DE1124366B - Fliegerschulungsgeraet zur Nachahmung der Wirkungsweise von Magnetkompassen - Google Patents

Fliegerschulungsgeraet zur Nachahmung der Wirkungsweise von Magnetkompassen

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DE1124366B
DE1124366B DEL27796A DEL0027796A DE1124366B DE 1124366 B DE1124366 B DE 1124366B DE L27796 A DEL27796 A DE L27796A DE L0027796 A DEL0027796 A DE L0027796A DE 1124366 B DE1124366 B DE 1124366B
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Edward Gustav Schwarm
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    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B9/00Simulators for teaching or training purposes
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Description

  • Fliegerschulungsgerät zur Nachahmung der Wirkungsweise von Magnetkompassen Die Erfindung bezieht sich auf ein Lehrgerät zum Ausbilden von Navigations- und Flugschülern in der Auswertung der Anzeige von Magnetkompassen und behandelt insbesondere die Attrappensteuerung eines Magnetkompasses, der in ein Bodengerät zum Ausbilden von Flugschülern eingebaut ist.
  • Die für Luftfahrzeuge entwickelten Magnetkompasse liefern infolge verschiedener Einflüsse keine fehlerfreie Kursanzeige. Für die richtige Anwendung eines Magnetkompasses zur Kursbestimmung kommt es daher im wesentlichen darauf an, seine Anzeige richtig auszuwerten und die gegebenenfalls erforderlichen Berichtigungen oder Kompensationen vorzunehmen. Um für Lehrzwecke die Wirkungsweise eines Magnetkompasses und seiner Fehlereinflüsse nachzuahmen, sind verschiedene Schulungsgeräte entwickelt worden, deren Wirklichkeitstreue und Genauigkeit für die bisherigen Verhältnisse ausreichend war. Die Entwicklung von Schnellflugzeugen und die Erfordernisse für äußerst genaue Navigationsverfahren haben jedoch zu der Aufgabe geführt, die Wirkung eines Magnetkompasses bei einem Bodengerät zum Ausbilden von Flugschülern noch mit weit größerer Wirklichkeitstreue und Genauigkeit nachzuahmen.
  • Bisher hat man sich bei Fliegerschulungsgeräten für diesen Zweck damit begnügt, die magnetische Abweichungen, manuell durch den Fluglehrer einstellen zu lassen. Eine wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der magnetischen Abweichungen in Abhängigkeit von Änderungen des Standortes des Flugzeuges war dabei nur möglich, wenn der Fluglehrer diese Einstellung fortlaufend durchführte. Auch war bei diesen bekannten Geräten eine Nachahmung der dynamischen Einflüsse, die sich durch Änderungen des Kurses, der Beschleunigung, der Quer- und Längsneigung und des Standortes des Flugzeuges ergeben, nur bedingt möglich.
  • Die Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, ein Fliegerschulungsgerät vorzuschlagen, das die Wirkungsweise von Magnetkompassen in Luftfahrzeugen wirklichkeitsgetreu nachahmt. Zu diesem Zwecke werden die Eigenschaften des erdmagnetischen Feldes erfaßt und die Anzeigefehler eines Magnetkompasses nachgeahmt, die sich aus Änderungen des Kurses, der Beschleunigung, der Quer- oder Längsneigung und des Standortes des Flugzeuges ergeben. Auch werden die einem Magnetkompaß eigentümlichen Anzeigefehler nachgeahmt, die durch verschiedene äußere und innere Einflüsse hervorgerufen werden.
  • Erfindungsgemäß kennzeichnet sich das Lehrgerät durch Schaltmittel, die dem Rechengerät eine erste, dem nachgeahmten rechtweisenden Steuerkurs entsprechende Eingangsgröße liefern, ferner durch Schaltmittel, die dem Rechengerät eine zweite der nachgeahmten Ortsmißweisung entsprechende Eingangsgröße liefern, sowie durch Schaltmittel, die die erste und die zweite Eingangsgröße zu einer dem nachgeahmten mißweisenden Steuerkurs entsprechenden Steuergröße zusammenfassen, weiterhin durch Schaltmittel, die dem Rechengerät eine dritte Eingangsgröße liefern, die die für den anliegenden Kurs auftretende Deviation darstellt, und schließlich durch Schaltmittel zum Zusammenfassen des mißweisenden Steuerkurses mit der dritten Eingangsgröße, die eine den nachzuahmenden Kompaßkurs wiedergebende Größe liefern.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Fliegerschulungsgerätes ist in der Zeichnung dargestellt, es zeigt: Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung des Gerätes, Fig. 2 das elektrische Schaltschema der Einrichtungen zum Umwandeln einer nachgeahmten Kursanzeige und Fig. 3 das elektrische Schaltschema einer Analogie-Rechenschaltung zum Ermitteln der verschiedenen Fehlergrößen des Magnetkompasses. Um die Fehler nachzuahmen, denen ein Magnetkompaß bei der Kursanzeige unterliegt, muß man zuerst die verschiedenen Größen ermitteln, die an jedem Standort das erdmagnetische Feld kennzeichnen und die sich mit der geographischen Breite und Länge ändern. Eine dieser Größen ist die »magnetische Mißweisung«, die durch den Winkel zwischen dem geographischen Meridian und dem magnetischen Meridian gegeben ist. Als zweite Komponente der Feldstärke des erdmagnetischen Feldes ist die Horizontalintensität von Bedeutung. Weiterhin kommt als eine mit dem Standort sich verändernde Größe die magnetische Inklination in Betracht, d. h. die Neigung der Feldlinien des erdmagnetischen Feldes gegen die Horizontale. Zur Steuerung der Magnetkompaßattrappe werden elektrische Spannungen erzeugt, die jede der drei Kennzeichen des erdmagnetischen Feldes wiedergeben, wobei die drei Spannungen selbsttätig durch ein elektrisches Steuergerät abgeleitet werden, das die Ausgangsgrößen als Funktion der beiden unabhängig Veränderlichen, der geographischen Breite und Länge bildet.
