DE1069587B - Verfahren zur Erzeu gung von Wasserstoff - Google Patents

Verfahren zur Erzeu gung von Wasserstoff

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DE1069587B
DE1069587B DENDAT1069587D DE1069587DA DE1069587B DE 1069587 B DE1069587 B DE 1069587B DE NDAT1069587 D DENDAT1069587 D DE NDAT1069587D DE 1069587D A DE1069587D A DE 1069587DA DE 1069587 B DE1069587 B DE 1069587B
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solid particles
reactor
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Esso Research and Engineering Company Elizabeth, N ] (V St A)
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B3/00Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen
    • C01B3/02Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen
    • C01B3/22Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by decomposition of gaseous or liquid organic compounds
    • C01B3/24Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by decomposition of gaseous or liquid organic compounds of hydrocarbons
    • C01B3/28Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by decomposition of gaseous or liquid organic compounds of hydrocarbons using moving solid particles

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Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Erzeugung von Wasserstoff durch Cracken von Naturgas oder Methan in Berührung mit festen Kohlenstoffhaltigen Teilchen in einem kontinuierlichen Wirbelschichtverfahren.
  • Man hat bereits bei Verfahren zur Herstellung von Synthesegas die Crackbehandlung von Methan oder anderen Naturgasen als einstufiges Wirbelschichtverfahren bei hohen Temperaturen (700 bis 1370° C, inbesondere etwa 980° C) und in Gegenwart eines Katalysators durchgeführt. Es ist auch bekannt, bei manchen die Crackung von Naturgasen betreffenden Wirbelschichtverfahren kohlenstoffhaltige Materialien als Katalysatoren zu verwenden.
  • Erfindungsgemäß wird nun ein Zweistufenverfahren bereitgestellt, das in der ersten Stufe die Anwendung niedriger Temperaturen erlaubt, als sie bei Anwendung eines rein thermischen Crackverfahrens erforderlich sind, und das in der zweiten Stufe mit Hilfe von aktivierten kohlenstoffhaltigen Feststoffteilchen die restliche Umwandlung der Beschickungsgase bei niedrigeren Temperaturen erzielt und auf diese Weise eine schnelle Desaktivierung des Katalysators vermeidet.
  • Weiterhin ermöglicht die vorliegende Erfindung die Herstellung von Wasserstoff durch Crackung unter solchen Bedingungen und in solcher Weise, daß das Verfahren kontinuierlich laufen kann und daß dieses Verfahren unter vorwiegend isothermischen Bedingungen durchgeführt werden kann.
  • In der Zeichnung stellt Fig. 1 eine Anlage dar, die ein Zweizonensystem für die Umwandlung von Methan oder Naturgas in Wasserstoff und Kohlenstoff umfaßt, und Fig.2 eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die katalytische Umwandlung in einem einzigen Reaktor von konischer Form vor sich geht.
  • Es ist bereits bekannt, bei der Durchführung von Wirbelschichtverfahren einen Reaktor zu verwenden, der eine sich nach außen erweiternde Form aufweist und in dem die Wirbelschicht durch eingebaute Vorrichtungen in zwei Zonen unterteilt wird. Bei diesem Verfahren werden die Gase und Feststoffteilchen jedoch im Gleichstrom miteinander durch den Reaktor geführt.
