DE1069692B - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B3/00—Line transmission systems
- H04B3/02—Details
- H04B3/04—Control of transmission; Equalising
- H04B3/16—Control of transmission; Equalising characterised by the negative-impedance network used
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Amplifiers (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
kl. 21a2 41/01
INTERNATIONALE KL.
H O.Hf; H (Mm
St11129 VIIIa/21a2
ANMELDETAG: 28.APRIL1956
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 26. NOVEMBER 1959
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 26. NOVEMBER 1959
Zur Entdämpfung von Zweidrahtleitungen werden häufig negative Widerstände verwendet. Der Scheinwiderstand
der Leitung wird bei diesen Schaltungen mit Netzwerken nachgebildet und durch Umwandlerschaltungen
in gleiche, negative Werte verwandelt. Es ist bekannt, durch Einschaltung eines solchen Widerstandes
in den Längszweig der Leitung den Längswiderstand zu kompensieren. Es ist auch bereits bekannt,
sowohl den Längswiderstand als auch den Querwiderstand einer Leitung nachzubilden und über
Umwandlerschaltungen zu einer Brückenschaltung zu vereinigen. Bei idealer Nachbildung des negativen
Scheinwiderstandes könnte durch die Einschaltung einer derartigen Anordnung die Leitung vollständig
entdämpft werden.
Die negativen Widerstände lassen sich durch rückgekoppelte Verstärker realisieren. Positive Stromrückkopplung,
bei der Verstärkereingang und -ausgang in Serie liegen, führt auf leerlaufstabile Widerstände.
Positive Spannungsrückkopplung, bei der Verstärkereingang und -ausgang parallel liegen, führt auf kurzschlußstabile
Widerstände. In Fig. 1 der Zeichnungen sind die Prinzipschaltbilder für diese beiden Fälle
dargestellt. In Fig. 1 a sind Verstärkereingang und -ausgang niederohmig und in Serie geschaltet. Der
Strom I1 erzeugt eine Spannung U2. In Fig. Ib sind
Verstärkereingang und -ausgang hochohmig und parallel geschaltet. Die Spannung U1 erzeugt einen
Strom I2.
Bei den bisher verwendeten Brückenschaltungeu wird zunächst der negative Längswiderstand so eingestellt,
daß bei möglichst hoher Verstärkung das Verstärkerfeld in allen Betriebszuständen stabil bleibt.
Eine weitere Erhöhung der Verstärkung und Verbesserung der Scheinwiderstände an den Verstärkerfeldern
wird dann mit Hilfe des negativen Querwiderstandes durchgeführt. Bei dieser Methode sind
relativ umfangreiche Schaltelemente erforderlich. Ein weiterer Nachteil ist, daß beim Einsatz am Ende der
Leitung nach dieser Methode keine vollständige Entdämpfung des Verstärkerfeldes erzielt werden kann,
da die Leitungsscheinwiderstände am Ein- und Ausgang der Brückenschaltung nicht gleich sind. Außerdem
müssen die Verstärker bei Einsatz auf verschiedenen Leitungen verschieden eingestellt werden, so
daß die Verwendung der Schaltungsanordnung für eine andere Leitung nicht ohne weiteres möglich ist.
Bei der Entdämpfung von Zweidrahtleitungen besteht zudem die Forderung, daß die Restdämpfung des
Verstärkerfeldes außerhalb des Übertragungsbandes möglichst schnell ansteigt, die Verstärkung also abfällt,
um Instabilität zu vermeiden. Da mit den bisher üblichen Schaltungen eine möglichst genaue Nachbildung
des negativen Scheinwiderstandes über einen Zweidrahtverstärker mit negativen
Widerständen
Widerständen
Anmelder:
Standard Elektrik Lorenz
Standard Elektrik Lorenz
Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuff enhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Dipl.-Ing. Theodor Grewe, Stuttgart-Weil im Dorf,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
großen Frequenzbereich erzielt werden soll, ist diese Forderung mit den bekannten Schaltungen nicht zu
erfüllen.
