DE1069147B - Verfahren zur Herstellung von 1, 4, 5, 6, 7, 7 - Hexachlorbicyclo-[2, 2, l]--heptadien-(2,5) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1, 4, 5, 6, 7, 7 - Hexachlorbicyclo-[2, 2, l]--heptadien-(2,5)

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DE1069147B
DE1069147B DENDAT1069147D DE1069147DA DE1069147B DE 1069147 B DE1069147 B DE 1069147B DE NDAT1069147 D DENDAT1069147 D DE NDAT1069147D DE 1069147D A DE1069147D A DE 1069147DA DE 1069147 B DE1069147 B DE 1069147B
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acetylene
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hexachlorocyclopentadiene
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temperature
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DENDAT1069147D
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San Pedro Calif. George Fulton Johnson Baytown Tex. und Norman Whiitlley Hall Houston Tex. John Anderson (V.'St. A.)
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N. V. Die Bataafsche Petroleum Maatsichappij, Den Haag
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Publication of DE1069147B publication Critical patent/DE1069147B/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/26Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton
    • C07C17/30Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton by a Diels-Alder synthesis
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2602/00Systems containing two condensed rings
    • C07C2602/36Systems containing two condensed rings the rings having more than two atoms in common
    • C07C2602/42Systems containing two condensed rings the rings having more than two atoms in common the bicyclo ring system containing seven carbon atoms

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von 1, 4, 5, 6, 7, 7-Hexachlorbicyclo-[2, 2, 1]-heptadien- (2, 5) Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von 1, 4, 5, 7, 7-Hexachlorbicyclo- [2, 2, l]-heptadien-(2, 5) aus Hexachlorcyclopentadien und Acetylen bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck, ohne Katalysator in fliissiger Phase.
  • Es sind Verfahren zur Herstellung wertvoller, hochsiedender, ungesättigter Verbindungen aus leicht zugänglichen, niedrigersiedenden, ungesättigten Ausgangsstoffen durch direkte Umsetzung dieser Stoffe mit Acetylen bekannt. Diese Verfahren haben sich aber oft wegen der gefährlichen Natur des Acetylens als praktisch unbrauchbar erwiesen. Die bekannten Arbeitsweisen sind im allgemeinen zwangläufig auf die Anwendung von Arbeitsbedingungen beschränkt, bei welchen eine speziell erwünschte Verbindung nicht in technisch verwertbarer Ausbeute erhalten wird oder die Reinheit des Produktes, Herstellungskosten und Isolierung nicht befriedigten.
  • Außerdem war im allgemeinen auch die Anwendung zusätzlicher Stoffe neben den Reaktionsteilnehmern, wie Lösungsmittel oder gasförmige Verdünnungsmittel, erforderlich.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein verbessertes Verfahren, bei welchem diese Schwierigkeiten weitgehend vermieden werden.
  • Erfindungsgemäß wird Acetylen bei einer unter der Reaktionstemperatur liegenden Temperatur in Hexachlorcyclopentadien einem so hohem Druck ausgesetzt, daß er über dem Gesamtdampfdruck des Reaktionsgemisches bei der Reaktionstemperatur liegt, worauf die Lösung in homogener Phase ein-oder mehrstufig ohne Verringerung des Druckes auf die Reaktionstemperatur erhitzt wird und so lange auf dieser Temperatur gehalten wird, bis der gewünschte Umsetzungsgrad erreicht worden ist. Hierdurch wird die Umsetzung zwischen dem Acetylen und dem Hexachlorcyclopentadien in homogener flüssiger Phase in Abwesenheit eines anderen Lösungsmittels außer dem Hexachlorcyclopentadien durchgeführt.
