DE1114151B - Verfahren zum Ausflocken feinteiliger Feststoffe aus Suspensionen - Google Patents

Verfahren zum Ausflocken feinteiliger Feststoffe aus Suspensionen

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DE1114151B
DE1114151B DED18766A DED0018766A DE1114151B DE 1114151 B DE1114151 B DE 1114151B DE D18766 A DED18766 A DE D18766A DE D0018766 A DED0018766 A DE D0018766A DE 1114151 B DE1114151 B DE 1114151B
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James A Patterson
David J Pye
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Dow Chemical Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D3/00Differential sedimentation
    • B03D3/06Flocculation

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  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ausflocken feinteiliger Feststoffe aus Suspensionen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausflocken feinteiliger mineralischer Feststoffe aus wäßrigen Suspensionen, um eine schnelle Abtrennung der Bestandteile solcher Suspensionen zu erreichen.
  • Wenn man Erze verarbeitet, um die wertvollen mineralischen Bestandteile von den unerwünschten Grundmassenbestandteilen zu trennen, vermahlt man das Mineral meist sehr fein, um die Trennung, z. B. durch selektive Flotation od. dgl., zu erleichtern. Bei vielen Erzaufbereitungsverfahren wird das feinteilige Erz in Wasser zu einem Brei oder Schlamm suspendiert. Nach der Verarbeitung werden die Breie oder Schlamme zweckmäßig gewöhnlich entweder durch Sedimentation oder Filtration entwässert. Dabei stören gewisse Erze insofern besonders stark, als die feinen Teilchen bei der Suspension in Wasser sehr stabile Aufschlämmungen bilden, die, wenn überhaupt, _ sich nur sehr langsam absetzen. Derartige Aufschlämmungen lassen sich schwer konzentrieren oder durch Sedimentation entwässern und sind auch durch Filtration schwierig zu entwässern, weil die Teilchen zur Verstopfung der Filterporen neigen, so daß übermäßig viel Zeit verbraucht wird und die Filter unrentabel arbeiten. In vielen Fällen, z. B. bei der Verarbeitung von Phosphatgesteinen, geht infolge Bildung sehr beständiger Suspensionen des feinteiligen Minerals nicht nur ein erheblicher Teil der wertvollen Bestandteile als Abfall verloren, sondern es muß auch unter Aufwand großer Kosten für Behälter oder Sammelbecken gesorgt werden, um diesen Abfall aufzunehmen.
  • Ähnliche Probleme mit den in wäßriger Phase dispergierten feinteiligen festen Körpern tauchen bei der Klärung und Reinigung anderer Abfälle, z. B. bei der Behandlung des Abwassers, aber auch bei der Klärung von Gebrauchswässern für die Industrie und für die Wasserversorgung in den Städten, auf.
  • Seit langem ist eine große Zahl von Flockungsmitteln der verschiedensten Art bekannt: 1. Xanthate, wasserlösliche Salze von ungesättigten Fettsäuren oder ihren Abkömmlingen, Kalk, Stärke, Harz- oder Ölemulsionen, Gelatine, Leim, Konnyaku (Zeitschrift »Glückauf«, 11.6.1938, S. 494 und 496; deutsche Patentschrift 497 693).
  • 2. Kalkmilch, Kartoffelmehl und Pottasche (»Glückauf«, 26. 3. 1932, S. 304).
  • 3. Wäßriger Auszug aus Caraghenmoos (deutsche Patentschrift 463 869).
  • 4. Leinsamenauszug (USA.-Patentschrift 2 394 083). 5. Mineral- oder Syntheseöle, insbesondere Teeröl, mit Fettsäurezusatz (französische Patentschrift 917478). 6. Aluminiumsulfat und Natriurnaluminat (französische Patentschrift 952 092).
  • Diesen Mitteln haften jedoch mehr oder weniger große Nachteile an. Für manche Zwecke sind sie sogar völlig unbrauchbar. Weiter unten wird an Hand von Vergleichsversuchen die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Flockungsmittel über die bekannten Substanzen bewiesen.
