DE1134591B - Traggestell fuer auf dem Ruecken getragene Atemschutzgeraete mit einem Atembeutel und einer Patrone - Google Patents
Traggestell fuer auf dem Ruecken getragene Atemschutzgeraete mit einem Atembeutel und einer PatroneInfo
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Description
Es sind auf dem Rücken zu tragende Atemschutzgeräte bekannt, die in einem Gehäuse untergebracht
sind, das aus einer Grundplatte und einem oder mehreren mit dieser durch Scharniere verbundenen
Deckeln besteht. Die dem Rücken zugekehrte Grundplatte ist aus einem kräftigen Material hergestellt, da
sie unter Zwischenschaltung von sogenannten Lagerböcken die Armaturen des Gerätes, wie Druckminderer, Ventilkasten, Patronenlager usw., trägt.
Die Lagerböcke müssen sehr widerstandsfähig sein und werden daher aus Vollquerschnitten hergestellt.
Im allgemeinen werden für sie Gußteile verwendet. Die Verbindung der Grundplatte mit dem bzw. den
Deckeln geschieht durch ebenfalls mechanisch sehr widerstandsfähige Scharnierverschlüsse od. dgl. Das
Traggestell ist demzufolge sehr schwer. Ein weiterer Nachteil besteht in der Verwendung mehrerer Bauteile,
die den Zusammenbau erschweren.
Die Erfindung bezweckt, die Nachteile der bekannten Traggestelle für auf dem Rücken getragene
Atemschutzgeräte zu beseitigen. Die Erfindung betrifft ein Traggestell für derartige Atemschutzgeräte,
die einen Atembeutel und eine Patrone aufweisen, und besteht darin, daß das Traggerüst aus zwei etwa
im Abstand der Länge der Patrone und senkrecht zu dieser angeordneten, miteinander verbundenen Tragplatten
besteht, an denen die Armaturen des Gerätes befestigt sind und die im Mittelteil so hoch ausgebildet
sind, daß der Atembeutel zwischen ihnen Platz findet, und zu ihrem einen Ende hin mit einem dem
Querschnitt der Patrone etwa entsprechenden Ausschnitt versehen sind. Das Traggestell nach der Erfindung
hat den Vorteil, daß mit verhältnismäßig geringem Materialaufwand ein sehr steifes Traggerüst
gebildet wird. Dieses kann aus Blechteilen zusammengesetzt oder auch durch Ziehen hergestellt werden.
Alle Bestandteile des Gerätes und insbesondere die Armaturen können ohne zusätzliche schwere Lagerböcke
an den beiden Tragplatten befestigt werden, während der kastenförmige Raum zwischen den seitlichen
Tragplatten der Patronenhalterung und der Flaschenhalterung ein schützendes Gehäuse für den
empfindlichen Atembeutel abgibt.
Bei Traggestellen für Atemschutzgeräte mit einer Atemgasflasche kann mindestens eine der Tragplatten
zu ihrem anderen Ende hin mit einem Ausschnitt zur Aufnahme des über die Tragplatte nach außen ragenden
Teils der Atemgasflasche versehen sein. Weiter können die beiden Tragplatten im Bereich der
Patrone durch eine deren Gestalt angepaßte, gekrümmte Wand verbunden sein. Bei einer anderen
Ausführungsform, bei der das Atemschutzgerät mit Traggestell für auf dem Rücken
getragene Atemschutzgeräte
mit einem Atembeutel und einer Patrone
mit einem Atembeutel und einer Patrone
Anmelder:
Drägerwerk, Heinr. & Bernh. Dräger,
Lübeck, Moislinger Allee 53/55
Lübeck, Moislinger Allee 53/55
ao einer eingebauten Wiederfüllpatrone ausgestattet ist,
können die beiden Tragplatten durch das Gehäuse der Wiederfüllpatrone miteinander verbunden sein.
Weiterhin können die beiden Tragplatten durch eine der Gestalt der Atemgasflasche angepaßte Wand miteinander
verbunden sein. Eine andere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die beiden
Tragplatten im Mittelteil auf ihrem dem Rücken zugekehrten oder abgekehrten Ende durch Wände
oder Traversen miteinander verbunden sind.
