DE1056896B - Getriebe zur Umwandlung einer gleichfoermigen Drehbewegung in eine Drehung mit veraenderlicher Winkelgeschwindigkeit - Google Patents

Getriebe zur Umwandlung einer gleichfoermigen Drehbewegung in eine Drehung mit veraenderlicher Winkelgeschwindigkeit

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DE1056896B
DE1056896B DEG12308A DEG0012308A DE1056896B DE 1056896 B DE1056896 B DE 1056896B DE G12308 A DEG12308 A DE G12308A DE G0012308 A DEG0012308 A DE G0012308A DE 1056896 B DE1056896 B DE 1056896B
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Ernest Wildhaber
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H35/00Gearings or mechanisms with other special functional features
    • F16H35/02Gearings or mechanisms with other special functional features for conveying rotary motion with cyclically varying velocity ratio

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Getriebe zur Umwandlung einer gleichförmigen Drehbewegung in eine Drehung mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit Es ist ein Getriebe zur Umwandlung einer gleichförmigen Drehbewegung in eine Drehung mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit bekannt, dessen angetriebenes Glied zum Zwecke der Beschleunigung und Verzögerung nichtradiale, mit ihren Enden von der Umlaufachse verschieden weit entfernte Gleitbahnen aufweist,. die je einen Kurbelzapfen des treibenden Gliedes gleitend aufnehmen.
  • Auch die Erfindung bezieht sich auf ein derartiges Getriebe.
  • Während bei dem bekannten Getriebe der Eintritt der Kurbelzapfen in die Gleitbahnen und ihr Austritt aus den Gleitbahnen immer an den äußeren Gleitbahnenden erfolgt, also in der bei Maltesergetrieben üblichen Weise, ist das Getriebe nach der Erfindung durch eine Anordnung der Gleitbahnen gekennzeichnet, derzufolge jede Gleitbahn mit ihrem äußeren Ende im Zeitpunkt des Ein- und Austritts des Kurbelzapfens tangential zum Kurbelzapfenkreis verläuft und den in ihr gleitenden Kurbelzapfen an dem einen Ende eintreten und an dem anderen Ende austreten läßt.
  • Während bei dem bekannten Getriebe das angetriebene Glied während des Eingreifens des Kurbelzapfens vom Stillstand bis zu einer Höchstgeschwindigkeit beschleunigt und alsdann sogleich wieder bis auf den Stilstand verzögert wird, bietet das Getriebe nach der Erfindung den Vorteil, daß das angetriebene Glied nach Beschleunigung auf eine bestimmte Winkelgeschwindigkeit außer Eingriff mit dem Kurbelzapfen gelangt und seinen Umlauf so lange unabhängig von dem Kurbelzapfen fortsetzen kann, bis dieser wieder in eine Gleitbahn des angetriebenen Gliedes eintritt, um dieses bis zum Stillstand zu verzögern. Mithin kann man mit Hilfe des Getriebes nach der Erfindung das angetriebene Glied stoßfrei vom Stillstand bis auf eine bestimmte Drehzahl beschleunigen und es dann weiterlaufen lassen, bis es in einem späteren Zeitpunkt wieder stoßfrei bis zum Stillstand verzögert wird.
  • Das Getriebe nach der Erfindung kann z. B. für den schrittweisen Antrieb der Teilvorrichtung einer Werkzeugmaschine verwendet werden.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat das treibende Glied zwei mit Bezug auf die Umlaufachse in Durchmesserrichtung einander gegenüberliegende Kurbelzapfen, welche abwechselnd die Gleitbahnen durchlaufen, um das angetriebene Glied zu beschleunigen und zu verzögern, wobei der eine Kurbelzapfen seine Gleitbahn vom äußeren zum inneren Ende und der andere Kurbelzapfen seine Gleitbahn vom inneren zum äußeren Ende durchläuft. Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung hat das treibende Glied jedoch nur einen einzigen Kurbelzapfen, der abwechselnd die beiden Gleitbahnen durchläuft, und zwar die eine Gleitbahn vom äußeren zum inneren Ende und die andere Gleitbahn vom inneren zum äußeren Ende.
