DE1090844B - Reifen-Form- und Vulkanisierpresse - Google Patents
Reifen-Form- und VulkanisierpresseInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29D—PRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
- B29D30/00—Producing pneumatic or solid tyres or parts thereof
- B29D30/06—Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
- B29D30/0601—Vulcanising tyres; Vulcanising presses for tyres
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reifen-Formund Vulkanisierpresse mit Preßbalg und betrifft die
Ausbildung von Teilen der Form, in welchen die Reifenwulstabschnitte geformt werden.
Bei Reifen gleicher Größe, jedoch verschiedener Stärke und damit unterschiedlicher Wulstdicke bzw.
Wulstbreite werden, um die Bildung von lappenartigen Graten am Innenumfang des Reifens zu vermeiden,
bisher diese Unterschiede in der Wulstdicke und der Wulstbreite durch eine der beiden im folgenden beschriebenen
Maßnahmen ausgeglichen.
Nach der ersten dieser Maßnahmen werden dünnere Wülste durch eine Auflage von Stoff auf im wesentlichen
die gleiche Wulstbreite der dicken Wülste gebracht, so daß sie mit den auf die größte Wulstdicke
abgestimmten Fußringen geformt werden können. Diese Maßnahme ist jedoch erstens kostspielig und
zweitens infolge der Gewichtserhöhung der leichteren Reifen unbefriedigend.
Bei der zweiten Maßnahme ist die Form so ausgebildet, daß die den -Innenumfang- des Wulstes formenden
Fußringe auswechselbar sind und in die Form jeweils der der Wulstbreite entsprechende Fußring
eingesetzt wird. Bei diesem Formverfahren sind für jede Form' mindestens vier bis sieben verschiedene
Sätze von Fuß ringen notwendig, um die Herstellung der gängigsten Wulstbreiten zu ermöglichen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist, die Fußringe einer derartigen Reifenpresse mit Preßbalg
so auszubilden, daß ohne Änderung der Form bzw. ohne Austausch des Fußringes innerhalb eines großen
Bereiches unterschiedliche Wulstdicken geformt werden können, ohne daß sich ein wesentlicher Grat am
Innenumfang des Reifens bildet, wobei die Dicke des Wulstes ausschließlich von der im Wulstbereich bei
der Verformung des Reifens aufgebrachten Masse bestimmt wird.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß bei einer Reifen-Form- und Vulkanisierpresse mit einem
an der Pressenachse zwischen den Formhälften angeordneten Preßbalg und mit am inneren Umfang des Formnestes
liegenden ringförmigen Sitzen zur Aufnahme je eines der Reifenwülste jede Anlagefläche für den
Innenumfang eines der Reifenwülste durch eine ring- -förmige Leiste mit etwa halbkreisförmigem Querschnitt
gegen die Reifenmittelebene zu verlängert ist," '" dabei ist vorzugsweise der Abschnitt der Form, der
die Anlagefläche für den Innenumfang je eines der Reifenwülste mit der ringförmigen Leiste enthält, in
an sich bekannter Weise als Ganzes oder geteilt von der übrigen Form entfernbares oder in diese wieder
einsetzbares Bauteil ausgebildet.
Durch diese Anordnung wird erreicht, daß beim Aufgeben von Druck in den Preßbalg sich dieser um
Reifen-Form- und Vulkanisierpresse
Anmelder:
Uiiited States Rubber Company,
• New York, N. Y. (V. St. A.)
• New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. Dr.-Ing. R. Poschenrieder,
Patentanwalt, München 8, Lucüe-Grahn-Str. 38
Patentanwalt, München 8, Lucüe-Grahn-Str. 38
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 10. Oktober 1957
V. St. v. Amerika vom 10. Oktober 1957
Harold Weigold, Grosse Point Park, Mich.,
und Arthur William Graut, Detroit, Mich. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
die Kante des Fußringes so anlegt, daß er sich den unterschiedlichen Breiten des vorgeformten Wulstes
anpaßt, und die Wulstbreite nur in Abhängigkeit von der im Wulst enthaltenen Materialmenge richtig geformt
wird.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
" "
Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch eine Reifenpresse mit Preßbalg bekannter Bauart;
Fig. 2 zeigt einen Axialteilschnitt entlang der Linie H-II in Fig. 1;
Fig. 3 zeigt einen Teilschnitt durch den den Wulst formenden Teil der Form mit bekannter Ausbildung
des Fuß ringes,
Fig. 4 zeigt einen Schnitt ähnlich wie Fig. 3, jedoch mit erfindungsgemäßer Ausbildung des Fußringes bei
einem dünneren Wulst, und
Fig. 5 zeigt einen Schnitt ähnlich Fig. 4 bei einer größeren Wulstdicke.
