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Vorrichtung zur thermischen Umlagerung neutraler Kaliumsalze von Benzolmono-und
bzw. oder Benzoldicarbonsäuren in Dikaliumterephthalat Die Terephthalsäure ist ein
wichtiges Zwischen produkt bei der Herstellung von Polyesterfasern. Ein Weg zu ihrer
Erzeugung ist die Umlagerung von Alkalisalzen der isomeren Phthalsäuren, eventuell
die Disproportionierung von Alkalisalzen der Benzoesäure. Die Umlagerung wird unter
Verwendung eines Katalysators bei Temperaturen von 350 bis 5500 C und unter Druck
von 0 bis 400 atü oder mehr durchgeführt. Beim Aufheizen auf die Reaktionstemperatur
kommt es zunächst zum Schmelzen des Reaktionsgutes, worauf die Umlagerung vor sich
geht, bei welcher die Reaktionsmasse wieder erstarrt.
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Durchmischen und rasches Aufheizen haben auf die Reaktion günstigen
Einfluß.
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Die Umlagerung wurde bisher in verschiedenen Vorrichtungen durchgeführt,
wie z. B. in einer Kugelmühle, in einem Bandapparat oder in einer Schneckenwellenvorrichtung.
Nachteile dieser Vorrichtungen sind ihre schwierige Konstruktion für hohe Drücke,
ungenügende Durchmischung des Reaktionsgutes und langsame Aufheizung.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung beseitigt diese Nachteile. Sie gestattet
die thermische Umlagerung so durchzuführen, daß das Reaktionsgut gleichzeitig durchgemischt
und durch eine Scherwirkung zwischen Flächen, die gegenseitig eine Relativbewegung
aufweisen, zermalmt wird. Die Wärme in das System bzw. aus dem System zu- bzw. entweder
durch Wände des Reaktionsgefäßes oder mit Hilfe eines Gases, das das Reaktionsgut
infolge der ununterbrochenen Durchmischung leicht durchläuft, abge leitet. Diesen
Umstand kann man in kontinuierlich arbeitenden Vorrichtungen zur Wärmeregeneration
ausnutzen. Bei Gegenstromanordnung wird das einströmende kalte Gas durch das die
Vorrichtung verlassende warme Produkt vorgeheizt, wonach es neuerdings den einlaufenden
Rohstoff vorwärmt und zum Schmelzen bringt. Zum Ausgleich der Wärmeverluste infolge
ungenügender Wärmeisolation und infolge des unvollständigen Wärmeaustausches zwischen
dem Schüttgut und dem Gas ist es notwendig, den Rohstoff vor dem Einlauf in die
Reaktionszone auf eine Optimaltemperatur vorzuwärmen, und zwar entweder durch die
Gefäßwand oder durch einen vorgeheizten Gasstrom. Diese Wärmemenge stellt jedoch
nur einen Teil der Wärme vor, die ansonsten zur Aufheizung des gesamten Rohstoffes
auf die Reaktionstemperatur notwendig wäre.
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Die Vorrichtung besteht aus einem rohrförmigen Gehäuse, das mit Ein-
und Auslaufstutzen versehen ist. Innerhalb des Gehäuses ist ein zweiteiliges Rührwerk
eingebaut, das aus einem Rahmen mit Innenschaufeln 3 und einer Welle mit Außenschaufeln
4 besteht; beide Teile greifen ineinander ein und sind sowohl gegenseitig als auch
mit der Achse des rohrförmigen Gehäuses koaxial. Aus Konstruktionsgründen ist es
vorteilhaft, wenn ein Teil des Rührwerkes fest und der andere drehbar ist. Grundsätzlich
ist es möglich, daß entweder der Rahmen mit Innenschaufein drehbar und die Welle
mit den Außenschaufeln fest ist, oder umgekehrt. Schließlich können auch beide Teile
des Rührwerkes drehbar sein. Wird die Aufheizung durch die Gefäßwand vorgenommen,
so ist es vorteilhaft, den Rahmen drehbar zu wählen, da dieser die Wände abstreift
und somit den Wärmeübergang verbessert. Im Falle der Aufheizung mittels Gases ist
es aus Konstruktionsgründen vorteilhafter, wenn die Welle drehbar und der Rahmen
fest ist.