  • Es wurde nun ein Verfahren gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß mit der Suspension ein wasserlösliches, hochmolekulares, synthetisches, organisches Polymerisat vermischt wird, das durch mehrere Amino- und/oder quaternäre Ammoniumreste im Polymermolekül gekennzeichnet ist, wobei das Polymerisat in einer Menge von mindestens 1 Gewichtsteil je Million Gewichtsteile suspendierter Feststoffe angewandt wird, die zur Ausflockung und beschleunigten Sedimentation der Feststoffe ausreicht, und daß danach ein wäßriger, von suspendierten Feststoffen praktisch freier Teil von dem Gemisch abgetrennt wird. Die in dieser Weise behandelten wäßrigen Suspensionen feinteiliger fester Stoffe flocken sehr gut aus, sedimentieren sehr gut und trennen sich sehr gut ab, wenn ein kleiner Teil eines solchen synthetischen Polymerisats in und mit der Suspension innig dispergieri wird. Die Stickstoffreste in den verwendeten Polymerisaten sind also unmittelbar durch wenigstens eine Bindung von Stickstoff zu Kohlenstoff mit dem Skelett des Polymerisats verbunden. Zu den in der vorliegenden Erfindung wirksamen Polymerisaten gehören Polyäthylenimin und wasserlösliche aminierte Polyvinylarylkohlenwasserstoffhomopolymerisate und -mischpolymerisate. Unter einem »Mineral« wird hier im üblichen Sinne jedes feste Element bzw. jede feste Verbindung verstanden, die als solche Produkte anorganischer Prozesse sind.
  • Die im vorliegenden- Fall zu benutzenden wasserlöslichen, synthetischen, organischen Polymerisate können nach bekannten Verfahren hergestellt werden. Im allgemeinen ist in diesen Polymerisaten nur eine geringe oder gar keine Vernetzung zwischen den polymeren Molekülen vorhanden. Die aminierten Poly-(vinylarylkohlenwasserstoff)-verbindungen z. B. sind durch zwei oder mehr Gruppen der Formel gekennzeichnet, in der jedes R einen niedrigen Alkyl-oder Alkylolrest und X ein salzbildendes Anion, z. B. Chlor oder Brom, bedeutet. Bei diesen Polymerisaten wird eine vollkommene Löslichkeit in Wasser erreicht, wenn wenigstens 40 °/o der aromatischen Kerne den obengenannten quaternären Ammoniumsubstituenten enthalten. Wenn nur 20 °/o bis weniger als 40 °/o der aromatischen Kerne solcher Polymerisate die obigen quaternären Ammoniumsubstiiuenten enthalten, muß man ein Gemisch aus Aceton und Wasser mit etwa 20 bis 50010 Aceton anwenden, um das Polymerisat löslich zu machen. Die Lösungen, die man auf diese Weise erhält, können jedoch mit Wasser nach Belieben weiter verdünnt werden, ohne daß das aktive polymere Mittel ausgefällt würde.
  • Der Ausdruck »wasserlöslich« soll in der vorliegenden Erfindung Polymerisate bezeichnen, die in Wasser so weit löslich sind, als sie in dem vorliegenden Verfahren als Ausflockungsmittel wirksam sind. Zuweilen empfiehlt es sich jedoch, bei der Herstellung der konzentrierten Lösungen der aktiven polymeren Mittel, die den Suspensionen feinteiliger Mineralien zugesetzt werden sollen, bestimmte Zusatz- bzw: Mitlösungsmittel zu benutzen. So werden z. B. zweckmäßigerweise gewisse aminierte Poly-(vinylarylkohlenwasserstoffe) zu der auszuflockenden Suspension in Form eines Konzentrats zugesetzt, das aus einer Lösung des aminierten Poly-(vinylarylkohlenwasserstoff)-polymerisats in einem Gemisch aus Wasser und Aceton, wie es oben beschrieben wurde, besteht. Wenn man ein derartiges Konzentrat weiter mit Wasser verdünnt, bleibt der aminierte Poly-(vinylarylkohlenwasserstoff) vollständig in Lösung.
