DE1148639B - Anordnung zur Begrenzung der Erdkurzschlussstroeme in Netzen mit geerdeten Mittel- oder Sternpunkten durch Impedanzen in der Erdverbindung - Google Patents

Anordnung zur Begrenzung der Erdkurzschlussstroeme in Netzen mit geerdeten Mittel- oder Sternpunkten durch Impedanzen in der Erdverbindung

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DE1148639B
DE1148639B DEB63475A DEB0063475A DE1148639B DE 1148639 B DE1148639 B DE 1148639B DE B63475 A DEB63475 A DE B63475A DE B0063475 A DEB0063475 A DE B0063475A DE 1148639 B DE1148639 B DE 1148639B
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earth
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Dipl-Ing Hans Boehm
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HANS BOEHM DIPL ING
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HANS BOEHM DIPL ING
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H9/00Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
    • H02H9/08Limitation or suppression of earth fault currents, e.g. Petersen coil

Landscapes

  • Remote Monitoring And Control Of Power-Distribution Networks (AREA)

Description

  • Anordnung zur Begrenzung der Erdkurzschlußströme in Netzen mit geerdeten Mittel-oder Sternpunkten durch Impedanzen in der Erdverbindung Es ist bekannt, zur Begrenzung von im Fehlerfall fließenden Erdkurzschlußströmen in einem Netz oder einer Netzgruppe - nachfolgend allgemein nur Netz genannt - die Mittel- oder Sternpunkte - im folgenden allgemein nur Sternpunkte genannt - über strombegrenzende Impedanzen zu erden. Die Zahl und die Größe der verwendeten Impedanzen hängen im wesentlichen von der Größe und der Art des Netzes und der gewünschten oder zulässigen Höhe der Erdkurzschlußströme ab, wobei z. B. auch ein selektives Arbeiten des üblichen hierfür besonders vorgesehenen Netzschutzes gewährleistet bleiben muß.
  • Die Gefahr des Freischaltens, d. h. der Abtrennung nicht geerdeter Netzteile im Fehlerfall, ist weitgehend von der Zahl der Sternpunkte, die direkt oder über Impedanzen zur Erdung vorgesehen sind, und von der Vermaschung des Netzes abhängig. Die zur absoluten Sicherheit vor dem Freischalten notwendige Zahl der geerdeten Sternpunkte wird mit Rücksicht auf die Aufwendungen meist nicht erreicht werden können. Man versucht daher, unter wirtschaftlichen und elektrotechnischen Gesichtspunkten gesehen, ein optimales Ergebnis zu erreichen. Anstatt jedem Transformator eine Erdungsimpedanz zuzuordnen, hat man daran gedacht, die Transformatoren für ein und dasselbe Netz in einer Station gemeinsam über eine Impedanz zu erden. Ferner hat man in Erwägung gezogen, die Sternpunkte mehrerer Transformatoren eines Netzes über einen mehrere Stationen des Netzes verbindenden Sternpunktleiter zusammenzuschalten und den Sternpunktleiter über eine gemeinsame Impedanz zu erden.
  • Wenngleich die beiden vorerwähnten Maßnahmen schon zu Einsparungen an Impedanzen führen, so ist der Aufwand dennoch sehr hoch, insbesondere dann, wenn mehrere Netze in einer Station vorhanden sind oder bei Verwendung eines gemeinsamen Sternpunktleiters, wenn die räumliche Ausdehnung des Netzes groß ist.
  • Die Erfindung weist einen Weg zur weiteren Einsparung gegenüber den zuletzt genannten Möglichkeiten und zur Erhöhung der Sicherheit gegenüber der bisher vorgesehenen Methode, die Zahl der Impedanzen nach Gesichtspunkten der elektrogeographischen Netzkonstellation auszuwählen. Die Erfindung bezieht sich auf die Begrenzung der Erdkurzschlußströme in Netzen mit geerdeten Mittel-oder Sternpunkten durch Impedanzen in der Erdverbindung, wenn in einer Station zwei oder mehrere Netze vorhanden sind. Die Lösung besteht darin, daß die einer Station angehörenden Sternpunkte zweier oder mehrerer an sich getrennt arbeitender Netze über eine gemeinsame strombegrenzende Impedanz mit Erde verbunden sind.
  • Bei gleichem Aufwand an Impedanzen können damit mehr Transformator-Sternpunkte als bei den bisher üblichen Methoden geerdet werden. Durch die auf diese Weise erreichte stärkere Vermaschung des Nullsystems der Netze wird eine Freischaltung nicht geerdeter Netzteile im Fehlerfall mit hoher Sicherheit vermieden.
  • Die bei den bisher üblichen gelöschten Netzen maßgebenden Gesichtspunkte führten von der Lösung nach vorliegender Erfindung weg, da die Auftrennung der gelöschten Netze unter Berücksichtigung der Kurzschlußleistung und der kapazitiven Ströme erfolgt. Wegen der kapazitiven Ströme muß aber dann auch eine Auftrennung der Nullsysteme vorliegen.
  • Als Impedanzen können induktive, ohmsche und; oder kapazitive Widerstände (auch gemischt) dienen, deren Auswahl im Hinblick auf die gewünschte Art der Sternpunktbehandlung für die Netze zu treffen sein wird.