  • Fig. 1 zeigt ein Steuergerät, das auf der Wirkung dreidimensionaler Schubkurven beruht. Der Schubkurvenkörper 1 ist so profiliert, daß er die Änderungen der magnetischen Abweichung mit sich ändernder Breite und Länge des Standortes wiedergibt. Der Schubkurvenkörper 2 hingegen ist so profiliert, daß er die Änderungen der horizontalen Komponente der Feldstärke des erdmagnetischen Feldes bei Änderungen der Breite und Länge wiedergibt. Der Schubkurvenkörper 3 schließlich ist so profiliert, daß er die Änderungen der magnetischen Inklination des erdmagnetischen Feldes bei Änderungen der Breite und Länge des Standortes wiedergibt. Die Schubkurvenkörper 1, 2 und 3 sind auf einer Welle 4 befestigt, die in Stirnwänden 19 und 20 drehbar gelagert ist und über ein Getriebe durch einen Motor 5 entsprechend der geographischen Breite des Standortes angetrieben wird. Jeder der drei Schubkurvenkörper wird durch einen im Lagerkörper 7 schwenkbar gelagerten Hebel 6 abgetastet. Die drei Lagerkörper 7 sind durch Stangen8 starr miteinander verbunden und durch eine Schraubspindel 10 verstellbar, deren Anstriebsmotor 11 entsprechend der geographischen Länge des Standortes angetrieben wird. Durch diesen Motor werden daher die Tasthebel 6 parallel zur Achse der Schubkurvenkörper verschoben, wenn sich die geographische Länge des Standortes ändert. Der am Ende eines jeden Hebels 6 vorgesehene Taster liegt an einem der Schubkurvenkörper an, während das andere Ende eines jeden Hebels einen Schleifkontakt 12, 13 oder 14 trägt, der vom Hebel elektrisch isoliert ist und auf der Wicklung eines Potentiometers gleitet. Unter dem Einfuß schwacher Federn 21, 22 und 23, die an den Lagerkörpern der Hebel verankert sind, suchen sich diese Hebel im Gegenuhrzeigersinn zu verschwenken, so daß sie ihre Fühler in Anlage an den Schubkurvenkörpern halten. Jeder Potentiometerwiderstand ist derart gekrümmt, daß er sich der bogenförmigen Bahn seines Schleifkontaktes anpaßt, die dieser bei der Verschwenkung des Hebels beim Abtasten der Schubkurve zurücklegt. Die am Potentiometer 15 vom Schleifkontakt abgegriffene Spannung ändert sich daher in Abhängigkeit von der durch den Einstellwinkel des Schubkurvenkörpers 1 wiedergegebenen geographischen Breite und in Abhängigkeit von der durch axiale Einstellung des Schubkurvenkörpers 1 wiedergegebenen geographischen Länge. In entsprechender Weise greifen die Schleifkontakte der Potentiometer 16 und 17 Spannungen ab, die als Funktionen der geographischen Breite und Länge die waagerechte Komponente der Feldstärke und die Inklination des erdmagnetischen Feldes wiedergeben. Dabei können diese Spannungen den absoluten Werten dieser Größe verhältnisgleich sein. Sie können aber auch dem Maß verhältnisgleich sein, um welches die absoluten Werte von bestimmten, willkürlich festgelegten Durchschnittswerten abweichen.
  • Die -Schubkurvenkörper haben eine nahezu zylindrische Gestalt, wobei ihre axiale Abmessung der bei dem nachgeahmten Fluge in Betracht kommenden Änderung der geographischen Länge entsprechen muß. Die Schubkurvenkörper müssen also so lang bemessen sein, daß die Tasthebel bei dem nachzuahmenden Fluge an den Stirnseiten der Körper nicht von diesen abgleiten.
  • Die Einstellmotoren 5 und 9 (Fig. 1) für die geographische Breite und die geographische Länge können in beliebiger Weise gesteuert werden. Es ist eine Rechenschaltung vorgeschlagen worden, bei der die Nord-Süd-Komponente und die Ost-West-Komponente der Geschwindigkeit des nachgeahmten Fluges in Gestalt elektrischer Spannungen gebildet werden, wobei man diese Komponenten dazu verwenden kann, um unmittelbar Stellmotoren zu erregen, deren Einstellung dann der geographischen Breite und Länge des Standortes entspricht. Wenn indessen die bei dem nachzuahmenden Flug zu berührende Standorte zu weit auseinanderliegen und zu große Breitenunterschiede aufweisen, dann kann es erforderlich werden, daß die Erregung des für die Einstellung der geographischen Länge vorgesehenen Motors 9 entsprechend der Sekante der Breite abgeändert wird. In dieser Weise lassen sich die Änderungen der geographischen Länge, die durch Änderungen der Breite bedingt sind, maßstabgetreu wiedergeben.
  • Bei den meisten neuzeitlichen Flugsimulatoren gelangt ein elektrisches Rechengerät zur Verwendung, das die verschiedenen zu errechnenden Größen, die kennzeichnend für das Verhalten des Flugzeuges sind, durch die Winkelstellung je einer Welle wiedergibt. Dies gilt auch für das Azimut ip oder die Kursrichtung des Flugzeuges.
  • In Fig. 2 ist ein elektrisches Getriebe wiedergegeben, das dem Zweck dient, aus diesem Azimut die jeweilige Kompaßanzeige abzuleiten. Hierfür ist zunächst die magnetische Abweichung des erdmagnetischen Feldes zu berücksichtigen und eine Größe abzuleiten, die nachstehend als »magnetischer Kurs« bezeichnet wird. Außerdem müssen die Kompaßfehler in Betracht gezogen werden.
  • Der Geber 201 (Fig. 2) erfährt durch die entsprechende Welle des elektrischen Rechengeräts eine Winkeleinstellung, die dem Kurs des Flugzeuges entspricht. Der Läufer des Gebers 201 wird von einem Wechselstromnetz erregt. Die Azimutangaben werden dann in Gestalt elektrischer Spannungen einem Differentialempfänger 202 zugeleitet, dessen Läuferwicklungen mit einer Spannungsgröße erregt werden, die durch den Winkel der magnetischen Abweichung für den bei dem nachgeahmten Flug jeweils erreichten Standort bestimmt ist. Um den magnetischen Kurs zu erhalten, muß bekanntlich eine westliche magnetische Abweichung dem Azimutwinkel der Flugzeuglängsachse hinzuaddiert werden, während eine östliche AbN`eichung von diesem Azimutwinkel abgezogen wird. Der Schubkurvenkörper 1 wird durch einen Fühlhebel6 abgetastet und verstellt einen Schleifkontakt 12 auf einem Potentiometer 15 (Fig. 2). Das Potentiometer 15 ist in der Mitte geerdet und an seinen Enden an eine positive und negative Spannung angeschlossen, die vom Netz des üblichen Rechengeräts geliefert wird. Bei Verstellung des Schleifkontaktes 12 von der mittleren Anzapfstelle aus in der einen Richtung wird von dem Potentiometer eine die westliche Abweichung darstellende positive Spannung abgegriffen, während eine Verschiebung des Schleifkontaktes in der anderen Richtung zum Abgreifen einer negativen Spannung führt, die eine östliche Abweichung darstellt. Die durch den Schleifkontakt 12 abgegriffene Spannung wird nun einem Stellmotor-Regelkreis zugeführt, der aus einem Verstärker 210, einem in der Mitte angezapften Potentiometer 220 und einem Servomotor 209 besteht. Dieser Servomotor 209 läßt die Welle 215 jeweils bis in eine Winkellage laufen, deren von einer Ausgangsstellung aus gerechneter Winkel der Größe der dem Verstärker 210 zugeführten Spannung verhältnisgleich ist. Die Welle 215 stellt nun den Läufer des Differentialempfängers 202 ein, und zwar auf einen Winkel, welcher der jeweiligen magnetischen Abweichung entspricht. Infolgedessen wird in der Läuferwicklung des Differentialempfängers 202 eine Spannung induziert, die der Summe des Azimuts der Flugzeuglängsachse und der magnetischen Abweichung und somit dem magnetischen Kurs entspricht. Diese Spannung wird dann einem üblichen Stellmotorsystem zugeführt, das aus einem Empfänger 203, einem Verstärker 204 und einem Motor 205 besteht. Der Läufer des Empfängers 203 wird durch die Welle 216 des Stellmotors 205 jeweils bis in eine solche Winkellage gedreht, in der die in der Läuferwicklung induzierte Wechselspannung verschwindet. Dann entspricht die Winkelstellung des Läufers des Empfängers 203 dem magnetischen Kurs. Die Welle 216 des Stellmotors 205 stellt ferner den Läufer eines Gebers 206 auf den magnetischen Kurs VJ. ein. Dabei wird die Wicklung dieses Läufers von dem Wechselstromnetz aus erregt. Die in den Ständerwicklungen des Gebers 206 induzierten Ausgangsspannungen werden einem Differentialempfänger 207 zugeführt, dessen Läufer durch einen Stellmotor entsprechend dem »Kompaßfehler« eingestellt wird. Die vom Differentialempfänger 207 gelieferten Ausgangsspannungen stellen daher die Summe des magnetischen Kurses und des Kompaßfehlers dar und umfassen eine Gruppe von »Kompaßanzeige«-Spannungen. Diese Spannungen werden einem Empfänger 208 zugeführt, dessen Läuferwelle nun mit der Attrappe des Magnetkompasses, mit welcher der Flugsimulator ausgerüstet ist, gekuppelt ist. Die Rose dieser Attrappe gibt die jeweils errechnete Kompaßanzeige wieder.