  • Vorzugsweise sind die mit der Abtriebswelle und der Antriebswelle verbundenen Teile durch ein Zahnradpaar für die Dauer des Nichteingreifens der Kurbelzapfen gekuppelt. Das bietet den Vorteil, daß die Abtriebswelle nach ihrer stoßfreien Beschleunigung vom Stillstand bis zu einer bestimmten Drehzahl durch das Zahnradpaar mit dieser Drehzahl so lange weiter angetrieben werden kann, bis ein Wiedereingreifen des Kurbelzapfens zum Zwecke der Verzögerung bis zum Stillstand stattfindet.
  • Eine besonders einfache Bauart ergibt sich, wenn der aus Kurbelzapfen und offener Gleitbahn bestehende Mechanismus für mehrere Umdrehungen der Antriebswelle ausrückbar ist. Denn dann kann der Kurbelzapfen auch während seines Nichteingreifens mit der umlaufenden Antriebswelle ständig gekuppelt bleiben.
  • Weitere Aufgaben der Erfindung und deren Vorzüge ergeben sich aus der nachstehenden, ins einzelne gehenden Beschreibung dreier Ausführungsbeispiele der Erfindung, die in der Zeichnung dargestellt sind. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht einer Ausführungsform der Erfindung, Fig. 2, 3 und 4 schematisch drei aufeinanderfolgende Stellungen der Antriebs- und der Abtriebswelle der Fig. 1 während eines Arbeitsspiels, Fig.5 eine Geschwindigkeitswegkennlinie, die erkennen läßt, wie sich das Übersetzungsverhältnis zwischen Antriebs- und Abtriebswelle während des Arbeitsspiels ändert, Fig.6 ein Getriebeschema einer zweiten Ausführungsform der Erfindung in ebener Darstellung nach den Linien 6-6 der Fig. 7, Fig. 7 den Querschnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 6, Fig. 8 den Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 6, wobei jedoch die Ansicht in der Zeichenebene herumgedreht worden ist, so daß sie der Darstellung in Fig.2 entspricht, bei welcher die Abtriebswelle über der Antriebswelle liegend gezeigt ist, Fig.9 die Abwicklung des Verlaufs der Schubkurvennuten der beiden Triebwerke der Fig. 6 und Fig. 10 eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die offenen Nuten bogenförmig verlaufen.
  • In der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsform ist auf der Antriebswelle 20 ein Antriebsteil 22 befestigt, das von einer Kurbelscheibe mit zwei einander gegenüberliegenden Kurbelzapfen 23 und 24 gebildet wird. Auf diesen sitzen Rollen 25. Die beiden Kurbelzapfen sind in gleichen radialen Abständen von der Achse der Antriebswelle 20 angeordnet und beschreiben daher dieselbe Kreisbahn beim Umlauf der Welle, und sie sind gegenüber der Achse um 180° versetzt zueinander angeordnet. Diese Zapfen bzw. die auf ihren Enden sitzenden Rollen treten in offene Nuten 26 und 27 eines angetriebenen Teils 28 ein, der auf der Abtriebswelle 21 befstigt ist. Ferner sitzt auf der Antriebswelle 20 ein auf ihr befestigtes teilverzahntes Rad 29, das mit einem auf der Abtriebswelle 21 befestigten Ritzel 31 kämmen kann. In Fig. 1 ist das Triebwerk der besseren Übersicht wegen in axialer Richtung auseinandergezogen dargestellt. In Wirklichkeit jedoch liegen die einzelnen Teile dicht nebeneinander in gedrängter Anordnung.