Nach der Erfindung werden die beiden negativen Widerstände so eingestellt, daß die Wellenwiderstände
von Kabel und Verstärker gleich werden. Die passiven Netzwerke der beiden negativen Widerstände Averden
ferner so ausgelegt, daß der Abgleich bei nur einer Frequenz, und zwar etwa bei der Frequenz, bei der
die höchste \^erstärkung gewünscht wird, erforderlich
ist.
Beschränkt man die Anwendung des Verstärkers auf unbespulte Kabel, so lassen sich die erforderlichen
negativen Widerstände mit einfachen i?C-Gliedern und je einem Verstärker realisieren, so daß nur ein
sehr geringer Aufwand an Einstellmitteln erforderlich ist und der Einsatz sehr einfach gestaltet werden
kann. Die Brückenschaltung wird mit Hilfe der /iC-Glieder bei der oberen Grenzfrequenz dem Winkel
nach abgeglichen. Durch verschiedenen Betragsabgleich können verschiedene Entzerrerkurven gebildet
werden, mit denen unterschiedliche Kabel oder Kabellängen entdämpft werden können.
Zur Erläuterung der Erfindung sind in Fig. 2 a eine Brückenschaltung, in Fig. 2b und 2c die dazu
äquivalenten, galvanisch entkoppelten Schaltungen dargestellt. Im Längszweig der Leitung wird ein Verstärker
an die Klemmen 1, 2 und 3, 4 der Brückenschaltung
gelegt. An den Klemmen 5, 6 liegt das Nachbildglied in Form einer iiC-Parallelschaltung. An den
Klemmen 7, S, an denen die Leitung angeschlossen wird, erscheint dann der negative Widerstand des
Nachbildgliedes. Das Netzwerk hat eine positive Stromrückkopplung und eine negative Spannungs-
909 650/353
rückkopplung, es ist darum leerlaufstabil. Die Gegenkopplung
bewirkt, daß der negative Widerstand unabhängig von Verstärkungsschwankungen ist. Im
Querzweig der Leitung liegt eine Brückenschaltung, an deren Klemmen 5, 6 und Ί, 8 ein Verstärker angeschlossen
ist. An den Klemmen 1, 2 liegt ein Nachbildglied in Form einer i?C-Serienschaltung. An den
mit der Leitung verbundenen Klemmen 3, 4 erscheint der negative Widerstand des Nachbildgliedes. Das
Netzwerk hat eine positive Spannungsrückkopplung und ist darum kurzschlußstabil. Der erzeugte negative
Längswiderstand soll gleichstromdurchlässig, der negative Querwiderstand dagegen gleichstromundurchlässig
sein.
In Fig. 3 ist ein vereinfachtes Schaltbild des erfindungsgemäßen Zweidrahtverstärkers dargestellt.
Als Verstärküngselemente sind Transistoren verwendet. Die Zweidrahtleitung (F1-F2) ist über Steckverbindungen
mit den Leitungswicklungen des Übertragers TrI verbunden. Diese Wicklungen haben
Gleichstromwiderstände von nur je 10 Ω, so daß im Falle der Gleichstromübertragung kein nennenswerter
Verlust entsteht. Die im Basiszweig liegende Wicklung des Übertragers TrI bewirkt eine Spannungsgegenkopplung und die mit dieser in Reihe liegende
Wicklung des Übertragers Tr3 eine Stromrückkopplung.
Bei kräftigen Ruf- und Wählsignalen verhindert der Gleichrichter GrI eine Überlastung des Transistors
und verringert außerdem die Dämpfung der Ruf- und Wählsignale.
Das den negativen Widerstand §2 erzeugende NP-Netzwerk
ist über eine Steckverbindung mit den Mittelanzapfungen des Übertragers TrI verbunden.