  • Bei außergewöhnlichen, mit besonderer Heftigkeit durchgeführten Flugmanövern kann es jedoch leicht vorkommen, daß die Kompaßanzeige völlig unbrauchbar wird. Um auch diese Erscheinung nachzuahmen, lassen sich die Läuferwicklungen des Gebers 206 und der Empfänger 207, 208, die normalerweise von dem Wechselstromnetz aus erregt werden, durch Öffnen von Relaiskontakten 211 von diesem Netz abschalten, so daß die Empfänger durch den Geber nicht mehr gesteuert werden können. Die Relaiswicklung 212, welche die Kontakte 211 steuert, wird unter Steuerung durch das Rechengerät des Flugsimulators beispielsweise dann erregt, wenn die Längsneigung, die Querneigung und/oder die Wendegeschwindigkeit eine bestimmte Grenze überschreiten. Zu diesem Zweck kann das Relais 211, 212 entweder eine einzige Wicklung haben, die auf mehrere Meßwerte anspricht, oder es können mehrere Relais vorgesehen sein, deren Kontakte dann mit den Kontakten 211 in Reihe geschaltet sind. Die Relaiswicklungen, die ihre Ruhekontakte öffnen können, lassen sich an Potentiometer anschließen, die im Einklang mit der Längsneigung, der Querneigung oder der Wendegeschwindigkeit verstellbar sind. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Relais an die Ausgangsklemmen elektronischer Integratoren, am besten über Pufferschaltungen, anzuschließen, wobei diese Integratoren Ausgangsspannungen liefern, die den betreffenden nachzuahmenden Meßgrößen entsprechen. Bei Überschreiten eines bestimmten Wertes wird dadurch die Attrappe des Magnetkompasses ausgeschaltet. Werden zur Darstellung der betreffenden Meßgrößen Stellmotoren verwendet, die diese Größen durch die Winkelstellung ihrer Wellen wiedergeben, so sind die Relais entbehrlich; denn dann können die Kontakte wie die Kontakte 211 durch Nocken geschaltet werden, die von den Stellmotorwellen gedreht werden.
  • In Fig.3 ist das Schaltschema einer Analogie-Rechenschaltung wiedergegeben, mit deren Hilfe fortlaufend der Kompaßfehler in Abhängigkeit von dem Flugzustand errechnet wird. Er setzt sich aus verschiedenen Fehlergrößen zusammen, die in einem Summierverstärker 301 addiert werden. Die Summe der Einzelfehler E, erscheint als Spannung am Ausgang des Verstärkers 301. Diese Größe wird dann als Drehwinkel einer Welle dargestellt, und zwar mit Hilfe eines Nachlaufregelkreises, bestehend aus einem Addierverstärker 301, einem Magnetverstärker 302, einem Motor 303 und einem Nachlaufpotentiometer 304, dessen Schleifkontakt durch die Welle 217 des Stellmotors 303 verstellbar ist. Das Potentiometer 304 ist in der Mitte angezapft und geerdet, und seine Enden liegen an der positiven und der negativen Klemme einer Spannungsquelle an. Das Nachlaufsystem muß in beiden Richtungen wirken können, weil der Gesamtfehler des Kompasses eine westliche oder eine östliche Fehlanweisung haben kann, also zum magnetischen Kurs addiert oder von ihm subtrahiert werden muß, um die Kompaßanzeige zu erhalten. Im Eingang des --Addierverstärkers 301 (Fig. 3) liegen sechs Addierwiderstände 305, 306, 307, 308, 309 und 310. Am Widerstand 305 liegt eine Spannung Esc, die eine Funktion des beim nachgeahmten Flug auftretenden Azimus Vf und der waagerechten Komponente der magnetischen Feldstärke bei dem jeweiligen Standort des Flugzeuges ist. Am Verstärker 301 liegt über einen Widerstand 306 eine Spannung (EI), die den »Nullmarkenfehler« wiedergibt. Dieser Fehler ist für alle Ablesungen gleichgroß. Ferner liegt am Verstärker 301 über einen Widerstand 307 eine Spannung (EQ), die dem nachgeahmten Quadrantenfehler entspricht und die sich mit dem Kurs des Flugzeuges beim nachgeahmten Fluge ändert. Am Widerstand 308 liegt eine Spannung (Ent), die den Norddrehfehler des Kompasses nachahmt. Diese Größe ändert sich mit dem Inklinationswinkel der Feldlinien des erdmagnetischen Feldes an dem betreffenden Standort beim nachgeahmten Fluge, ferner mit dem Querneigungswinkel des Flugzeuges und mit dem Gierwinkel sowie mit dem magnetischen Kurs. Über den Widerstand 309 ist eine Spannung (Eq) angelegt, die den Beschleunigungsfehler des Kompasses darstellt. Dieser Fehler ändert sich mit der Inklination des erdmagnetischen Feldes bei dem jeweiligen Standort des Flugzeuges, mit der jeweiligen Neigung des Scheinlotes zur Senkrechten und mit dem magnetischen Kurs des Flugzeuges. Ferner ist an den Verstärker 301 über den Widerstand 310 eine Ausgleichspannung (E,) angelegt, die den im Verstärker 301 addierten Gesamtkompaßfehler darstellt und die anderen Eingangsspannungen des Verstärkers ausgleicht, damit der Motor 303 und die Welle 217 jeweils bis in die Winkelstellung laufen, die den gesamten Kornpaßfehler darstellt.