  • Die Nuten 26 und 27 verlaufen parallel in nicht radialer Richtung symmetrisch zu einem Radius 30 der Abtriebswelle 21. Die Nuten sind an ihren Enden offen, und der Teil 28 ist so gestaltet, daß die inneren Enden der Nuten einen kleineren radialen Abstand als die äußeren Enden von der Achse der Abtriebswelle 21 haben. Nimmt das angetriebene Glied 28 die in Fig. 2 gezeigte Stellung ein, so liegen die Nuten mit ihren äußeren Enden tangential zur Kreisbahn der Treibzapfen 23 und 24.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise des in Fig. 1 bis 4 gezeigten Getriebes sei von der Stellung der Fig. 2 ausgegangen und angenommen, daß der treibende Teil 22 in Pfeilrichtung umläuft und daß dabei der Treibzapfen 23 gerade in daß äußere Ende der Nut 26 eintritt, während der Zapfen 24 gerade das äußere Ende der Nut 27 verläßt. In diesem Augenblick befindet sich der angetriebene Teil 28 in Ruhe, da ja die beiden Nuten tangential zur Bahn der Treibzapfen liegen. Beim Durchlaufen der Nut 26 beschleunigt der Treibzapfen 23 den angetriebenen Teil 28 und die Abtriebswelle 21 von der Geschwindigkeit Null aus bis zu einer Höchstgeschwindigkeit, die beim Anlangen der Teile in der Stellung der Fig. 3 erreicht ist, also dann, wenn der Treibzapfen 23 aus der Nut 26 an deren innerem Ende wieder austritt. Das Geschwindigkeitsverhältnis der Abtriebswelle zur Antriebswelle hat dann den Höchstwert M (Fig. 5). In diesem Augenblick, der auch in Fig. 1 gezeigt ist, kommt der erste Zahn des teilverzahnten Rades 29 in Eingriff mit dem Ritzel 31 und treibt dieses mit der durch den Schubkurventrieb 22, 28 erreichten Geschwindigkeit weiter an. Während das geschieht, wandert der angetriebene Teil 28 des Schubkurventriebes ohne Eingriff der Treibzapfen bis in die Stellung der Fig.4. In dem Augenblick, in welchem diese erreicht wird, kommt der letzte Zahn des teilverzahnten Rades 29 gerade außer Eingriff mit dem Ritzel 31, und gleichzeitig tritt der Treibzapfen 24 in die Nut 27 an deren innerem Ende ein. Beim Durchlaufen der Nut 27 verzögert der Treibzapfen 24 die Abtriebswelle stetig bis zum Stillstand, also bis zu dem Augenblick, in welchem wieder die Lage der Fig. 2 erreicht ist. Damit ist das Arbeitsspiel beendet, bei welchem die Antriebswelle und die Abtriebswelle je einen vollständigen Umlauf ausgeführt haben.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung beläuft sich das Verhältnis der Teilkreisdurchmesser der Zahnräder 29 und 31 auf 13 :10. Das Ritzel 31 hat dreißig Zähne, und das Zahnrad 22 würde, wenn es vollverzahnt wäre, neununddreißig Zähne haben. Die Anordnung ist also so getroffen, daß die Antriebswelle sich beim Übergang von der in Fig. 3 gezeigten Lage bis zu der in Fig.4 gezeigten Lage um 210° dreht, während der angetriebene Teil mit der Abtriebswelle 21 einen Winkel von 273° durchläuft. Der Durchmesser D der Kreisbahn, der von den Mitten der Treibzapfen beschrieben wird, beläuft sich auf 0,932 C und die Länge L der offenen Nuten 26 und 27 auf 0,684 C, wobei C der Achsenabstand der beiden Wellen 20 und 21 ist.
  • Bei dieser Bemessung der Teile, die sich graphisch oder rechnerisch ermitteln lassen, ergibt sich über das Arbeitsspiel hin ein Verlauf der Geschwindigkeit, der durch die in Fig. 5 wiedergegebene Kennlinie dargestellt ist. Während die Antriebswelle aus der Stellung der Fig.2 heraus die ersten 75° durchläuft, wird das Abtriebsglied aus der Ruhelage heraus stetig bis zu einer Höchstgeschwindigkeit beschleunigt, deren Übersetzungsverhältnis sich auf den Wert M beläuft. Die Beschleunigung, die von dem Differentialquotienten der Geschwindigkeitskurve, also von deren Steigung wiedergegeben wird, nimmt bei Annäherung an die 75°-Stellung stetig bis auf Null ab. Im Augenblick, in welchem der Schubkurventrieb 22, 28 außer Eingriff und der Zahnrädertrieb 29, 31 in Eingriff tritt, ist daher die Winkelgeschwindigkeit der Abtriebswelle konstant. Sie bleibt konstant auf ihrem Höchstwert während der folgenden 210° des Umlaufes der Antriebswe11e20. Während der letzten 75° ihres Umlaufes wird das angetriebene Glied 28 stoßfrei verzögert bis zum Stillstand, wobei die Geschwindigkeitskennlinie genau spiegelbildlich zu derjenigen der ersten 75° verläuft.
