der sich mindestens
bis zur Oberkante des topfförmigen Grundkörpers erstreckende Aufsatz eine sich zu seinem
freien Ende hin konisch verjüngende Form aufweist und zusammen mit dem sich innenseitig zu seinem
den Einsatzkörper in der Höhe überragenden freien Rand hin konisch erweiternden Grundkörper einen
ringförmigen Einzugstrichter V-förmigen Querschnitts bildet, derart, daß zwischen dem den Einsatzkörper
überragenden Wandbereich des topfförmigen Grundkörpers als Ringpol und dem konischen Aufsatz
als Gegenpol ein magnetisches Feld mit zum Trichtergrund hin gerichtetem Gradienten entsteht,
und kennzeichnet sich dadurch, daß die Wandung des topfförmigen Grundkörpers in ihrem den Einzugstrichter
begrenzenden Endbereich oberhalb des Trichtergrundes radial gerichtete Durchbrechungen
aufweist.
Da diamagnetische Abriebteilchen die Eigenschaften besitzen, einerseits vom Magnetpol abgestoßen zu
werden und sich andererseits quer zum Kraftlinienfeld auszurichten, besteht die Wirkung des erfindungsgemäß
ausgebildeten Magnetfilterstopfens im Sinne der eingangs erläuterten Aufgabenstellung in
folgendem:
Da der aus weichmagnetischem Material bestehende topfförmige Grundkörper des Stopfens das
Kraftlinienfeld seitlich schließt und der durch ihn gebildete äußere Ringpol zugleich um das Mehrfache
schwächer ist als der innere, zum Teil aus hochmagnetischem Werkstoff gebildete Gegenpol, werden
die diamagnetischen Schwebeteilchen aus dem Einflußbereich des sich axial zum Magnetfilterstopfen
einstellenden Kraftlinienfeldes zur Seite hin abgedrängt und hierbei zugleich radial zur Stopfenachse
ausgerichtet, während sie unterhalb des eigentlichen Ringpols, d. h. unterhalb des Topfrandes, sowie im
509 779/391
Umgebungsbereich des Topfes nicht merklich abgestoßen werden. Werden nun in dem den Einzugstrichter begrenzenden Wandungsteil des Topfes
radiale öffnungen vorgesehen, die der strömenden Flüssigkeit einen Zutritt zum Einzugstrichter gewähren,
hat- die Erscheinung, daß die Kraftlinien den Bohrungsquerschnitt nicht durchsetzen, sondern zum
Bohrungsrand hin abgedrängt werden, die Wirkung, daß die in der Flüssigkeit schwebenden diamagnetischen
Teilchen von dieser ohne wesentlichen Widerstand in den Einzugstrichter mitgenommen werden,
wobei sie sich auf Grund des dort nicht axial, sondern radial ausgerichteten Kraftlinienfeldes sofort querstellen,
d. h. eine im wesentlichen parallel zur Stopfenachse verlaufende Richtung einnehmen, und zugleich
durch den wesentlich stärkeren Innenpol gegen die Außenwandung des V-förmigen Einzugstrichters
gedrängt werden, wo sie wegen des erheblichen Potentialgefälles geradezu »kleben« bleiben.
Diesem Effekt kommt es entgegen, daß diamagnetischer Abrieb auf Grund seiner anderen Werkstoffsstruktur
und seines anderen Festigkeitsverhaltens in weit stärkerem Maße als ferromagnetischer Abrieb
dazu neigt, in einer Raumform anzufallen, die in einer Achse gestreckt ist.- Dieser Unterschied ist besonders
ausgeprägt zwischen Aluminium- und Stahlgußabrieb, trifft jedoch weitgehend auch für andere dia-
und ferromagnetische Werkstoffpaarungen zu, wie beispielsweise Kupfer und Gußeisen oder Messing,
Nickel, Bronze einerseits und Eisen oder Stahl andererseits. Dank dieser günstigen Raumform und der
Eigenschaft, sich radial zum Magnetstopfen auszurichten, gelangt der in der Flüssigkeit schwebende
diamagnetische Abrieb ohne Schwierigkeiten selbst durch verhältnismäßig kleine Bohrungen in das Trichterinnere
hinein, wo er infolge seiner Querstellung und der Abdrängung gegen die Innenwand des topfförmigen
Grundkörpers durch den stärkeren Innenpol zuverlässig festgehalten wird.
Es ist zweckmäßig, die radialen Durchbrechungen in der Wand des topfförmigen Grundkörpers an
ihrem nach außen gerichteten Ende trichterförmig zu erweitern, um die Einfangbedingungen für die mit der
Flüssigkeit in die Bohrungen hineingetriebenen diamagnetischen Abriebteilchen zu verbessern.