  • Demgegenüber wird bei der in Fig.2 gezeigten Ausführungsform der Erfindung die Reaktion in einem Reaktor durchgeführt, indem man die Gase unten, die Feststoffe aber oben zugibt. Die Reaktionsteilnehmer werden also im Gegenstrom zueinander geführt, und auf diese Weise werden beide Verfahrensstufen der Erfindung in einem Gefäß ausgeführt. Im folgenden werden die Zeichnungen näher erläutert. Wie aus Fig. l hervorgeht, besteht die gezeigte Anlage aus einem System mit vier Behältern, das eine erste Reaktionszone 1, eine zweite Reaktionszone 2, eine Heizzone 3 und eine Kohlenstoff-Reaktivierungszone 4 umfaßt. Bei der Ausführung des Verfahrens wird das Naturgas durch die Leitung 6 in den Unterteil eines mit den üblichen Hähnen t für das Aufwirbelungsgas versehenen Fallrohres 5 eingeleitet und dient dort als Trägergas, um der Leitung6 zugeführtes pulverförmiges, kohlenstoffhaltiges Gut oder den Koks in Form einer Suspension aus dem Fallrohr in die erste Umwandlungszone 1 zu befördern. In dieser Zone wird das Naturgas hoch genug erwärmt, um das darin enthaltene Methan in Wasserstoff und Kohlenstoff zu cracken, und zwar in der Wirbelschicht C aus pulverförmigen, nicht katalytisch wirksamen kohlenstoffhaltigen Feststoffen oder Koks, die sich zwischen einer Gasverteilungsvorrichtung G, die ein gewöhnliches Gitter oder ein Sieh sein kann, und der oberen Grenzfläche der dichten Phase L befindet. Die in dem Reaktionsbehälter 1 verlaufende Crackung ist eine sogenannte thermische Crackbehandlung, und die in der Zone 1 herrschenden Temperaturen sind bedeutend niedriger als diejenigen, die eine praktisch vollständige Umwandlung des Methans in Kohlenstoff und Wasserstoff verursachen würden. Man hält diese Temperaturen absichtlieh unterhalb der zur vollständigen Umwandlung des Methans in Kohlenstoff und Wasserstoff erforderlichen. Um die Schicht C aus den kohlenstoffhaltigen Feststoffteilchen oder Koks in Form einer gut aufgelockerten dichten Wirbelschicht zu halten, sollte die Teilchengröße des genannten Kokses derart sein, daß 60 bis 701% der Teilchen etwa 40 bis 80[1. groß sind. Die Schicht sollte auch etwas feinpulvriges Gut enthalten, z. B. 5 bis 20 Gewichtsprozent mit einer Teilchengröße von 5 bis 20 u. Außerdem sollte auch etwas gröberes Gut, z. B. 5 bis 25 Gewichtsprozent, mit einer Teilchengröße von 80 bis 200 R vorhanden sein, und der Rest sollte eine Größe von 20 bis -10 #t haben. Die Oberflächengeschwindigkeit der durch die Wirbelschicht strömenden gasförmigen Stoffe sollte bei 15 bis 90 cm/sec lieen.
  • Die in der Wirbelschicht C des' Reaktors 1 entstehenden gasförmigen Produkte gelangen aus der genannten Schicht in einen zwischen L und dem Scheitel des Reaktors liegenden Ratim, in dem die Hauptmenge der mitgerissenen festen Teilchen von den gasförmigen Bestandteilen abgetrennt und durch ihr Gewicht wieder in die Schicht C zurückgeführt wird. Der abgeschiedene Kohlenstoff setzt sich auf den Teilchen ab, die die Wirbelschicht bilden. Bevor das Produkt aus der Reaktionszone entweicht, läßt man es eine oder mehrere Abscheidevorrichtungen S zur Trennung der Gase und der festen Teilchen voneinander durchlaufen, worin die von den gasförmigen Stoffen mitgeführten feinen Feststoffteilchen ausgesondert und durch ein oder mehrere Tauchrohre d wieder in die Wirbelschicht zurückgeführt werden. Die teilweise umgewandelten Gasprodukte treten darin aus dem Reaktor 1 durch die Leitung 7 aus und gelangen in eine zweite Umwandlungszone 2, die eine R"irbelschicht C1 aus kohlenstoffhaltigen Feststoffen oder Koks enthält, in der die Zusammensetzung der Teilchengrößen ungefähr dieselbe wie in dem Bett C in dem Reaktor 1 ist. Die kohlenstoffhaltigen Feststoffe oder der Koks, die die Wirbelschicht Cl bilden, sind jedoch aktiviert worden, so daß sie als Katalysator für die Umwandlung des Methans in Kohlenstoff und Wasserstoff dienen, und dies gestattet ein Arbeiten bei wesentlich niedrigerer Temperatur, als wenn man den Katalysator weggelassen hätte. Die Wirbelschicht C1 reicht von der Gasverteilungsvorrichtung G1 bis zu der oberen Grenzfläche L1 der dichten Phase. In dieser Schicht C1 aus katalytisch wirksamem Koks wird die Umwandlung des Methans im wesentlichen vollendet, wobei sich wieder Kohlenstoff auf den Teilchen der Wirbelschicht C1 abscheidet, während das Produkt in einen Absetzraum gelangt, der zwischen L1 und dem Scheitel des Reaktors liegt und in dem die Hauptmenge der festen Teilchen von den gasförmigen Anteilen abgetrennt und durch ihr Gewicht in das Bett C1 zurückgeführt wird. Die gasförmigen Produkte treten oben aus dein Reaktor 2 durch das Rohr 8 aus und ziehen durch einen oder mehrere Abscheider oder Zyklone S1, worin die mitgerissenen feinen Feststoffteilchen abgetrennt und durch ein oder mehrere Tauchrohre d1 wieder in die Schicht C1 zurückgeführt werden. Ein tvasserstoffreiches Gas zieht oben aus den Zyklonen durch das Rohr G ab und wird in einen Sammelbehälter befördert (nicht gezeigt).