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Die Vorrichtung kann sowohl für diskontinuierlichen als auch für
kontinuierlichen Betrieb verwendet werden. Bei kontinuierlichem Betrieb wird in
einem Ende des rohrförmigen Gehäuses das schüttige Rohmaterial dosiert, welches
sich nach und nach vorwärmt, schmilzt, sich umlagert, erstarrt, zermalmt wird und
in dem anderen Ende im feinen, pulverförmigen Zustand austritt. Die Vorrichtung
kann in waagerechter, schräger oder senkrechter Lage arbeiten.
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Die Vorteile der Vorrichtung gemäß der Erfindung sind: 1. Das dem
Druck ausgesetzte Gefäß ist rohrförmig, so daß es leicht auch für hohe Drücke dimensioniert
werden kann. Bei höheren Drükken werden bessere Ausbeuten erzielt. Die Vorrichtung
kann auch für Drücke einiger hundert Atmosphären dimensioniert werden.
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2. Die rohrförmige Vorrichtung kann zur Gänze mit dem Reaktionsgut
angefüllt werden, so daß ein großer Durchsatz und gleichzeitig lange Reaktionszeiten
erzielbar sind.
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3. Das Endprodukt wird in feiner, pulverförmiger Form gewonnen, was
einerseits die Entnahme aus dem Druckraum, andererseits die weitere Verarbeitung
erleichtert.
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4. Die ständige Durchmischung beeinflußt günstig die Dispersion des
Katalysators sowie auch eine gleichmäßige Temperaturverteilung.
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5. Die Aufheizung mit Hilfe eines Gases ermöglicht die Umlagerung
in hohen Schichten großen Durchmessers, so daß mit einer einzigen Vorrichtung große
Kapazitäten bewältigt werden können.
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6. Der Wärmeübergang zwischen dem Gas und dem schüttigen Ausgangsmaterial
ist infolge der großen Berührungsfläche praktisch vollkommen; das Aufheizen des
Rohstoffes sowie auch die Abkühlung des Endproduktes verlaufen innerhalb einiger
zehn Sekunden, so daß nahezu der ganze Inhalt der Vorrichtung für die Umlagerung
ausgenutzt werden kann.
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Durch die Verwendung eines Gases zur Wärmeübertragung an den kalten
Rohstoff wird eine wesentliche Energieersparnis erzielt. Wird die Wärmeübertragung
nicht durch die Gefäßwände
durchgeführt, so ist die rohrförmige Vorrichtung weniger
belastet und kann sodann auch für höhere Drücke eingesetzt werden.
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8. Die Benutzung von Gas zur Abkühlung des Endproduktes und zur Entziehung
der Reaktionswärme verhindert einen unvorteilhaften Temperaturanstieg im Reaktionsgefäß.
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9. Die Vorrichtung ist sowohl in der Konstruktion als auch für die
Erzeugung einfach.
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Beispiel 1 Ein elektrisch geheizter Mischautoklav mit einem Fassungsvermögen
von 2,5 l (Abb. 3) wurde mit einem festen Wellenrührwerk 19 und einem drehbaren
Rahmen 18 versehen. Die Wellen- und Rahmenschaufeln hatten eine Breite von 20 mm
und eine Stärke von 3 mm; der Abstand zwischen einer drehbaren und einer festen
Schaufel betrug 3 mm. Der Rahmenmischer wurde mit einer Geschwindigkeit von 120U/Min.
gedreht. In den auf 2000 C vorgeheizten Autoklav wurden 1000 g trockenes, pulverfönniges
Dikaliumphthalat mit 8 g CdCl2 als Katalysator eingeführt. Der Autoklav wurde verschlossen,
mit Hilfe von Kohlendioxyd auf 8 atü gebracht und dann rasch auf 4200 C erhitzt.