  • Der »Nullmarkenfehler« des Kompasses ist der Winkel, den die Nullmarke mit der Längsachse des Flugzeuges bildet und der bei jedem Flugzeug konstant ist. Der Fehler kann westlich oder östlich liegen, muß also zur Bestimmung der Kompaßanzeige zum magnetischen Kurs hinzugefügt oder von ihm abgezogen werden. Der Nullmarkenfehler kann dadurch nachgeahmt werden, daß der Fluglehrer an einem Potentiometer 311, das in der Mitte angezapft ist und an dessen Enden eine positive bzw. negative Spannung liegt, einen Gleitkontakt 312 einstellt. Das Maß und die Richtung der Verstellung des Gleitkontaktes 312 bestimmen den Betrag und das Vorzeichen des unveränderlichen Nullmarkenfehlers, der in Gestalt einer Spannung über den Addierwiderstand 306 an den Verstärker 301 angelegt wird.
  • Der als »Halbkreis-Abweichung«bezeichnete Fehler der Kompaßanzeige ist der Fehler, der durch eine Dauermagnetisierung des Flugzeuges verursacht wird. Dieser permanente Magnetismus verändert im Bereich des Kompasses das erdmagnetische Feld, so daß sich die Kompaßnadel nicht zum erdmagnetischen Meridian ausrichtet, sondern durch das Zusatzfeld eine Fehlweisung erfährt. Die Wirkung des permanenten Magnetismus des Flugzeuges auf das erdmagnetische Feld stellt eine Funktion des magnetischen Kurses dar. Dieser Fehler ändert sich mit gleichbleibender Phasenverschiebung mit dem Kurs und verläuft bei einem vollkreisigen Flug etwa in einer Sinuslinie. Eine den Halbkreisfehler nachahmende Spannung Es, läßt sich mit großer Annäherung durch die Gleichung errechnen. In dieser Gleichung bedeutet Vfm = den nachgeahmten magnetischen Kurs des Fahrzeuges, x1 = den Phasenverschiebungswinkel des Fehlers, der konstant ist und durch die permanentmagnetischen Eigenschaften des Fahrzeuges bedingt ist, Ixy =die horizontale Komponente der erdmagnetischen Feldstärke am Standort, und K =eine Konstante, die den Höchstwert des nachzuahmenden Halbkreisfehlers darstellt. Durch die Analogie-Rechenschaltung (Fig. 3) wird die Gleichung (1) zur annähernden Ermittlung des Halbkreisfehlers laufend aufgelöst. Der Höchstwert K des Halbkreisfehlers wird durch die Ausgangsspannung von Potentiometer 315 und 316 dargestellt und wird an ihren manuell verstellbaren Gleitkontakten 317 und 318 abgenommen. Diese Potentiometer werden durch positive und negative Bezugsspannungen erregt, so daß das Vorzeichen der Komponente des die nachgeahmten Halbkreisfehler entweder eine westliche oder eine östliche (positive oder negative) Abweichung bedeuten kann. Die Gleitkontakte 318 und 317 dieser Potentiometer sind mechanisch miteinander gekuppelt, so daß die von den Gleitkontakten der Potentiometer 315 und 316 abgegriffenen Ausgangsspannungen gleichzeitig auf gleiche Werte entgegengesetzten Vorzeichens eingestellt werden können, die den Höchstwert des Halbkreisfehlers K der Gleichung (1) darstellen. Diese positiven und negativen, den Wert K darstellenden Spannungen werden dazu benutzt, die Wicklungen eines nach einer Sinusfunktion gewickelten Potentiometers oder Auflösers 319 zu erregen. Der Gleitkontakt 320 dieses Auflösers 319 erfährt seine Einstellung entsprechend der Summe des magnetischen Kurses Y'. und des Phasenwinkels des Halbkreisfehlers x1. Diese Winkelstellung der Welle läßt sich in üblicher Weise von einer Welle 216 ableiten. Diese Welle läßt sich als eine Eingangswelle des Rechengerätes auffassen, die den Winkel Vfm mit einer gleichbleibenden Winkelverstellung von x1 wiedergibt. -Der Gleitkontakt 320 gibt den momentanen Wert von K1 sin (W", + x1) wieder. Es handelt sich dabei um den Zähler des auf der rechten Seite der Gleichung (1) stehenden Bruches. Die diesen Wert darstellende Spannung wird einem Verstärker 322 über einen Widerstand 321 zugeführt. Die Division dieser Spannung durch einen Wert, der als Eingangsgröße der Rechenschaltung den Wert Ixy darstellt, wird nun dadurch herbeigeführt, daß ein Multiplizierpotentiometer 16 in einen Rückführkreis eingeschaltet ist, der von dem Ausgang des Verstärkers 322 zu dessen Eingang über den Widerstand 324 führt. Bei diesem Potentiometer 16 (Fig. 1 und Fig. 3) ist der Gleitkontakt 13 (Fig. 3) jeweils in Abhängigkeit von der am Standort herrschenden horizontalen Komponente der erdmagnetischen Feldstärke Ixy eingestellt. Die Ausgangsspannung des Rechenverstärkers 322 stellt demgemäß die rechte Seite der Gleichung (1) dar. Sie wird einem Addierwiderstand 306 zugeführt.
  • Der Viertelkreisablenkfehler wird dadurch hervorgerufen, daß das erdmagnetische Feld in den Weicheisenteilen des Flugzeuges einen Magnetismus induziert, der das erdmagnetische Feld ablenkt. Die Kompaßnadel stellt sich daher nicht mehr auf den Meridian des erdmagnetischen Feldes, sondernvielmehr auf die Richtung der Feldlinien des abgelenkten Feldes ein. Der Viertelkreisablenkfehler läßt sich mit einer ausreichenden Genauigkeit durch die Gleichung Eq =@= K sin 2 (Vfm + (x2) (2) ermitteln, worin 'F", = den nachgeahmten magnetischen Kurs des Fahrzeuges, x2 = einen konstanten Phasenwinkel, der durch die Weicheiseneigenschaften des nachgeahmten Fahrzeuges bestimmt wird, und K = eine Konstante, die den Höchstwert des nachzuahmenden Viertelkreisablenkfehlers darstellt, bedeuten.
  • Diese Gleichung wird durch eine Analogie-Rechenschaltung (Fig. 3) fortlaufend gelöst. Der HöchstwertK des Viertelkreisablenkfehlers wird durch die Ausgangsspannung von Potentiometern 330 und 331 wiedergegeben, die an Schleifkontakten 332 und 333 abgegriffen wird. Erregt werden diese Potentiometer durch positive und negative Bezugsspannungen derart, daB der Quadrantenablenkfehler entweder als eine westliche oder eine östliche Ablenkung, d. h. positiv oder negativ erscheint. Die Schleifkontakte 332 und 333 sind miteinander gekuppelt, so daß die von den Potentiometern 330 und 331 gelieferten Ausgangsspannungen gleichzeitig derart einstellbar sind, daß sie gleiche Spannungen entgegengesetzten Vorzeichens darstellen, die den Höchstwert K des Viertelkreisablenkfehlers wiedergeben. Die positiven und negativen Spannungen der Größe K werden einem gebräuchlichen Sinusfunktionspotentiorneter 334 zugeführt, das so entworfen ist, daß es mit einem Freiheitsgrad von 360° arbeitet. Der Schleifer 335 des Potentiometers 334 wird jeweils auf einen Winkel eingestellt, der doppelt so groß ist wie die Summe des -magnetischen Kurses und des Phasenwinkels des Quadrantenfehlers a2. Diese Einstellung kann man in gebräuchlicher Weise von einer Welle 16 ableiten,-die als Eingangswelle der Rechenschaltung die Größe P",, mit einer gleichbleibenden Winkelabweichung von a2 wiedergibt, und zwar mittels eines Stufengetriebes. Die vom Schleifkontakt 335 abgegriffene Spannung stellt den momentanen Wert des Produktes KZ sin 2 (Vfnt + 4 dar, also des Wertes, der auf der rechten Seite der Gleichung (2) steht. Diese Spannung wird dem Addierwiderstand 307 zugeführt.