  • 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo- (2, 2, 1)-2, 5-heptadien, das nach der Erfindung durch Umsetzen von Hexachlorcyclopentadien mit Acetylen hergestellt wird, ist ein normalerweise flüssiges Produkt mit einem Siedepunkt von etwa 112° C bei 6 mm Hg und einer Erstarrungstemperatur von etwa 0° C. Es ist von besonderem Wert für die Herstellung von Insektiziden. Versuche zur Herstellung dieses wertvollen Produktes direkt aus Acetylen und Hexachlorcyclopentadien nach bekannten Methoden sind ohne Erfolg geblieben. Das Ausmaß, in welchem diese Stoffe miteinander reagieren, und die Art der erhaltenen Produkte werden sehr stark beeinflußt durch Schwankungen der einzelnen Faktoren, welche bei den Arbeitsbedingungen auftreten. Die gefährliche Natur des Acetylens schließt die Anwendung von strengeren Bedingungen, d. h. hohen Temperaturen und Drücken, ohne besondere Sicherheitsmaßnahmen aus. Bei verhältnismäßig milden Bedingungen (niedere Temperaturen und geringe Drücke) erhält man keine technisch tragbaren Ausbeuten, und zwar auch nicht bei verlängerten Reaktionszeiten. Auch entspricht das Produkt keinesfalls dem gewünschten, normalerweise fliissigen 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo- (2, 2, 1)-2, 5-heptadien mit einem Siedepunkt von etwa 112° C bei 6 mm Hg, sondern weist einen um etwa 330° C höheren Schmelzpunkt auf.
  • Das neue Verfahren sei an Hand der schematischen Zeichnung näher erläutert.
  • Flüssiges Hexachlorcyclopentadien wird mit Hilfe einer Pumpe 11 durch die mit Hahn versehene Leitung 10 in eine Acetylenabsorptionszone 13 eingeleitet und Acetylen durch die mit Hahn versehene Leitung 14 mit Hilfe der Pumpe 15 zugeführt. Das Absorptionsgefäß 13 ist zweckmäßig mit Mitteln ausgerüstet, die eine innige Berührung zwischen Acetylen und Hexachlorcyclopentadien gewährleisten. Solche Mittel sind z. B. einfache Platten, Prallplatten, Rostböden, Glockenböden, ein Bett aus festem, inertem Füllmaterial usw.
  • An Stelle der Absorptionskolonne 13 kann man z. B. auch andere Kolonnen, Spiralen, Rohrbündel oder mehrere solcher Einrichtungen in Parallel-oder Reihenschaltung verwenden.
  • Der Druck im Absorptionsgefäß 13 wird mindestens auf solcher Höhe gehalten, daß die Anwesenheit des Hexachlorcyclopentadiens in dem Gefäß im flüssigen Zustand gesichert ist, ohne aber die Grenze zu übersteigen, bei der gasförmiges Acetylen noch gefahrlos gehandhabt werden kann. Der höchste zulässige Druck wird bis zu ; inem gewissen Grade durch die spezielle Art des verwendeten Absorptionssystems bestimmt. Beispielsweise werden im Rahmen der Erfindung Drücke bis zu etwa 35 at angewandt. Vorzugsweise werden Drücke von beiapielsweise etwa 10, 5 bis etwa 25 at, vorzugsweise von twa 17, 5 bis etwa 25 at, angewandt. Die Temperatur im Absorptionsgefäß 13 wird niedrig gehalten, um eine ausreichende Absorption von Acetylen in dem flüssigen Hexachlorcyclopentadien zu erhalten. So können niedere femperaturen von etwa-40° C bis zu Temperaturen iber Zimmertemperatur mit Erfolg verwendet werden.