  • Da die Crackung von -Methan eine endotherme Reaktion ist, muß man ihr Wärme zuführen, und die vorliegende Erfindung schließt auch Wärmeerzeugungseinrichtungen durch \"erbrennung eines Teils des bei dem Verfahren im Reaktor l abgeschiedenen Kohlenstoffs in einem Brenner 3 und die Fortführung der dadurch erwärmten restlichen kohlenstoffhaltigen Feststoffe oder des Kokses durch das mit den üblichen Gaseinblasehähnen t versehenen Fallrohr 5 in den Reaktor 1 mit ein. Der Koks oder die kohlenstoffhaltigen Abscheidungen werden, wie gezeigt, durch ein belüftetes Durchlaufrohr 10, das mit den üblichen Hähnen t für das Aufwirbelungsgas versehen ist, aus dem Behälter 1 abgezogen und dem Brenner 3 zugeführt. Das Verfahren zur Überführung der Feststoffteilchen aus dem Reaktionsbehälter 1 in den Reaktionsbehälter 2 ist gut bekannt und ist schon früher in der Technik ausführlich beschrieben worden. Die Wirbelschicht C2 aus kohlenstoffhaltigen Feststoffteilchen oder Koks, die sich dem gelochten Boden G, bis zu der oberen Grenzfläche L2 der dichten Phase hin erstreckt, wird in derselben Weise hergestellt. wie es oben für die Bildung der Wirbelschicht C in dem Reaktor 1 beschrieben worden ist. Um den zur Durchführung dieses Verfahrens notwendigen Dampf zu erzeugen und/oder zu überhitzen, spritzt man Wasser oder Dampf in das in der Wirbelschicht C, aus festen Teilchen liegende Schlangenrohr 11, wobei der in der genannten Schicht C2 herrschenden Temperatur das Wasser verdampft und/oder der Dampf überhitzt wird. Die während der Verbrennung des in der Schicht C2 vorhandenen Kohlenstoffs oder Kokses entstehenden Verbrennungsgase ziehen aus der genannten Schicht durch einen zwischen L2 und dem Scheitel des Brenners liegenden Absetzraum zur Absonderung der festen Teilchen, und in diesem Raum trennt sich die Hauptmenge dieser mitgerissenen festen Teilchen von den Verbrennungsgasen und kehrt durch ihr Gewicht wieder in die Schicht C, zurück. Bevor die Verbrennunggase aus dem Brenner3 austreten, können sie noch durch eine oder mehrere Trennvorrichtungen S2 gehen, worin die mitgerissenen festen Teilchen abgeschieden und durch Tauchrohre d2 in die Schicht C2 zurückgeführt werden. Diese Verbrennungsgase verlassen den Brenner durch die Leitung 12 und gelangen von unten in eine Reaktivierungszone 4, die eine Wirbelschicht C3 aus kohlenstoffhaltigen Feststoffteilchen oder Koks, das sich von einer Gasverteilungseinrichtung G3 bis zu der oberen Grenzfläche der dichten Phase L3 hin erstreckt und in genau derselben Weise erzeugt wird, wie dies für die Bildung der Schicht C in dem Reaktor 1 beschrieben worden ist. Die in dem Reaktiv ierungsbehälter 4 gebrachten festen Teilchen stammen aus der Umwandlungszone 2 und strömen durch die mit den üblichen Einlaßhähnen t für das Aufwirbelungsgas versehene Förderleitung 13 in den Behälter 4. Der Dampf aus dem Schlangenrohr 11 gelangt durch das Rohr 14 und über die Abzweigrohre 15 und 16 in die Förderleitung 13, so daß die mit der Schicht C3 aus kohlenstoffhaltigen Feststoffteilchen in dem Reaktivator 4 in Berührung kommenden Gase ein Gemisch von Verbrennungsgasen aus dem Brenner 3 und überhitztem