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Elektrische Raumheizeinrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine
elektrische Raumheizeinrichtung, bei der die Heizdrähte in rohrförmigen Hohlräumen
der Boden-, Decken- oder Wandkonstruktion od. dgl. frei verlegt sind.
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Es sind bereits elektrische Deckenheizanlagen bekannt, bei denen die
Heizkörper in rohrförmigen Kanälen im Fußboden verlegt sind. Es ist ferner bekannt,
zum leichten Ein- und Ausbau der Heizdrähte und Verlegung der Anschlußleitungen
Querkanäle in Schachtform vorzusehen, die mit den einzelnen Rohrkanälen in Verbindung
stehen.
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Bei der Unterputz-Leitungsführung ist es auch bekannt, den isolierten
Heizdraht derart in Rohren zu verlegen, daß der Heizdraht zwecks Reparatur leicht
aus dem Rohr herausgezogen werden kann.
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Weiterhin ist es bekannt, elektrische Leiter zur Isolation durch Glaswolle
oder Bänder aus Glasgewebe fest zu umwickeln.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, eine elektrische Raumheizeinrichtung
zu schaffen, bei welcher der Ein- und Ausbau einfach durchzuführen ist und bei der
der Isoliermantel unter allen Betriebsbedingungen stets seine gewählten elektrischen
und mechanischen Eigenschaften beibehält.
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Ausgehend von einer elektrischen Raumheizeinrichtung, bei der die
Heizdrähte in rohrförmigen Hohlräumen der Boden-, Decken- oder Wandkonstruktion
od. dgl. frei verlegt sind und zum Ein- und Ausbau der Heizdrähte und zur Verlegung
der Anschlußleitungen die Enden der Hohlräume durch von außen zugängliche Querschächte
miteinander verbunden sind, schlägt die Erfindung vor, daß der Heizdraht von einem
durchgehenden rohrförmigen Isoliermantel umgeben ist, dessen innerer Durchmesser
erheblich größer als derjenige des Drahtes ist, und der den Heizdraht lose umgebende
Isoliermantel als aus Glasfasern gewebter Schlauch ausgebildet ist.
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Vorzugsweise ist der Glasfaserschlauch mit einem Bindemittel, Lack
oder dergleichen Material überzogen oder imprägniert.
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Die erfindungsgemäße Verwendung eines gewebten Glasfaserschlauches
zur Isolation der Heizdrähte besitzt gegenüber den bekannten Isolierschläuchen aus
Kunststoff od. dgl. den Vorteil, daß sie auch bei tiefen Temperaturwerten flexibel
bleiben und nicht brüchig werden.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen
an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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F i g. 1 ist eine perspektivische Teildarstellung eines erfindungsgemäßen
Heizelements; F i g. 2 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Anordnung des
erfindungsgemäßen Heizsystems für einen Boden; F i g. 3 zeigt einen Querschnitt
durch ein Schutzrohr mit einem Heizdraht und einer isolierenden Umhüllung, die beide
innerhalb des Schutzrohres angeordnet sind; F i g. 4 ist ein Schnitt durch einen
Boden, der Kanäle für die erfindungsgemäßen Heizelemente sowie einen sich längs
einer Kante erstreckenden Kanal für die Anschlüsse aufweist; F i g. 5 ist eine perspektivische
Darstellung eines vorgeformten Aggregats, das eine Verbindungsschleife für gerade
Kanalabschnitte bildet; F i g. 6 ist eine perspektivische Schnittdarstellung einer
Heiztafel.
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Das erfindungsgemäße Heizelement nach F i g. 1 besteht aus einem nicht
isolierten Heizdraht 1, der lose von einer Umhüllung 2 aus Glasfasergewebe umgeben
ist. Die Glasfaserumhüllung wirkt als elektrischer Isolator, ermöglicht es jedoch
dem Heizdraht, Wärme abzugeben. Der Heizdraht kann ein einzelner Draht oder eine
aus mehreren Drähten bestehende Litze sein und sich geradlinig oder schraubenlinienförmig
durch die Umhüllung erstrecken. Die Glafaserumhüllung kann mit einem Bindemittel
oder Füllstoff oder einem Lack oder einem beliebigen anderen geeigneten Mittel überzogen
oder imprägniert sein.