  • Es ist jedoch zweckmäßig, die Temperatur unter etwa 50° C zu halten. Bevorzugt verwendete Temperaturen im Absorptionsgefäß 13 liegen im Bereich von etwa-40 bis +50° C, insbesondere etwa-20 und etwa +10° C. Unter diesen Bedingungen werden Lösungen mit 45 bis sogar 55 Molprozent Acetylen in Hexahalogencyclopentadien erhalten. Die Absorptionsbedingungen für Acetylen werden zweckmäßig so geregelt, daß die Lösung 30 bis 55 Molprozent, vorzugsweise 40 bis 55 Molprozent Acetylen in Hexachlorcyclopentadien enthält.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird im Absorptionsgefäß 13 ein hoher Flüssigkeitsstand aufrechterhalten und der Acetylengasstrom kontinuierlich unten zugeführt. Nicht absorbiertes Gas verläßt das Absorptionsgefäß 13 durch die mit Hahn versehene Leitung 17. Gas kann ganz oder teilweise durch die mit Hahn und Pumpe ausgerüstete Leitung 18 zum unteren Teil des Absorptionsgefäßes 13 zurückgeführt werden.
  • Um im Absorptionsgefäß 13 die gewünschten Temperaturbedingungen aufrechtzuerhalten, können z. B. Kühlschlangen, Isolierung, äußere Kühlmäntel u. dgl. vorgesehen sein.
  • Das venvendete Hexachlorcyclopentadien kann beliebiger Herkunft sein. Es braucht nicht rein zu sein und kann z. B. Stoffe enthalten, welche unter den Reaktionsbedingungen inert sind. Das Ausgangsmaterial soll jedoch vorzugsweise im wesentlichen frei sein von Stoffen, die sich von 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo- (2, 2, 1)-2, 5-heptadien nicht leicht trennen lassen oder die Isolierung des gewünschten Reaktionsproduktes erschweren.
  • Vorzugsweise ist das in das Absorptionsgefäß 13 eingeführte Acetylen verhältnismäßig rein. Die Anwesenheit normalerweise gasförmiger, inerter Stoffe sowie geringer Mengen von Verunreinigungen, wie sie normalerweise in technischem Acetylen vorkommen, stören nicht.
  • Falls notwendig, können das Hexachlorcyclopentadien und bzw. oder das Acetylen vorgereinigt werden. Eine solche Vorreinigung kann z. B. mit festen Adsorptionsmitteln, wie Siliciumdioxyd, Aluminiumoxyd, Holzkohle oder einem Ionenaustauscherharz bestehen. Das Acetylen kann inerte, gasförmige Stoffe enthalten, die in Hexachlorcyclopentadien unlöslich sind, z. B. normalerweise gasförmige inerte Stoffe, welche die Handhabung, z. B. die Komprimierung, des Acetylens erleichtern. Etwa in den Absorptionsturm 13 eingeführtes inertes Gas dieser Art verläßt das System durch die mit Hahn versehene Leitung 17.
  • Die Lösung von Acetylen in Hexachlorcyclopentadien wird unten aus dem Absorptionsgefäß 13 durch die mit Hahn versehene Leitung 20 einem Verdichter, z. B. einer Pumpe 21, zugeführt. In der Pumpe 21 wird die Lösung von Acetylen in Hexachlorcyclopentadien so hoch komprimiert, daß die Abwesenheit wesentlicher Mengen gasförmiger und/oder dampfförmiger Phase in irgendeinem Teil der nachfolgenden Reaktionszone des Systems gewährleistet ist. Es wird also die Lösung beim Hindurchströmen durch die Pumpe 21 auf einen Druck gebracht, welcher den Partialdruck des Acetylens und auch den gesamten Dampfdruck der genannten Lösung bei der in der Reaktionszone herrschenden Temperatur übersteigt.
