DE1208949B - Reibungsdaempfer, insbesondere fuer Federbeine fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Reibungsdaempfer, insbesondere fuer Federbeine fuer KraftfahrzeugeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F7/00—Vibration-dampers; Shock-absorbers
- F16F7/08—Vibration-dampers; Shock-absorbers with friction surfaces rectilinearly movable along each other
- F16F7/09—Vibration-dampers; Shock-absorbers with friction surfaces rectilinearly movable along each other in dampers of the cylinder-and-piston type
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Fluid-Damping Devices (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
F06f
Deutsche KL: 47 a-16/10
Nummer: 1208 949
Aktenzeichen: V 26515X11/47 a
Anmeldetag: 4. August 1964
Auslegetag: 13. Januar 1966
Die Erfindung betrifft einen Reibungsdämpfer, insbesondere für Federbeine für Kraftfahrzeuge, der
nur beim Rückfedern dämpft, mit einem Rohr, in dem ein Kolben bewegt wird, der sich am Ende einer
Kolbenstange befindet und ein hohlkonisches Reibungsglied aufweist, in das vom Kolbenstangenende
her ein Spreizkegel eingreift und das auf der anderen Seite durch eine Feder belastet ist, die sich über eine
Scheibe an einem Bund der Kolbenstange abstützt, während am anderen Ende der Kolbenstange ein Befestigungsauge
angebracht ist.
Es sind Reibungsdämpfer für Kraftfahrzeugfederungen, insbesondere für Federbeine, bekannt, bei
denen sich die Dämpfungswerte für Ein- und Ausfedern kaum unterscheiden. Infolge dieses Mangels 1S
lassen sie sich nur bei langsam fahrenden Fahrzeugen anwenden. Weiter sind Reibungsdämpfer bekannt,
die für Ein- und Ausfedern zwar unterschiedliche, aber über den ganzen Weg gleichbleibende Dämpfungswerte
haben. Die Nachteile dieser und auch der vorhergenannten sind, daß in der letzten Phase des
Ausfederns die Innenteile der Dämpfer hart aneinanderschlagen, was zu unangenehmen Geräuschen
und Beschädigungen derselben führt. Außerdem sind Reibungsdämpfer bekannt, die eine in beiden Riehtungen
annähernd gleiche und stetig ansteigende Dämpfung haben. Nachteilig ist bei diesen Bauarten,
daß ihre Dämpfungscharakteristik nicht den dämpfungsmäßigen Forderungen schnellfahrender Fahrzeuge
angepaßt werden kann. Eine Beseitigung dieser Nachteile war bisher nur durch die Anwendung
hydraulischer Federungsdämpfer möglich, bei denen durch entsprechend komplizierten Aufbau eine sehr
gute Beherrschung der Dämpfungserfordernisse von Federungen, insbesondere für sehr schnelle Fahrzeuge,
erreicht werden kann. Allerdings muß als Nachteil dieser Konstruktion genannt werden: außerordentlich
hohe Präzision der Fertigung und damit hohe Anschaffungs- und Unterhaltungskosten sowie
die oft nach einiger Betriebszeit eintretende Undichtheit und damit mangelhafte Dämpfung. Bekannt ist
auch das Anbringen von ringförmigen Gummiteilen auf der Kolbenstange, um das harte Anschlagen des
Dämpfungszylinders am Befestigungsauge zu vermeiden. Ihr Nachteil ist, daß sie nur Puffer-, aber
keine Dämpfungswirkung haben.
Aufgabe der Erfindung ist, für die Federungen mit mittlerer Geschwindigkeit fahrender Kraftfahrzeuge,
wie Kleinkrafträder und Mopeds, einen in Anschaffung und Unterhaltung billigen Reibungsdämpfer zu
entwickeln, der beim Einfedern eine sehr geringe und beim Ausfedern eine entsprechend dem Fahrzeugtyp
Reibungsdämpfer, insbesondere für Federbeine
für Kraftfahrzeuge
für Kraftfahrzeuge
Anmelder:
VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson,
Suhl (Thür.), Meininger Str. 222
Suhl (Thür.), Meininger Str. 222
Als Erfinder benannt:
Erhard Werner, Suhl (Thür.)