Der Kondensator C macht das Netzwerk gleichstromundurchlässig. Die Wellenwiderstände von Kabel und
Verstärker werden bei der Frequenz mit der höchsten Verstärkung in Übereinstimmung gebracht. Nun
haben unbespulte Kabel bei der oberen Übertragungsgrenzfrequenz infolge ihrer Induktivität von etwa
L' = 0,7 ——Wellenwiderstandswinkel von nur etwa
km
30. .,40°.
Die Einstellung der negativen Widerstände mit Hilfe der Elemente R1, C1, R 2 und C 2 muß deshalb
so erfolgen, daß der, Verstärker bei einer Frequenz in der Nähe der Ubertragungsbandgrenze den Kabelwellenwiderstand
erhält. Die für diesen Abgleich zu wählende Frequenz wird Einstellfrequenz /0 genannt.
Die dieser Frequenz zugeordneten Werte werden durch den gleichen Index gekennzeichnet. Die Forderung
nach reflexionsfreier Anpassung des Verstärkerwellenwiderstandes 30 an den Kabelwellenwiderstand
2^0 bei der Frequenz /0 läßt sich dann durch die
Gleichung
r-i ο i/(S ö
\.i5xo — Oo — 1/310 ' C520
ausdrücken. Der Faktor
Nn= I/-3.1!
bestimmt die Größe der Verstärkung bei der Frequenz f0. Wählt man den Faktor N0 reell, so ergeben
sich übersichtliche Einstellbedingungen. Das Verstärkungsmaximum tritt dann allerdings wegen des
von 45° abweichenden Winkels des Wellenwider-Standes nicht mehr genau bei der Einstellfrequenz,,
sondern bei einer etwas höheren Frequenz auf. Man wählt deshalb vorteilhaft als Einstellfrequenz einen
Wert, der etwas unterhalb der Übertragungsbandfrequenz liegt, z. B. /0 = 3,OkHz.
„.
Claims (3)
1. Zweidrahtverstärker zur Entdämpfung von unbespulten Kabeln, der zwei Umwandlungseinrichtungen in Brückenschaltung zur Erzeugung
je eines negativen Widerstandes enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwandlungsschaltung
im Längszweig der Leitung ein i?C-Parallelglied
und die Umwandlungsschaltung im Querzwcig der Leitung ein 7?C-Serienglied enthält und daß die
Brückenschaltung etwa bei der Frequenz mit der maximalen Verstärkung dem Winkel nach abgeglichen
ist und zur Erzeugung verschiedener Entzerrerkurven dem Betrag nach verschieden abgeglichen
werden kann.
2. Zweidrahtverstärker nach Anspruch 1 mit Umwandlungseinrichtungen, die aus je einer Gabelbrückenschaltung
bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung im Längszweig an einem im Querzweig an beiden Brückenübertragern angeschlossen
ist und die beiden Verstärker jeweils an beiden Brückenübertragern liegen.
3. Zweidrahtverstärker nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die betriebliche Einstellung
der Kabelwellenwiderstandsnachbildung nur mit Hilfe der beiden i?C-GHeder durchgeführt
wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 857 649;
»Bell Syst. Techn. Journal«, September 1954,
S. 1075 bis 1080.
Deutsche Patentschrift Nr. 857 649;
»Bell Syst. Techn. Journal«, September 1954,
S. 1075 bis 1080.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 650/353 11.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1069692B true DE1069692B (de) | 1959-11-26 |
Family
ID=594755
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1069692D Pending DE1069692B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1069692B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1277357B (de) * | 1966-01-31 | 1968-09-12 | Int Standard Electric Corp | Zweiwegverstaerker nach dem Prinzip der negativen Leitung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE857649C (de) * | 1949-08-30 | 1952-12-01 | Western Electric Co | Vakuumroehrenverstaerker |
-
0
- DE DENDAT1069692D patent/DE1069692B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE857649C (de) * | 1949-08-30 | 1952-12-01 | Western Electric Co | Vakuumroehrenverstaerker |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1277357B (de) * | 1966-01-31 | 1968-09-12 | Int Standard Electric Corp | Zweiwegverstaerker nach dem Prinzip der negativen Leitung |
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