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Die Erfindung betrifft eine motorisch
betriebene Säge,
wie insbesondere eine Stichsäge,
mit einem Gehäuse
und einem Motor, der durch eine Lüftereinrichtung, wie beispielsweise
einem durch den Motor angetriebenen Ventilator, gekühlt ist,
die über ein
Zuluftkanalsystem Luft in das Gehäuse ansaugt und diese nach
Vorbeileiten an dem Motor über
ein Abluftkanalsystem wieder aus dem Gehäuse heraus abgibt. Ferner weist
die Säge
einen Schnittbereich auf, in dem ein an der Säge angebrachtes Sägeblatt eine
durch eine Führungsvorrichtung,
wie beispielsweise einem Gleitschuh, festgelegte Führungsebene schneidet,
in der die Säge
an einem Werkstück
anlegbar ist. Um im Betrieb anfallende Sägespäne aus dem Schnittbereich entfernen
zu können,
weist das Abluftkanalsystem einen Abluftaustritt zur Beaufschlagung
des Schnittbereiches mit Luft auf.
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Derartige Sägen haben den Vorteil, dass
die zur Kühlung
des Motors verwendete Luft gleichzeitig zum Freiblasen des Schnittes
von Sägespänen genutzt
wird. Hierdurch ist während
des Schnittvorganges eine bessere Einsichtnahme auf die hergestellte Schnittlinie
und folglich ein genauerer Schnitt möglich.
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In der
EP
0 073 693 ist eine Stichsäge gezeigt, bei der das Abluftkanalsystem
einen ersten Abluftaustritt, der in Richtung des Schnittbereiches
gerichtet ist, und einen zweiten Abluftaustritt, der an einer Oberseite
des Gehäuses
angeordnet ist aufweist. Um ein Aufwirbeln der durch die am ersten
Abluftaustritt austretenden Luft vom Schnittbereich weggeblasenen
Sägespäne zu vermeiden,
ist über
den unteren Teil der Stirnseite der Säge ein aus transparentem Material
bestehendes Visier angeordnet.
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Durch das Visier wird ein verbessertes
Absaugen der Sägespäne aus dem
Schnittbereich erzielt. Zudem verhindert es, dass die Sägespäne an der
Stirnseite der Säge
derart aufgewirbelt werden, dass sie in die Augen der bedienenden
Person gelangen.
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Nachteilig an der bekannten Säge ist,
dass sich an dem durchsichtigen Visier mit der Zeit Staubteilchen
festsetzen und Kratzer ausbilden, die dazu führen, dass das Visier relativ
schnell blind wird. Wenn der Bediener daraufhin das Visier von dem Schnittbereich
entfernt, werden die beim Schnittvorgang anfallenden Sägespäne so stark
aufgewirbelt, dass sie in die Augen des Bedieners gelangen können und
somit zu Arbeitsbehinderungen oder sogar zu Verletzungen führen können.
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Der vorliegenden Erfindung liegt
die Aufgabe zugrunde, bei einer motorisch betriebenen Säge die genannten
Nachteile zu vermeiden und eine verbesserte Einsichtnahme auf den
Schnittbereich zu gewährleisten.
Insbesondere sollen die anfallenden Späne mit möglichst geringen Verwirbelungen
weggeblasen werden.
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Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass
das Abluftkanalsystem an einer Stirnseite des Gehäuses einen,
bezogen auf die im Normalbetrieb vorgesehene Ausrichtung der Säge, oberhalb des
Schnittbereiches angeordneten und zur Führungsebene gerichteten zweiten
Abluftaustritt aufweist, über
den ein sich quer zu einer Schnittebene erstreckender Blasluftvorhang
aufspannbar ist, wobei die Schnittebene durch die Arbeitsrichtung
der Säge
und die Längserstreckung
des Sägeblattes festgelegt
ist. Der Blasluftvorhang ist dabei durch eine Art Luftteppich gebildet
der von dem zweiten Luftaustritt an der Stirnseite bis zur Oberseite
des Werkstückes
reicht und in senkrechter Projektion auf die Führungsebene eine gewisse Breite
aufweist. Hierdurch wird die Aufwirbelung von Sägespänen an der Strinseite der Säge allein
durch die aus dem zweiten Abluftaustritt entweichende Luft vermieden. Somit
ist während
einem Schnittvorgang eine gute Einsichtnahme auf die Schnittlinie
möglich,
während die
Augen des Bedieners, insbesondere wenn diese sich etwa in der Ebene
der Stirnseite befinden, durch den Blasluftvorhang vor aufgewirbelten
Sägespänen geschützt sind.