  • Bei der praktischen Durchführung der Erfindung wird das aktive polymere Mittel in geeigneter Weise zu der Suspension des feinteiligen festen Körpers bzw. feinteiligen Minerals zugesetzt. So können die aktiven Bestandteile z. B. zugesetzt werden, indem man sie in ein Rohr od. dgl., in dem sich die Suspension befindet, einführt. Das polymere Mittel kann aber auch zur Suspension gegeben werden, während sich diese in einem Absitz- oder Lagertank befindet. Im übrigen dürfte jedem Fachmann geläufig sein, auf welche andere Weise das aktive Mittel in die Suspension eingebracht werden kann.
  • Man kann die aktiven polymeren Mittel der Suspension eines feinteiligen Minerals auch in fester Form unter geeignetem Vermischen zugeben, damit sich das aktive Mittel verhältnismäßig gleichmäßig in der ganzen wäßrigen Dispersion verteilt. Da sich jedoch die aktiven Mittel im allgemeinen nur sehr langsam auflösen und in gewissen Fällen zur Gelbildung neigen, setzt man das aktive Mittel bevorzugt in Form einer verdünnten Lösung zu. Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird das aktive polymere Mittel in verhältnismäßig verdünnter wäßriger Lösung unter gründlichem Rühren zu der Suspension des feinteiligen Minerals gegeben. Bei dieser Arbeitsweise wird das aktive Mittel innerhalb der ganzen Suspension gut dispergiert; die Wahrscheinlichkeit, daß sich das Mittel örtlich übermäßig konzentriert und damit zu einem gewissen Teil unwirksam wird, ist in diesem Fall nur gering. Nach der Zumischung der Poiymerisatlösung empfiehlt es sich, die behandelte Suspension nur geringfügig zu rühren, damit die erforderliche Konzentration bzw. Abtrennung erreicht wird, ohne daß die durch die Behandlung gebildeten Ausflockungen zerrissen werden.
  • Die bei dem Verfahren einzusetzenden Mengen an aktivem polymerem Mittel schwanken mit dem Grad der feinen Verteilung des zu agglomerierenden bzw. auszuflockenden festen Körpers und der chemischen Natur dieses Körpers und des benutzten polymeren Mittels. Im allgemeinen werden 1 bis 1000 Gewichtsteile des polymeren Mittels je Million Gewichtsteile des feinteiligen festen Körpers in der Suspension angewandt. Diese Mengenverhältnisse beziehen sich auf Mineralien. In diesen Fällen bevorzugt man die Anwendung von 30 bis 500 Gewichtsteilen des aktiven Mittels je Million Teilen mineralischer fester Körper.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Beispiel 1 Es wurde beobachtet, daß wäßrige Suspensionen von feinteiligem Attapulgitton, Metabentonitton und Floridaphosphatschlamm so langsam absetzten, daß keine absolut klare überstehende Flüssigkeit entstand, wenn das Ganze 10 Minuten ruhig stehengelassen wurde. Teile von jeder dieser Suspensionen wurden nun in Glaszylinder eingefüllt, die etwa 2,5 cm breit und 30 cm hoch waren. Wenn man zu jeder dieser Suspensionen eine wäßrige Polyäthyleniminlösung gab, entstanden klare überstehende Lösungen in bestimmten Absetzzeiten. Das benutzte Polyäthylenimin war ein Handelsprodukt, dessen wäßrige 25gewichtsprozentige Lösung bei 25'C eine Viskosität von 259 eSt hatte. In der folgenden Tabelle sind die Absetzzeiten, die Polyäthyleniminkonzentrationen und die Konzentrationen der Mineralteilchen in den Suspensionen zusammengestellt, wobei die Konzentrationen als Gewichtsteile Polyäthylenimin je Million Gewichtsteile Mineral in der Suspension angegeben sind und die Absetzzeit die Zeit in Minuten bedeutet, in der eine klare überstehende Flüssigkeitssäule von 2,5 cm Höhe erreicht wurde.