Dampf sind. Der Koks oder die kohlenstoffhaltigen Teilchen in dem Behälter4 werden reaktiviert; diese reaktivierten Teilchen gelangen dann in den gewünschten Mengen in den Behälter 2 und dienen dort als Katalysatoren. Zusätzlichen Koks kann man dem Behälter 4 ferner aus 3 zuführen, indem man Koks aus dem Behälter 3 durch die Leitung 17 abzieht, in die man noch. Frischdampf aus der Leitung 18 einleitet, der für den Koks als Hebe- und Aufwirbelungsgas dient, um den aus dem Behälter 3 kommenden Koks in den Reaktivator 4 zu fördern. Die Verbrennungs- und andere Gase, die mit der Schicht C3 in Berührung kommen, treten dann aus der genannten Schicht wieder aus und gelangen in einen Absetzraum, der zwischen L3 und dem Scheitel des Reaktivators gelegen ist, wo die mitgerissenen festen Teilchen von den gasförmigen Bestandteilen abgetrennt werden und durch ihr Gewicht wieder in die Schicht C3 zurücksinken. Die Verbrennungsgase treten aus dem Behälter 4 oben durch die Leitung 19 aus und werden dann durch eine oder mehrere Trennvorrichtungen S3 geschickt, worin sich die pulverförmigen festen Teilchen abscheiden und durch ein oder mehrere Tauchrohre d3 wieder in das Bett C3 zurückgeführt werden. Die Abgase verlassen das System durch die Leitung 20 und ihre fühlbare und chemisch gebundene Wärme kann in üblicher Weise wiedergewonnen werden.
  • Die Anlage in Fig.2 umfaßt im wesentlichen ein System mit zwei Gefäßen, nämlich aus einem konischen Reaktor 30 und einem Reaktivator 31. Der Reaktor enthält eine größere Anzahl von Leitblechen 32, die dazu dienen, die Vermischung der einzelnen, über einanderliegenden Abschnitte der Wirbelschicht C4 von kohlenstoffhaltigen festen Teilchen zu verhindern, die im Konverter 30 verteilt sind und sich von der Gasv erteilungsvorrichtung G4 aus bis zu der oberen Grenzfläche der dichten Phase L4 befinden. Bei dieser Bauart des Reaktors kann die heiße frisch aktivierte Kohle von dem Scheitel des Reaktors nach unten bis zum Boden fließen.
  • Zur Durchführung des Verfahrens leitet man Methan oder Naturgas am Boden des Reaktors ein und läßt es durch das Gasverteilungsgitter G4 in die Katalysatorschicht C4 aufwärts strömen. Die konische Form des Behälters C4 hat den Zweck, die Gasgeschwindigkeiten ungefähr gleichbleibend zu halten. Die Schicht C4 aus festen Teilchen enthält aktivierte` Kohle, z. B. diejenige, die man durch Dampfaktivierung von bei der Crackung gebildetem pulverförmigem Koks erhält, und in dieser Kohle ist die Korngrößenverteilung etwa von derselben Art wie sie oben im Zusammenhang mit der Anlage der Fig. 1 beschrieben wurde.
  • Wie oben erwähnt, hat die aktivierte Kohle eine katalytische Wirkung bei der Crackung des Methans oder INTaturgases und erlaubt dadurch ein Arbeiten bei niedrigerer Temperatur, als es für die thermische Crackung erforderlich ist. Jedoch scheidet sich während der Crackung auf der aktivierten Kohle Koks ab, und infolgedessen nimmt bei der Kohle die wirksame Oberfläche, die etwa 30 bis 1500 M2/g betragen kann und die katalytische Aktivität allmählich ab. Wenn die Oberfläche der Kohle unter 7 m2/g sinkt, wird ihre katalytische Wirksamkeit stark verschlechtert.