Das Traggerüst kann auf der dem Rücken des Gerätträgers abgewendeten Seite durch einen vorzugsweise
mit Verstärkungs- und Scheuerrippen versehenen Schutzdeckel abgedeckt sein, der nicht mit
zum tragenden Verband gehört und vorteilhaft aus schlagfestem Kunststoff hergestellt ist. Die Elastizität
eines dünnen Schutzdeckels kann dadurch für seine Halterung ausgenutzt werden, daß er auf dem Gerüst
festgeklemmt wird. Es genügt dann, den Schutzdeckel auf das Gestell aufzudrücken. Dazu wird der
Schutzdeckel beim Anfassen unter leichtem Druck so verformt, daß er sich leicht aufsetzen bzw. von
dem Gestell wieder leicht abnehmen läßt. Die bekannten Verriegelungsorgane und insbesondere
schwere Scharniere entfallen somit.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 7 bis 17.
Die Erfindung wird an Hand des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert.
Es zeigt
Abb. 1 eine räumliche Darstellung des Hauptteiles des Traggerüstes,
Abb. 2 die Draufsicht auf das Gerät,
20Ϊ 629/25
Abb. 3 einen Schnitt in der Ebene A-A in Abb. 2,
Abb. 4 einen Querschnitt und
Abb. 5 eine räumliche Darstellung des Patronenlagers in einer abgewandelten Ausführung.
Wie Abb. 1 zeigt, besteht das Traggerüst aus zwei senkrecht zur Patrone 2 angeordneten Tragplatten 1,
deren Abstand etwa der Länge der Kohlensäureabsorptionspatrone
bzw. einer Sauerstoff abgebenden Patrone 2 entspricht. Die beiden Tragplatten sind
durch eine gekrümmte Wand 3 miteinander verbunden, die als Lager für die Patrone 2 dient oder diese
von dem darunter befindlichen Raum trennt. Die Tragplatten 1 sind mit dem Profil der Wand 3 entsprechenden
Ausschnitten la versehen. Die Platten 1 können aber auch über das Profil der Wand 3 geringfügig
hochgezogen sein, so daß sich ein Ausschnitt 3 α für die eingelegte Patrone ergibt. Am
anderen Ende sind die Tragplatten mit Ausschnitten 4 versehen und ebenfalls durch eine gekrümmte
Wand 5 verbunden, die als Lager für die Atemgasflasche 6 dient. Der Atembeutel 7 liegt geschützt in
dem Raum zwischen den vier Platten bzw. Wänden 1, 3 und 5. Dadurch kommt die Patrone nicht
mit dem Atembeutel in Berührung.
Unterhalb der Wand 3 kann eine weitere, ihr angepaßte
Zwischenwände angeordnet sein, die auf
der zum Rücken des Gerätträgers gerichteten Seite mit einer Schicht aus wärmedämmendem Material 9,
beispielsweise aus Kunststoffschaum od. dgl., versehen ist. Durch den Zwischenraum zwischen den
Wänden 3 und 8 kann beim Gebrauch des Gerätes während der starken Erwärmung der Patrone eine
Luftzirkulation zum Abführen der entstehenden Wärme stattfinden. Zum weiteren Wärmeschutz des
Körpers des Gerätträgers dient die Isolierschicht.
Die nachfolgend aufgeführten Armaturen eines Atemschutzgerätes sind soweit wie möglich an den
Tragplatten 1 befestigt.
