DE1136811B - Zum Schutz gegen die Wirkung von Atombombenexplosionen vorgesehener Bunker aus Beton - Google Patents
Zum Schutz gegen die Wirkung von Atombombenexplosionen vorgesehener Bunker aus BetonInfo
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- E04H9/04—Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate against air-raid or other war-like actions
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Description
- Zum Schutz gegen die Wirkung von Atombombenexplosionen vorgesehener Bunker aus Beton Bei der Explosion von Atombomben über Wohngebieten werden erfahrungsgemäß Wohngebäude üblicher Herstellung je nach ihrer Entfernung vom Epizentrum der Explosion mehr oder weniger vollständig zum Einsturz gebracht. Menschen, die sich in den Gebäuden oder in Schutzräumen unter den Gebäuden aufhalten, werden daher mit großer Wahrscheinlichkeit verschüttet. Da die Zerstörung ganze Städte oder Stadtteile gleichzeitig erfaßt, sind die Aussichten auf eine Bergung überlebender Menschen verhältnismäßig gering.
- Man hat deshalb schon vorgeschlagen, Bunker nicht mehr unter Gebäuden oder in ihrer nächsten Nähe, sondern außerhalb des sogenannten Trümmerschattens der Gebäude anzulegen. Dieser Vorschlag läßt sich aber in engen Wohngebieten nur ausnahmsweise verwirklichen. Es ist daher notwendig, die Verschüttungsgefahr in anderer Weise zu beseitigen oder wenigstens stark herabzumindern.
- Bekannt sind auch Bunker gegen die Wirkung von Atombomben, die so tief unter der Erdoberfläche angelegt sind, daß sie von einer mindestens 1,5 m dikken Erdschicht überdeckt sind, und bei denen der Zugang seitlich durch einen winkelig geführten Graben oder Tunnel erfolgt. Dieser Zugang, der durch eine luftdichte Stahltür abgeschlossen ist, kann aber durch die Druck- oder Sogwelle zerstört oder durch Trümmer verschüttet werden. Die Tür kann aus den gleichen Ursachen verklemmt werden. Aus diesen Gründen werden solche Bunker mit einem Notausstieg versehen, der aus einem mit trockenem Sand gefüllten Schacht besteht, der durch die Bunkerdecke und die darüber liegende Erdschicht hindurch bis zur Erdoberfläche geführt ist. Aber auch dieser Notausstieg kann durch Trümmerstücke unpassierbar gemacht werden. Ein weiterer Nachteil dieser Bunkerbauweise liegt in der erheblichen Belastung der Bunkerdecke durch das darüber liegende Erdreich.
- Man hat beobachtet, daß die Druckwelle der Explosion einer Atombombe außerhalb des Epizentrums eine mit der Entfernung rasch abnehmende Vertikalkomponente besitzt. Es hat daher wenig Zweck, der Druck- und Sogwelle wegen den Bunker tief unter die Erdoberfläche zu legen. Es ist völlig ausreichend, die Decke des Bunkers mit der Erdoberfläche in eine Ebene zu legen oder den Bunker in eine offene Grube zu setzen, weil die Erfahrung gelehrt hat, daß Gegenstände in Gruben oder in Gräben, die im rechten Winkel zur Druckwellenausbreitung liegen, auch bei Atombombenexplosionen kaum beschädigt werden. Damit ergibt sich aber die Möglichkeit, auf seitliche Graben- und Tunnelzugänge zu verzichten und den Ein- und Ausstieg ausschließlich durch die Bunkerdecke vorzusehen.
- Solche Kleinbunker mit verschließbaren Ein- und Ausstiegsöffnungen in der Decke sind als Schutz gegen Sprengbomben bereits bekannt. Sie bieten aber keinen Schutz gegen Verschüttung der Ausstiegsöffnungen des Bunkers und auch keine Möglichkeit, sich beim Ausstieg gegen die Strahlung radioaktiven Staubes zu sichern, der sich auf der Bunkerdecke abgelagert hat.