Erhard Werner, Suhl (Thür.)
starke und sich gegen Ende der Federungswege noch steigernde Dämpfung bei hoher Verschleißfestigkeit
der Reibteile aufweist. Außerdem soll auch auf dem letzten Teil des Einfederungsweges eine stark progressiv
steigende Dämpfung erreicht werden.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Bund im Abstand vom Kolben angeordnet
ist derart, daß sich die Scheibe kurz vor dem Ende der Ausfahrbewegung an einer Scheibe
vor einer Kolbenstangenführungsbuchse anlegt und beim weiteren Ausfahren der Kolbenstange die Feder
zunehmend zusammendrückt. Die Neigung des Kegels sowie die Kraft der Feder sind so abgestimmt, daß
beim Einfedern durch die Bewegung entgegen der Richtung der Kraftwirkung der Feder eine Verringerung
des Anlagedrackes des Reibungsgliedes an der Innenwand des Rohres und damit eine Verringerung
der Dämpfungswirkung eintritt und beim Ausfedern durch die Bewegung in der Richtung der Kraftwirkung
der Feder der volle Anlagedruck und damit auch die volle Dämpfungswirkung erreicht wird. Die
Verstärkung der Dämpfung gegen Ende des Ausfederns ergibt sich dadurch, daß, wenn der Absatz
auf der Kolbenstange für die Gegenlage der Feder in die am Ende des Dämpfungsrohres fest angebrachte
Führungsbuchse eintritt, die Gegenlage der Feder an ihrer dem Dämpfungsrohr zugekehrten Stirnseite erfolgt.
Hierdurch erhöht sich die Kraft der Feder progressiv und damit entsprechend die Reibungsdämpfung,
deren Höchstwert erreicht wird, wenn eine weitere Verformung der Feder nicht mehr möglich ist.
Dies tritt ein, wenn sich der Absatz auf der Kolbenstange etwa in der Mitte der Führungsbuchse befindet.
Die Verstärkung der Dämpfung gegen Ende des Einfederns erfolgt durch Zusammendrücken einer
zylindrischen Buchse aus elastischem Werkstoff, die
509 778/173
sich außerhalb des Dämpfungszylinders auf der Kolbenstange
befindet. Ihre Abmessungen, insbesondere ihre Bohrung, sind so abgestimmt, daß sich bei zunehmendem
Druck in Längsrichtung ihre Bohrung mit steigernder Pressung an die Kolbenstange anlegt
und auf diese Weise eine progressive Dämpfung erreicht wird, deren Verlauf durch entsprechende
Formgebung der Mantelfläche der Buchse gesteuert werden kann.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Zeichnung
zeigt den Teillängsschnitt durch ein Federbein mit Reibungsdämpfer für Mopeds und Kleinkrafträder.
In dem Dämpfungsrohr 1 bewegt sich die Kolbenstange 2 mit dem Kolben, der aus einem fest darauf
angebrachten Kegel 3 und einem spreizbaren ringförmigen konisch ausgenommenen Reibungsglied 4
besteht. Das Reibungsglied ist in drei Segmente unterteilt, um eine möglichst volle Anlage der Reibfläche
während einer langen Gebrauchsdauer sicherzustellen. Das Spreizen des Reibungsgliedes 4 erfolgt
durch Verschieben auf dem Kegel 3 unter dem Druck der Schraubenfeder 6 über eine Scheibe 5. Eine konstante
Vorspannung der Schraubenfeder 6 wird dadurch erreicht, daß ihre Gegenlage über die Scheibe 7
an dem Bund 8 der Kolbenstange 2 erfolgt. Durch eine entsprechende Wahl der Neigung des Kegels,
z. B. 20°, und der Vorspannung der Schraubenfeder wird erreicht, daß beim Einfedern bzw. Einschieben
des Kolbens in das Dämpfungsrohr das Reibungsglied sich von dessen Innenwand etwas löst und dadurch
eine Verringerung der Reibungsdämpfung eintritt, während beim Ausfedern wieder eine feste Anlage
des Reibungsgliedes an der Innenwand des Dämpfungsrohres und damit die volle Dämpfungswirkung hergestellt wird. Kurz vor Beendigung des
Ausfederungshubes tritt der Absatz 8 der Kolbenstange in die Bohrung der Führungsbuchse 10 ein.
Die Anlage der Scheibe 7 hinter der Druckfeder erfolgt nunmehr an der festen Scheibe 9 der Führungsbuchse 10. Hierbei drücken sich die Windungen der
Schraubenfeder zusammen, bis sie aneinanderliegen, wodurch ein zunehmender Druck auf das Reibungsglied und damit eine steigende Reibung bzw. Dämpfung
bis zum Blockieren erreicht wird, bei dem sich der Absatz 8 auf der Kolbenstange 2 etwa in der
Mitte der Fühnmgsbuchse 10 befindet. Auf die Kolbenstange 2 ist außerhalb des Dämpfungsrohres 1
eine Gummibuchse 11 aufgeschoben, die gegen Ende des Einfederungshubes durch die Fläche 12 des Befestigungsauges
zusammengedrückt wird. Durch eine entsprechende Wahl des Innendurchmessers der Gummibuchse wird erreicht, daß sich beim Zusammendrücken
ihre Bohrung mit steigender Pressung an die Kolbenstange 2 anlegt und hierdurch eine progressive Dämpfung erreicht wird, deren Verlauf
durch besondere Formgebung der Mantelfläche gesteuert werden kann.