In Fig. 1 ist eine bekannte Reifenpresse mit Preßbalg dargestellt. Sie besteht aus zwei Formhälften 10
und 11 und den Fußringen 12 und 13. Wenn die Formhalfteri geschlossen sind, wie in Fig. 1 gezeigt, weist
die Form eine durchlaufende Öffnung 15 an ihrem inneren Umfang auf, welche mit dem Inneren des
Formhohlraums in Verbindung steht und durch die sich der biegsame Balg 16 der Presse ausdehnt. In
das Innere des Balges wird Dampf oder heißes Wasser unter Druck durch den Kanal 17 eingeleitet, um den
Reifen T gegen die innere Oberfläche der Form zu drücken und so den Reifen in die gewünschte Gestalt
009 627/381
TÖW844
zu bringen und zu vulkanisieren. Der größere Teil des Reifens wird gegen die innere Oberfläche der Fofmhälften
10 und 11 gepreßt und geformt. Die Wulstteile B des Reifens T werden dagegen durch, die Anlageflächeft
18 und 19 der Fußringe 12 und 13 geformt. Die Anlageflächen 19, welche zur Formung des Innenumfangs
der Wülste dienen, werden gewöhnlich als Wulstleisten bezeichnet.
Der Balg 16, welcher aus biegsamem, verstärktem Gummi besteht, wird an einem Ende durch einen
Klemmring 21 an der oberen beweglichen Platte 20 festgehalten und durch den unteren Fußring 13 gegen
eine untere feststehende Platte 22 gedruckt. Der obere Fußring 12 ist an der-oberen Formhälfte 10 befestigt
und kann mit dieser abgenommen werden. Die untere Formhälfte 11 ist feststehend. Um einen vulkanisierten
Reifen aus der Presse zu- entfernen, wird die obere
Formhälfte 10 mit dem daran befestigten Fußring 12 durch einen entsprechenden, nicht gezeigten Mechanismus
von der unteren Formhälfte 11 weg nach oben bewegt. Die obere Platte 20 wird durch die Einführung
einer Flüssigkeit unter Druck in einen Zylinder 23 nach oben bewegt. Sie ist an dem äußeren Ende der
Kolbenstange 24 des Zylinders 23 befestigt. Da die obere Platte 20 sich nach oben bewegt, zieht sie den
Balg 16 aus dem Inneren des vulkanisierten Reifens heraus, bis sich der äußere Durchmesser des Balges
so weit verringert hat, daß er kleiner als der Innendurchmesser . des Reifenwulstes ist. Der Reifen wird
dann von dem Balg rundherum abgehoben und aus der Presse entfernt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird jeder der Fußringe 12 und 13 mit einer ringförmigen, sich nach
innen erstreckenden Leiste 25 versehen, dessen äußere Oberfläche eine Verlängerung der Anlagefläche 19
bildet. Wenn die Presse in Betrieb ist, drücken sich, wie in Fig. 2 gezeigt, die Leisten 25 in den Balg 16
ein» so daß das Material des Balges die freie Oberfläche der Anlagefläche 19 einnimmt, welche durch
den Reifenwulst B nicht ausgefüllt wird. Dementsprechend ist kein Raum mehr frei, in welchem sich
ein Grat bilden könnte. Dies steht im Gegensatz zu der Anwendung der herkömmlichen Fußringe. Ein bekannter
Fuß ring, wie in Fig. 3 gezeigt, hat keine ringförmige Leiste an der inneren Oberfläche S, und wenn
der Wulst des Reifens eine Dicke hat, die wesentlich geringer ist als die Breite der Randoberfläche L, bildet
der Balg D von der Kante des Fußringes aus zum Reifen eine Brücke und läßt dabei einen Raum frei,
in dem sich ein unerwünschter Grat des Gummis F bildet.