  • Für den stoßfreien Antrieb ist es wichtig, daß sich die Beschleunigung der Abtriebswelle in den Augenblicken des Überganges vom Schubkurventrieb auf den Zahnradtrieb und umgekehrt auf Null beläuft, daß also die geneigten Abschnitte der Kennlinie der Fig. 5 mit weichen Kurven ohne Knick in den waagerechten Abschnitt übergehen. Das läßt sich durch richtige Wahl der Lage der inneren Enden der Nuten 26 und 27 erreichen. Ist diese Bedingung erfüllt, so kommt das teilverzahnte Rad 29 stoßfrei in und außer Eingriff mit dem angetriebenen Ritzel 31.
  • Die in den Fig.6, 7 und 8 gezeigte Ausführungsform des Getriebes dient zum Antrieb einer Teilvorrichtung bei einer Werkzeugmaschine. Dabei soll die Teilscheibe aus der Ruhelage heraus stoßfrei bis zu einer Höchstgeschwindigkeit beschleunigt, mit dieser Höchstgeschwindigkeit um einen bestimmten Winkel gedreht und dann wieder stoßfrei bis zum Stillstand verzögert werden.
  • Die Anordnung ist so getroffen, daß sich das vollständige Arbeitsspiel über fünfzehn Umdrehungen der Antriebsvene 41 erstreckt. Zweieinhalb Umdrehungen dienen dabei der Drehung der Abtriebswelle um drei Umdrehungen. Während der übrigen zwölfeinhalb Umdrehungen der Antriebswelle bleibt die Abtriebswelle stehen.
  • Auf der Antriebswelle 41 ist eine Kurbelscheibe 43 mit einem einzigen Kurbelzapfen 44 befestigt, der eine Rolle 45 zum Eingriff in die offenen Schubkurvennuten 46 und 47 eines angetriebenen Teiles 48 trägt. Die Abtriebswelle 42 ist eine Keilwelle, auf welcher der angetriebene Teil 48 axial verschiebbar geführt ist. Nimmt der Teil 48 die Lage der Fig. 6 ein, so sind Treibzapfen und Schubkurvennuten in Achsenrichtung gegeneinander derart verschoben, daß sie nicht in Eingriff treten können. Diese Schubkurvennuten 46 und 47 verlaufen ebenso wie die Nuten 26 und 27 geradlinig, parallel und symmetrisch zu einem Radius 50 der Abtriebswelle 42.
  • Ferner ist auf der Antriebswelle ein Zahnrad 49 befestigt, das mit einem auf der Abtriebswelle durch deren Keilnuten verschiebbar geführten Ritzel 51 kämmen kann. Dieses Ritzel hat einen teilverzahnten und einen vollverzahnten Zahnkranz. Bei der Stellung der Fig.6 kämmt der teilverzahnte Kranz mit dem Zahnrad 49. Wird das Ritzel aber nach rechts verschoben, so kommt der vollverzahnte Kranz des Ritzels in Eingriff mit dem Zahnrad 49. Die Verschiebung des Schubkurventeils 48 und des Ritzels 51 auf der Abtriebswelle 42 erfolgt durch Schubkurvenantriebe. Diese bestehen aus einer Schubkurventrommel 52, welche auf einer Welle 53 befestigt ist. Diese ist mit der Antriebswelle 41 gekuppelt durch ein Kegelrad 54 auf der Welle 41, weiter durch ein Kegelrad 55 auf einer Welle 56, durch eine Schnecke 57 auf der Welle 56 und durch ein Schneckenrad 58 auf der Welle 53. Die Trommel 52 hat zwei Schubkurvennuten 59 und 61. Die Nut 59 dient zur Verstellung des Schubkurventeils 48, und die Nut 61 dient zur Verstellung des Ritzels 51. In der Nut 59 läuft eine Nockenrolle 62, die an einem Schalthebel 63 gelagert ist. Dieser ist mit einem Ende auf einer festen Achse 64 gelagert und trägt an seinem anderen Ende einen schwenkbaren Stein 65, der in eine Ringnut 66 einer Buchse 67 eingreift, welche an dem Schubkurventeil 48 sitzt. Ein ähnlicher Schalthebel 68, der mit seinem einen Ende auf einer festen Achse 69 schwenkbar ist, trägt an seinem anderen Ende einen drehbaren Stein 65, der in eine Ringnut 66 der Nabe des Ritzels 51 eingreift. An dem Schalthebel 68 ist eine Nockenrolle 62 gelagert, die in der Schubkurvennut 61 läuft.