  • Der Norddrehfehler tritt auf bei Querneigungen des Flugzeuges und bewirkt eine Kippung der Kompaßrose oder der Kompaßnadel. Solange das Fehrzeug keine Querneigung einnimmt, stellt sich die Kompaßnadel auf die waagerechte Komponente des erdmagnetischen Feldes ein, weil sie in der durch die waagerechte und durch die senkrechte Komponente gebildeten Ebene keine Bewegungsfreiheit besitzt. Wenn das Flugzeug eine Querneigung einnimmt, wird die Kompaßnadel auch von der lotrechten Komponente der erdmagnetischen Feldstärke beeinflußt, und sie sucht sich dann auf die wahre Richtung der Feldlinien einzustellen, woraus sich ein Fehler ergibt. Dieser Fehler fällt am meisten bei nördlichen und südlichen Kursen ins Gewicht. Für eine gegebene Querneigung läßt sich der Norddrehfehler mit ausreichender Genauigkeit aus der folgenden Gleichung errechnen: 1Ent =^-- tg-1 [tg b # sin (0 -?- a)] cos 11'm , (3) worin Ew = den nachzuahmenden Norddrehfehler, il'. = den nachgeahmten magnetischen Kurs des Flugzeuges, b = die erdmagnetische Inklination an dem jeweiligen Standort, fi =den nachgeahmten Querneigungswinkel des Fahrzeuges, und x = den nachgeahmten Scheinlotwinkel bedeutet. Durch eine Analogie-Rechenschaltung (Fig. 3) wird die Gleichung (3) fortlaufend gelöst. Der Tangens der magnetischen Inklination (tg b) wird für jeden bei dem nachgeahmten Fluge erreichten Standort durch eine Spannung wiedergegeben, die von einem in der Mitte angezapften Potentiometer 17 mittels eines Schleifkontaktes 14 (Fig. 1 und 3) abgegriffen wird. Das in der Mitte angezapfte Potentiometer 17 wird an seinen Enden durch eine positive und negative Bezugsspannung erregt, so daß der Wert von tg b ein verschiedenes Vorzeichen hat, je nachdem, ob der Standort des Flugzeuges nördliche oder südliche Breite aufweist. Die vom Schleifkontakt 14 abgegriffene und tg b darstellende Spannung wird über einen Widerstand 342 an einen Pufferverstärker 343 angelegt. Die Ausgangsgröße dieses Verstärkers wird einem die Phase umkehrenden Verstärker 347 über einen Widerstand 345 zugeführt. Die beiden Verstärker 343 und 347 haben Rückführkreise, die über Widerstände 344 und 346 verlaufen. Die positiven und negativen Ausgangsspannungen der Verstärker 343 und 346 werden an die Wicklungen eines Potentiometers 318 angelegt, bei dem es sich um ein einer Sinusfunktion entsprechend gewickeltes Potentiometer handelt. Der Gleitkontakt 349 erfährt seine Einstellung durch eine Welle 340 entsprechend der Ausgangsgröße eines üblichen Addiergerätes 341. Dieses Addiergerät 341 hat zwei Eingangswellen, deren eine den nachgeahmten Querneigungswinkel 0 wiedergibt, während die andere Welle den Scheinlotwinkel a darstellt. Jede dieser Größen stellt eine Eingangsgröße für die Analogie-Rechenschaltung dar.
  • Die durch den Schleifkontakt 349 abgegriffene Spannung stellt das Produkt tg b - sin (0 + a) dar und wird an einen Pufferverstärker 354 und einen Phasenumkehrverstärker 355 ebenso angelegt, wie es mit Bezug auf die Verstärker 343 und 346 beschrieben wurde. Die Widerstände 350, 351, 352 und 353 haben dieselbe Wirkungsweise und sind ebenso geschaltet wie die entsprechenden Widerstände 342, 344, 345 und 346. Die Ausgangsspannungen der Verstärker 354 und 355 dienen dem Zweck, ein Potentiometer 356 zu erregen, das in üblicher Weise der Kosinusfunktion entsprechend gewickelt ist und dessen Schleifkontakt 357 seine Einstellung durch eine Welle 216 (Fig. 2) entsprechend dem magnetischen KursV'm erfährt, der eine Eingangsgröße der Rechenschaltung darstellt. Die durch den Schleifkontakt abgegriffene Spannung stellt das Produkt tg b - sln (0 + !X) ' cos Pm dar. Um nun eine Welle in eine Winkelstellung zu drehen, deren Winkel dieser Spannung entspricht, wird diese einem üblichen Nachlaufregelkreis über einen Widerstand 358 zugeführt. In diesem Regelkreis wird die Eingangsspannung des Verstärkers 363 verstärkt und erfährt in einem Magnetverstärker 364 eine zusätzliche Verstärkung. Alsdann wird mit der verstärkten Spannung ein Motor 365 in einer Richtung in Gang gesetzt, die dem Vorzeichen der Eingangsspannung entspricht. Dieser Motor treibt eine Welle 366, die ihrerseits einen Schleifkontakt 362 eines Potentiometers 361 verstellt. Dieses Potentiometer, das in der Mitte angezapft und entsprechend der Tangensfunktion gewickelt ist, stellt das Nachlaufpotentiometer dar, das an seinen Klemmen mit einer positiven und negativen Bezugsspannung gespeist wird. Die durch den Schleifkontakt 362 vom Potentiometer 361 abgegriffene Nachlaufspannung wird dem Eingang des Verstärkers 363 über den Widerstand 360 mit einem solchen Vorzeichen zugeführt, daß dadurch die Eingangsspannung aufgehoben wird, die das Produkt tg b - sin (0 + a) - cos F", darstellt. Der Motor 365 wird so lange erregt, bis die vom Schleifkontakt 362 abgegriffene Spannung die dem Eingang des Verstärkers 363 zugeführte Gesamtspannung zu Null werden läßt. Da die rechte Seite der Gleichung (3) den Ausdruck tg-1 (cotangens) enthält, Ist es erforderlich, den Winkel zu bestimmen, dessen Tangens dem Produkt tgb-sin(0+a)-cosm entspricht. Zu diesem Zweck wird das Nachlaufpotentiometer 361 entsprechend der Tangentialfunktion gewickelt. Infolgedessen entspricht der Einstellwinkel der Welle 366 der Lösung der obigen Gleichung (3). Ent - tg-1 [tg g . sin (c0 -i- ,_-#)] - cos zlfm . Um eine Spannung zu haben, die den Norddrehfehler (Ent) darstellt, treibt die Welle 366 auch einen Schleifkontakt 368 eines Potentiometers an, das linear gewickelt und in der Mitte angezapft ist und an seinen beiden Klemmen mit einer positiven und negativen Bezugsspannung erregt wird. Am Schleifkontakt 368 liegt dann eine Spannung von der Größe E"t, die an einen Addierverstärker 308 angelegt wird.