- Die Erfindung betrifft einen zum Schutz gegen die Wirkung von Atombombenexplosionen vorgesehenen Bunker aus Beton, der in die Erde eingelassen ist und dessen mit der Erdoberfläche abschließende Decke mit mindestens einer durch einen Deckel verschließbaren Ein- und Ausstiegsöffnung versehen ist, und besteht darin, daß über jeder Ein- und Ausstiegsöffnung ein korbartiges, in der Decke des Bunkers verankertes Schutzgitter angeordnet ist und daß zur Entfernung von radioaktivem Staub eine von innen bedienbare, ausfahrbare Wasserspritzvorrichtung vorgesehen ist. Um ein möglichst vollständiges Fortspülen des radioaktiven Staubes in der Umgebung der Ausstiegsöffnung zu ermöglichen, ist die Oberfläche des Bunkers vorzugsweise mittels eines Metallbelages oder durch eine Glasur geglättet und mit einer Wassersammelrinne umgeben, aus der das Wasser in eine Sickergrube abfließen kann.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Ausstiegs eines Bunkers nach der Erfindung dargestellt. Die Betondecke 1 des Bunkers besitzt zwei oder mehrere mannlochartige Öffnungen, die durch armierte Klappdecke12 aus Beton verschlossen sind. Die Seitenflächen der Deckel und die dazu passenden, mit Dichtungsbelägen 3 versehenen Leibungen der Öffnungen sind gewölbt ausgebildet. Der Deckel 2 ist an starken Bandscharnieren 4 angelenkt und zum Zweck des Anhebens von außen mit einer Ring- oder Hakenöse 5 versehen. Auf der unteren Seite des Deckels sind starke Drehriegel 6 angeordnet, um ein Aufschlagen des Deckels durch die Sogwelle einer Atomexplosion zu verhindern. Ferner hat der Deckel an seiner Unterseite eine kalottenförmig ausgehöhlte schräge Fläche 7, gegen welche beim Öffnen des Dekkels der halbkugelförmige Kopf 8 des Kolbens 9 einer hydraulischen oder mechanischen Hebevorrichtung 10 bekannter Art drückt.
- Auf der Bunkerdecke liegt ein Metallbelag 11, um der Bunkerdecke eine glatte Oberfläche zu geben, von welcher radioaktiver Staub und Niederschlag durch ein ausfahrbares, schwenkbares Wasserstrahlrohr, das in der Zeichnung nicht dargestellt ist, fortgespült werden kann. Der Metallbelag 11 wird zweckmäßig auch über die außerhalb des Bunkers gelegenen, mit grobem Sand in bekannter Weise gefüllten Filterschächte für die Luftzufuhr in den Bunker geführt, so daß diese gegen das Eindringen von radioaktivem Staub und Regen geschützt sind.
- über den Ausstieg ist ein kegelförmiges Schutzgitter 12 aus verschweißten schweren Stahlschienen gesetzt, das in der Betondecke 1 verankert ist. Es soll den Bewegungsraum des Deckels 2 von größeren Trümmerstücken freihalten. Die Erfahrung hat gezeigt, daß solche korbartigen Schutzgitter der Druck-und Sogwelle standhalten, da diese an ihnen nur geringe Angriffsflächen findet. Größere Trümmerstücke werden durch das Schutzgitter abgelenkt, kleinere, die durch das Gitter fallen, durch die Hebevorrichtung beim Öffnen des Deckels 2 weggedrückt. Der Bunker nach der Erfindung ist verhältnismäßig billig herstellbar und besonders als Kleinbunker geeignet. Er kann. sowohl in die Bodenfläche von Wohnhauskellern als auch außerhalb der Wohnbauten eingebaut werden. Die Errichtung solcher Kleinbunker ist deshalb wichtig und dem Bau von Großbunkern vorzuziehen, weil nicht damit gerechnet werden kann, daß bei einem Atombombenangriff die Mehrzahl der Bewohner einer Stadt die Großbunker noch erreichen kann.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Zum Schutz gegen die Wirkung von Atombombenexplosionen vorgesehener Bunker aus Beton, der in die Erde eingelassen ist und dessen mit der Erdoberfläche abschließende Decke mit mindestens einer durch einen Deckel verschließbaren Ein- und Ausstiegsöffnung versehen ist, da-durch gekennzeichnet, daß über jeder Ein- und Ausstiegsöffnung ein korbartiges, in der Decke (1) des Bunkers verankertes Schutzgitter (12) angeordnet ist und daß zur Entfernung von radioaktivom Staub eine von innen bedienbare, ausfahrbare Wasserspritzvorrichtung vorgesehen ist.
- 2. Schutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß seine Oberfläche mittels eines Metallbelages (11) oder durch eine Glasur geglättet ist.
- 3. Schutzbunker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er von einer Wassersammelrinne mit Sickergrube umgeben ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 634 529, 821159, 889 692, 924 656; französische Patentschriften Nr. 741791, 860 496, 1116 073; USA.-Patentschriften Nr. 2 729 966, 2 792 794.
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Citations (9)
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1957
- 1957-12-30 DE DEM36289A patent/DE1136811B/de active Pending
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