  • Leitung 20 und Pumpe 21 können mit Wärmeableitungseinrichtungen, z. B. mit Kühlmänteln, ausgerüstet sein. Nach dem Komprimieren wird die Lösung durch die Leitung 22 in die Reaktionszone geführt. Eine geeignete Reaktionszone besteht aus einem Reaktionsgefäß, welches das Hindurchströmen der Lösung Acetylen-Hexachlorcyclopentadien in homogener flüssiger Phase bei der Reaktionstemperatur ermöglicht. Der verwendete Reaktor ist vorzugsweise in solcher, in welchem kein Zurückströmen des Reaktionsgemisches auftritt. Eine geeignete Reaktionszone ist eine solche mit kleinem Querschnitt, z. B. eine längere, von außen erhitzte Spirale 24. Obwohl die Anwendung von Reaktionszonen mit engem Querschnitt vorgezogen wird, können doch auch andere Reaktionszonen verwendet werden, auch solche mit verhältnismäßig großem Querschnitt, z. B.
  • Druckkessel. Zweckmäßig können auch mehrere Reaktionsgefäße in Parallel-oder Reihenschaltung verwendet werden.
  • In der Spirale 24 wird die Hexachlorcyclopentadien-Acetylen-Lösung auf einer ausreichend hohen Temperatur gehalten, daß die Umsetzung zwischen Acetylen und Hexachlorcyclopentadien erfolgt. So kann die Temperatur in der Spirale 24 bei etwa 75 bis etwa 3000° C, vorzugsweise bei etwa 125 bis etwa 200° C, insbesondere bei etwa 150 und etwa 175° C, gehalten werden. Um die Spirale 24 auf der gewünschten Reaktionstemperatur zu halten, kann sie in einer geeigneten Kammer 25 angeordnet sein, durch welche ein Medium strömt, das der Spirale24 Wärme zuführt, wie Wasserdampf oder 01.
  • Die Hähne 26 und 27 dienen zur Ein-oder Abfiihrung der Wärmeüberträger.
  • Die Vermeidung einer merklichen Verdampfung von Komponenten des Reaktionsgemisches in der Spirale 24 ist wesentlich. Das Hindurchströmen des Reaktionsgemisches in homogener flüssiger Phase durch die Leitung 24 wird gewährleistet durch die Aufrechterhaltung eines Druckes in der Spirale, der über dem Partialdruck des Acetylens liegt. Die Hexachlorcyclopentadienlösung wird beim Hindurchströmen durch die Pumpe 21 in der Spirale 24 auf einem Druck über etwa 10, 5 at, vorzugsweise über 140 at, gehalten. Im allgemeinen ist kein Druck über etwa 420 at notwendig. Ein bevorzugter Bereich liegt zwischen etwa 140 und 280 at.
  • Die Berührungszeit schwankt je nach den angewandten Temperatur-und Druckbedingungen. Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt in der verhältnismäßig kurzen Reaktionszeit, die zur Erzielung hoher Ausbeuten des gewünschten Reaktionsproduktes erforderlich ist. Manchmal ist schon eine sehr kurze Reaktionszeit von etwa 1/4 Stunde ausreichend. Normalerweise brauchen keine Berührungszeiten über etwa 10 Stunden angewandt werden. Im allgemeinen liegt eine brauchbare Berührungszeit zwischen etwa li, und etwa 3 Stunden.
  • Unter den vorstehend angegebenen Arbeitsbedingungen reagieren Acetylen und Hexachlocyclopentadien in der Spirale 24 unter Bildung von Reaktionsprodukten, die 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo- (2, 2, 1)-2, 5-heptadien enthalten. Um das Reaktionsgemisch bei der Reaktionstemperatur in homogener, flüssiger Phase zu halten, wird die aus der Spirale 24 abströmende Flüssigkeit einer geeigneten Kühlung unterworfen, bevor der Druck verringert wird. So wird der Abfluß aus der Spirale 24 z. B. durch die Leitung 29 in eine geeignete Kühleinrichtung, z. B. eine Kühlspirale 30, geführt, deren Außenwandung mit t einer in der Kammer 31 befindlichen Kühlflüssigkeit in direkter Berührung steht. Zum Ein-und Abführen der Kühlflüssigkeit durch die Kammer 31 sind mit Hahn versehene Leitungen 32 und 33 vorgesehen. Es können zweckmäßig Mittel zur Aufrechterhaltung des hohen Druckes und des homogenen, flüssigen Zustandes in der Spirale 24 vorgesehen sein, z. B. ein Rückschlagventil 35, in welches der aus der Spirale 30 kommende gekühlte Flüssigkeitsstrom geführt wird. Der flüssige Ablauf aus dem Reaktionsgefäß wird nach der Kühlung aus dem Rückschlagventil 35 durch die mit Hahn versehene Leitung 37 abgezogen und der Aufarbeitung zugeführt. In dem Reaktionsgefäß wird durch einen Gegendruck (Stickstoff) auf der Druckseite des Rückschlagventils 35 ein gleichmäßig hoher Druck aufrechterhalten. Hierzu dient eine mit Hahn versehene Leitung 38, durch welche Stickstoff unter Druck zugeführt wird.