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In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist der zweite Abluftaustritt teilweise, beziehungsweise zu einer
Seite, durch eine Rampe begrenzt, die beispielsweise durch eine
abgeschrägte Gehäuseausnehmung
gebildet ist und die mit der Führungsebene
entgegen einer Arbeitsrichtung der Säge einen Winkel von mehr als
45° einschliesst. Durch
die Anordnung einer Rampe an dem zweiten Abluftaustritt lässt sich
ein besonders wirksamer beziehungsweise stabiler Blasluftvorhang
herstellen. Mit dem relativ steilen Winkel von über 45° wird dabei sichergestellt,
dass der Abstand zwischen dem zweiten Abluftaustritt und der Oberfläche des
zu bearbeitenden Werkstückes
relativ gering ist. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass der
Blasluftvorhang über die
für die
Abschirmung des Schnittbereiches benötigte Länge eine ausreichende Stabilität aufweist,
um ein Aufwirbeln von Sägespäne weitestgehend
zu unterbinden.
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Vorteilhafterweise ist oberhalb des
zweiten Abluftaustrittes mindestens ein weiterer Abluftaustritt am
Gehäuse
angeordnet, über
den ein sich quer zur Schnittebene erstreckender Zusatzblasluftvorhang aufspannbar
ist. Hierdurch ist es möglich
auf der von dem Schnittbereich abgewandten Seite des Blasluftvorhanges
des zweiten Abluftaustrittes einen zweiten Blasluftvorhang zu erzeugen.
Auf diese Weise können
die Augen des Bedieners noch wirksamer vor aufgewirbelten Sägespänene geschützt werden,
da Sägespäne, die
den ersten Blasluftvorhang des zweiten Abluftaustrittes durchdringen,
immer noch durch den zweiten Blasluftvorhang des dritten Abluftaustrittes
von den Augen des Bedieners weggeleitet werden können.
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Bevorzugterweise weist der dritte
Abluftaustritt in Längserstreckung
der Säge
eine Neigung auf, die mit der Führungsebene
entgegen der Arbeitsrichtung der Säge einen Winkel von weniger
als 45° einschliesst.
Hierdurch ist es möglich
einen besonders grossen Anteil von Sägespäne, die den ersten Blasluftvorhang
des zweiten Abluftaustrittes durchdrungen haben, von den Augen des
Bedieners wegzuleiten.
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Vorteilhafterweise weist das Abluftkanalsystem
an der Lüftereinrichtung
eine erste Ablufteintrittsöffnung,
die mit dem ersten Abluftaustritt verbunden ist, und eine zweite
Ablufteintrittsöffnung,
die mit dem zweiten Abluftaustritt verbunden ist, auf. Durch diese separaten
Abluftkanäle
können
die Strömungsverluste
relativ gering gehalten werden, und dadurch sowohl für das Freiblasen
des Schnittbereiches als auch für
die Erzeugung des Blasluftvorhanges relativ starke Luftströme aufgebaut
werden.
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Ferner ist am ersten Abluftaustritt
ein Luftleitelement angeordnet. Hierdurch lässt sich die Strömungsrichtung
der aus dem ersten Abluftaustritt austretenden Luft derart leiten,
dass die im Betrieb anfallenden Sägespäne in einem Winkelbereich aufgewirbelt
werden, der auf die Ausrichtung des Blasluftvorhanges abgestimmt
ist. Hierdurch kann ein optimales Ableiten der beim Schnittvorgang
anfallenden Sägespäne erzielt
werden.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand
eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Säge bei Anlage an einem Werkstück und
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2 einen
vereinfachten Längsschnitt
der erfindungsgemässen
Säge mit
einem alternativ ausgeformten Abluftaustritt.
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1 zeigt
eine motorisch betriebene Säge 2 in
Form einer Stichsäge.
Diese weist ein Gehäuse 4 auf,
in dem ein gestrichelt dargestellter elektrischer Motor 6 untergebracht
ist. Der Motor 6 ist mit einer Lüftereinrichtung 8 in
Form eines Ventilators 8 gekoppelt, der im Betrieb Luft über zwei
nur durch deren Achsen dargestellte Zuluftkanäle 10a, 10b eines
Zuluftkanalsystems 12 Luft von Lüftungsschlitzen 14 im Gehäuse 4 ansaugt
und am Motor zu dessen Kühlung
vorbeileitet. Danach wird die erwärmte Kühlluft über zwei ebenfalls lediglich
durch deren Achsen dargestellte Abluftkanäle 16a, 16b eines
Abluftkanalsystems 18 zu einem ersten Abluftaustritt 20 und
einem zweiten Abluftaustritt 22 geleitet, wo die Luft jeweils aus
dem Gehäuse 4 entweichen
kann.
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Der erste Abluftaustritt 20 ist
durch eine Gehäuseöffnung gebildet,
die neben einer Werkzeugaufnahme 24 zur Aufnahme eines
Sägeblattes 26 angeordnet
ist. Der Abluftkanal 16a ist an dem ersten Abluftaustritt 20 so
ausgeformt, dass Luft, die im Betrieb des Motors 6 aus
dem ersten Abluftaustritt 20 austritt, in Richtung eines
Schnittbereiches 28 strömt, der
an der Schnittstelle des Sägeblattes 26 mit
einer Führungsebene
E angeordnet ist, die durch die Anlegeflächen 30 einer als
Führungsschuh
ausgebildeten Führungsvorrichtung 32 aufgespannt
ist. In dieser Führungsebene
ist die Säge 2 an
ein zu bearbeitendes Werkstück 34 anlegbar.