Diese Temperatur wurde 20 Minuten beibehalten, worauf zuerst die Heizung und nach
Kühlung auf 2000 C auch das Rührwerk ausgeschaltet wurde. Bei Entnahme des Inhaltes
wurden 951 g einer feinen, pulverförmigen grauen Masse gewonnen, die 883 g Dikaliumterephthalat
enthielt. Die Ausbeute betrug 88e/o. Den Rest bildeten nicht umgelagertes Dikaliumphthalat,
Kaliumkarbonat und Nebenprodukte.
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In ähnlicher Weise wurden Versuche unter anderen Bedingungen und
mit anderen Einsätzen wiederholt. Die Uebersicht der Resultate ist aus der Tabelle
ersichtlich:
| Temperatur Dauer Druck Produkt- TK2-Menge Ausbeute |
| Einsatz Katalysator menge |
| OC Minuten atü g g g |
| 1000 1000gPhK2 8gCdCl2 420 20 8 951 883 88 |
| 2 1000 g PhK2 5 g CdCl2 420 20 80 973 962 96 |
| 3 1000 g PhK2 10 g Zn 450 60 8 935 764 76 |
| 4 1000gPhK2 10 g Zn 450 40 80 948 872 87 |
| 5 1000 g IK2 10 g CdCI, 470 60 100 982 850 85 |
| 6 1000 g BK 10gCdCl2 480 80 100 705 657 87 |
| 7 50 g BK 10gCdCl2 460 90 100 967 809 81 |
| 180gTK |
| 160 g PhK2 |
| 610 g IK2 |
Erläuterungen: PhK2 = Dikaliumphthalat, TK2 = Dikaliumterephthalat, IK2 = Dikaliumisophthalat,
BK = Kaliumbenzoat.
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Beispiel 2 Ein Mischautoklav mit einem Fassungsvermögen von 21/21
(Abb. 4) - wurde mit einem drehbaren Wellenrühwerk 20 und einem festen Rahmen 21
versehen. Der Rahmen war in ein Hilfsgefäß eingebaut, das sich-in dem Autoklav befand.
Diese Anordnung hat den Vorteil daß die drehbaren Schauleln bis zu den Wänden greifen.
Das Wellenrührwerk wurde mit einer Geschwindigkeit von 120 U/Min.
gedreht. Die Abmessungen
der festen und drehbaren Schaufeln waren die gleichen wie die im Beispiel 1.
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In den auf 2000 C vorgeheizten Autoklav wurden 1000 g trockenes,
pulverförmiges Dikaliumphthalat mit 8 g CdCl2 als Katalysator eingeführt. Der Autoklav
wurde verschlossen, mit Hilfe von Kohlendioxyd auf 8 atü gebracht und rasch auf
4200 C erhitzt.
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Diese Temperatur wurde 20 Minuten beibehalten, worauf zuerst die Heizung
und nach Kühlung auf
2000 C auch das Rührwerk ausgeschaltet wurde.
Bei Entnahme des Inhaltes wurden 937 g eines feinen grauen Pulvers gewonnen, das
875 g Dikaliumterephthalat enthielt. Die Ausbeute betrug 87 0/o.
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Beispiel 3 Ein Mischautoklav (Abb. 1), 1000 mm lang und mit einem
Innendurchmesser von 110 mm, wurde mit einem drehbaren Rahmenrührwerk 3 und einem
drehbaren Wellenrührwerk 4 versehen. Die Breite der Schaufeln war 30 mm, ihre Länge
4 mm, und der Freiraum zwischen den Schaufeln beider Rührwerke betrug 5 mm. Der
Spielraum zwischen dem Rahmen und der Reaktorwand betrug 0,5 mm, der Spielraum zwischen
den Enden der festen Schaufeln 1 mm. Das Wellenrührwerk drehte sich mit einer Geschwindigkeit
von 80U/Min. nach rechts, das Rahmenrührwerk mit 40 U/Min. nach links. Der eigentliche
Autoklav war mit zweiteiligen Füll- und Aussturzvorrichtungen sowie einer Eintragvorrichtung
ausgestattet. Das ganze System wurde unter Druck von 14 atü Kohlendioxyd gehalten.