  • Vorzugsweise wird die Reaktion zwischen Acetylen und Hexachlorcyclopentadien unter den hohen, oben definierten Drücken in mehreren Stufen durchgeführt. Das Acetylen wird in Hexachlorcyclopentadien absorbiert und in der homogenen flüssigen Phase in der ersten Arbeitsstufe umgesetzt. Die Reaktionsprodukte werden gekühlt und wiederum bei dem niedrigen Absorptionsdruck in dem Absorptionsgefäß der zweiten Arbeitsstufe gesättigt. Das so mit Acetylen bei geringem Druck gesättigte Reaktionsgemisch der ersten Stufe wird wiederum auf den hohen Druck komprimiert und erneut in der homogenen flüssigen Phase zur Reaktion gebracht. Der Mehrstufenprozeß gemäß der Erfindung kann z. B. zwei bis sechs oder mehr solcher Stufen umfassen, wobei das Reaktionsgemisch zwischen den einzelnen Stufen jeweils bei niedrigem Druck erneut mit Acetylen gesättigt wird.
  • Im allgemeinen sind nicht mehr als vier Stufen erforderlich, um eine weitgehend vollständige Umwandlung der Hexachlorcyclopentadiencharge in ein Reaktionsgemisch herbeizuführen, das im wesentlichen aus 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo- (2, 2, 1)-2, 5-heptadien besteht.
  • Wenn die Erfindung mehrstufig durchgeführt wird, ist es zweckmäßig, die Umwandlung in jeder einzelnen Stufe auf etwa 40 bis 50 Gewichtsprozent, berechnet auf zugeführtes Hexachlorcyclopentadien, zu beschränken. Das gewünschte Maß der Umwandlung wird leicht durch die Regelung von Reaktionstemperatur undioder Berührungszeit erzielt. Die Temperatur-und Druckbedingungen brauchen nicht unbedingt in den einzelnen Stufen auf gleicher Höhe gehalten zu werden. Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform der mehrstufigen Arbeitsweise wird über die verschiedenen Stufen des Prozesses ein standing steigender Temperaturgradient aufrechterhalten.
  • Es wird jedoch dafür gesorgt, daß das Reaktionsgemisch in allen Reaktionszonen der einzelnen Stufen in homogener fliissiger Phase vorliegt.
  • Das die letzte Stufe des Verfahrens verlassende Reaktionsgemisch wird dann in geeigneter Weise aufgearbeitet, z. B. durch Destillation, extrahierende Destillation, Lösungsmittelextraktion oder selektive Adsorption.
  • Nicht umgewandeltes Ausgangsmaterial kann teilweise oder vollständig in die Acetylenabsorption und/oder in die Reaktionszone des Verfahrens zurückgeführt werden.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung kann in einzelnen Chargen oder kontinuierlich bzw. halbkontinuierlich durchgeführt werden. Lõsungsmittel, die unter den Arbeitsbedingungen der Reaktion inert sind, können in dem der Apparatur zugeführten Ausgangsmaterial enthalten sein. Stoffe, welche die Polymerisation der Reaktionskomponent en oder der erhaltenen Additionsprodukte verhindern, kö nnen dem Ausgangsgemisch zugesetzt werden.