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Übersetzungsverhältnis des Getriebes 54, 55, 57 und 58 derart bemessen, daß die Antriebswelle 41 für jeden Umlauf der Schubkurventrommel 52 fünfzehn Umdrehungen macht. Das geschieht bei jedem vollständigen Arbeitsspiel einmal. Die Schubkurventrommel dreht sich also um 24° für jeden vollständigen Umlauf der Antriebswelle 41. In Fig. 9 ist eine Abwicklung der Schubkurvennuten 59 und 61 wiedergegeben. Wie man sieht, hat die Nut 59 zwei Ausbiegungen 72 zum Verschieben des Schubkurventeils 48. Befindet sich die Nockenrolle 62 auf dem Gipfel dieser Ausbiegungen, die in Fig. 9 mit »Zapfen greift ein« bezeichnet sind, so befinden sich Treibzapfen 44 und Schubkurvennuten 46, 47 in der gleichen Ebene, so daß ein Eingriff erfolgen kann. Anders verhält es sich aber, wenn die Nockenrolle 62, die mit »Zapfen ausgerückt« bezeichneten Abschnitte der Kurve 59 durchläuft. Dann kann ein Eingriff des Treibzapfens 44 nicht stattfinden: Die Schubkurvennut 61 hat nur eine Ausbiegung 73 zum Verschieben des Ritzels 51 in die Stellung, in der der vollverzahnte Kranz mit dem Zahnrad 49 kämmt. Die Wirkungsweise des Getriebes sei nunmehr mit Bezug auf die Fig. 8 und 9 beschrieben. In Fig. 8 sind die Teile in der Stellung wiedergegeben, bei welcher der Treibzapfen in die Nut 46 gerade eintritt. Die Abtriebswelle hat ihre Ruhepause beendet, und die Nockenrollen 62 der Umschalthebel befinden sich in der Nullstellung der die Schubkurven wiedergebenden Fig. 9. Die eine Rolle befindet sich also im Gipfel der Ausbiegung 72 der Nut 59 und die andere Rolle in der Ausgangsstellung in der Nut 61. In diesem Zeitpunkt ist der angetriebene Nutenteil 48 mit Bezug auf Fig. 6 nach links verstellt, so daß der Treibzapfen 44 in die Nut 46 eintreten kann. Das Ritzel 51 nimmt die dargestellte Lage ein, in welcher ihr teilverzahnter Kranz zum Zahnrad ausgerichtet liegt. Beim Durchlaufen der Nut 46 beschleunigt der Treibzapfen 44 den Teil 48 und die Abtriebswelle 42. Schließlich wird der Augenblick erreicht, in welchem der Treibzapfen die Nut 46 wieder verläßt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel geschieht das, nachdem die treibende Welle 41 mit der Kurbelscheibe 43 einen Weg von 75° zurückgelegt hat. Die Winkelbeschleunigung des Nutenteils 48 und der Abtriebswelle 42 ist dann auf Null gesunken. In diesem Augenblick kommt das Zahnrad 49 mit dem ersten Zahn des teilverzahnten Kranzes des Ritzels 51 in Eingriff. Während nun das Zahnrad 49 das Ritzel 51 treibt, beginnt die Schubkurvennut 61 die Umschaltung des Ritzels 51 und bringt dessen vollverzahnten Kranz in Eingriff mit dem Zahnrad 49. In dieser Stellung verbleiben die Teile, bis die Antriebswelle etwas mehr als zwei Umdrehungen, nämlich 750°, zurückgelegt hat. Gegen Ende dieser Bewegung geht die Abbiegung 73 der Schubkurvennut 61 wieder zurück, so daß bei Beendigung dieser Phase wieder der teilverzahnte Kranz des Ritzels mit dem Zahnrad 49 kämmt. Wenn beide außer Eingriff gelangen, übernimmt den Antrieb wieder der Treibzapfen 44 und der Nutenteil 48.