  • Der Beschleunigungsfehler eines Magnetkompasses entsteht durch Kippen der Kompaßrose oder der Kompaßnadel. Die Kompaßrose oder die Nadel ist zwar derart gelagert, daß sie nur auf die horizontale Komponente der Feldstärke des erdmagnetischen Feldes anspricht, doch ergibt sich ein Einstellfehler, wenn die Rose oder Nadel durch andere Einflüsse, z. B. eine Beschleunigung, dazu veranlaßt wird, sich auf die resultierende Richtung des erdmagnetischen Feldes einzustellen. Am größten ist der Einfluß des durch die Beschleunigung bewirkten Fehlers bei einem Nordkurs oder Südkurs. Für eine gegebene Neigung des Scheinlotes gegenüber dem wahren Lot infolge einer Beschleunigung läßt sich der Beschleunigungsfehler des Magnetkompasses durch die folgende Gleichung errechnen EA = tg-1 (tg 8 - sin Z) - sin zWm (4) In dieser Gleichung bedeutet: EA = den nachzuahmenden Beschleunigungsfehler, '11m = den nachgeahmten magnetischen Kurs des Fahrzeuges, b = die magnetische Inklination an dem jeweiligen Standort, Z =den Winkel, den das Scheinlot mit dem wahren Lot gemessen in einer zur Längsachse des Fahrzeuges parallelen Ebene bildet.
  • In Fig. 3 ist eine Rechenschaltung gezeigt, durch welche die Gleichung (4) laufend gelöst werden kann. Ist der Winkel Z sehr klein, dann läßt er sich hinreichend genau dadurch errechnen, daß die Gleichung Z = `tx° verwendet wird.
  • Asa In dieser Gleichung bedeutet: Axa = die Beschleunigung des Fahrzeuges in seiner Längsrichtung und AZa = die Beschleunigung des Fahrzeuges in seiner Hochachse (Z-Achse).
  • Eine Spannung, die den Wert -Axa wiedergibt, wird über einen Widerstand 375 an einen Verstärker 373 angelegt. Die Ausgangsspannung des Verstärkers 373 dient zum Erregen eines Motors 372, der eine Welle 380 antreibt. Diese Welle 380 verstellt einen Schleifkontakt 379 eines Potentiometers 378, das in der Mitte angezapft und mit seinen Klemmen an Spannungen +A. und -Aza angelegt ist. Die vom Schleifkontakt 379 abgegriffene Spannung stellt A,za dar und wird einem Verstärker 373 mit einem solchen Vorzeichen zugeführt, daß dadurch die die Spannung AZa dargestellte Spannung aufgehoben wird. Hat der Motor 372 die Welle 380 und den Schleifkontakt 379 bis in eine solche Lage gebracht, in der die am Eingang des Verstärkers 373 liegende Gesamtspannung Null wird, dann bleibt der Motor 372 stehen, und dann stellt die Winkellage der Welle 380 den Winkel Z, also das Verhältnis dar. Die Welle 380 verstellt den Schleifkontakt 371 eines Potentiometers 370, das in üblicher Weise einer Sinusfunktion entsprechend gewickelt ist und an seinen Klemmen durch die Ausgangsspannungen der Verstärker 343 und 347 erregt wird. Diese Spannungen stellen die Größen +tg ä und -tg b dar. Die Rechenschaltung bewirkt, daß die durch den Schleifkontakt 371 abgegriffene Spannung das Produkt tg 8 - sin Z darstellt. Diese Spannung wird einem Pufferverstärker 385 über einen Widerstand 381 zugeführt. Die Ausgangsspannung des Pufferverstärkers 385 wird einem der Phasenumkehr dienenden Verstärker 386 über einen Widerstand 383 zugeführt. Die beiden Verstärker 385 und 386 sind mit einem Rückkoppelkreis ausgerüstet, der über Widerstände 382 und 384 verläuft. Die positiven und negativen Ausgangsspannungen der Verstärker 385 und 386 werden an die Wicklung eines Potentiometers 387 angelegt, das entsprechend einer Sinusfunktion gewickelt ist. Der Schleifkontakt 388 dieses Potentiometers 387 erfährt seine Einstellung durch die Welle 216 (Fig. 2), die auf den magnetischen Kurs W. eingestellt ist. Die am Schleifkontakt 388 erscheinende Spannung stellt daher das Produkt tg b - sin Z - sin IFm dar. Um nun eine Welle in eine Winkelstellung zu bringen, die dieser Spannung entspricht, wird diese Spannung dem Regelkreis eines üblichen Nachlaufmotors über einen Widerstand 389 zugeführt. Dieser Regelkreis enthält Schaltmittel zum Verstärken der Eingangsspannung in einem Verstärker 390 und dann einen weiteren Verstärker in Gestalt eines Magnetverstärkers 391. Die Ausgangsspannung speist einen Motor 392, der in einer vom Vorzeichen der Eingangsspannung des Verstärkers 390 abhängenden Drehrichtung läuft. Er treibt eine Welle 393 an, die ihrerseits einen Schleifkontakt 395 eines Potentiometers 394 einstellt. Dieses Potentiometer ist in der Mitte angezapft und entsprechend einer Tangensfunktion gewickelt; es wird an seinen Klemmen durch positive und negative Bezugsspannungen erregt. Die vom Schleifkontakt 395 abgegriffene Spannung des Potentiometers 394 wird dem Eingang des Verstärkers 390 über einen Widerstand 397 mit einem solchen Vorzeichen zugeführt, daß dadurch die Eingangsspannung aufgehoben wird, die das Produkt tg8 -sinZ-sinWin darstellt. Infolgedessen läuft der Motor 392 so lange, bis die vom Schleifkontakt 395 abgegriffene Spannung die Gesamteingangsspannung des Verstärkers zu Null werden läßt. Da nun die rechte Seite der Gleichung (4) den Wert tg-1 (cotangens) enthält, ist es erforderlich, daß der Winkel bestimmt wird, dessen Tangens dem Produkt tg - sin Z - sin Vlm. entspricht. Dies wird dadurch erreicht, daß das Nachlaufpotentiometer 394 entsprechend einer Tangensfunktion gewickelt wird. Infolgedessen stellt die Winkellage der Welle 393 die Lösung der Gleichung (4) dar.
  • Es ist nun erwünscht, eine Spannung zu bilden, die den Beschleunigungsfehler E" darstellt. Aus diesem Grunde stellt die Welle 393 des Motors 392 den Schleifkontakt eines Potentiometers 398 ein, das linear gewickelt und in der Mitte angezapft ist und mit seinen Klemmen an positiven und negativen Bezugsspannungen anliegt. Der Schleifkontakt dieses Potentiometers greift daher eine Spannung ab, die dem Wert Et entspricht und einem Addierverstärker 309 zugeführt wird.
  • Durch die Rechenschaltung wird daher jeder der drei Komponenten nachgeahmt, die zusammen den Gesamtkompaßfehler bilden und gemeinsam dem Eingang eines Addierverstärkers 301 zugeführt werden.