In der Zeichnung ist der erfindungsgemäße Magnetfilterstopfen an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Innerhalb des aus weichmagnetischem Material bestehenden topfförmigen Grundkörpers 1 ist der kreiszylindrische
Einsatzkörper 2 aus hochmagnetischem Werkstoff unter Zwischenschaltung einer unmagnetischen
Hülse 3 aus Messing koaxial eingepaßt. Auf dem hochmagnetischen Einsatzkörper 2 befindet sich
ein konischer Aufsatz 4 aus einem Werkstoff hoher magnetischer Sättigungsfähigkeit, der durch Verstemmen
des oberen Randes der unmagnetischen Hülse 3 mit dem aus Magnetwerkstoff bestehenden Einsatzkörper
fest verbunden und zusammen mit diesem fest in der Sackbohrung des Grundkörpers verankert ist.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, bilden der konische Aufsatz 4 und die zum freien Ende hin erweiterte
Innenwandung des topfförmigen Grundkörpers 1 einen ringförmigen Einzugstrichter V-förmigen
Querschnitts. Da der hochmagnetische Einsatzkörper 2 noch unterhalb des Trichtergrundes ab-
schneidet und durch die unmagnetische Hülse 3 seitlich gegen den weichmagnetischen Werkstoff des
Grundkörpers abgeschirmt ist, wird durch den konischen Aufsatz 4 und die nach oben erweiterte Wandung
des Grundkörpers ein Kraftlinienfeld erzeugt,
ίο dessen Dichte zum Trichtergrund hin zunimmt. Auf
diese Weise werden die in den axialen Einzugsbereich des Kraftlinienfeldes gelangenden ferromagnetischen
Abriebteilchen in den Trichtergrund hineingezogen und dort festgehalten bzw. gesammelt.
In ihrem den Einzugstrichter begrenzenden Endbereich oberhalb des Trichtergrundes weist die Wandung
des topfförmigen Grundkörpers mehrere über den Umfang verteilt angeordnete, radial gerichtete
Bohrungen 5 auf, die in ihrem nach außen gerichteten
ao Endbereich bei 5 α trichterförmig erweitert sind.
Claims (2)
1. Magnetfilterstopfen, insbesondere Verschlußschraube, für die Absonderung und Sammlung
von Metallteilchen aus flüssigen oder gasförmigen Medien, welcher aus einem topfförmigen Grundkörper
aus weichmagnetischem Material besteht, in welchen ein mit einem Aufsatz hoher magnetischer
Sättigungsfähigkeit versehener und sich über einen Teil der Innenhöhe des topfförmigen
Grundkörpers erstreckender, kreiszylindrischer Einsatzkörper aus hochmagnetischem Werkstoff
unter Zwischenschaltung einer unmagnetischen Hülse koaxial eingepaßt ist und bei welchem der
sich mindestens bis zur Oberkante des topfförmigen Grundkörpers erstreckende Aufsatz eine
sich zu seinem freien Ende hin konisch verjüngende Form aufweist und zusammen mit dem sich
innenseitig zu seinem den Einsatzkörper in der Höhe überragenden freien Rand hin konisch erweiternden
Grundkörper einen ringförmigen Einzugstrichter V-förmigen Querschnitts bildet, derart,
daß zwischen dem den Einsatzkörper überragenden Wandbereich des topfförmigen Grundkörpers
als Ringpol und dem konischen Aufsatz als Gegenpol ein magnetisches Feld mit zum
Trichtergrund hin gerichtetem Gradienten entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wandung des topfförmigen Grundkörpers in ihrem den Einzugstrichter begrenzenden Endbereich
oberhalb des Trichtergrundes radial gerichtete Durchbrechungen (7) aufweist.
2. Magnetfilterstopfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen
(7) an ihrem nach außen gerichteten Ende trichterförmig erweitert sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1029 514;
deutsche Auslegeschrift M21358VI/23c (bekanntgemacht am 11. Oktober 1956).
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1029 514;
deutsche Auslegeschrift M21358VI/23c (bekanntgemacht am 11. Oktober 1956).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN22580A DE1209232B (de) | 1963-01-08 | 1963-01-08 | Magnetfilterstopfen, insbesondere Verschlussschraube, fuer die Absonderung und Sammlung von Metallteilchen aus fluessigen oder gasfoermigen Medien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN22580A DE1209232B (de) | 1963-01-08 | 1963-01-08 | Magnetfilterstopfen, insbesondere Verschlussschraube, fuer die Absonderung und Sammlung von Metallteilchen aus fluessigen oder gasfoermigen Medien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1209232B true DE1209232B (de) | 1966-01-20 |
Family
ID=7342216
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN22580A Pending DE1209232B (de) | 1963-01-08 | 1963-01-08 | Magnetfilterstopfen, insbesondere Verschlussschraube, fuer die Absonderung und Sammlung von Metallteilchen aus fluessigen oder gasfoermigen Medien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1209232B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3148032A1 (de) * | 1981-12-04 | 1983-06-09 | Magnetfabrik Bonn Gmbh Vorm. Gewerkschaft Windhorst, 5300 Bonn | Oelablassschraube mit dauermagnetischem fangmagneten |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1029514B (de) * | 1956-01-03 | 1958-05-08 | Spodig Heinrich | Filter, bestehend aus einem ferromagnetischen Gehaeuse mit einem eingesetzten dauermagnetischen und mechanischen Filterteil |
-
1963
- 1963-01-08 DE DEN22580A patent/DE1209232B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1029514B (de) * | 1956-01-03 | 1958-05-08 | Spodig Heinrich | Filter, bestehend aus einem ferromagnetischen Gehaeuse mit einem eingesetzten dauermagnetischen und mechanischen Filterteil |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3148032A1 (de) * | 1981-12-04 | 1983-06-09 | Magnetfabrik Bonn Gmbh Vorm. Gewerkschaft Windhorst, 5300 Bonn | Oelablassschraube mit dauermagnetischem fangmagneten |
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