Wie in den Fig. 2, 4 und 5 gezeigt ist, ermöglichen die ringförmigen Leisten 25 das Formpressen von
Reifen mit verschiedenen Wülstbreiten im wesentlichen ohne unerwünschte Gratbildung des Gummis an
dem Fuß des Wulstes. Vorzugsweise sind die Leisten 25 an ihren äußeren Enden abgerundet, um ihr Einschneiden
in den Balg zu verhindern. Gute Ergebnisse sind durch die Anwendung von Leisten erzielt worden,
die mit einem Radius von 0,4 mm an den äußeren Enden abgerundet wurden und sich nach außen bis
- zu einem- -Abstand von ungefähr 5 mm von den inneren Flachen.26i.der Fußringe aus erstrecken. Beste Ergebnisse
werden erzielt, wenn die Leisten 25 während des Formens sich wenigstens 1,25 mm tief in den Balg
eindrücken. Zu diesem Zweck ist es wünschenswert, daß die Wülste eines vulkanisierten Reifens sich auf
ίο den Leisten 25 nicht in einem größeren Abstand als
1,25 mm von den äußeren Enden der Leisten ausbreiten. Für gute Ergebnisse ist es ebenso wünschenswert,
daß die Mindeststärke der Wülste der zu vul-
kassierenden Reifen so groß ist, daß deren Fuß teil
sich den inneren Flächen 26 wenigstens bis auf 1,25 mm nähert. Zur Erzielung bester Ergebnisse
können Fußringe verwendet werden, deren Leisten 25 um etwa 5 mm über die Oberfläche 26 herausragen,
während die Reifen eine maximale Änderung in der
ao Wulstbreite von 5 mm aufweisen dürfen. Bei der Anwendung von herkömmlichen Fußringen würden
wenigstens vier Satz Fußringe notwendig sein, um diese Änderungen in der Breite zu erfassen.
Aus der obigen Beschreibung ist ersichtlich, daß
as eine Formkonstruktion für eine Reifenpresse mit Preßbalg
geschaffen wurde, welche Reifen mit verschiedenen Wulstdicken aufnehmen kann, ohne daß Zusatzmaterial
zu den Wulsten oder Änderungen der Fußringe notwendig sind. Obwohl die Erfindung an Hand
bekannter, abnehmbarer Fußringe beschrieben wurde, ist es offensichtlich, daß die Fußringe mit den Leisten
25 auch mit der Form fest verbunden sein können, da die Notwendigkeit zur Verwendung von verschiedenen
Fußringen durch die Erfindung im wesentlichen nicht mehr besteht.
Claims (2)
1. Reifen-Form- und Vulkanisierpresse mit einem an der Pressenachse zwischen den Formhälften
angeordneten Preßbalg und mit am inneren Umfang des Formnestes liegenden ringförmigen
Sitzen zur Aufnahme je eines der Reifenwülste, dadurch gekennzeichnet, daß jede Anlagefläche (19)
für den Innenumfang eines der Reifenwülste (J5) durch eine ringförmige Leiste (25) mit etwa halbkreisförmigem
Querschnitt gegen die Reifenmittelebene zu verlängert ist.
2. Reifen-Form- und Vulkanisierpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt
der Form, der die Anlagefläche (19) für den Innenumfang je eines der Reifenwülste (B)
mit der ringförmigen Leiste (25) enthält, in an sich bekannter Weise als Ganzes oder geteilt von der
übrigen Form entfernbares oder in diese wieder einsetzbares Bauteil ausgebildet ist. .
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 097 070.
Französische Patentschrift Nr. 1 097 070.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| US689364A US2880459A (en) | 1957-10-10 | 1957-10-10 | Tire shaping and curing presses |
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Family Applications (1)
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| DEU5626A Pending DE1090844B (de) | 1957-10-10 | 1958-09-23 | Reifen-Form- und Vulkanisierpresse |
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| FR1097070A (fr) * | 1953-05-06 | 1955-06-29 | Nat Rubber Machinery Co | Presse à sécher les bandages pneumatiques |
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| NL95363C (de) * | 1953-09-29 |
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- 1958-09-10 FR FR1202514D patent/FR1202514A/fr not_active Expired
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| US2880459A (en) | 1959-04-07 |
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