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Bei einer besonderen Anordnung für ein erfindungsgemäßes Raumheizsystem,
bei dem das erfindungsgemäße Heizelement nach F i g. 1 verwendet wird, werden gemäß
F i g. 2 und 3 während der Herstellung des zu beheizenden Bodens mehrere Schutzrohre
3
aus Metall parallel zueinander in den erforderlichen Abständen verlegt, und ein
Ende jedes Rohres wird an einen Kanal 4 angeschlossen, der sich über die
erforderliche Strecke längs einer Seiten-oder Endkante des Bodens erstreckt. Die
anderen Enden der Rohre werden paarweise durch Kniestücke 5, die aus biegsamem oder
starrem Material bestehen können, miteinander verbunden. Die Rohre werden mit dem
Anschlußkanal auf beliebige geeignete Weise verbunden, z. B. mittels Verbindungsstücken,
die mit dem Ende des betreffenden Rohres verspannt werden; es ist jedoch auch möglich,
die Enden der Rohre einfach durch Löcher in einer Wand des Anschlußkanals hindurchzuschieben.Wenn
es erforderlich ist, mehrere Abschnitte des Schutzrohrmaterials zu einem längeren
Strang zu vereinigen, verwendet man elastische Verbindungsstücke 6 od. dgl.
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Nachdem die Schutzrohre in der gewünschten Weise angeordnet worden
sind, werden die Heizkabel, die einen nicht isolierten elektrischen Widerstandsdrahtl
innerhalb einer Umhüllung2 umfassen, in die Schutzrohre eingezogen und innerhalb
des Kanals 4 mittels Anschlußkästen 8 od. dgl. miteinander verbunden.
Der blanke Heizdraht besteht zweckmäßigerweise aus Chromnickelmaterial des erforderlichen
Durchmessers, während die Umhüllung aus gewebten Glasfaserschläuchen hergestellt
ist, die mit einem geeigneten Mittel, z. B. mit Silikon oder einem anderen Lackierungs-
und/oder Bindemittel, behandelt sind. Die Heizdrähte werden auf beliebige geeignete
Weise mit einer elektrischen Kraftquelle verbunden, und es ist mindestens ein in
den Boden eingebauter Thermostat 9 vorhanden, der sich von dem Kanal
4 aus in das Material des Bodens hinein erstreckt. Es sei bemerkt, daß es
dann, wenn es als zweckmäßiger erscheint, möglich ist, die biegsame Umhüllung zuerst
in die Schutzrohre einzuziehen und danach die Heizdrähte einzuführen. Der Heizdraht
kann aus blankem Material bestehen und als einzelner Draht oder in Form mehrerer
zu einer Litze vereinigter Drähte ausgebildet sein, und dieser Widerstandsdraht
kann geradlinig oder schraubenlinienförmig verlegt werden; wenn an den Draht bzw.
die Drähte eine Spannung angelegt wird, bewirkt die Glasfaserumhüllung eine ausreichende
elektrische Isolierung. Der Durchmesser und die Länge der Heizdrähte werden so gewählt,
daß sich die gewünschte Leistungsaufnahme je Längeneinheit ergibt. Nachdem das elektrische
System in den Boden eingebaut worden ist, kann man den Boden mit einem Estrich versehen
und/oder ihn auf andere Weise fertigstellen, wie es in der Bautechnik üblich ist.
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Bei einer abgeänderten Ausbildungsform wird an Stelle der starren
Schutzrohre ein biegsames oder starres Glasfaserrohrmaterial verwendet, das die
Heizdrähte aufnimmt und unmittelbar in den Boden eingebettet werden kann.
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Bei der alternativen Anordnung nach F i g. 4 werden in dem Boden während
der Bauarbeiten Kanäle 10 ausgebildet, so daß man die mit einem Glasfaserschlauch
versehenen blanken elektrischen Heizdrähte ähnlich, wie es bei der Behandlung der
starren Schutzrohre beschrieben wurde, in die Kanäle einziehen kann. Zweckmäßigerweise
kann man ein bekanntes Verfahren zum Herstellen von Kanälen anwenden, bei dem aufblasbare
Gummischläuche verlegt und aufgeblasen werden, bevor das Material für den Boden
aufgebracht wird; hierauf werden die Schläuche entleert und aus den so gebildeten
Kanälen herausgezogen.