  • Beispiel 1 Ein Acetylengasstrom wurde im Gegenstrom zu flüssigem Hexachlorcyclopentadien durch einen Absorptionsturm hindurchgeführt, der auf einem Druck von etwa 24 at und einer Temperatur von 3, 5°C gehalten wurde. Man erhielt so eine Lösung von 40 Molprozent Acetylen in Hexachlorcycloheptadien. Die Lösung wurde auf etwa 260 at komprimiert und durch eine von außen geheizte Nickelspirale geleitet, die auf 165°C gehalten wurde. Die Verweilzeit betrug 0, 55 Stunden. Der Abfluß aus dem Reaktionsgefäß wurde anschließend durch eine von außen gekühlte Kühlspirale und durch einen unter Stickstoffdruck stehenden Gegendruckturm geführt, bevor der darauf lastende Druck entspannt wurde. Das verwendete Reaktionsgefäß wurde während der Durchführung der Reaktion dauernd mit Flüssigkeit gefüllt gehalten. Die Analyse des erhaltenen nicht gasförmigen Reaktionsgemisches ergab, daß das Gemisch aus 39, 1 Gewichtsprozent normalerweise flüssigem Produkt mit einem Siedepunkt von etwa 112°C bei 6 mm Hg und mit einer Erstarrungstemperatur von etwa 0°C bestand, welches wahrscheinlich Hexachlorbicycloheptadien mit der allgemeinen Formel darstellte. Außerdem enthielt das Produkt 59, 2 01, nicht umgewandeltes Hexachlorcyclopentadien und etwa 0, 5 Gewichtsprozent Nebenprodukte. Die restlichen 1, 2 Gewichtsprozent des Reaktionsgemisches bestanden im wesentlichen aus den Verunreinigungen, die bereits in dem zugeführten Ausgangsmaterial enthalten waren.
  • Dies bedeutet also eine Ausbeute von 97, 8°/o an 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo- (2, 2, 1)-2, 5-heptadien, berechnet auf umgewandeltes Hexachlorcyclopentadien.
  • Beispiel 2 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorcyclo-(2, 2, 1)-2, 5-heptadien wurde durch Umsetzen von Acetylen mit Hexachlorcyclopentadien bei hohem Druck in homogener flüssiger Phase in einer dreistufigen Arbeitsweise gemäß vorliegender Erfindung hergestellt. In einer ersten Arbeitsstufe wurde Acetylen mit Hexachlorcyclopentadien in einem gekühlten Absorptionsturm in Berührung gebracht, wodurch Acetylen in dem Hexachlorcyclopentadien gelöst wurde.
  • Die erhaltene Losung wurde auf über 140 at komprimiert und durch eine mit Flüssigkeit gefiillte, von außen geheizte Nickel-Reaktionsspirale hindurchgeführt, welche unter dem hohen Druck und auf Reaktionstemperatur gehalten wurde. Das gebildete Reaktionsgemisch wurde etwa auf Raumtemperatur gekühlt, bevor der Druck auf den Acetylen-Absorptionsdruck herabgesetzt wurde. Das erhaltene gekühlte Reaktionsgemisch wurde wiederum mit Acetylen gesättigt und wieder dem hohen Druck unterworfen unter Aufrechterhaltung der homogenen, flüssigen Phase als Reaktionsbedingung in der zweiten Stufe des Prozesses. Das Reaktionsgemisch aus der zweiten Stufe wurde gekühlt, in einem Absorptionsgefäß mit Acetylen gesättigt und dann in einer dritten Arbeitsstufe den Reaktionsbedingungen, d. h. hohem Druck in homogener, flüssiger Phase, unterworfen. Das erhaltene nicht gasförmige Reaktionsgemisch jeder Arbeitsstufe wurde analysiert. Die Arbeitsbedingungen und die erhaltenen Resultate jeder Stufe sind in der nachfolgenden Tabelle A zusammengestellt.
