DE1091925B - Rauchladung fuer Geschosse - Google Patents

Rauchladung fuer Geschosse

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DE1091925B
DE1091925B DET17605A DET0017605A DE1091925B DE 1091925 B DE1091925 B DE 1091925B DE T17605 A DET17605 A DE T17605A DE T0017605 A DET0017605 A DE T0017605A DE 1091925 B DE1091925 B DE 1091925B
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BARONIN ILYANA VON THYSSEN BOR
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BARONIN ILYANA VON THYSSEN BOR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B27/00Compositions containing a metal, boron, silicon, selenium or tellurium or mixtures, intercompounds or hydrides thereof, and hydrocarbons or halogenated hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06DMEANS FOR GENERATING SMOKE OR MIST; GAS-ATTACK COMPOSITIONS; GENERATION OF GAS FOR BLASTING OR PROPULSION (CHEMICAL PART)
    • C06D3/00Generation of smoke or mist (chemical part)

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Description

  • Rauchladung für Geschosse Die Erfindung betrifft eine Rauchladung für Nebelgranaten zur Rauch- bzw. Wolkenentwicklung oder für Übungsmunition, die den Eindruck explodierender Granaten geben soll.
  • Es sind Nebelgranaten bekannt, deren Rauchladung als Hauptbestandteile Hexachloräthan und ein Metall oder eine Metallverbindung - Zink, Magnesium, Calciumsilicid od. dgl. - enthält. Bei Erwärmung reagieren diese Komponenten mit dem Hexachloräthan unter Bildung eines Metallchlorids, so daß Rauch entwickelt wird. Solche Rauchladungen sind aber nicht für alle Zwecke geeignet, da die Rauchentwicklung verhältnismäßig langsam vonstatten geht.
  • Gewisse Ladungen, die eine schnelle Rauchentwicklung ermöglichen, z. B. Ladungen auf der Grundlage von Phosphor oder Schwefelsäure, sind infolge der ätzenden Wirkung des entstehenden Rauches nicht für jeden Verwendungszweck geeignet. Auch ist ihre Herstellung infolge der durch die Ausgangsmaterialien verursachten Gefahren umständlich. Die Wirkung solcher Granaten hängt von dem Volumen des in der Luft befindlichen Wasserdampfes ab, so daß bei Kälte oder in trockenen Gegenden keine Wirkung eintritt. Selbst bei geeigneten Wasserdampfverhältnissen werden solche Ladungen schlecht ausgenutzt, da die Endgeschwindigkeit der Granaten sehr hoch ist und daher der größte Teil der Rauchladung in dem Einschußloch im Boden verbleibt.
  • Es ist versucht worden, durch Einsetzen einer kleinen, entgegen der Flugrichtung wirkenden Brisanzladung die Endgeschwindigkeit etwas zu verringern. Auf diesem Wege konnten keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden, da nur schwache Brisanzladungen verwendet werden konnten, weil bei stärkeren Ladungen für kürzere Entfernungen zu starke Pillareffekte auftraten.
  • Es sind auch mit Sprengstoffen vermischte Rauchsätze bekanntgeworden sowie Rauchsätze, die neben Sprengstoffsätzen angeordnet sind. Dies sollte den Zweck haben, den Rauchsatz zwangläufig zu vergasen oder zu verstäuben. Es stellte sich aber heraus, daß auch in diesem Falle nicht die gewünschte Wirkung eintrat, da sich das Geschoß im Augenblick der Zündung bereits im Boden befand.
  • Das Ziel der Erfindung ist darauf gerichtet, trotz der beschriebenen Schwierigkeiten eine starke Rauch- bzw. Nebelentwicklung und eine ungehinderte Verbreitung des Rauches oder Nebels innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes zu erreichen. Hierzu besteht gemäß der Erfindung die Rauchladung derartig aus einer homogenen Mischung in Pulverform von 10 bis 30 0/, TNT mit den raucherzeugenden Komponenten, daß, wenn ein Zünder die Explosion der Brisanzladung bewirkt, eine vollständige Reaktion aller Komponenten der Rauchladung in wenigen Mikrosekunden sichergestellt ist.
  • Während die Rauchentwicklung der bisher gebräuchlichen Hexachloräthan enthaltenden Ladungen mehr als 1 Minute in Anspruch nimmt, geschieht die Rauchentwicklung bei der erfindungsgemäßen Rauchladung je nach dem Anteil des beigemischten TNT und je nach der gewählten Brisanzladung in weniger zehntausendstel Sekunden oder bei Übungsmunition innerhalb hundertstel Sekunden. Einer Ladung aus Zink-Hexachloräthan, die gemäß der Erfindung einen Anteil von 10 bis 3001, TNT aufweist und die explosionsastig detoniert, kann beispielsweise folgende Zusammensetzung gegeben werden: Hexachloräthan . . . . . . . . . . . 270/0 Zinkpulver (5 #t) . . . . . . . . . . . 540/0 TNT ..................... 170/0 Paraffin . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20/0 Für diese Ladung kann eine ebenfalls schnell wirksame Brisanzladung vorgesehen werden, die beispielsweise aus 60 % TNT und 40 % Tetryl besteht.
  • Bei Übungsgranaten soll sich der Granatenkörper öffnen, um die Gase ohne Auftreten gefährlicher Splitter auszulassen. Hierzu ist eine Brisanzladung (Gewicht beispielsweise 20 g) zweckmäßig, die aus TNT .. . .. .. . .. .. ....... .. 40% Rotem Phosphor . . . . . . . . . . . 500/, Paraffin . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1004 besteht. Gegebenenfalls kann zwischen der Brisanzladung und der Rauchladung noch eine Puderladung (Gewicht beispielsweise 60 g) aus Zinkpulver (5 #t) . . . . . . . . . . . 650/0 Schwefelblumen . . . . . . . . . . . 350/0 angebracht werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPHUCHE: 1. Rauchladung für Geschosse, bei der die hauptsächlichen raucherzeugenden Komponenten Hexachloräthanpulver und Metallpulver sind, die in Kontakt mit einer Brisanzsprengladung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rauchladung derartig aus einer homogenen Mischung in Pulverform von 10 bis 301)/, TNT mit den raucherzeugenden Komponenten besteht, daß, wenn ein Zünder die Explosion der Brisanzladung bewirkt, eine vollständige Reaktion aller Komponenten der Rauchladung in wenigen Mikrosekunden sichergestellt ist.
  2. 2. Ladung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Zusatz von geringen Mengen Paraffin.
  3. 3. Ladung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Beifügung eines Detonators aus etwa 400/, TNT, etwa 5001, rotem Phosphor und etwa 100i, Paraffin.
  4. 4. Ladung nach den Ansprüchen 1 und 3 für Übungszwecke u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Detonator und der Hauptladung eitre Pufferladung aus etwa 65 °/, Zinkpulver (5 #t) und etwa 35 °/, Schwefelblume angebracht ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 312 310, 347 741; deutsche Patentanmeldung D 89496IVb/78d (Mikrofilm, Rolle 2014 des britischen Patentamtes) ; schweizerische Patentschrift Nr. 26 0211500; französische Patentschrift Nr. 807 502.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE312310C (de) *
CH500E (de) 1902-06-02 1904-11-30 Rheinische Metallwaren Und Maschinenfabrik Granate
DE347741C (de) * 1918-02-05 1922-01-24 Kurt Hess Dr Gefaerbte Rauchsignale ohne Flammenerscheinung
FR807502A (fr) * 1935-09-30 1937-01-14 Artifice fumigène

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