DE1085331B - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Verbundrohres, bestehend aus einem Rohrmantel aus Metall und einem Rohrkern aus Kunststoff - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Verbundrohres, bestehend aus einem Rohrmantel aus Metall und einem Rohrkern aus KunststoffInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Verbundrohres, bestehend aus einem Rohrmantel aus Metall und einem Rohrkern aus Kunststoff Es sind Verbundrohre bekannt, die aus einem Rohrkern aus Kunststoff und einem Rohrmantel aus Metall bestehen. Diese Verbundrohre haben für verschiedene Verwendungszwecke, z. B. in der chemischen Industrie, wesentliche Vorteile gegenüber einfachen Metallrohren. Die Herstellung derartiger Verbundrohre bereitet jedoch Schwierigkeiten. Ein wichtiges Erfordernis solcher Rohre besteht nämlich darin, daß eine absolut feste Verbindung zwischen dem Kunststoffrohr und dem Metallrohr geschaffen wird, und eine solche Verbindung kann nur entstehen, wenn im Kunststoffrohr beim Verbinden der beiden Rohrteile die Entstehung von Spannungen vermieden wird.
- Ein gebräuchliches Herstellungsverfahren besteht darin, daß man das Metallrohr auf das Kunststoffrohr durch einen Ziehvorgang aufpreßt. Hierbei entstehen durch die bei dem Ziehvorgang auftretende gemeinsame Längung des Metallrohres und des Kunststoffrohres schädliche Zugspannungen in dem Kunststoffrohr. Zur Vermeidung dieses Übelstandes hat man schon vorgeschlagen, vor dem Ziehen der lose ineinandergesteckten Rohre dem Kunststoffrohr durch Stauchen unter erheblicher Längenverkürzung so weit eine Druckvorspannung zu verleihen, bis es sich gegen die innere Wandung des Metallrohres anlegt. Beim nachfolgenden Ziehvorgang wird dann der Durchmesser der Rohrkombination so weit vermindert werden, daß der Durchmesser des Kunststoffrohres kleiner wird als sein Durchmesser im entspannten Zustand.
- Gegen dieses Verfahren ist einzuwenden, daß während des Ziehvorganges die zum Vorspannen des Kunststoffrohres dienenden Abstützungen als starre Widerlager für die Enden des Kunststoffrohres wirken, was unvermeidlich dazu führen muß, daß das Kunststoffrohr der beim Ziehen auftretenden Längung des Metallrohres nicht im ausreichendem Maße folgen kann und daß sich schädliche Verformungen und Spannungen in dem Kunststoffrohr ergeben.
- Um diese Mängel zu vermeiden, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die auf das Kunststoffrohr ausgeübte axiale Kraft durch Verstellen der in Ziehrichtung hinten liegenden Abstützung konstant gehalten wird. Im Gegensatz zu der bereits bekannten Verwendung einer das hintere Ende des Kunststoffrohres abstützenden Abstützung, die von einer durch das Kunststoffrohr hindurch sich erstreckenden, die Ziehbewegung der Rohre mitmachenden Ankerstange getragen wird, ist gemäß der Erfindung diese Abstützung auf der an ihrem vorderen Ende mit dem Metallrohr fest verbundenen, z. B. in die Ziehangel eingeschmiedeten Ankerstange verschiebbar und steht unter der Einwirkung einer einstellbaren Abstützkraft. Vorzugsweise ist die Abstützung durch den beweglichen Teil einer von der Ankerstange getragenen hydrau- lischen Presse gebildet. Auf diese Weise kann die auf das Kunststoffrohr ausgeübte Druckkraft während des ganzen Ziehvorganges konstant gehalten werden. Die auf der Ankerstange verschiebbare Abstützung kann auch mit einer Feder mit regelbarer Vorspannung zusammenwirken.
- Die nach der Erfindung vorgeschlagene Verfahrensweise läßt sich beispielsweise mit einer in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung erreichen: Die zu verbindenden Rohre, nämlich das äußere Metallrohr a und das innere Kunststoffrohr b, werden in üblicher Weise lose ineinandergesteckt. Das Metallrohr a ist am vorderen Ende mit einer Ziehangel c versehen. In diese Ziehangel c ist eine Stange d eingeschmiedet, die sich in axialer Richtung durch die Rohre erstreckt und am hinteren, aus dem Rohr herausragenden Ende mit einem Kolben e versehen ist.
- Auf diesem Kolben e und auf der Stange d ist ein Zylinder f verschiebbar geführt, der mit dem Kolben e als hydraulische Presse zusammenwirkt und das hintere Ende des Kunststoffrohres b über die Abstützung k abstützt. Der Zylinder f ist mit einer Zuführung für das Druckmittel versehen, mit der eine Schlauchleitung h verbunden ist. Die Vereinigung der beiden Rohre geschieht in üblicher Weise dadurch, daß die Rohrkombination durch einen Ziehring i od. dgl. hindurchgezogen wird, der so bemessen ist, daß das Metall rohr a durch Durchmesserverminderung fest auf das Kunststoffrohr b gepreßt wird. Während des Ziehvorganges kann die auf das hintere Ende des Kunststoffrohres b wirkende Abstützkraft mit Hilfe der hydraulischen Presse e, f so geregelt werden, daß das Kunststoffrohr eine Druckvorspannung erhält.
- Dazu ist lediglich notwendig, den Druck in dem hydraulischen Zylinder f konstant zu halten.
Claims (3)
- PATENTANSPRUCHE: 1. Verfahren zum Herstellen eines Verbundrohres, bestehend aus einem Rohrmantel aus Metall und einem Rohrkern aus thermoplastischem Kunststoff, wonach die beiden Rohre lose ineinandergesteckt und durch reduzierendes Ziehen miteinander vereinigt werden und wobei während des Ziehvorganges das Kunststoffrohr durch stirnseitige Abstützungen einer in Achsrichtung wirkenden Kraft im Sinne eines Stauchens ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützkraft der in Ziehrichtung hinten liegenden Abstützung während des Ziehvorganges konstant gehalten wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der die in Ziehrichtung hinten liegende Abstützung von einer durch das Kunststoffrohr sich erstreckenden, die Ziehbewegung der Rohre mitmachenden Ankerstange getragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß diese Abstützung (k) auf der mit dem Metallrohr (a) fest verbundenen Ankerstange (d) verschiebbar ist und unter der Einwirkung einer einstellbaren Abstützkraft steht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung (k) durch den beweglichen Teil einer von der Ankerstange (dj getragenen hydraulischen Presse (e, f) gebildet ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung D 14396 X/39a (bekanntgemacht am 22. 4. 1954).
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Publications (1)
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| DE1085331B true DE1085331B (de) | 1960-07-14 |
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ID=7299259
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1954
- 1954-09-01 DE DEM24311A patent/DE1085331B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
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