Bei Anbringung ringförmiger Nuten auf der Mantelfläche werden sich beim geringen Zusammendrücken
der Gummibuchse ihre schwachwandigen Teile am meisten verformen und ringförmig an der
Kolbenstange zur Anlage kommen. Erst bei starkem Druck kommt die ganze Bohrungslänge zur Anlage.
Hierdurch wird eine allmählich steigende Reibung und damit auch Dämpfung erzielt, während bei
Buchsen mit zylindrischer Mantelfläche sich die Bohrung erst bei starkem Druck, dann aber in ihrer ganzen
Länge gleichzeitig an die Kolbenstange anlegt und damit eine stark progressive Dämpfung eintritt.
Claims (2)
1. Reibungsdämpfer, der nur beim Rückfedern dämpft, mit einem Rohr, in dem ein Kolben bewegt
wird, der sich am Ende einer Kolbenstange befindet und ein konisch ausgenommenes Reibungsglied
aufweist, in das vom Kolbenstangenende her ein Spreizkegel eingreift und das auf
der anderen Seite durch eine Feder belastet ist, die sich über eine Scheibe an einem Bund der
Kolbenstange abstützt, während am anderen Ende der Kolbenstange ein Befestigungsauge angebracht
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Bund (8) im Abstand vom Kolben angeordnet ist derart, daß sich die Scheibe (7) kurz
vor dem Ende der Ausfahrbewegung an einer Scheibe (9) vor einer Kolbenstangenführungsbuchse
(10) anlegt und beim weiteren Ausfahren der Kolbenstange die Feder (6) zunehmend zusammendrückt.
2. Reibungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des Zylinders
(1) an dessen Boden eine Buchse (11) aus gummäelastischem Werkstoff sitzt, die die Kolbenstange
(2) lose umgibt und derart ausgebildet ist, daß sie am Ende der Einfahrbewegung durch
das Befestigungsauge (12) zusammengedrückt und an die Kolbenstange gepreßt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 897 210;
französische Patentschriften Nr. 734 266, 988 096.
Deutsche Patentschrift Nr. 897 210;
französische Patentschriften Nr. 734 266, 988 096.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 778/173 1.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV26515A DE1208949B (de) | 1964-08-04 | 1964-08-04 | Reibungsdaempfer, insbesondere fuer Federbeine fuer Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV26515A DE1208949B (de) | 1964-08-04 | 1964-08-04 | Reibungsdaempfer, insbesondere fuer Federbeine fuer Kraftfahrzeuge |
| FR986532A FR1407411A (fr) | 1964-08-28 | 1964-08-28 | Amortisseur à friction, notamment pour les jambes élastiques de véhicules à moteur |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1208949B true DE1208949B (de) | 1966-01-13 |
Family
ID=26001784
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV26515A Pending DE1208949B (de) | 1964-08-04 | 1964-08-04 | Reibungsdaempfer, insbesondere fuer Federbeine fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1208949B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4527674A (en) * | 1982-09-20 | 1985-07-09 | Ford Motor Company | Shock absorber with a hydro-mechanical stop |
| US4838393A (en) * | 1982-09-20 | 1989-06-13 | Ford Motor Company | Hydro-mechanical stop having a restrictive passage |
| US5667041A (en) * | 1995-11-03 | 1997-09-16 | General Motors Corporation | Suspension strut with hydraulic stop |
| EP3037289A1 (de) | 2014-12-23 | 2016-06-29 | Brose Fahrzeugteile Gmbh&Co.Kg, Hallstadt | Bremsvorrichtung zum bremsen einer bewegung eines ersten fahrzeugteils und eines zweiten fahrzeugteils in bezug aufeinander |
Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| FR734266A (fr) * | 1931-03-28 | 1932-10-19 | Frein amortisseur à frottement | |
| FR988096A (fr) * | 1949-04-12 | 1951-08-22 | Amortisseur, notamment pour véhicules automobiles | |
| DE897210C (de) * | 1950-09-26 | 1953-11-19 | Hemscheidt Maschf Hermann | Reibungs-Teleskop-Schwingungsdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
-
1964
- 1964-08-04 DE DEV26515A patent/DE1208949B/de active Pending
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| US9567786B2 (en) | 2014-12-23 | 2017-02-14 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Hallstadt | Braking device for braking a movement of a first vehicle part and a second vehicle part with respect to each other |
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