  • Tabelle A
    Stufe
    1 2 3
    Absorptionsgefäß
    Temperatur, °C 16 18 22
    Druck, at...................................... 21 20 20
    Beschickung für Reaktionsgefäß, Molprozent
    Acetylen ............................................. 30 30 29
    Hexachlorcyclopentadien .............................. 70 43 22
    1,2,3,4,7,7-Hexachlorbicyclo-(2,2,1)-2,5-heptadien ... 0 27 49
    Reaktionsgefäß
    Temperatur, °C ....................................... 165 162 156
    Druck, at ............................................ 150 150 150
    Verweilzeit (Stunden)........................... 1, 0 1, 5 2, 2
    Zusammensetzung des Reaktionsproduktes,
    Gewichtsprozent
    1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo- (2, 2, 1)-2, 5-heptadien... 36 73 86
    Hexachlorcyclopentadien 64 28 8
    Nebenprodukte................................-1 6
    Umgewandeltes Acetylen, 80 72 53
    Beispiel 3 Ein Reaktionsgemisch, das im wesentlichen aus einem normalerweise flüssigen Reaktionsprodukt mit einem Siedepunkt von etwa 112°C bei 6 mm Hg bestand und im wesentlichen 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo- (2, 2, 1)-2, 5-heptadien darstellte, wurde gemäß vorliegender Erfindung erhalten durch Umsetzen von Hexachlorcyclopentadien mit Acetylen in homogener, flüssiger Phase in einem vierstündigen Prozeß unter Hochdruck. Acetylen wurde im Gegenstrom zu einem Strom von flüssigem Hexachlorcyclopentadien durch einen gekühlten Absorptionsturm bei 2°C und einem Druck von 20 at in einer ersten Stufe des Verfahrens hindurchgeleitet. Die erhaltene Lösung von Acetylen in Hexachlorcyclopentadien wurde auf den hohen Reaktionsdruck gebracht und durch eine von außen erhitzte Nickel-Reaktionsspirale hindurchgeleitet. Die Reaktionsspirale wurde während des gesamten Arbeitsganges vollständig mit Flüssigkeit gefüllt gehalten. Das entstandene Reaktionsgemisch wurde vor Senken des Druckes gekühlt und in die zweite Stufe des Prozesses übergeführt. In dieser zweiten Stufe wurde das aus der ersten Stufe stammende Reaktionsgemisch wiederum bei dem niederen Absorptionsdruck und der niederen Temperatur mit Acetylen gesättigt und in homogener flüssiger Phase unter hohem Druck zur Reaktion gebracht. Das Kühlen des Reaktionsgemisches aus der vorhergehenden Stufe, Sättigen des gekühlten Gemisches mit Acetylen unter den Acetylen-Absorptionsbedingungen, erneute Druckerhöhung und Behandlung in homogener flüssiger Phase unter den Reaktionsbedingungen wurde in zwei weiteren Stufen wiederholt, wobei das Reaktionsgemisch durch insgesamt vier aufeinanderfolgende vollständige Stufen der Acetylenabsorption und der Reaktion unter hohem Druck hindurchgeführt wurde. Die Zusammensetzung des nach jeder Stufe erhaltenen nicht gasförmigen Reaktionsgemisches wurde durch Infrarotanalyse spektographisch bestimmt. Die in jeder dieser Stufen der vierstufigen Arbeitsweise verwendeten Arbeitsbedingungen und die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle B zusammengestellt.