An das Ventil 10 der Sauerstoff enthaltenden Atemgasflasche 6 ist der an der rechten Tragplatte 1
befestigte Druckminderer 11 angeschlossen. Vom Druckminderer 11 führt die Sauerstoffzuführungsleitung
12 zum Ventilgehäuse 13, das ein lungengesteuertes Ventil und das Einatemventil enthält und
an der linken Tragplatte 1 befestigt ist. Von dem Ventilgehäuse 13 führt der Einatemschlauch 14 zur
nicht gezeichneten Atemschutzmaske. Der Ausatemschlauch
15 führt zum Ausatemventil 16, an das über den Faltenschlauch 17 der eine Anschlußstutzen
18 für die Patrone angeschlossen ist, an deren anderem Anschlußstutzen 19 über die Leitung 20 der
Atembeutel? angeschlossen ist. Alle Armaturenteile können ohne Verwendung besonderer Lagerböcke
angebracht sein. Das Gerät wird durch einen in Abb. 3 im Querschnitt erkennbaren Deckel 21 abgedeckt,
der mit Versteifungs- oder Scheuerrippen 22 versehen ist und seitlich so weit über die Tragplatten
1 hinausragt, daß für das Herausführen der Schläuche 14 und 15 genügend Raum bleibt. Die
Schläuche können demzufolge in jeder gewünschten Richtung in dem Spalt zwischen Deckel 21 und Tragplatten
1 angeordnet werden.
Die Tragebänderung kann unmittelbar an dem Traggerüst angeschlossen sein. Hierfür ist an dem
dem Rücken zugewendeten Teil des Traggerüstes oberhalb der Isolierschicht eine Traverse 23 mit einer
Trageöse 23 a und am unteren Teil des Traggerüstes ebenfalls eine die beiden Tragplatten 1 verbindende
Traverse 24 zum Befestigen der nicht dargestellten Tragebänderung angeordnet. Die Traverse 24 ragt
seitlich über die Seitenwangen hinaus und weist zum Befestigen des Schultergurtes Trageösen 24 a auf.
Das im Ausführungsbeispiel dargestellte Gerät ist zum Rücken des Gerätträgers praktisch offen. Dadurch
wird eine sogenannte Grundplatte eingespart. Der dem Rücken zugewendete Teil kann auch durch
ein elastisches Spannkreuz oder Spanndreieck abgedeckt sein, das an dem Traggerüst befestigt ist. Dadurch
ergibt sich eine gute Anpassung an den Körper. Es ist aber auch möglich, an Stelle eines solchen
Spannkreuzes oder Spanndreieckes eine flache Platte, vorzugsweise aus Kunststoff, zu verwenden, die der
Rückenform des Gerätträgers angepaßt ist und somit einen bequemen Sitz des Gerätes ergibt.
Die gekrümmte Wand 3 kann zur Gewichtseinsparung auch aus zwei gegenüber dem Patronenmantel
in verschiedenem Abstand angeordneten, miteinander verbundenen Teilen bestehen und im Bereich
des Verbindungsstücks 25 mit großen Öffnungen 26 zur Luftzirkulation versehen sein. Dadurch
wird die Zwischenwand 8 eingespart. Als Lager der Patrone dient dann ein schmales Lagerblech 27 in
Verbindung mit dem hochgezogenen Teil des Ausschnitts 3 a der Tragplatten 1. Unter dem abgeknickten
Teil der Wand 3 kann das wärmedämmende Material unmittelbar befestigt sein.
Claims (16)
1. Traggestell für auf dem Rücken getragene Atemschutzgeräte mit einem Atembeutel und
einer Patrone, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggerüst aus zwei etwa im Abstand der Länge
der Patrone (2) und senkrecht zu dieser angeordneten, miteinander verbundenen Tragplatten (1)
besteht, an denen die Armaturen des Gerätes befestigt sind und die im Mittelteil so hoch ausgebildet
sind, daß der Atembeutel (7) zwischen ihnen Platz findet, und zu ihrem einen Ende hin mit
einem dem Querschnitt der Patrone (2) etwa entsprechenden Ausschnitt (la) versehen sind.
2. Traggestell nach Anspruch 1 für Atemschutzgeräte mit einer Atemgasflasche, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine der Tragplatten (1) mit ihrem anderen Ende hin mit einem
Ausschnitt (4) zur Aufnahme des über die Tragplatte (1) nach außen ragenden Teils der Atemgasflasche
(6) versehen ist.
3. Traggestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Tragplatten
(1) im Bereich der Patrone (2) durch eine deren Gestalt angepaßte, gekrümmte Wand (3) miteinander
verbunden sind.