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Wenn es nicht zweckmäßig ist, bei der Herstellung der Kanäle die erforderlichen
gebogenen Abschnitte oder Schleifen auszubilden, kann man gerade Kanalabschnitte
auf beliebige geeignete Weise durch Krümmer oder Schleifen miteinander verbinden.
Ein zweckmäßiges Verfahren besteht darin, vorher im Wege des Gießens hergestellte
Aggregate 10 b der in F i g. 5 dargestellten Art vorzusehen, in denen jeweils ein
gebogener Verbindungskanal 11 ausgebildet ist, der an einer Längskante des Aggregats
mündet und bei dem eine Öffnung 12 vorgesehen ist, die von der Oberseite des Aggregats
zur Mitte des gebogenen Kanals führt. Dieses vorgegossene Aggregat kann in den Boden
eingebaut werden, so daß es einen Bestandteil des Bodens bildet, doch kann es auch
lose eingebaut werden, damit es sich gegebenenfalls entfernen läßt. Es sei bemerkt,
daß sich an das soeben beschriebene Aggregat geradlinige Kanalabschnitte 10a anschließen.
Diese Kanäle können mit Hilfe von aufblasbaren Schläuchen 14 hergestellt werden,
an deren Enden Zugdrähte 15 befestigt sind, an denen man als solche bereits bekannte
Einziehdrähte anbringen kann, welche in die Kanäle eingezogen werden, wenn man die
Schläuche herauszieht. Die an zweiter Stelle genannten Zugdrähte dienen dazu, die
mit einer Glasfaserumhüllung versehenen blanken Heizdrähte als vollständige Kabel
in die Kanäle einzuziehen; es ist jedoch auch möglich, die Umhüllungen und die Heizdrähte
getrennt voneinander in die Kanäle einzuführen.
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Bei sämtlichen vorstehend beschriebenen Anordnungen werden blanke
Heizdrähte verwendet, die in isolierenden Glasfaserumhüllungen größeren Durchmessers
liegen, und man kann die Heizdrähte je nach der angewendeten Konstruktion entweder
längs der Umhüllung oder zusammen mit ihr leicht in die gewünschte Lage bringen
oder sie wieder herausziehen.
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Bei einer abgeänderten Ausbildungsform stellt das erfindungsgemäße
Heizelement ein Heizaggregat in Gestalt einer gemäß F i g. 6 aus Schichten aufgebauten
Tafel dar. Bei dieser Anordnung wird auf eine Rückwand 16, die vorzugsweise aus
einem Isolierstoff besteht, ein Heizkabel 17 der vorstehend beschriebenen
Art in Form eines Gitters aufgelegt, und dann wird auf das Kabel eine Deckplatte
18 aufgebracht; die Teile können auf beliebige geeignete Weise miteinander verbunden
werden, und man kann eine Abschlußkante 19 vorsehen. In manchen Fällen kann diese
Abschlußkante das einzige Mittel zum Zusammenhalten der Schichten bilden; in anderen
Fällen kann die Abschlußkante auch fortgelassen werden. Die Deckplatte 18 kann aus
einem beliebigen geeigneten Material bestehen, das die übertragung von Wärme ermöglicht,
und an ihrer Innenseite kann ein Flachmaterial aus Metall vorgesehen sein; ebenso
ist es möglich, ein solches Flachmaterial innerhalb der Deckplatte anzuordnen. Bei
dem Flachmaterial kann es sich um eine sehr dünne Metallfolie handeln, die nach
Bedarf mit Öffnungen versehen oder lückenlos ist. Diese Einlage aus Flachmaterial
dient lediglich zum Verteilen der Wärme. Es sei bemerkt, daß sich das beschriebene
Aggregat auf verschiedene Weisen abändern läßt, um den jeweiligen Anforderungen
zu entsprechen, und daß man es in einen Teil eines Gebäudes einbauen kann, z. B.
in einen Boden, eine Wand oder eine Decke, wobei das Aggregat mit
der
betreffenden Fläche bündig ist, oder daß man es an einer Fläche befestigen oder
lose aufhängen oder es auf andere Weise als Heiztafel oder -fläche verwenden kann.
Die Enden der Heiztafel werden natürlich auf beliebige geeignete Weise mit einer
elektrischen Kraftquelle verbunden.