Der Mittelteil des Autoklavs wurde elektrisch auf 430 bis 4500 C erwärmt, in der
Richtung zu beiden Reaktorenden sank die Temperatur. Mit Hilfe der Eintragvorrichtung
wurde durch die Mündung 2 trockenes, pulverförmiges Dikaliumphthalat mit 1 0/o CdCl2
als Katalysator eingeführt. Nach Eintritt in den Autoklav wurde das Dikaliumphthalat
nach und nach vorgewärmt, geschmolzen, umgelagert, zermalmt und durch die Schneckenwelle
5 in die Aussturzöffnung 6 ausgescharrt. Die Vorrichtung wurde auf eine Kapazität
von 4 kg Dikaliumphthalat je Stunde eingestellt; hierbei wurden 3,7 bis 3,8 kg eines
Pulvers je Stunde gewonnen, das 3 bis 3,2 kg Dikaliumterephthalat enthielt. Die
Ausbeute war 75 bis 80°/o.
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Beispiel 4 Es wurde die gleiche Vorrichtung wie im Beispiel 3 benutzt,
lediglich mit dem Unterschied, daß das Wellenrührwerk gebremst war, so daß es sich
nicht drehen konnte und die Umdrehungen des Rahmenrührwerkes 70U/Min. betrugen.
Im System wurde ein Druck von 14 atü Kohlendioxyd unterhalten; die Temperaturbedingungen
waren die gleichen wie im Beispiel 3.
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Mit Hilfe der Eintragvorrichtung durch die Mündung 2 wurde trockenes,
pulverförmiges Dikaliumphthalat mit 10/o pulverförmigem Zink als Katalysator eingeführt.
Durch die Röhre 7 wurden 5 bis 6 kg Kohlendioxyd je Stunde mit einer Temperatur
von 200 C eingeführt. Durch die Gegenstromberührung wurde das Kohlendioxyd rasch
auf 440 bis 4500 C erwärmt und das austretende Endprodukt gleichzeitig abgekühlt.
Im oberen Ende des Autoklavs erwärmte das heiße Gas wieder den eintretenden Rohstoff
und verließ das System durch die Röhre 1. Die Vorrichtung war weiter mit einer Abscheidevorrichtung
für das mitgerissene Dikaliumphthalat versehen, überdies mit einem Zirkulationskompressor
für Kohlendioxyd und Ventilen zur teilweisen Entgasung und Zufuhr von frischem Gas
versehen. Das pulverförmige Endprodukt wurde mit Hilfe der Schneckenwelle 5 in die
Aussturzöffnung 6 ausgescharrt. Die Vorrichtung war auf eine Kapazität von 4 kg
Dikaliumphthalat je Stunde eingestellt.
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Es wurden 3,8 bis 3,9 kg je Stunde eines Pulvers, das 3,1 bis 3,3
kg Dikaliumterephthalat enthielt, gewonnen. Die Ausbeute betrug 77 bis 82°/o. Bei
Vergleich mit Beispiel 3 sank der Verbrauch der Wärmeenergie um 30 bis 40'>/o.
Diese verhältnismäßig kleine Senkung des Energieverbrauchs wurde dadurch verursacht,
daß der größere Teil der zugeführten Wärme für den Ausgleich der Wärmeverluste an
die Umgebung verbraucht wurde.
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Beispiel 5 Es wurde die gleiche Vorrichtung wie im Beispiel 4 verwendet,
lediglich mit dem Unterschied, daß im System ein Druck von 25 atü Kohlendioxyd unterhalten
wurde und daß die Temperatur im Mittelteil des Autoklavs durch elektrische Beheizung
auf 450 bis 4700 C gesteigert wurde. Mit Hilfe der Eintragvorrichtung durch die
Mündung 2 wurde auf 2500 C vorgewärmtes, trockenes, pulverförmiges Kaliumbenzoat
mit 1°/oCdCl2 als Katalysator eingeführt.
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Durch die Röhre 7 strömten in das System 3 bis 5 kg Kohlendioxyd je
Stunde mit einer Temperatur von 20"C ein.
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Durch die Gegenstromberührung wurde das Gas rasch auf 460 bis 4700
C erwärmt, wobei das austretende Endprodukt gleichzeitig abgekühlt wurde.