  • Tabelle B
    Stufe
    1 2 3 4
    Absorptionsgefäß
    2-4-4 2-4-4-4
    Druck, at 20 18, 5 18, 5 1 20
    Dem Reaktionsgefäß zugeführtes Acetylen, Molprozent 34 34 36 39
    Reaktionsgefäß
    Druck, at 270 270 270 270
    Temperatur, °C ........................................ 167 166 167 167
    Verweilzeit (Stunden) ................................. 0,76 0,74 0,76 1,08
    Zusammensetzung des nicht gasförmigen Reaktor-
    abflusses, Gewichtsprozent
    1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo-(2, 2, 1)-2, 5-heptadien... 42, 2 64, 6 80, 5 87, 8
    Nicht umgesetztes Hexachlorcyclopentadien ......... 58, 2 32, 7 16, 4 6, 6
    Nebenprodukte 0, 6 2, 7 3, 1 5, 6
    Ausbeute an 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo-(2, 2, 1)-2, 5-hep-
    tadien in %, berechnet auf ungewand eltes Hexachlor-
    cyclopentadien ...................................... 98,6 96,1 96,3 94,0
    Das erhaltene 1, 2, 3, 4, 7, 7-Hexachlorbicyclo- (2, 2, 1)-2, 5-heptadien hatte einen Siedepunkt von etwa 112°C bei 6 mm Hg und besaß vermutlich die allgemeine Strukturformel PATENTANSPROCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von 1, 4, 5, 6, 7, 7-Hexachlorbicyclo- [2, 2, 1]-heptadien- (2, 5) durch Diels-Alder-Anlagerung von Hexachlorcyclopentadien und Acetylen bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß eine bei verhältnismäßig niedriger Temperatur hergestellte Lösung von Acetylen in Hexachlorcyclopentadien zunächst bei einer Temperatur unterhalb der, bei der die Reaktion einsetzt, auf einen Druck gebracht wird, der nicht nur den bei der Herstellung der Lösung angewendeten Druck, sondern auch den Gesamtdampfdruck der Lösung bei der Reaktionstemperatur übersteigt, und daß die Lösung sodann in homogener Phase ein-oder mehrstufig, ohne Verringerung des Druckes, auf die Reaktionstemperatur erhitzt und so lange auf dieser Temperatur gehalten wird, bis der erwünschte Umsetzungsgrad erreicht worden ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung des Acetylens in Hexachlorcyclopentadien bei einem Druck von 10, 5 bis 25 atü, insbesondere 17, 5 bis 25 atü, und bei einer Temperatur von-40 bis +50° C, insbesondere-20 bis +10°C, hergestellt wurde.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung von 35 bis 55 Molprozent, vorzugsweise 40 bis 55 Molprozent Acetylen in Hexachlorcyclopentadien verwendet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur in der Reaktionszone 75 bis 300°C, vorzugsweise 150 bis 175°C, und der Druck über 10, 5 atü, vorzugsweise über 140 atü, insbesondere 140 bis 280 atü, beträgt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mehrstufige Umsetzung in der Weise durchgeführt wird, daß der Abfluß aus dem Reaktionsgefäß einer Stufe gekühlt und mit Acetylen bei niedrigeren Temperaturen und Drücken als im Absorptionsgefäß wieder gesättigt wird, worauf die wieder gesättigte Reaktionsmischung erneut den Reaktionsbedingungen unter hohem Druck in homogener, fliissiger Phase unterworfen wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in jeder einzelnen Stufe bis zu einem Umwandlungsgrad von 50 Gewichtsprozent, berechnet auf Hexachlorcyclopentadien, durchgeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Belgische Patentschrift Nr. 498 176.
    In Betracht gezogene ältere Patente : Deutsches Patent Nr. 1 028 563.
DENDAT1069147D Verfahren zur Herstellung von 1, 4, 5, 6, 7, 7 - Hexachlorbicyclo-[2, 2, l]--heptadien-(2,5) Pending DE1069147B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE498176A (de) *
DE1028563B (de) 1956-02-18 1958-04-24 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Cyclooktatetraen

Patent Citations (2)

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