    Feinteiliges Gewichts- Polyäthylen- Absetzzeit
    Minera prozent imin- in Minuten
    Feststoffe konzentration je 2,5 cm
    Attapulgit.... 0,123 600 1,5
    Metabentonit 0,48 153 1,0
    Phosphat-
    schlamm . 0,424 174 1,0
    Beispiel 2 In der gleichen Weise wie im Beispiel l wurden merklich verbesserte Absetzgeschwindigkeiten bei Zusatz von aminiertem Polystyrol zu Suspensionen von feinteiligem Metabentonit, Nontronit, Illit sowie Attapulgittonen und Floridaphosphatschlamm erhalten. Ähnlich verbesserte Absetzgeschwindigkeiten wurden beobachtet, wenn man Suspensionen von Bentonit, Nontronit, Illit, Attapulgit und einem bestimmten Kupfererz mit aminiertem Polyvinyltoluol behandelte.
  • Das hier benutzte aminierte Polystyrol wurde durch Chlormethylierung eines technischen Polystyrols mit Chlormethyläther in Gegenwart eines Zinkchloridkatalysators und anschließende Aminierung des erhaltenen chlormethylierten Polystyrols mit überschüssigem Trimethylamin hergestellt. Das Produkt der Chlormethylierung enthielt 9,89 Gewichtsprozent Chlor und hatte in lOgewichtsprozentiger Lösung in Toluol bei 25°C eine Viskosität von 56,6 eP. Das durch Behandlung des vorstehenden Produktes mit Trirnethylamin erhaltene aktive aminierte Produkt war ein amorpher Körper, der in einem Gemisch aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Aceton löslich war und auf Grund der Analyse 1,78 Milliäquivalente Chlorid-Ion je Gramm aminierten Polymerisats enthielt.
  • Das hier benutzte aminierte Polyvinyltoluol wurde durch Chlorierung eines Polyvinyltoluols hergestellt, dessen lOgewichtsprozcntige Lösung in Toluol eine Viskosität von 22,9 cP aufwies. Die lOgewichtsprozentige Lösung des erhaltenen chlorierten Produktes in Toluol hatte eine Viskosität von 27 cP und enthielt 13,2 Gewichtsprozent Chlor in der Seitenkette und 7 Gewichtsprozent Chlor im Benzolkern. Dieses chlorierte Produkt wurde mit überschüssigem Trimethylamin erschöpfend aminiert; nach Wiedergewinnung des nicht umgesetzten Trimethylamins durch Destillation wurde das gewünschte aminierte Polyvinyltoluol als ein brauner amorpher, in Wasser löslicher, fester Körper erhalten. Beispiel 3 Grob gemahlenes Floridaphosphatgestein wurde '/,Stunde lang bei 100'C mit 6 n-H Cl ausgelaugt. Der entstandene Brei der feinteiligen Teilchen wurde mit Hilfe eines Vakuumfilters filtriert. Es ergab sich, daß je Tag 1171 je 0,1 m2 Filteroberfläche filtriert werden konnten. Wenn man dem gleichen Brei das aminierte Polystyrol des Beispiels 2 in einer Konzentration von 100 Gewichtsteilen je Million Gewichtsteile trockenen Erzes zusetzte, betrug die Filtergeschwindigkeit 7301 je Tag je 0,1 m2 Filteroberfläche. Beispiel 4 Ein feingemahlenes Michigan-Kupfererz wurde in Wasser zu einer Suspension dispergiert, die 18,1 Gewichtsteile Erz enthielt. Ein Teil des erhaltenen Breies ließ sich unter einem Druck von 3,5 g/mm2 durch ein Druckfilter in einer Menge von 14,51 je Stunde je 0,1 m2 Filteroberfläche filtrieren. Einem anderen Teil dieser Suspension wurde eine Lösung aminierten Polystyrols des Beispiels 2 in solcher Menge zugegeben, daß 69 Gewichtsteile des aminierten Polymerisats je Million Gewichtsteile Mineral vorlagen. Die Suspension wurde ebenfalls unter einem Druck von 3,5 g/mm2 durch das Druckfilter filtriert. In diesem Fall konnten 67,751 je Stunde je 0,1 m2 Filteroberfläche filtriert werden.