  • Werden zwei oder mehrere Netze unmittelbar über Transformatoren oder auch über ein weiteres Netz mit über- oder untergeordneter Spannungsebene synchron gehalten, so wirken sich Erd- und Kurzschlüsse in dem einen Netz im Mit- bzw. Gegensystem des anderen Netzes gleichermaßen aus, unabhängig davon, ob die Sternpunkte beider Netze miteinander verbunden sind oder nicht. Die Maßnahme nach der Erfindung hat hierauf praktisch keinen Ein$uß. Dagegen führen aber beispielsweise Erdkurzschlüsse in dem einen Netz zu Nullspannungen und Nullströmen im anderen Netz. Wegen der Verbindung der Sternpunkte der Netze und der Erdung durch eine gemeinsame Impedanz bilden dabei die Nullsysteme der Netze eine Einheit, und es ist daher nötig, zur Vermeidung von Fehlauslösungen den Netzschutz für die so miteinander vermaschten Netze als Einheit aufzufassen und dementsprechend auszulegen.
  • An Hand zweier in der Zeichnung schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung ist das Wesen der Erfindung nachfolgend näher erläutert. In Fig. 1 ist z. B. die Erdung der Sternpunkte zweier asynchron betriebener Netze 1 und 2 gezeigt. An das Netz 1 sind Einspeisungen 12 und 14 über Transformatoren 11 und 13 angeschlossen, während an das Netz 2 über Transformatoren 21 und 23 Einspeisungen 22 und 24 gekoppelt sind. Die in Stern geschalteten Oberspannungsseiten der Transformatoren 13 und 21 sind über Schalter 15 und 25 und einen gemeinsamen Strombegrenzungswiderstand 4 an Erde 5 anschaltbar. Auf diese Weise dient ein und derselbe Widerstand 4 sowohl zur Strombegrenzung von Erdkurzschlußströmen, die im Netz 1 oder im Netz 2 oder in beiden auftreten können. Selbstverständlich können an jedes der Netze noch weitere, im einzelnen nicht dargestellte Einspeisungen oder auch Verbraucher beliebiger Art angeschlossen sein, ohne daß hierbei die Wirkungsweise der Anordnung nach der Erfindung beeinträchtigt wird. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, die Sternpunkte der übrigen Transformatoren in beiden Netzen eventuell an den gezeigten oder an einem an einer anderen Station angeordneten Begrenzungswiderstand anzuschließen.
  • Die Schalter 15 und 25 sowie die im folgenden zur Fig. 2 erwähnten Schalter 17 und 27 sind im Betrieb geschlossen.
  • In. Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für zwei synchron betriebene Netze 1 und 2 gezeigt, die mit einem dritten Netz mit untergeordneter Spannungsebene verbunden sind. Gleiche Teile wie in der Anordnung nach Fig. 1 sind hierbei mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Der Unterschied gegenüber der Anordnung nach Fig.1 besteht darin, daß der Koppeltransformator 16 zwischen den Netzen 1 und 3 an seiner in Stern geschalteten Oberspannungswicklung über einen Schalter 17 mit der Mittelpunktverbindung zwischen den Schaltern 15 und 25 verbunden ist. Mit der gleichen Stelle ist über einen Schalter 27 die in Stern geschaltete Oberspannungswicklung eines zwischen den Netzen 2 und 3 liegenden Koppeltransformators 26 leitend verbindbar. Auf diese Weise können durch Schließen aller Schalter 15, 25,17 und 27 sämtliche Sternpunkte der in dieser Station angeordneten Transformatoren über einen insbesondere verstellbaren Begrenzungswiderstand 41 an Erde 5 geschaltet werden. Ähnliche Schaltungsanordnungen sind auch in den übrigen nicht gezeigten Stationen zweckmäßig vorgesehen. Auf diese Weise werden auch Fehler im Netz 3 erfaßt werden können, bei dem eine Einspeisung 32 über einen Koppeltransformator 31 mit dem Netz 3 verbunden ist. Die Auslegung des Netzschutzes hat dabei so zu erfolgen, daß sämtliche Netze als Einheit aufzufassen sind.
  • Die Anordnung nach der Erfindung ermöglicht es bei der Verwendung einstellbarer Impedanzen, daß diese zur Erdschlußkompensation abgestimmt werden. Die Vermaschung der Sternpunkte mehrerer Netze ist auch dann möglich, wenn diese Netze eine unterschiedliche Spannung haben, wobei die Spannungsunterschiede natürlich im Hinblick auf die einwandfreie Erfüllung der den Impedanzen gestellten Aufgaben begrenzt sind.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anordnung zur Begrenzung der Erdkurzschlußströme in Netzen mit geerdeten Mittel- oder Sternpunkten durch Impedanzen in der Erdverbindung, dadurch gekennzeichnet, daß die Sternpunkte zweier oder mehrerer an sich getrennt arbeitender Netze über eine gemeinsame strombegrenzende Impedanz mit Erde verbunden sind.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung für synchron oder asynchron betriebene Netze.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Anwendung auf Netze mit gleicher oder verschiedener Spannung.
  4. 4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine einstellbare Impedanz, die zur Erdschlußkompensation mitbenutzbar ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1 für mehrere Netze, die transformatorisch mit einem weiteren Netz gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Sternpunkten der einzelnen Netze auch die Sternpunkte der Koppeltransformatoren an den bzw. die gemeinsamen Impedanzen anschließbar sind. In Betracht gezogene Druckschriften: AEG-Druckschrift K 5 1005,
  6. 6. Auflage: »Überspannungsschutz durch Erdschluß-Spulen«, S. 14,15.
DEB63475A 1961-08-01 1961-08-01 Anordnung zur Begrenzung der Erdkurzschlussstroeme in Netzen mit geerdeten Mittel- oder Sternpunkten durch Impedanzen in der Erdverbindung Pending DE1148639B (de)

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