  • Die Gasbeschickung tritt am Boden ein und kommt zuerst mit demjenigen Teil der aktivierten Kohle in Berührung, der fast erschöpft ist. Wenn das Gas aufwärts strömt, wird die Umwandlung allmählich stärker, und die Menge der nicht umgesetzten Gasbeschickung wird immer kleiner, je mehr von der verdünnten Beschickung mit der aktiveren Kohle im Oberteil der Wirbelschicht C4 in Berührung kommt. Die so verdünnte, mit den kohlenstoffhaltigen Feststoffen oder dem Koks in Berührung kommende Gasbeschickung verursacht eine gleichmäßigere Verteilung der Kohleabscheidungen auf der aktivierten Kohle und verhindert das Verstopfen der Porenöffnungen. Mit der allmählichen Ausfüllung des Porenvolumens der aktivierten Kohle mit dem neugebildeten Koks sinkt dieser Teil des katalytischen Kokses nach dem Boden der Schicht C4 ab und kommt dort allmählich mit immer konzentrierterem Beschikkungsgas in Berührung. Ein Teil des als Produkt erhaltenen Wasserstoffs kann wieder in den Reaktor 30 zurückgeführt werden, um dort die Beschickung zu verdünnen und so ebenfalls eine gleichmäßigere Verteilung des entstehenden Kokses auf der katalytisch wirksamen Kohle zu ermöglichen. Auf diese Weise gelingt eine sehr vollständige Ausnutzung der Katalvsatoroberfläche der aktivierten Kohle. Im Gegensatz hierzu werden bei bekannten, einstufigen Verfahren die Porenöffnungen verstopft. Dies tritt bereits bei einer relativ geringen Koksabscheidung ein, wodurch ein schneller Aktivitätsrückgang des Katalysators bedingt ist. Die Ausschaltung dieses schnellen Aktivitätsverlustes ist ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Die Beschickung wird, wie oben angegeben, durch die Leitung 33 am Bodenteil des Reaktors 30 eingeführt und strömt nach oben in die Wirbelschicht C4 aus den pulverförmigen aktivierten kohlenstoffhaltigen festen Teilchen. Es kommt zu der gewünschten Crackung, und gasförmige Produkte ziehen aus der Schicht C in den zwischen L4 und dem Scheitel des Reaktors gelegenen Absetzraum, wo sich die Hauptmenge der festen Teilchen von den gasförmigen Verbindungen trennt. Die gasförmigen Produkte ziehen oben aus dem Reaktor durch die Leitung 34 ab und gelangen in einen oder mehrere Abscheider S, wo die mitgerissenen Feststoff teilchen abgesondert und durch ein oder mehrere Tauchrohre d in die Schicht C4 zurückgeführt werden. Die Produktgase werden oben durch die Leitung 35 entnommen und in einen Sammelraum befördert (nicht gezeigt). Wie früher ausgeführt, kann man einen Teil dieser Gase durch die Leitung 36 wieder zurückführen und mit der frischen in den Reaktor eintretenden Beschickung vermischen. Die festen Teilchen verlassen den Reaktor 30 durch das Fallrohr 37, das mit den üblichen Gaseinlaßhähnen t versehen ist, durch die kleine Mengen Gas eingeblasen werden können, um die Fließbarkeit der festen Teilchen zu verbessern. Der Durchfluß der festen Teilchen durch das Steigrohr 37 kann durch das Ventil V gedrosselt werden. Durch die Leitung 39 wird ein Luft- und/oder Dampfstrom eingeblasen, der durch die Förderleitung 38 fließt, die ebenfalls mit mehreren Gaseinlaßhähnen t versehen ist. Die aus dem Reaktor 30 abgezogenen festen Teilchen kommen in Form einer Suspension in den Reaktivator 31, wo sie unter genauer Regelung der Geschwindigkeit der Gase in der bereits beschriebenen Weise in eine dichte Wirbelschicht C, übergeführt werden. Diese Wirbelschicht reicht von dem Gitter G, bis zu an die obere Grenzfläche L5 der dichten Phase. Man behandelt die kohlenstoffhaltigen festen Teilchen in dem Reaktivator 31 unter Bedingungen, die weiter unten noch näher dargelegt werden, um sie zu reaktivieren, und die behandelten festen Teilchen werden dann durch die Förderleitung 40, die mit den üblichen Gaseinlaßhähnen versehen ist und durch das Ventil V gedrosselt werden kann, in den Oberteil des Reaktors 30 zurückgeführt. Die Verbrennungsgase treten aus der Wirbelschicht C, des Reaktivators 31 in einen Absetzraum, der zwischen L5 und dem Scheitel des Reaktivators liegt und in dem die Hauptmenge der festen Teilchen von den genannten Verbrennungsgasen abgetrennt wird und durch ihr Gewicht in die Schicht C, zurückfließt. Bevor die Verbrennungsgase den Reaktiv ator verlassen, werden sie durch einen oder mehrere Abscheider geschickt, worin die mitgerissenen festen Teilchen abgesondert und durch eine oder mehrere Tauchrohre d in die Schicht C, zurückgeführt werden. Die Verbrennungsgase entweichen aus dem Reaktivator 31 durch die Leitung41, wobei ihre chemisch gebundene und fühlbare Wärme in üblicher Weise wiedergewonnen werden kann.