4. Traggestell nach Anspruch 1 oder 2 für Atemschutzgeräte mit einer eingebauten Wiederfüllpatrone,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Tragplatten durch das Gehäuse der Wiederfüllpatrone miteinander verbunden sind.
5. Traggestell nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Tragplatten (1) durch eine der Gestalt der Atemgasflasche (6) angepaßte Wand (5) miteinander
verbunden sind.
6. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Tragplatten (1) im Mittelteil auf ihrem dem
Rücken zugekehrten oder abgekehrten Ende durch Wände oder Traversen miteinander verbunden
sind.
7. Traggestell nach einem der Ansprüche 3, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatten
(1) zwecks Halterung der Patrone (2) im Bereich der gekrümmten Wand (3) über diese
vorstehen.
8. Traggestell nach einem der Ansprüche 3, 5,
6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwisehen den beiden Tragplatten (1) unterhalb der
gekrümmten Wand (3) eine Zwischenwand (8) eingebaut ist.
9. Traggestell nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die eine oder beide Wände
(3, 8) auf einer oder beiden Seiten mit einem wärmedämmenden Material (9), vorzugsweise
Kunststoffschaum, überzogen sind.
10. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Rükken
des Gerätträgers zugekehrte Seite des Traggerüstes offen ist.
11. Traggestell nach einem der Ansprüche 3
oder 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die gekrümmte Wand (3) aus zwei gegenüber dem
Patronenmantel in verschiedenem Abstand angeordneten, miteinander verbundenen Teilen besteht
und im Bereich des Verbindungsstücks (25) mit großen Öffnungen (26) versehen ist.
12. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
dem Rücken des Gerätträgers zugekehrte Seite des Traggerüstes mit einer dem Rücken des Gerätträgers
angepaßten Verspannung versehen ist.
13. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß an
der dem Rücken des Gerätträgers zugekehrten Seite des Traggerüstes eine lösbare, vorzugsweise
aus Kunststoff bestehende Schutzschale angeordnet ist.
14. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatten
(1) an einer oder zwei Stellen durch Traversen (23, 24) verbunden sind, an denen die
Tragebänderung befestigt ist.
15. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggerüst
auf der dem Rücken des Gerätträgers abgewendeten Seite durch einen vorzugsweise mit
Verstärkungs- und Scheuerrippen (22) versehenen Schutzdeckel (21) abgedeckt ist.
16. Traggestell nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (21) aus Kunststoff
besteht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 721 349;
»Drägerhefte«, Nr. 155, Juni/Juli 1931, S. 1982.
Deutsche Patentschrift Nr. 721 349;
»Drägerhefte«, Nr. 155, Juni/Juli 1931, S. 1982.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 629/25 7.62
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DED34459A DE1134591B (de) | 1960-10-07 | 1960-10-07 | Traggestell fuer auf dem Ruecken getragene Atemschutzgeraete mit einem Atembeutel und einer Patrone |
| GB3625561A GB926080A (en) | 1960-10-07 | 1961-10-09 | Improvements in or relating to supporting frames for respirators |
Applications Claiming Priority (1)
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| DED34459A DE1134591B (de) | 1960-10-07 | 1960-10-07 | Traggestell fuer auf dem Ruecken getragene Atemschutzgeraete mit einem Atembeutel und einer Patrone |
Publications (1)
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| DE1134591B true DE1134591B (de) | 1962-08-09 |
Family
ID=7042193
Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
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| GB2135197A (en) * | 1983-02-16 | 1984-08-30 | Siebe Gorman & Co Ltd | Improvements in and relating to breathing apparatus |
Citations (1)
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| DE721349C (de) * | 1938-10-14 | 1942-06-03 | Auergesellschaft Ag | Traggehaeuse fuer Atemschutzgeraete |
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1960
- 1960-10-07 DE DED34459A patent/DE1134591B/de active Pending
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1961
- 1961-10-09 GB GB3625561A patent/GB926080A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
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Also Published As
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| GB926080A (en) | 1963-05-15 |
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