  • Beispiel 5 Ein anderer Teil des Kupfererzschlammes des Beispiels 4 wurde mit soviel aminiertem Polystyrol des Beispiels 2 vermischt, daß in der Masse 34 Gewichtsteile aminierten Polystyrols je Million Gewichtsteile Kupfererzteile vorlagen. Diese Flüssigkeit konnte durch das Druckfilter des Beispiels 4 in einer Menge von 59,81 je Stunde je 0,l M2 Filteroberfläche filtriert werden.
  • Wenn man wie in diesen Beispielen und in der Beschreibung erläutert verfährt, treten noch weitere Vorteile in Erscheinung, so z. B. eine verbesserte Abscheidung von Flüssigkeit aus dem Filterkuchen und eine schnellere und wirksamere Wäsche des Filterkuchens der ausgeflockten Substanz, wenn er von restlichem Filtrat befreit wird.
  • Vergleichsversuche mit bekannten Flockungsmitteln Vergleichsversuch 1 Es wurde die Absitzgeschwindigkeit einer wäßrigen Suspension von 4240 Gewichtsteilen feinteiligen Feststoffen, hauptsächlich Calciumphosphat und Ton, je 1 Million Gewichtsteile Suspension an Hand des Polyäthylenimins von Beispiel 1, des aminierten Polystyrols von Beispiel 2 sowie bekannter Flockungsmittel und anderer Substanzen untersucht. Diese Suspension setzte sich selbständig nur sehr langsam ab und ergab nach ungestörtem Stehen von 10 Minuten Dauer keine erkennbare klare überstehende Flüssigkeit. Gleiche Teile der Erzaufschlämmung wurden zusammen mit dem jeweiligen Mittel, das in Form verdünnter wäßriger Lösungen oder Dispersionen vorlag, in zylindrische Absitzgefäße gegeben und durch mehrfaches Umkehren vermischt. Unmittelbar danach wurden die Gefäße wieder in aufrechte Stellung gebracht und die Geschwindigkeit des Absitzens der suspendierten Teilchen beobachtet.
    Menge
    des Mittels, Absitz-
    Mittel Teile geschwindig-
    jeMillion Teile keit,
    Festsubstanz in cm je Minute
    der Suspension
    Unbehandelte Vergleichs-
    probe ............... ohne keine
    Polyäthylenimin . . . . . . . . 174 2,5
    Aminiertes Polystyrol .... 174 2;5
    Fortsetzung
    Menge
    des Mittels, Absitz-
    Mittel Teile geschwindig-
    jeMillion Teile keit,
    Festsubstanz in cm je Minute
    der Suspension
    Ammonium-
    polymethaerylat ....... 174 keine
    Ammonium-.
    polymethacrylat ....... 4350 keine
    Polyvinylalkohol ....... 174 keine
    Polyvinylalkohol ....... 4350 keine
    Aluminiumchlorid ....... 4350 keine
    Polyvinylxanthat ....... 174 keine
    Cellulosexanthat ....... 4350 keine
    Stärkexanthat........... 4350 keine
    Natriumsalz von Carboxyl-
    methylcellulose ...... 4350 keine
    Zedernholzöl .......... 4350 keine
    Kresylsäure ........... 4350 keine
    Lösliches Dextrin ....... 4350 keine
    Eisen(III)-chlorid .... . . . . 4350 keine
    Traganthgummi ... ... .. 4350 keine
    Natriumpolyacrylat ...... 4350 keine
    Ölsäure ............... 4350 keine
    Pectatextrakt .......... 4350 keine
    Natriumsilikat ......... 4350 keine
    Stärke (Kartoffelstärke)... 4350 keine
    Hydrolysierte Stärke ..... 4350 keine
    Die Angabe »keine« unter Absitzgeschwindigkeit bedeutet, daß nach ungestörtem Stehen von 10 Minuten Dauer über der Suspension keine erkennbare klare überstehende Flüssigkeit entstanden war.