  • Zur Crackung des Naturgases oder des Methans in den Reaktoren 1 und 2 der Fig. 1 und im Reaktor 30 der Fig.2 muß Wärme zugeführt werden. In der =Anlage nach Fig. 1 wird ein wesentlicher Teil dieser Wä rrne durch die heißen festen Teilchen herbeiel>racht, die aus dem Brenner 3 in den Reaktor 1 gelangen. Der Rest der erforderlichen Wärme wird durch Vorwärmung der Beschickung auf ungefähr 650° C zugeliefert.
  • Auch in Fig. 2 muß natürlich der Reaktion, die im Reaktor 30 stattfindet, Wärme zugeführt werden. Dies kann in üblicher Weise geschehen.
  • Für das Verfahren gemäß der Erfindung seien folgende Richtlinien gegeben:
    Bedingungen für die thermische Umwandlung
    in dem Reaktor 1 (Fig. 1)
    Bereich I Bevorzugt
    Temperatur, o C ..... 870 bis 1150 980
    Druck, atü . .. .. .. .. . 0 bis 7,0 0 bis 2,1
    Berührungsdauer,
    Sekunden . . . . . . . . . 15 bis 2 3 bis 10
    Bedingungen im katalytischen Konverter 2 (Fig. 1)
    Bereich I Bevorzugt
    Temperatur, ° C ..... 815 bis 1040 930
    Druck, atii . . . . . . . . . . 0 bis 7,0 0 bis 2,1
    Berührungsdauer.
    Sekunden ......... 1 bis 5 3
    Bedingungen in den Reaktivatoren 4 und 31
    Bereich Bevorzugt
    Temperatur, ° C ..... 870 bis 1100 980
    Druck, atü . . . . . .. ... 0 bis 7,0 0 bis 2,1
    Bedingungen im Brenner 3 (Fig. 1)
    Bereich I Bevorzugt
    Temperatur, ° C ..... 930 bis 1100 1040
    Druck, atü . . . . . . . . . .
    0 bis 7,0 0 bis 1,4

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff durch Cracken von unter Normalbedingungen gasförmigen, methanhaltigen Kohlenwasserstoffen unter Verwendung einer Wirbelschicht aus kohlenstoffhaltigen Feststoffteilchen, dadurch gekennzeichnet, daß man in zwei Stufen arbeitet, indem man den Kohlenwasserstoff und nicht katalytisch wirkende, kohlenstoffhaltige Feststoffteilchen in eine erste Reaktionszone einführt, in dieser eine erhöhte, jedoch zur vollständigen Crackung des Kohlenwasserstoffs nicht ausreichende Temperatur aufrechthält, die gasförmigen Produkte aus der ersten Reaktionszone in eine zweite Reaktionszone überführt, in der sich eine Wirbelschicht aus aktivierten, eine große Oberfläche aufweisenden, kohlenstoffhaltigen Feststoffteilchen befindet, und in dieser zweiten Reaktionszone eine Temperatur einhält, die wesentlich niedriger als die in der ersten U mwandlungszone herrschende ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die kohlenstoffhaltigen Feststoffe aus der zweiten Zone in eine Reaktivierungszone einführt, dort zur Reaktivierung mit Dampf behandelt und die reaktivierten kohlenstoffhaltigen Feststoffe in die zweite Zone zurückführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil der Produkte aus der zweiten Zone an einer tieferen Stelle wieder in die erste Zone einleitet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kohlenstoffhaltigen Feststoffe in der zweiten Zone eine Oberfläche von ungefähr 30 bis 1500 M2/- haben.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich beide Zonen innerhalb desselben Reaktors befinden, der die Form eines umgekehrten Kegels hat. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 1984 380, 2 536 099, 2690963.
DENDAT1069587D Verfahren zur Erzeu gung von Wasserstoff Pending DE1069587B (de)

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Citations (3)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1984380A (en) * 1929-12-17 1934-12-18 William W Odell Process of producing chemical reactions
US2536099A (en) * 1947-08-18 1951-01-02 American Metal Co Ltd Means for forming stages in fluidized masses
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