  • Gleichzeitig mit der gegenseitigen Verschiebung der Zahnräder in Achsenrichtung zum Wirksammachen des vollverzahnten Kranzes des Ritzels bewirkt die Schubkurvennut 59 die Umschaltung des Nutenteils48 in der Weise, daß Treibzapfen und Nutenteil in verschiedenen Ebenen verstellt werden und frei aneinander vorbeigehen können, ohne den Zahnradantrieb der Abtriebswelle über 750° des Umlaufes der Antriebswelle zu stören. Gegen Ende dieser Phase kehrt der Nutenteil 48 wieder in die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Treibzapfen 44 zurück. Kommen die Zahnräder außer Eingriff, so tritt gleichzeitig der Treibzapfen in die Nut 47 ein und verzögert dadurch den Umlauf der Abtriebswelle bis zum Stillstand. Dieser wird am Ende von zweieinhalb Umdrehungen der Antriebswelle 41 erreicht. Die Kurventrommel 52 hat sich in diesem Zeitpunkt um 60° gedreht. Ein Antrieb durch die Zahnräder 49, 51 findet nicht statt, weil das Zahnrad 49 in der Lücke des teilverzahnten Kranzes des Ritzels 51 steht.
  • Während der folgenden halben Umdrehung der Antriebswelle schaltet die Schubkurve 59 den angetriebenen Nutenteil 48 wieder aus, so daß dieser vom Treibzapfen nicht ergriffen werden kann. In dieser Lage verbleiben die Teile nun während der folgenden elfeinhalb Umläufe der Antriebswelle 41. Nach Beendigung dieser Arbeitsphase hat sich die Kurventrommel um 348° gedreht, und die Antriebswelle hat bis auf 180° ihren fünfzehnten Umlauf beendet. Der Treibzapfen 44 steht vor dem äußeren Ende der Nut 47. Während der letzten halben Umdrehung der Antriebswelle bewirkt die Schubkurve 59 die Einschaltung des Nutenteils 48, so daß dieser wieder in Bereitschaft zur Aufnahme des Treibzapfens gelangt. Damit ist das Arbeitsspiel beendet.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung beläuft sich der Radius R der Kreisbahn, die von der Achse der Kreisbahn 44 beschrieben wird, auf 0,468 C und die Länge L der Nut auf 0,690 C, wobei C wiederum der Achsabstand der Wellen 41 und 42 ist. Bei dieser Wahl der Abmessungen wird durch den Treibzapfen und den Nutenteil ein Übersetzungsverhältnis erreicht, das demjenigen der Zahnräder entspricht, nämlich 41 :31. Dementsprechend hat das Zahnrad 49 einundvierzig Zähne und das getriebene Ritzel 51 einunddreißig Zähne, von denen sieben fehlen.
  • Bei der in Fig. 10 dargestellten Ausführungsform der Erfindung haben die zu einem Radius symmetrisch verlaufenden offenen Nuten 81 und 82 des angetriebenen, auf der Abtriebswelle sitzenden Teils 83 eine Kreisbogenform. Die Mitte des Kreisbogens der Nut 82 ist bei 84 dargestellt. Das innere Ende der Nut liegt am Radius 85 und das äußere am Radius 86, wobei diese Radien vom Krümmungsmittelpunkt 84 ausgehen. Der angetriebene Teil läuft um die Achse 87 der Abtriebswelle herum, während der antreibende Teil mit dem Treibzapfen 88 um die Achse 89 kreist. An dem Umlauf des antreibenden Teils nimmt ein Zahnrad 91 teil, das mit einem teilverzahnten Rad 92 kämmt. Dieses ist am getriebenen Teil 83 befestigt. Wie bei den oben erläuterten Ausführungsbeispielen verlaufen die äußeren Enden der Nuten 81 und 82 tangential zur Kreisbahn des Treibzapfens 88, wenn dieser die Nut 82 verläßt oder in die Nut 81 eintritt. Die Länge der Nuten, also der Winkel zwischen den Radien 85 und 86, und die Lagen der Krümmungsmittelpunkte sind mit Bezug auf den Achsabstand der Achsen 89 und 87 und gegenüber dem Kurbelradius des Kurbelzapfens 88 so gewählt, daß beim Austritt des Treibzapfens 88 am inneren Ende der einen Nut und beim Eintreten des Zapfens in das innere Ende der anderen Nut die Beschleunigung der Abtriebswelle Null erreicht, also das Geschwindigkeitsverhältnis gerade konstant ist und dem Übersetzungsverhältnis der Zahnräder 91 und 92 gleicht.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Getriebe zur Umwandlung einer gleichförmigen Drehbewegung in eine Drehung mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit, dessen angetriebenes Glied zum Zwecke der Beschleunigung und Verzögerung nichtradiale, mit ihren Enden von der Umlaufachse verschieden weit entfernte Gleitbahnen aufweist, die je einen Kurbelzapfen des treibenden Gliedes gleitend aufnehmen, z. B. für den schrittweisen Antrieb der Teilvorrichtung einer Werkzeugmaschine, gekennzeichnet durch eine Anordnung der Gleitbahnen (26, 27 oder 46, 47 oder 81, 82), derzufolge jede Gleitbahn mit ihrem äußeren Ende im Zeitpunkt des Ein- und Austritts des Kurbelzapfens (23, 24, 44, 88) tangential zum Kurbelzapfenkreis verläuft und den in ihr gleitenden Kurbelzapfen an dem einen Ende eintreten und an dem anderen Ende austreten läßt.