Claims (15)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Fliegerschulungsgerät zur Nachahmung der Wirkungsweise von Magnetkompassen, mit einem Rechengerät, das eine Flugzeugkompaßattrappe steuert, gekennzeichnet durch Schaltmittel, die dem Rechengerät eine erste, dem nachgeahmten rechtweisenden Steuerkurs entsprechende Eingangsgröße liefern, ferner durch Schaltmittel, die dem Rechengerät eine zweite, der nachgeahmten Ortsmißweisung entsprechende Eingangsgröße liefern, sowie durch Schaltmittel, die die erste und die zweite Eingangsgröße zu einer dem nachgeahmten mißweisenden Steuerkurs entsprechenden Steuergröße zusammenfassen, weiterhin durch Schaltmittel, die dem Rechengerät eine dritte Eingangsgröße liefern, die die für den anliegenden Kurs auftretende Deviation darstellt, und schließlich durch Schaltmittel zum Zusammenfassen des mißweisenden Steuerkurses mit der dritten Eingangsgröße, die eine den nachzuahmenden Kompaßkurs widergebende Größe liefern.
  2. 2. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Rechengerät die dritte Eingangsgröße liefernde Schaltmittel auch Einrichtungen enthält, die eine dem Kompaßeinbaufehler entsprechende Teilspannung liefern.
  3. 3. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel, die dem Rechengerät eine dritte Eingangsgröße liefern, Einrichtungen zur Erzeugung von Spannungskomponenten enthalten, die dem Halbkreisfehlerwinkel, dem Quadrantenfehlerwinkel, dem Norddrehfehler und dem Beschleunigungsfehlerwinkel entsprechen.
  4. 4. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel, die dem Rechengerät die dritte Eingangsgröße liefern, Einrichtungen zur Bildung je einer Spannungskomponente enthalten, die entweder dem nachgeahmten Einbaufehlerwinkel, dem nachgeahmten Halbkreisfehlerwinkel, dem Quadrantenfehlerwinkel, dem Norddrehfehler oder einem Beschleunigungsfehlerwinkel verhältnisgleich ist.
  5. 5. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Schaltmittel zum Erzeugen einer ersten Spannung, die dem Höchstwert des nachzuahmenden Halbkreisfehlers entspricht, ferner durch eine Welle, die auf einen Winkel eingestellt ist, welcher der Summe eines jeweiligen nachgeahmten mißweisenden Steuerkurses und eines konstanten Halbkreisfehlerphasenwinkels entspricht, weiterhin durch Schaltmittel zum Erzeugen einer zweiten Spannung, die dem Produkt der ersten Spannung und dem Sinus des Einstellwinkels der Welle verhältnisgleich ist, sowie durch Schaltmittel zum Erzeugen einer dritte Spannung, die der waagerechten Komponente der Feldstärke des erdmagnetischen Feldes verhältnisgleich ist, und schließlich durch Schaltmittel zum Dividieren der zweiten Spannung durch die dritte Spannung.
  6. 6. Lehrgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Schaltmittel zum Erzeugen einer ersten Spannung, die dem Höchstwert des nachzuahmenden Quadrantenfehlers entspricht, ferner durch eine Welle, die auf den doppelten Wert des Winkels eingestellt ist, welcher der Summe des nachgeahmten jeweiligen mißweisenden Steuerkurses und eines konstanten Quadrantenkompaßfehlerphasenwinkels entspricht, und schließlich durch Schaltmittel zum Erzeugen einer zweiten Spannung, die dem Produkt aus der ersten Spannung und dem Sinus des Einstellwinkels der Welle entspricht.
  7. 7. Lehrgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Schaltmittel, die dem Rechengerät eine Eingangsgröße liefern, welche die Inklination des erdmagnetischen Feldes für einen gegebenen Standort des Fahrzeuges darstellt, ferner durch Schaltmittel, die eine erste Spannung bilden, die dem Tangens der Inklination entspricht, weiterhin durch eine erste Welle, die auf einen Winkel einstellbar ist, welcher der Summe des Querneigungswinkels und des Scheinlotneigungswinkels des nachgeahmten Flugzeuges entspricht, sowie durch Schaltmittel zum Bilden einer zweiten Spannung durch Multiplizieren der ersten Spannung mit dem Sinus des Einstellwinkels der ersten Welle, außerdem durch eine zweite Welle, die einstellbar ist auf einen Winkel, der dem nachgeahmten mißweisenden Steuerkurs des Fahrzeuges entspricht, ferner durch Schaltmittel zum Bilden einer dritten Spannung durch Multiplizieren der zweiten Spannung mit dem Kosinus des Einstellwinkels der zweiten Welle, und schließlich durch Schaltmittel zum Bilden des Winkels, dessen Tangente der dritten Spannung gleich und dem Norddrehfehler verhältnisgleich ist. B.
  8. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Schaltmittel, die dem Rechengerät als Eingangsgröße die Inklination des erdmagnetischen Feldes für einen gegebenen Standort liefern, ferner durch Schaltmittel zum Bilden einer ersten, dem Tangens der Inklination verhältnisgleichen Spannung, weiterhin durch Schaltmittel zum Erzeugen eines ersten Welleneinstellwinkels, der dem durch Beschleunigung des Flugzeuges in Richtung seiner Längsachse bedingte Winkeln zwischen dem Scheinlot und dem wahren Lot entspricht, sowie durch Schaltmittel zum Erzeugen einer zweiten Spannung, die dem Produkt des Sinus des Welleneinstellwinkels und der ersten Spannung entspricht, außerdem durch Schaltmittel zum Erzeugen eines zweiten Welleneinstellwinkels, der dem nachgeahmten mißweisenden Steuerkurs des Flugzeuges entspricht, ferner durch Schaltmittel zum Erzeugen einer dritten Spannung, die dem Produkt des Sinus des zweiten Welleneinstellwinkels mit der zweiten Spannung verhältnisgleich ist, und schließlich durch Schaltmittel zum Bilden des Winkels, dessen Tangente der dritten Spannung gleicht und dem Beschleunigungsfehler verhältnisgleich ist.
  9. 9. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Schaltmittel zum Bilden einer Größe, die dem Tangens der Inklination des Erdmagnetfeldes an dem nachgeahmten Standort entspricht, ferner durch Schaltmittel zum Bilden einer Größe, die dem Sinus eines Winkels entspricht, der die Summe des Querneigungswinkels und des Scheinlotwinkels des nachgeahmten. Fahrzeuges darstellt, weiterhin durch Schaltmittel zum Bilden einer Größe entsprechend dem Kosinus des mißweisenden Kompaßkursus des Fahrzeuges, sowie durch Schaltmittel zum Bilden einer Größe entsprechend dem Produkt der Sinus-, Tangens- und Kosinusfunktionen, und schließlich durch Schaltmittel zum Bilden einer Größe, die dem Winkel entspricht, dessen Tangens dem Produkt der drei Funktionen gleicht und den Norddrehfehler darstellt.