Auf diese Weise werden Sägespäne, die
beim Schnittvorgang von dem Werkstück 34 gelöst werden,
aus dem Schnittbereich 28 weggeblasen. Hierdurch ist jederzeit
eine gute Einsichtnahme auf den am Werkstück 34 erzeugten Schnitt
möglich.
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Der zweite Abluftaustritt 22 ist
in einer Stirnseite 36 schlitzförmig ausgeführt, die das Gehäuse 4 in
Arbeitsrichtung A der Säge 2 begrenzt.
Der zweite Abluftaustritt 22 ist so ausgeformt, dass Luft,
die im Betrieb des Motors 6 aus diesem austritt, in Arbeitsrichtung
vor dem Schnittbereich 28 nach unten in Richtung der Führungsebene
E strömt.
Durch die Form des zweiten Abluftaustrittes 22 wird dabei
ein durch eine Pfeilschar dargestellter Blasluftvorhang 38 gebildet.
Der Blasluftvorhang 38 erstreckt sich dabei in Arbeitsrichtung
A vor dem Schnittbereich 28 quer zu einer Schnittebene,
die durch die Arbeitsrichtung A und das Sägeblatt 26 aufgespannt
ist. Hierdurch werden im Betrieb aufgewirbelte Sägespäne nach oben hin entweder durch
den Blasluftvorhang 38 oder das Gehäuse 4 im Bereich der
Werkzeugaufnahme 24 abgeschirmt. Auf diese Weise wird vermieden,
dass ein Bediener, der in üblicher
Weise, in über die
Säge gebeugter
Haltung, von vorne oben auf den Schnittbereich 28 herab
sieht, wie durch Blickrichtung B in 2 dargestellt,
Sägespäne in die
Augen bekommt.
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Wie aus 2 zu
entnehmen ist, ist der zweite Abluftaustritt 22 zu einer
Seite durch eine am Gehäuse 4 ausgeformte
Rampe 40 begrenzt. Diese weist gegenüber der Führungsebene E einen Neigungswinkel α von mehr
als 45° auf.
Die am zweiten Abluftaustritt 22 austretende Luft strömt parallel
zur Rampe 40, so dass der Blasluftvorhang 38 auf
der in Arbeitsrichtung A abgewandten Seite mit der Führungsebene
E ebenfalls einen Winkel von mehr als 45° einschliesst. Hierdurch wird
die Länge
des Blasluftvorhanges 38 von dem zweiten Abluftaustritt 22 bis
zur Führungsebene
E relativ kurz gehalten.
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Ferner sind oberhalb der des zweiten
Abluftaustrittes 22 zwei weitere Abluftaustritte 42 angeordnet.
Diese erzeugen jeweils einen durch eine Pfeilschar dargestellten
Zusatzblasluftvorhang 44. Die weiteren Abluftaustritte 42 sind
dabei derart ausgeformt, dass die Zusatzblasluftvorhänge 44 mit
der Führungsebene
E entgegen der Arbeitsrichtung A einen Winkel β von weniger als 45° einschliessen.
Hierdurch wird oberhalb des Blasluftvorhanges 38 eine weitere
Abschirmung aufgebaut, die die Augen des Bedieners vor Sägespänene schützt, die
genug Bewegungsenergie aufweisen, um den Blasluftvorhang 38 des
zweiten Abluftaustrittes 22 zu durchdringen.
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Wie zudem in 2 dargestellt, weist der Abluftkanal 16a des
ersten Abluftaustrittes 20 eine erste Ablufteintrittsöffnung 46 auf,
die direkt neben der Lüftereinrichtung 8 angeordnet
ist. Von dieser getrennt weist auch der Abluftkanal 16 des
zweiten Abluftaustrittes 22 eine zweite Ablufteintrittsöffnung 48 auf,
die gegenüber
der ersten Ablufteintrittsöffnung 46 ebenfalls
direkt neben der Lüftereinrichtung 8 angeordnet
ist. Auf diese Weise können
sowohl zum Freiblasen des Schnittbereiches 28 als auch
zum Aufbau des Blasluftvorhanges beziehungsweise der Zusatzblasvorhänge 44 besonders
starke Luftströmungen
erzeugt werden.
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Ferner ist an dem ersten Abluftaustritt 20 ein Luftleitelement 50 vorgesehen,
mit dem die aus dem ersten Abluftaustritt austretenden Luft im Zusammenwirken
mit einem Träger 52 der
Führungsvorrichtung 32 derart
umgeleitet wird, dass sie nahezu parallel zur Führungsebene in den Schnittbereich 28 einströmt.