  2. 2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß infolge entsprechenden Verlaufs der Gleitbahnen (26, 27 oder 46, 47 oder 81, 82) an deren inneren Enden, z. B. infolge entsprechender Wahl der Größen C, D und L (Fig. 2), die Beschleunigung der Abtriebswelle (21, 42) bei Annäherung des die Gleitbahn durchlaufenden Kurbelzapfens an die innere Austrittsstelle nach Null geht und die Verzögerung der Abtriebswelle bei Entfernung des die Gleitbahn durchlaufenden Kurbelzapfens von der inneren Eintrittsstelle von Null an wächst.
  3. 3. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das treibende Glied (20) zwei mit Bezug auf die Umlaufachse in Durchmesserrichtung einander gegenüberliegende Kurbelzapfen (23 und 24) hat, welche abwechselnd die Gleitbahnen (26, 27) durchlaufen, um das angetriebene Glied (21) zu beschleunigen und zu verzögern.
  4. 4. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das treibende Glied einen einzigen Kurbelzapfen (44 oder 88) hat, der abwechselnd die beiden Gleitbahnen (46, 47 oder 81, 82) durchläuft.
  5. 5. Getriebe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kurbelzapfen in an sich bekannter Weise als Nockenrolle (25, 45) ausgestaltet ist, die auf den Wänden der Gleitbahnen abrollt.
  6. 6. Getriebe nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn der Kurbelzapfen (23, 24, 44, 88) eine Kreisbahn ist und die offenen Gleitbahnen (26, 27, 46, 47, 81, 82) zu einem Radius (30, 50) des mit der Abtriebswelle verbundenen Teiles (28, 48, 83) symmetrisch gestaltet sind.
  7. 7. Getriebe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbahnen (26, 27, 46, 47) geradlinig und parallel verlaufen. B.
  8. Getriebe nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Abtriebswelle und der Antriebswelle verbundenen Teile (28, 48, 83 und 22, 43) durch ein Zahnradpaar (29, 31, 49, 51, 91, 92) für die Dauer des Nichteingreifens der Kurbelzapfen gekuppelt sind.
  9. 9. Getriebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Zahnräder (29, 31, 49, 51, 91, 92) teilverzahnt ist.
  10. 10. Getriebe nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der treibenden bzw. getriebenen Welle verbundenen Teile (48, 43) axial verschiebbar gelagert und durch einen entsprechenden Antrieb (59, 63) hin und her bewegt werden und daß auch eine gegenseitige axiale Verschiebung der Zahnräder (48, 51) durch einen entsprechenden Antrieb (61, 68) erfolgt, um vorübergehend vollverzahnte Kränze der Zahnräder (49,51) so lange in Eingriff zu bringen, als der aus Gleitbahnen (48) und Kurbelzapfen (44) bestehende Mechanismus ausgerückt ist.
  11. 11. Getriebe nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Kurbelzapfen (44) und offener Gleithahn (46,47) bestehende Mechanismus für mehrere Umdrehungen der Antriebswelle ausrückbar ist.
  12. 12. Getriebe nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch Schubkurventriebe (49, 61) zum Ein- und Ausrücken des Mechanismus (44, 46, 47). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 319 730, 629 796; französische Patentschrift Nr. 523 676; britische Patentschrift Nr. 589436; USA.-Patentschriften Nr. 2 449 852, 2 287 800.
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