  10. 10. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine erste, dem Winkel des nachgeahmten magnetischen Kurses entsprechend eingestellte Welle zur Nachbildung der Kompaßdeviation, ferner durch eine zweite Welle, die auf einen Winkel eingestellt wird, welcher der Summe des Querneigungswinkels und des Scheinlotwinkels des nachgeahmten Fahrzeuges entspricht zur Bildung einer ersten Spannung entsprechend dem Tangens der erdmagnetischen Inklination an dem jeweiligen Standort, weiterhin durch Schaltmittel zum Bilden einer zweiten Spannung durch Multiplizieren der ersten Spannung mit dem Sinus des zweiten Welleneinstellwinkels, außerdem durch Schaltmittel zum Bilden einer dritten Spannung durch Multiplizieren der zweiten Spannung mit dem Kosinus des ersten Welleneinstellwinkels, sowie durch Schaltmittel zur Einstellung einer dritten Welle, wobei der Winkel dem durch Beschleunigung des Flugzeuges in seiner Längsrichtung entsprechenden Winkelwert zwischen dem Scheinlot und dem wahren Lot entspricht, ferner durch Schaltmittel zum Erzeugen einer vierten Spannung entsprechend dem Produkt des Sinus des Einstellwinkels der dritten Welle mit der ersten Spannung, weiterhin durch Schaltmittel zum Erzeugen einer fünften Spannung entsprechend dem Produkt des Sinus des ersten Welleneinstellwinkels mit der vierten Spannung sowie durch Schaltmittel zum Bilden des Winkels, dessen Tangens der dritten Spannung gleicht und dem Norddrehfehler des Kompasses verhältnisgleich ist, und schließlich durch Schaltmittel zum Bilden des Winkels, dessen Tangens der fünften Spannung gleicht und einem Beschleunigungsfehler entspricht.
  11. 11. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Schaltmittel zum Bilden einer ersten Eingangsgröße entsprechend dem nachgeahmten mißweisenden Steuerkurs zur Nachahmung des Anzeigefehlers eines Kompasses, ferner durch Schaltmittel zum Bilden einer zweiten Recheneingangsgröße entsprechend dem Tangens der Inklination des erdmagnetischen Feldes, weiterhin durch Schaltmittel zum Bilden einer dritten Eingangsgröße entsprechend dem durch Längsbeschleunigung des Flugzeuges erzeugten Winkel zwischen dem Scheinlot und dem wahren Lot, sowie durch Schaltmittel, die auf die erste und die zweite Eingangsgröße ansprechen und eine Größe bilden, die dem Norddrehfehler entspricht, und schließlich durch Schaltmittel, die auf die erste, die zweite und die dritte Eingangsgröße ansprechen und eine Größe bilden, die dem Beschleunigungsfehler des Kompasses entspricht.
  12. 12. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel, welche die für den anliegenden Kurs auftretende Deviation in Gestalt einer dritten Eingangsgröße liefern, Einrichtungen zum Bilden einer ersten Eingangsgröße für das Rechengerät enthält, die dem nachgeahmten mißweisenden Steuerkurs entsprechen, ferner Einrichtungen zum Bilden einer zweiten Eingangsgröße aufweisen, die dem Tangens der Inklination des erdmagnetischen Feldes entsprechen und eine dritte Eingangsgröße für das Rechengerät entsprechend dem durch Längsbeschleunigungen des Fahrzeuges bedingten Winkel zwischen dem Scheinlot und dem wahren Lot bilden, weiterhin Einrichtungen zum Bilden einer ersten Spannung enthalten, die der Beschleunigung des Fahrzeuges in seiner Längsrichtung entsprechen, und schließlich Einrichtungen zum Bilden einer zweiten Spannung aufweisen, die der Beschleunigung des Fahrzeuges in Richtung seiner Hochachse entsprechen, wobei die dritte Eingangsgröße das Verhältnis der ersten Spannung und der zweiten Spannung wiedergibt.
  13. 13. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel, welche die für den anliegenden Kurs auftretende Deviation in Gestalt der dritten Eingangsgröße liefern, Einrichtungen zum Bilden einer ersten Eingangsgröße enthalten, die dem nachgeahmten mißweisenden Steuerkurs entsprechen, ferner Einrichtungen zum Bilden einer zweiten Eingangsgröße aufweisen, die der Inklination des erdmagnetischen Feldes entsprechen, weiterhin Einrichtungen zum Bilden einer dritten Eingangsgröße enthalten, die der Summe des nachgeahmten Querneigungswinkels undScheinlotwinkels des nachgeahmten Flugzeuges entsprechen, sowie Einrichtungen zum Bilden einer vierten Eingangsgröße enthalten, die dem durch Längsbeschleunigungen des Flugzeuges bedingten Winkel zwischen dem Scheinlot und dem wahren Lot entsprechen, weiterhin Einrichtungen aufweisen, die auf die erste, zweite und dritte Eingangsgröße ansprechen und dem Norddrehfehler entsprechende Größe bilden, und schließlich Einrichtungen. enthalten, die auf die erste, die zweite und die vierte Eingangsgröße ansprechen und eine Größe bilden, die dem Beschleunigungsfehler des Fahrzeuges entspricht.
  14. 14. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel, welche die für den anliegenden Kurs auftretende Deviation liefern, eine erste Welle betätigen, die entsprechend dem mißweisenden Steuerkurs eingestellt ist, ferner eine zweite Welle betätigen, die entsprechend dem doppelten Wert des mißweisenden Steuerkurses des Fahrzeuges eingestellt ist, weiterhin Einrichtungen zum Bilden einer Spannung entsprechend der waagerechten Komponente der erdmagnetischen Feldstärke für den gegebenen Standort enthalten sowie Einrichtungen aufweisen, die auf den ersten Welleneinstellwinkel und auf die der waagerechten Komponente der erdmagnetischen Feldstärke entsprechende Spannung ansprechen und eine Größe liefern, die der Halbkreisfehlerkomponente der Deviation verhältnisgleich ist, und schließlich Einrichtungen enthalten, die auf den ersten Welleneinstellwinkel ansprechen und eine Größe liefern, die der Quadrantenfehlerkomponente der Deviation verhältnisgleich ist.
  15. 15. Fliegerschulungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel, welche die für den anliegenden Kurs auftretende Deviation in Gestalt der dritten Eingangsgröße liefern, eine dem mißweisenden Steuerkurs entsprechend eingestellte Welle betätigen, ferner Einrichtungen aufweisen, die auf den Welleneinstellwinkel ansprechen und eine Größe liefern, die der Norddrehfehlerkomponente des Kompasses entspricht, weiterhin Einrichtungen enthalten, die auf die Welleneinstellung ansprechen und eine Größe liefern, die der Beschleunigungsfehlerkomponente des Kompasses entspricht, sowie Einrichtungen besitzen, die auf die Welleneinstellung ansprechen und eine Größe liefern, die der Halbkreisfehlerkomponente des Kompasses entspricht, und schließlich Einrichtungen enthalten, die auf die Welleneinstellung ansprechen und eine Größe liefern, die einem Quadrantenfehler entspricht. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 379 869, 2 445 673, 2 485 286, 2 510 580, 2 886 244, 2 925 667; britische Patentschrift Nr. 738 452.
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