  • Vergleichsversuch 2 Bisher war es üblich, den beim Behandeln von Bauxit mit Natronlauge zurückbleibenden feinteiligen Rotschlamm mit Hilfe von Stärke filtrierbar zu machen. Zu einem Teil einer Auflösung von Rohbauxit in Natronlauge, die sich ohne Behandlung in 90 Minuten nicht sichtbar absetzte, wurden 2 kg lösliche Stärke je Tonne Bauxiterz gegeben. Der Rotschlamm setzte sich in 17 Minuten um 2,5 cm ab. Zu einem anderen Teil der gleichen Lauge wurden nur 500 g eines erfindungsgemäßen Polymerisats gegeben. Hierbei ergab sich eine Absitzgeschwindigkeit von 2,5 cm in 13 Minuten. Das verwendete Polymerisat enthielt eine Vielzahl von quatemären Ammoniumgruppen und war durch Mischpolymerisation von äquimolaren Anteilen Acrylsäureamid und Vinylbenzyltrimethylammoniumchlorid hergestellt worden.
  • Vergleichsversuch 3 Das letztgenannte Polymerisat wurde im technischen Maßstabe auf seine Klärwirkung an Abwasser aus einer Taconiterz-Anreicherungsmühle untersucht. Zur Verbesserung der Sedimentationsgeschwindigkeit der Taconitreste in dem Abwasser war bisher ein Polysaccharid aus Guarbohnen verwendet worden. Bei Parallelversuchen, die mehrere Tage bei vollem Betrieb der Mühle dauerten, wurde gefunden, daß die zur Erzielung einer gleichen Sedimentationsgeschwindigkeit und Klärung erforderliche Menge des erfindungsgemäßen Polymerisats nur etwa ein Zwanzigstel bis ein Fünfzehntel der Menge des bisher verwendeten Mittels betrug.

Claims (3)

  1. PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zum Ausflocken feinteiliger Feststoffe aus einer wäßrigen Suspension derselben, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Suspension ein wasserlösliches, hochmolekulares, synthetisches, organisches Polymerisat vermischt wird, das durch mehrere Imino-, Amino- und/oder quatemäre Ammoniumreste im Polymermolekül gekennzeichnet ist, wobei das Polymerisat in einer Menge von 1 bis 1000 Gewichtsteilen je Million Gewichtsteile suspendierter Feststoffe angewandt wird, die zur Ausflockung und beschleunigten Sedimentation der Feststoffe ausreicht, und daß danach ein wäßriger, von suspendierten Feststoffen praktisch freier Teil von dem Gemisch abgetrennt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Polymerisat ein Polyäthylenimin oder ein aminierter Poly-(vinylarylkohlenwasserstoff) ist.
  3. 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymerisat in Form einer verdünnten Lösung zugemischt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 463 869, 497 693; französische Patentschriften Nr. 917 478, 952 092; USA: Patentschrift Nr. 2 394 083.
DED18766A 1954-01-14 1954-09-28 Verfahren zum Ausflocken feinteiliger Feststoffe aus Suspensionen Pending DE1114151B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE463869C (de) * 1924-08-06 1928-08-04 Isidor Traube Dr Beschleunigung der Sedimentation von Aufschlaemmungen der Erzaufbereitungen oder anderen anorganischen, schwer klaerbaren Aufschlaemmungen aehnlicher Konzentration
DE497693C (de) * 1925-05-23 1930-05-10 Isidor Traube Dr Verfahren zur beschleunigten Sedimentation schwer absetzbarer Aufschlaemmungen der Erzaufbereitung
US2394083A (en) * 1943-05-18 1946-02-05 Lintz Mark Surface active agents
FR917478A (fr) * 1943-04-21 1947-01-08 Directie Staatsmijnen Nl Procédé pour le filtrage de schlamms
FR952092A (fr) * 1946-08-14 1949-11-09 Ici Ltd Procédé de clarification des eaux de laveries de houille

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