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Im oberen Ende des Autoklavs erwärmte das heiße Gas wieder den eintretenden
Rohstoff und verließ gleichzeitig mit dem durch die Reaktion entstandenen Benzol
das System durch die Röhre 1. Das Gas aus der Röhre 1 wurde durch erwärmte Abscheidevorrichtungen
in einen Kühler geführt, wo es auf 300 C abgekühlt wurde. In einer weiterenAbscheidevorrichtung
wurde das kondensierte Benzol abgeschieden und das Gas neuerlich mit Hilfe des Zirkulationskompressors
dem Autoklav durch die Röhre 7 zugeführt. Das pulverförmige Produkt wurde durch
die Schneckenwelle 5 in die Aussturzöffnung 6 ausgescharrt. Bei der eingestellten
Kapazität der Vorrichtung auf 6 kg Kaliumbenzoat je Stunde wurden 4,3 bis 4,5 kg
eines Pulvers, das 3,8 bis 4 kg Dikaliumterephthalat enthielt, gewonnen.
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Die Ausbeute betrug 84 bis 88°/o, wobei gleichzeitig aus dem zirkulierenden
Gas durch Kondensation 1,2 bis 1,3 kg Benzol gewonnen wurden.
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Beispiel 6 Ein kontinuierlicher Mischautoklav (Abb. 2), 1200 mm lang
und mit einem Innendurchmesser von 125 mm, wurde mit einem drehbaren Rahmenrührwerk
9 versehen, das in der Umgebung der Röhre 11 in eine kegelförmige Röhre 15 und sodann
wieder in die Rahmenanordnung überging. Die kegelförmige Anordnung verhinderte das
Eindringen der teigartigen Masse in die Öffnung 11. Der Autoklav war mit einem festen
Wellenrührwerk 10 ausgestattet, das durch einen Verschluß 13 gegen Umdrehung gesichert
war. Das Rahmenrührwerk wurde mit einer Geschwindigkeit von 70 UlMin. bewegt. Die
Ausmaße der Schaufeln waren die gleichen wie im Beispiel 3. Der eigentliche Autoklav
war mit zweiteiligen Füll- und Aussturzvorrichtungen sowie mit einer Eintragrorrichtung
ausgestattet. Das ganze System wurde unter Druck von 25 atü Kohlendioxyd gehalten.
Der wärmeisolierte Autoklav war mit keiner Außenaufheizmöglichkeit ausgestattet.
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Mit Hilfe der Eintragrorrichtung durch die Mündung 14 wurde trockenes,
pulverförmiges Dikaliumphthalat mit 1 °/o pulverförmigem Zink als Katalysator eingeführt.
Durch die Zufuhrröhre 12 strömten 6 bis 8 kg Co2 je Stunde mit einer Temperatur
von 200 C und durch die Röhre 11 gleichzeitig 2 bis 3 kg Co2 je Stunde mit einer
Temperatur von 470 bis 4800 C ein. Bei der Gegenstromberührung wurde das in den
unteren Teil des Autoklavs eingeführte Gas rasch auf 430 bis 4400 C erwärmt, wobei
das austretende Produkt gleichzeitig abgekühlt wurde.
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Infolge der Zufuhr des heißen Kohlendioxyds durch die Röhre 11 stieg
die Temperatur des Gases bei der Mündung dieser Röhre auf 440 bis 4500 C. Das Gas
wärmte die Schmelze vor, schmolz den Rohstoff und wärmte auch diesen vor. Das Gas
wurde sodann in eine Abscheidevorrichtung, einen Kühler und schließlich durch den
Zirkulationskompressor wieder in den Autoklav geleitet. Das pulverförmige Endprodukt
wurde durch die Schneckenwelle 16 in die Aussturzvorrichtung 17 ausgescharrt. Die
Vorrichtung war auf eine Kapazität von 6 kg Dikaliumphthalat je Stunde eingestellt.
Es wurden 5,6 bis 5,8 kg je Stunde eines Pulvers, das 4,6 bis 4,8 kg Dikaliumterephthalat
enthielt, gewonnen. Die Ausbeute betrug 76 bis 80o/0.