DE108503C - - Google Patents

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DE108503C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/02Sinking shafts by hand

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)

Description

PATENTAMT.
KLASSE 5: Bergbau.
Beim Graben von Brunnen, Schächten und dergleichen in rölligem Gebirge sind die im Schacht arbeitenden Personen der Gefahr des Verschüttetwerdens ausgesetzt.
Die Anbringung von Verbolzungen in derartigen Schächten bieten wenig Schutz, erfordern bei gewissenhafter Ausführung viel Arbeit und Material, erschweren das Zutagefördern des ausgehobenen Erdreichs und sind, bei fehlerhafter Ausführung oder sehr lockerem Erdreich, sogar noch gefahrvoll für die in der Tiefe beschäftigten Arbeiter.
Vorliegende Erfindung hat nun eine Vorrichtung zum Gegenstande, welche für die das Graben dieser Schächte besorgenden Personen jede Gefahr ausschliefst. Diese Vorrichtung bietet nicht nur den Arbeitern vollkommenen Schutz, sondern ermöglicht es auch, dafs den Verschütteten frische Luft zugeführt werden kann. Den verschütteten Arbeitern ist eine gewisse Bewegungsfreiheit möglich. Die die Aufräumüngsarbeifen besorgenden Mannschaften können mit den Verschütteten sprechen und ihnen event. Lebensmittel und Licht zuführen.
Die Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung zeigt die Gesammtanordnung dieser Vorrichtung in einem Höhenschnitt mit theilweiser Ansicht und die Fig. 2 einen Grundrifs derselben, während die Fig. 3 eine Aufsenansicht hiervon veranschaulicht.
Die Schutzvorrichtung besteht im Wesentlichen aus einer Glocke, welche aus einem Cylinder α aus starkem Eisenblech von ca. 2 m Höhe ge5Tldet_ wird,. Der Durchmesser des Cylinders α ist etwas geringer, als die lichte Weite des zu grabenden Schachtes. Der. Cylinder α trägt ein kegelförmiges Dach b aus lichtdurchlässigem Material, wie z. B. Glas, gelochtem Blech, am besten aber aus entsprechend starkem Drahtgewebe, da dieses infolge seiner Nachgiebigkeit durch darauffallende Erdschollen oder Steine nicht leicht durchschlagen werden kann. In der Mitte besitzt dieses Dach ein Mannloch c, welches durch zwei nach oben aufgehende Klappen d abgeschlossen ist. Letztere können vom Innern der Glocke aus mittels zweier Ketten- oder Schnurzüge e geöffnet werden.
Vom Innenraum der Glocke α führt eine verticale, ca. 4 cm weite Röhre f durch das Dach b nach aufsen, welche nach oben durch Anschrauben von gleichartigen Rohrstücken beliebig verlängert werden kann.
Die so gestaltete Schutzglocke ist mit drei Ketten oder Seilen g an einem pyramidenförmigen Stangengerüst h h h aufgehängt, und kann mittels der Kettenhaspel i im Schacht auf- und niedergelassen werden. Das Herausfördern des ausgegrabenen Erdreiches aus dem Schacht erfolgt wie bisher durch einen Fördereimer jr welcher durch einen Aufzug k Im -des Stangengerüstes h auf- und abbewegt werden kann.
Sobald nun ein Brunnen- oder dergl. Schacht etwa auf Manneshöhe gegraben ist, wird die Glocke α mittels der Aufzüge i über den im Schacht arbeitenden Mann heruntergelassen, so dafs der Arbeiter durch die Glocke vollkommen gegen nachstürzendes Erdreich geschützt ist.
Der jeweils mit Erdreich gefüllte Eimer j öffnet beim Hochgehen selbsttätig die Klappen d, welche, nachdem der Eimer sie verlassen, sofort wieder zufallen. Dem jeweils niedergehenden Eimer öffnet der in der Glocke befindliche Mann die Klappen d, indem derselbe die Ketten e zieht.
In dem Mafse nun, in dem der Schacht tiefer wird, wird die Glocke mittels der Aufzüge h weiter heruntergelassen, so dafs sie mit ihrem Unterrand immer ■ nur wenig über der Schachtsohle steht. Dabei wird das Rohr f nach oben durch Anschrauben gleichartiger Rohrstücke fortgesetzt entsprechend verlängert. Dadurch, däfs die Glocke frei aufgehängt ist, dient sie dem Grubenarbeiter gewissermafsen auch als Senkel, so dafs der Arbeiter, um genau senkrecht zu graben, nur darauf zu sehen hat, dafs die Glocke immer frei in der Grube hängt.
Stürzt der zu grabende Schacht ein, so wird dabei nur die Glocke durch die eingestürzten Erdmassen verschüttet, während der Arbeiter nach wie vor sich in derselben frei bewegen kann. Ein Zusammendrücken der Glocke durch die Erdmassen kann nicht stattfinden, da die Glocke im Innern mit Versteifungsreifen η aus Winkel- oder T-Eisen versehen ist.
Bis die Glocke von oben her wieder frei gemacht ist und der eingeschlossene Arbeiter durch die Oeffnung c entsteigen kann, bezieht der Arbeiter die zur Athmung erforderliche atmosphä'rische Luft durch das Rohry. Durch dieses letztere können die die Befreiungsarbeit Besorgenden sich auch mit dem Verschütteten besprechen, demselben die erforderlichen Lebensmittel zuführen und ihm durch Hinunterlassen einer elektrischen Glühlampe sogar Licht zukommen lassen. Der Arbeiter kann sonach mit Hülfe dieser Glocke seine Befreiung ohne alle Sorge abwarten.
Der Innenraum der Glocke kann mit Einrichtungen versehen sein, weiche ein Heraussteigen des Arbeiters zum Loch c ermöglichen, oder der Arbeiter läfst sich auf dem Eimer j nach oben ziehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schutzvorrichtung für schachtgrabende Arbeiter gegen Verunglücken durch Verschütten, bestehend aus einer in den Schacht versenkbar aufgehängten, ein Schutzgehäuse für den Arbeiter bildenden Glocke (a), deren lichtdurchlässiges Dach (b) mit einer durch Klappen (d) verschliefsbaren Ein- und Aussteigöffnung (c) versehen ist, in welcher Schutzglocke der Arbeiter bei einem Schachteinsturz bis zu seiner Befreiung mittels eines nach oben führenden Rohres (f) mit frischer Luft, Lebensmitteln u. s. w. versehen werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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