DE1069238B - Galvanisches Piimarelement - Google Patents
Galvanisches PiimarelementInfo
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Description
DEUTSCHES
HO1M M - 5
Die Erfindung bctufift ein galvanisches Primärelement,
insbesondere ein Fullelement, mit einer metallischen
Losungselektrode und einem Depolarisator, vorzugsweise aus Kupfer(I)-chlond
Fullelemente mit einem Kupferchlorid-Depolansator
und einer Zink- oder Magnesiumelektrode als Losungselektrode sind bereits bekannt Diese Elemente
weiden λ or ihrer Inbetriebnahme durch Füllen mit Wasser aktiviert Da derartige Elemente den
Nachteil besitzen, daß ihre Selbstentladung sehr groß ist, müssen sie möglichst unmittelbar nach der Aktivierung
in Betneb genommen weiden Aber auch in
diesem Fall wild ein betrachtlichei Anteil der verfugbaren
elektrischen Energie durch Selbstentladung und starke Erwärmung veiloien Der Wukungsgrad
dieser Zellen wird infolgedessen auch bei einer unmittelbar
an die Aktivierung anschließenden Entladung betrachtlich herabgesetzt
Aufgabe der Erfindung war es, ein galvanisches Element 7u entwickeln, bei dem die Selbstentladung
wesentlich heiabgesetzt ist, um den Wirkungsgiad
dieser Zellen und damit ihre Wirtschaftlichkeit /u vergrößern
Gema.fi der Erfindung wad diese Aufgabe dadurch
gelost, daß dem Depolarisator zui Vei minderung der
Selbstentladung des Elements Kupferoxychlond zugefugt
wird
Versuche haben ergeben, daß em Zusatz von 2 bis
20% Kupferoxychlond zum Depolarisator ubetraschenderweise
die Selbstentladung solchei Fullelemente beträchtlich herabsetzt In den meisten
Fallen genügt jedoch ein Zusatz von 10 bis 12%
Kupferoxychlond 711m Depolarisator Als Losungselektrode
fur die eifindungsgemaßcn Fullelemente
haben sich \or allem Elektioden aus Zink oder Magnesium
bewahrt
Durch die Vernngeiung der Selbstentladung der
mit dem eifindungsgemaßen Depolarisatoi versehenen
Fullelemente wad auch die Entladeleistung diesel Elemente ganz wesentlich ei höht Diese Wirkung des
Kupferoxychloride ist insofern äußerst ubeiraschend,
da das Kupferoxychlond bekanntlich eine außeist
reaktionstrage Verbindung ist, so daß nicht zu erwarten
war, daß diese Verbindung ubeihaupt in einer galvanischen Zelle Verwendung finden kann Dies geht
insbesondere auch aus einem Vet such hervor, bei dem
Kupferoxychlond allein als Depolansatormasse dient Ein derartiges Element zeigte praktisch so niedrige
Entladespannungen, daß eine Verwendung dieser \^eibindung
in galvanischen Zellen nicht ratsam erschien
Der Spannungsveilauf bei konstantei Entladung
mit 33 mAmp eines Elements mit Kupferoxychlonddepolansation
ist in Fig 1, Kurve 1 dargestellt
Unter den gleichen Entladebedingungen zeigt die
Anmelder:
Pertrix-Union
Gesellschaft mit beschrankter Haftung,
Ellwangen/Jagst
Ellwangen/Jagst
Dipl -Chem Dr Alfred Schmier, Ellwangen/Jagst,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Kuive2 den Spannungsverlauf einer Zelle, die einen
Kupfei(I)-chlond-Depolaiisator hat, der die erfindungsgemaßen
Zusätze von Kupferoxychlond enthalt
Zum Vergleich wild in Kurve 3 auch noch der
Spannungsverlauf bei konstanter Entladung mit 33 mAmp einer Zelle gezeigt, deren Depolarisator
nur aus Kupfer(I) -chlond besteht
Diese Darstellungen zeigen eindeutig die Übeilegenheit
einer Zelle, die einen Depolarisator aus Kupfer(I)-chlond mit Zusätzen aus Kupferoxychlond
enthalt, gegenubei den bisher bekannten Ausfuh-1ungen
Weiterhin ei kennt man aus dem Verlauf der Kurve 3, daß bei Zellen, die nur Kupfer(I)-chlond als
Depolarisator besit/en, die Selbstentladung sich bereits
nach 50 Entlademinuten bemerkbar zu machen beginnt, denn nach dieser Zeit durchlauft die Betriebsspannung
ein Maximum Bei langer dauernder Entladung sinkt die Spannung dieser Zelle relativ rasch
ab Dagegen bleibt die Spannung der Zelle, die einen Depolansator aus Kupfer(I)-chlond mit Zusätzen
von Kupfeioxychlond enthalt, über lange Zeit hinweg
nahe/u konstant und beginnt erst nach etwa 200 Entlademinuten merklich abzufallen Durch den
Zusatz von Kupfeioxychlond zu einem Kupfer (I)-chloi
id-Depolaiisator wird also ubei raschendei weise
eine bedeutende Steigerung der Entladeleistung einer
Zelle bewirkt, die zum Teil 100% und mehr sein
kann
Die Mengenverhältnisse, in denen das Kupferoxychlond
zum Depolansator zugesetzt wird, richten sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck des EIe-
909 649/91
Claims (2)
- mcnts bzw. welchen spezifischen Belastungen das Element unterworfen werden soll.Weiterhin ist es möglich, durch Veränderung der Menge des Zusatzes von Kupferoxychlorid zum Depolarisator die jeweils günstigste Arbeitstemperatur des lilcmcnts zu variieren. Soll das Element bei tiefen Temperaturen von etwa -4O0C oder, — 500C betrieben werden, muß man den Zusatz an Kupferoxychlorid möglichst gering halten, während bei normalen Arbcitstcmpcraturcn oder bei tropischen Temperaturen der Kupferoxychloridgehalt des Depolarisator entsprechend vergrößert wird.PArENTANSI1Rl)CHE:L. Galvanisches Primärelement, insbesondere Füllelement, mit einer Lösungselektrode, z. B. aus Zink oder Magnesium, und einem Depolarisator, vorzugsweise aus Kupfer(I)-chlorid, dadurch gekennzeichnet, daß der Depolarisator Kupferoxychlorid enthält.
- 2. Galvanisches Primärelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Depolarisator 2 bis 20%, vorzugsweise 10 bis 12% Kupferoxychlorid enthält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 909 649/91 11.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1069238B true DE1069238B (de) | 1959-11-19 |
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ID=594408
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1069238D Pending DE1069238B (de) | Galvanisches Piimarelement |
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|---|---|
| DE (1) | DE1069238B (de) |
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